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am 27. März 2012
Zu seinen "Atlantic"-Zeiten waren Ray Charles und seine handverlesene Band sogar dann vom Feinsten und ganz einfach großartig, vulgo: great, wenn sie scheinbar Unspektakuläres scheinbar unspektakulär spielten. So zum Beispiel hier, anno 1956. Das Album trägt den passenden Namen: "The Great Ray Charles". Dieser Ray Charles brauchte nicht viel, um groß rauszukommen. Eine schlichte Melodie, womöglich nur ein, zwei Takte lang, genügte ihm, um minutenlang lässig loszulegen -- etwa mit ganz leichten Tempowechseln, die man beinahe überhört (aber eben nur beinahe), mit dezent hinausgezögerter und dann wieder feuriger Spannung, mit leicht abgewandelten Akkorden auf dem Piano -- und schon lebte ein altbekannter Blues-Akkord in ungewohnter Umgebung.
Wie der Herr, so die Band; nicht nur Dave Newman am Saxophon war offenhörlich kongenial. Wie sie mit "Doodlin'" einen aber sowas von coolen und zugleich energiegeladenen Rhythm'n'Blues der etwas anderen Art als gewohnt hinlegen, inclusive einer Art Dialog zwischen Piano und Saxophon, das muss man gehört haben. Allein schon der genial einfache Beginn, immer wieder verzögert und dann wieder mit Band-Turbo, dazwischen am Piano lässig tranchiert à la Ray Charles, ohne je aus dem Takt zu kommen... Und Doodlin'" ist beileibe nicht das einzige Prunkstück des Albums, sondern gerade mal eines von acht. So ideenreich, phantasiegeladen und bei alledem melodisch kann ein Album daherkommen; dermaßen schnell können knapp 40 Minuten vorbeigehen. Da oszillieren nicht nur "Sweet Sixteen Bars", "Black Coffee" und "I Surrender Dear" elegant zwischen rauhbeinigem Rhythm'n'Blues und elegantem Großstadt-Jazz hin und her, ohne dass auch nur ein einziger Akkord gekünstelt dahergestelzt käme. Nein, im Gegenteil: Das m u s s so sein.
"The Great Ray Charles" wirkt im ersten Moment, beim flüchtigen Anhören, vielleicht beinahe ein wenig zu unspektakulär, hinterlässt eventuell bei manchen Zuhörern sogar ein wenig den Hauch vom 08/15-Barjazz. Das ist aber nur eine Vermutung, und wahrscheinlich irre ich mich. Falls ich mich nicht irre: Im Gegensatz zur Dutzendware gewinnt das Album mit jedem Anhören; es stecken unglaublich viele Ideen drin, die alle maßgeschneidert zueinander passen. Man kann's ganz pietätlos nebenbei hören, aber man sollte sich das Vergnügen doch gönnen und sich das alles in Ruhe anhören; Ihr Schaden wird's nicht sein. Und bevor's möglicherweise allzu beschaulich wird, kommt zum Schluss ein atemloses "Undecided" angebraust wie eine extra feurige Dampflok. Undecided (unentschlossen) ist hier wirklich nur der Titel...
Doch wahrscheinlich sind Sie auch sofort überzeugt von diesem Album und grübeln nur noch hingerissen: "Wie machen die das nur?"
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