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179 von 199 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein wunderbares Buch!
Dieses Buch ist ein Juwel. Selten hat mich eine Geschichte so emotional berührt und mitgenommen. Es beinhaltet alles, was einen großen Roman ausmacht. Unvergessliche Charaktere, die einem so nahe kommen, als würde man sie persönlich seit langem kennen, eine faszinierende und wunderbar gefühlvoll umgesetzte Geschichte, die trotzdem von einer...
Vor 11 Monaten von Bibliothekarin veröffentlicht

versus
30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen erschütternder Geschichte und Hollywood
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob und wie ich plausibel erklären kann, warum ich diesem Buch nur 3 Sterne gebe, denn die Geschichte, die erzählt wird, fand ich wirklich sehr gut.

Sofern man bei einem Thema wie diesem von „gut“ sprechen kann.

Vielleicht sollte ich lieber sagen „spannend“.

Ich wurde wirklich...
Vor 9 Monaten von Valkyrie Kane veröffentlicht


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37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super spannend und faszinierend schön!, 14. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Honigtot (Kindle Edition)
Und wieder hat mich Hanni Münzer abgeholt. Dieses Buch ist anders als die Bücher der Seelenfischer-Trilogie. Es spielt auf zwei Zeitebenen und es geht nicht mehr um Verschwörung, sondern mehr um Gefühle. Gefühle, die berühren und bewegen, Gefühle, die einen aufwühlen und nachdenklich machen. Es geht um Liebe und Obsession, Mut und Tapferkeit, und am Ende um Rache. Und es stellt sich der Frage, wie weit würden Mütter gehen, um ihre Kinder zu schützen? Unglaublich, wie fesselnd und spannend "Honigtot" ist, die Geschichte hält einen von Anfang an gefangen. Es hat alles, was ein gutes Buch ausmacht. Eine kluge Dramaturgie, unvergessliche Protagonisten wie Elisabeth und Gustav, die einen mitfühlen lassen, wunderbare Gespräche mit Tiefsinn, eine spannende und interessante Historie. Dieses Buch weckt tiefe Emotionen und lässt einen am Ende nicht mehr los, sondern wirkt noch lange in einem nach. Eine Leseempfehlung an alle, die gerne richtig gute und spannende Bücher mit Tiefgang lesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intensives Leseerlebnis, 20. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Honigtot (Taschenbuch)
Ein absoluter Zufallslesefund und dann packte er mich von der ersten Seite an. Eine Rahmenhandlung aus der Gegenwart führt durch ein Tagebuch der Großmutter zurück in die 20er Jahre und erzählt auf packende Weise die Familiengeschichte der Protagonistin, der Tochter einer berühmten Sängerin, neu. Von den Anfängen des NS-Regimes über die Wagners bis hin zum puren Grauen, das hier einen so persönlichen Zugang legt, dass das Abschalten nach dem Weglegen der Geschichte nicht funktionieren will. Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so "erwischt" wie Honigtot.
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen erschütternder Geschichte und Hollywood, 25. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Honigtot (Taschenbuch)
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob und wie ich plausibel erklären kann, warum ich diesem Buch nur 3 Sterne gebe, denn die Geschichte, die erzählt wird, fand ich wirklich sehr gut.

Sofern man bei einem Thema wie diesem von „gut“ sprechen kann.

Vielleicht sollte ich lieber sagen „spannend“.

Ich wurde wirklich absolut mitgerissen von der Geschichte um die Familie Malpran-Berchinger und konnte mir sehr gut vorstellen, dass sich das für viele Leute genau so entwickelt hat. Dass viele die Gefahr einfach komplett unterschätzt haben – und/oder die es, wie im Fall von Elisabeth, auch erstmal überhaupt nicht interessiert hat – bis es eben endgültig zu spät war.

Ich konnte auch Elisabeths Hilflosigkeit und ihre Verzweiflung gut nachvollziehen, als alles, absolut ALLES, was sie versucht hat, um sich selbst und ihre Kinder zu schützen bzw. retten, scheiterte, bis sie wirklich absolut nichts mehr tun konnte, um Deutschland und den Nazis zu entkommen. Sie konnte wirklich nur noch aufgeben und sich in ihr Schicksal fügen, und diese Hoffnungslosigkeit, dieses Gefühl des Versagens, kam wirklich sehr gut rüber und hat mich echt mitgenommen.

Die ersten zwei Drittel des Buches waren – vom Schreibstil mal abgesehen, aber dazu später mehr – wirklich spannend und interessant.

Umso enttäuschender (und, wie ich fand, auch ärgerlicher) war es darum, als sich im letzten Drittel des Buches alles änderte.

