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am 28. März 2014
Das Kaff Bottleneck ist fest in der Hand des Betrügers und Saloon-Besitzers Kent (Brian Donlevy), der bei seinen Machenschaften tatkräftig von der verführerischen Sängerin Frenchy (Marlene Dietrich mit blonder Locken-Perücke) unterstützt wird. Als der Sheriff die beiden beim Falschspiel ertappt, lässt Kent ihn kaltblütig erschießen und ernennt den Trunkenbold Washington Dimsdale alias "Stolz von Bottleneck" (Charles Winninger) zu dessen Nachfolger. Washington ("Ein Mann hat zu wählen: entweder die Flasche oder der Stern"), der einst mit dem legendären Marshall Tom Destry für Recht und Ordnung sorgte, holt sich nun dessen Sohn Tom Destry junior (James Stewart in seinem allerersten Western überhaupt!) als Hilfssheriff. Um Kents Bande zu täuschen, gibt sich der Revolverheld als Greenhorn aus, trinkt Milch, trägt keine Waffe und wird so schnell zum Gespött der Einwohner. Das ändert sich, als Destry den Mörder seines Vorgängers entlarvt. Unerschrocken bietet der Deputy nun Kent Paroli...

Mit ihrer Trennung von Regisseur Josef von Sternberg begann für Marlene Dietrich zunächst ein Karriereknick in Hollywood. Doch nach einigen Misserfolgen gelang ihr mit diesem Western ein furioses Comeback – und ein Imagewandel: In der Rolle der durchtriebenen Saloon-Lady Frenchy durfte sie endlich einmal witzig sein und hatte einen durchschlagenden Erfolg als Interpretin verruchter Songs. Frenchys Rauferei mit der Zimmerwirtin Lily Belle Callahan (Una Merkel) gilt bis heute als die eindrucksvollste Frauenprügelei der Filmgeschichte.

Der Streifen behauptet sich selbst 75 Jahre nach seiner Entstehung immer noch als eine der besten Western-Parodien aller Zeiten – voller Esprit, Witz und Temperament. Die Action und das Gag-Feuerwerk zünden frisch und witzig wie am ersten Tag. Das Spiel zwischen dem Prachtweib Marlene Dietrich und dem Greenhorn James Stewart knistert vor Erotik (dem Vernehmen nach unterhielten die beiden Stars während der Dreharbeiten tatsächlich eine kurze Liaison). Und wenn Marlene Dietrich so herrlich verrucht singt, schmelzen ihre Fans damals wie heute dahin. Der Film-Song über die Jungs im Hinterzimmer („The Boys In The Backroom“) wurde zu einem ihrer größten Erfolge, der das Publikum auch in all ihren späteren Konzerten zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Wesentlichen Anteil an diesem Kinoerfolg hatten neben der perfekten Inszenierung von Regisseur George Marshall nach dem pointierten Drehbuch der Autoren Felix Jackson, Gertrude Purcell und Henry Meyers (als Vorlage diente der 1930 erschienene Roman "Destry Rides Again" von Max Brand, einem Pseudonym des US-Schriftstellers Frederick Schiller Faust, 1892 - 1944) und den beeindruckenden Kamerafahrten, Bildkompositionen sowie Lichttechniken des Kameramanns Hall Mohr vor allem die schmissige Filmmusik des Trios Frederick Hollander, Frank Skinner und Ralph Freed. Der Song-Komponist Frederick Hollander („Boys In The Backroom“) schrieb der Dietrich auch in späteren Jahren noch einige Hits auf den Leib.

