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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Konzert mit dem gewissen Tribute Faktor (ursprünglich bei access2music.de veröffentlicht)
Was kam da für ein Allstar Lineup, an diesem denkwürdigen 16. Oktober 1992 im Madison Square Garden zusammen… Stevie Wonder, Johnny Cash, June Carter-Cash, John Mellencamp, Kris Kristofferson, Willie Nelson, Eric Clapton, George Harrison, Neil Young und und und…alle kamen um das 30 jährige Bühnenjubiläum von Robert Allen Zimmermann aka...
Vor 13 Monaten von Archeo veröffentlicht

versus
8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Stückwerk einer legendären Nacht
Tja, da ist also die quasi offiziell abgesegnete Ausgabe des legendären Konzerts. Andere Fassungen kursieren ja schon, seit die Veranstaltung über die Bühne gegangen war - als CDs, als Videokassette und als DVDs. Keiner dieder Ton- bzw. Bildträger war bislang in der Lage, das komplette Programm abzubilden. Wer darauf hofft, dass es nunmehr alles zu...
Vor 11 Monaten von Martin Baus veröffentlicht


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Konzert mit dem gewissen Tribute Faktor (ursprünglich bei access2music.de veröffentlicht), 1. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan - 30th Anniversary Concert Celebration [Blu-ray] [Deluxe Edition] (Blu-ray)
Was kam da für ein Allstar Lineup, an diesem denkwürdigen 16. Oktober 1992 im Madison Square Garden zusammen… Stevie Wonder, Johnny Cash, June Carter-Cash, John Mellencamp, Kris Kristofferson, Willie Nelson, Eric Clapton, George Harrison, Neil Young und und und…alle kamen um das 30 jährige Bühnenjubiläum von Robert Allen Zimmermann aka Bob Dylan zu feiern. Dabei ist gerade nicht die Performance Dylans die hier für Begeisterungssprünge sorgt, sondern der Musiker, die seine Songs zelebrieren.

Bereits vor einigen Jahren kam das Konzert in einer gekürzten Fassung auf VHS und DVD heraus. Jetzt liegt es erstmals in seiner kompletten Form und vor allem in glasklarem Bild und Ton! Wenn man nicht wüßte, dass das Konzert bereits 21 Jahre her ist, könnte man meinen, es sei eine Aufnahme aus den letzten 4 oder 5 Jahren.

Eröffnet wird der Abend von John Mellencamp mit Like a Rolling Stone, gefolgt von Stevie Wonder mit Blowing in the Wind. Spannend sind dabei vorallem die unterschiedlichen Arrangements. Die “Hausband” wurde von GE Smith geleitet, der die letzten 3 Jahre mit Roger Waters auf The Wall Tour war. Weitere Mitglieder sind u.a. Jim Keltner (Drums) sowie die von den Blues Brothers bekannten Duck Dunn und Steve Cropper. Jeder der beteiligten Musiker ob Gast oder Hausband ist mit großer Leidenschaft und Spaß bei der Sache. Nur für Sinèad O’Connor dürfte das “Bobfest” in besonders negativer Erinnerung geblieben sein. Einige Wochen vor dem Konzert zerriss sie bei Saturday Night Live ein Bild des Papstes und demonstrierte damit gegen Kindermissbrauch in der katholischen Kirche. Als sie die Bühne betritt wird sie von den 180000 Zuschauern gnadenlos ausgebuht. O’Connor gibt der Band ein Zeichen nicht einzusteigen und singt stattdessen, wie einige Wochen zuvor bei der Fernsehshow, den Song “War” von Bob Marley. Am Ende bricht sie in den Armen von Kris Kristofferson in Tränen aus. Kurz darauf liefert Neil Young eine eigenwillige aber grandiose Version von All along the Watchtower ab.

