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am 2. Januar 2015
Eine tolle Geschichte mit einem gemischten Ensemble aus Neulingen und alten Hasen. Die Sklaven-Thematik wird authentisch und ehrlich aufgearbeitet. Der Film wirkt auch nicht langartmig und man fühlt die Geschichte der Hauptdarsteller mit.
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am 4. Januar 2015
Sehr guter Film, der aber auch zeigt, dass Menschen zu allem fähig sind.
Nur weil jemand "anders" ist, ist und bleibt er ein Mensch, niemand darf mit anderen so umgehen.
Anschauen --> Nachdenken ----> Lernen
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am 16. Oktober 2015
Wenn man denkt aus diesem Genre der südstaatlichen Sklavenhaltung hat weiß man seit "Fackeln im Sturm" alles, so irrt man gewaltig. Toll inszenierter Film mit einer wahren Starbesetzung. Jede einzelne Minute lohnt sich
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am 13. Juli 2014
Von der -damals grandiosen- 70er Jahre Serie "Roots - Box Set - Jubiläums Edition [5 DVDs]", über Spielbergs eher klassisch perfekten abgedrehten Beitrag "Amistad [Blu-ray]", bis zur neuzeitlichen Interpretation eines Quentin Tarantino, der mit "Django Unchained [Blu-ray]" jenes düstere Kapitel der Sklaverei filmisch neu aufweckte, war für mich der danach folgende "12 years a slave" wohl ein eher mageres Ergebnis, was in den letzten Jahren an Kinoproduktionen zum Thema "Sklaverei in der amerik. Geschichte/Gesellschaft" auf Film gebannt wurde.
Natürlich, die Schrecken sind unvorstellbar, das Leid grenzenlos. Ebenfalls deckt Regisseur McQueen die gesellschaftlichen Verformung auf; die perfiden Entschuldigungen der Befürworteter der Sklaverei; das als von Gott gegebene Einverständnis, welches die Skalvenhalter zwischen den Zeilen der Bibel mein(t)en entdeckt zu haben. So auch die gebrochenen Charakteren, die auf beiden Seiten, also Opfer und Täter, perfekt aufgedeckt werden (dazu für mich einer der besten Szenen im Film, als Solomon Northup den Gospel mit einstimmt und sich so seinem Schicksal hingibt).
Doch irgendwie bleibt man immer nur Betrachter, da man das Thema filmisch als Kenner kennt. Ein wirkliches Mitfiebern bleibt fern, man ahnt die Wendung, weiß um die Brutalität, meint die div. Charakterzüge der Handelnden aus Filmen zuvor zu kennen, da alles schon irgendwie gleich und eben zu oft erzählt.
Filmisch also alles bekannt, es fehlt die schockierende Wirkung, der Aufschrei gegen die Ungerechtigkeit. (Nebenbei erwähnt: für mich kaum vorstellbar, dass Solomon, in den Nordstaaten, als Freier Bürger, so anerkannt durch die Starßen wandelte. Denn auch nördlich der Mason-Dixon-Linie, so weiß man aus historischen Berichten, waren Schwarze Repressalien ausgesetzt. In den Industriemetropolen des Nordens war zwar Arbeit vorhanden, die Schwarzen wurden jeodch für weniger Lohn entlohnt, was trotz der "Ausbeutung" Zwietracht und Hass in der weißen Arbeiterschicht hervorbrachte. Die "Weißen" machten mehr oder weniger die "Schwarzen" für dieses Lohndumping verantwortlich).
Die Familie des Solomon Northup musste also eher "vorsichtig" durchs Leben in den skalvenfreien Staaten wandeln. Der Film zeigt aber auch, dass sich Solomon - fast schon naiv zu nennen - als Schwarzer, mit und durch seinen Intellekt, irgendwie wohl blindäugig integriert fühlte; in der Gesellschaft der weißen Mittelschicht (wie die Szene beim Gemischtwarenhändler zeigt; und konträr dazu eben die schon erwähnte "Gospel-Läuterungsszene", als er sich die Tatsache seines "Schwarzseins", in dieser zutiefst deformierten und zerrissenen amerikanischen Vorkriegsgesellschaft, eingestehen musste).

