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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich will die Menschen nicht hassen"
… sagt Philomena auch noch, nachdem ihr das Ausmaß an Vertuschung und Quälerei klar vor Augen steht. Zu diesem Zeitpunkt ist sie eine alte Dame mit einer schon länger erwachsenen Tochter. Die Ereignisse, die den Ursprung des Konfliktes in der erzählten Geschichte darstellen, liegen schon Jahrzehnte zurück. Allerdings waren die Erlebnisse so...
Vor 12 Monaten von Martin Ostermann veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Film ist ziemlich schlecht, wenn man sich das wirkliche Schicksal verdeutlicht
Nichts gegen meine geliebte Judi Dench.
Aber wenn man sich die wahre Geschicht zu Herzen führt, ist hier der Fokus
eher auf die Theatralik der Story, als auf die erlebten Gegebenheiten gerichtet.
Das Schicksal wurde hier zwar relativ genau recherchiert, immerhin.
Nur entspricht die Hauptdarstellerin so gar nicht der wahren Protagonistin.
Ich...
Vor 5 Monaten von M. Reimer veröffentlicht


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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich will die Menschen nicht hassen", 2. März 2014
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Philomena (DVD)
… sagt Philomena auch noch, nachdem ihr das Ausmaß an Vertuschung und Quälerei klar vor Augen steht. Zu diesem Zeitpunkt ist sie eine alte Dame mit einer schon länger erwachsenen Tochter. Die Ereignisse, die den Ursprung des Konfliktes in der erzählten Geschichte darstellen, liegen schon Jahrzehnte zurück. Allerdings waren die Erlebnisse so einschneidend, dass sie auch der alt gewordenen Philomena noch klar und deutlich vor Augen stehen: Als junges Mädchen wird sie auf der Kirmes von einem jungen Mann angesprochen. Nach kurzer Annäherung kommt es zum intimen Kontakt. Bereits in einer nächsten Szene steht die schwangere Philomena weinend vor zwei Ordensschwestern und rechtfertigt sich, dass ihr niemand 'das mit den Babys' erklärt habe. Sie wird vier Jahre im Kloster der 'Sisters of the mercy heart' mit schwerer Arbeit in der Wäscherei verbringen. Ihren Sohn Anthony, den sie unter unzureichenden medizinischen Bedingungen im Kloster zur Welt gebracht hat, sieht sie nur einmal täglich für eine Stunde. Eines Tages fährt wieder eine von den großen Limousinen am Kloster vor. Eine andere junge Frau, die mit Philomena in der Wäscherei arbeitet, hat Angst, dass nun ihre Tochter weggeholt wird. Aber Philomena muss aus der Ferne mit ansehen, dass auch ihr Sohn ins Auto steigt und ohne ihn noch einmal gesprochen zu haben, er einfach wegfährt. Geblieben ist ihr ein Foto des Dreijährigen, dass eine Ordensschwester heimlich aufgenommen und ihr zugesteckt hat. Dieses Foto ist auch der Ausgangspunkt einer Suche nach dem verschollenen Sohn. Gemeinsam mit dem (ehemaligen) BBC-Reporter Martin Sixsmith verfolgt sie die Wege der (erzwungenen) Adoption bis in die USA. Ihr Sohn müsste nun 50 Jahre alt sein, ohne jemals seine leibliche Mutter wiedergesehen zu haben.

