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Fun


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5.0 von 5 Sternen Kurz und knapp: Geile Platte.
Einige deutschsprachige Musikmagazine und -blogs haben das Album zur Platte der Woche, des Monats oder was auch immer gekürt und man hört schon die ersten Spacken "Hype" schreien. Dabei erregen Die Nerven mit ihrem CD-Debüt zurecht Aufmerksamkeit. Seit Eintreffen drücke ich gerade zum fünften Male auf "Wiederholung". Und das liegt nicht nur an der...
Vor 10 Monaten von Der Ursel veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Spaß
Eigentlich müssten Die Nerven für ihr zweites Album eher den Namen ihrer Label-Kollegen Trümmer aus Hamburg annehmen. Denn so kaputt und zerbeult, wie auf „Fun“ klingt wohl derzeit keine junge Indieband aus Deutschland. Dabei ist „Spaß“ nicht der einzige Kontrast, den die Band ihrer Musik entgegenstellt. Bei der Interviewreihe...
Vor 2 Tagen von Schillorius veröffentlicht


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz und knapp: Geile Platte., 8. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Fun (Audio CD)
Einige deutschsprachige Musikmagazine und -blogs haben das Album zur Platte der Woche, des Monats oder was auch immer gekürt und man hört schon die ersten Spacken "Hype" schreien. Dabei erregen Die Nerven mit ihrem CD-Debüt zurecht Aufmerksamkeit. Seit Eintreffen drücke ich gerade zum fünften Male auf "Wiederholung". Und das liegt nicht nur an der wohl dosierten Spielzeit von knapp über 36 Minuten.
"Fun", so der sarkastische Titel ist das erste (offizielle) Album der Band auf CD, das zweite offizielle Album und wenn man die Eigenveröffentlichungen mitrechnet eigentlich das fünfte Album überhaupt.

Als Trio treten sie in klassischer Besetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug + Gesang auf. Lärmig, hypnotisch und unterschwellig agressiv rocken sich die drei Nerven kraftvoll durch ihre (post)punkigen Rocksongs. Garantiert hitfrei was irgendwelche Radio- oder deutschen Charts angeht.

Textlich gibt es, gerne auch ein wenig plakativ, jede Menge sloganartige Zeilen um die Ohren. Etwa in dieser Art: ""Das ist immer noch Dein Leben / Auch wenn Du selbst nichts mehr entscheidest"" oder ""Wer ich bin, ist nicht so wichtig / Hauptsache, man lässt mich in Ruhe"".

Als Referenzen würde ich Bands wie Mutter, die frühen Fehlfarben oder die frühen Abwärts nennen. Wer heutzutage Bands wie Messer oder 206 mag sollte unbedingt ein Ohr riskieren.

Sehr interessant ist die Sammlung von Kommentaren die die Band auf ihrer Tumblr-Seite veröffentlicht hat.

Anspieltipps: Alles. Hervorheben kann man Vielleicht "Nie wieder scheitern".
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3.0 von 5 Sternen Kein Spaß, 23. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Fun (Audio CD)
Eigentlich müssten Die Nerven für ihr zweites Album eher den Namen ihrer Label-Kollegen Trümmer aus Hamburg annehmen. Denn so kaputt und zerbeult, wie auf „Fun“ klingt wohl derzeit keine junge Indieband aus Deutschland. Dabei ist „Spaß“ nicht der einzige Kontrast, den die Band ihrer Musik entgegenstellt. Bei der Interviewreihe „Backstage Broadcast“, wofür u.a. Künstler wie City & Colour, La Dispute oder Messer ausführlich über ihre Lieblingsplatten sprachen, nahm auch Die Nerven-Schlagzeuger Kevin Kuhn Platz vor der Kamera und schwärmte im Hüsker Dü-Shirt von Kiss. Damit würde man nicht unbedingt bei einer noch so jungen Band, mit einem Altersdurchschnitt von Anfang 20, rechnen. „Fun“ ist kein Musik gewordener Spaß, sondern primitiv, kantig, noisy, aufgekratzt und sogar gelegentlich tatsächlich nervig. Max Rieger nörgelt seine von Depressionen und Unzufriedenheit gezeichneten Worte am Mikrofon vor sich hin, die manchmal etwas eindimensional erscheinen. „In meinen Kopf spielen sich Dinge ab, die die keiner verstehen will“ lautet eine Zeile in „Angst“ und man gibt ihm vielleicht ein wenig Recht. Zum Glück verliert ihr Indierock aber nie den Schwung und die herzliche Grobheit, für den sie auf ihrem neuen Album frühe Sonic Youth und Hüsker Dü zu deren SST-Zeiten intensiv studiert haben. An Biss fehlt dem Trio aus Stuttgart nichts, an Abwechslung und Wiedererkennungswert allerdings schon noch etwas. Dranbleiben könnte sich lohnen.
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4.0 von 5 Sternen angenehm unangehme Platte, 3. November 2014
Von 
D.von und zu E. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fun (Audio CD)
Deutsche Musik hat heutzutage zwei Probleme: sie verliert sich entweder klanglich & inhaltlich in belanglosen Gefälligkeiten oder aber sie überzieht sämtliche Register, egal ob Härte, Maskulinität oder Gossenvokabular (ja, ich schaue da in Deine Richtung, peinlicher Ghettorap für peinliche nicht-Ghettokinder)

Dazwischen tauchen immer mal wieder die üblichen Könner auf, die keinem mehr etwas beweisen müssen und somit auch ruhiger geworden sind, und dann gibt es aller Jubeljahre mal ein paar Musiker, die so gar nicht in's Bild passen: dissonant, laut, vollkommen unzeitgemäß und mit ihren Texten zwar an diversen wunden Punkten, aber eigentlich zu idiosynkratisch um Erfolg zu haben.

Und um genau so eine Band handelt es sich bei Die Nerven. Virtuos? Elegant? Eingängig? Ja nee danke, is einfach mal nicht. Ihr zweiter Longplayer "Fun" (in Anbetracht der Inhalte ein wirklich bitter-sarkastischer Titel) befasst sich mit vielen Dingen ... Perfektion, Schönheit & Harmonie sind allerdings nicht darunter. Die Gitarren schrammeln feedbacklastig vor sich hin, Titel wie Angst, Albtram, Blaue Flecken oder Rückfall lassen bereits erahnen, dass das Ganze nicht unbedingt stimmungsaufhellend sein wird, und die brüchige, Post-Punkige Gesangsspur schwankt permanent zwischen Resignation & Ausbruch.

Überhaupt sind Wut und Beklommenheit die zentralen Punkte von "Fun", und genau das transportieren auch Spielart und die Produktion dieses Albums. Irgendwo zwischen Bauhaus, Slint, den ganz frühen Tocotronic und den noch früheren Neubauten scheppern & lärmen Die Nerven, als wäre alles bereits viel zu spät. Das überrascht (mich zumindest, da ich sowas jenseits irgendwelcher Kellerkonzerte und vor allem heutzutage eigentlich nirgends sie gehört habe) und das gefällt, so man den Gefallen an brennender Tristesse finden kann. Ja, hin und wieder ist da auch ein bisschen Leerlauf, ist das Spartanische vielleicht etwas zu karg ... aber es passt alles wunderbar bröckelig in's Bild.

Überhaupt: wer Die Nerven wirklich kennenlernen will, sollte sich dies Band auf jeden Fall live antun ... denn dort erwachen die wahren Monstrositäten & brechen alle Dämme. Vielleicht kein Geheimtipp mehr, aber who cares as long as it's THAT great.

Ich bin sehr gespannt, was diese Band in Zukunft machen wird, aber das hier ist ein mehr als vielversprechender zweiter(?) Schritt. Alle Achtung!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch kein Ausweg, 12. Februar 2014
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fun (Audio CD)
Es gab dieser Tage wieder ein verstärktes Lamento darüber zu hören, dass sich in unserem Lande zu wenige Musiker auf lautstarke und/oder originelle Weise mit ihrer politischen Weltsicht zu Wort melden (meint hier selbstredend die tolerante, offene, liberale), also ein Gegengewicht bilden könnten zum drögen, spießbürgerlich trendigen Rechtsrock Marke Onkelz oder Frei.Wild. Soweit, so verständlich. In der Tat lassen sich unverbrauchte und geistreiche Stimmabgaben lange suchen und hernach fast an einer Hand abzählen, genannt werden hier stellvertretend Ja, Panik, Desiree Klaeukens und der Rostocker Marteria. Selbst wenn man die aufstrebende Deutschpunkszene um Messer und Feine Sahne Fischfilet mit dazurechnet, bleibt’s übersichtlich, ungeklärt zudem, wer von den Genannten die Rolle der meinungsbildenden Leitfigur übernehmen kann resp. will. Wie groß die Sehnsucht nach ein paar neuen, stilprägenden und tonangebenden Vorbildern ist, kann man auch daran erkennen, dass die aktuelle Platte des Stuttgarter Postpunktrios Die Nerven schon mal vor VÖ zur einer „der wichtigsten und besten deutschsprachigen Platten dieses Jahrzehnts“ (SPON) emporgejazzt wurde. Allein, können die drei den Erwartungen gerecht werden? Jung – aber ja, laut – sehr wohl, richtungsweisend – nun ja, aber vornweg?

Nach dem beachtlichen Debüt „Fluidum“ nun also mit „Fun“ der Nachfolger, wieder eine erfreulich eigenwillige Mischung aus melodiösem Waverock und faserig-fiebrigem Rückkopplungskrawall. Die Stimmungslage ist unverändert – so diffus wie die Bedrohung muten die Texte an, klar und konsequent scheinen sie nur in ihrer unbedingten Verweigerung einer vorhersehbaren Reaktion. Nichts also mit „search and destroy“, keiner macht hier kapputt, was ihn kaputtmacht, „Fun“ erscheint wie ein Manifest der Apathie, klagender Schmerz und wütender Aufschrei münden nicht im befreienden Ausbruch, sondern in Verinnerlichung, Rückzug, Selbstbespiegelung. Stücke wie „Blaue Flecken“, „Für eine Minute schweben“, „Angst“ und „Ich erwarte nichts mehr“ können deshalb sehr bedrückend sein und Zeilen wie „In meinem Kopf spielen sich Dinge ab, die keiner versteht, die keiner verstehen will“ wirken fast psychotisch. Die Welt ist von befremdlicher Künstlichkeit („aus Cellophan“), sie tut weh und Heilung ist nicht zu erwarten. Fehlfarbige Grauschleiertristesse, einmal mehr, nicht vorwärtsschauen, sondern in sich hinein, „In meinem Kopf wachsen Zellen zu Girlanden, ich bin noch nicht gescheitert, ich veränder mich.“ Was noch fehlt, ist die Katharsis, ein Schritt, den Die Nerven noch nicht zu gehen bereit sind – „Und ja“ als erster Lichtblick mittendrin, vielleicht. Dennoch, auch in ihrer demonstrativen, ihrer (noch) ausweglosen Selbstbezogenheit eine sehr gute Platte. mapambulo:blog
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4.0 von 5 Sternen Rough, 25. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fun (MP3-Download)
Teils schnelle unverbrauchte Musik. Vieles erschließt sich erst nach dem dritten / vierten Hören. Abseits vom Mainstream. Soundeinflüsse der der Hamburger Schule.
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