Aber: Trotz einiger guten (Film-)Momente und lockend durch den Oscargewinn, war ich mehr enttäuscht als begeistert; hätte mir irgendwie gewünscht, dass Regisseur Steve McQueen die Sache anders angeht; eben nicht dem Ablichten des so oft gezeigtem Skalvendrama folgt. Wäre es z.B. nicht lohnenswerter gewesen, hätte er gezeigt, wie schwer es einem Solomon fiel, sich nach seiner Rückkehr in der "freien" Gesellschaft wieder einzugliedern, als Entwurzelter, gebrochener und desillusionierter Mensch? Die gezeigten Geschehnisse hätten dann in kleineren Rückblenden mehr Präsenz gezeigt, als eben wieder und wieder das Schicksal eines versklavten Menschen zu zeigen, welches man, angefangen von Huckleberrys Finns Jim, über Kunta Kinte, Cinque bis hin zu Tarantinos Django, als Kinofan kennt. Ebenso wäre der politische Sprengstoff im Heute dadurch noch zündender, da der Abgleich mit der immer noch tatsächlichen Gegenwart präsenter gewesen wäre.
So aber mag man fast abwinkend sagen: "Arme Menschen damals. Zum Glück ist diese Zeit vorbei ... und das alles anders ist, zeigt uns der heute amtierende schwarze Präsident". Man lehnt sich also zurück und sieht den Film, mit der Beruhigung: "Das war alles so schlimm in der Vergangenheit ... und gibt es heute nicht mehr und kommt nie wieder".
Natürlich, falsch gedacht !!!; und deshalb hätte mich die von mir vorgeschlagene Variante einer Rückkehr und Eingliederung mehr interessiert; würde so heute noch mahnend zünden, denn das Los von unterdrückten Gruppen bleibt immer aktuell.

Also: für mich ist "12 years a slave" zwar ein guter Film, mit extrem guten bzw. gut geführten Schauspielern, zum Thema "Sklaverei in der nordamerikanischen Geschichte" ist er aber nicht der "Überflieger" - oder gar der BESTE zum Thema -.
Aus rein filmischer, kinematografischer Seite betrachtet, zeigt er uns außerdem, wie schwach die Konkurrenz der letzten Oscarnacht war, dass dieser "gute aber eher kleine Film" gewann; bzw. wie das - z.Z. - politisch liberal gefärbte Hollywood sich seiner Sünden freispricht, indem es diesem Film seinen Segen gab (Brangelina & Co. sind eben momentan die Tenor angebenden in Hollywood). Die Kritik aber, also den Mangel an herausragender Konkurrenz, kann man natürlich nicht "12 years a slave" vorwerfen.

Das für mich absolut "Positive" am Film ist jedoch, ohne jeden Zweifel, seine traumhafte Kameraarbeit, die mit ihren fotografierten Dramabildern mehr als besticht.