Stephen Frears, berühmt geworden mit Mein wunderbarer Waschsalon und einem größeren Publikum bekannt durch Die Queen, hat eine spannende Mischung aus Drama, Road-Movie, Krimistück und Komödie gedreht. Obwohl die auf Tatsachen beruhende Geschichte Philomena: Eine Mutter sucht ihren Sohn (die echte Philomena war auch zu Gast bei den Dreharbeiten) äußerst tragisch anmutet, schafft es Frears zusammen mit seinen beiden großartigen Hauptdarstellern Judi Dench und Steve Coogan, der auch das Drehbuch mit verfasste, niemals in Rührseligkeit oder reine Betroffenheit abzugleiten. Judi Dench spielt Philomena als eine zwar sehr gutherzige, etwas naive Dame, die aber mit viel Lebenspragmatik, Liebe zu den Menschen und einem immer noch tiefen Glauben ausgestattet ist. Gerade mit ihrer, trotz des erlittenen Leids immer noch positiven Weltsicht weist sie den oft zynisch spottenden Sixsmith mehr als einmal in seine Grenzen. Auf den Spuren des seit Jahren verschwundenen Sohnes lernen beide Figuren voneinander: Sixsmith, der durch seinen beruflichen Rauswurf sich zu Unrecht behandelt fühlt und wütend über das Verhalten der Kirche ist, lernt einen tiefen Glauben kennen, der vor allem mit Güte auf die Menschen schaut. Philomena hingegen muss lernen, wie groß und verzweigt die Welt ist, wie ungewöhnlich Schicksale verlaufen und dass auch ihr Glaube nicht völlig unerschütterlich ist.

'Philomena' ist an der Oberfläche ein recht klar erzählter Film (in welchem die Vergangenheit durch Erinnerungsrückblenden und alte Videoaufnahmen eingearbeitet ist) über die Suche nach einem geliebten Menschen, über die Vertuschung eines (kirchlich-gesellschaftlichen) Skandals und das Schicksal einer vom Leben geprüften aber niemals verbitterten Frau. Auf einer zweiten und dritten Ebene differenziert der Film aber recht klar zwischen Opfern und Tätern, ohne schwarz-weiß zu malen, er deckt ein gesellschaftliches Klima der Doppelmoral auf, in das auch (aber eben nicht nur) die Katholische Kirche und auch verantwortliche staatliche Stellen eingebunden sind, und zu dessen Opfern vor allem Frauen und Kinder werden. Dieses gesellschaftlich-kirchliche Drama wurde auch bereits von Peter Mullan in seinem Film Die unbarmherzigen Schwestern dramatisch und beeindruckend aufgearbeitet.
Vor allem erzählt 'Philomena' aber von unterschiedlichen, menschlichen Perspektiven auf den Lauf dieser Welt, und dass erlittenes Unrecht nicht automatisch zu Hass und Zynismus führen müssen, sondern dass Vergebung - so schwer sie auch immer fallen mag - eine Möglichkeit im Zwischenmenschlichen bleibt.

Gerade durch das beeindruckende (und hervorragend gespielte und inszenierte) Porträt von Liebe und Zwischenmenschlichkeit, welches niemals erlittenes Leid und Unrecht schön redet, sondern klar aufdeckt, wirkt 'Philomena' noch lange über das Sehen nach. Sehr Sehenswert!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philomena, 13. September 2014
Von 
dvd-sucht (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Philomena (DVD)
Bei englischen Produktionen habe ich mich in den letzten Jahren ja mit den Krimis angefreundet. Die Briten schaffen es einfach immer wieder mit gelungenen Plots zu überzeugen, die Spannung und Wendungen enthalten. Nun liegt mir der Film Philomena vor, der im Jahre 2013 unter der Regie von Stephan Frears entstanden ist. Hierbei handelt es sich um ein Drama, das mich wirklich gut unterhalten hat. In der Hauptrolle ist Judi Dench zu sehen, sie in diesem Jahr im Dezember 80 Jahre alt wird.

Sie spielt in Philomena die pensionierte Krankenschwester Lee, die jetzt, am Abend ihres Lebens, ihrer Tochter gesteht, dass sie vor 50 Jahren einen Sohn das Leben geschenkt hat. Da sie damals nicht verheiratet war, wurde sie ins Kloster geschickt um dort ihren Sohn zu bekommen. Nach der Geburt gab Lee ihrem Sohn den Namen Anthony – dann wurde er ihr weg genommen und zur Adoption frei gegeben. Vier Jahre musste Lee noch im Kloster arbeiten, damit die Kosten der Entbindung getilgt sind – dann verlässt Lee die Nonnen und beginnt ein neues Leben. Allerdings verschweigt sie allen Menschen, dass sie noch einen Sohn hat. Erst an ihrem 50. Geburtstag macht sie sich auf die Suche nach Anthony, allerdings erfolglos. Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen, nun verrät sie ihrer Tochter ihr dunkles Geheimnis. Diese schafft es die Medien auf den Fall aufmerksam zu machen. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach dem verlorenen Sohn.

