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76 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Mai 2014
Zuerst `mal vorweg- ich habe mich noch nie genötigt gefühlt, ein Buch zu rezensieren. Ich habe aber auch noch nie beim Lesen so eine geballte Ladung unguter Gefühle verspürt! das Buch habe ich gerade in einem Zug gelesen. Das war wie ein schrecklicher Unfall- man will nicht hinsehen, kann aber auch nicht weggucken. Natürlich kann ich mir kein Urteil erlauben über die Situation dieser Familie. Beim Lesen stellte sich mir aber die ganze Zeit die Frage, ob Jani nicht genau den Part in der Familie einnimmt, der ihr wahrscheinlich unbewusst von den Eltern zugedacht wurde. Warum ist es für den Vater so wichtig, dass seine Tochter etwas ganz, ganz, ganz besonderes ist? Geht es darum eigene Defizite zu kompensieren? Ich hatte das Gefühl, dass er besessen ist von seiner Tochter und dass dort eine ganz seltsame Familiendynamik wirkt. Nur der Vater weiß, was für seine Tochter gut ist, nur er erkennt ihr Genie. Die Mutter wird vom Vater als unfähig im Umgang mit Jani angesehen. Es scheint mir auch befremdlich, dass sie ständig nach höherer Medikation verlangt- auch wenn es gerade `mal etwas besser läuft. Als ginge es nur um ein Konstrukt, um das Außen- hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, als kümmerten sich die Eltern jemals um Janis Emotionen und ihre Gefühlslage. Haben die Eltern sie jemals als Kind wahrgenommen? Auch der arme Bruder wird instrumentalisiert (was schon in der Wahl seines Namens Ausdruck findet)- er soll Jani gut tun. Während pausenlos um's `goldene Kalb' getanzt wird, versuchen die Eltern die ganze Zeit, den armen neugeborenen Bodhi unsichtbar zu machen (um ihn vor seiner unfassbar genialen, besonderen Schwester zu schützen)- was für ein Start in's Leben.
Das Buch ist sicherlich spannend zu lesen, aber mich hat es mit einem Stirnrunzeln und dem Gefühl, dass eigentlich die Eltern in Behandlung gehören, zurückgelassen.
Sonst ärgere ich mich immer über die `Romanschreiber' bei den Rezensionen- jetzt habe ich selber einen geschrieben- aber dieses Buch hat mich echt aufgeregt! Nicht im Positiven!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Dezember 2014
Zuerst habe ich das Buch mit Interesse gelesen.
Im Laufe des Lesens spürte ich immer mehr Widerwillen gegen den Vater, den ich für den Gestörtesten in diesem Familiensystem halte.
Warum, führe ich später noch detaillierter aus.

Aus Interesse habe ich nach der Familie gegoogelt und erfahren, dass nun auch der Sohn Bodhy an Schizophrenie erkrankt ist.
Das wundert mich tatsächlich überhaupt nicht angesichts dessen, wie sich der Vater im Buch selbst darstellt.

Der Vater macht im Buch sehr deutlich, dass er und nur er mit Janni klarkommen kann.
Selbst seiner Frau traut er das nicht zu und sagt das ihr und auch dem Leser sehr deutlich.
(Ganz ehrlich: Hätte mein Partner so über mich geschrieben, wäre er die längste Zeit mein Partner gewesen - das nur nebenbei)

Janni fällt schon als Kleinkind durch eine Hochbegabung auf, die der Vater euphorisch beschreibt.
Parallel dazu ist das Verhalten von Janni alles andere als kindgemäss.
Sie hat Wutanfälle, bei denen sie Menschen schlägt und Dinge zerstört.
Janni ist nicht in der Lage, mit anderen Kindern zu kommunizieren.
Sowohl in der Vorschule als auch in der Schule fällt sie so sehr auf, dass die Lehrer/innen völlig überfordert sind.
Irgendwann, als Janni 6 Jahre alt ist, wied die Diagnose "Schizophrenie" gestellt,
Es folgen Medikamente, Krankenhausaufenthalte und Rückschläge.

Der Bruder Bodhy wurde nur geboren, damit seine Gegenwart für Janni hilfreich ist.
Die Rechnung geht leider nicht auf:
Janni kann das Weinen des Bruders nicht ertragen und geht auf ihn los und zwar in einer Weise, die dem Baby gefährlich wird.
Die Mutter hat fürchterliche Angst vor Janni und traut sich nicht, mit ihr und ihrem kleinen Bruder allein zu sein.
Eine Folge davon ist, dass der Bruder aus Sicherheitsgründen tagsüber bei einer Freundin der Familie "ausgelagert" wird.