Fazit: Sehenswertes Zeitzeugnis im oberen 3 Sternebereich !
33 Kommentare32 von 44 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. März 2015
Einen Film zu bewerten beziehungsweise eine Rezension darüber zu schreiben ist nahezu unmöglich.
Entweder man mag den Film oder nicht.
Ich empfehle vor jedem Kauf sich die Trailer anzusehen!
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Juli 2014
Saratoga Springs, New York im Jahr 1841: Dort lebt der dunkelhäutige Geigenspieler Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) als freier Mann. Er ist Vater vpm zwei Kindern und lebt mit seiner Frau ein zufriedenes und glückliches Leben. Von zwei Männern (Scott McNairy und Taran Killiam) wird er aufgrund seines Talents für einen Zwei Wochen Job als Musiker in einem Zirkus engagiert. Da die Gage lukrativ ist, willigt Solomon ein mit den Männern nach Washington zu reisen. Als die zwei Wochen zu Ende sind, freut er sich auf die Rückkehr zu seiner Familie. Doch er wacht nach dem Abendessen mit den beiden Männern in Ketten auf. Er wurde als Sklave verkauft. Northup wird nach New Orleans verschifft und wird umbenannt in "Platt", der aus Georgia stammen soll und entlaufener Sklave ist. Vom Plantagenbesitzer William Ford (Benedict Cumberbatch) wird er gekauft und er schafft es sich bei seinem neuen Herrn beliebt zu machen, da er aufgrund seiner Bildung eine Wassenstraße für den Transport vorschlägt. Er zieht sich aber dadurch den Ärger von Aufseher John Tibeats (Paul Dano) zu. Als die Spannung eskaliert, muss Ford seinen Sklaven an den grausamen Pflanzer Edwin Epps (Michael Fassbender) verkaufen. Dort sind Peitschenschläge an der Tagesordnung. Epps ist ein Verfechter des Eigentums und sieht die Sklavenhaltung als gutes Recht und zudem auch noch biblisch gewollt. Die junge Sklavin Patsey (Lupita Nyong'o) ist zumindest als Baumwollpflückerin die allerbeste, sie schafft täglich 500 Pfund. Zum Lohn bekommt sie zuerst zwar keine Schläge, aber dafür wird sie als Objekt der Begierde von ihrem Herrm immer wieder vergewaltigt. Die Eifersucht von Edwins Ehefrau Mary (Sarah Paulson) bekommt sie ebenfalls zu spüren. Solomon ist darauf bedacht nicht als gebildeter Schwarzer aufzufallen. Aber er gibt den Traum nie auf, dass seine Skavenschaft ein Ende hat...
Steve McQueen hat bisher 3 sehr unterschiedliche Filme gemacht. Sein Erstling "Hunger" thematisierte den von IRA Mitglied Bobby Sands ausgerufenen Hungerstreik im nordirischen Mazhe-Gefängnis des Jahres 1981. Als Hauptdarsteller trat Michael Fassbender in Erscheinung, der auch in McQueens Nachfolgefilm "Shame" die Hauptrolle als sexsüchtigen Mann spielte, der in einem sexuellen Gefängnis sitzt. So gesehen gibts da eine psychologische Verbindung der beiden Filme, die er auch mit seinem dritten Film "12 Years a Slave" nicht beendet. Auch hier heißt das Thema "Gefangenschaft", ist aber völlig anders inszeniert. Während "Hunger" aussichtslos und "Shame" eher spröde wirkt, ist sein mit 3 Oscars ausgezeichnetes Südstaatenepos extrem emotional und mitreissend inszeniert. Das britisch-amerikanische Historiendrama basiert auf dem gleichnamigen autobiographischen Werk von Solomon Northup, der seine Geschichte 1853 niederschrieb. Das toll fotografierte Melodram (Sean Bobbitt) erhielt den Hauptoscar als "Bester Film des Jahres. Ausserdem wurde Nebendarstellerin Lupita Nyong'o und Drehbuchautor John Ridley ausgezeichnet. Proiduziert wurde der Film u.a. auch von Brad Pitt, der eine Nebenrolle übernahm. Für die Musik war Hans Zimmer verantwortlich. Der Film schildert in fesselnder Weis ein dunkles Kapitel amerikanischer Geschichte. Steve McQueen schildert aus der Perspektive des Sklaven selbst und dies ist geschah doch eher selten, wenn man mal von der Fernsehserie "Roots" absieht oder von der Verfilmung "Onkel Toms Hütte", die allerdings aus Deutschland stammt. McQueens Film lebt vor allem von den guten Darstellerleistungen und schafft es unter die Haut zu gehen. Der Verlust der Würde wird sehr drastisch geschildert und einige Szenen werden im Gedächtnis bleiben. So etwa als Solomon bei seiner spontanen Flucht zufällig zu einer Hinrichtung kommt oder die VrschnaufpausSzene, in der die Sklavin auf der Wiese sitzt und Puppen aus Zuckerrohrresten macht. Dann gleich wieder Bilder aus einer alltäglichen Hölle, ein am Strick baumelnder Skave, der ums Leben kämpft, aber keiner ihm hilft. Das Leben neben ihm geht seinen normalen Gang, keiner kann ihm helfen - sie alle haben Angst vor den Strafen ihrer Herren.
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am 30. Mai 2014
12 Years a Slave hat auf Grund des Themas große Wellen geschlagen, weil er den Oscar für den Besten Film erhalten hat. Deswegen wollte ich den Film unbedingt sehen und wurde auch nicht enttäuscht.