In diesem Teil war nun Elisabeths Tochter Deborah die Handlungsträgerin. Und so ruhig, überlegt und „nachvollziehbar“ wie sie davor im Buch angelegt war, war es für mich absolut unverständlich, dass sie sich urplötzlich von einem eigentlich klugen, überlegten Mädchen mit Tendenz zum „Ritzen“ in ein egoistisches, impulsives, sexbesessenes Monster verwandelt, mit so raschen und abrupten Stimmungsschwankungen, dass mir davon regelrecht schwindelig wurde.

Ich meine, ja, okay, sie ist siebzehn, Nazis, Trauma, das ist ganz sicher nicht einfach, aber trotzdem war das ein nicht im Mindesten nachvollziehbarer 180-Grad-Charakterwandel.

Und der macht Deborah nicht gerade sympathischer.

Vor allem ihre „impulsiven“ Handlungen – auch und gerade nachdem sie weiß und m. E. auch tatsächlich BEGRIFFEN hat, was alles auf dem Spiel steht – gingen mir nach einer Weile extrem gegen den Strich. Marlene hat es da mit ihrem „dummes Kind“ schon gut getroffen.

Was das Buch zusätzlich etwas mühsam zu lesen macht, ist der Schreibstil.

Ich weiß, das ist natürlich mein persönliches Problem, weil das ja schließlich Geschmackssache ist, aber für mich war diese Mischung aus Cora-Roman und Hollywood-Pathos manchmal so anstrengend, dass ich das Buch erstmal weg legen musste. Ich bin absolut überzeugt davon, es waren schwere, grausame Zeiten (was, das Buch auch wirklich gut illustriert) und vieles musste etwas „schneller“ gehen als sonst, aber bei Sätzen wie „Die Liebe hatte Deborah wie ein Blitz getroffen“, innerhalb der ersten vielleicht drei Minuten nach Kennenlernen und nach nichtmal fünf ganzen Sätzen, die gewechselt wurden, da bin ich raus.

Aber, wie gesagt, der Schreibstil ist ja im ganzen Buch derselbe und TROTZDEM habe ich es zu Ende gelesen. Wer mich kennt, weiß, dass das definitiv für das Buch spricht.

Das Ende… Tja… Das Ende hält auch nicht für alles eine Lösung parat. Es werden zwar alle Handlungsstränge und „Schicksale“ aufgeklärt, aber nicht alle sind zufriedenstellend.

Was ich jetzt allerdings ausnahmsweise mal gut fand, denn erstens passt es und zweitens denke ich mal, das war im richtigen Leben auch so. Manche Leute konnten das Erlebte verarbeiten und weitermachen, manche nicht. In diesem Buch habe ich beide Seiten verstanden, könnte aber nicht sagen, zu welcher ich mich zählen würde.

Hoffentlich muss ich es nie herausfinden.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselndes Buch, 29. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Honigtot (Kindle Edition)
Das Buch liest sich sehr gut. Die Geschichte fesselt einen, und hat mich emotional echt erreicht. Man lebt die Geschichte mit und baut eine Beziehung zu den Figuren auf. Ich konnte das Buch teilweise nur schwer zur Seite legen, weil ich unbedingt wissen wollte,was weiter passiert. Es gibt sehr traurige Episoden,aber auch einige zum Schmunzeln.
Mir gefällt es sehr. Einen guten Griff gehabt ;)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke an Amazon, 24. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Honigtot (Kindle Edition)
seit einiger Zeit nutze ich den Kindl. Ich finde es sehr gut, dass neue Autoren hier auf Amazon veröffentlichen können. So bekam ich die Chance, das Buch von Frau Münzer zu lesen und finde es einfach toll! Es ist schade, dass Verlage in Deutschland diese Chance nicht nutzen, denn so können leider nur E-Book-Besitzer in den Genuss kommen, solch tollen Romane zu lesen. Von jetzt an werde ich besser auf die Bestsellerliste von Kindl achten.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert!, 7. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Honigtot (Kindle Edition)
Eigentlich mag ich keine Liebesromane. Und eigentlich hängen mir Geschichten über die Zeit zwischen 1933 und 1945 dank Guido Knopps überproportionaler Medienpräsenz ziemlich zum Hals raus.
Weil ich Hanni Münzers Bücher gerne lese, habe ich mich drauf eingelassen. Und wurde nicht enttäuscht!
Die Geschichte wird getragen von Charakteren, die so überzeugend beschrieben werden, dass man förmlich in die Geschichte hinein gesogen wird, mit ihnen liebt und leidet, hofft und bangt. Das Ganze ergänzt durch überzeugende und interessante Nebenfiguren, welche die Handlung mittragen und nicht nur Staffage sind.
Selten hat mich eine Geschichte noch im Nachhinein so beschäftigt wie diese.

