Kundenrezensionen


20 Rezensionen
5 Sterne:
 (8)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (4)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (6)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen F...
Okay, ein wenig skeptisch war ich ja schon. Rund einunddreiviertel Stunden jemandem dabei zusehen, wie er auf dem Meer treibt? Kann einen sowas fesseln? Meine Meinung: Es kann!

Ungewöhnlich ist die Inszenierung auf jeden Fall. Lediglich ein einziger Darsteller, keine Dialoge, ein einziger Schauplatz. Und man erfährt absolut nichts über die...
Vor 3 Monaten von hamburg-2005 veröffentlicht

versus
14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wide open Sea
(Kinoversion)

J.C. Chandor hat mit seinem Debütfilm "Der große Crash - Margin Call" mit dem großartigen Kevin Spacey 2011 einen intelligenten, hochspannenden und dialoglastigen Film hingelegt. In "All is Lost" nun besinnt sich der Regisseur und Drehbuchautor auf das Wesentliche und schickt Altstar Robert Redford im Segelboot aufs weite Meer,...
Vor 3 Monaten von MissVega veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen F..., 9. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost [Blu-ray] (Blu-ray)
Okay, ein wenig skeptisch war ich ja schon. Rund einunddreiviertel Stunden jemandem dabei zusehen, wie er auf dem Meer treibt? Kann einen sowas fesseln? Meine Meinung: Es kann!

Ungewöhnlich ist die Inszenierung auf jeden Fall. Lediglich ein einziger Darsteller, keine Dialoge, ein einziger Schauplatz. Und man erfährt absolut nichts über die Hauptfigur, außer das er verheiratet ist oder war. Er trägt zumindest einen Ehering. Der Segler ist sogar namenlos. So wird er im Abspann auch nur "Our Man" genannt. Und das passt auch ganz gut, denn irgendwie leidet man gemeinsam mit dem Helden.

Gesprochen wird nur ganz am Anfang aus dem Off. Und das könnte etwas verwirren. Mehr dazu sage ich jedoch nicht, da Ihr den Film ja vielleicht noch selbst anschauen wollt.

Fazit: Was eine todlangweilige Angelegenheit hätte werden können, ist Dank Robert Redford zu einem sehenswerten Film geworden. Wer mal nicht den üblichen Klamauk oder Action-Schrott aus den USA sehen möchte, sollte sich diesen Film unbedingt anschauen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wirkt lange nach - ein sehr packender Film, 14. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost (DVD)
Seit der Film All is lost in den diversen Kulturteilen der Zeitungen das erste Mal (früher Herbst 2013) besprochen wurde, habe ich darauf gewartet, ihn zu sehen. Als Redford-Fan ohnehin für mich ein Muss.

Bevor der Film richtig losgeht, hört man eine Stimme aus dem Off, die so Einiges vorwegnimmt. "Our Man" Robert Redford, im Film ohne Namen, segelt im Indischen Ozean. Er hat geschlafen, wird von seltsamen Geräuschen und vom Wasser wach. Ein Container, der sozusagen herrenlos auf dem Meer getrieben hat, hat ein Loch in die Bootswand geschlagen. Der Container steckt nun im Boot fest. Der Segler löst ihn mit einem beweglichen Anker, steuert danach den Container nochmals an, besteigt dieses rostige rote Teil, um den Anker einzuholen und beobachtet dabei, wie sich allerhand Kindersportschuhe aus dem Containerloch ins Meer verteilen. Der Segler baut eine handgetriebene Pumpe, um das Wasser aus dem Bootsinnenraum zu pumpen, flickt das Loch außen am Boot, das alles bei schönstem Sonnenschein. Wir sehen ihm dabei zu, wie er professionell und ohne aus der Ruhe zu geraten, diese Reparaturen vornimmt, jeder Handgriff sitzt. Als alles erledigt ist, hört man den ersten Donner. Ein Sturm zieht auf.