An diesem Punkt war ich erstmals fassungslos:
Wie kann es sein, dass ein 4-jähriges kleines Mädchen so gewalttätig ist, dass es bei der Mutter derartige Angst auslöst?
Laut dem Vater liess sie sich nicht daran hindern, die Mutter und den Bruder zu schlagen.
Folglich versteckte sich die Mutter mit dem Baby in der Wohnung, während der Vater versuchte, das Kind zu bändigen, was ihm aber regelmässig nicht gelang.
Ebenso schaffte es der Vater nicht, die Tochter daran zu hindern, den Familienhund zu schlagen, den er an der Leine hatte.

Mit jeder Seite mehr hatte ich das ungute Gefühl, dass der Vater Janni in ihrem gestörten Verhalten braucht.
Er deutet an, dass er selbst psychische Auffälligkeiten als Kind hatte und ich hatte immer mehr den Eindruck, dass seine Tochter "unnormal" sein muss, damit er sich in seiner Rolle als liebender Vater und als Einziger, der seine Tochter versteht, gut fühlen kann.

Tatsächlich gibt es aber Brüche in seiner Rolle als "liebender Vater":
Als Säugling hat er Janni übel geschüttelt, als sie nicht aufhören wollte, zu weinen.
Das kommt heraus, als bei einer Untersuchung eine Anomalie im Gehirn von Janni festgestellt wird.
An dieser Stelle musste ich "nur" schwer schlucken.
An einer anderen Stelle wurde mir dann körperlich übel:
Der Vater wird des sexuellen Missbrauchs von Janni verdächtigt.
Er selbst gibt zu, sie beim Waschen im Intimbereich grob angefasst zu haben (weil Janni ja so unkooperativ war), weiss aber nicht genau, ob er sie dabei vielleicht nicht doch mit dem Finger aus Versehen penetriert hat.
(Das war der Vorwurf, der ihm gemacht wurde)

Der kleine Bruder muss den Wahnsinn der Familie (ich schreibe bewusst nicht "Wahnsinn von Janni", denn ich denke, die ganze Familie ist extrem dysfunktional) von Säugling auf an aushalten.
Janni greift ihn an, schreit und wirft Sachen nach ihm.
Es wird deutlich, dass das Baby in eine Atmosphäre der Angst und des Wahnsinns hineingeboren wird und weder die Mutter noch der Vater schaffen es, das Kind zu schützen.

