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5.0 von 5 Sternen Urgewalt Di Caprio degradiert 'Wall Street' fast zum Kindergeburstag
Als der grosse Film rund um die Machenschaften von Brokern gilt 'Wall Street'. Mit 'The Wolf of Wall Street' hat sich das eigentlich erledigt.
Gemeinsam haben beide Filme, dass sie auf wahren Ereignissen beruhen. Bei 'Wall Street' waren es eigene Erfahrungen von Oliver Stone als Broker, bei 'The Wolf of Wall Street' ist die Vorlage das gleichnamige Buch des echten...
Vor 3 Tagen von S. Simon veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hin und her gerissen
Also dieser Film macht es mir nicht leicht. Leo ist wie immer eine Macht, aber der Film an sich kam mir etwas überdreht vor. Es kommt mir so vor als wäre da noch etwas Koks in der Luft gewesen. Insgesamt fand ich den Film unterhaltsam, aber nicht spannend. Natürlich zeigt er ziemlich gut was für kranke A.....narchisten diese Investment-Banker und...
Vor 29 Tagen von gpew veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Urgewalt Di Caprio degradiert 'Wall Street' fast zum Kindergeburstag, 26. Januar 2015
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street (DVD)
Als der grosse Film rund um die Machenschaften von Brokern gilt 'Wall Street'. Mit 'The Wolf of Wall Street' hat sich das eigentlich erledigt.
Gemeinsam haben beide Filme, dass sie auf wahren Ereignissen beruhen. Bei 'Wall Street' waren es eigene Erfahrungen von Oliver Stone als Broker, bei 'The Wolf of Wall Street' ist die Vorlage das gleichnamige Buch des echten Jordan Belfort.
'Wall Street' kam 1987 ins Kino, der echte Jordan Belfort wurde 1988 Millionaer, sass 1998 dann im Knast.
Zwar verarbeitete 'Wall Street' ebenfalls diverse Verlockungen, die das schnelle Geld bot und damit einher gehende illegale Machenschaften, doch 'The Wolf of Wall Street' geht viel viel weiter. Der Film zeigt die Exzesse von Jordan Belfort und seiner Truppe pur. Drogen, Sex und Orgien mit beidem dominieren den Film, weil alle dauernd High sind von der Jagd nach der weiteren Million. Belfort schildert auch direkt mehrfach in der Handlung was er wann, warum konsumiert.
Mit nackter Haut und Sexszenen wird nicht gegeizt, weshalb einige dem Film vorwerfen plakativ zu sein. Doch das ist er nicht. Regisseur Scorsese hat clever gehandelt, weil er die Exzesse von Belfort auf die Spitze treibt, dass es verdammt dicht am Rande zur Satire ist und einen 100%igen Unterhaltungswert hat. Er macht aus Belfort auch keinen Heiligen. Die Offkommentare zeigen immer wieder als eine Art Selbstreflexion, dass er weiss, dass sein Verhalten unmoralisch und illegal ist und das hat oft einen zynisch sarkastischen Unterton. Und es ist immer in der Handlung vorhanden, dass ihm das Gesetz auf den Fersen ist. Scorsese bringt es einfach auf den Punkt, dass Belfort ein geldgeiler Zocker ist, der meint: Mir kann das Gesetz nix.
Darstellerisch ist 'The Wolf of Wall Street' GRANDIOS. Leonardo Di Caprio ist als Jordan Belfort eine Urgewalt. Das er den Oscar nicht erhielt: Absolute Fehlentscheidung!!! Seine Darstellung als unmoralischer Broker toppt Michael Douglas genauso, wie Heath Ledger es in der Rolle des Joker bei Jack Nicholson gemacht hat.
Darstellerisch top und super sexy Margot Robbie, die sich in einer Szene, in der sie Belfort zeigt, keinen Slip zu tragen, eigentlich fuer ein Basic Instinct Remake empfiehlt. Absolut erstaunt ist man auch von Jonah Hill. Ein guter Schauspieler ist er in meinen Augen eigentlich nicht, aber Scorsese holt eine absolute Topleistung aus ihm raus.
