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5.0 von 5 Sternen Entwaffnende Schönheit, 16. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Present Tense (Audio CD)
Wanderlust: Dunkel treibend geht es los mit diesem Stück. Und fürwahr: Der hierdurch bewirkte Sog ist ein perfekter Kontrast zu der ab 0:40 einsetzenden Stimme von Hayden Thorpe, die im Verlauf der Scheibe zu deren unwidersprochenen Mittelpunkt werden soll. Es gelingt somit eines ab hier sofort und unmittelbar: Aufmerksamkeit für diese Platte zu wecken. Von diesem Moment an ist es zwar noch weit bis zu einer Konklusion - aber von hier ab kann der Weg, um zu ihr zu gelangen, vom Hörer mit deutlich größerer Leichtigkeit beschritten werden, als wenn dieses Stück an genau dieser Stelle nicht da wäre und man hierdurch nicht gänzlich wie hineingeschmissen wäre in die Welt der Wild Beasts anno 2014 - die sich allem Anschein nach nicht gänzlich bezugslos aufgeschwungen haben, ihr Werk Present Tense zu nennen...

Doch bis am Ende dann eben diese Konklusion steht - dass hier nämlich eine Meisterleistung absolviert wurde und man nicht umhin kann, ebendies zu konstatieren -, steht (zumindest für mich, der sich einstweilen vollkommen treiben lassend dieser Musik hingegeben hat) die - wie ich finde: äusserst schwerfallende - Hürde an, die Punkte zu markieren, an denen man genau dies festmachen kann. Insofern ist mir hier auch Martins Beitrag diesmal ausserordentlich symphatisch, weil er es ohne allzu große Worte einfach durchgehen lässt, sein - in der Tat gewichtiges - Urteil weitestgehend auf sein schlichtes Empfinden zu reduzieren.

Denn eines ist in der Tat ganz augenfällig: die Platte kommt ausnehmend sanft daher und man kann dadurch schon in erhebliche Schwierigkeiten geraten, die hier unterstellte Meisterleistung hinreichend zu begründen. Meine diesbezüglichen Worte gehen derweil so: Das Ding schleicht sich von hinten an. Und jene Sicherheit, mit der die Wild Beasts hier stets auf der Linie höchster Schönheit stolzieren - ohne dabei auch nur den leisesten Anflug von Pathos heraushängen zu lassen - ist wohlweislich der sehr bedachtvollen Produktion geschuldet. Diese Produktion kennzeichnet, dass sie verstanden hat, das lyrische Vermögen dieser Band, ein musikalisches Vermögen von allerhöchster Güte, in seiner ganzen Ausprägung darzustellen. Major scheint dabei gewesen zu sein, ihre zielsicher dahinstrebenden kleinen Meisterwerke in der nur denkbar vornehmsten Unaufgeregtheit darzubieten, was einerseits nicht unbedingt schwerfallen mochte, weil in ihnen ja nahezu alles knistert, was aber andererseits leicht hätte dazu verleiten können, immer noch eine Schippe draufzulegen, um meinetwegen ein "rauschendes Feuerwerk von einer Platte" abzuspulen. Dies aber schien schlechterdings gerade nicht die Intention der Studioinsassen gewesen zu sein - und sie taten wirklich gut daran... Ja, sie haben es schlichtweg gerafft!

Unterstellt, dass es sich so zugetragen hat, dass also Beschränkung (im Wissen um ihre Wirkung [und damit Wirkung der Songs]) maßgebend war und sie, die Band - im Team mit ihrem Producer -, sich anscheinend an allem anderen als dem Fischen von Komplimenten orientiert hat, sei von mir an ihre Seite gewandt konzediert: von mir bekommen sie sie, diese Komplimente, zuhauf. Bitteschön! Nehmt es! Ihr habt es sowas von verdient!

Denn wenn ich nur allein auf die musikalische Begleitung dieser Ausnahmestimme bzw ihr Zusammenspiel abziele (weil da ist ja noch Tom Fleming, der vocalmäßig auch nicht gerade Unbeträchtliches beisteuert), kann ich nur festhalten, dass sie hier absolut kongenial gelungen ist. Es herrscht nichts - nichts, nichts, nichts - vor, was hierbei nur im Geringsten an Ballast gemahnen würde - federleicht geraten die immerzu roh wirkenden Stücke, obgleich sie geradezu mit Tonnen an Erzählung aufwarten können. Glatt ist man geneigt, an eine Hommage zu denken, an eine quasi Opferung, um dem (Lead-)Sänger mehr Raum zu verschaffen - wirkte hier nicht ein seit Jahren aufeinander eingespielter Bandkomplex und hat somit seinen maßgeblichen Anteil am Entstehen dieses Albums gehabt. Insofern B u l l s h i t mit Opferung.