Technisch bleibt nach der Neuabtastung des Filmmaterials von 1939 für die Blu-ray aus der Koch Media Edition "Western Legenden" kaum ein Wunsch offen.Das Schwarz-Weiß-Bild im Format 1.33:1 (1080p / 24 Hz) ist knackig scharf und sorgt beim Betrachter für Begeisterung! Damit nicht genug: Der Ton im Format DTS-HD Master Audio 2.0 liegt in sage und schreibe fünf verschiedenen Sprachfassungen vor! Neben der englischen Original-Tonspur von 1939 bietet der Silberling die Auswahl aus drei verschiedenen deutschen Synchronfassungen. Die Originalversion von 1947 (wählbar als „restauriert“ oder „unrestauriert“) mit O. E. Hasse als Sprecher für James Stewart wurde seinerzeit im Filmstudio Berlin-Tempelhof fürs Kino produziert und letztmals Weihnachten 1988 im ZDF ausgestrahlt. 1987 synchronisierte Sigmar Solbach im Auftrag der ARD den Part von James Stewart fürs Fernsehen neu. Diese Fassung wurde fortan in der ARD, den dritten Programmen, aber auch bei Das Vierte gesendet. Die vorerst letzte Neusynchronisation, bei der Stephan Schwartz seine Stimme James Stewart lieh, fand dann 2006 für die erste DVD-Veröffentlichung von Universal 2006 statt. Diese drei Synchronfassungen sind in ihrer Tonqualität altersmäßig bedingt mit unterschiedlichem Resultat digitalisiert worden, dabei aber durchweg sehr gut bis befriedigend verständlich. Ein zusätzliches Hörvergnügen bietet das 1945 in Hollywood produzierte ca. 55minütige Radio-Hörspiel „Der große Bluff“, welches im englischen Originalton unter dem Menüpunkt „Extras“ abrufbar ist.

Regisseur George Marshall inszenierte die Geschichte noch ein weiteres Mal („Destry räumt auf“, 1954). Dabei übernahm Audie Murphy die Rolle des Deputy Tom Destry. An seiner Seite agierte Mari Blanchard. Doch so wie Marlene Dietrich als singende, fluchende und prügelnde Pokermieze mit den Wimpern klimperte, das konnte ihr keine andere Kollegin jemals nachmachen! Von ihren einmaligen Songdarbietungen im Saloon "Zur letzten Chance" ganz zu schweigen...

Fazit: Dieses bemerkenswert perfekt restaurierte Juwel ist d a s Highlight für einen vergnüglichen Heimkinoabend. Fünf Sterne sind dafür nicht genug!
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am 6. Mai 2016
Story (5)
„Der grosse Bluff“ ist in vielerlei Hinsicht ein aussergewöhnlicher Western. Das fängt schon mit der Tatsache an, dass er als erste Westernkomödie gilt.
Natürlich gab es schon früher ähnliche Filme von Buster Keaton oder Laurel und Hardy, aber das waren einfach Komödien, die im Wilden Westen spielten. „Der grosse Bluff“ weist die Struktur eines klassischen Westerns auf. Er hält sich gewissermassen an die Tradition, bricht diese jedoch gleich wieder mit humorvollen Dialogen und komischen Einlagen der Protagonisten. In dieser Hinsicht wurde hier ein neues Sub-Genre geschaffen, das bis in die späten Sechzigerjahre die Westernkomödien, wie zum Beispiel die Filme von James Garner, beeinflussen sollte.
Ebenso bemerkenswert sind die musikalischen Einlagen von Marlene Dietrich, die mit diesem Streifen ein Comeback in Hollywood feierte.
Der Film macht in jeder Hinsicht Spass. Er besticht durch gute Dialoge, die oft subversiver sind, als man das beim ersten Hinhören gewahr wird. Ebenso überzeugend ist die schauspielerische Umsetzung von James Stewart und dem ganzen Ensemble.
Alles in allem ein Klassiker, der in jede gute Western-Sammlung gehört!

Bild (4)
Das Bildseitenverhältnis liegt in S/W 1.33:1 (4:3) vor.
Es ist schon beachtlich, was aus einem beinahe achtzigjährigen Bildmaterial herausgeholt wurde. Es sind zwar immer wieder auch weichere Aufnahmen zu sehen, im Grossen und Ganzen ist der Schärfewert aber sehr beachtlich. Bildverschmutzungen sind kaum zu sehen. Filmkorn ist ebenfalls nur sehr wenig zu sehen und nie im störenden Bereich. Der Schwarzwert wie auch der Kontrast sind im sehr guten Bereich.
Grundsätzlich eine ausgezeichnete Bildumsetzung, beziehungsweise Bildrestauration!

