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160 von 198 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen intensiv, pervers, Wolfi! oder: Natürlich ist der Film obszön...
Man, was war das für ein Film!
Der lässt einen ganz schön doof da stehen, wenn man mit Grinsen, Kopf schütteln, Ekel und vielen anderen Eindrücken auf einmal aus dem Kino spaziert.
Intensiv: Oh ja, die lange Spielzeit ist komplett ausgelastet, die Atmosphäre dicht und der Leo auf Höchstleistung.
Wer ihn im Gatsby gut fand,...
Vor 11 Monaten von Günni veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ja was nicht alles möglich ist
Denke bei allem überzogenen klebt auch etwas wares daran. Viel Geld um nichts wie in der Finanzwelt und Finanzblasen bewiesen haben. Gute unterhaltung!
Vor 1 Monat von TK veröffentlicht


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160 von 198 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen intensiv, pervers, Wolfi! oder: Natürlich ist der Film obszön..., 27. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Man, was war das für ein Film!
Der lässt einen ganz schön doof da stehen, wenn man mit Grinsen, Kopf schütteln, Ekel und vielen anderen Eindrücken auf einmal aus dem Kino spaziert.
Intensiv: Oh ja, die lange Spielzeit ist komplett ausgelastet, die Atmosphäre dicht und der Leo auf Höchstleistung.
Wer ihn im Gatsby gut fand, wird hier richtig begeistert sein und auch die anderen Schauspieler (z.B. Jonah Hill) ziehen mit. Beide wurden zurecht für den Oscar nominiert!
Die Story ist großartig erzählt und viele verschiedene Facetten des Wolfes kommen zum Vorschein. Die Metamorphose ist beeindruckend dargestellt.

Pervers: Ja, dazu ein Blick zurück in die Schulzeit, aus der wir wissen: perversus → lateinisch „verdreht, verkehrt“
Ich meine damit also nicht irgendetwas auf Sexismus oder Frauenverachtung bezogene Beleidigung, sondern die krasse Verdrehtheit heutiger Werte und Normen, die im Wolf so stark zum Vorschein kommen. Der Film sollte auf keinen Fall unter FSK16 bewertet werden, nicht wegen irgendwelcher (Genitalfreien!) Sexszenen, sondern weil bei der Darstellung der Partyexzesse und der Geldmacherei das ein oder andere mal das Gefühl in einem auf kommt: Man, das würde ich auch mal gern erleben! oder: Wenn es doch in meinem Büro mal so abgehen würde!
Diesen verqueren Wunsch würde ich 12 Jährigen nicht unbedingt zumuten wollen; der Film zeigt wie "geil" es ist, reich zu sein. Erwachsen und aufgeklärt erkennt man natürlich, dass dies hier zum Leidwesen anderer geschieht und die eigentlichen Werte (Familie, Freundschaft) zerstört.

Sexistisch, Frauenfeindlich? Nein! Wieso auch? Wegen Prostituierten? Wegen leicht bekleideten Damen auf Poolpartys?
Das sich die "heißen" Frauen an den attraktiven Multimillionär ranschmeißen ist jetzt nicht allzuweit hergeholt und hin und wieder bekommt Leo auch von den intelligenten Frauen die Stirngeboten. Wer sich bei dem Film darauf versteift, hat ihn so gar nicht verstanden.

Klar treten viele Elemente aus andern Filmen auf, wie z.B. Gatsby, Flight, die Welle (wenn man etwas um die Ecke denkt :D) aber der Wolf vereint diese Elemente perfekt zu etwas neuem, großen. Zu etwas spektakulärem!

Klare Empfehlung, tolle Bilder, Schauspieler, Kulissen, Ideen, Gags, Dramatik und und und! Ein Filmfest!