Mir tut es bitter leid, dass ich durch den Kauf des Buches den Vater unterstützt habe.
Meinem Gefühl nach ist er derjenige, der diesen Wahnsinn auslöst - auf Kosten seiner Kinder.
Er versucht sich in dem Buch so darzustellen, als sei er der Einzige, der die Situation händeln kann.
Mit jeder weiteren gelesenen Seite wuchs meine Abneigung gegen ihn.
Das Wissen, dass das Buch keine fiktive Geschichte ist, sondern dass die beiden Kinder real mit diesem Vater leben müssen, stimmt traurig und wütend.
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108 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. April 2014
Als ich dieses Buch zu Ende gelesen hatte, wollte ich ihm eigentlich vier von fünf Sternen geben. Vier von fünf Sternen aus dem Grund, dass ich viel Mitgefühl mit der Familie hatte, dass ich diese Geschichte unglaublich finde und dass mir der Schreibstil (oder besser die Übersetzung) gut gefallen hat. Einen Stern hätte ich der Geschichte vorenthalten, weil... ja, warum? Genau das konnte ich nicht mit Gewissheit sagen. Es ging mit einem Gefühl beim Lesen zusammen, einem sehr unbestimmten Gefühl. Irgendetwas an dem Buch, an dem Grundtenor, ließ mich immer wieder aufhorchen und stutzig werden. Gegen Ende der Lektüre ging ich in mich und merkte, was für mich persönlich nicht stimmte. Und nach einer längeren Recherche im Internet erhält das Buch von mir zwei Sterne. Warum?
Es sind die Widersprüche, in die sich der Vater Michael Schofield immer wieder verwickelt. Und noch mehr: Von Anfang an fand ich dieses extreme "Unsere Tochter ist ein Genie, ein Genie, ein Genie" befremdlich. Dass das Mädchen einen extrem hohen IQ hat, ist Fakt. Was mir aber sauer aufgestoßen ist, ist dieses ewige Herumreiten der Familie, das Kind sei etwas Besonderes, verdiene den Nobelpreis, würde ein Heilmittel gegen Krebs finden etc. Jeder müsse sich nur auf das Kind einlassen und quasi alles mitmachen, was das Kind will, denn sie würde die Welt verändern. Es ging der Familie meistens nur darum, dass das Kind auf irgendeine Art und Weise etwas Besonderes sein muss.
Dazu kommt diese narzisstische Denken des Vaters: Nur er allein versteht Jani, nur er allein kann wirklich für sie da sein, alle anderen sind zu doof, er muss ihr immer was beibringen, selbst die Mutter ist zu dämlich. An einer Stelle des Buches sagt er ohne Witze: "Sie gehört mir." Äh... okay. Für mich hört sich dieser Mann mindestens genauso krank an wie seine Tochter.
Die Widersprüche? Nun. Er ist der aufopferndste Vater der Weltgeschichte, er tut alles für seine Tochter, er ist ja so unglaublich. Und gegen Ende des Buches kommt heraus, dass er seine Tochter, als sie ein Säugling war und viel schrie, allen Ernstes geschüttelt(!!!!!) hat. Verstehen Sie mich bitte richtig, wir reden hier von einer der schwersten Misshandlungsformen, die man einem Kleinkind respektive Säugling antun kann! Und: Wer einmal von einem schreienden Säugling so überfordert ist, dass er diesen schüttelt, lügt meiner Meinung nach, wenn er in einer solchen Situation wie der später beschriebenen ist, in welcher das Kind mit vier oder fünf Jahren dermaßen ausrastet, dass es wild um sich schlägt und auch Vater und Mutter verletzt - und der dann behauptet, in einer SOLCHEN Situation die Nerven zu behalten und das Kind nur ganz sanft fest zu halten, um ihm nicht weh zu tun.
Auch ist mir sauer aufgestoßen, dass Bodhi, Janis Bruder, anscheinend nur eine Daseinsberechtigung hat: Nämlich um als Spielkamerad für seine Schwester herzuhalten. An mehreren Stellen des Buches wird sogar explizit beschrieben, dass man Bodhi nur aus dem Grund in die Welt gesetzt hat, damit Jani einen Freund hat. Hallo??? Was sind denn das bitte für Ansichten? Hört sich das nach liebevollen Eltern an? Für mich klingt das eher nach zwei Psychos, die dermaßen von ihrer gemeinsamen Tochter besessen sind, dass man wirklich nur noch den Begriff "krankhaft" verwenden kann.
Das waren die Dinge, die mich stutzig machten und wegen derer ich im Netz nach eben dieser Familie gesucht habe. Und da gibt es viel zu entdecken: Es gibt Leute, die behaupten, die Eltern würden unter Münchhausen by Proxy leiden; es gibt Seiten, auf denen behauptet wird, der Vater habe selbst auf seiner Webseite gestanden, seine Tochter bei ihren Ausrastern geschlagen zu haben (was meiner Meinung nach eher zu jemandem passt, der bereits bei einem Säugling die Nervern verliert, s.o.) - später waren diese Beichten dann wohl gelöscht worden. Ich habe eine Dokumentation bei yout*** gesehen, bei der mir persönlich die Eltern extrem seltsam vorkamen - der Vater wirkte regelrecht lethargisch, während die Mutter mir vorkam wie ein Eichhörnchen auf Speed.
Des Weiteren gibt es wohl auch eine Stiftung, die von den Eltern ins Leben gerufen wurde, und die angeblich zwar Geld sammelt, aber noch nicht wirklich etwas mit jenem Geld bewirkt hat.
Ich muss ehrlich gestehen, ich bin sehr skeptisch, was viele Teile dieses Buches angeht. Und wenn man sich die Bewertungen auf amazon.com durchliest, stellt man fest, dass ich nicht die Einzige bin.
Daher bekommt das Buch letzten Endes nur zwei Sterne von mir.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 50 REZENSENTam 1. April 2014
Das Besondere an dem Buch scheint aus meiner Sicht, dass es so viel in einem ist: natürlich erstmal die fast unglaubliche Krankengeschichte der fünfjährigen Jani, um die sich alles dreht. Dann ist das Buch aber auch das Protokoll der Ratlosigkeit einer Gesellschaft, mit der Schizophrenie eines Kindes umzugehen. Und nicht zuletzt ist das Buch die Geschichte einer Ehekrise, von Eltern, die an den Rand ihrer Belastungsgrenze kommen. Alle der genannten Ebenen haben miteinander zu tun, beeinflussen sich gegenseitig, und durch diese quasi schicksalshafte Verstrickung entsteht eine Art Sog, dem man sich als Leser kaum entziehen kann.