Ton (3)
Das Tonformat liegt in DTS-HD Master 2.0 vor.
Es befinden sich drei verschiedene deutsche Synchronisationen auf dieser Blu-ray: Die Erstsynchronisation von 1947, eine TV-Neusynchronisation, die von der ARD 1987 erstellt wurde und schliesslich die 2006er Version, die für die damals neu aufgelegte DVD produziert wurde.
Die 1987er Version ist textlich nahezu gleich wie die Erstsynchronisation, hat aber den Nachteil, dass so gut wie keine Umgebungsgeräusche vertont wurden. Dadurch wirkt diese Version sehr steril und meiner Meinung nach atmosphärisch tot.
Die 2006er Version besticht durch einen sehr klaren Ton und eine gute Dialogverständlichkeit. Leider hat man dort die Texte zuweilen geringfügig verändert und ihnen dadurch etwas den Charme genommen.
Ich persönlich halte die Erstsynchronisation deshalb immer noch für die Beste der drei. Die Dialogverständlichkeit ist zuweilen nicht ganz so gut und Tondynamik darf nicht erwarten werden. Die Tonbalance ist in Ordnung.
Der 1947er Version ist deutlich anzuhören, dass sie restauriert wurde. Unter Berücksichtigung dieses Alters, kann man somit sagen, dass der Ton okay ist.

Extras (3)
Interessieren mich nicht. Die Blu-ray ist in der Collector’s Book-Reihe von Koch Media erschienen. Das FSK-Zeichen ist aufgeklebt und lässt sich ablösen.
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am 21. Februar 2016
Mit dieser Veröffentlichung erhält man einen Klassiker! Überhaupt ist die Western Serie von Koch Media GmbH sehr zu empfehlen. Natürlich handelt es sich nicht bei allen Filmen um solch großartige Filme wie bei der große Bluff, aber der Fan entdeckt oder wiederentdeckt so manche vergessene Perle! Bei der große Bluff von 1939, handelt es sich um eine der ersten Westernkomödien.Von Georg Marshall herrlich insziniert und mit z.B. James Stewart, Marlene Dietrich und Una Merkel toll besetzt, wird auf amüsante UND spannende Weise, die Geschichte von Tom Destry erzählt. Ihm eilt ein gewisser Ruf vorraus und er löst alles im ihm eigenen Stil-SUPER! Mehr möchte ich nicht zum Inhalt erzählen, man soll sich den Film ja ansehen!
Ausserdem gibt Miss Dietrich auch gesanglich etwas zum Besten: Little Joe, You've Got That Look und Boys in the Backroom, wobei der letzte Song auch später noch zu ihrem Konzertrepertoire gehörte! Bild und Ton sind, wie eigentlich bei allen Koch Western, absolut Top!Bitte das Alter bedenken! Dieser Film hat in seiner Kategorie wirklich ALLES was einen Klassiker ausmacht. Deshalb kann es nur eine Wertung geben-10 von 10*
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TOP 500 REZENSENTam 12. März 2014
Mit “Der große Bluff“ präsentiert Koch Medias “Edition Western Legenden“ in der Tat einen Klassiker des Genres. Dieser im selben Jahr wie John Fords Western-Meilenstein “Stagecoach“ entstandene Film war aber auch wichtig für die weitere Karriere von zwei der größten Hollywood-Stars.

Marlene Dietrich, die zuvor meist aufgestylt mit Schlafzimmerblick durch schwülstige Melodramen stolzierte, spielt hier die gut geerdete Rolle einer moralisch nicht ganz einwandfreien Saloon-Sängerin. Zur Taktik des Neustarts von Marlenes Image gehörte vielleicht auch, dass die deutsche Diva hier den französisch anmutenden Namen “Frenchy“ trägt. Mit viel Ironie und sich ihrer Wirkung auf das männliche Publikum voll bewusst, schmettert La Dietrich zukünftige Evergreens wie "You've Got That Look" oder "See What the Boys in the Back Room Will Have". Die Jungs im Publikum haben dabei ganz sicher ihren Spaß, Mischa Auer (“Casablanca“) in der Rolle des Trottel vom Dienst reagiert auf Marlenes erotische Gesangs-Performance fast so wuschig wie Tex Averys Zeichentrick-Wölfe in den klassischen MGM-Cartoons.