Also, eine so filigrane Stimme kommt am besten zur Geltung, wenn sie nicht von einem Ozean aus Sound eingekesselt wird, sondern stattdesssen - ähnlich ozeanischer Gefühle (wie diese Stimme sie ja wie keine zweite zu verströmen versteht) - fein mit Texturen und Sounds verwoben auf den Hörer trifft. So gesehen ist alles neben dieser Stimme desweiteren Laufende sogar im Gegenteil als mitnichten untergeordnet zu betrachten; allenfalls liesse es sich so gerade eben noch als Zuträger bezeichnen. Doch in Wahrheit haben wir es bei den Stücken auf Present Tense mit einer regelrechten Blaupause allerfeinst ziselierter Indie- Indieelectronica-Musik zu tun; die ihrem Master wohlweislich dient, darüberhinaus aber voller Bedacht auf die sich aus dem Ozean an Sounds hervortuendsten Exemplare ihrer Gattung ist. Sprich: Hier kommt jedes Instrument, jeder Klang zu seinem Recht und dies in der nur denkbar ausgeprägtesten Form. Wie die Stücke auch alle heissen: jeder Sound prangt und bekommt Raum zu seiner Offenbarung; jedes Instrument kann seine volle Kraft entfalten. Alles hat Gewicht. Jeder Ton. Und last but not least: Jeder Vers sitzt.

Ich will es noch ein weiteres Mal festzurren: Present Tense lebt von seinen Nuancen. Es ist archaisch und opulent zugleich. Wer dieses Tandem nicht versteht und dennoch neugierig geworden ist, sei indes gewarnt: Present Tense ist nahezu perfekt. Gefährlich perfekt. Hat man diese Musik erst einmal intus, dürfte man für vieles andere aus diesem Feld verloren sein.
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5.0 von 5 Sternen Schönheit in Perfektion, 2. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Present Tense (Audio CD)
Wie schon auf den Vorgängeralben ist der Bandname hier nicht Programm. Der Albumtitel "Present Tense" schon eher. Klanglich sind die Wild Beasts hundertprozentig im hier und jetzt verwurzelt.

Mehr Sythesizer haben sie benutzt für ihre warmen, weichen Klangfarben. Unaufgeregt kommen die gleichwohl vertrackten wie reduziert produzierten Lieder daher. Sehr gut ergänzen sich die beiden Sänger Hayden Thorpe und Tom Fleming. Thorpes Falsett erreicht wieder schwindelerregende Höhen um dann von Flemings Bariton geerdet zu werden. Präzise kommen das Schlagzeug und die Synthieeffekte daher.
Ein dezentes, elegantes und würdevolles Album mit einer intensiven Atmosphäre und Schönheit ist "Present Tense" geworden. Das große Spektakel sucht man hier vergebens. Billige Effekthascherei ist ihnen fremd.

Wiled Beasts haben einen eigenen speziellen Stil gefunden den sie konsequent weiterentwickeln. Nach dem ähnlich starken "Smother" haben sie mit "Present Tense" nochmal eine Schippe zugelegt. Meiner Meinung nach das bisher beste Album der Band aus England.

Anspieltipps: Alles, da keine Ausfälle. Besonders schön: A Simple Beautiful Truth
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Perfektionisten…, 21. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Present Tense (Lp+Mp3) [Vinyl LP] [Vinyl LP] (Vinyl)
Wild Beasts zählen für mich zu den Bands, denen man einfach blind vertrauen kann. Selbst das irreführende, „artpoppige“ Album-Cover ließ mich nicht daran zweifeln, ob dem Quartett mit „Present Tense“ erneut ein großer Wurf gelingen würde.

Was die grellen Farben des Artworks aber vielleicht wiederspiegeln mögen, ist die stärkere Addition von elektronischen Sounds und Synthesizern. Die Entdeckung dieser Instrumente und Möglichkeiten der Evolution spielte eine wichtige Rolle für die Zukunft der Band, die nach dem 2011 erschienen „Smother“ in Frage stand. Glücklicherweise - wenn auch anders geplant - verbleiben Gitarren und (seltener) auch das Piano das Herzstück ihres Sounds.

Das Ergebnis ist also keinesfalls eine 180 Grad Wende, vielmehr hat sich der spätestens seit „Two Dancers“ ohnehin schon gefestigte, erwachsene Sound noch einmal verfeinert. Für Fans mögen viele Rhythmen sicher heimisch klingen, wie beispielsweise der aus Drums und Percussions gebildete Beat im tollen „Nature Boy“. Der subtile Einsatz von Synths erfrischt das Ganze aber nochmal zeitgemäß, weshalb sich - auch insgesamt - aufmerksames Hören und Beachtung dieser schönen Details empfiehlt. Nicht zu verpassen sind vor allem der spannende Break, der „Daughters“ zerbrechen lässt oder die meisterhaften Klangwechsel und Störungen in „A Dog’s Life“. Wesentlich tanzbarer als diese beiden Midtempo-Tracks trabt die erste Single „Wanderlust“ davon, deren choralen Samples und Ian Thorpes zartes Falsetto eine angespannte Atmosphäre erzeugen.

