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51 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wir tun ihm weh, bis er redet."
Es beginnt alles sehr typisch US-amerikanisch in diesem Thriller des Kanadiers Denis Villeneuve:
Der konservative Familienvater Keller Dover (Hugh Jackman) bringt seinem halbwüchsigen Sohn in den Wäldern des ländlichen Pennsylvania das Schießen bei.
Bevor das anvisierte Reh erschossen wird, wird noch gebetet und danach mit dem befreundeten...
Vor 12 Monaten von Berlinoise veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Grandios gespielt, aber...
... und dieses ABER kostet den Film die letzten beiden Sternchen. Die Schauspieler überzeugen durch die Bank weg. Hugh Jackman, kaum wiederzuerkennen, spielt den besorgten (und durchgeknallten) Familienvater überzeugend. Jake Gyllenhaal gibt den relativ ruhigen Cop, der aber auch so seine Problemchen hat. Der mir unbekannte Paul Dano spielt vollkommen...
Vor 11 Monaten von Hemeraner veröffentlicht


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51 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wir tun ihm weh, bis er redet.", 18. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Es beginnt alles sehr typisch US-amerikanisch in diesem Thriller des Kanadiers Denis Villeneuve:
Der konservative Familienvater Keller Dover (Hugh Jackman) bringt seinem halbwüchsigen Sohn in den Wäldern des ländlichen Pennsylvania das Schießen bei.
Bevor das anvisierte Reh erschossen wird, wird noch gebetet und danach mit dem befreundeten Nachbarspaar Birch (Terrence Howard, Viola Davis) das Erntedankfest gefeiert.
Doch bereits, wenn der offenbar eher musikbegeisterte als musikbegabte Birch auf seiner Trompete ausgerechnet die Nationalhymne anstimmen will und dabei nur ein paar sehr falsche Töne hervorbringt, wird klar, daß hier kein Hurra-Patriotismus gefeiert wird, sondern es in der vermeintlichen Idylle deutliche Misstöne gibt:
Statt der schmucken Eigenheime mit akkurat gepflegten Vorgärten, die die Kulisse so vieler amerikanischer Filme bilden, sieht man hier eine eher trostlose, leicht schmuddelige Kleinstadt im ewigen Schneeregen, in der man ein sehr konservatives Leben führt, kaum über den eigenen Tellerrand hinausblickt und so mancher seine teilweise sehr buchstäblichen Leichen im Keller hat.
Auf den wenigen Metern zwischen den beiden Elternhäusern verschwinden die beiden kleinen Töchter der Familen Dover und Birch spurlos.
Der Albtraum aller Eltern nimmt seinen Lauf, aber obwohl mit dem geistig auf dem Niveau eines Zehnjährigen stehengebliebenen Alex (Paul Dano), dessen Wohnmobil am Tatort gesichtet wurde, schnell ein "passender" Verdächtiger gefunden ist, muss dieser wegen mangelnder Beweise bald wieder freigelassen werden.
Dover jedoch verbeißt sich in die Idee, daß Alex der Täter sein müsse, wenngleich alle Logik dagegenspricht, daß ein geistig etwas zurückgebliebener Mann zwei Menschen entführen und danach sämtliche DNA- und sonstige Spuren im Tatfahrzeug binnen kürzester Zeit entfernen könnte, und so entführt er Alex kurzerhand, wild entschlossen, den Aufenthaltsort der beiden Mädchen aus ihm herauszufoltern.
Aus dem jungen Mann ist jedoch nichts herauszubekommen, aber selbst, als Dover, in seinem zunehmend blinden Fanatismus von Jackman beängstigend gut gespielt, nach tagelanger schwerer Folter einsehen muss, daß er Alex "nicht noch mehr wehtun kann, ohne ihn umzubringen", sind seine Ideen, den vermeintlichen Täter doch noch zum Reden zu bringen, noch lange nicht erschöpft...