Das zweite große Plus des Films ist James Steward in einer seiner besten frühen Rollen, der als scheinbar harmloser Bürger Thomas Jefferson Destry Jr. ins verruchte Örtchen Bottleneck kommt. Nicht einmal eine Knarre hat dieser Sohn einer Western-Legende dabei, er scheint es eher darauf angelegt zu haben seine Gegner durch Geschichten die immer mit “Ich kannte mal einen Mann, der…“ beginnen, zu Tode zu langweilen. Doch wenn es hart auf hart kommt, ist auch Destry hart!

Koch Media hat sich bei der Blu-ray-Edition von “Der große Bluff“ besonders viel Mühe gegeben. Noch nie sah der Film so gestochen scharf aus, neben der Originalfassung sind auch noch drei verschiedene deutsche Synchronisationen von 1947, 1987 und 2006 enthalten. Die Buchhülle ist auch sehr hübsch geworden und der leidige FSK-Aufkleber lässt sich problemlos rückstandsfrei entfernen.

Extras der Blu-ray:
Eine live aufgenommene Radiohörspielfassung von “Der große Bluff“ aus dem Jahre 1945 in der James Steward wieder als Thomas Jefferson Destry Jr. zu hören ist und Joan Blondell die Rolle von Marlene Dietrich spricht (54:17, ohne deutsche Untertitel)
Galerie mit Fotos, Plakaten und Werbematerial (12:23 min)
Booklet mit einem Text von Hank Schraudolph
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am 6. Oktober 2014
Der grosse Bluff (Originaltitel: Destry Rides Again) ist einer der frühen Hollywood Genre Filme, die dazu beitrugen, einige der zeitlosen und populären Western Tropen zu etablieren, der aber trotz eines blendend ausgearbeiteten parodistischen Drehbuchs von Felix Jackson und der Regie von George Marshall, sowie hervorragender Leistungen der beiden Hauptdarsteller, James Stewart und natürlich Marlene Dietrich, heute als vergessenes Juwel gilt. Marshall vermied es sorgfältig, das Genre zu demontieren, sondern es stattdessen mit liebevollem Augenzwinkern zu beleuchten, so wurden die Darsteller nicht als Typen skizziert, sondern als Charaktere gestaltet. Aus diesen Gründen überzeugt Destry auch im 75. Jubliläumsjahr als eine der besten Western Parodien der Filmgeschichte.

1939 war ein ausserordentlich fruchtbares Jahr für den Western, so gelang John Wayne der endgültige Durchbruch in John Fords Stagecoach und Cecil B. DeMille sorgte mit Union Pacific und der Hilfe von Barbary Stanwyck und Joel McCrea für den Fortschritt der Eisenbahn. Beide Filme werden auch heute als bahnbrechend anerkannt, indem sie den Western aus den Gefilden der B-pictures holten und zu einem ernst zu nehmenden Genre transformierten. Ausserdem landete Henry King mit Jesse James (Tyrone Power und Henry Fonda) einen riesigen Kassenschlager und Errol Flynn reinigte das gesetzlose Dodge City im gleichnamigen Film. Nichtsdestotrotz hatte Destry ebenfalls bedeutenden Einfluss auf das Genre. Die Grundidee des Films basiert zwar auf der populären Max Brand Story, sollte aber nicht als Adaption bezeichnet werden wie die Verfilmungen von 1932 mit dem legendären Tom Mix und 1954 mit Audie Murphy. Für Marlene Dietrich war dies der erste Film nach ihrer Einbürgerung, er sollte mit einer atypischen Rolle der zuletzt nicht mehr gefragten glamourösen Verführerin einen Image Wechsel und damit ihr Comeback in der post-von Sternberg Phase einleiten, was dann auch trotz der beachtlichen Konkurrez gelang.