Philomena ist eine berührende Geschichte die unter die Haut geht. Judi Dench spielt ihre Rolle hervorragend. Sie schafft es den Zweifel, die Liebe, die Unsicherheit und die Trauer authentisch darzustellen, so dass man teilweise vergisst, dass es sich hierbei um einen Film handelt. Der Streifen bringt den Zuschauer zum Nachdenken – und das ist gut so. Denn man sollte sich gut überlegen, ob manche Geheimnisse wirklich bewahrt werden müssen. Denn teilweise ist es besser seinen Herzen zu folgen und nicht zu lange zu warten.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Suche, 7. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Philomena (DVD)
Stephen Frears hat ein warmherziges Drama abgeliefert, das auf einer wahren Begebenheit beruht und das hauptsächlich von der titelgebenden Hauptfigur Judi Dench ausdrucksstark getragen wird.
Nach 50 Jahren sucht eine Mutter ihren Sohn, den die Nonnen ihr damals, weil sie unverheiratet war, weggenommen und verkauft haben. Die ‘unbarmherzigen‘ Magdalen Sisters, die jedes Kind in Irland kennt, werden erwähnt und eine Assoziation zum Film von Peter Mullen drängt sich auf.
Die gemeinsame Suche mit dem Journalisten Martin (Steve Coogan) ist ein Roadmovie, das vom Gegensatz der beiden Hauptfiguren lebt. Alter, Geschlecht und Bildung können kaum unterschiedlicher sein. Darauf basiert der Witz der Dialoge. Und das verhindert wiederum, dass es eine Herz-Schmerz-Geschichte wird. Außerdem nimmt der Handlungsverlauf immer wieder neue, unerwartete Wendungen und macht das ganze Unternehmend zusehends spannend.
Frears spart nicht mit Kritik an der katholischen Kirche. Doch weil Philomena lange Zeit eine gläubige Christin war, versucht sie immer wieder mit verständnisvollen Gegenargumenten die kirchliche Position zu verteidigen. Der Szene im Beichtstuhl erhält da eine zentrale Bedeutung für ihren Sinneswandel.
Und selbst nachdem fast alles geklärt und das Schicksal des Sohnes erforscht ist, legt Frears noch eine emotionale Schippe menschlicher Größe drauf. Das irische Symbol der Harfe führt Philomena und Martin nochmals in das Kloster des Grauens zurück. Die damals verantwortliche Schwester zeigt keinerlei Gesinnungsänderung und beharrt auf ‘Sünde‘. Philomena kann ihr schweren Herzens vergeben.
Damit erhält eine zentrale Aussage des Films eine generelle Bedeutung: Verzeihen ist einen Eigenschaft, die nur der Mensch hat und die wertvoller ist als Rache und ideologischer Starrsinn.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Geschichte, die unter die Haut geht, 23. November 2014
Von 
Joko - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Philomena (DVD)
Leider konnte ich diesen Film nicht im Kino sehen ,doch auch auf DVD war dieser Film mehr als beeindruckend. Er erzählt die Geschichte der Protagonistin Philomena, die, nachdem sie ungewollt schwanger wurde, in ein Kloster in Irland kam , das sich ledigen Müttern annahm. Doch so christlich wie sich dies anhört, waren die Zustände dort leider nicht. Philomena muss ihr Kind ohne ärztliche Hilfe zur Welt bringen, trotzdem es eine Steißgeburt ist und sie dabei hätte sterben müssen. Die Kosten für die Bemühungen und ihre Unterkunft und Verpflegung arbeitet sie in der Wäscherei des Klosters ab, eine der härtesten Arbeiten dort. Ihr Kind, den kleinen Anthony, darf sie nur eine Stunde am Tag sehen. Eines Tages wird er von einer amerikanischen Familie adoptiert und Philomena sieht ihn nie wieder.
Jahrzehnte später erzählt sie ihrer Tochter von ihrem Sohn und ihrer Geschichte, die niemand kennt. Ihre Tochter beauftragt einen Journalisten dieser Geschichte nachzugehen und Anthony zusammen mit Philomena zu finden. Doch das was sie bei ihrer Recherche erfahren, ist mehr als unfassbar und grausam.