Nach dem sich Eric Clapton und George Harrison die Klinke in die Hand gaben und Tom Petty mit dem Byrds Gitarristen Roger McGuinn den Mr. Tambourine Man zelebrierten, betritt der damals 51 jährige Bob Dylan die Bühne. Seine Perfomances sind ja bekanntlich recht launenabhängig. Ob er hier betrunken war, einfach nur schlechte Laune hatte oder ob er einfach nur Bob war, lässt sich so nicht sagen. Jedenfalls ist es fraglich wieso man die zweite Strophe von Knocking on Heavens Door so rein garnicht versteht.

Betrachtet man die Liste wieviel der dort anwesenden Musiker heute leider nicht mehr unter uns weilen, verfällt man schonmal in eine Art Melancholie. Wenn ich richtig liege, ist dies der letzte Abend gewesen an dem die verbliebenen Travelling Wilburys Mitglieder zusammen auf einer Bühne standen. Somit wird auch hier an große Musiker erinnert. u.a. Johnny Cash, June Carter, George Harrison, Richie Havens, Duck Dunn etc.

Alles in allem ein absolut großartiges Konzert! Neben dem Freddy Mercury Tribut vom gleichen Jahr ist es wohl eines der am besten besetzten All-Star Konzerte der Neunziger Jahre. Musikalisch äußerst wertvoll und ein Muss für jeden der sich nur halbwegs für Musik interessiert. Ausserdem hat Sony beim Remaster richtig gute Arbeit geleistet!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Wiederveröffentlichung eines historischen Konzert-Leckerbissens!, 29. März 2014
Von 
N. Figula "M. Figula" (Timmendorfer Strand Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan - 30th Anniversary Concert Celebration [Blu-ray] [Deluxe Edition] (Blu-ray)
Am 16. Oktober 1992 feierte Bob Dylan sein 30. Bühnenjubiläum. Für ein All-Star-Konzert im New Yorker Madison Square Garden vor 18 000 begeisterten Fans hatte der damals 51jährige Singer/Songwriter eine beispiellose Gästeschar um sich auf der Bühne versammelt. Zahlreiche Superstars waren gekommen, um dem Barden zu gratulieren. Umfangreich war dabei die Songpalette, es ging quer durch Dylans Musikschaffen. Jeder trat für einen Song auf die Bühne - teils mit eigener Band, teils begleitet von der legendären Soul/R&B-Band Booker T. & The M.G.'s, die von Dylan persönlich verpflichtet wurde. Zu den Highlights des ca. vierstündigen Sensationskonzerts vor ausverkauftem Haus gehörten die Auftritte unter anderem von Neil Young, Tom Petty, Johnny und June Carter Cash,Lou Reed, Johnny Winter, Roger McGuinn, Stevie Wonder, The Band, Willie Nelson, Kris Kristofferson, Tracy Chapman, George Harrison (der Ex-Beatle war nach 18 Jahren zum ersten Mal wieder auf einer US-Bühne zu sehen), Eric Clapton, Ron Wood und Eddie Vedder. Der sichtlich angeschlagene Bob Dylan selbst leitete zu fortgeschrittener Stunde das fulminante Finale ein:

Diese Retrospektive einer einzigartigen Karriere wurde an diesem denkwürdigen Abend auch weltweit live per Satellit übertragen. Nicht nur für die damals nachts der deutschen TV-Übertragung lauschenden Zuschauer ein bis heute unvergessliches Erlebnis.

Ein paar Monate später veröffentlichte Columbia Records erstmals das Konzert auf einer Doppel-CD und als Video-Doppelpack. Leider enthielten die Veröffentlichungen nicht den kompletten Auftritt. Von „Unzufriedenheit des Künstlers über seinen Auftritt, Vertragskonflikten oder technischen Problemen“ war die Rede. Auch Dylans Akustik-Version von "Song To Woody" fehlte, da die Gitarre – aus welchen Gründen auch immer - nicht aufgezeichnet wurde. 2008 folgte dann „by VOX Musicproductions“ erstmalig ein auf 18 Songtitel stark zusammengekürzter Mitschnitt (1:48:01) als DVD-Ausgabe in unzureichender VHS-(NTSC)-Qualität. Trotzdem waren die Fans glücklich, wenigstens dieses „Objekt der Begierde“ erhalten zu können...