Am Mikrofon wird sich wieder regelmäßig abgewechselt, so ist Tom Flemings eindrucksvolle, rauchige Stimme erfreulicherweise fast in gleichem Maße zu genießen; hauptsächlich auf den langsameren Stücken. Sie gefällt mir schon immer ein wenig besser. Im allerbesten Falle jedoch, spielen sich Thorpe und Fleming den Ball zu. Wie auf dem wohl poppigsten Moment des Albums, „A Simple Beautiful Truth“, in dessen Versen beide Stimmebenen harmonieren oder fließend im Refrain aufeinander „antworten“.

„Present Tense“ gefiel mir bereits beim ersten Hören unglaublich und erwartend gut. Die Wechsel zwischen leicht zugänglichen Stücken („Mecca“) und Momenten, in die man sich gleichermaßen wunderbar „reinlegen“ kann („New Life“) ist auf den Punkt und lässt mich einmal mehr fragen, welche Level der Perfektion Wild Beasts wohl in Zukunft erreichen können? Ich bleibe dabei und genieße die Gegenwart. 5 Sterne.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vollkommen, 21. Februar 2014
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Present Tense (Audio CD)
Viele Worte muss man um die neue Platte der Wild Beasts nicht machen. Zum einen, weil Schönheit hier endlich einmal selbsterklärend ist und demjenigen, der sie hier nicht erkennen will, ohnehin kaum mehr zu helfen ist. Dazu drohen einem mit der Zeit tatsächlich die Superlative auszugehen und man liefe Gefahr, sich großzügig im Synonymwörterbuch zu bedienen. Den Wild Beasts ist jedenfalls, das darf man wohl sagen, mit „Present Tense“ die Überraschung des noch jungen Jahres gelungen – überraschend zumindest für all jene, die die Band aus dem Norden Englands nicht schon seit ihrer ersten Platte aus dem Jahr 2008 verfolgen. Aber auch die Auskenner müssen sich fragen, wo um alles in der Welt die vier Jungs wohl die Ideen für all diese zauberhaften Songs herhaben, welche geheime Inspirationsquelle sie denn kennen oder ob tatsächlich einer von ihnen einen zweifelhaften Pakt mit dem Teufel geschlossen hat … - was Nonsens ist, denn hätte der so tolle Einfälle, müsste einem um die Hölle nicht bange sein. Dass Hayden Thorpe eine wunderbar weiche Kopfstimme hat, weiß man ja, den Großteil der elf Synthpopperlen versieht sie wieder mit diesem verführerischen Funkeln, dazu kommen die eingängigen Melodien und Gitarrenhooks und im Handumdrehen ist’s um einen geschehen. Verehrer der Foals und der Maccabees kommen an den Wild Beasts nicht vorbei und auch Anhänger der Bloc Party sollten unbedingt ein bisschen Zeit investieren, es wäre schon sehr verwunderlich, wenn das dunkel pochende „Wanderlust“, die federleichten Beats aus „A Simple Beautiful Truth“ oder der sphärisch betörende Klang von „New Life“ ihre Wirkung verfehlen würden. Und weil auch der Rest den genannten Stücken in keinster Weise nachsteht, ist dieses Album, was soll man lange drumherumreden, ein vollkommenes geworden. mapambulo:blog
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 3. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Present Tense (Audio CD)
Schöne Musik, die ins Ohr geht. Ruhige Stimmung - genau das Richtige für einen entspannten Abend! Unbedingt empfehlenswert! Also: kaufen!
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4.0 von 5 Sternen Groß, 30. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Present Tense (Lp+Mp3) [Vinyl LP] [Vinyl LP] (Vinyl)
Ein durchgängig großartiges,mit jedem Hören besser werdendes Album, mit dem Wild Beasts sich deutlich von ihrem irgendwie seicht (schwul?) klingenden Sound verabschieden und das funkelnde, facettenreiche Kunstwerk vorlegen, welches man sich eigentlich von "Elbow" erhofft hätte. Denn genau so klingen die Wild Beasts auf diesem Album: Wie "Elbow", nur mit tollen Ideen und Melodien. Wenn man bei einer Band von positiver Entwicklung sprechen kann, dann defintiv bei bei "Wild Beasts".
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