Doch der ganze Cast kann sich sehen lassen mit perfekten Leistungen.
'The Wolf of Wall Street' kann man jedem empfehlen, der Filme mag, die 100% subversiv sind, offen mit Sex umgehen, in denen auch sprachlich oft in den Genitalbereich geschlagen wird, der aber hinter dieser Fassade trotzdem eine interessante Story schildert. Wer sich daran erinnert, dass selbst in Deutschland der VW-Konzern in die Schlagzeilen geriet wegen Spesenabrechnungen, auf denen Kosten von Prostituierten verzeichnet waren, dem sollte klar sein, dass an der Storyvorlage bei 'The Wolf of Wall Street' viel 1:1 in den Film genommen wurde aus den Erlebnissen des echten Jordan Belfort. Dessen Story degradiert Oliver Stones 'Wall Street' im direkten Vergleich fast zum Kindergeburtstag.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein irrer Trip um viel Geld und wo es nicht sein sollte, 12. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street (DVD)
Das trifft meiner Meinung auch bereits den Kern des Ganzen und unserer Welt überhaupt. Vermögen, idiotisch konzentriert auf Spinner die weder mit sich selbst noch dem Geld was anzufangen wissen. Also bleibt nichts weiter als Berge von Drogen, teuren Krempel und Frauen in Massen zu kaufen -die sich dazu auch noch gerne kaufen lassen. Pelze und Klunker, dazu ständig irgendwelche Party und rumlungern auf Luxusjachten, da sagen viele nur allzu gerne ja. Scorsese ist schon ein echter Könner seiner Kunst. Eine groteskere Ansammlung von Absurditäten und Abscheu hat man selten gesehen. Ein cineastisches Fest des Wahnsinns. Das Erschreckendste daran ist nur, manche finden so einen Lebensstil auch noch erstrebenswert. Wenn Belfort seine "Mitarbeiter" anstachelt bis die sich brusttrommelnd, johlend jauchzend und zähnefletschend auf die Telefone stürzen rückt sie schon beängstigend näher, -die Sorge ob die Anstalten für all diese Irren noch ausreichen. Soviel zum Thema Verführbarkeit falls sich noch jemand wundert das da mal ein Adolf Millionen jubelnd in den Abgrund reißen konnte. Traurig ist dabei auch dass Belfort heute mit Seminaren wieder gute Kohle scheffelt. Alle wollen wissen wie er so reich geworden ist. Dabei ist es ganz simpel. Es tut mir sehr leid aber der durchschnittliche Amerikaner ist leider des öfteren kein allzu großes Licht. Hierzulande jedenfalls ist es gottlob noch etwas schwieriger Hinz und Kunz am Telefon irgendwelchen Mist aufzuschwatzen. In Amerika klappt das aber ganz gut. Deshalb kann man also dort leichter Millionär wären wie bei uns. Die unbegrenzten Möglichkeiten kann man tatsächlich wörtlich nehmen, allerdings eher im negativen Sinne. Alles ist möglich und sei es noch so schäbig und alle spielen mit, bis hin zum Gesetzgeber. Wie sonst kann man die letzte Finanzkrise erklären? Einzige Voraussetzung, man muss wie Belfort sein. Skrupellos ohne Gewissen, redestark und fanatisch mitreißend. Im Film sagt er eigentlich keinen einzigen Satz mit einer sinnvollen Information. Er ist aber ein Meister der Show und wuchtigen Phrasen, sehr überzeugend und in der Rolle von DiCaprio auch noch ganz sympathisch. Er macht aus Anzugtragenden Broker, Gorilla hüpfende Verrückte nach dem Grundsatz: "Zuerst die guten Papiere anbieten und sie dann mit dem ganzen anderen Dreck zuscheißen".