Und nun ist endlich der heiß begehrte Mitschnitt dieses legendären Konzerts erstmals hochaufgelöst abgetastet und mit remastertem Ton (Ansagen der Interpreten und die „Extras“ sind deutsch untertitelt) auf Blu-ray Disc erschienen. Der seinerzeit schon in HD-Qualität produzierte Mitschnitt erstrahlt bald 22 Jahre nach seiner Entstehung in einer ausgezeichneten Bildqualität im Format 16:9.(1080p / 60Hz). Dass dem sensationellen Konzertereignis dabei eine – wie auch immer geartete - 5.1-Abmischung fehlt, schmälert den hervorragenden Gesamteindruck nicht. Die digital optimierte Stereo-Abmischung (LPCM 48k) wird dem historischen Star-Treffen nämlich durchaus gerecht.

Zu der endlich in fast dreistündiger Fassung (2:52:47) enthaltenen All-Star-Performance werden ganz besondere Highlights als „Extras“ geboten: Der ca. 40-minütige (Format 4:3) Blick hinter die Kulissen zeigt bisher unveröffentlichtes Materials inklusive Aufnahmen von den Proben, Interviews und mehr. Darunter sind Begegnungen, die heute mit Fug und Recht als historisch gelten können: Mehrere der beteiligten Musiker sind nicht mehr am Leben.
Dokumentiert ist auch das Rehearsal von Sinead O'Connors "I Believe In You". Beim Konzert selbst war die Sängerin gnadenlos von der Bühne gebuht worden, weil sie ein paar Tage zuvor, in der Sendung "Saturday Night Live", ein Foto des Papstes zerrissen hatte und damit zur Un-Person im US-TV wurde. Weiterhin können drei Live-Mitschnitte angewählt werden, die bisher zum Teil nur auf den CD-Fassungen zu hören waren: John Mellencamps version von "Leopard-Skin Pill-Box Hat", Nancy Griffith & Carolyn Hester mit dem Song "Boots Of Spanish Leather" sowie der Dylan-Klassiker "Gotta Serve Somebody" mit Booker T. & The M.G.'s.

Sieben Songs des Konzerts konnten auch bei dieser Neuveröffentlichung wieder nicht berücksichtigt werden. Die Gründe wurden von mir bereits weiter oben erwähnt. Wegen „technischer Probleme“ mussten auch dem All-Star-Finale von "My Back Pages" Overdubs hinzugefügt werden.

Bei dieser „Deluxe Edition“ stimmt einfach alles: die hervorragende Kameraführung, die das denkwürdige Konzertereignis aus jeder Perspektive in (bisherigen Veröffentlichungen nie erreichter) HD-Qualität einfängt ebenso wie die Schnitttechnik, die durch keine hektischen Cuts den Blick auf das berauschende Stelldichein dieser Musik-Legenden stört. Ein berauschender Hochgenuss für Auge und Ohr. Dabei werden jede Menge Erinnerungen wachgerufen. Gänsehautfeeling ist nicht ausgeschlossen!

Das 22 lange Jahre Warten auf diese nun erstmals rundum überzeugende Blu-ray-Produktion hat sich für jeden Rockmusik-Fan rundum gelohnt! Wieder einmal wird die Liste der bisher auf DVD/Blu-ray entweder unvollkommen oder überhaupt nicht veröffentlichter Konzert-Highlights der vergangenen Jahrzehnte etwas kürzer. Mir fehlt zu meinem Glück augenblicklich nur noch die längst überfällige Neuveröffentlichung von Paul Simon`s legendärem „Concert In The Park“ vom 15.08.1991. Vielleicht liegt es in diesem Fall auch nur an „Vertragskonflikten“ oder „technischen Problemen“ der Warner Music Vision. An der „Unzufriedenheit des Künstlers mit seinem Auftritt“ kann es dagegen wohl kaum gelegen haben...

