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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungene Weiterenwicklung des musikalischen Stils von Metronomy
Insgesamt sind Metronomy nicht mehr so flippig wie früher, aber einfach tiefgründiger und ausbalancierter.

Das hört sich dann auch nach dem vierten oder fünften Mal immer noch sehr gelungen an.

Kaufempfehlung für Metronomy Fans, für Metronomy-Fremde sei vielleicht an die Vorgänger Alben verwiesen!
Vor 3 Monaten von Ykledes veröffentlicht

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwere Enttäuschung
Nach den genialen Vorgängeralben habe ich mir Love Letters blind gekauft. Leider bin ich schwer enttäuscht, das Album ist einfach nur öde. Die genialen Überraschungseffekte und die funkensprühende Kreativität der früheren Alben sind völlig verschwunden, bei jedem Song wartet man auf den Kick, auf irgendeinen...
Vor 3 Monaten von cosmo veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungene Weiterenwicklung des musikalischen Stils von Metronomy, 1. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love Letters (Audio CD)
Insgesamt sind Metronomy nicht mehr so flippig wie früher, aber einfach tiefgründiger und ausbalancierter.

Das hört sich dann auch nach dem vierten oder fünften Mal immer noch sehr gelungen an.

Kaufempfehlung für Metronomy Fans, für Metronomy-Fremde sei vielleicht an die Vorgänger Alben verwiesen!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Treffsicher, 24. März 2014
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Love Letters (Audio CD)
Liebesbriefe? Hallo?? Die letzten davon sind doch wohl auf eine Zeit datiert, da man noch die Lerche mit der Nachtigall verwechselte, der Federkiel über‘s Pergament kratzte und mit Montague und Capulet unterschrieben wurde. Heute – SMS, Twitter, Instagram. Nicht? Na egal. Wenn jedenfalls die Liebesbriefe von Joseph Mount, dem Sänger der südenglischen Band Metronomy, die er also täglich zu schreiben vorgibt, nur halbwegs so bezaubernd sind wie die Musik des gleichnamigen Albums, dann müssen wir uns um Libido des Mannes wirklich nicht sorgen. „Love Letters“ ist das, was man ein kleines Kunstwerk nennen darf, strictly underrated höchstwahrscheinlich, aber von so einer vergnüglichen Verspieltheit, dass sich die Mundwinkel beim Hören gar nicht mehr senken wollen. Allein der Titelsong hat (in der Album-Version) mehr Potential als so manches Boxset – wie sich nach traurigem Bläserintro die Stimmung dank knackigem Soulchorus zu ausgelassenem Überschwang wandelt und am Ende alle, die Trübgelaunten und die Durchgeknallten, Hand in Hand im Fade Out verschwinden, das hat schon eine beachtliche Klasse. Und damit hat die Band ihr Pulver noch längst nicht verschossen. In fast jedem der zehn Songs dieses mittlerweile vierten Metronomy-Albums lauert der Schalk und mit ihm jede Menge gutgelaunter Ideen. Für die Single „I’m Aquarius“ sind es zünftige Schubduduahh-Gesänge, „Montrous“ kommt mit dem Spinett entlehnten Keyboardklängen daher, später noch Grillenzirpen, Funkgitarren, Beatgeblubber – selbst das hochgepitchte Weibsgeschrei, das über einen bei „Month Of Sundays“ samt schwurbelnden Riffs hereinbricht, hat seinen Reiz. Jeder Schuss ein Treffer - ganz großer Spaß, das Ganze. mapambulo:blog
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4.0 von 5 Sternen Höre dieses Album fünf mal., 14. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Love Letters (Audio CD)
Nicht English Riviera ... nach dem ersten mal reinhören habe ich geflucht.
Was habe ich erwartet? Stillstand? Zu dumm.
Es sind immernoch Metronomy mit ihren Synths ... weiterhören ... wird immer besser.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwere Enttäuschung, 15. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love Letters (Audio CD)