Mehr möchte ich hier gar nicht schreiben. Mich hat der Film sehr beeindruckt. Sehr wenig Worte, eigentlich nur ein paar, wenig Musik, und wenn, dann melancholisch. Die Geräusche des Sturms, des Wassers und die der Tätigkeiten des Seglers sind bald die einzigen, die dem Zuschauer eine Hörkulisse bieten. Ist der Segler anfangs noch ganz Herr über die Dinge, hat also die Kontrolle, wird Schritt für Schritt deutlich, wie er eben diese Kontrolle verliert. Trotzdem spielt Redford so, dass man immer noch mit ihm hoffen möchte. Egal, was er tut, er tut es überlegt, kontrolliert, bis zum Schluss. Kein emotionales Drama nimmt den Zuschauer gefangen, es wird nicht gejammert, mit dem Schicksal gehadert, es werden keine verzweifelten Selbstgespräche geführt, sondern dieser Film besticht durch eine Sachlichkeit, die man dem Segler ohne weiteres abnimmt.

Ein für mich ganz empfehlenswerter Film, der die Kinoleinwand benötigt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein namenloser Segler, 8. Januar 2014
Von 
Felix - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost (DVD)
Ein Film der ganz anderen Art, eine gewisse Herausforderung für den grandiosen Schauspieler Robert Redford, der diesmal nicht als Regisseur tätig ist, sondern sich mal wieder seiner schauspielerischen Talente widmem wollte, auch für den Zuschauer.
Der ältere Einhand-Segler, allein im Indischen Ozean mit seiner Yacht unterwegs, wird eines Morgens durch einen lauten Rums geweckt. Ein im Ozean herrenlos, im Wasser treibender Container hat seine Jacht beschädigt. Wasser dringt in sein Schiff ein, zerstört in rasender Geschwindigkeit die Elektronik der Yacht. Ein Desaster unvorstellbarer Konsequenz, dem Mann wird jegliche Möglichkeit genommen sich irgendwelcher Rettungssignale zu bedienen.
(Spoiler)
Der Zuschauer erkennt, dass es jetzt um das Überleben des Seglers geht.
Es ist ein Mainstreamfilm, der aus Reduktion besteht. Ungewöhnlich ist der weitere Verlauf dieses Filmes. Der Zuschauer erfährt nichts von dem Protagonisten, er bleibt anonym, lediglich ein Ehering am Finger des Seglers deutet darauf hin, dass er Familie haben könnte. Robert Redford überzeugt in diesem Überlebenskampf durch seine charakteristische Darstellungskraft. Er spricht selten, und wenn, dann zu sich selbst. Der Zuschauer ist mit dem alten Mann allein auf hoher, stürmischer See, wird mitgenommen in die Auswegslosigkeit der Situation. Die Yacht wird in der gewaltigen See hin- und hergeworfen, Wasser dringt immer wieder durch das Leck, Wasserschöpfen bis zur Verzweiflung, Teile der Yacht brechen, für Robert Redford beginnt ein wortloses Ringen um Leben und Tod in heulenden Böen und brandenden Wellen. Verletzt und von der Sonne verbrannt flieht der Segler in sein Rettungsboot, wirft eine Flaschenpost in die tosende See. Der Zuschauer fiebert mit den emotionsbeladenen Handlungen des Protagonisten mit.
Eine Einmann-Show des grandiosen Schauspielers Robert Redford, vorerst in den Kinos zu sehen. In diesem Fall war es das Cinemaxx!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der alte Mann und das Meer im Angesicht des Todes, 10. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost (DVD)
"All Is Lost" (2013) ist ein harter Actionfilm und handelt von einem Mann, der einen Zweikampf mit der Naturgewalt austrägt. Antagonist ist hier die Natur, die sich in ihrer grausamsten und unerbittlichsten Weise in der Unberechenbarkeit des Meeres und der Gewalt des Wassers offenbart. Der Film beeindruckt und überzeugt vor allem durch seine stille Dramatik. Es macht keinen Spaß, dem ausweglosen Überlebenskampf des Protagonisten gegen die übermächtige Natur beizuwohnen. Vielmehr empfindet man so etwas wie Bestätigung, vielleicht sogar auch Bewunderung, auf jeden Fall aber einen sehr großen Respekt für diesen Mann. Die Menschen können zusammen leben wenn sie wollen, aber sterben tut letzten Endes jeder für sich alleine. Man versucht im Leben immer irgendetwas und manchmal hat man vielleicht auch Erfolg und erntet - je nachdem in welchem Lebensbereich man nach etwas strebt - Anerkennung oder Erwiderung. Aber ganz am Ende eines jeden Menschenlebens steht früher oder später ganz unausweichlich der Tod. Der Autorenfilmer J. C. Chandor hat mit diesem Film der Schauspiellegende Robert Redford ein filmisches Denkmal gesetzt, das dem Charakter des Schauspielers und dem wofür er mit seinen Rollen in früheren Filmen oftmals einstand, gerecht wird. Man kann nicht behaupten, dass es irgendeinen anderen Schauspieler gibt, der ihm hier die Show stiehlt, zumal Redford in diesem Film das einzige menschliche Wesen weit und breit ist. Er hat einfach das Zeug, einen Film mit seinem Charisma auch ganz mutterseelenallein zu tragen und zu beherrschen, und das obwohl er schon fast 80 ist. "All Is Lost" ist für ihn ein würdiges Alterswerk und einer seiner besten Filme, eine Allegorie auf das menschliche Leben an sich. Das Argument, der Schluss sei zu konstruiert und unwahrscheinlich, lasse ich so nicht gelten, denn selbst das Filmende kann man allegorisch interpretieren. Daran erkennt man wahrhaft großes Kino, nämlich dass es seinem Publikum die Möglichkeit bietet eigene Erfahrungen und Erkenntnisse auf die Filmhandlung zu projizieren, so dass ein persönliches Verhältnis zwischen Film und Zuschauer entsteht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wide open Sea, 13. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost (DVD)
(Kinoversion)