Beginnen wir mit der Krankengeschichte. Die ist wirklich so einzigartig, dass man als Leser und medizinischer Laie irgendwie fassungslos daneben steht. Ich möchte mich daher einer eigenen Interpretation enthalten, und stattdessen eine Szene aus dem Buch schildern, die vielleicht deutlich macht, was Schizophrenie bei einem Kind bedeutet. An einem Abend sitzt Jani mit ihren Eltern beim Fernsehen, während das Baby der Familie schläft. Dann dreht Jani die Lautstärke trotz Protestes der Eltern bis zum Anschlag nach oben, so dass das Baby aufwacht. Als es Susan, die Mutter an sich nimmt, geht Jani auf beide los, bedroht sie, schlägt sie, bis der Vater sie festhalten muss. Er sagt zu ihr: Ich lass dich los, wenn du versprichst, das Baby in Ruhe zu lassen." Jani Antwort: Ich muss ihm weh tun, ich will es." Die Szene zeigt vielleicht, unter welchem psychischen Druck alle Beteiligten stehen, und dass man sich hüten sollte, deren Verhalten zu beurteilen oder gar verurteilen, wenn man nicht selbst in einer ähnlichen Situation ist, oder war.

Denn der Vater und Autor des Buches mag auf manchen Leser stellenweise schon anmaßend und selbstgerecht wirken, scheint (einschließlich der Ärzte) als Einziger zu wissen, was für seine Tochter gut und richtig ist. Aber will man ihn dafür wirklich verurteilen? Denn er liebt ja seine Tochter über alles. Und so ist die auffällig häufige Erwähnung ihres IQ (146), ihrer Begabungen (er nennt sie sogar Genie) vielleicht nicht nur als "elterliche Angeberei" zu verstehen, sondern auch als eine Art Selbstvergewisserung, eine Art eigener Mutmacher, dass seine Tochter eben nicht nur krank, sondern auch etwas ganz Besonderes ist.

Dass die beiden Eltern solche Mutmacher nötig haben, kann man sich wohl vorstellen. Denn natürlich belastet die Schizophrenie des Kindes auch deren Ehe. Dass wird etwa in Szenen wie dieser deutlich: Als Michael, der Vater mit dem Hund spazieren geht, rastet er bei seiner Heimkehr gegenüber Susan, der Mutter völlig aus, als er erfährt, dass diese in der Zwischenzeit Jani in eine psychiatrische Klinik eingeliefert hat. Ja, das Buch ist auch die Geschichte einer Ehekrise. Man spürt, wie unterschiedlich Michael und Susan entsprechend ihres Typs mit der Krankheit ihrer Tochter umgehen, welche unterschiedlichen Vorstellungen von Erziehung sie haben. Die Spannungen zwischen den beiden, die sich schon von Beginn an zeigen, verschärfen sich in dem Maße, als immer mehr deutlich wird, dass die Mediziner nicht die ausreichenden Mittel haben, ihre Tochter "normal" zu machen. Und so ist es daher schon fast erstaunlich, dass die Eltern am Ende des Buches immer noch zusammen sind. (man trennt sich ja heutzutage oft wegen viel weniger) Das Buch endet auch nicht negativ. Auch wenn es kein richtiges "Happy-End" gibt, geben kann, so gibt es doch einen versöhnlichen Ausklang.

FAZIT
Janis Geschichte ist erschütternd und faszinierend gleichermaßen - ebenso wie die Geschichte ihrer Eltern - alle drei bilden ja sozusagen eine Schicksalsgemeinschaft. Man erfährt im Buch über die Kämpfe, die diese Familie durchstehen muss, empfindet Sympathie und Verständnis - obwohl man sich als Unbeteiligter wohl niemals hundertprozentig in so eine Extremsituation reindenken kann.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. August 2014
Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, das alle so begeistert von dem Buch sind. ich musste mich stellenweise richtiggehend zwingen weiter zu lesen, so abstoßend fand ich den - meiner Meinung nach, extrem narzisstischen und selbstgefälligen Bericht, des Vaters. Natürlich ist es schlimm ein psychisch krankes Kind zu haben, anber der Vater ist wohl auch nicht ganz gesund.. Am schlimmsten fand ich das Benehmen des Vaters, dem kleinen Bruder gegenüber. Das hat mich eigentlich mehr geschockt als das Verhalten der Tochter. Armer kleiner Mann..
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das schreibt Michael Schofield an einer Stelle. Man liest es und fragt sich, ob das wirklich da steht oder ob man es sich eingebildet hat. Denn das hat man die ganze Zeit gedacht, während man das Buch liest: "Die sind doch alle gestört".