Nach den genialen Vorgängeralben habe ich mir Love Letters blind gekauft. Leider bin ich schwer enttäuscht, das Album ist einfach nur öde. Die genialen Überraschungseffekte und die funkensprühende Kreativität der früheren Alben sind völlig verschwunden, bei jedem Song wartet man auf den Kick, auf irgendeinen Gänsehautverursacher, aber vergebens...
Wenn man die Musik mit einem Liebesbrief oder einer Liebe vergleichen will, ist hier nur spröder, monotoner Alltag enthalten.
Vielleicht fehlt mir das Musikverständnis oder ich finde einfach keinen Zugang, ich kann nur jedem raten, der dieses Album aufgrund der früheren Werke von Metronomy kaufen will, - vorher reinhören -.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so toll im Vergleich zum Vorgänger, 28. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Love Letters (Audio CD)
ich habe das album gekauft weil mir der vorgänger sehr gut gefallen hat. ich hab in letzter zeit andauernd das gefühl dass die halbe welt nur noch traurigen, lahmen elektro kram spielt. auf metronomy (the english riviera) bin ich über cut copy und caribou gekommen. das album hat mich wirklich mitgerissen. kann man von anfang bis ende durchhören und wenn ichs mit einem wort beschreiben müsste wäre das: fröhlich. vom technischen her wars teilweise auch sehr originell abgemischt- wirkllich schöne ideen und sauber abgemischt, wenn auch teilweise schon zu derbe bearbeitet für meinen geschmack. aber passt super zu der funkigen art der band- so wie australischer pop neuerdings sein (muss). love letters hab ich ohne reinzuhören gekauft und einen nahtlosen übergang erhofft. sonniger tag, cd ins radio, scheiben runter aber ich war dann ehrlich gesagt enttäuscht. viiiiel ruhiger als der vorläufer und fast noch schlimmer: keine neuen ideen- weder musikalisch noch technisch. ist schwer zu beschreiben aber metronomy haben wirklich ein paar geile einfälle gehabt auf english reviera. gerade die verzerrung der stimmen, ungewöhnliche frequenzen im tiefton usw. also unbedingt mal reinhören. die drei sterne gibts weil ich platte eins kenne und brilliant finde. ne band muss sich solche vergleiche schon gefallen lassen finde ich.
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4.0 von 5 Sternen Love Letter Metronomy, 12. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Love Letters (Audio CD)
Meiner Meinung nach drei gute Tracks. Einfach Metronomy. Bei jedem Track erkennt man sofort die Handschrift der Jungs. Tolles Album
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geiles Album, 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love Letters (Audio CD)
Ich kaufe mir immer gerne ein Album wenn ich der Meinung bin dass die Künstler das wirklich verdient haben. In diesem Fall bin ich sehr glücklich mit meinem Kauf
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen KLASSE, 12. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love Letters (Audio CD)
Für mich die beste von dieser tolle Band.Warum?Vielleicht weil die eingängiste ist?Auch ja,aber weil auch die originellste ist.Für Fans und Indie Leute.
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5.0 von 5 Sternen Märchenfilm, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Love Letters (Audio CD)
Joseph Mount hat es mir diesmal wirklich nicht leicht gemacht. Seine neue Scheibe Love Letters ist zwar anschmiegsam wie eh und je, aber es schien anfangs, dass sie lediglich auch nur dies ist. Das Knackige, was seine Musik sonst in überwiegender Weise ausgezeichnet hat, vermisste ich derweil vollkommen. Soviel stand nach dem ersten Hören gleich fest - es hierbei zu belassen und dem Projekt einstweilen abzuschwören war jedoch keine Option. Ich hatte mich diesem Werk zu stellen. Und in der Tat lernte ich erst hierdurch begreifen, mit welch einer Perle ich es bei Love Letters eigentlich zu tun habe. Mit einer Scheibe nämlich voll mit ausgereiften, durchdachten Songs, die zu schier grandioser Größe auflaufen - völlig im Gegensatz zu meiner anfangs gemutmaßten Entbehrung jenes übermächtigen Flows, dem ich sonst bisher umgehend erlegen war.