Ein Roman, der in keine Schublade passt. Absolut lesenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wow !, 25. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Honigtot (Taschenbuch)
Dieser Roman ist wirklich unfassbar. Historisch allgemein bekannte Ereignisse werden durch die Charaktere neu wahrgenommen und berühren den Leser auf eine ganz besondere Weise. Dieser tolle Roman hat mich gepackt und liefert mir nachhaltige Denkanstöße über die traurige Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert und ihre Auswirkungen. Hinzu kommt die wohlgewählte Sprache, die mir außerordentlich gefiehl. Wer diesen Roman nicht liest, verpasst eine spannende Geschichte, die einem mehr mitgibt, als man zuerst denkt. Danke für dieses gelungene Werk !
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42 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Völlig übertrieben und weit hergeholt, 3. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Honigtot (Kindle Edition)
Ich kann die Bewertungen hier leider nicht nachvollziehen. Das Buch ist durchaus gut zu lesen, jedoch ist die Handlung sehr weit hergeholt und völlig übertrieben. Vater verschwindet, Mutter spaziert zu Göring ins Büro, verliebt sich in Mörder des Vaters, 17-jährige Stieftochter hat Affäre mit Stiefvater, betrügt ihn mit Freiheitskämpfer der eigentlich ihre Freundin - eine Freiheitskämpferin liebt, alle schlafen mit dem Stiefvater, Freiheitskämpferin wird verletzt, aber oh Wunder, die Querschnittslähmung verfliegt unter schrecklichen Haftbedingungen - sie wird dann noch berühmte Schauspielerin. Ach ja, und Herr Schindler kam auch noch zum Abendessen. Es tut mir leid, aber das ist einfach zu viel des Guten. Es gibt viele authentische Bücher aus dieser Zeit, die man lesen sollte, bevor man sich Honigtot zu Gemüte führt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll, einfach nur toll: Unterhaltsam, spannend und eine "Geschichtsstunde", 3. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Honigtot (Taschenbuch)
Das Buch beginnt kurz nach dem Tod von Felicity's Großmutter Maria, die zuletzt in einer Pflege-Einrichtung in Seattle gelebt hat. Deren Tochter Martha verlässt eines Tages ihr Haus, um das Zimmer im Heim zu räumen, kehrt aber nicht wieder zurück. Im Pflegeheim erfährt die besorgte Felicity, dass ihre Mutter es nach nur kurzem Aufenthalt fluchtartig wieder verlassen habe. Nachforschungen ergeben, dass sie offensichtlich überstürzt in den nächsten Flieger nach Rom gestiegen ist.
Felicity folgt ihr sofort dorthin und macht Martha in einem Hotel ausfindig, wo sie völlig verstört inmitten von Papierfetzen auf dem Bett hockt. Auch das ganze übrige Zimmer ist übersät mit Zeitungsartikeln und Papierschnipseln, die zum Teil in hebräischer Schrift verfasst sind. Ein Pater kann die wiederhergestellen Dokumente übersetzen: Es sind in Romanform verfasste Lebenserinnerungen Marias, die nach dem Krieg einige Zeit in Rom gelebt hatte.

Sie beginnen 1923 in München, kurz nach der Heirat der jungen, sehr erfolgreichen, aber recht lebensfremden Sängerin Elisabeth Malpran mit dem jüdischen Arzt Gustav Berchinger.
Ein Jahr später wird Tochter Deborah geboren, ihr folgt Sohn Wolfgang.
Je mehr die Nationalsozialisten unter Hitler an Einfluss und Macht gewinnen, um so gefährlicher wird das Leben für die Familie, insbesondere für den jüdischen Vater und die Kinder, die als Halbjuden gelten. Daher plant man schließlich schweren Herzens die Flucht ins Ausland – aus Sicherheitsgründen getrennt. D.h. Elisabeth soll mit den Kindern direkt nach London reisen, Gustav den Weg über Zürich nehmen. Doch er kommt dort nie an, niemand weiß angeblich etwas über seinen Verbleib.

In ihrer Verzweiflung reist Elisabeth direkt nach Berlin, wo sie sich die Bewunderung der Nazi-Größen für sie, die gefeierte Künstlerin, zunutze macht und um ihren Mann kämpft. Doch dieser bleibt verschollen, mehr noch: Während ihrer Abwesenheit geraten zuhause in München ihre Kinder in die Hände der SS-Schergen und die Wohnung wird verwüstet.
Elisabeth entwickelt sich immer mehr vom naiven Frauchen zu einer kämpferischen Frau. Unterstützung erhält sie – scheinbar – von Obersturmbannführer Albrecht Brunnmann, den sie 2 Jahre nach Gustav's Verschwinden heiratet. Ihrerseits handelt es sich um eine Vernunftehe, denn sie betrachtet ihn als Lebensversicherung für Deborah und Wolfgang, die er ihr zuliebe schon ein paarmal aus den Fängen der Nazis gerettet hat.

