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am 15. November 2010
Seit beinahe sieben Jahren wird "Hotte Im Paradies" in unregelmäßigen Abständen im Spätprogramm des deutschen Fernsehens gesendet. Es dürfte im deutschsprachigen Raum unzählige Cineasten geben, die Dominik Graf nicht zuletzt dieses Meisterwerks wegen verehren. Eine sinnvolle Antwort auf die Frage, warum es trotzdem seit 2003 keine offizielle Veröffentlichung einer DVD gegeben hat, erschließt sich dem gesunden Menschenverstand kaum, ist aber ein tragisches Beispiel dafür, wie die hiesige Filmwirtschaft mit den Leistungsträgern des zeitgenössischen Films umgeht.

"Hotte Im Paradies" ist ein Meisterwerk, dass nicht angemessen gewürdigt wurde, obwohl der Film in Baden-Baden und auch bei der Verleihung des deutschen Fernsehpreises (Birgit Schade - beste Nebenrolle) ausgezeichnet wurde. Eine Sternstunde des Fernsehens, aber eigentlich zu schade für's Fernsehen. Dieser Film kommt zur Sache und er dringt tief ein.

"Mit jedem Tag ist ein Stück von Deiner Seele weg und mit jedem Tag wirst Du schlechter." lässt Hotte (Misel Maticevic) uns wissen, nachdem wir zu Beginn Zeugen eines Attentats auf den Zuhälter geworden sind. Auch die anderen Lebensweisheiten, mit denen Hotte während der folgenden zweistündigen Rückschau nicht eben spart, sind von erheblicher Bedeutung. Das Buch von Ralf Basedow ("Bin ich Schön?", "Eine Stadt Wird Erpresst", "Im Angesicht Des Verbrechens") nähert sich dank hervorragender Recherche seinem Sujet angstfrei und so erleben wir die äusserst glaubwürdige Darstellung eines Auf- und Abstiegs des ambitionierten Luden.

Der junge Zuhälter steht im Berliner Rotlicht-Milieu am Anfang seiner Karriere und erfreut sich des leichten Lebens. Hotte erwirbt die Vermarktungsrechte an der Hure Jenny (Nadeshda Brennicke), seine Karriere kommt in Schwung. Der folgende Überlebenskampf ist eine grandiose Parabel auf das Dasein, wunderbar leichtfüßig inszeniert, ohne abzuheben. Man hat dem Film vorgeworfen, gegen Ende die Distanz zu seinen Protagonisten zu verlieren - das ist ein vernachlässigbarer, winziger Makel, vielleicht der Machart des Films geschuldet und er ändert nicht das Geringste an der aussergewöhnlichen Qualität des Werks.
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am 31. Mai 2012
Dieser Film von Dominik Graf mit Misel Maticevic ist einzigartig!
Sie kommen großkotzig daher: die Luden mit ihren Goldkettchen, ihren Rolex,
den Cabrios und IHREN NUTTEN. Alles mehr Schein als Sein. Das macht dieser Film auf
ganz besondere Weise deutlich. Da sieht man doch einen gefühlvollen, verletzbaren
Zuhälter, der in der Welt der Prostitution, der Macht und der Korruption, in der
letztendlich nur das Geld regiert, seinen Platz sucht. Er liebt die Frauen, die
er verkauft - und sie lieben ihn.
Der Film ist spannend, dramatisch, brutal. Er gewährt Einblicke in eine Welt, die
Otto-Normal-Verbraucher nicht kennt, und dabei so eindrucksvoll dargestellt wird,
dass man keine Sekunde an der Echtheit zweifelt.
Dieser Film ist absolut sehenswert.
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am 3. August 2011
Meines Erachtens einer der besten Filme von Dominik Graf, vor vielen Jahren hatte ich ihn das erste Mal gesehen und dann lange auf die Erscheinung auf DVD gewartet.
Am besten gefällt mir das ständige Auf und Ab des Protagonisten, die heftigen Ausschläge nach oben und unten. Erfrischend auch seine fast emotionslose Beziehung zu Geld "...ist für mich nur bedrucktes Papier". Ernüchternd ist auf der anderen Seite der Einblick in das Rotlichtmilieu Berlins, dessen filmerische Darstellung offensichtlich eine sorgfältige Recherche zugrunde liegt.
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am 9. Juni 2015
Zuhälter Hotte (Misel Maticevic) ist noch auf dem Weg nach oben. Sein Selbstbewußtsein ist grenzenlos, ebenso seine Gier, zu den ganz Großen der Szene zu zählen. Er hat die intelligente Rosa (Birge Schade) und die jüngere, fast noch kindlich wirkende Yvonne (Stefanie Stappenbeck) als "Pferdchen im Stall", die sein Luxusleben finanzieren. Richtig bergauf geht es, nachdem er bei einem Würfelspiel im Ludenkreis dick absahnt und sich jetzt noch die erfolgreiche Jenny (Nadeshda Brennicke) dazukaufen kann. Es rollt der Rubel, eine Rolex, ein Luxuscabrio (Ratenzahlung mit dem Haken, bei einer versäumten Rate den Wagen und alle bisher geleisteten Zahlungen zu verlieren) und viele teure Geschenke für seine Mädchen müssen her.