Und ich will es an dieser Stelle ruhig noch einmal festhalten: Obwohl vorderhand zwar alles durchaus angenehm dezent auf mich gewirkt hat, kam mir das Gehörte nichtsdestotrotz auch irgendwie maniriert vor. Und dieses Empfinden war es, was ich in diesem Stadium der Entwicklung dieses Künstlers einfach nicht erwartet hatte. Und ich will sogar so weit gehen, zu behaupten, dass wohl jeder, der auf dieses Album gewartet hat, blindlings darauf vertraut hätte, dass man die Mehzahl der Titel ohne größeres Nachdenken zur Prime Time in der Disco hätte auflegen können. Nur, und soviel kann ich an dieser Stelle schon verraten: Dass eine Party durch einen Song von diesem Album womöglich gesprengt würde, ist ein Verdacht, der in der Form nicht stehen bleiben kann und darf. Und wenn auch eine Verunsicherung diesbezüglich schon allein aus dem Grund nicht von der Hand zu weisen ist, weil die Stücke auf Lover Letters zunächst einmal doch reichlich introspektiv daherkommen und man in ihnen sogar auf Attribute gestoßen wird, die man hier nun so gar nicht erwartet hätte, namentlich an Kleinkunst oder an Zirkusmusik, sollte einen eine derartige Klassifizierung dennoch nicht gleich schlucken lassen. Denn es kommt eben auf den Test an, die Hingabe. Bei Unentschlossenheit hingegen funktioniert die Platte wohl in der Tat eher nicht.

Track by Track: Schon der erste, The Upsetter, spricht in einer Weise direkt zum Hörer, wie ich es einfach nur göttlich nennen kann - eine Einschätzung, die ich denn auch für den ganzen weiteren Verlauf des Albums über aufrechterhalte. Der EQ der Gesangsspur Mounts lässt einen ohne Umschweife an Prince Rogers Nelson alias Prince denken - zu Zeiten, als er sich aufgeschwungen hat, seinen Namen ein für alle mal zu prägen. Angreifbar, verletzlich, lebensbejahend. Und musikalisch ist das an dieser Stelle bereits von einer solch unwiderstehlichen Anziehungskraft - weil mit einer geradezu himmlischen Nonchalanche vorgetragenen -, dass es mich mittlerweile schlichtweg an die größten Platten ever gemahnt.

I'm Aquarius, das zweite Stück auf Love Letters, baut einen Sog auf, der seinen Kulminationspunkt einzig wohl noch in der Platte als Ganzes finden dürfte. Das Stück kann überdies exemplarisch für den Selfmade-Appeal neuerer Britischer Schule gelten, wie er einen hier ständig anhaucht und wie er exemplarisch für die Musik Bretons oder Mike Skinners The Streets steht. Dem Stück sind darüberhinaus derart himmlische Klavier-Lines unterlegt, dass man "Aquarisus" regelrecht zu fühlen glaubt, wenn man es hört. Sie sind von solch hoher Güte, perlen auf einen herab in einer unglaublich magischen Weise, dass man davon in einer Art eingenommen wird, die zu beschreiben schwerfällt.

Monstrous nimmt unterdessen den Flow von Aquarius auf und gefällt durch eine bestimmte Drumcomputer-Sequenz, die man von Kalkbrenners Sky And Sand kennt. Nichtsdestotrotz aber steht dieses Stück vollkommen für sich selbst. Es beginnt mit einem Spinett-Intro, und fährt dann mit einer Schlangenbeschwörer-Line fort, die überdies ein durch und durch reines, naives Flair aufweist, was alles in allem den Gestus dieser Scheibe perfekt umschreibt, die völlig aus sich heraus entstanden zu sein scheint.

Mit einem an Philip Glass, Michael Nyman oder insbesondere Moondog erinnernden Einführungspart geht dann Love Letters los - das Titelstück. Im Anschluss an diesen Part allerdings explodiert das Stück und entwickelt sich zu einem wahren Hammer. Und fürwahr, dieses mitreissende Stück Musik ist mit nichts vergleichbar, was man auf dem zweifellos berauschenden Vorgänger The English Riviera finden kann. Es ist treibend wie nur was und ein Ohrwurm vorm Herrn. Allein die Stimme von Mount ist hier ein so bestechender Kontrast zu dem sie umgebenenen musikalischen Overdrive - das ist in seiner Vorzüglichkeit einfach einmalig. In ihrer ganzen Nacktheit, quasi aus dem Off operierend, ist sie ein dermaßen Charme entwickelndes, organisches Instrument, dass es mich buchstäblich entzückt! Und dann erst die in reinster Unschuld kurz vor dem Ausfaden einsetzende Trompete! Dieser lyrische Kunstgriff ist so unmittelbar einnehmend - boah!! Absolut sprachlos machend.

