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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörend, surreal und schockierend., 10. März 2014
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Act of Killing (OmU) (DVD)
Vorab: Menschen die eine Naturgegebene Abneigung gegen Untertitel haben sollten Abstand von der Doku nehmen.
Ca. 159 Minuten OmU!

Zur Doku: Es geht um diverse Ex-Paramilitärs und Gangster die im Zeitraum von 1965 - 1966 ein unfassbares Massaker an Kommunisten in Indonesien angerichtet haben.
Diese Leute wurden vom Regisseur der Doku nicht nur gebeten über die damaligen Säuberungen zu sprechen, bei denen zwischen 500.000 - 2.000.000 Kommunisten starben, sondern einzelne Szenen auch nachzustellen.
So lernen wir als erstes also Anwar Congo kennen der so gleich zeigt wie er seine Opfer ohne viel Blutvergießen erdrosselte.
Das wirkt so locker-flockig das man meint der Mann ist Komiker.
Ist er nicht....
Er gilt als einer der schlimmsten Killer und ist heute nicht nur eine Kultfigur in Indonesien sondern auch ein gemachter Mann.
Auch seine Kollegen sind keinen deut besser und schildern in erschreckend lockerem Ton wie sie folterten, mordeten und entsorgten.

Kinder, Frauen, Männer.....egal.....alles was auch nur nach Kommunist roch wurde nieder gemeuchelt und meist im Fluss beseitigt.
Im Rahmen der Doku finden die Männer das es gut wäre einen ganzen Film darüber zu drehen damit ein stück Indonesischer Geschichte erhalten bleibt.
Und so beginnt ein surrealer Trip ins Seelenleben vollkommen verdorbener Subjekte und Massenmörder die sich zu anfangs keiner Schuld bewusst sind.
Die Kommentare die sie von sich geben wirken teils Naiv, teils abgrundtief Böse.

Eine Aufarbeitung ist trotz dieser Doku in Indonesien kaum möglich da auch heute noch Kommunisten das schlimmste befürchten müssen.
Zudem gibt es eine riesige Paramilitärische Gruppe, Pancasila Jugend genannt, die selbst vom Vize-Präsidenten respektiert und geachtet wird.
Der Kerl stellt sich tatsächlich hin und erzählt bei einer Feier der Gruppe das es okay sei ein Gangster zu sein und das es nötig sei mal seine Muskeln spielen zu lassen.
Schliesslich bedeutet Gangster "Freier Mann".
Ein Zitat das sehr oft in der Dioku verwendet wird.

Zurück zur Hauptperson Anwar: Im Laufe der Doku erfährt man das die Massenmorde doch wohl nicht so ganz Spurlos an ihm vorbei gegangen sind und so gehören die letzten massiv-eindringlichen Szenen der Doku ihm.....und zwar so intensiv das man danach erstmal sprachlos vor dem Abspann sitzt.

Ich schätze mal wenn es so eine Doku auch mit SS Schergen und Nazi-Kommandanten gegeben hätte wäre so ziemlich das selbe dabei herausgekommen......wenn die Taten wie in Indonesien nicht als Verbrechen angesehen worden wären.
The Act of Killing ist ein sehr, sehr anstrengender cineastischer Moloch der einem übel aufstösst.
Weder die indonesischen Medien, noch die gezeigten "Würdenträger" oder Machthaber distanzierten sich vom geschehenen sondern glorifizieren es sogar noch.
Derweil verhöhnen die Täter die Familien der Opfer und Leben auf der Sonnenseite.

Harter Tobak definitiv.
Was ich etwas negativ fand waren die teils lächerlichen Szenen aus dem Film den die Täter drehten.
Das geht teilweise in Richtung Bollywood was ich nicht ausstehen kann....aber das ist Geschmackssache.
Wichtiger ist ja auch der Inhalt und der ist trotz viel bunter Kostüme und lächerlich-billigen Szenen heftig.
Ich benutze ja öfter schon mal die Redewendung: Nichts für Zwischendurch......selten traf selbige so zu wie bei The Act of Killing.
Joshua Oppenheimer ist hier ein eindringliches und fast schon schmerzhaftes Mahnmal gelungen was nicht nur die Täter entlarvt sondern auch Teile der Indonesischen Herrscher Kaste und der Medien.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Musim Parang" (Saison der Hackmesser), 26. Januar 2014
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: The Act of Killing (OmU) (DVD)
(Filmbesprechung)

Eine Dokumentation über Männer, die in den Jahren 1965/66 in Indonesien beim Massenmord an Mitgliedern und Sympathisanten der Kommunistischen Partei und chinesischstämmigen Bürgern beteiligt waren. Man geht von insgesamt an die 1 Million Opfern aus. Die Täter, die einer paramilitärischen Organisation angehören, gehen heute noch mit stolz-geschwängerter Brust durch die Straßen und von Schuldeingeständnis fehlt jegliche Spur. Im Gegenteil, sie brüsten sich mit ihren Taten und sind bereit, diese vor laufender Kamera in Szene zu setzen. Der Film begleitet diese Massenmörder, die bis zum heutigen Tage unbehelligt geblieben sind. Ein wenig ist es so, wie die Handlanger des 3. Reiches heute als Nationalhelden gefeiert werden würden.