Schon bei Wallstreet aus den 80igern war mir unverständlich wie plötzlich alle Gekko sein wollten. Der Mann war zwar reich aber sonst nur langweilig primitiv und widerlich. Seine ganze Welt drehte sich nur um ihn selbst und Kohle scheffeln, teures Klump anhäufen um damit anzugeben. Das war‘s. Belfort ist (im Film jedenfalls) weit sympathischer, aber ebenso beschränkt. Außer Drogenexzesse fällt ihm auch nichts mehr ein. Ist das ein Leben was man sich wünscht? Also ich weiß nicht so recht. Zu zweit mit einem Kellner 3 Wochen auf einer Jacht in der Sonne grillen ist doch nur langweilig. Interessant nur weil es sich nicht jeder leisten kann. Und genau diese maßlose Verschwendung wird damals schon und erst recht in „Wolf of Wallstreet“ wunderbar der Lächerlichkeit preisgegeben. Wie billig könnte die Krankenversicherung sein, Medikamente, wie hoch die Durchschnittsrente, die Gehälter, der Mindestlohn wenn nicht viel zu viel von der ganzen Kohle bei solchen Spinnern landen würde.

Der Film ist bei aller Groteskheit, aber ein echter Hit, auch wenn ich hoffe dass im wirklichen Leben von Belfort das nicht alles so passiert ist. Scorsese ist aber ein absoluter Meister und zeigt wieder einmal wie man Kunst und Wahnsinn fantastisch verbinden kann. So grotesk der Film oft ist, so witzig ist er gleichzeitig. Unterhaltsamer wurde Kritik an ungleicher Vermögensverteilung in der Welt selten gezeigt, Perfektes Kino und Sehenswert in jeder Hinsicht. Er hätte dafür einen weiteren Oskar verdient, ebenso DiCaprio. Er wäre schon längst mal dafür fällig.
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170 von 212 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen intensiv, pervers, Wolfi! oder: Natürlich ist der Film obszön..., 27. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Man, was war das für ein Film!
Der lässt einen ganz schön doof da stehen, wenn man mit Grinsen, Kopf schütteln, Ekel und vielen anderen Eindrücken auf einmal aus dem Kino spaziert.
Intensiv: Oh ja, die lange Spielzeit ist komplett ausgelastet, die Atmosphäre dicht und der Leo auf Höchstleistung.
Wer ihn im Gatsby gut fand, wird hier richtig begeistert sein und auch die anderen Schauspieler (z.B. Jonah Hill) ziehen mit. Beide wurden zurecht für den Oscar nominiert!
Die Story ist großartig erzählt und viele verschiedene Facetten des Wolfes kommen zum Vorschein. Die Metamorphose ist beeindruckend dargestellt.

Pervers: Ja, dazu ein Blick zurück in die Schulzeit, aus der wir wissen: perversus → lateinisch „verdreht, verkehrt“
Ich meine damit also nicht irgendetwas auf Sexismus oder Frauenverachtung bezogene Beleidigung, sondern die krasse Verdrehtheit heutiger Werte und Normen, die im Wolf so stark zum Vorschein kommen. Der Film sollte auf keinen Fall unter FSK16 bewertet werden, nicht wegen irgendwelcher (Genitalfreien!) Sexszenen, sondern weil bei der Darstellung der Partyexzesse und der Geldmacherei das ein oder andere mal das Gefühl in einem auf kommt: Man, das würde ich auch mal gern erleben! oder: Wenn es doch in meinem Büro mal so abgehen würde!
Diesen verqueren Wunsch würde ich 12 Jährigen nicht unbedingt zumuten wollen; der Film zeigt wie "geil" es ist, reich zu sein. Erwachsen und aufgeklärt erkennt man natürlich, dass dies hier zum Leidwesen anderer geschieht und die eigentlichen Werte (Familie, Freundschaft) zerstört.