Natürlich ist der Film obszön... in der normalen Welt. Aber wer möchte da schon Leben?
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Wolf of Wall Street. Ein irrer und verrückter Blick auf die Börse, 20. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Nach einem schlechten Start an der gründet Börsenmakler Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) seine eigene Maklerfirma. Zusammen mit seinem Kollegen Donnie Azoff (Jonah. Hill) verkauft „Stratton Oakmont“ vor allem sogenannte Pennystocks und wird somit zum Millionär. Es entsteht eine wirre Welt, welche aus Drogen, Partys und Sex besteht. Belfort erlangt schnell den Ruf des "Wolf of Wall Street" und seine Geschäfte sind längst nicht immer legal. Das ruft natürlich das FBI auf den Plan, welches in Person von Patrick Denham (Kyle Chandler) versucht, um Jordan Belfort und seine Kumpanen zur Strecke zu bringen.

Der Film ist einfach spitze und schlägt ein ordentliches Tempo vor, sodass man sich trotz der rund drei Stunden langen Laufzeit eigentlich nie langweilt und eine irre Szene auf die nächste folgt. DiCaprio und Hill zeigen wirkliche tolle und abgedrehte Leistungen, welche auch zurecht mit Oscarnominierungen gewürdigt wurden.

Zur Blu-ray selbst:
Das Bild ist absolut top. Die Farben sind warum und wirken sehr natürlich. Der Kontrast ist spitze und das Bild weist einen hohen Detailgrad auf. Das Bild wird in einem Format von 2.40:1 präsentiert.
Auch der Ton ist insgesamt sehr gut. Der englische O-Ton hört sich im DTS-HD Master 5.1 Ton absolut toll an. Für die deutsche Synchronisation muss man sich leider mit einem DTS 5.1 Ton begnügen, welcher zwar absolut in Ordnung ist, aber schon leicht schwächer als der O-Ton ist.
Bei den Extras gibt es einen „Runder Tisch“, an welchen Leonardo DiCaprio, Jonah Hill, Regisseur Martin Scorsese und Drehbuchautor Terence Winter zusammen sitzen und zu einzelnen Szenen des Films diskutieren. Weiterhin gibt zwei weitere Extras in welchen es Ausschnitte aus dem Film gibt und Beteiligte des Films Kommentare abgeben.

Für mich hat sich der Kauf der Blu-ray absolut gelohnt. Hatte den Film schon im Kino gesehen und man kann sich den meiner Meinung nach auch ein drittes oder viertes Mal ansehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ja was nicht alles möglich ist, 18. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street (DVD)
Denke bei allem überzogenen klebt auch etwas wares daran. Viel Geld um nichts wie in der Finanzwelt und Finanzblasen bewiesen haben. Gute unterhaltung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Witzig aber irrelevant, 7. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Eine witzige Komödie, die aber nichts mit den derzeitigen Problemen im Finanzbereich zu tun hat. Der Film ist ein Stoner-movie im Finanzmilieu. Ich war schon ein bisschen enttäuscht, da man bei "Wall Street" natürlich an den Klassiker mit Michael Douglas denkt.

Letztlich handelt es sich um ein paar Kleinkriminelle, die gegen die Regeln der Börsenaufsicht verstossen. Ok, sie verkaufen umregulierte Aktien an ein paar Privatpersonen und dann kommt das FBI. Das ist aber gar nichts gegen das, was die Grossbanken derzeit abziehen.
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87 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt gute Gründe diesen Film nicht zu mögen..., 18. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street (DVD)
... denn vielleicht ist Scorsese senil geworden. Vielleicht schuf er sich auch nur ein dreistündiges Alibi, um kurz vor Feierabend nochmal seine perversesten Fantasien auszuleben. Der alte Lustmolch der. Schließlich ist "The Wolf of Wall Street" sexistisch, frauenverachtend und drogenverherrlichend. Wer das nicht sieht ist blind. Und blöd. Denn sowas ist widerlich. Fast so widerlich wie... ach ja, Moment mal! - fast so widerlich wie die Realität! Und in der Realität - also in unseren Kinosesseln - macht uns Scorsese zu Mittätern. Er umgarnt und verführt uns, dieser Fuchs! Und er soll endlich damit aufhören! Er fotografiert Exzess an Exzess, Drogenrausch an Drogenrausch. Ein bisschen witzig ist das ja schon. Aber irgendwann nicht mehr. Irgendwann macht das nicht nur keinen Spaß mehr, sondern tut sogar richtig weh. Wir werden Zeuge von der Gier und davon, was sie ist und wie sie eigentlich funktioniert und... dass wir alle daran beteiligt sind. Autsch. Immerhin wollten wir einen "seriösen" Film über die Börse sehen, also das ganze spannende Zeugs über Modellanalysen, schwankende Börsenkurse - Ihr wisst schon, was ich meine - und wurden dann in den meisten Momenten noch an eine Hardcorevariante eines "American Pie" an der Börse erinnert. Fast könnte man meinen, man sitzt in einem von Scorsese`s alten Gangsterfilmen, transferiert ins neue Jahrhundert. Ebenso könnte man meinen, dass es zwischen einem maskierten Bankräuber und einem fein gekleideten Broker an der Wall Street kaum noch erkennbare Unterschiede gibt. Der eine benutzt halt ne' Vollautomatische, der andere handelt mit Schrottaktien. Ums Vermögen bringen sie die Leute beide. Bei Letzterem ist`s sogar noch legal! Pühh!