Solomon Northup ist ein freier Afro-Amerikaner mit eigener Familie. Eines Tages wird er aber reingelegt und plötzlich als Sklave verkauft. Er muss schwer schuften und wird von seinem rücksichtslosen Master Edwin Epps immer wieder misshandelt. Solomon gibt aber die Hoffnung nicht auf und hofft, eines Tages wieder bei seiner Familie sein zu können.

Regisseur Steve McQueen (Shame) hat mit diesem Film viele Leute positiv überrascht und dementsprechend große Wellen geschlagen. Er behandelt hier ein sehr sensibles und ernstes Thema, weiß dies aber sehr gut zu präsentieren.
Die Geschichte an sich ist schon interessant, bewegend und berührend. Diesen Mann gab es wirklich, er hat tatsächlich all die Schrecklichkeiten durchlitten, die in diesem Film zu sehen sind. McQueen verleiht diesen Schrecklichkeiten auch noch überdeutlich Nachdruck, indem er sie offen darstellt und nicht versteckt. Er zeigt dem Zuschauer hautnah das Grauen und die Schmerzen, die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, die Abgründe eines Menschen. Diese Ehrlichkeit und schonungslose Art ist es auch, die diesen Film so bewegend und einprägsam macht. Die Charaktere durchleiden hier wirklich die Hölle auf Erden.
Lange Zeit sieht es wirklich so aus, als gäbe es keine Hoffnung. Die Hoffnung schimmert immer wieder durch, wird aber schnell wieder im Keim erstickt. Steve McQueen inszeniert diese Geschichte wirklich sehr bildgewaltig und gekonnt, und kann sich voll und ganz auf seinen starken Cast verlassen.
Er brauchte hier einen starken Hauptdarsteller, der sowohl die Verzweiflung und Trauer, als auch das Elend, die Pein und die Hoffnungslosigkeit glaubwürdig spielen kann. Diesen Mann hat er auch in Chiwetel Ejiofor (2012) gefunden. Ejiofor kann all diese Eigenschaften wunderbar transportieren und verleiht dem ganzen Film erst diese enorme Tragik. Er wurde zu recht für den Oscar nominiert.
Ebenfalls nominiert war auch McQueen's Stammschauspieler Michael Fassbender (Prometheus) als Sklaventreiber Edwin Epps. Fassbender spielt diesen Mann mit der größtmöglichen Intensität und Härte, sodass man nur Abscheu und Hass für ihn empfinden kann. Er ist hier wirklich ein durch und durch verabscheuungswürdiger Mann, den man nur einen schmerzvollen Tod wünscht. Er spielt hier also wirklich klasse und war zurecht nominiert. Ihren Oscar gewonnen hat aber nur Lupita Nyong'o (Non-Stop) als Sklavin, die von Michael Fassbender umgarnt, aber trotzdem misshandelt wird. Auch sie bringt diese Verzweiflung und Hilflosigkeit absolut perfekt rüber und sorgt für die einprägsamste Szene im ganzen Film. Der restliche Cast ist auch mit namenhaften Leuten besetzt, die ihren wichtigen Teil zum Film beitragen, es sind aber vor allem diese 3, die besonders erwähnt werden sollten.

Fazit:
12 Years a Slave ist ein mitreißendes, schonungsloses und fantastisch gespieltes Drama. Steve McQueen inszenierte hier einen einprägsamen Film, den man so schnell nicht wieder vergessen wird.
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Die Blu-ray (Extras, Bildqualität) wird nach Erscheinen des Films bewertet. Ich werde mir den Film nach dem Kinogang gestern definitiv kaufen.

1841, Saratoga Springs, New York: Der freie Afro-Amerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor, "Amistad", "Salt") ist hochangesehener Geigenspieler und allseits beliebt. Eines Tages, als seine Frau wie so oft mit seinen Kindern aufbricht, um einen lukrativen Auftritt anzunehmen, wird er mittels eines Bekannten von zwei fremden Männern angesprochen, die seine Künste für den Zirkus benötigen. Er willigt ein, da das in Aussicht gestellte Geld nach zweiwöchtigen Auftritten ein kleines Vermögen darstellt. Tatsächlich fährt Solomon mit den beiden Herren nach Washington. Sie geben sich freundlich und speisen vorzüglich. Solomon erhält sogar noch mehr Geld als abgesprochen. Dann an dem Abend wird ihm im Restaurant übel. Er erwacht Stunden später in Ketten. Man macht ihm auf unmissverständliche Art und Weise klar, dass er seine Vergangenheit vergessen soll, er ein Sklave ist und Platt heißt. Platt vermisst natürlich seine Familie. Aber um sein Leben zu schützen mit der Aussicht, sie eines Tages wiedersehen zu können, stellt er sich wie gewünscht mit seinen Mastern gut.