J.C. Chandor hat mit seinem Debütfilm "Der große Crash - Margin Call" mit dem großartigen Kevin Spacey 2011 einen intelligenten, hochspannenden und dialoglastigen Film hingelegt. In "All is Lost" nun besinnt sich der Regisseur und Drehbuchautor auf das Wesentliche und schickt Altstar Robert Redford im Segelboot aufs weite Meer, und zwar ganz allein und mit lediglich einer Handvoll Worte ausgestattet. Konträrer könnten diese zwei Filme von Chandor kaum sein. Zwar ist "All is Lost" durch seine fast stumme Inszenierung (auch Musik wird nur an zwei, drei Stellen im Film eingesetzt) nicht so emotional und erschütternd wie manch anderes Drama, dennoch ist es Chandor gut gelungen, einen recht spannenden Film nahezu ohne Worte und mit einem souverän agierenden Robert Redford zu drehen, so dass in den immerhin 106 Filmminuten kaum Langeweile aufkommt.

Chandor wirft uns dann auch gleich hinein in die Handlung. Ohne seinen namenlosen Protagonisten vorzustellen oder ihm eine irgendwie geartete Biographie zu verpassen, landen wir mit Redford auf einem Segelboot im Indischen Ozean, ca. 1.700 km entfernt von Sumatra. Was der Segler dort macht, wo er hin will, ob er verheiratet ist und Kinder hat oder wie lange er schon unterwegs ist, all dies erfährt der Zuschauer nicht. Es erweist sich allerdings auch als unwichtig, denn hier geht es lediglich um den Überlebenskampf eines Mannes allein auf hoher See. Bereits in den ersten Filmminuten geschieht das Unglück. Des Seglers Boot wird von einem umhertreibenden Container gerammt und schlägt Leck. Zwar kann der Mann dieses Leck vorübergehend abdichten, doch der nächste Schicksalsschlag lässt nicht lange auf sich warten…und der nächste und der nächste. Funkgerät und Navi sind kaputt, dann zieht ein schwerer Sturm auf, dann…passieren noch viele weitere Dinge, und zwar immer genau dann, wenn man zusammen mit dem Segler wieder etwas Hoffnung schöpft, dass es nun vorbei ist mit der Pechsträhne. Aber nein, hier geht wirklich alles schief, was schief gehen kann und irgendwann gehen auch dem erfahrenen Segler die Ideen aus, wie er sich und sein Boot oder auch nur sein Leben noch retten kann. Der Plan, sich irgendwie auf eine von Handelsschiffen befahrene Seeroute zu manövrieren, rückt in unerreichbare Nähe…