Michael Schofield berichtet von seinem offenbar von jeher verhaltensauffälligen Kind, das er aber zu vergöttern scheint. January, genannt Jany, tanzt ihren Eltern und besonders ihrem Vater auf der Nase herum und wird gewalttätig, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. Doch gleichzeitig ist sie hochbegabt und ein Genie, das schon mit einem Jahr wie ein Erwachsener sprechen, mit anderthalb Jahren lesen und mit zwei rechnen konnte. Durch das ganze Buch hindurch wird ihr außergewöhnlich hoher IQ hervorgehoben. Aber dem Klischee gemäß liegen Genie und Wahnsinn nah beieinander, und Janys ständige Explosionen sind auf die Dauer auch nicht zu tolerieren. Es folgen ärztliche Untersuchungen und Krankenhausaufenthalte, die aber zu nichts führen; die Medikationen sind alle erfolglos. Schließlich findet sich jedoch eine Klinik und eine Ärztin, die bei Jany eine Geisteskrankheit diagnostiziert, die normalerweise frühestens in der Adoleszenz ausbricht: Schizophrenie. Damit und mit der Einstellung auf ein jetzt anscheinend wirksameres Medikament endet das Buch.

Ich habe zutiefst bereut, mir dieses Buch gekauft zu haben. Doch ich bin ja aufgeschlossen gegenüber Erfahrungsberichten über psychische Krankheiten und besonders über Schizophrenie. Diese Krankheit hat mich fasziniert, seit wir dieses Thema in einem Wahlpflichtfach in der Schule behandelt hatten. Unser Lehrer war ein Spätachtundsechziger, der uns beibrachte, dass die Ursachen der Schizophrenie in der frühen Kindheit und der Interaktion hauptsächlich mit den Eltern zu suchen seien - Stichwort Double-Bind-Theorie. Dieses Buch von Michael Schofield widerspricht solchen Theorien und suggeriert, dass zumindest psychische Labilität oder "Vulnerabilität", wie die Experten sagen, erblich sei. Und auch ich glaube nicht mehr unbedingt an die zugegeben reizvolle Annahme tragischer Vorgeschichten in der frühen Kindheit. Doch, das fand ich mit am spannendsten an unserem Unterricht, die Vorstellung, dass sich hinter so einer Krankheit quasi ein ganzer Roman verbirgt. Entsprechend anziehend fand ich dann auch den autobiografischen Roman 'Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen', demgegenüber ist irgendeine Vererbungstheorie allzu prosaisch. Trotzdem, es gibt genügend Beispiele, die gegen die psychosoziale Erklärung sprechen, v.a. die Psychosen aufgrund von übermäßigem Haschischkonsum, oder die Geschichte einer anderen Autorin, die schildert, wie sich als Symptom einer seltenen Autoimmunerkrankung, die das Gehirn angreift, bei ihr im Anfangsstadium eine Psychose gezeigt hatte.

Also, ich bin inzwischen vom psychosozialen Erklärungsmodell für Schizophrenie abgerückt. Aber: Beim Lesen dieses Buches beschleicht einen schon bald das Gefühl, dass in dieser Familie wirklich einiges nicht stimmt. Jany kommt mir eher vor wie eine verwöhnte Göre, die ausrastet, wenn sie nicht kriegt, was sie will, etwa wenn ihre Eltern nicht ihr Lieblings-Fastfoodgericht mitgebracht haben. Überhaupt ernährt sich Jany mit Billigung der Eltern vor allem von Fastfood, zu Psychopharmaka haben Mr. und MRS. Schofield anscheinend ein unkritisches Verhältnis. Michael Schofield ist selbst chronisch depressiv, im Laufe des Buches kommt heraus, dass er Jany als Säugling geschüttelt hat - da fragt man sich zwangsläufig, ob solche Methoden spurlos an einem Kind vorbeigehen können und ob das wirklich der einzige Übergriff war.

Wie gesagt, Janys Schizophrenie zeigt sich vor allem in ihrer Verwöhntheit und ihrer enormen Gewalttätigkeit. Aber angeblich macht sie das ja nur, weil die Stimmen bzw. die Figuren aus ihrer Wahnwelt ihr das befehlen. Scheint mir ziemlich durchsichtig, schade, dass ich als Kind nicht darauf gekommen bin und nicht randaliert hatte, wenn ich ins Bett sollte oder kein Eis bekam, und hinterher gesagt hatte, dass ich das ja nur auf Befehl meiner Fantasiefreunde tue. Aber ich darf mich wohl nicht so weit aus dem Fenster lehnen, denn frühkindliche Schizophrenie ist noch kaum erforscht - zum Glück für dieses Buch.