Vielleicht ist Scorsese wirklich senil geworden. Vielleicht auch einfach nur alt. Vielleicht würden weniger Sex-Szenen die Latte durchaus höher legen. Und ganz, ganz vielleicht verbindet hier einer der besten Regisseure unserer Zeit seine ganze Erfahrung und sein ganzes Können, um einen seiner besten Filme abzuliefern - ganz sicher aber seinen mutigsten. Nicht, dass wir noch anfangen uns mit diesem Belfort zu identifizieren, sodass Abscheu und Verachtung gleichermaßen hoch sind, wie das grenzenlose Ego des Wolfen. Oder ist es nicht etwa eine beschämende Vorstellung, einem senilen Lustmolch auf den Leim gegangen zu sein?

Was ich eigentlich sagen wollte: Mr. Scorsese, Mr. DiCaprio, war mir eine Ehre!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen super cooler Film, 19. November 2014
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street (DVD)
Wie alles im Leben, wird auch dieser Film im Auge des Betrachters liegen. Mir selber hat der Film ausgesprochen gut gefallen, obwohl ich die ersten 10 Minuten dachte, ich nehm die DVD aus dem Player, aber dann gings los. Kurzweiliger Film, der letztendlich 2 1/2 Stunden geht.
Ich gucke mir selten Filme zwei Mal an, diesen würde ich gern noch einmal sehen, so gut hat er mir gefallen.

Ich bin kein Leo Fan, aber selbst ich muss zugestehen, er hat überdimensional gut gespielt!!

Also der Film bekommt von mir die volle Empfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hangover trifft auf die wall street, 15. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unterhaltsame Geschichte eines Emporkömmlings an der Wall Street mit vielen witzigen Elementen wie übermäßigen Kokain- und Alkoholeskapaden.
Absolut empfehlenswerter Streifen
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Knallig und bunt, 21. Januar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Der glücklich verheiratete Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) möchte Broker an der New Yorker Wall Street werden. Zunächst ist er zwar geldgeil, aber recht handzahm, keine Drogen, kein Alkohol - und vor allem treu. Seiner Ansicht nach ist Profit von beiderseitigem Interesse. Sein eigener, aber auch der Profit des Kunden sind wichtig. Bis er bei der Erstanstellung auf den etwas durchgeknallten Mark Hanna (Matthew McConaughey) trifft. Der belehrt ihn, dass die Kunden vollkommen latte sind. Dass sie ihre fiktiven Gewinne auf dem Papier nicht ausgezahlt bekommen dürfen, sondern bloß weiter investieren, während die Broker ihre Provisionen tatsächlich im reellen Wert bekommen. Jordan erhält ein Prozent der Provision und macht sich auch recht gut. Sein Charakter leidet jedoch an der Freundschaft zu Hanna, der ihm die Welt der Drogen, des Alkoholkonsums und der Prostitution nahe bringen will. Ansonsten könnte er es nicht schaffen. Wie es das Schicksal will besteht Jordan zwar seine Maklerprüfung, aber der Black Monday kostet ihn den Job wie Hunderten anderen Brokern auch. Seine Frau findet eine Makleranstellung für ihn als er bereits Regale auffüllen wollte. Er kommt bei einer kleinen Klitsche unter, die wertlose Penny-Stocks verhökert. Das Geschäft läuft dort solala. Und das obwohl die Broker dort 50 % an Provision bekommen. Da Jordan sehr gut in dem Job ist, macht er bald ein kleines Vermögen und macht sich selbständig mit einem Kumpel. Jordan wird immer besser. Er führt das schillernde Leben eines Superbrokers, wird exzentrisch, gerät in einen Drogenrausch und hat mehr Zeugs davon in seinen Adern als Blut, er beginnt zu trinken und betrügt seine Frau mit Prostituierten und feiert wilde Orgien... die Kehrseite des Reichtums beginnt und das ist noch nicht alles. Er bekommt den Hals nicht voll und trudelt ins illegale ab. Das FBI wird auf ihn aufmerksam...