Gerade der eine Hauptakteur des Filmes wirkt wie ein netter älterer Herr, bis er über die Geschehnisse von vor fast 50 Jahren zu berichten beginnt. Ihm zuzuhören und zu sehen ist für den Zuschauer dann nur schwer aushaltbar. Er schildert bis ins Detail, wie er die Menschen ermordet hat.
Man kommt ins Grübeln, ob man jemals von diesen Grausamkeiten am anderen Ende der Welt gehört hat, welches so viele Opfer forderte. Und was ist das für eine Gesellschaft, die die Täter nicht zur Rechenschaft zieht, sondern die diese Art von Grausamkeit sogar noch verehrt. Liegt es vielleicht daran, dass die USA damals hinter dem Machthaber stand?
Darüber hinaus erfährt man, dass auch heute diese paramilitärischen Organisationen noch Millionen von Mitgliedern haben. Es werden Aufnahmen von großen Aufmärschen gezeigt. Der viertgrößte Stadt der Welt ist heute eine Präsidialrepublik. Urlaub würde ich dort nicht machen wollen.

Der Film läuft fast 2 und eine Halbe Stunde. OmU

Fazit: Eine Bewertung mit Sternen finde ich schwierig. Handwerklich ist der Film gut gemacht.
Ein nahezu unglaubliches Werk, bei dem jeder selber entscheiden sollte, ob er es sich antun möchten. Bei mir hinterließ er sehr gemischt Gefühle und massives innerliches Kopfschütteln.
5 Sterne für den Mut des Regisseurs.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Doku die ich gesehen habe, 20. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Act of Killing (OmU) [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Dokumentation über die Mörder, welche im Jahr 1965 eine Million kommunistische Indonesen bzw. Chinesen getötet haben. Diese Mörder kommen hier zu Wort und es ist erschreckend wie gleichgültig, selbstverständlich und voller Stolz sie über ihre Taten sprechen und diese für die Doku nachstellen. Noch erschreckender ist, das sie in Indonesien als Volkshelden gefeiert werden.

Die Doku tut einfach 2 1/2 Stunden nur weh und ist derartig erschreckend, was Menschen sich gegenseitig ohne Reue antun.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So etwas habe ich noch nie zuvor gesehen!, 27. März 2014
Rezension bezieht sich auf: The Act of Killing (OmU) (DVD)
Wir waren sprachlos und gefangen von dem Film. Immer wieder, wenn man es mit großen Grausamkeiten zu tun hat, grübelt man, was in den Menschen vorgeht, die sie begehen. Ich kann mich kaum hineinversetzen in einen Menschen, der überhaupt nicht in der Lage ist, Mitleid mit seinem Opfer zu empfinden.

Der Film ist über zweieinhalb Stunden lang, aber wir haben einmal eine kleine Pause gemacht. Langweilig ist er nicht, denn was man gezeigt bekommt, ist so überraschend, dass man die ganze Zeit über staunt. Und man wird nicht besonders positiv überrascht. Mörder, die über die begangenen Morde prahlen, Mafiosi, die sich schamlos beim Geldeintreiben filmen lassen, Massaker, die für die Kameras nachgestellt werden und vieles mehr. Man ist geplättet. Die surrealen Szenen lassen einen zwischendurch durchatmen und sind von besonderer Intensität.

ACHTUNG SPOILER:
[Wenn man die zweieinhalb Stunden durchgehalten hat passiert etwas bei dem Hauptdarsteller, womit man überhaupt nicht mehr gerechnet hat. Er hat große Angst bekommen, als er als Opfer eine Verhörszene spielte. Später fragte er dann den Filmer vor laufender Kamera, ob seine Opfer damals wohl auch so eine Angst hatten. Das war für uns so unerwartet. Wie kann ein Mensch, der gefoltert hat, sich fragen, ob seine Opfer wohl vor ihm Angst gehabt haben? Danach musste er sich dann übergeben. Und zwar so heftig und lange, dass man das Gefühl bekam, ein Dämon verläßt seinen Körper (ich denke da an einschlägige Kinofilme in dieser Richtung)... Unglaublich...]

Also absolute Empfehlung für diesen Film! Und wer sich darauf einläßt, den erwarten mit Sicherheit neue Einblicke in die Tiefen der menschlichen Seele...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ist keine einfache Dokumentation, 5. Februar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Act of Killing [DVD] [UK Import] (DVD)
Ein Film quasi von den "verbrechern" des Genozids in Indonesien der 60er Jahre. Erst schwierig rein zu kommen... und sehr hart, wenn gezeigt eird wie die so genannten kommunisten ermordet wurden. Sehr aufschlussreiche Dokumentation und ehrlich.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Masterpiece, 29. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: The Act of Killing [DVD] [UK Import] (DVD)
A historical must-see. There are two movies picking up this historical Background. This is One of them. I just can highly recomment everybody to see this.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Falsche Rücksichtnahme, 26. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Act of Killing (OmU) (DVD)
Dieser Film wirft Licht auf einen ausgesprochen blutigen Teil der indonesischen Geschichte, dem Massenmord von mehreren Hunderttausend Menschen im Namen des Antikommunismus. Aus falscher Rücksichtsnahme auf die noch fälscheren Leute wurde das Thema vom Westen viel zu lange beschwiegen. Die Täter laufen immer noch frei herum, bis in höchste politische Kreise werden die Taten heute noch als notwendig betrachtet und eine Aufarbeitung abgelehnt. Daran sollte man denken, wenn man nach Indonesien reist. Amok kommt aus dem Indonesischen.