"All is Lost" ist ein Experiment für den Kinogänger der heutigen Zeit. Chandor enthält ihm nämlich fast alles vor, was gemeinhin einen "guten", aber vor allem spannenden Film ausmacht. Eine dramatische, emotionale Geschichte, rasante Action und Stunts, taffe Dialoge und eine vielschichtige Interaktion der Charaktere. All dies fehlt "All is Lost" und dennoch ist der Film über weite Strecken spannend und gelungen. Wofür einerseits Chandors souveränes Drehbuch und andererseits das erfahrene und routinierte Spiel des 77jährigen Robert Redford verantwortlich ist. Chandor gelingt es, seinen Protagonisten immer neuen Verkettungen unglücklicher Umstände auszusetzen und so die fortwährend hochgehaltene Hoffnungsfahne immer wieder heftig flattern zu lassen. Jedes Mal, wenn man denkt, der Segler hätte das Ruder, das sein Schicksal nun endgültig zu besiegeln scheint, wieder herumgerissen, geschieht ein neues Unglück. Und auf so eine Reihe von teuflischen Zufällen muss man erstmal kommen, wenn man nur Wasser und ein Boot zur Verfügung hat. Aber Chandor lässt hier wirklich alles schiefgehen, was überhaupt nur schiefgehen kann, und das ist mehr, als man sich anfangs vorstellen kann. So erhält "All is Lost" eine erstaunlich spannende Handlung, obwohl nicht gesprochen wird und Chandor sich somit voll und ganz auf die Bildsprache seines Films und Redfords jahrzehntelange Schauspielerfahrung verlässt.

Den Kritikern, die nun gleich wieder nach einem Oscar für Redfords fulminante Darstellung krakeelen, sei nicht allzu viel Gehör geschenkt. Redford beeindruckt eher durch sein unfassbar gelassenes, pragmatisches und versiertes Spiel als durch eine wirklich oscarreife Darstellung. Dafür gibt seine Rolle dann doch nicht genug her bzw. er legt sie nicht so spektakulär an, als dass man von seinem ausdrucksstarken Spiel überwältigt wäre. Anstatt den Zuschauer in emotionalen Aufruhr ob seines unglückseligen Schicksals zu versetzen, erreicht Redford erstaunlicherweise genau das Gegenteil. Seine ruhige und überlegte Art, mit den immer neu auftauchenden Problemen umzugehen, beruhigt den Zuschauer und wiegt ihn in der trügerischen Sicherheit, dass schon alles gut werden wird. Oft wird man sich der Gefahr, in der der Segler schwebt, gar nicht recht bewusst, weil er so kontrolliert und besonnen vorgeht, dass man fast meinen könnte, das alles wäre doch gar nicht so schlimm. Redford spielt seinen Part erfrischend unsentimental, unerschütterlich und gelassen, so dass die Verzweiflung bis fast zum Ende nie ganz greifbar wird. Auch körperlich ist der 77jährige noch in erstaunlich guter Form und meistert die offensichtlich anstrengenden und kräftezehrenden Dreharbeiten so pragmatisch wie sein Schicksal als verunglückter Segler.