Judi Dench in der Rolle der Philomena, war mehr als überzeugend. Sie zeigt hier ihre Qualitäten als Charakterdarstellerin und man nimmt ihr ihre Gefühle und Überzeugungen ab. Aber auch Steve Coogan, der den Journalisten spielt, ist in seiner Rolle gut besetzt.

Mich haben die Ereignisse in diesem Film , der meiner Meinung nach zurecht für 4 Oscars und 3 Golden Globes nominiert war , mehr als erschüttert. Dass die Kirche in Irland, sowie auch in anderen Ländern, ihrer Doktrin entgegen handelte, wusste ich zwar, doch die Erkenntnisse , die ich in diesem Film dazu gewonnen habe , habe mich schon stark berührt und auch wütend gemacht. Umso eindrucksvoller war die Reaktion Philomenas gegenüber der Nonne, die um das Schicksal ihres Sohnes wusste.

Ein Film, der mir bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben wird und den ich mir bestimmt noch einmal anschauen werde.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Äußerst gelungen, 2. März 2014
Von 
opernfan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Philomena (DVD)
S. Frears läuft in diesem Film wieder zur alten Höchstform auf. Wie es ihm gelingt, dieses eigentlich sehr "schwere" Thema wunderbar in Balance zu halten zwischen Tragik und Komik, ist äußerst sehenswert.
Erzählt wird die Geschichte von Philomena (eine wahre Geschichte!), die in den 50ern ungewollt schwanger wird und bei den "unbarmherzigen Schwestern" in Irland landet, die ihr das Kind dann letztlich wegnehmen und zur Adoption freigeben. Ihre Suche nach dem verlorenen Sohn 50 Jahre nach dieser "Untat" - gemeinsam mit einem eher zynischen Reporter - bietet die Grundlage dieses warmherzigen Films, der letztlich auch ein road movie ist, in dem sich zwei sehr unterschiedliche Charaktere - hier die warmherzige, etwas einfach gestrickte Philomena mit einer Schwäche für Kitschromane, dort der zynische Oxbridge Journalist - zusammenraufen müssen, um einmal mehr festzustellen, wie herzlos und verbohrt die Kirche bis zum heutigen Tag sein kann. Und so zeigt uns der Film, wie die Opfer der "Verbrechen" im Namen der Kirche mehr Herz und Größe entwickeln, wie die gesamte Institution Kirche.
Neben der wunderbar ausbalancierten Regie lebt der Film v.a. auch von dem Schauspiel der überragenden J. Dench. Wie sie ihrer Rolle Würde und Tiefe verleiht, ist atemberaubend. Ganz großes Theater.
In der Summe ein bewegender, nie zu schwerer Film, der seiner wunderbaren Hauptdarstellerin viel Raum lässt und damit der (realen!) Figur ihre Würde wiedergibt. Es ist ein Film wider das Vergessen und Verdrängen, der zeigt, dass letztlich nur das Hinschauen zur wahren Vergebung führen kann. Diese findet aber nicht bei der Kirche statt. Insofern auch ein (bitteres!) Lehrstück für selbige: einfache Menschen haben mehr Größe und Herz als es der Anspruch der Kirche offensichtlich je vermöchte….
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überwindung, 8. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Philomena (DVD)
Als der Film " die unbarmherzigen Schwestern" ( hier zitiert) rauskam war die Empörung groß. Über die Kirche, dere Unmenschlickeit und von der Kirche, die sich massiv gegen Diffamierung wendete.

Mehr als ein Jahrzehnt später ist die Unmenschlichkeit der Menschen dieser Kirce allgemein bekannt, die Kirche in der Defensive,wobei ich nicht weiß, ob die irische Kirche jemals eine Schuld eingestand und um Vergebung bat?

Die Geschichte der Grausamkeit, der Menschenverachtung der Nonnen nochmals darzustellen, bedarf es nicht. Das ist geschehen.