Mit 41 Jahren stirbt die geschwächte und des Kampfes müde Elisabeth und die 17-jährige Deborah übernimmt fortan die Verantwortung für ihren kleinen Bruder. Doch Stiefvater und Obersturmbannführer Albrecht Brunnmann hat eigene Pläne mit ihr:
Er nimmt sie mit auf Dienstreisen, wickelt sie mit Charme und Luxus ein und macht sie zu seiner leidenschaftlichen Geliebten.
Aber der jungen, intelligenten und scharf beobachtenden jungen Frau bleiben bei allem Glanz, der sie umgibt, nicht das Elend der Juden und die Ideologie der Nazis verborgen. Sie erkennt, dass ihr Geliebter großen Anteil an der Judenverfolgung und Einfluss an höchster Stelle haben muss.

Während eines Aufenthalts in Krakau freundet sie sich mit der anscheinend kapriziösen und immer fröhlichen Marlene an, der Geliebten eines Nazi-Offiziers.
Als diese sich als Widerstandskämpferin zu erkennen gibt, schließt Deborah sich ihr an. Innerlich distanziert sie sich immer mehr von Albrecht Brunnmann, beginnt sogar, ihn zu hassen. Doch aus taktischen Gründen muss sie weiterhin die hingebungsvolle Geliebte spielen, denn er ist für die Arbeit der Widerstandsgruppe unentbehrlich: Deborah und Marlene müssen an wichtige Papiere und Dokumente gelangen, in deren Besitz er ist - ein lebensgefährliches Unternehmen, das nicht ohne Leid, schwere Folter und Tote abgeht.

Als Deborah um des eigenen Überlebens willen schließlich nichts anderes übrig bleibt als zu fliehen, ist sie schwanger.

Der Schluss des Buches knüpft im Sinne einer Rahmenhandlung wieder an den Anfang an und spielt erneut in der Gegenwart in Rom.

Resümee:
Dieses Buch ist mir von einer Bekannten wärmstens empfohlen worden, die sehr wohl weiß, dass meine liebsten Genres Krimis und Thriller sind. Darum handelt es sich hier nicht – wenngleich es aber nahezu durchgehend so spannend war, dass ich es nicht aus der Hand legen mochte.

Eine über 2 Generationen gehende Familiengeschichte ist in eine historisch exakt wiedergegebene Rahmenhandlung eingebettet, sodass der Leser die Zeit der Nationalsozialisten unter Hitler von 1923 bis zum Ende der zweiten Weltkrieges erst primär aus Elisabeth's und dann aus Sicht ihrer Tochter Deborah erlebt.
Das bedeutet, dass der Roman nicht nur ausgesprochen unterhaltsam und spannend, sondern auch eine „Geschichtsstunde“ ist. Es kann dabei natürlich nicht ausbleiben, dass vieles, den fürchterlichen Umständen entsprechend, auch sehr bedrückend wirkt und emotional aufrüttelt.
Aber der Autorin ist hier ein meisterliches „Mischungsverhältnis“ gelungen, das der jeweiligen Situation immer angemessen ist, und den Leser in den Bann zieht. Er erlebt ein Wechselbad der Gefühle, das ihn am Schluss einerseits bestens unterhalten, andererseits sehr nachdenklich zurücklässt.

Die Charaktere sind allesamt scharf gezeichnet. Besonders sowohl Elisabeth als auch Deborah und später Marlene, sind in nahezu jeder Lebenslage Sympathie-Trägerinnen mit hohem Identifikationspotenzial.
Dabei sind die politischen Figuren zwar fiktiv, zum Teil jedoch real existierenden gemäß der herrschenden Ideologie nachempfunden.

In ihren Nachbemerkungen erläutert Hanni Münzer den Buchtitel „Honigtot“:
Honig, der Trank der Götter, wird auch „Met“ genannt.
Hebräisch bedeutet „Met(h)“ „tot“.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr interessantes Buch, 19. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Honigtot (Kindle Edition)
Dieses Buch war sehr spannend.Ich sehe mir zwar keine Nazi Filme an,weil ich diese immer sehr grausam empfinde,
doch dieses Buch kann man nur empfehlen.
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Honigtot
Honigtot von Hanni Münzer
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