In diesem Sinne: Forever Young!!!
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4.0 von 5 Sternen (Fast) Stimmiger Tribut an einen großen Poeten, 21. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan - 30th Anniversary Concert Celebration [Blu-ray] [Deluxe Edition] (Blu-ray)
Nur wenige Musiker haben einen solch enormen Einfluss auf die Lyrik der Rockgeschichte gehabt als wie Bob Dylan. Der Barde, welcher in den 50ern mit Folk anfing und sich ab Mitte der 60er "verstärkt" dem Rock zuwandte, prägte mit seinen Songs über Liebe, Frieden und Ungerechtigkeit mehrere Generationen von Musikern. Ich selbst (Jahrgang:'80) habe Dylan, wie wohl viele andere Spätgeborene erst durch die unzähligen Coverversionen anderer Künstler kennengelernt. Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich an dieser Stelle alle aufzählen würde: Joan Baez, Eric Clapton, Guns n' Roses, The Byrds, Johnny Cash und Jimi Hendrix gehören aber mit Sicherheit zu den bekanntesten Vertretern. Eingestehen möchte ich allerdings, das ich von Dylan selbst, nur wenige Stücke mag. Dazu gehören, der eher einfach gehaltene Klassiker, "Blowin'in the Wind", sowie "Like a Rolling Stone", "Subterranean Homesick Blues", "Lay Lady Lay", das wundervolle "Hurricane" und diverse Songs seines Spätwerks ab den 90ern. Textlich hat er eigentlich von jeher geglänzt, doch was mir an ihm als Musiker zu überwiegendem Teil übel aufstößt, ist nun mal seine knarzige Stimme...

30TH ANNIVERSARY (Madison Square Garden, NYC)

Allein die Gästeliste, im Herbst des Jahres 1992 war beeindruckend: Neil Young, Eric Clapton, Ron Wood, Chrissie Hynde, The O'Jays, Eddie Vedder, Johnny Cash und June Carter Cash, Lou Reed, The Clancy Brothers, Richie Havens, Johnny Winter, Roger McGuinn, Tom Petty & The Heartbreakers, Stevie Wonder, Willie Nelson, Kris Kristofferson, Sinéad O'Connor, Tracy Chapman, George Harrison, George Thorogood, Sophie B. Hawkins...

Selten hatte man bis zu diesem Zeitpunkt eine solch große Scharr von Ausnahmemusikern an einem Ort gesehen: Von "Woodstock" (1969) und Charity-Konzerten wie "Concert for Bangladesh" (1971) oder "Live Aid" (1985) einmal abgesehen. Geprägt war dieser harmonische Abend darüber hinaus vom Publikum, (vereinzelt) grandiosen Coverversionen und Bob Dylan himself, der meine stimmlichen Vorbehalte an diesem Abend leider voll und ganz bestätigte.

(SHOW)

Wow, hier wird so einiges geboten! Die für mich beste Vorstellung gab Richie Havens (R.I.P.) mit seiner einmaligen Interpretation von "Just Like A Woman" ab. Allein mit seiner Akustikgitarre (die er perkussiv einsetzt) erzeugt er wahre Gänsehautmomente. Dicht gefolgt von Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder, der mit beeindruckender Röhre und Ausdruck überzeugen kann. Zugegeben: Stevie Wonders Version von "Blowin'in the Wind" ist mir persönlich zu kitschig und sein SingSang zu ausufernd, aber es kann ja schließlich nicht alles gefallen ;-) Daneben findet man tolle Vorstellungen von Tracy Chapman, Willie Nelson, Johnny Winter (R.I.P.), Eric Clapton und Neil Young. Zum Endspurt kündigt George Harrison (R.I.P.) einen Freund an, der sich - natürlich als Bob Dylan herausstellt. Musikalisch ist er, mit Ausnahme abgehackter Outros, überzeugend. Stimmlich dagegen ist es ziemlich schwere Kost, die man hier serviert bekommt. Er ist ja für sein Genuschel bekannt, aber bei dieser Vorstellung "singt" und quarkt er so undeutlich, das man hin und wieder den Eindruck bekommt, er habe einen Frosch verschluckt :-(