Sexistisch, Frauenfeindlich? Nein! Wieso auch? Wegen Prostituierten? Wegen leicht bekleideten Damen auf Poolpartys?
Das sich die "heißen" Frauen an den attraktiven Multimillionär ranschmeißen ist jetzt nicht allzuweit hergeholt und hin und wieder bekommt Leo auch von den intelligenten Frauen die Stirngeboten. Wer sich bei dem Film darauf versteift, hat ihn so gar nicht verstanden.

Klar treten viele Elemente aus andern Filmen auf, wie z.B. Gatsby, Flight, die Welle (wenn man etwas um die Ecke denkt :D) aber der Wolf vereint diese Elemente perfekt zu etwas neuem, großen. Zu etwas spektakulärem!

Klare Empfehlung, tolle Bilder, Schauspieler, Kulissen, Ideen, Gags, Dramatik und und und! Ein Filmfest!

Natürlich ist der Film obszön... in der normalen Welt. Aber wer möchte da schon Leben?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hin und her gerissen, 31. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street (DVD)
Also dieser Film macht es mir nicht leicht. Leo ist wie immer eine Macht, aber der Film an sich kam mir etwas überdreht vor. Es kommt mir so vor als wäre da noch etwas Koks in der Luft gewesen. Insgesamt fand ich den Film unterhaltsam, aber nicht spannend. Natürlich zeigt er ziemlich gut was für kranke A.....narchisten diese Investment-Banker und Börsenbroker sind und Leo schafft es, dass man tatsächlich nicht das geringste Mitleid mit seiner Figur hat, eher dass die Bestrafung noch zu harmlos ausgefallen ist.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Haben sie Lust auf schöne Frauen?, 15. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street (DVD)
Leonardo di Caprio in der Rolle seines Lebens und auch die übrige Besetzung spielt zur Höchstform auf. Vermutlich hatten sie einen Heidenspaß bei den Dreharbeiten. Das macht dem Film schon irgendwie sehenswert, wäre da nur nicht die platte Handlung. Von Anfang an wird nur der Voyeurismus bedient. Das ist mir zu wenig. Es geht am Rande auch um "ernste Themen" wie Betrug mit Aktien und Kursmanipulationen, aber letzten Endes stolpert der Film von einer Obszönität zur nächsten.

Die (wahre) Geschichte hätte man auch viiiel kürzer und spannender erzählen können. So aber bleibt eine belanglose Erinnerung zurück.

Ich weiß nicht, ob man über dem Film lachen oder weinen soll, denn die Wölfe sind immer noch unterwegs. Sie stehen bekanntermaßen unter Naturschutz und dürfen nicht gejagt werden. Da wird einem doch Angst und Bange.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen zur Handlung: in die Länge gezogen, 12. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film überzeugt mich nicht, obwohl er wohl in einigen Punkten der Realität entspricht. 3h sind zu lange, v.a. da das Ende nach ca. 1h schon vorrauszusehen ist.

Würde ich nicht wieder kaufen.
Qualität hingegen sehr gut und als Extra ein Gutschein dabei, mit welchem der Film auch im Internet downgeloaded werden kann.