Es bleibt aber dabei: Ich hatte von der ersten bis zu letzten Seite ein so ungutes Gefühl wie noch bei keinem anderen ähnlichen Erfahrungsbericht. Das Buch, die Protagonisten und ihre Art, Jany als Kuriosität in die Öffentlichkeit zu drängen - schon mit 6 Jahren stand sie für eine Reportage vor der Kamera! - finde ich höchst zweifelhaft. Eigentlich sollte es doch das Ziel sein, für die schizophrene Tochter ein möglichst normales Leben aufzubauen. Stattdessen wird sie als unheimliches Kind präsentiert, das einerseits intelligenter als Einstein und andererseits so jung schon psychisch gestört ist. Noch nie habe ich ein Buch und ein öffentlich ausgebreitetes Schicksal so abstoßend gefunden. Einen wohlverdienten Stern kriegt das Buch zwangsweise, es liest sich wenigstens flott - allerdings erwartbar von einem US-Amerikanischen Bestseller.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Mai 2014
Mein Umriss:

Schon als Baby fordert Jani ihre Eltern Tag und Nacht. Sie schreit und schreit und schreit. Nichts kann sie beruhigen. Mit zwei Jahren spricht sie in grammatikalisch einwandfreien Sätzen und zeigt höchste Intelligenz. Demensprechend wird sie von ihrem Vater permanent gefördert. Er stellt nämlich schon früh fest, dass er Jani nur einigermaßen ruhig halten kann, indem er sie regelrecht mit Informationen füttert. Sei es lesen, rechnen oder wissenschaftliche Themen. Alles scheint sie zu beruhigen und zu interessieren. Die einzige Auffälligkeit ist ihr Hang zu vorgestellten Freunden, denen sie keine Namen sondern Nummern gibt.Egal ob zuhause oder unterwegs, ständig macht sie ihre Eltern und auch andere Menschen auf ihre diversen Freunde aufmerksam. Geht ihr Gegenüber nicht auf ihre nicht real vorhandenen Freunde an, explodiert Jani regelrecht. Sie zerlegt ihr Umfeld regelrecht in seine Einzelteile.
Als sie eingeschult wird, lassen die Problem nicht lange auf sich warten. Jani scheint unfähig zu sein, Freundschaften mit anderen Kindern zu schließen und lebt scheinbar in ihrer eigenen Welt, in die keiner Einblick hat.
Ihr IQ wird durch einen Test auf 146 festgesetzt. Daher glaubt der Vater, dass sie ein Genie ist und irgendwann den Nobelpreis erhält, oder die Welt durch ein Heilmittel gegen Krebs oder andere Erfindungen bereichern wird. Er stellt sein gesamtes Leben auf Jani ein und nimmt sie immer und überall in Schutz. Nichtmal seine Frau Susan lässt er mehr richtig an das gemeinsame Kind heran. Sogar als sie den Verdacht einer schizophrenen Störung äußert, reagiert er mit heftigstem Unwillen.
Erst als sich die Schule immer wieder meldet und ihm schließlich erklärt, dass sie so gut wie nicht zu unterrichten ist, geht er ernsthafter an den Zustand seiner Tochter heran. Zumal ihm da auch bewusst wird, dass Schizophrenie in seiner Familie bereits früher vorkam. Als die Diagnose endlich gestellt wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Von da an gibt es für ihn nur das eine Ziel, seine Tochter nicht an diese schlimmste aller psychischen Störungen zu verlieren…..

Mein Eindruck:

Als mir dieses Buch angeboten wurde, zögerte ich nicht lange, es lesen zu wollen. Allerdings ging es mir näher, als es wohl sollte. Einerseits hatte ich Mitleid mit Jani, andererseits hätte ich dem Vater am liebsten ein "Verdammt, mach die Augen auf" ins Gesicht gebrüllt und vor allem hätte ich seiner Frau am liebsten geraten, ihn unter Druck zu setzen, um die Familie nicht dem Untergang zu weihen.
Klar, Jani wurde als hochbegabt eingestuft, aber der Vater übersah darüber hinaus unbewusst, oder auch bewusst, dass mit seiner Tochter etwas nicht stimmen kann. Denn welches Kind versucht sich mit 5 Jahren das Leben zu nehmen?
Michael Schofield schrieb über die ersten 6 Lebensjahre seiner Tochter January, allerdings sucht er permanent nach dem Schuldigen für sein Leid. Daher hat man das Gefühl, dieses ist ihm wichtiger, als das Wohlergehen seiner Familie einschließlich Jani. Ja, er denkt, nur er ist derjenige, der sich um die Tochter kümmert. Denn er und nur er kennt das Genie seiner Tochter und weiß es richtig zu fordern und zu fördern. Für seine Frau, die immer wieder nahe am Zusammenbruch ist, zeigt er wenig Verständnis. Er fordert sogar die Trennung von ihr, obwohl Jani längst gegen ihre Erkrankung verloren hat. Sein größtes Ziel ist, Jani vor ihrer Schizophrenie zu retten.
Er beschreibt die frühe Kindheit mit seiner Tochter sehr einseitig, aber trotzdem so, dass man gefühlsmäßig leidet. Mit wem, sollte jeder Leser für sich entscheiden.