Schauplatz der Handlung ist das gesetzlose Städtchen Bottleneck, das vom Last Chance Saloon (Namen sind hier Programm) und seinem skrupellosen Besitzer Kent (Brian Donleavy) dominiert bzw. beherrscht wird. Zu Anfang vermittelt eine sehr schöne Kranfahrt der Kamera den lifestyle in the wild, wild west, in diesem Fall ein betrügerisches Poker Spiel an dem der Gauner und Saloon Besitzer gerade einen Rancher vorkocht, um ihm mit einem raffinierten last chance game sein Land abzunehmen. Zuvor signalisiert Kent seinem Bartender Loupgerou (Billy Gilbert), seine Star Attraktion Frenchie zu holen. Die Kamera schwenkt vom Pokerzimmer zur langen Bar im verrauchten Saloon, lärmende Trunkenbolde, Glücksspieler und Musiker drängeln sich um Frenchie. Ihre berühmte Whisky-Stimme begeistert die Männer mit dem Song "Little Joe the Wrangler." Da alles was La Dietrich tat, irgendwie glamourös wirkte, überträgt sich dies natürlich auch auf Frenchie, aber in einer ungewohnt witzigen, selbstironischen Weise und sie magnetisiert die Kamera in Nahaufnahmen. Dann hilft sie Kent den Rancher zu betrügen, als dieser protestiert, wird er an die frische Luft befördert wo er Sheriff Keogh um Hilfe bittet. Dies leitet die eigentliche Handlung ein, denn im Saloon wird der Sheriff prompt erschossen.

Kent verliert keine Zeit. Mit dem ihm hörigen korrupten Bürgermeister, verkündet er ganz offiziell klingend, Sheriff Keogh habe "wegen dringender Angelegenheiten die Stadt verlassen." Anschliessend ernennen sie den stadtbekannten Trunkenbold und Banjo Spieler Washington Dimsdale (Charles Winninger) zum neuen Gesetzeshüter, im Glauben, damit freie Hand für weitere Betrügereien zu haben. Aber Dimsdale ist nicht so hoffnungslos ineffektiv wie es sich Kent und seine Kumpane vorgestellt hatten und ruft den Sohn des legendären Gesetzeshüters Tom Destry zu Hilfe, der jetzt in Bottleneck hart durchgreifen soll um Recht und Ordnung zu schaffen: Thomas Jefferson Destry jr. (James Stewart).

Als jedoch die Postkutsche mit dem neuen Deputy eintrifft, erleben alle Parteien eine Überraschung, statt eines stählernen und Respekt gebietenden Westernhelden entsteigt ihr ein schlaksiger junger Mann, einen Vogelkäfig in der einen und einen Parasol in der anderen Hand. Da hilft es auch nichts mehr, als sich herausstellt, dass dies nicht seine Utensilien sind, sondern einer Dame gehören, der er lediglich aus Höflichkeit behilflich sein wollte. Sein Ruf ist erst eimal dahin. Zur diebischen Freude der Kent Fraktion und zum Ärger von Dimsdale lehnt Destry auch noch Waffen ab, und bei der tonangebenden Frenchie ist er sowieso durchgefallen. Im Last Chance Saloon sagt sie spöttisch, wenn er die Stadt säubern wolle, könne er gleich hier anfangen und drückt ihm Wassereimer und Wischmopp in die Hand. Aber der liebenswürdig auftretende Destry ist hartnäckig, mutig und nutzt die Tatsache, dass er weit unterschätzt wird klug aus, er findet Beweise für die Ermordung von Sheriff Keogh und buchtet einen von Kents Kumpanen ein. Während des ganzen Handlungsablaufs wartet man natürlich darauf, dass Destry dann doch seinen Pazifismus aufgibt. Dieser Moment kommt als Kent seinen Spitzbuben aus dem Knast befreit und dabei Dimsdale tötet. Nun erkennt Destry, dass er Bottleneck nur mit Gewalt säubern kann und schnallt sich die Revolver seines Vaters um.

Der Film enthält viele szenische Höhepunkte die zu seinem Erfolg beitrugen, dazu gehört auch der spektakuläre Catfight zwischen Frenchie und der eifersüchtigen Lily Belle Callahan (Una Merkel), den Destry mit besagtem Wassereimer beendet. Und dann natürlich Frenchies Auftritt in dem sie ihren mitreissend frechen Song "See what the boys in the backroom will have" schmettert (komponiert von Friedrich Hollaender) und damit das Erscheinungsbild des Saloon-Cowgirls bis heute geprägt hat. Destry Rides Again ist ein Klassiker, der Anerkennung verdient. Er ist natürlich kein Western der offenen Landschaften und Monument Valley Szenerie wie in John Fords Filmen, er ist auch keine Charakter Examination männlicher Freundschaften, wie sie Howard Hawks schildert, man sollte auch keine politischen Botschaften erwarten, aber er ist eine sorgfältig inszenierte musikalische Komödie mit überraschenden Wendungen des Plots, mit grossartigen Songs von Marlene Dietrich, einer Anzahl fabelhaft exzentrischer Charaktere und schlagfertig witziger Pointen. Nach Destry wurden zahlreiche ähnliche Filme gedreht aber in vielerlei Hinsicht findet man die Ursprünge hier.