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91 von 123 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt gute Gründe diesen Film nicht zu mögen..., 18. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street (DVD)
... denn vielleicht ist Scorsese senil geworden. Vielleicht schuf er sich auch nur ein dreistündiges Alibi, um kurz vor Feierabend nochmal seine perversesten Fantasien auszuleben. Der alte Lustmolch der. Schließlich ist "The Wolf of Wall Street" sexistisch, frauenverachtend und drogenverherrlichend. Wer das nicht sieht ist blind. Und blöd. Denn sowas ist widerlich. Fast so widerlich wie... ach ja, Moment mal! - fast so widerlich wie die Realität! Und in der Realität - also in unseren Kinosesseln - macht uns Scorsese zu Mittätern. Er umgarnt und verführt uns, dieser Fuchs! Und er soll endlich damit aufhören! Er fotografiert Exzess an Exzess, Drogenrausch an Drogenrausch. Ein bisschen witzig ist das ja schon. Aber irgendwann nicht mehr. Irgendwann macht das nicht nur keinen Spaß mehr, sondern tut sogar richtig weh. Wir werden Zeuge von der Gier und davon, was sie ist und wie sie eigentlich funktioniert und... dass wir alle daran beteiligt sind. Autsch. Immerhin wollten wir einen "seriösen" Film über die Börse sehen, also das ganze spannende Zeugs über Modellanalysen, schwankende Börsenkurse - Ihr wisst schon, was ich meine - und wurden dann in den meisten Momenten noch an eine Hardcorevariante eines "American Pie" an der Börse erinnert. Fast könnte man meinen, man sitzt in einem von Scorsese`s alten Gangsterfilmen, transferiert ins neue Jahrhundert. Ebenso könnte man meinen, dass es zwischen einem maskierten Bankräuber und einem fein gekleideten Broker an der Wall Street kaum noch erkennbare Unterschiede gibt. Der eine benutzt halt ne' Vollautomatische, der andere handelt mit Schrottaktien. Ums Vermögen bringen sie die Leute beide. Bei Letzterem ist`s sogar noch legal! Pühh!

Vielleicht ist Scorsese wirklich senil geworden. Vielleicht auch einfach nur alt. Vielleicht würden weniger Sex-Szenen die Latte durchaus höher legen. Und ganz, ganz vielleicht verbindet hier einer der besten Regisseure unserer Zeit seine ganze Erfahrung und sein ganzes Können, um einen seiner besten Filme abzuliefern - ganz sicher aber seinen mutigsten. Nicht, dass wir noch anfangen uns mit diesem Belfort zu identifizieren, sodass Abscheu und Verachtung gleichermaßen hoch sind, wie das grenzenlose Ego des Wolfen. Oder ist es nicht etwa eine beschämende Vorstellung, einem senilen Lustmolch auf den Leim gegangen zu sein?

Was ich eigentlich sagen wollte: Mr. Scorsese, Mr. DiCaprio, war mir eine Ehre!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ermüdend langweilig aufgeblasener Porno-Klamauk, 21. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street (DVD)
Darf man als intelligenter, gebildeter und erwachsener Mensch wirklich erwarten, von Hollywood einen anspruchsvollen, vielleicht sogar erhellenden Film über die Übel der Finanzwelt geliefert zu bekommen? Mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle und als Blockbuster auf die breite Masse zugeschnitten? Ich zumindest habe nicht mehr erwartet als einen eher seichten Durchschnittsfilm, spannend und unterhaltsam, im besten Fall satirisch und klug.