Der Bühnenaufbau ist bescheiden und wird dem Anlass dadurch mehr als gerecht. Hier gibt es weder Feuerwerk- noch riesige Videowalls oder ähnliches. Die Musik Bob Dylans ist an diesem Abend der Star. Die Beleuchtung passt sich der Stimmung des gerade dargebotenen Songs an und trägt auf diese Weise ebenfalls zur gelungenen Atmosphäre bei. Ebenso wie das Produktionsteam, welches zur damaligen Zeit anscheinend noch mehr Wert auf Qualität gelegt hat. Die Schnitte sind angenehm sparsam und vermitteln dadurch einen überaus positiven Eindruck.

AUFTRITT VON SINEAD O'CONNOR

Nicht das Hier Missverständnisse aufkommen: Außer dem, von Prince geschriebenem Schmachtfetzen, "Nothing Compares 2 U" und dem wunderschönen Duett mit Peter Gabriel, "Blood of Eden", hat mich die Musik der glatzköpfigen Irin bis heute weitgehend kalt gelassen. Bin also Grundsätzlich kein Fan oder Fürsprecher der Sängerin! Relativ geschockt war ich dennoch von ihrem Auftritt, bzw. dem Publikum! Bis zu diesem Zeitpunkt trug die Menge nämlich erheblich zur tollen Atmosphäre im Madison Square Garden bei...

Wie bereits von anderen Rezensenten beschrieben, hatte O'Connor zwei Wochen zuvor für einen Eklat im US-Fernsehen gesorgt. Während einer Gesangsdarbietung bei einer Talkshow, zerriss sie, bei der Textzeile "Evil" (Böse) ein Foto des (damaligen) Papstes. Ich persönlich denke, das man vor allem in den USA extrem aufpassen muß, wem man öffentlich ans Bein pinkelt. O'Connor hatte Mut zum Risiko bewiesen: Nicht weil sie Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche anprangerte, sondern weil sie nicht ernsthaft erwarten konnte, für ihre Kritik auch noch mit reißendem Absatz ihrer Platten belohnt zu werden. Das Problem war nur, das sie bei "Saturday Night Live" kein Kreuz entzweite sondern ihren Protest am Oberhaupt der katholischen Kirche festmachte. Wir alle wissen, das dieser Apperat als Ganzes wesentlich mächtiger ist, als eine Einzelperson - und wenn es der Papst ist. Hinzu kommt natürlich noch, das die Vereinigten Staaten ohnehin als weitgehend konservativ gelten...

Das war wohl letztlich auch der Grund für den unrühmlichen "Höhepunkt" des Tribute-Konzerts. Kaum hatte Kris Kristofferson Sie als nächste Künstlerin angekündigt, schlug die bis dahin fröhliche Stimmung ins komplette Gegenteil um. O'Connor wurde von der überwiegenden Mehrheit des Publikums ausgebuht, kämpfte, getröstet vom dazugeeilten Kristofferson mit den Tränen, unterbrach das ursprünglich geplante Lied und schrie, wie auch schom beim TV-Auftritt, trotzig die Zeilen des Bob-Marley-Songs "War" ins Mikro. Am Ende blickte sie zornig auf die Menge und ließ ihren Tränen beim Abgang freien Lauf...