Als Tüpfelchen auf dem I gelingt es Chandor dann noch, den Zuschauer erst buchstäblich in der allerletzten Filmminute über das Schicksal seines Helden aufzuklären. Das macht einige doch sehr ruhige Passagen, in denen man Redford ruhig mal mit sich selbst hätte reden oder fluchen oder weinen lassen können, wieder wett. Denn da "All is Lost" nicht nur die Dialoge, sondern auch ein mitreißender oder traurig-emotionaler Soundtrack fehlen (bis auf einige wenige Ausnahmesequenzen), wird es ab und an dann doch ein wenig zu ruhig oder bleibt oberflächlich.

"All is Lost" braucht nicht unbedingt die große Leinwand. Außer dem Boot, dem Segler und ab und an dem sturmgepeitschten oder trügerisch ruhigen Meer und dem Himmel gibt es hier nicht viel zu sehen. Man muss sich "All is Lost" also nicht unbedingt im Kino ansehen, die heimische Fernsehleinwand dürfte dafür ausreichen. Auch wenn der Film jetzt nicht der ganz große Wurf ist, ist er spannend und gut inszeniert und verfügt in 106 Minuten nur über wenige Längen. Und es freut einen zu sehen, dass Robert Redford ein Darsteller ist, der immer noch top in Form ist und der auch ohne Worte überzeugend abliefern kann. Nicht phänomenal, aber sehr fundiert und gut. Ergo sehr gute drei von fünf Segeltörns, die ganz anders enden als geplant.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen greifbare Verzweiflung pur, 24. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost [Blu-ray] (Blu-ray)
1600 Meilen von Sumatra entfernt stellt ein Segler (Robert Redford) fest, dass ihn ein treibender Container gerammt hat. Sein Segelboot hat ein großes Leck geschlagen und läuft voll Wasser. Ruhig gelingt es ihm, den Container vom Boot wegzustoßen. Das Ausmaß der Zerstörung ist verheerend. Nicht nur das Funkgerät ist beschädigt sondern auch das Laptop. Eine Verbindung zur Außenwelt ist somit unmöglich geworden. Zwar gelingt es ihm mühsam das Leck zu stopfen und auch das Wasser auszupumpen, doch die Trockenlegung schlägt fehl. Das Meerwasser hat das Funkgerät zerstört. Als ein Sturm aufzieht und das Segelschiff mehr und mehr in ein Wrack verwandelt wird die Lage des Mannes immer auswegloser.

Im 21. Jahrhundert beinahe ein Stummfilm und Kammerspiel mit einem einzigen Darsteller? Klar, dass das kein Kino in der näheren Umgebung zeigen wollte. Auch hier musste ich bereits wie bei "12 Years a Slave" 50 km weit fahren um diesen Film zu sehen. Der Film ist kein Actionfilm an sich. Er hat zwar einiges an Spannung zu bieten, mehr jedoch bietet er eine dichte Atmosphäre und einen Charakter, der mehr und mehr verzweifelt. Ein 08/15-Segler, der zwar Fehler macht, aber durchaus alles versucht, was in seiner Macht steht und zunächst auch nie die Fassung verliert. Als die Lage aber immer aussichtsloser und verzweifelter wird, ändert sich das Verhalten des Mannes verständlicherweise. Es zeigt auch eindrucksvoll wie klein der Mensch im Gegensatz zur Natur ist und er leicht zum Spielball der Elemente werden kann. Robert Redford zeigt sich zu recht enttäuscht, wenn er nicht nominiert worden ist. Er trägt ganz alleine einen 106minütigen Film, bei dem man von der ersten Minute an mit dem Charakter mitfiebert. Dabei zeigt sich ein darstellerisches Können von denen sich so mancher eine Scheibe abschneiden könnte. Ich war von dem Film sehr beeindruckt, wie die Rezension zeigt und freue mich bereits jetzt auf die Veröffentlichung auf Blu-ray, die ich mir definitiv zulegen werde. Dann kann ich mich auch zu den Extras äußern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Absolut beeindruckend, 17. April 2014
Von 
Bernd Spitzley "Musical Box" (Leutesdorf/Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost (DVD)
Der Film an sich ist für mich ganz großes Kino. Vom Anfang bis zum Ende keinerlei Langeweile. Somit waren für mich die größten Kriterien die ein Film erfüllen muss zu 100% erfüllt. Redford spielt die Rolle so wie man sie aus meiner Sicht spielen muss um dem Film das zu geben was er braucht. Details spare ich hier bewusst aus, da es keinerlei Sinn macht auf Einzelheiten einzugehen. Es macht auch keinerlei Sinn die ganzen Fehler des Films aufzuzeigen (wer segeln kann sollte vielleicht besser nicht hingehen) wie es einige hier gemacht haben. Kino soll inspirieren, die Gedanken, vor allem aber die Gefühle ansprechen. Ich habe mir den Film nicht angeschaut um segeln zu lernen, genauso wenig schaue ich mir einen Krimi an um zu wissen wie viele Schuss eine Walter PPK-Pistole hat oder haben sollte. Diese Details sind für Dokumentationen wichtig, nicht für einen Kinofilm.
Mein Prädikat lautet: besonders wertvoll
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann man sich (einmal) ansehen, 24. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost (DVD)
"All is lost" ist durchaus unterhaltsam. Die Geschichte vom Überlebenskampf eines Schiffbrüchigen auf einer Rettungsinsel kann man zwar nicht unbedingt als Innovation des Jahres bezeichnen und dass das Überleben auf hoher See nicht grad ein Zuckerschlecken ist weiß auch jeder, der "Open Water" oder "Cast away" gesehen hat.