Nach dem Hit wirkt Month Of Sundays wie ein Flashback, der dich aber in Wahrheit auf den Pfad zurückführt, den diese Scheibe bereits mit ihrem ersten Ton eingeschlagen hat. Ich nenne es mal: crazy harmony. Und erst die Gitarre! Überhaupt dieser Gitarrensound! Das ist, das ist... ohne Worte. Jemand wie Prince müsste diese Scheibe jedenfalls lieben. Und überdies ist da noch dieser fertige, unfertige Chor weiblicher Provenienz, der einen fast die ganze Scheibe über begleitet und der alles noch um eine Dimension zugänglicher macht. Deinen Spaß, lieber Roger, Deinen großen Genuss müsstest Du hier jedenfalls in Massen haben...

Boy Racers: Alles wirkt wie mit einem Schmunzeln vorgetragen - dabei aber nicht eine einzige Sekunde albern. Elektronik-Spielereien wie anno 1972. Die Harmonien sind auf den Punkt gebracht; das Ganze ist erbaulich und wirkt unangestrengt positiv. Mein Nervenzentrum jedenfalls lässt es ungemein beglückt zurück.

Nahtlos, wie es sich für ein Werk geziemt, kommt Call Me mit einem Mal hervorgeschossen, die siebte Nummer auf Love Letters. Und die Souveränität, mit der JM hier seinen Vortrag darbietet, macht tatsächlich einfach nur an. Die ihr Thema leitenden, herrlich einfachen Keyboardlines, dieser nur "natur" zu nennnende Sound - alles ist obgleich seiner am Ende nur Interlude zu nennenden Eigenschaft schlicht und einfach Klasse. Dieser Mann kann ergo nicht nur Songs - er kann Platten! Und einmal mehr ist Mounts Stimme hier der reinste Traum.

The Most Immaculate Haircut: Ein weiteres Mal diese Stimme! Einerseits ruht sie in sich selbst, dann aber wechselt sie in Regionen, die ein jeder von sich selbst kennt, dass es über die Maßen persönlich wirkt und infolgedessen schwerfällt, dafür auch nur ein Quentchen mehr an Symphatie aufzubringen. Überdreht und doch extrem nah an der Lebenswelt eines jeden Hörers. Und diese Stimme, sie gewinnt mit jeder Sekunde, der man ihr lauscht, immer noch an Charme hinzu. Von Stück zu Stück. Von Durchlauf zu Durchlauf.

Und dann dies: Reservoir. Hier sollte jeder mal versuchen, auf die Mainline sein eigenes Pfeifen drüberzusetzen. Das ist eine traumhaft schöne Erfahrung! Ein echter Gewinn. Und doch ist es einmal mehr der Gesang (hatten wir Gesang hier nicht erst kürzlich ...), der zu der größten Lobpreisung anstachelt. Ja, das ist wahrlich Peak! Hier ist wirklich alles drin: Verspieltheit, Abgedrehtheit, Sehnsucht - die reine Vertonung von Sehnsucht. Sie trieft aus allen Poren. Und überdies ist da noch ein Groooove. Ein unendlich schöner Groove.

Never Wanted kommt zunächst mit einer Reprise des aus Call Me bekannten Themas daher, die sich wie aus dem Nichts in die Gehörgänge des Hörers schält und in Wahrheit doch nur ein überaus geschickter Einstieg ins eigentliche Stück darstellt, und weiss als unmissverständliches Statement in der Art eines Outros diese tolle Platte zu beschliessen.

Hab ich schon geschrieben, dass ich Love Letters anfänglich eher beargwöhnt habe - trotz einer überschwänglichen Kritik von Thomas Venker im Intro? Bessere Voraussetzungen, um sie mir ganz allein anzueignen, kann ich mir im Nachhinein aber eigentlich gar nicht denken. Und eigentlich möchte ich mit meiner eigenen Kritik auch gar nicht besonders viel anderes bewirken...