Aufgrund dieser schaurigen Szenerie, kann man sich im Nachhinein natürlich die Frage stellen ob man O'Connor nach dem TV-Eklat als Showact unbedingt einladen musste. Ich denke allerdings, das dass Publikum mit dieser schäbigen Reaktion vor allem dem "großen Bob" einen Bärendienst erwiesen hat. Schäbig schrieb ich deswegen, weil O'Connor, wie alle anderen auch, einen Song Dylans singen wollte um ihm Tribut zu zollen. Das (wahrscheinlich größtenteils katholische ;-) Publikum, sah in ihr allerdings nur noch "die böse Hexe aus Irland". Als dann am Ende das komplette Line-Up zum Klassiker "Knockin'On Heavens Door" auf der Bühne stand, empfand ich wiederum O'Connors Auftritt als ein wenig unpassend. Verständlich zwar, das sie nach wie vor geknickt über den Unmut während ihres Auftritts war aber Jetzt sah man sie, mit einer Schnute, verschränkten Armen und - Zigarette rauchend, am Rande aller Beteiligter stehen. Hin- und wieder brüllte sie noch beim Chorus ins Mikro aber im Großen und Ganzen war ihre Gestalt an diesem Abend verbunden mit Disharmonie. Ich wollte dieses Thema einfach mal ansprechen, da mir dieser Zwischenfall als sehr unangenehm in Erinnerung blieb und dem, ansich schönen Konzert erheblichen Schaden zufügte.

(BILD / TON / BONUS)

Visuell haben die Macher dieser Bluray aus den vollen Geschöpft, wenn man bedenkt, das dieses Konzert im Jahre 1992 aufgezeichnet wurde. Es liegt erfreulicher Weise im 16:9-Format vor und besticht durch geschmeidiges Bild mit guter Schärfe. Der Stereoton überzeugt ebenfalls mit klaren Höhen und knackigem Bass. Verwaschen klingt Hier nichts, und auch wenn man in diesem Fall keinen 5.1 bzw. DTS-Klang präsentiert bekommt, so schlägt der Ton des Tributekonzerts manch dumpfes Gedröhne von Heute um Längen. Interessante Interviews diverser Beteiligter und eine Doku sorgen als Bonusmaterial für einen schönen Einblick Hinter die Kulissen.

F A Z I T:

Diese Bluray ist aufgrund einiger, beim Konzert fehlender Auftritte (George Thorogood, Sophie B. Hawkins etc.) zwar kein vollständiger Rückblick auf die Jubiläumsfeier zu Ehren Bob Dylans. Ich persönlich hätte es z.B. als wesentlich angenehmer empfunden, wenn man irgendwie an das Material von Thorogood und Hawkins gekommen wäre, bzw. weitere Songs von Künstlern wie Mellencamp eingefügt, und dafür das unschöne Theater um O'Connor rausgeschnitten hätte. Dann hätte man sich allerdings am Ende gefragt, wieso Diese mit auf der Bühne steht. Andererseits bekommt man durch diese Bluray einen sehr umfangreichen Überblick des Konzerts (Nettodauer: 165 Minuten) und das, in sehr guter Bild- und Tonqualität. Hinzu gesellt sich interessantes Bonusmaterial und in gewisser Weise auch ein letztes Stelldichein diverser Rockgrößen, die Heute (leider) nicht mehr unter uns sind :-( Alles in allem eine mehr als lohnenswerte Anschaffung mit vielen Höhen und einem kurzen Tief (O'Connor).
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Stückwerk einer legendären Nacht, 28. April 2014
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Tja, da ist also die quasi offiziell abgesegnete Ausgabe des legendären Konzerts. Andere Fassungen kursieren ja schon, seit die Veranstaltung über die Bühne gegangen war - als CDs, als Videokassette und als DVDs. Keiner dieder Ton- bzw. Bildträger war bislang in der Lage, das komplette Programm abzubilden. Wer darauf hofft, dass es nunmehr alles zu sehen gibt, wird wiederum arg enttäuscht. Die grandiose Sophie B. Hawkins mit ihrem elegisch-euphorisierenden "I want you"-Cover fehlt ebenso wie George Thorogoods "Wanted-Man"-Version. Und selbst his Bobness ist nicht ganz mit von der Party der Granden in Sachen Pop; sein so Sinn machender "Song to Woody" wurde weggelassen. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, Ton und Bild sind in Ordnung, der Abend steht von der Besetzung her ohnehin außerhalb jeder Kritik, viele Interpretationen der servierten Bobsongs sind fulminant, fantasievoll, eigen und gehörgängig. Aber wie gesagt - wer alles haben will, muss im wahrsten Sinn des Wortes scheibchenweise dazu kaufen, denn anderswo sind die die fehlenden Auftritte zu finden (dafür fehlen andere). Fazit: Leider nur einmal mehr Stückwerk einer großartigen Musiknacht.
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5.0 von 5 Sternen endlich!, 19. Dezember 2014
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Nach jahrelangem Warten hat man es endlich geschafft, dieses Stück Musikgeschichte auf DVD/BLURAY zu bringen. Für Dylan Fans ein Muss, aber auch die anderen Künstler sind hier wirklich wunderbar und bringen ihrem Kollegen und Vorbild Dylan ein grandioses Ständchen. Super Scheibe!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOP MUSIK-TOP BILD, 5. März 2014
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Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan - 30th Anniversary Concert Celebration [Blu-ray] [Deluxe Edition] (Blu-ray)
Also über die Musik braucht man nicht diskutieren-alles Topversionen vom Meister! Besonders exzellent: Stevie Wonder! Großartig!
Auch die Bildqualität ist perfekt. Alleine beim Ton hätte ich mir mehr als nur PCM STEREO gewünscht. Leider kein DTS oder 5.1, wie es hier steht. Und es ist auch nur eine Disc und keine 2!!! Eine Frage nur an die Hersteller: Warum wird immer gleich alles als "Deluxe Edition" angepreist???? Wo liegt der Unterschied zu einer normalen Edition-die es gar nicht gibt???!!!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Konzert leider nicht vollständig, 22. Februar 2015
Das Konzert dauert auf der Bluray etwa drei Stunden. Aber es war im Orginal von 1992 noch etwas länger. So fehlen zum Beispiel so gute Stücke wie Sophie B. Hawkins’s “I Want You,” Bob Dylans “Song to Woody,” und leider auch George Harrison’s Version von “If Not for You”.
Schade, daß auch diesmal wieder einmal nicht das ganze Konzert veröffendlicht wurde
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Konzert..., 18. April 2014
Von 
U. Rutzen (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan - 30th Anniversary Concert Celebration [Blu-ray] [Deluxe Edition] (Blu-ray)
...und eine für diese Verhältnisse gute Bildqualität. Leider ist der Ton nur in Stereo. Dennoch bleibt die Aufzeichnung des Konzerts ein wichtiges Zeitdokument, zumal einige der Künstler, die an diesem Abend auf der Bühne standen, mittlerweile nicht mehr lesen. Fazit: großartiges Konzert. Unbedingt anschauen.
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4.0 von 5 Sternen Die beste Alternative...., 16. September 2014
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Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan - 30th Anniversary Concert Celebration [Blu-ray] [Deluxe Edition] (Blu-ray)
Der Artikel entspricht der Beschreibung.
Wie bereits geschrieben fehlen ein paar Songs - aber die wohl bisher umfangreichste Zusammenstellung.
Ich habe das Konzert damals komplett Live im Fernsehen auf VHS mitgeschnitten - die Qualität ist aber inzwischen nicht mehr die Beste.
Lieferung erfolgte schnell und die gesamte Abwicklung war reibungslos.
Gerne wieder
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5.0 von 5 Sternen Legendäres Konzertereignis, 11. Mai 2014
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Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan - 30th Anniversary Concert Celebration [Blu-ray] [Deluxe Edition] (Blu-ray)
Damals die Nacht vorm TV verbracht und die unglaubliche Zusammenkunft der Rocker erlebt. Nun endlich in super Qualität zu jeder Zeit anschauen können - danke, dass das legendäre Konzert endlich in bester Qualität veröffentlicht wurde.
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