Aber eine "normale" Geschichte erzählen, die über Jahrzehnte währende Scham, die Zweifel darzustellen, das ist berichtenswert.
Die Differenziertheit der Gefühle, die Trauerarbeit, die Verzweiflung dieser Frau, das ist beeindruckend und wird brilliant von Judi Dench dargestellt.

In einer Schlüsselscene werden die sadistischen Menschen konfrontiert, ihr Haß wird deutlich und nachvollziehbar. Philomena hat den nicht im Herzen, und dadurch ist sie die " Siegerin". Das Licht im Herzen triumfiert über die Dunkelheit des Hasses.

Damit hat sie die Hölle der Nonnen überwunden, sie mu nicht angreifen, sie kann vergeben,all das Unrecht, das ihr angetan wurde.

Die wahre Geschichte sicher beeindruckend und der Film von Frears folgt dem nach.

Sehr sehenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte von Verlust und Gewinn..., 10. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Philomena (DVD)
... erzählt Stephen Frears in seinem Film -Philomena-. Nach Martin Sixsmiths Romanvorlage -The Lost Child of Philomena Lee- hat Frears diese wahre Geschichte mit sehr viel Feingefühl und emotionaler Tiefe auf die Leinwand gebannt. Judi Dench(Philomena Lee) und Steve Coogan(Martin Sixsmith) brillieren in den Hauptrollen. Dench ist glaubwürdig bis in die letzte Faser, Coogan spielt nicht nur grandios, sondern hat gleichzeitig noch das Drehbuch geschrieben und war an der Produktion beteiligt. Herausgekommen ist ein bewegender Film der Extraklasse, der eine gewaltige Geschichte zu erzählen weiß...

Philomena hat vor 50 Jahren im Kloster ein Kind gezeugt. Der Junge wurde später zur Adoption an eine amerikanische Familie abgegeben. Jetzt, wo das Kind 50 geworden wäre, will Philomena wissen, was aus dem Jungen geworden ist. Bisher hat sie ihrer Familie das Kind verschwiegen, jetzt offenbart sie sich ihrer Tochter. Die spricht auf einem Empfang den frisch gefeuerten PR-Berater der Regierung, Martin Sixsmith, an. Sixsmith steht am Abgrund. Eigentlich will er ein Buch über russische Geschichte schreiben, aber dann nimmt er sich doch Philomenas Geschichte an. Der zynische Sixsmith und die tief gläubige Philomena machen sich auf die Suche nach dem Kind. Ihr erster Besuch gilt dem Kloster in Irland. Dort bemerkt Sixsmith schnell, dass die Nonnen entscheidende Fakten verheimlichen...

Ein wirklich rundum gelungener Film. Frears hat in der Vergangenheit mit Filmen wie -Fish und Chips- und -High Fidelity- bereits gezeigt, dass er ein Händchen für gefühlvolle Stories hat. In -Philomena- bringt er uns sanft in die Geschichte hinein und lässt uns dann nicht mehr heraus. Wie Dench und Coogan den Plot gestalten, das ist ganz große Schauspielkunst. Mich hat das perfekt unterhalten. Sie können ausprobieren, ob das bei ihnen auch klappt...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Judi Dench, 23. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Philomena [Blu-ray] (Blu-ray)
Philomena Lee (Judi Dench) gesteht ihrer baffen Tochter, dass sie einst einen Bruder hatte. Philomena hatte damals einen jungen Mann auf einer Kirmes kennengelernt. Die beiden verliebten sich schnell und schliefen miteinander. Allerdings hatte sie niemand aufgeklärt und so gebar sie einen Sohn. Philomena landete im Kloster. Sie musste ihre "Sünden" und die Entbindung unter der Aufsicht der strengen Nonnen abarbeiten. Aus dem Klostereigenen Kindergarten wurden den dort malochenden Müttern, die dort Sklavendienste im Akkord in einer 7-Tage-Woche ableisteten nur gestattet, ihre Kinder eine einzige Stunde lang zu sehen. Das hinderte das Kloster allerdings nicht daran, die Kinder zu verscherbeln. Immer wenn ein dickes Auto vorfuhr wusste man, dass erneut ein Kind abgeholt würde. Als eines Tages eines vorfuhr wusste Philomena, dass es dieses Mal die Tochter ihrer Freundin erwischt. Allerdings hat man gleich noch ihren Sohn mitgenommen. Sie hat ihn nie wiedergesehen. Das Kloster mauert. Zunächst widerwillig hilft ihr der Ex-BBC-Reporter Martin Sixsmith (Steve Coogan). Man findet unglaubliches heraus...