Scorseses Verfilmung der Autobiographie des heute 51jährigen Ex-Brokers ist knallbunt, witzig, exzentrisch und dramatisch zugleich. Sie zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie weit ein Mensch bereit ist für Geld zu gehen (Man erinnere sich an die Sekretärin, die für 10.000 Dollar sich die Haare abrasieren lässt und eine abermalige Brustvergrößerung anstrebt.). Das Ganze ist durchaus sehenswert, hat viele Schauwerte, kippt von Hysterie ins Dramatische. Es gibt sehr, sehr viel nacktes Fleisch zu bewundern und ordentliche Fäkalsprache.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial inszeniert, 23. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film beschreibt sehr gut die wahren Machenschaften des Mannes über den damals die ganze Welt redete. Viele schreiben und kreiden die Obszönitäten und Freizügigkeit des Drogenkonsums in diesem Film an. Jedoch hat dieser Mann diesen Lebensstil wirklich gelebt. Das Geld ist für Autos, Yachten, Prostituierte und Drogen ausgegeben worden. Und das in natürlich keinem gesundem Maße. Die Gier nach mehr und mehr Geld, der Diebstahl an den Kunden in Kombination mit den Drogen, etc. wird alles sehr gut gezeigt. Man sieht die Übertriebenheit, man sagt sich: Das geht alles viel zu weit. Und genau das soll er, denke ich, vermitteln. Man darf nicht vergessen, dass dieser Film auf Basis der Biografie des echten Belfort, der das Buch im Gefängnis geschrieben hat, basiert. Wer das Buch gelesen hat weiß, dass es gar nicht mal so übertrieben ist was im Film alles gezeigt wird. Natürlich ist der Film selbst reine Geschmackssache.
Abschließend kann man noch sagen, dass die schauspielerische Leistung von Leonardo DiCaprio meiner Meinung nach überragend ist. Für mich auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung.
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39 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zynisch, 6. Februar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Es ist der Subtext, der "Wolf of Wallstreet" zu einem wirklich sehenswerten Film macht. Das muss ich nach zum Teil sehr zähen 179 Minuten resümieren.
Was Scorsese mit seinen Zuschauern macht, ist genial und perfide zugleich. Er präsentiert uns einen obszönen, auf den ersten Blick sehr lockeren Film, der oberflächlich beinahe als Komödie durchgehen könnte (klammert man die dramatische, aber auch sehr kurz gehaltene Familientragödie am Ende mal aus). Leo DiCaprio spielt den rücksichtslosen, drogensüchtigen, geldgeilen Börsenzocker so charmant, dass man zwischen Ekel und Faszination schwankt. Insgeheim sympathisiert man mit seiner brutal offenen Art, schmunzelt über den Sexismus, lacht sich schlapp über seine Drogenexzesse und beneidet ihn um seine Frauen. Dass sein gesamtes Handeln auf Maßlosigkeit, "Ausbeutung" von normalen, einfachen Leuten und grenzenloser Rücksichtslosigkeit basiert, gerät in den Hintergrund. Das finde ich gut, denn es lässt den Film nicht nervig moralisierend erscheinen. Scorsese zeigt keinen betrogenen Kleinanleger, der sein ganzes Hab und Gut verloren hat durch die groteske Börsenzockerei. Er manipuliert den Zuschauer nicht durch einen sympathischen Gegenspieler zu DiCaprio - nein, er lässt jeden Kinobesucher ins offene Messer laufen. Das ist stark - aber auch gefährlich.