PS: Die Blue-ray bietet für Filmfreunde interessante Extras, denn neben dem englischen Original sind vier verschiedene deutsche Synchronfassung aus den Jahren 1947 bis 2006 wählbar. Vorziehen würde ich jedoch die Originalfassung, zumal man bereits mit ordentlichem Schulenglisch sehr gut klarkommt. Zusätzlich ein 1945 in Hollywood produziertes Radio-Hörspiel, in dem leider nicht die Dietrich mitwirkte aber James Stewart. Hervorheben möchte ich auch die grandiose Bildqualität. Man realisiert, dass sich Lichttechnik und Kameraführung damaliger S/W Filme auf künstlerisch sehr hohem Niveau bewegen und manches sogar prägnanter widerspiegeln als viele Farbfilme.
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am 12. Mai 2014
ein 75 jahre alter western - dazu noch in schwarz/weiß - reißt der heute noch jemand vom hocker?

aber ja! diese liebevoll editierte bluray-veröffentlichung ist nur zu empfehlen - james stewart spielt den ruhigen (aber wenn es sein muß auch knallharten) neuen sheriff in einem kleinen provinznest, welches schon lange in der hand einer (mit dem richter unter einer decke steckenden) verbrecherbande ist.

marlene dietrich (nach mehreren jahren langweile wieder mit einer nur so vor esprit funkelnden rolle beglückt) hilft dem neuen sheriff bei den "aufräumarbeiten" - obwohl sie eigentlich die geliebt des gangsterbosses ist...

der film lebt von seinen kleinen, feinen momenten und brilliert mit seinem (auch in der synchronisation nicht zerstörten) wortwitz. apropos synchro: es gibt von diesem film drei deutsche fassungen - alle drei liegen auf dieser bluray vor - am besten gefällt mir die, in der o.e.hasse james stewart seine stimme leiht.
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am 5. Januar 2014
Ich habe gerade mit begeisterter Überraschung auf der Homepage von KochMedia gelesen, dass die Blu-Ray dieses wunderbaren Films alle drei deutschen Synchronfassungen enthalten wird! Ein weiterer Faktor, der das ausgezeichntete Veröffentlichungskonzept dieses Labels illustriert.
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am 10. Januar 2016
First of all, I'm from United States and this is the only Blu-ray of this film for a good price, and the quality is great. Let me confirm, I have a Region A Blu-ray player and this BD played on my player just fine. The quality of this BD is a lot better than the DVD version Universal released with stunning B&W picture and excellent sound. Now, I can't read German so I can't comment on the notes provided or any bonus features on the disc. Overall this is an excellent release with stunning quality and I would recommend this.
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am 22. August 2015
With the help of Frenchy (Marlene Dietrich) a dance hall girl from New Orleans, local ranchers in the town of Bottleneck are being swindled out of there land by the unscrupulous saloon owner Kent (Brian Donlevy).

Sheriff Keogh (Joe King) attempts to correct this and suddenly leaves town without his body.

Judge Slade (Samuel S. Hinds) who is in cahoots with Kent assigned the job of sheriff to the town drunk. Newly assigned Sheriff Washington Dimsdale (Charles Winninger) remembers a previous sheriff named Tom Destry and sends off for the son of Destry, Thomas Jefferson 'Tom' Destry Jr. (James Stewart).

On the day of Destry's arrival with all the crowds are waiting in anticipation. Destry steps out of the coach with a parasol and a bird cage. Sheriff Dimsdale thinks he may have made a mistake.

Only time will tell.

I personally think there is more to this film than the surface story and subplots. It has a good after taste.
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am 6. Oktober 2014
You will like this old black and white comedy and drama. It has sarcasm and wit. There are great songs sung by Marlene Deitrich. Jimmy Stewart is just slow and easy as the new Deputy Sheriff. Laugh!
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