Villeneuve zeichnet ein ebenso beklemmendes wie erschreckendes Bild Amerikas, wie man es so trostlos eher selten auf der Leinwand sieht, wobei vor allem die Kombination von freiem Waffenbesitz und -gebrauch für jedermann in Zusammenhang mit der von Keller praktizierten Selbstjustiz einem so manches Mal den Atem stocken lässt.
So viel Brutalität wie wenn der ansonsten "gute", strenggläubige Familienvater Keller den von ihm festgehaltenen, völlig verstörten Alex immer und immer wieder aufs Brutalste zusammenschlägt, sieht man nicht oft in einem Mainstream-Krimi, wenngleich oftmals gar nicht die zahlreichen Misshandlungen selber, sondern eher deren Ergebnis gezeigt wird - was die Sache allerdings nicht angenehmer, sondern eher noch verstörender macht.
"Hast Du den Verstand verloren?" wird Birch, den Keller in die Sache einweiht, seinen Nachbarn und Freund beim Anblick des in einer verfallenen Bruchbude angeketteten Alex fassungslos fragen - und schon kurz darauf eine Haltung einnehmen, die das zwar indiskutable, aber irgendwo zumindest noch halbwegs nachvollziehbare Verhalten Kellers noch toppen wird:
"Wir unterstützen ihn nicht, aber wir halten ihn auch nicht ab. Wir tun einfach so, als wüssten wir nichts." -
So der Schluss, zu dem das bis dahin noch etwas vernünftiger erscheinende Ehepaar Birch kommen wird.
Ja, schlimmer geht immer und es wird nicht das letzte Mal bleiben, daß die Sympathien des Zuschauers sich hier verschieben.
Der einzige, der hier bis zum Ende hin Sympathiepunkte sammeln kann, ist der ermittelnde Polizist Loki (Jake Gyllenhaal), aber auch dieser ist weit entfernt vom üblichen Bild des aufrechten Cop, sondern ein Mann mit Ecken und Kanten, von Gyllenhaal mit nervösem Muskelzucken und unerwarteten Ausbrüchen hervorragend gespielt (wo bleibt der Oscar?), dem im Laufe der Geschichte genau wie allen anderen verhängnisvolle Fehler unterlaufen werden.
Die größte schauspielerische Überraschung war hier für mich jedoch Paul Dano, der als zurückgebliebener, später zu Tode verängstigter junger Mann eine beeindruckende Darstellung abliefert.
Ob er nun der Entführer ist oder nicht, bleibt spannend, denn obwohl es unwahrscheinlich erscheint, daß er mit seinen geistigen Fähigkeiten zwei Mädchen spurlos verschwinden lassen und jegliche Spuren einer Entführung beseitigen kann, sehen wir auf der anderen Seite aber einen eindeutig nicht nur zurückgebliebenen, sondern auch schwer gestörten Menschen, der seinen Hund quält - ob aus Boshaftigkeit oder aus Dummheit und Unwissen, bleibt ungeklärt - und durchaus etwas über den Verbleib der Mädchen zu wissen scheint - oder doch nicht?
Aber so einfach, sich alleine auf die Frage "War er's oder war er's nicht?" zu beschränken, macht es sich "Prisoners" bei weitem nicht, sondern entwickelt eine sehr komplexe, bis zum letzten Bild ungemein spannende Geschichte, bei der es trotz einiger kleiner Zugeständnisse an das US-amerikanische Publikum beim Ende keine wirklichen "Gewinner" geben kann.
In einer Nebenrolle als Alex' Tante Holly ist die gewohnt gute Melissa Leo zu sehen.

Fazit: Ein Top-Thriller mit einer ganzen Riege hervorragender Darsteller, spannend, komplex, atmosphärisch dicht und unerwartet vielschichtig, der ein düsteres Bild des amerikanischen Albtraumes zeichnet.
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57 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefangene..., 10. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Prisoners [Blu-ray] (Blu-ray)
... das sind alle Protagonisten dieses düsteren Thrillers mit Hugh Jackman und Jack Gyllenhall des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve. Und gefangennehmen wird der Film unweigerlich jeden Zuschauer, den er ist packend und wendungsreich erzählt, bleibt dabei frei von Kitsch und Klisches, bewertet nicht, sondern dokumentiert nur das Geschehen auf der Leinwand.

2 kleine Mädchen werden entführt. Für die Familien beider Mädchen bricht ein religiöses, streng konservatives und bisher sicheres Idyll zusammen. Die beiden Elterpaare reagieren dabei auf unterschiedlichste Weise, mal mit Verzweiflung, mal mit Flucht, mal mit Aggression und Alkoholismus.
Als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, gelingt es ihr schnell einen verdächtigen, geistig zurückgebliebene jungen Mann zu fassen. Doch dieser wird aus Mangel an Beweisen kurz nach seiner Festnahme wieder auf freien Fuss gesetzt. Keller Dover (Jackman), einer der Väter, ist fassungslos und nimmt - überzeugt von der Schuld des Verdächtigen - das Gesetz in die eigene Hand. Er kidnappt den jungen Verdächtigen und will den Aufenthaltsort seiner Tochter aus ihm herausfoltern.
Zeitgleich folgt Detektiv Loki (Gyllenhall) einer anderen Spur, die mit anderen Kindsentführungen, die zum Teil Jahrzehnte zurückliegen, verbunden scheint...