Denn was am Ende wohl die wenigsten im Kino verstanden hatten, ist die Tatsache, dass hier heftigste Systemkritik geübt wird und das Bild einer Mannes konstruiert wird, der von Drogen und Geld berauscht, sich und andere aufs äußerste zerstört.
Die Schlüsselszene des Films ist meiner Meinung nach das "Familiendrama" am Ende. Was zuvor geschieht ist zwar moralisch "falsch", aber eben harmlos, witzig, oberflächlich, ein Stück weit sympathisch. Man ekelt sich vor der Habgier und Sucht nach Geld und Erfolg, ertappt sich aber auch dabei, über die ebenso geldgierigen Kleinanleger und ihre naive Hoffnung auf den großen Reibach zu schmunzeln. Es ist nicht die Gier der Banker, die das System in den Abgrund geführt hat, es war die Gier eines jeden Anlegers nach immer mehr Rendite. Und wenn das ganze noch ein wenig übertrieben und exzessiv, sprich: humorig, daherkommt, fällt es umso leichter, die wahren Abgründe des Protagonisten (DiCaprio) zu übersehen.
In der Familienszene erfährt der Film jedoch eine Wende. Ein zerstörter Mensch, durch Drogen und Geldgier völlig entglitten, misshandelt seine Frau, liefert sein Kind einer unsäglichen, schwer zu ertragenden Situation aus, verliert endgültig die Kontrolle über alle seine Sinne. Es hat sich ausgeschmunzelt und ausgekichert. Es ist plötzlich bitter ernst. Man fühlt sich unwohl im Kinosessel. "Hey, war das nicht der lustige Typ, der obszöne, coole Sachen gesagt hat!?" Wo ist die Stelle zum Lachen?
Spätestens hier müsste jedem klar sein, dass aus dem heimlichen "Held" ein Filmbösewicht geworden ist. Scorsese demonstriert uns diese Metamorphose eher beiläufig, indem er darauf verzeichtet, DiCaprio (Balfore hieß er glaub ich) Einsicht, Reue oder Bedauern zu verleihen. Es geht nicht weiter um Frau und Kind, die betrogenen Anleger usw. - nein, es geht wieder um Deals, Kohle und Strafdauer. Im Knast ist die Welt wieder heile, Kohle regelt vieles. Aber im Zuschauer müsste es Klick gemacht haben, und statt heimlicher Bewunderung oder Sympathie müsste nur noch Mitleid für dieses empathilose, selbstzerstörerische Protagonisten-Wesen übrig bleiben.
Offenbar ist das aber nicht so. Denn die Quintessenz des Films ist bei vielen Zuschauern wohl eher "geiler Typ".
Vielleicht deute ich den Film komplett fehl, aber ich bin der Meinung, dass zwischen den Zeilen massive Kritik an Balfore (DiCaprio) und dem gesamten Finanzsystem geübt wird. Nur geschieht dies eben so fein und beiläufig, dass es für viele wohl leider nicht zu erkennen war.

Ich gebe dem Film 3 Stern - er hat eine stark Aussage und ist vom Regisseur gut konzipiert, allerdings gibt es durchaus viele Längen und ein hohes Risiko, vor lauter nackten Frauen, Drogen und coolen Sprüchen die Perfidität und Rücksichtslosigkeit des Finanzsystems zu verherrlichen. Sorry, Herr Scorsese, vielleicht überfordern Sie ganz einfach den Prototyp des Popcorn-Kinogängers...
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