Mein Fazit:

Da dieses Buch einen im Zwiespalt der Gefühle zurück lässt, kann ich es nur bedingt empfehlen, auch wenn ich es regelrecht verschlungen habe.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Mai 2014
Meinung: Auf dieses Buch bin ich durch meine Kusine aufmerksam geworden und musste es dann natürlich haben, denn es klingt einfach unglaublich interessant.

Schon früh merken Janis Eltern, dass sie besonders schlau und auch sehr fantasievoll ist. Aber auch ihr Aggressionspotenzal ist extrem hoch und die Familie muss sich mit Ärtzen, falschen Diagnosen und der Ignoranz der Außenwelt auseinandersetzen.

Zuerst ist man schockiert, dann beginnen die Zweifel. Sicher ist Jani hochbegabt, aber erwarten die Eltern nicht zu viel von ihr. Da träumen diese schon davon, dass das Kind später einmal Nobelpreisträgerin wird und ein Heilmittel gegen Krebs finden, während dieses momentan noch Windeln braucht. Anfangs stellt sich der Vater als ruhigen Mann dar, der die Schläge seiner Tochter einsteckt und ihr nie wehtun würde. Später stellt sich heraus, dass genau dieser Mann Jani als Baby geschüttelt und dadurch ihr Gehirn ein bischen Schaden genommen hat. Schwer zu glauben, dass das der gleiche Mann sein soll.

Auch bei den Ärzten denkt man, solche Idioten, erkennen einfach das Problem nicht, war ja klar. Aber mit der Zeit bekommt man das Gefühl, auch mit den Eltern stimmt etwas nicht. Die Mutter hat panische Angst vor ihrer Tochter, der Vater denkt, das Kind gehört ihm und sagt das auch im Buch. Da ist es doch kein Wunder, dass Jani auch einen Knacks hat. Liest man das Buch kommt einem immer öfter der Gedanken, dass die Eltern einfach nur zu nachgiebig sind und Jani einfach mal Grenzen braucht. Ich bezweifle nicht, dass sie psychische Probeleme hat, das ist selbstverständlich bei solchen Eltern.

Natürlich kann es ein, dass Jani an Schizophrenie leidet, aber das kommt im Buch einfach nicht so rüber. Die Eltern haben sich damit praktisch ihr Todesurteil selbst geschrieben, denn sie wirken selbst wie die Patienten.

Fazit: Ich werde mir hier keine Meinung über die Familie erlauben, aber bewertet man nur das Buch könnte man meinen, es sind eher die Eltern, die einen an der Waffel haben und ihre beiden Kinder da mit hinein ziehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. April 2015
Jani kann mit zwei Jahren lesen, mit drei rechnen und ist mit vier auf dem geistigen Stand einer zwölfjährigen, doch sie hat auch eine andere Seite. Sie muss ständig beschäftigt werden, isst nur Fast Food und wird extrem gewalttätig wenn es nicht nach ihrem Kopf geht. Das geht so weit dass ihre Mutter sich zu ihrem eigenen Schutz in einem Zimmer einschließt weil sie große Angst vor ihrer Tochter hat. Ganz schlimm wird es als Janis Brüderchen geboren wird, die Eltern müssen um das Leben des Neugeborenen fürchten.
Vom Vater wird das Mädchen vergöttert und er hält sogar seine Frau für unfähig das Richtige für Jani zu tun.
Immer wieder wird betont welch hohen IQ ihre Tochter hat und sie wird schon als zukünftige Nobelpreisträgerin gesehen.
Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, ist interessant und schockiert zugleich. Die Familiengeschichte wird aus Sicht des Vaters erzählt und dabei wird immer deutlicher das er der eigentlich gestörte ist und Jani nie eine Chance hatte sich normal zu entwickeln. Nie durfte sie Kind sein und wurde ständig wie eine hochintelligente Erwachsene behandelt. Für mich ist es daher verständlich dass sich Jani in eine Fantasiewelt geflüchtet hat und einfach darin abtaucht wenn es ihr zu viel wird. Es ist auch kein Wunder das sie sich wie eine verwöhnte Göre aufführt und aus tickt wenn es nicht nach ihrem Kopf geht.
Im Alter von sechs Jahren wird Schizophrenie diagnostiziert. Ich weiß leider zu wenig über diese Erkrankung und kann nicht sagen wodurch sie hervor gerufen wird und es ist auch schwer über jemanden zu urteilen wenn man ihn nicht näher kennt. So wie sich der Vater hier darstellt hat er für mich zumindest einen großen Anteil an der Erkrankung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juni 2015
Cover
Mich hat eigentlich der Titel dazu bewegt, das Buch zu lesen. Das Cover strahlt zwar durch die helle Farbe sehr auffällig, ist allerdings nichts wirklich Besonderes oder Weltbewegendes, der Titel hingegen lässt einen kurz innehalten.