Grandios gespielt wird hier eine wahre Geschichte aufgetischt, die ähnlich den fundamentalistischen Glaubensrichtungen nur mit Kopfschütteln begegnet werden kann. Anstatt aufzuarbeiten und zu helfen wird gemauert, vertuscht, gelogen und mit menschlichen Schicksale gespielt. Schließlich wird den Opfern noch eingeredet, sie seien die Täter und im Hintergrund wurde noch dick auf den Rücken der Mädchen die Kohle reingefahren. Eine riesige Sauerei. Klasse Film mit einer überragenden Judi Dench.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skepsis, Glaube, Verurteilung und Vergebung, 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Philomena (DVD)
Nach über 50 Jahren bricht die pensionierte Krankenschwester Philomena Lee ihr Schweigen. Als Teenager hat sie einen Sohn geboren. Im streng katholischen Irland jener Zeit war dies eine Schande. Sie musste als "gefallenes Mädchen" in einem Nonnenkonvent leben und arbeiten. Gegen ihren Willen wurde das Kind adoptiert.

Nun möchte sie wissen, wo und wie ihr Sohn aufgewachsen ist. Der politische Journalist, Martin Sixsmith, ist bereit, Philomena bei ihrer Suche zu unterstützen. Trotz ihrer gegensätzlichen Glaubens- und Lebensvorstellungen freunden sich beide an. Die Nonnen helfen ihnen nicht weiter: Sie haben die Akten aus jenen Jahren verbrannt und schweigen eisern. Die Spuren des adoptierten Sohnes führen in die USA. Martin und Philomena finden heraus, dass er bis zum Präsidentenberater in Washington aufstieg. Von einem Freund erfahren sie, dass er vor einigen Jahren an einer schweren Krankheit verstorben ist.

Nach einer realen Geschichte entfaltet der Film den Dialog einer gläubigen Katholikin mit einem verweltlichten Agnostiker, angesichts ihrer tiefen Verletzung durch die Kirche. Jeden Tag ihres Lebens hat sie an den Sohn gedacht, der ihr genommen wurde. Schuldgefühle, Sehnsucht und ein kaum fassbarer Verlust haben ihr Leben überschattet. Trotz der bitteren Erfahrung hält sie an ihrem christlichen Glauben fest. In den Gesprächen gewinnen der Journalist und sie Toleranz und Verständnis füreinander. Der Film hält die Balance zwischen der Frömmigkeit und freundlichen Wärme der älteren Philomena und der kühlen Ironie des jüngeren Martin. Die Kritik an einer menschenfeindlichen kirchlichen Praxis wird genauso deutlich wie die an einer oberflächlichen Medienöffentlichkeit.

Ein großer Film; humorvoll und dennoch ergreifend, intellektuell wie emotional überzeugend, hält er die Spannung zwischen Skepsis und Glaube, Verurteilung und Vergebung offen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Film ist ziemlich schlecht, wenn man sich das wirkliche Schicksal verdeutlicht, 17. September 2014
Von 
M. Reimer - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Philomena (DVD)
Nichts gegen meine geliebte Judi Dench.
Aber wenn man sich die wahre Geschicht zu Herzen führt, ist hier der Fokus
eher auf die Theatralik der Story, als auf die erlebten Gegebenheiten gerichtet.
Das Schicksal wurde hier zwar relativ genau recherchiert, immerhin.
Nur entspricht die Hauptdarstellerin so gar nicht der wahren Protagonistin.
Ich selbst habe den Film nur mit Mühe bis zum Ende schauen können,
Langatmig, typisch hollywoodlike und ganz einfach...aus einem so schwierigen, wahrem Stoff...
muss man einfach mehr machen.
Tut mir leid, mehr als 3 Sterne kann ich nicht vergeben..
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Philomena
Philomena von Stephen Frears
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