Doch was ich dann zu sehen bekam, war nichts weiter als eine ermüdende, nicht enden wollende Abfolge pubertären Porno-Schwachsinns. Nach einem eher verhaltenen Start, der noch nichts allzu böses verheißt aber auch nichts zu bieten hat außer der Einführung eines stereotypen "Durchschnittstyps von Nebenan will das große Glück machen", ist der Dramaturgie nach Meinung von Scorsese wohl genüge getan. Das Setting der Wall Street, die vermeintliche Kritik am Kapitalismus, all das ist wie im Porno nichts als ein fadenscheiniger Aufhänger, ein loser Rahmen, der nach Belieben mit den immer gleichen, sich ständig wiederholenden Inhalten ausgefüllt wird. Belfort (DiCaprio) kopuliert unentwegt mit etlichen Prostituierten, kokst pausenlos oder tut beides gleichzeitig. Und beides in solch cartoonhaftem Ausmaß, das es lächerlich wirkt und einen echten Menschen sehr schnell umbringen würde. Wenn Belfort mal nicht Drogen missbraucht oder sich an Prostituierten befriedigt, betrügt er gutgläubige Anleger um ihr Geld. Und damit auch der dümmste Zuschauer merkt, dass es sich dabei um vorsätzlichen Betrug handelt streckt er infantil-plakativ nach seinen Gesprächen dem Telefon den Stinkefinger entgegen. Noch plakativ-infantiler sind sämtliche Charaktere des Films, an denen weder irgend etwas sympathisches noch sonstwie menschliches ist. Nicht etwa, das sie in ihrer Raffgier, in ihrer soziopathischen und selbstgefälligen Egomanie den Zuschauer abschrecken würden. Dazu sind sie einfach viel zu holzschnittartig cartoonig, so wenig fassbar und surreal überzeichnet wie die Karikatur eines Milliardärs, der sich mit 1000 Dollar Note die Zigarre anzündet. Geschlechtsverkehr ist in diesem Film so mechanisch und unerotisch wie in einem Schulmädchenreport-Film, jedes dritte Wort ist das "F-Wort" und überhaupt ist die Sprache so dermaßen mit obszönster Vulgarität überladen, dass es ohrenbetäubend wirkt und einfach nur peinlich ist. Nichts als bloßer Selbstzweck, um bei 16jährigen Eindruck zu schinden. Der Film dümpelt unoriginell und uninspiriert vor sich, zeigt uns über eine Stunde lang nichts weiter als absurde sexuelle Ausschweifungen und exzessiven Drogenmissbrauchs. Details solcher Szenen musste ich leider aufgrund der Amazon-Richtlinien löschen. Diese sind so, als würde man die Gang aus American Pie bei einer Sexorgie in einem Großraumbüro sehen. Der Titel "Cheech and Chong do Wallstreet stuff" wäre dem Inhalt des Films angemessener. Besonders lästig sind auch die ständigen Einflüsterungen von DiCaprios Charakter aus dem Off, die wie aus einer High School Sitcom wirken, in der der Protagonist andauernd vertraulich-kumpelhaft mit dem Zuschauer schwafelt. Damit auch der allerletzte Zuschauer begreift, dass er hier nicht intellektuell mit womöglich komplizierten Dingen wie Steuerhinterziehung oder Aktienkursen überfordert werden soll, sagt DiCaprio buchstäblich in die Kamera: Ist doch egal wie wir das gemacht haben, irgendwie illegal halt. Der Film schafft es nicht nur nicht, eine nötige Distanz zu diesem verachtenswerten Treiben zu schaffen, er versucht es erst gar nicht. Stattdessen wird geradezu krankhaft-widerwärtig kein Versuch ausgelassen, Belfort und seine soziopathisch-kriminell agierende Clique skrupelloser Betrüger zu verherrlichen und ins episch-heroische zu verklären. Der Zuschauer wird regelrecht zugeballert mit Bildern begehrenswerter Luxusgüter und schöner, nackter Frauen, dass kein Zweifel daran bleiben kann, wem hier die Sympathien zu gelten haben. Doch Belfort bleibt trotz oder gerade wegen der Darstellung von DiCaprio die ganze Zeit über nichts als ein zwar charismatisches aber doch völlig hohles, widerliches Nichts. Ein degeneriertes Stück wandelndes Exkrement, ein sich oft kindisch-weinerlich bemitleidender Wurm und narzistisch kreischender Egoman, dessen einzige Antwort auf alle Probleme immerzu ist: Geld. Das versucht er völlig unnötigerweise auch seiner Truppe in einer anstrengenden Rede klar zu machen, in der er Dinge sagt wie: "Deine Frau ist hässlich? Kauf dir eine schönere. Du bist ein Versager? Kauf dir Geld." So dumm ist dieser Film tatsächlich. Da soll der Zuschauer glauben, es mit gerissenen Brokern zu tun zu haben, wird dann aber mit einem Plan konfrontiert, Schwarzgeld in die Schweiz zu verschachern, den Charaktere in einem Austin Powers Film als lächerlich zurückweisen würden. 