Schnell meint der Zuschauer die vermeintlichen Rollen erfasst zu haben: Die geplagten Eltern, der ehrgeizige Polizist, der "Schuldige"; doch so leicht macht es uns der Thriller nicht. Gerade als man meint Sympathie oder Apathie für einen Charakter entwickelt zu haben, schlägt dieser in eine andere unvorhergesehene Bresche. Ein Opfer wird zum brutalen Täter, ein Täter zum hilflosen Opfer. Und dazwischen ein Mann, der so besessen von Erfolg ist, dass er seine Objektivität einbüßt. So wendungsreich, so unvorhersehbar war schon lange kein Drehbuch mehr. Bravo!

Villeneuve ist ein sehr dichter, düsterer und atmosphärischer Thriller gelungen, der gänzlich ohne Schießereien und Verfolgungsjagden auskommt. Im Film agieren alle Charaktere glaubhaft, alle Motivationen machen Sinn, und die Geschichte baut einen Spannungsbogen mit zahlreichen Wendungen und Überraschungen auf, dass der Zuschauer bis kurz vor Schluss keine Ahnung hat, wie die Auflösung aussieht. Immer wieder führt uns das Drehbuch auf die falsche Färte, so dass auch der Zuschauer in einem Labyrinth der falschen Schlüsse, verdrehter Beweise und falscher Färten - buchstäblich - "gefangen" wird.
Die Geschichte wird durch eine beeindruckend depressive Kulisse untermauert. Der gesamte Film ist verregnet und düster. Das Bild deckt das gesamte Spektrum an Grautönen ab, nur selten werden Farben ins Bild gebracht, und wenn überhaupt wirken auch sie verbraucht und entfärbt. Der Film hält sich mit Anklagen und Stereotypen zurück. Es gibt keine Helden, aber auch keine Schurken. Moral und Ethik wird von einer zur anderen Szenen verworfen.

Die Schauspielerriege überzeugt durch die Bank weg.
Allen voran Jackman und Gyllenhall.
Jackmans Keller ist ein konservativer Mann, der in seinem gottverbundenem Weltbild schwarz und weiß denkt. Ein Gefangener der Tradition. Der Mann des Hauses, der nicht tatenlos und handlungslos zuschauen kann. Keller muss aktiv werden. Beeindruckend ist in einer Szene ein Gebet - "Das Vater Unser" -, dass Keller zu beten versuchtEr rezitiert es bis zu dem Vers "wie auch wir vergeben unseren Sündern". Diesen Satz vermag er aber nach seinen Taten nicht mehr zu beten, und bricht besiegt und zum ersten Mal im Leben ohne Kontrolle in sich zusammen.
Gyllenhall ist nicht minder ein Gefangener. Als erfolgsgefeierter Detektive, der jeden Fall löst, wird auch er Gefangen von der Obsession, die verschwundenen Mädchen zu finden. Dabei hat Loki alles in seinem Leben seiner Karriere unterstellt. Beeindruckend sind die Ticks, die Gyllenhall dem Charakter einverleibt, das intensive Zwinkern beispielsweise.
Maria Bello spielt Mrs. Keller, deren Welt mit der Entführung ihrer Tochter in Scherben zerbricht. Anders als ihr Mann flieht sie sich in den Schlaf mithilfe von Beruhigungsmittel. Bellos Mimik wird dabei adynam wie zu einer Maske. Mrs. Keller wird im Verlauf der Handlung zu einem Geist, dem absoluten Gegenteil ihres Ehemannes.
Paul Dano mimmt den geistig zurückgebliebenen Verdächtigen, und spielt dabei so überzeugend, dass er locker mit dem Duo Jackman/Gyllenhall mithalten kann.
In weiteren Rollen sind Terrence Howard und Viola Davis, die die Eltern des zweiten Mädchen spielen, und dem Zuschauer zwei alternative Reaktionen auf das Geschehen bieten, Melissa Leo - welche die Mutter des Hauptverdächtigen darstellt - sowie David Dastmalchian und Wayne Duvall.