Dieser Typ setzt uns hier also ein Meisterwerk hin. Wie konnte es aber sein, dass ich es nicht gleich als solches erkannt habe? Das dürfte in meinem Fall sicherlich dem intermediären Nebenbeihören geschuldet gewesen sein. Zumal im Gespann mit dieser enormen Erwartungshaltung. Doch nun bleibt mir bloß zu sagen übrig: welch eine Kulisse! Wer in der Lage ist, in sie hineinzutauchen, wer die Muße erübrigen kann, in diesem Sound, in diesen Rhythmen, diesen Stimmen zu schwelgen - der dürfte hernach durchs Feuer gehen dafür.

Die zehn Stücke machen auf mich den Eindruck wie die unverstellte, ungekünstelte Präsentation eines Innenlebens. Und der betreffende Akteur geht dabei mit der denkbar höchsten Offenheit zu Werke, und zwar, wie es den Anschein hat, mittels der unzweifelhaften Kraft seines Herzens. Und zudem erkenne ich eine atemberaubende Lockerheit, mit der er dieses fürwahr nahegende, sich um keine Konvention der Welt scherende Werk produziert hat. Ein Werk, das nicht nur deutlich mehr Spaß macht als zu Beginn noch angenommen, sondern durch das im gleichen Atemzug in mir eine Haltung befördert wird, durch die ich mich unvermittelt in der Position wiederfinde, jeglichem, was meiner Wahrnehmung anheimfällt, den Stinkefinger entgegen zu halten! Für mich ein sicheres Merkmal eines stilprägenden Albums, bzw, wenn man die gesamte Entwicklung Metronomys Revue passieren lässt, eines Künstlers von visionärer Kraft.

Love Letters entbehrt jedwedes, bei den Erstlingen zuweilen auftretendes kalte, trockene, an Killing Joke gemahnende 80er-Feel. Im Vergleich zu TER scheint es ihm indes an Beschwingtheit und insbesondere an Hits zu mangeln. Doch sehe ich als große Klammer nunmehr ganz klar den unbekümmerten Gesang an, der, was zeitgemäßen Soul angeht, als bedeutender Gewinn in der Musiklandschaft zu werten ist. Und überhaupt, mir ist noch ein gutes Stück bewusster geworden, mit welch einem Geniestreich wir es bei TER zu tun haben - und dass sein Nachfolger diesbezüglich nicht notgedrungen als nur abseits stehend anzusehen ist! Nein, vielmehr unterstreicht dieser neuerliche Strike nochmal aufs Deutlichste die ganze Güteklasse seines Schöpfers. Und mit seinem Love Letters wird es ihm nach meinem Dafürhalten sogar noch glühendere Verehrer bescheren als bisher. Dies allein schon deswegen, weil von einem Abdriften in Richtung Kommerz auch so rein gar nichts zu spüren ist, und es ihm letztendlich gelungen ist, ein perfektes Spät-20stes-Jahrhundert-Roots-Album, ein vollkommenes, absolut in sich ruhendes, schlicht stimmiges Werk rauszuhauen, dem er dabei jedoch seinen ganz eigenen, unverkennbaren Stempel aufdrückt.

Nein, also nix mit Skizzen, wie ich es anfangs noch glaubte schreiben zu müssen. Hier hat einer alles reingelegt und dennoch wirkt es im Ergebnis in seiner angenehmen Versponnenheit traumwandlerisch geradlinig und immerzu federleicht, edel und, ja, regelrecht erhaben.

Was bin ich froh, diesem Album noch rechtzeitig die Chance gegeben zu haben. Dadurch bin ich nun reicher. Nie will ich es mehr missen.
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3 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Album, 11. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Love Letters (Audio CD)
Unfassbar, dass es Metronomy mal wieder geschafft hat sich weiter zu entwickeln. Lässige, an die Beatles erinnernde Klänge, gepaart mit der bekannten ektronischen Metronomy-Coolness...
Weltklasse!
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Love Letters
Love Letters von Metronomy (Audio CD - 2014)
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