20 Millionen Dollar soll mal eine der Hauptfigur weitläufig bekannte osteuropäische Frau "in ihrer [vulg. Wort für weibliches Geschlechtsteil]", wie es in dem Film heißt, unbemerkt im Flugzeug in die Schweiz verschachert haben. Solche und ähnlich unlustig lächerliche Szenen machen deutlich, was Scorsese mit diesem Streifen in Wirklichkeit beabsichtig hat: einen infantilen Trash-Film zu drehen, einen abstrus-pubertären Klamauk für geistig unreife Zuschauer, um einen Box Office Hit zu landen, sonst nichts. Jede Menge nackte Frauen, köterhaft kopulierende Nerds, tonnenweise Drogen. Erst als ein FBI Agent Belfort auf seiner Yacht verhört, kommt das erste und einzige mal im Film eine gewisse Spannung und Authentizität ins Spiel. Der Dialog ist durchaus plausibel. Belforts kindisch-peinlicher Wutanfall, der danach folgt und ihn mit teuren Hummern nach den Agenten werfen lässt, sogar glaubwürdig. Wäre der ganze Film von dieser Qualität wäre er tatsächlich gelungen und sehenswert. Leider ist es der einzige Lichtblick in etwas, das ansonsten genauso gut ein Film mit Adam Sandler sein könnte, gedreht von Michael Bay. Endgültig das Interesse verloren und den Film einfach abgeschaltet, habe ich während einer halbstündigen Szene, in der DiCaprio sich erst minutenlang slapstickhaft-absurd zu seinem Luxuswagen schleppt, weil seine Muskeln von einer Droge gelähmt sind und dann seinen fetten Komplizen mit viel Geschrei und allerlei Grimassen vor dem Ersticken bewahrt, dessen Schicksal mir so gleichgültig war wie das einer Speckmade.
Wolf of Wallstreet hat tatsächlich etwas mit dem Wolf im Schafspelz zu tun. Nur hier ist es ein langweiliger, vollkommen unglaubwürdig überzogener Drogenporno, der sich als Gesellschaftskritik verkleidet hat, in Wirklichkeit aber nur primitivste Wunschfantasiebefriedigung darstellt. Ein Film, so unnötig wie ein Kropf, so lustig wie eine Darmspiegelung und als Gesellschaftskritik so brauchbar wie eine Analyse von Mario Barth. Absoluter Schrott!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nettes Road-Movie, 30. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Erwartungshaltung war sehr hoch. Der Film ist wohl eher eine Mischung aus american rich way of live und sex, drugs and rock'n rock und biblischem Sodom und Gomorrha. Einmal gesehen langt wirklich, kann aber auch ausbleiben.
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3.0 von 5 Sternen Geht so!, 18. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: The Wolf of Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe mir diesen Film aufgrund einer Empfehlung meiner Arbeitskollegin gekauft. Nach ca. 30-40 Minuten Spielzeit war ich drauf und dran, den Film einfach abzubrechen. Mir war er einfach zu laut, zu überdreht, zu nervig. Es baute sich keine richtige Handlung auf und alles wurde nur im Schnellverfahren runtergeleiert. Es ging ausschließlich um Drogenexzesse und Sex. Untermalt wurde das Ganze mit plumpen Dialogen und furchtbar ermüdenden Wiederholungen. Damit meine ich: Es ging die ganze Zeit um das Gleiche und wurde dadurch nicht spannender und auch nicht anspruchsvoller.
Die zweite Hälfte des Filmes: Hier kam endlich die zu Beginn noch eher lahmende Handlung in Fahrt, und der ganze Streifen verwandelte sich vom schrillen Possenspiel mehr und mehr in ein moralisches Mahnmal, und förderte doch noch die eine oder andere Weisheit zu Tage.
Ein versöhnlicher Abschluss, wenn man so will.
Ein Meisterwerk ist dieser Film aber meiner Meinung nach nicht. Kann man sich ansehen, aber wenn man es nicht tut, verpasst man auch nichts.
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