Der Soundtrack ist sehr gut und stimmig, die Naturaufnahmen des Meeres sind schön und die Handlung knapp und prägnant ohne überflüssigen Schnörkel. Dialoge sind nicht vorhanden und auch nicht notwendig. Insgesamt ein guter Film.

Was man jetzt "negativ" bewerten könnte ist die stellenweise relativ schwer nachzuvollziehende Trägheit des Hauptdarstellers. Ist seine unerschütterliche Ruhe anfangs noch relativ beeindruckend, so wirkt Redford im Laufe des Films und der zunehmend verzweifelter werdenden Situation durch seine phlegmatische und beinahe schon unbeteiligte Art so, als würde ihn das eigene Schicksal nicht besonders tangieren. Dies mag zu seinem Filmcharakter vielleicht passen, aber 1: wird über ihn im wahrsten Sinne des Wortes kein einziges Wort verloren, so dass man nicht weiß, ob diese Coolheit zu seinem Charakter passt oder nicht, und 2: wenn der Protagonist sich nicht besonders um sein Schicksal kümmert, warum soll sich dann der Zuschauer darum kümmern?!
Hier ist das normalerweise zutreffende Sprichwort: "Weniger ist Mehr" nicht unbedingt zutreffend. Etwas mehr Charaktertiefe hätte dem Film keinen Abbruch getan.