Insofern kann man diesen Film von Joshua Oppenheimer gar nicht hoch genug wertschätzen.
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5.0 von 5 Sternen Massenmorde in Indonesien (als Western, Gangsterfilm oder als Musical), 4. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Act of Killing (OmU) (DVD)
Joshua Oppenheimer verbrachte sieben Jahre in Indonesien, um diesen Dokumentarfilm zu schaffen. Ursprünglich wollte er einen Film mit den Überlebenden des Genozids der Jahre 1965-66 drehen, als 1 – 2,5 Mio Menschen in Indonesien ermordet wurden (genaue Zahlen gibt es nicht). Aber das verhinderten die Behörden bzw. Mitglieder des Militärs.

Stattdessen kam er in Kontakt mit den Mördern von damals, die ihm sehr gerne die Orte zeigten, an denen sie ihre Opfer getötet hatten. Die Täter nennen sich Gangster (preman) und übersetzen dies mit „freie Männer“. Sie sind Mitglieder einer regierungsnahen paramilitärischen Organisation namens „Pancasila“, die auch heute noch junge Menschen rekrutiert (als Muskelkraft und Nachwuchs für ein System aus Korruption und Erpressung).

Anwar Congo aus Medan in Nord-Sumatra, der heute etwa 70 Jahre alt ist, war der 41. Mörder, den der Regisseur kennen lernte. Die erste Szene im Film ist auch das allererste Gespräch, das er mit Oppenheimer führte. Dabei demonstriert Anwar mit einem Draht, wie er auf dem Dach eines Wohnhauses vor über 40 Jahren zahlreiche Menschen stranguliert hatte. Anschließend tanzt er einige Schritte Cha-Cha-Cha.

Zwischen den beiden Männern entwickelt sich eine Beziehung und - darauf aufbauend - entsteht dieser Film. Anwar Congo beschreibt die Szenen, die er gerne filmisch umsetzen lassen möchte. Oppenheimer organisiert die Aufnahmen, er selber bleibt unsichtbar dabei. Anschließend schaut sich Anwar die Szenen an, sehr aufmerksam, macht Kommentare. Erst nach Abschluss einer Szene wird die nächste angegangen. Anwar liebt Filme, besonders die amerikanischen, und probiert sich in unterschiedlichen Genres aus.

Dazwischen kommen noch andere Täter zu Wort, beispielsweise der Gouverneur von Nord-Sumatra und der Stellvertretende Minister für Jugend und Sport, die sich zu den Morden äußern, als wären es großartige Errungenschaften.

Die Szenen in dem Film schockieren und verursachen Übelkeit. Gegen Ende war es leichter, wobei ich nicht genau sagen kann, ob der Film weniger schlimm wurde oder meine Abwehrmechanismen besser.

Ich habe den Film so empfunden, als sei er eine Therapie für Anwar Congo, den Massenmörder. Langsam, Szene für Szene, kommt er in Kontakt mit seinen verdrängten und verleugneten Gefühlen. Deutlich wird: solche Taten und Erlebnisse kann man nicht vergessen. Nein, es kostet sehr viel Kraft, sie umzudeuten, zu verändern oder an anderes zu denken. Drogen können nur kurzzeitig helfen.

Der Film selber ist 159 Minuten lang (die Kinofassung nur 119 Minuten), dazu kommt als Zusatzmaterial ein sehr interessantes Interview mit Joshua Oppenheimer, aus dem ich die Infos für diese Rezension habe.
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5.0 von 5 Sternen Verstörend, 23. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Act of Killing (OmU) (DVD)
Unglaublich spanned, unfassbar und sehr berührend. Noch nie wurde ein Kriegsverbrechen so gezeigt.
Muss man gesehen haben, um zu eine Vorstellung davon zu bekommen, zu was wir Menschen fähig sind.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super DVD, 13 € guter Preis, 18. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Act of Killing (OmU) (DVD)
Nachdem man den Film im Kino quasi nicht sehen konnte, habe ich monatelang auf die DVD gewartet und bin total beeindruckt. Ich werde 5-10 DVDs kaufen und die dieses Jahr verschenken. Ein Film, den jeder gesehen haben muss!
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The Act of Killing  (OmU) [Blu-ray]
The Act of Killing (OmU) [Blu-ray] von Joshua Oppenheimer (Blu-ray - 2014)
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