Meine Meinung
Als Jani vier Jahre alt ist, befürchten ihre Eltern, dass sie Schizophrenie hat. Doch eigentlich können Kinder in Janis Alter gar nicht an Schizophrenie erkranken, so sagen zumindest die Ärzte zu dieser Zeit.
Es wird jedoch jedem klar, dass Jani anderes ist, ob gut oder schlecht, darüber ließe sich nun streiten. Sicher ist: Jani ist nicht wie normale Kinder in ihrem Alter.

Das Buch ist spannend geschrieben und erzählt die Geschichte von Michael und Susan Schotfield und deren Tochter Jani. Zusammen mit den Eltern erlebt man, wie Jani von einem Arzt zum nächsten gereicht wird und durch mehrere psychiatrische Kliniken geschleust wird, ohne dass ihr jemand langfristig helfen kann. Allerdings ist Janni nicht nur für sich eine Gefahr, sondern auch für ihre Eltern und ihren kleinen Bruder, denn Janni hat wirklich Probleme. Sie sieht Dinge, die niemand sonst wahrnimmt, und lebt zum Teil in einer völlig anderen Welt, in der auch andere Gesetze gelten.

Nachdem ich dieses Buch zu Ende gelesen hatte, war ich erst einmal schockiert über so viele Dinge, dann habe ich begonnen im Internet zu recherchieren und war entsetzt. Schockiert war ich über den bürokratischen Aufwand, den Jannis Eltern über sich ergehen lassen mussten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es einen selbst an den Rand des Wahnsinns bringt.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Buch nicht wirklich gut fand. Jannis Vater, Michael Schotfield, ist ein unglaublicher Märtyrer. Er stellt alles so hin, als würde nur er selbst mit seiner Tochter klarkommen und sonst niemand. Seine Frau scheint völlig unfähig im Umgang mit dem Mädchen zu sein und die Ärzte sowieso. Dass aber er selbst auch psychische Probleme hat, erfährt man erst ziemlich am Ende des Buches. Die meiste Zeit geht es darum, was er alles für seine Tochter opfert und aufgibt, was er alles leistet, damit es ihr gut geht. Ich war stellenweise wirklich kurz davor, meinen E-Reader an die Wand zu werfen, weil ich das Verhalten des Mannes unmöglich fand. Jani schient nicht nur an Schizophrenie zu leiden, sondern hat offensichtlich auch noch eine furchtbar schlechte Erziehung genossen. Sie führt sich auf wie die Axt im Walde und ich hab mich wirklich gefragt, was die Eltern die ganze Zeit gemacht haben, wenn sie sich doch so aufopferungsvoll um ihr Kind gekümmert haben.

Manchmal habe ich mich wirklich gefragt, ob das alles echt ist oder nur aufmerksamkeitsheischend. Ich bin mir absolut nicht sicher und möchte mich da auch nicht auf eine von beiden Möglichkeiten festlegen. Sollte das jedoch wirklich echt sein, dann würde ich jetzt gerne meinen Kopf gegen die Wand schlagen! Wie kann man das Leid seiner Kinder medial so ausschlachten? Zumal ich gelesen habe, dass ihr Bruder ebenfalls an frühkindlicher Schizophrenie leiden soll… ich meine… wie realistisch ist das bitte schön?
Falls das allerdings nur für die Medien war, um Aufmerksamkeit zu bekommen… Dazu fehlen mir dann wirklich die Worte.

Mich hat das Buch, und vor allem meine Google-Recherche, unfassbar enttäuscht und entsetzt. Ich wusste einfach nicht mehr wirklich etwas mit dem Mitleid, welches ich vor allem für Jani empfunden habe, anzufangen. Ihr Vater hat mich schon ziemlich lange, ziemlich aufgeregt, aber das ist jetzt ja vorbei. Ich bin froh, das Buch gelesen zu haben, aber ich werde es sicherlich kein zweites Mal mehr machen…

Wertung (2/5)

[...]
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