Fazit: Guter Film mit schönen Bildern und passender Musik. Spannend und unterhaltsam - aber unterm Strich nichts wer weiß wie Besonderes und auch kein Kandidat der Rubrik Film, den man öfters genießen müsste. Daher auch mein Endurteil: Gut, aber einmal reicht!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschmacks Sache, 23. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost (DVD)
Soeben den Film in der Sneak Preview geschaut. Der Film ist komplett ohne Dialog bzw. ein mal die Stimme im Off am Anfang von Robert Redford ansonsten hat er noch 2 Wörter in einem 100 min langen Film. Keine Frage Robert Redford ist einfach ein Hammer Schauspieler und ich glaube das der Film ihn jede Menge Kraft und Ausdauer kostete . Doch diesen Film empfehle ich nur für hartgesottene Redfords Fans und Liebhaber von Arthouse Filmen. Ein ziemlich anstrengender Film den man sich auch ruhig auf DVD anschauen kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der alte Mann und das Meer? - Gute Ansätze, leider zu vage in Aussage und Kontext, 31. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: All Is Lost (DVD)
Als begeisterter Leser von Hemingway's Klassiker kam ich natürlich nicht völlig umhin, diesen Film mit der wunderschönen Novelle zu vergleichen. Auch wenn Thema und Rahmengeschichte völlig verschieden sind, so geht es im Kern beider Erzählungen doch zunächst um einen "alten Mann", der, völlig auf sich allein gestellt, gegen die unbezwinbare Natur ankämpfen muss - oder? Wieso ich beim Vergleich "All is Lost" und "The Old Man and the Sea" verweilen möchte ist aber: anschaulicher lässt es sich wohl kaum herausarbeiten, was die Schwächen dieses Films und zugleich die Stärken des Buches sind.
Zunächst einmal zu den Stärken des Films: In optisch sehr ansprechenden Bildern kreierte Chandor einen Film, zu dem es sicherlich großen Mut braucht. Mut daher, weil ein Streifen, bei dem zu 98% nichts gesprochen wird, beim Mainstream-Publikum nicht ankommen wird. Dazu braucht man keine Glaskugel, um das vorherzusagen. Anspruchsvolle Filme und Filme, die Kasse machen, sind im 21. Jahrhundert zwei unterschiedliche Kategorien. Robert Redford spielt seine Rolle großartig; man nimmt ihm die Verzweiflung und die Mühe, mit der er kämpfen muss, wirklich ab. Der Altmeister erlaubte sich hier keinerlei Schnitzer und ist die perfekte Besetzung.
Nun zu den Schwächen: In Hemingway's Klassiker ist der Kampf Santiagos (der alte Fischer) gegen den Marlin in eine weitläufige, schlüssige Symbolik eingearbeitet. In "All is Lost" erfährt der Zuschauer dagegen NICHTS über den alten Mann. Man kann lediglich mutmaßen, dass der Mann ein erfahrener Segler ist (siehe: Überlebenstechniken) und er wohlbetucht sein muss (sonst hätte er wohl kein Segelboot, welches allem Anschein nach sein eigenes ist). Wieso lässt der Regisseur die Chance verstreichen, mehr über den Protagonisten zu erzählen und gibt sich keinerlei Mühe, auch nur ansatzweise den Kontext dieses Überlebenskampfes herauszuarbeiten?
Weiter hat der Film ein paar dramatische Höhepunkte (Rettungsboot kippt um etc.), aber großen Teil muss ich leider sagen - habe ich mich zeitweise richtig gelangweilt. Leider hat das auch damit zu tun, dass der Regisseur einige Handlungen penibel genau darstellt, dann unverständlicherweise wieder Szenen im Zeitraffer zeigt - das wirkt halbherzig und inkonsistent. Hemingway’s Büchlein zeigt, wie packend der Kampf Mensch – Natur sein kann.
Falls die Filmemacher mit der Karambolage des Schiffs mit einem Container voller Turnschuhe und den Großbildaufnahmen voll beladener Containerschiffe leise Kritik am globalen Welthandel üben wollten, so ist mir diese Kritik zu schwach und hätte viel stärker betont werden müssen. Falls er das nicht wollte, so fände ich das doppelt schade.
Alles in allem handelt es sich bei "All Is Lost" um einen ungewöhnlichen, nachdenklichen Film, bei dem mir aber Aussage und Kontext viel zu vage sind, als dass ich diesem Film mehr wie 3 Sterne geben kann. Einen weiteren Stern bekommt der Film von mir, weil es wie gesagt großen Mut braucht, einem Mainstreampublikum einen "Stummfilm" zumuten zu können.
Sehenswert: ja. Mehr als einmal werde ich mir diesen Film aber nicht ansehen und bleibenden Eindruck hat er bei mir auch keinen hinterlassen. Potenzial: verschenkt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0x9f113138)

Dieses Produkt

All Is Lost [Blu-ray]
All Is Lost [Blu-ray] von J.C. Chandor (Blu-ray - 2014)
EUR 14,99
Vorbestellbar
Vorbestellen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen