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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kampf der Kulturen
Clay hat seinen Job als Webdesigner verloren und ist heilfroh, dass ihn Herr Penumbra für die Nachtschicht seiner durchgehend geöffneten Buchhandlung einstellt. Doch schon bald kommt Clay der Verdacht, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Der überwiegende Teil der Bücher wird gar nicht verkauft, sondern nur an äußerst seltsame...
Vor 6 Monaten von Volker M. veröffentlicht

versus
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Never judge a book by it's cover
Wie so viele Leser hat auch mich das Cover und der Titel des Buches angezogen. Die Geschichte klang geheimnisvoll und spannend.

Der arbeitslose Clay findet einen Aushilfsjob in einer geheimnisvollen Buchhandlung und kommt einem mysteriösen Geheimnis auf die Spur.

Zu Beginn war ich auch noch ganz begeistert. Die Beschreibung von Mr. Penumbras...
Vor 6 Monaten von _LIA veröffentlicht


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Never judge a book by it's cover, 3. April 2014
Von 
_LIA - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wie so viele Leser hat auch mich das Cover und der Titel des Buches angezogen. Die Geschichte klang geheimnisvoll und spannend.

Der arbeitslose Clay findet einen Aushilfsjob in einer geheimnisvollen Buchhandlung und kommt einem mysteriösen Geheimnis auf die Spur.

Zu Beginn war ich auch noch ganz begeistert. Die Beschreibung von Mr. Penumbras Laden war atmosphärisch, die Stammkunden interessant. Am Anfang mochte ich sogar die Mischung aus verstaubter Buchhandlung und der Technikbegeisterung des Protagonisten sehr gern. Doch bald beginnt das ständige Product-Placement zu nerven. Google hier, Apple da, Kindle überall. Das liest sich wie die Werbeprospekte in der Sonntagszeitung.
Ich habe versucht darüber hinweg zu lesen, aber auch die Handlung des Buches wurde nach und nach immer abstruser und trotzdem nicht spannender.

Die ersten 100 Seiten habe ich mit Neugier und Interesse gelesen, danach habe ich mich eigentlich nur noch durch das Buch gequält ohne wirklich weiter lesen zu wollen. Das Buch gehört leider zu den Büchern, die man begeistert anfängt doch dann immer öfter aus der Hand legt und irgendwann halb gelesen auf dem Nachtisch vergisst. Schade! Ich hatte mir von diesem Buch so viel mehr versprochen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ganz schwaches Bild, 25. Juni 2014
Der arbeitslose Webdesigner Clay Jannon findet eine neue Stellung in einer 24-Stunden-Buchhandlung in San Francisco. Schnell merkt er, dass diese Buchhandlung eine ganz besondere Klientel bedient. Merkwürdige Gestalten schleichen sich zu denn unmöglichsten Nachtzeiten hinein und leihen sich Bücher aus, die aber eher mit Codes als mit Texten gefüllt zu sein scheinen. Offensichtlich ist Clay einem uralten Geheimnis au der Spur – denn, wie er bald lernt, ist er unter die Angehörigen einer (gar nicht unsympathischen) Sekte geraten, die seit Jahrhunderten versuchen, eine mysteriöse Botschaft zu entschlüsseln.
Das Thema der geheimnisvollen Bibliothek oder Buchhandlung, die letztendlich für etwas weitaus Größeres steht, ist wahrlich kein neues (Borges, Eco, Ende, Moers…). Trotzdem lässt sich das Ganze hier hübsch schrullig und durchaus interessant an. Das Buch fängt dort an zu kippen, wo sich Clay dazu entschließt, in die Suche einzugreifen. Dann stellt sich nämlich heraus, dass jegliches Problem vertrauensvoll dem Computer überlassen werden kann: er löst es in Sekunden, macht jegliche eigene intellektuelle Tätigkeit überflüssig – und damit jegliche Spannung zunichte. Ein Rätsel? Ein Problem? Ein paar Klicks, der Bildschirm blinkt ein paar Mal, und schon ist die Lösung gefunden. Dass sich die Personen in dem Buch überhaupt jemals von der Stelle bewegen, grenzt an ein Wunder. Genauso gut hätte der Autor sie auf ihren Hintern vor ihren Bildschirmen sitzen lassen können, und gut wär’s. Daher ist es wohl auch nicht erstaunlich, dass nur dem ach so unglaublich sympathisch-kauzig-menschlichen und selbstverständlich computermächtigen (und –gläubigen) Protagonisten Clay Jannon gelingt, woran Generationen von bleistiftschwenkenden Dinosauriern scheiterten, nämlich den uralten Code zu knacken.
Besonders unsympathisch ist die auch von meinen Vorrezensenten zu Recht angegriffene permanente Lobhudelei auf Google. Es ist nämlich nicht nur so, dass Google alles kann, sondern auch, dass Google aus tiefstem und reinstem Herzen und den edelsten Motiven heraus nur an der Vervollkommnung des menschlichen Lebens arbeitet. Tausende von sympathisch-kauzigen Google-Mitarbeitern haben ihr Leben der Perfektionierung der Welt geweiht – eine Welt, in der idealerweise alles und jedes jederzeit möglich ist.
Ich habe wirklich versucht, in das Buch einen Ansatz herein zu interpretieren, der es mir sympathischer mache würde.
Vielleicht ist dies lediglich die Schilderung einer Realität die einmal existieren wird oder in Teilen schon existiert. Gleichwohl führt das dazu, dass damit in dem vorliegenden Roman jegliche Spannung auf Kosten einer blauäugigen Technikfreude geopfert wird. Vielleicht versucht der Autor ja auch, einen historischen Bogen von der Erfindung des Buchdruckes bis hin zum Internet als Revolutionierungen der Welt (bzw. der Wissensverbreitung und -vermittlung)zu schlagen. Damit hätte er durchaus recht, aber auch das rechtfertigt es nicht, Bücherleser als zwar sympathische aber mehr oder weniger lebensuntüchtige Spinner zu verunglimpfen, die ohne modernste Technologie kläglich scheitern.
Vielleicht meint der Autor das Ganze auch als Satire auf blinde Fortschrittsgläubigkeit. Dann gelingt es dem Autor aber, dies hervorragend zu verbergen. Eher drängt sich der Eindruck auf, dass der Autor versucht, in einer Zeit zunehmenden Zweifels an ungehemmtem Datensammeln den Glauben daran, dass die verschiedenen Internet-Unternehmen es ja nur gut mit uns meinen, wiederherzustellen.
Ich habe also beim besten Willen keinen Ansatz gefunden, aus dem heraus das Buch in ein positiveres Licht gestellt werden kann. Nicht empfehlenswert!
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langatmige Liebeserklärung an Google, 19. Februar 2014
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Gut fand ich an Robin Sloans Roman „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ eigentlich nur eines – nämlich, daß die rund 350 Seiten relativ schnell durchgelesen waren und nicht allzu viel Lebenszeit kosteten. Das ein oder andere Mal war ich versucht, das Buch zur Seite zu legen – oder, um eine größere Entfernung zwischen mir und ihm zu schaffen, zu werfen, aber ich wollte fair sein und ihm bis zum letzten Kapitel die Chance geben, mit einer überraschenden Wendung oder einem erlösenden Schluß aufzuwarten. Doch es blieb sich selbst treu …

Die Hauptfigur des Romans ist ein junger Webdesigner namens Clay Jannon, den die Wirtschaftskrise arbeitslos gemacht hat und der durch einen Zufall eine Stelle in einer seltsamen Buchhandlung in San Francisco ergattert, die rund um die Uhr geöffnet hat und die von einem mysteriösen, aber nicht unsympathischen alten Mann, Mr. Penumbra, geführt wird. Hier gibt es seltsam codierte Bücher in absurd hohen Regalen, die von einer Handvoll kauziger Typen entliehen werden – immer eines nach dem anderen, so als handele es sich bei dem ganzen Tun um eine Schnitzeljagd. Mit der Zeit wird Jannon natürlich neugierig und möchte wissen, was der Sinn dieser geheimnisvollen Vorgänge ist, und mit Hilfe seiner Freunde – an vorderster Stelle ein reicher Jungunternehmer, eine findige Google-Mitarbeiterin und ein Special Effects Man – beschließt er, der Sache auf den Grund zu gehen.

Das klingt erst einmal sehr verheißungsvoll, und Umschlaggestaltung sowie Klappentext suggerieren eine Geschichte, in der es um geheimnisvolle Bücher und philosophische Gedankenspielereien geht. Allerdings wurde ich von diesem Buch in jeglicher Hinsicht enttäuscht.

Zunächst einmal ist „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ nicht wirklich spannend, denn an keiner einzigen Stelle geraten die Hauptfiguren des Romans wirklich einmal in eine ernstzunehmende Gefahr oder an einen bedrohlichen Widersacher, sondern sie haben für jedes Problem und jede Herausforderung immer gleich eine einfache Lösung parat. Das hat damit zu tun, daß einer der Freunde des Protagonisten ein mehr als wohlhabender Jungunternehmer ist, mit dessen Hilfe sich Reisen und Ausrüstung bezahlen lassen, und daß Jannons Freundin bei Google arbeitet und alle Ressourcen ihres Arbeitgebers mal eben so ausnutzen kann. Mußte ein Sherlock Holmes noch vor Ort nach Spuren suchen und über Zusammenhänge nachdenken, so wird bei Jannon & Co. munter das Internet benutzt – sowohl für das Suchen als auch für das Denken. Da diese jungen Technik-Recken es eigentlich nie mit einem wahren Gegner zu tun haben, wird ihre Schnitzeljagd denn auch sehr schnell langweilig.

Doch Sloan ödete mich auch dadurch an, daß ungefähr die gefühlte Hälfte seines Buches sich wie eine Werbebroschüre für Google liest. Falls Sie es noch nicht wußten, Google sammelt sein Wissen über alles und jeden aus rein altruistischen Motiven, nämlich um das Leben für uns alle leichter und besser zu machen. Fortschritt ist ja schon deshalb gut, weil alles schneller und einfacher geht. Außerdem ist Google ein Musterbeispiel an Demokratie, Vernunft und Aufklärung, was man selbst an den Salaten, die den Mitarbeitern kostenlos zur Verfügung gestellt werden, erkennen kann. Ein kritisches Innehalten und die Frage, welche unerwünschten Folgen sich aus der Macht dieser Firma ergeben könnten – das ist Sloans Sache nicht. Wen all das immer noch nicht langweilt – und vielleicht sogar auch nicht ärgert –, der ist sicher auch gegen die Belanglosigkeit eines Großteils der Dialoge zwischen einigen der Figuren gefeit.

Am schlimmsten aber finde ich die Lebenseinstellung, die mit diesem Buch vermittelt werden soll und die mit dem Habitus der Figuren korrespondiert. Nehmen wir mal Kat Potente – sie scheint wirklich so zu heißen –, die Google-Mitarbeiterin: Google ist schlichtweg ihr Lebensinhalt, aber auch die Verbesserung der Menschheit, die Erweiterung ihrer technischen Möglichkeiten und die Vereinfachung der Verfügbarkeit von Wissen. Garniert ist dieser unreflektierte Verbesserungswahn denn auch mit einer gehörigen Portion Selbstgerechtigkeit, die sie dazu bringt anzunehmen, sie könne den Code, um dessen Entschlüsselung Hunderte von Menschen seit Generationen ringen, mit den Ressourcen Googles an einem Freitagmorgen knacken. Nicht nur scheint in dieser Haltung eine gewisse Hybris durch, sondern sie ist auch symptomatisch für den Mangel an intellektueller Ehrfurcht gegenüber jeglichem Bemühen, sich Wissen Stück für Stück zu erarbeiten und sowohl dem Wissen als auch den Methoden seiner Aneignung und des Verstehens Respekt zu zollen. Für Kat und Ihresgleichen muß alles stets ohne große Mühe verfügbar sein, und ein intimes, d.h. durch eigenes Nachdenken und den Austausch mit Gleichgesinnten gekennzeichnetes Ringen um Erkenntnis, ein philosophisches Verstehen und nicht unmittelbar nutzbringendes Wissen dürfte bei Ihresgleichen nur ein Kopfschütteln hervorrufen. Diese eigentlich kleinkindhafte, verzogene, oberflächliche und egozentrisch-selbstgerechte Haltung kennzeichnet nicht nur Kat, sondern alle ihrer Generation entstammenden Figuren des Romans, was mich dieses Buch schon nach kurzer Zeit mit einem gewissen Widerwillen lesen ließ, halte ich es doch eher mit sympathischen Losern in der Tradition angelsächsischer Schelmenromane – Sloans Buch fing zwar in diesem Duktus an, doch überwogen recht bald die unsympathischen Züge seiner Figuren.

Wenn Sie dann noch wissen wollen, wie sich ein Angehöriger dieses hedonistischen und oberflächlichen Menschenschlages das Paradies vorstellt, dann sollten Sie unbedingt das letzte Kapitel lesen, denn hier wird in geradezu naiver Aufdringlichkeit eine Ode an das Kleingeld besungen, das uns den Himmel auf Erden bereiten kann.

Insgesamt kann ich von der Lektüre dieses Romans nur abraten, denn erstens fand ich ihn alles andere als spannend und zweitens besingt er eine Lebenseinstellung, die mir einfach zuwider ist.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht nur eine sonderbare Buchhandlung, 5. März 2014
Von 
Christoph Martin Wieland (Oldenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
… auch das Buch ist sonderbar. Robin Sloan will Bücherwelt und neue Informationswelt miteinander versöhnen. Die Geschichte, die er sich dazu ausgedacht hat, dreht sich um ein Rätsel, das nun schon seit der Renaissance auf seine Lösung wartet.

Clay, arbeitsloser Werbedesigner, heuert in der obskuren Buchhandlung eines Mr. Penumbra an. Rund um die Uhr geöffnet, aber quasi ohne echte Kunden, bis auf die, die Bücher ausleihen, die aus schwindelerregenden Höhen der Regale geholt werden müssen, die sich Clay aber nicht anschauen darf. Verbote wollen umgangen werden, Clay findet kryptische Zeichenfolgen in den Büchern. Mit Kat, einer Google-Mitarbeiterin und seinem gestaltungsfreudigen Freund Neel, versucht er das Geheimnis zu lösen, das mit uralten Schrifttypen zusammenhängt.

Es knistert nicht, in Clays Roman, Spannung kommt nicht wirklich auf. Das Scheitern der Neuen Welt beim Lösen der Aufgabe, ist zwar ganz nett, aber die neue Technikwelt bestimmt mir trotzdem zu sehr dieses Buch, in dem es eigentlich um Bücherwelten gehen sollte. Die Ausgangsidee ist interessant, das was Clay daraus macht gut lesbar, aber nicht lesenswert.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kampf der Kulturen, 28. März 2014
Von 
Volker M. - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Clay hat seinen Job als Webdesigner verloren und ist heilfroh, dass ihn Herr Penumbra für die Nachtschicht seiner durchgehend geöffneten Buchhandlung einstellt. Doch schon bald kommt Clay der Verdacht, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Der überwiegende Teil der Bücher wird gar nicht verkauft, sondern nur an äußerst seltsame Gestalten verliehen und zahlende Kunden hat Penumbras Buchhandlung so gut wie keine. Wie finanziert sich dieses seltsame Unternehmen eigentlich? Clay wird neugierig und stößt auf eine geheimnisvolle Sekte von Wahrheitssuchern, die seit über 500 Jahren aktiv ist und sich mit der Entzifferung verschlüsselter Bücher beschäftigt. Mit Clay hält das Computerzeitalter Einzug in die verstaubten Strukturen, doch bald bläst ihm der scharfe Wind des Widerstands aus 500 Jahren Tradition entgegen.

Dieses Buch ist die überaus spannend erzählte Geschichte von einem "Clash of Cultures" der besonderen Art. Das gedruckte Wort gegen "Big Data". Die Firma Google, deren Allmacht der Autor aus meiner Sicht ein wenig zu blauäugig verklärt, nimmt sich der Geheimnisse der Büchersekte an und droht damit den Gläubigen ihre Glaubensgrundlage zu entziehen. "Woran ihr 500 Jahre vergeblich gearbeitet habt, das werden unsere Computer an einem Vormittag lösen": Das ist die Botschaft von Google, aber natürlich ist das keine frohe Botschaft für die "Priester" der Büchersekte. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber die Dinge entwickeln sich natürlich nicht so wie geplant, weder für Google noch für die Bücherfreunde. Die wahre und viel versöhnlichere Botschaft des Mr. Penumbra ist, dass es eine Berechtigung für beides gibt. Auch in 100 Jahren wird man Papierseiten wenden - aber eben auch auf eReader-Tasten drücken. Nichts ersetzt das sinnliche Gefühl, ein echtes Buch in der Hand zu halten und wenn man die Beschreibung von Penumbras Leihbibliothek liest, dann spürt man regelrecht, was ein schönes, altes und handgebundenes Buch auslöst. Dass hier mehr im Spiel ist, als der reine Informationsgehalt, das ist mehr als offensichtlich.

Google sieht der Autor nicht in der Rolle einer unersättlichen Datenkrake, auch wenn die "Dienstleistungen", die Google in dieser Geschichte anbietet, geradezu grotesk in die Persönlichkeitsrechte eingreifen. Personalisierte Mailingaktionen, die bis in geheimste Interessensgebiete eindringen, Data-Mining in unvorstellbarem Ausmaß, wo auch schon mal für drei Sekunden sämtliche Computer der Welt nur für Google rechnen (wer wird sich schon über drei Sekunden verlorene Rechenzeit beschweren?), all das finden die Protagonisten der Geschichte höchstens faszinierend und keinesfalls beängstigend. Und das Google Firmengelände wird als Paradies auf Erden beschrieben, wo den Mitarbeitern sämtliche Wünsche von den Augen abgelesen werden, im Tausch gegen eine 100%ige Hingabe an die Firma. Privatleben? Fehlanzeige. Die Googlianer bekommen sogar anderes Essen als die "normalsterblichen" Besucher, denn wer bei Google arbeitet, dem werden "natürliche Stimulanzien" in die Mahlzeiten gemischt. Je länger man liest, umso mehr erscheint auch Google als elitäre Sekte, genau wie sich Penumbras Bücherfreunde darstellen. Vor 500 Jahren war es der Buchdruck, der die Welt revolutionierte und ein neues Zeitalter einläutete, diesmal ist es der Computer. Eine ständig wachsende Demokratisierung von Wissen.

Die Geschichte, die Robin Sloan um diese beiden Welten des Wissens spinnt, ist spannend, geheimnisvoll und vielschichtig. Es ist keinesfalls ein Thriller vom Schlage Dan Browns, auch wenn sich viel um die Entschlüsselung von uralten Codes dreht. Es gibt keine Leichen und keine Verfolgungsjagden, sondern interessante Charaktere, atmosphärische Handlungsorte und eine spannende Geschichte. Und ob der Arbeitgeber Google wirklich das Paradies auf Erden darstellt, das kann ja jeder Leser für sich entscheiden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider keine Liebeserklärung, 25. Mai 2014
Der arbeitslose Webdesigner Clay Jannon nimmt einen Aushilfsjob in einer alten Buchhandlung an. Auch wenn er in den vorherigen Jahren ziemlich selten etwas aus Papier in der Hand hatte, so hat er doch in seiner Jugend gerne gelesen. Schon bald merkt er jedoch, dass sich diese Buchhandlung von anderen unterscheidet. Es gibt nur recht wenige Bücher, die tatsächlich verkauft werden können. Der Großteil steht in enorm hohen Regalen und wird ausschließlich von Mitgliedern einer besonderen Vereinigung ausgeliehen. Neugierig geworden beginnt Clay nachzuforschen und stellt fest, dass sämtliche Bücher in einem Geheimcode verschlüsselt sind, den die Mitglieder zu knacken versuchen. Und dies schon seit Jahrhunderten...

Der Klappentext versprach "Eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher", zeigte auf dem Cover ein gut gefülltes Bücherregal und wies mit dem Titel deutlich auf eine Buchhandlung hin. Für mich als großen Anhänger des gedruckten Wortes war klar: Ein Buch über Bücher und eine ganz besondere Buchhandlung - das muss ich lesen! Leider hat der Titel mich ziemlich in die Irre geführt.

Bücher spielen in diesem Buch nur eine Nebenrolle. Sämtliche Kapitel sind überaus techniklastig, selbst der alte Buchhändler nennt mehrere E-Reader sein eigen und die Mitglieder der Vereinigung leihen sich ständig Bücher aus, um den ominösen Code zu knacken - und nicht, weil sie gerne lesen. Es geht um Programmiersprachen, Dateien, Scanner, Datenvisualisierung und und und.

Allerdings wäre es ungerecht zu sagen, dass die Technik über alles gestellt würde. Wenn über viele Seiten hinweg beispielsweise der Google-Campus beschrieben wird, dann findet sich in diesen Beschreibungen einiges an Ironie. Dazu gibt es sehr nette Textstellen wie beispielsweise: "Kat hat eine New York Times gekauft, aber nicht herausbekommen, wie man sie bedient." An einigen Stellen konnte ich mich wirklich gut amüsieren, aber im Ganzen gesehen waren es für meinen Geschmack - trotz Ironie - einfach zu viel Technik und zu wenig Bücher.

Der Schreibstil war angenehm, die Handlung interessant und spannend aufgebaut. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass der ein oder andere Leser bei der Vielzahl an technischen Begriffen und Abläufen immer mal wieder auf - natürlich - Google zurückgreifen musste, um sich diese Begriffe erklären zu lassen. Und ohne eine bestimmte Altersschicht (zu der ich ja auch gehöre) diskriminieren zu wollen, habe ich hier noch ein passendes Zitat aus dem Buch: "Wen das jetzt beeindruckt, der ist über dreißig."

Ich kann gut verstehen, dass andere Leser das Buch toll finden, es hat wirklich seine Qualitäten. Zu meiner Welt gehören auch PCs und Technik, ich arbeite den ganzen Tag damit und treffe mich hier via PC mit anderen Bücherfreunden. Aber was Bücher angeht, bin ich altmodisch und liebe meine gedruckten Seitlinge - trotz hoffnungslos überfüllter Regale, Schränken und zu voll gepackten Handtaschen. Und daher war ich für dieses Buch einfach die falsche Zielgruppe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die sonderbare Buchhandlung, 19. März 2014
Von 
Sonja (Wehringen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich habe dieses Buch für eine Leserunde gewonnen und habe mit viel Vorfreude begonnen zu lesen.
Alleine das Cover lässt das Herz eines Buchliebhabers höher schlagen.
Die Erzählungen über die Buchhandlung von Clay (Verkäufer) sind wundervoll und einzigartig.
Ich dachte am Anfang, dass dieses Buch wirklich etwas Magisches hat und das auch so weitergehen wird.
Doch leider wurde ich enttäuscht, denn die 'Magie' wurde durch zuviel Technik kaputt gemacht.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Wort "Google" nicht mehr hören bzw. lesen konnte.
Es kommt sehr oft in diesem Buch vor und manchmal kam es so rüber, als wenn einfach nur Werbung für diese Suchmaschine gemacht werden sollte.

Mr. Penumbra war mir persönlich sehr sympathisch, denn so stellt man sich einen Buchhändler vor. Doch man merkt ihm schon an, dass er etwas verheimlicht.
Clay, der Verkäufer gibt so schnell nicht auf und das merkt man zu Beginn der Geschichte sofort. Er passt sich an die neue Situation sofort an und versucht Etwas daraus zu machen.
Die weiteren Protagonisten, halten sich eher im Hintergrund, aber Jeder für sich hat eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen.

Zum Teil habe ich mir etwas schwer mit dem Lesen getan, weil viele Fachbegriffe der Technik und Computersprache benutzt werden und ich leider absolut kein 'Technikmensch' bin.
Einige Abschnitte waren zum Glück sehr leicht zu lesen, gingen flott voran und machten mir wirklich Freude.
Auch die Atmosphäre des Buches hat mir gefallen und passte sehr gut zur Geschichte.
Von Hektik über Gelassenheit und Ruhe war alles dabei und spiegelte so die Informationswelt und die Buchwelt wider, die gegensätzlicher nicht sein könnten.

Trotzdem konnte ich einfach nicht mit der Geschichte warm werden, was vielleicht daran liegt, dasss es nicht mein Genre ist oder aber, weil ich mir einfach etwas Anderes von dem Buch erwartet habe.

Fazit:

Die Buchhandlung von Mr. Penumbra lädt zum Träumen ein, keine Frage, aber die fehlende Spannung und die etwas zu oberflächliche Geschichte, konnten mich leider nicht überzeugen.
Wer jedoch technikinteressiert ist, kann daran sicherlich seine Freude finden, auch wenn man meiner Meinung nach, mehr aus der Story hätte machen können.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Robin Sloan - Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra, 16. März 2014
Von 
hasewue - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Webdesigner Clay Jannon bewirbt sich nach seinem Jobverlust in der Buchhandlung von Mr. Penumbra, auf die er zufällig aufmerksam wurde.
Bald wird ihm klar, dass in dieser Buchhandlung etwas nicht stimmt. Die Kunden kaufen nichts, sondern leihen nur seltsame Bücher aus, die keinen Text, sondern nur Aneinanderreihungen von Buchstaben enthalten.
Clay forscht nach und erfährt, dass Penumbra und Co. einem uralten Geheimnis auf der Spur sind, das sich nur mit Hilfe dieser sonderbaren Büchern lösen lässt.
Anhand des Titels „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ und der Inhaltsangabe, könnte man meinen, dass Robin Sloan ein Buch über Bücher und die Buchhandlung von Mr. Penumbra geschrieben hat (auch der Originaltitel „Mr. Penumbra’s 24-Hour-Bookstore“ lässt dies vermuten).
Dem ist aber nicht so. Zu Beginn sind Bücher noch ein zentrales Thema, aber schon bald geht es weder um die Buchhandlung noch um Penumbra. Es geht um Google, Technik und einen seltsamen Geheimbund, der aber auch nicht das hält, was er verspricht.
Überhaupt könnte man gut sagen, dass das Buch insgesamt nicht das hält, was es verspricht.
Ich weiß nicht, ob der Autor Geld dafür bekommt oder ob er nur ein Fanboy ist, aber das Wort „Google“ kommt gefühlte 100 Mal vor (wenn nicht sogar tatsächlich). Sogar in Situationen, in denen dieses Wort gut zu umschreiben oder austauschbar gewesen wäre, beharrt Sloan auf „Google“. Wenn er damit für den Konzern Werbung betreiben will, dann ist es ihm nicht gelungen, so aggressiv geht er mit der Verwendung des Wortes um. Im Gegenteil, das Lesen wurde dadurch, neben den sehr techniklastigen Eröterungen des Konzerns und der Graphikerwelt, erschwert und da half auch Sloans flüssiger Schreibstil nicht weiter.
Die Protagonisten sind dann auch so ein Fall. Clay, die Hauptperson, wirkt wie ein kleiner, verängstigter Junge, absolut unreif und unsympathisch. Seine Freundin Kat ist überflüssig und farblos. Sie wirkt oft wie ein Roboter, was auch an ihrer Tätigkeit für die Suchmaschine liegen kann. Man hätte sie und die Geschichte zwischen Clay und ihr ruhig weglassen können.
Selbst Penumbra kommt nicht gut weg. Er taucht nur sporadisch in der Handlung auf und ansonsten erfährt der Leser nicht viel über ihn.
Es gab zwar ein paar unterhaltsame Stellen, aber der Humor kam bei mir größtenteils nicht an, zu nerdig sind die Protagonisten.
Die Handlung plätschert dann so dahin und alles passiert einfach ohne Hindernisse, ohne Spannung und ohne Überraschung.
Es waren zwar ein paar gute Denkansätze vorhanden, aber dann wurde wieder die „Googlekeule“ geschwungen und hat jedes bisschen an aufkommender Atmosphäre zunichte gemacht.
„Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ ist mitnichten eine „Liebeserklärung an Bücher“, eher ein flaches, unspektakuläres und überflüssiges Buch mit zuviel Google.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen It's a very, very Nerd World..., 21. Februar 2014
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
oder ist es doch "a Mad World", wie sie einst Roland Orzabal von "Tears for Fears" besang? Ich würde mal sagen, dieses Buch beinhaltet auf jeden Fall beides!

Ein wunderschönes Cover, das das Buch eines jeden Bibliophilen höher schlagen lässt, eine kleine, verwunschene Buchhandlung mit einem überaus verschrobenen Buchhändler - das schien überaus vielversprechend, ich konnte mich der Magie dieser Versprechungen nicht entziehen. Und fiel - sinnbildlich gesehen - so ziemlich auf die Nase. ich hätte nämlich dem ebenfalls auf dem Cover abgebildeten, sich im Bücherregal befindlichen Monitor mehr Bedeutung beimessen sollen - für meinen Geschmack sind in diesem Buch nämlich eindeutig zu viele Nerds unterwegs, die mit ihren Methoden dem alles überlagerndem Geheimnis auf den Grund zu rücken versuchen.

Was passiert? Ein arbeitslos gewordener Nerd, nämlich Clay Jannon, findet einen neuen Job in einem Buchladen - und in was für einem! Mr. Penumbras Laden mitten in San Francisco ist ein Traum für Bibliophile mit besonderen, ungewöhnlichen Wünschen - wie ungewöhnlich die Wünsche wie auch die Bibliophilen sind, dies offenbart sich erst nach und nach. Und alles zielt auf ein uraltes Geheimnis, dem Penumbra mitsamt den ungewöhnlichen Kunden auf der Spur ist. Clay und seine Freunde - ja, auch ein Nerd hat welche und es gibt auch mal eine Nerd-Romanze zwischendurch - sind bald mittendrin auf einer Jagd durch die Staaten. Diese ist leider nicht verwegen, sondern ziemlich langweilig und fungiert zudem als Werbeträger für Firmen wie Google - die man fast schon als eine der relevantesten Player im ganzen Buch bezeichnen kann, aber auch Kindle und ipads werden erwähnt.

Am Ende versammelt Clay alles seine Lieblingsmenschen in einem Raum und dies ist genauso pathetisch, wie es klingt. Sequenzen wie "Mats Vorhaben ist total größenwahnsinnig, zwanghaft und vermutlich unmöglich. Mit anderen Worten: genau das Richtige für diesen Laden." (S.264) ließen mich lange auf den besonderen Clou hoffen, der sich aber leider in Langatmigkeit und Langeweile verlor. Schade.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Cover verspricht mehr als es hält. Schade!, 3. März 2014
Von 
Ritja - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Buchcover und der Titel des Buches haben mich sofort angesprochen. Wer ein Bücherfreund ist, den ziehen Bücherregale magisch an und wenn im Buchtitel noch das Wort Buchhandlung auftaucht, dann ist es fast schon Pflicht, das Buch zu lesen.

Ich hatte mich auf das Buch gefreut und es ging auch ganz spannend und interessant los. Leider hielt sich diese Lesefreude nicht so lange. Die Geschichte verlor ihren Charme als die Computer und die Scanner die Macht übernahmen. Die Spannung verpuffte mit jedem weiteren "Google"-Wort und so zog sich das Lösen des Rätsels über die Seiten und schaffte es leider nicht mehr mich zu fesseln.

Auch die Figuren waren mir zu sehr Nerd und zu sehr in ihrer eigenen Welt gefangen. Sie waren, für mich, zu oberflächlich und ohne Ecken und Kanten. Ich konnte keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen und fand mich auch in ihrer Welt nicht wieder. Mir fehlte auch die versprochene Liebeserklärung an die Welt der Bücher. Ich fand sie leider nicht.

Letztendlich war ich froh, als die Geschichte zu Ende war. Leider kein Buch über Bücher, deren Geheimnisse und spannenden Inhalt. Es wäre schön gewesen. Schade.
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