Erster Plantagenbesitzer ist William Ford (Benedict Cumberbatch). Der Mann ist an sich herzensgut, aber dennoch Sklavenhalter wie jeder andere Plantagenbesitzer im Süden auch. Er kann Platt auch nur auf Schuldschein kaufen. Eines Tages gelangt Platt jedoch mit dem Aufseher John Tibeats aneinander. Um sein Leben zu schützen lässt Ford seinen Sklaven an Edwin Epps (Michael Fassbender) überstellen. Ein ungeahntes Matyrium beginnt...

Wenn man um die 50 Kilometer fahren muss, um diesen Film zu sehen lässt dies innerhalb der deutschen Kinolandschaft tief blicken, wo diverse Blockbuster zwei bis drei Kinosäle füllen während Filme wie dieser hier nur im kleinen kettenlosen Spartenkino zu finden ist. Der Film zeigt schonungslos den Süden. Ohne schönes Geschnörkel oder romantische Verklärtheit. Die Schwarzen werden wie Eigentum und Vieh behandelt. Bestrafungen sind an der Tagesordnung. Tote ein notwendiges Übel. Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe mit ungewollten Schwangerschaften keine Seltenheit. Wenn eine Sklavin wegen eines Stückes Seife der Rücken in Fetzen gepeitscht wird lebt ein dunkles Stück Geschichte im "Land of the Free"-Kult auf, dass dort lieber in Vergessenheit geraten würde. Die Schauspielerleistungen sind eindrucksvoll, Kulissen und Kostüme absolut detailverliebt. Die wahre Geschichte von den mir unbekannten Solomon Northup wurde bravourös in Szene gesetzt. Es ist wirklich schade, dass die deutsche Kinolandschaft diesen Film größtenteils übergeht.
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am 12. Januar 2016
zuerst mal, der film ist spitzenklasse in jeder beziehung die leistungen der schauspieler ebenso.hier wird man sagen wir mal im nachhinein wachgerüttelt aber das ordentlich.das hier schlägt ein grausames kapitel dieser sogenannten weltpolizei die angeblich für freiheit und brüderlichkeit steht auf wie es abscheulicher gar nicht sein kann.dieser film ist das zeugnis davon wie menschenverachtend mit menschen anderer hautfarbe (indianer die wirklichen amerikaner)und eben schwarze umgegangen wurde und teilweise auch noch wird.dieser film ist absolut sehenswert und absolute kaufempfehlung................
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am 21. November 2014
Der Film ist für mich in sofern besonders, weil er ohne billige Effekthascherei auskommt und einen irgenwie leisen, distanzierten Ton anschlägt. Das Buch ist übriegens ähnlich emotionslos. Und ich finde gerade das macht sehr nachdenklich. Solomon (oder Platt wie sein Sklavenname ist) glaubt anfangs noch daran das sich alles aufklären wird und wieder frei kommt. Dann der Entschluss dass das Überleben wichtiger ist als alles andere und das sich fügen. Auch muss er stets darauf achten nicht zuviel von sich und seinen Fähigkeiten preis zu geben. So ein Leben war für alle Sklaven furchtbar, aber noch schlimmer für jemanden der die Freiheit kannte. Es ist leicht seine Würde und seinen Stolz zu behalten wenn es einem gut geht.

Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass die Sklaverei noch lange nicht abgeschafft ist. Nur als Beispiel: Fremdarbeiter in den arabischen Ländern. Auch diese Leute haben keine Rechte, müssen oftmals unter verherenden Umständen leben und arbeiten ohne eine Chance auf Entkommen. Und man sollte auch mal darüber nachdenken wieviele Konsumgüter unter welchen Umständen gefertigt werden. Insofern ist dieser Film immer und jederzeit aktuell.
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