Die musikalische Untermalung übernahm Jóhann Jóhannsson, dem ein düsterer, minimalistischer Soundtrack gelungen ist, welcher der Filmmusik zu Christopher Nolans INSOMNIA - komponiert von David Julian - ähnelt.

Technische Ausstattung: Edles Steelbook ohne Booklet. Eine Kartonage beinhaltet das FSK Logo sowie eine Beschreibung auf der Rückseite. Entfernt man diese, so wird auf der Rückseite das Labyrinth sichtbar.
Das Bild ist herrlich farblos und in 16:9 gehalten (keine schwarzen Balken). Tolle Bildschärfe und Kontraste sorgen dafür, dass man jeden Regentropfen sehen kann.
Die üblichen Specials begleiten das Set (Making of, Dokus, Trailer).

PRISONERS ist ein Filmhighlight 2013, das Sie sich im Heimkino keinesfalls entgehen lassen sollten!
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswertes Panoptikum über die Abgründe der menschlichen Psyche, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Die Tiefe der in diesem Film behandelten Themen und die Fragen des Zuschauers, wie er selbst in solchen Situationen und/oder Konfrontationen handeln würde, erzeugen eine maximale emotionale Intensität, welche dennoch von intelligenter Nüchternheit geprägt wird.

Schon nach den ersten Minuten will das Publikum wissen, wie die Geschichte endet, es will das Ende voraussagen. Diese Satisfaktion wird ihm nicht zuteil, weil die Konfliktlösung bis zur letzten Minute, und darüber hinaus, unberechenbar bleibt.

Die inneren Dramen und die Plastizität des Schmerzes, die Gefühle, Sorgen und Hoffnungen der Agierenden, ständig begleitet von der Frage "Kann es so etwas Krankes überhaupt geben?" (obwohl wir freilich wissen, dass es so etwas Krankes gibt), regen zum Nachdenken an, machen aber auch teilweise sprachlos.

Die spannende Story, die brillanten, authentischen Darsteller, alles inszeniert mit einer vorbildlichen Kameraführung und begleitet von einem beklemmenden Soundtrack lassen "Prisoners" zu dem machen, was es ist: Ein Meisterwerk cineastischer Kunst.
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3.0 von 5 Sternen Grandios gespielt, aber..., 31. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Prisoners [Blu-ray] (Blu-ray)
... und dieses ABER kostet den Film die letzten beiden Sternchen. Die Schauspieler überzeugen durch die Bank weg. Hugh Jackman, kaum wiederzuerkennen, spielt den besorgten (und durchgeknallten) Familienvater überzeugend. Jake Gyllenhaal gibt den relativ ruhigen Cop, der aber auch so seine Problemchen hat. Der mir unbekannte Paul Dano spielt vollkommen überzeugend den mental retardierten Alex Jones. Der Film ist auch superspannend. Er nimmt gegen Ende jedoch eine nicht nur unerwartete sondern auch vollkommen konstruierte und klischeehafte Wendung ein, sodass die ganze aufgebaute Spannung, der gesamte Handlungsboten und die nachvollziehbaren Ansichten der Charaktere sich in Luft auflösen.

Desweiteren muss man sich fragen, warum die dargestellten Amerikaner alle einen Hau haben, wenn man sich den Film so ansieht, da fast alle Hauptcharaktere nicht ganz alle beisammen haben. Der Cop zuckt ständig irgendwie, Dover (Jackman) ist ein teils gläubiger, teils cholerischer Typ, der immer und irgendwie auf alles vorbereitet sein will. Zwei Verdächtige und der Täter haben alle einen an der Latte. Jeder, der irgendwie und irgendwo die Tür in dem Film aufmacht, ist nicht ganz echt. War etwas seltsam, aber wenn man darüber hinwegsieht...

Zur Story bis zur Veröffentlichung der Scheibe nur so viel: Zwei Familien feiern Thanksgiving. Der älteste Sohn der Dover-Familie und die älteste Tochter der Birch-Familie können die kleinen Kinder kurzfristig davon abbringen an einem geparkten Wohnwagen zu spielen. Am gleichen Tag verschwindet nicht nur der Wohnwagen sondern die beiden Mädchen auch. Schlussfolgerung: Der Fahrer des Wohnwagens Alex Jones hat die Kinder entführt. Dieser kann zwar gestellt werden, hat aber den IQ eines 10jährigen. Es kommt, wie es kommen muss: Jones darf gehen. Und die Kinder bleiben verschollen. Wie der Werbetrailer bereits sagt: Wie weit würde man gehen um die eigene Familie zu retten. Keller Dover überschreitet alle menschlichen Grenzen ohne sich in den Augen anderer sicher zu sein, ob der Jones tatsächlich weiß, wo sich die Kinder aufhalten...
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5.0 von 5 Sternen Grenzgenial, 10. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Es beginnt sehr lau und ich muss ehrlich gestehen, ich habe schon sehnsüchtig nach meinen Stricksachen gesucht - doch dann geht es Schlag auf Schlag und bleibt spannend bis zum Schluss.
Der Film ist sehr gut und vor allem real gemacht. Während in anderen Filmen die Helden nie Schwierigkeiten haben ihrem Gegenüber das Gesicht zu zerschlagen, sieht man hier wie schwierig es wohl wirklich sein muss, jemanden auf diese Art weh zu tun.
Man rätselt und rätselt, keine Spur erweist sich als richtig - und die, welche es dann ist - mit der hat man am wenigsten gerechnet.

Ein Kauf, den ich auf keinen Fall bereue und jeden empfehle, der gerne sein Hirn beim fernsehen einschaltet und der noch nicht gegen Brutalität abgestumpft ist!
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Thriller mit Licht und Schatten - und kein außergewöhnliches Meisterwerk, 8. November 2013
Von 
Blagger - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Wenn ein Film mit soviel Vorschusslorbeeren und geradezu hymnischen Kritiken versehen wird wie "Prisoners", dann erzeugt das beim Zuschauer eine Erwartungshaltung, die das Werk kaum erfüllen kann. Nicht weniger als eine "Thriller-Sensation" nannte etwa der SPIEGEL den Streifen des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve - wenn die Latte so hoch hängt, kann man eigentlich nur verlieren. Tatsächlich war ich persönlich nach dem Anschauen enttäuscht oder mindestens ernüchtert. Doch soll "Prisoners" hier nicht an möglicherweise übersteigerten Erwartungen gemessen, sondern differenziert und möglichst sachlich beschrieben und beurteilt werden.

Die Grundidee der Geschichte hat durchaus Potential: als eines Tages die beiden kleinen Töchter zweier befreundeter Pärchen verschwinden, ist mit dem geistig zurückgebliebenen Alex (Paul Dano) rasch ein Verdächtiger für die vermutete Kindesentführung verhaftet. Doch mangels Beweisen lässt Ermittler Loki (Jake Gyllenhall) den Mann wieder frei. Nun beginnt der von Alex' Schuld überzeugte Vater Keller Dover (Hugh Jackman) auf eigene Faust zu ermitteln, er kidnappt Alex und foltert ihn brutal, um zu erfahren, wo die Kinder versteckt gehalten werden. So einfach aber ist das nicht, denn Alex redet nicht und Loki findet einen weiteren Verdächtigen und neue Spuren. Doch Dover lässt sich von seinem Weg nicht abbringen...

Die Story ist clever angelegt: sie bietet ein spannendes Whodunnit, liefert Ansatzpunkte für falsche Fährten und ist ein idealer Ausgangspunkt für psychologische Charakterstudien der Protagonisten als auch für die moralisch-ethische Diskussion über Selbstjustiz und Gewalt als Mittel zum Zweck. All das bedient "Prisoners" auch, immer aber mit Licht und Schatten. So ist der Kriminalfall selbst, die Suche nach den Mädchen und die Frage nach dem Täter, zunächst durchaus spannend und fesselnd, verhaspelt sich aber vor allem im letzten Drittel des Films mit zu vielen Strängen, die teilweise konstruiert und verwirrend wirken. Hier driftet die sorgsam aufgebaute Spannung zunehmend in eine Täterhatz ab, der ein ums andere Mal das passende Timing und die Nachvollziehbarkeit fehlt. Das kulminiert in der Auflösung des Falles, die man geradezu als verflacht bezeichnen kann. Hier wurden die guten Ansätze sozusagen auf den letzten Metern verschenkt.

Was die Charaktere angeht, so beschränkt sich Villeneuve auf das Beobachten ihrer Entwicklung und verzichtet aufs Erklären. Wie handeln Menschen in extremen Situationen, was ertragen sie und wie ertragen sie es, wozu sind sie fähig? Villeneuve selbst hat gesagt, dass es ihm wichtig gewesen sei, die Zuschauer über die Hintergründe seiner Figuren im Unklaren zu lassen. Dieses Beobachten gelingt sehr intensiv, nicht zuletzt durch die wirklich herausragenden schauspielerischen Leistungen von Jackman und Gyllenhall. Beide Akteure lassen dem Zuschauer keine Chance, distanziert zu bleiben - Sympathie oder Antipathie mit den handelnden Figuren ist hier unvermeidbar. Diese erzwungene Anteilnahme ist beklemmend und verstörend zugleich und macht die Faszination von "Prisoners" aus. Aber: am Ende bleibt ein ungutes, schales Gefühl, weil zuviel an Motiven und Hintergründen ausgeblendet wurde.

Und so empfinde ich "Prisoners" als atmosphärisch-düsteren Thriller mit beeindruckenden Bildern und großartigen Schauspielern, der aber gegen Ende den Faden verliert und der als Charakterstudie eben nur bedingt funktioniert. Im übrigen ist er mit 153 Minuten um Einiges zu lang geraten. Man kann diesbezüglich mit Fug und Recht zu einer anderen Beurteilung kommen, so wie die Mehrheit der Kritikerzunft. Eins aber kann man meiner Ansicht nach nur schwer vertreten: nämlich, dass "Prisoners" ein außergewöhnlicher und unkonventioneller Film sei, der aus dem Thrillergenre deutlich heraussteche. Das wäre dann doch des Guten zuviel.
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5.0 von 5 Sternen Prisoners, 26. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Prisoners [Blu-ray] (Blu-ray)
Habe den Film im Kino eher durch Zufall gesehen und war da schon beeindruckt, was sich nach erneutem Ansehen nicht geändert hat. Düster, spannend, bedrückend und emotional beschäftigt sich in Prisoners ein Vater mit dem Thema, worüber sicher jeder von uns auch schon nachgedacht hat... was tun, wenn mein Kind entführt wird? Und wie weit würde man(n) gehen, um sein Kind zu schützen / wieder zu finden / zu rächen? Jake Gyllenhaal überzeugt ebenso als Ermittler wie auch Hugh Jackman in der Rolle des verzweifelten Vaters auf der Suche nach einem Täter. Nichts für schwache Nerven, aber spannend und wertvoll bis zum Schluss!
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5.0 von 5 Sternen Atemberaubender Thriller, 18. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Prisoners [Blu-ray] (Blu-ray)
Prisoners ist meiner Meinung nach der Thriller des Jahres!

Nicht nur die gute Story des Filmes überzeugen mich sondern vor allem der Cast, mit Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal sind zwei erstklassige Schauspieler mit dabei. Leider ist der Film nicht von den Oscars berücksichtigt worden, verdient hätte es Jake Gyllenhaal der exzellente Arbeit leistet, aber auch Hugh Jackman und Paul Dano spielen amtemberaubend

Wer Genre Fan ist darf sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen
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5.0 von 5 Sternen Super-Thriller!, 11. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Beide Hauptdarsteller haben ihre Rolle absolut genial gespielt und die Story glaubhaft rübergebracht.
Auch der Rest der Besetzung ist gut. Lange nicht mehr so einen tollen Krimi gesehen!
Man ist völlig von der Handlung gefesselt, und die gesamte Länge des Films schafft es der Regisseur, den Zuschauer in absoluter Hochspannung zu halten. Einer der besten Krimis seit langem. Kann man ruhigen Gewissens weiterempfehlen.
Regisseur: Denis Villeneuve
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5.0 von 5 Sternen Ästhetik und Dramaturgie, 31. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Prisoners (DVD)
Keine der handelnden Figuren scheint ohne Schuld. Jeder verbirgt ein dunkles Geheimnis. Man lässt den Zuschauer gänzlich im unklaren über die Hintergründe der Figuren. Es ist nahezu unmöglich, nicht wie gebannt im Sessel zu sitzen, um der spannenden Story zu folgen.
Immer wieder stellt man sich die Frage, Ist Selbstjustiz okay? Wenn ja, mit welchen Mitteln und mit welchen Folgen?

Unheimlich packender Thriller!
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