Am Schluß verliert er alles und liegt, so begann auch der als umfangreiche Erinnerung gestaltete Fim, schwer - wenn nicht gar tödlich - verletzt im Rettungswagen.

Misel Maticevic spielt den Angeber, de sich durch dieses Gehabe den Cracks der Szene anpaßt, hervorragend. Die Kerle werden als eiskalte, brutale Genußmenschen geschildert, die oft nach der Devise alles oder nichts leben, es gehört zum guten Stil, beim Würfeln die eigene Existenz zu riskieren. laut Wikipedia urteilte die "TV Spielfilm", es sei " .......... gelungen, dem Zuschauer eine so widersprüchliche Figur wie Hotte ans Herz zu legen." Nun , mir nicht. Als vor 20-30 Jahren ein Großzuhälter aus dem Kölner Raum starb, weil er als Fahrer einen Lamborghini Countach zerlegte, und in einer Tageszeitung eine ganzseitige Todesanzeige erschien ("Wer ihn nicht gekannt hat, hat nicht gelebt!"), versehen mit 50 Frauenvornamen, wahrscheinlich Prostituierte von ihm und "Kollegen", war ich traurig: Der schöne Lamborghini! (Auch wenn das mit dem Eid des Hippokrates von der Moral her nicht unbedingt kompatibel war). Unabhängig davon spielt Maticevic Rollen aus dem kriminellen Milieu nicht nur hier hervorragend:

Birge Schade als Lieblingsfrau und Lebensgefährtin, die einzige, die Hotte auch mal in die Schranken weisen darf. Die damals 37jährige spielt die z.T. mütterliche frauliche , erfahrene Prostituierte, die einzige, die man als Profi bezeichnen kann, sehr sympathisch. Für unter anderem diese Rolle erhielt sie 2005 den Deutschen Fernsehpreis als beste Nebendarstellerin. Und: Fraulich ist keine höfliche Umschreibung für zu dick, sondern ein Kompliment, daß auf die meisten tapezierten Skelette, die Top-Model genannt werden, nicht zutrifft.

Stefanie Stappenbeck, auch heute noch eine sehr jugendlich wirkende Schönheit, glänzt ais ausgebrannte Frau, die nur noch Ekel empfindet und lieber heute als morgen aus dem Milieu aussteigen würde. Wenn das mal so einfach wäre!

Nadeshda Brennicke, oft fehlbesetzt, hier ist sie die richtige: schön, geheimnisvoll und widersprüchlich, fast selbstmörderisch dreist, weil sie keine Zukunft mehr zu sehen scheint, also resigniert, zerbrechlich wirkend, aber einiges erduldend und aushaltend. Eine sehr ungewöhnlicher, widersprüchlicher Frauentyp, den sie auch in "Die Banklady" 10 Jahre später mit Bravour darstellt.

Isabell Gerschke als junge Neueinsteigerin, die in der Praxis sehr schnell merkt, daß sie dem Job nicht gewachsen ist, Sven Martinek und Oliver Stritzel als erfolgreichere und abgebrühtere Zuhälter, auch diese renomierten Darsteller spielen sehr gut.

Was vermittelt der Film? Ist er, wie behauptet, eine realistische Darstellung des Milieus? Eine Abrechnung mit dem Milieu, in dem das Recht des Stärkeren besonders gilt, in dem die Zuhälter sehr oft nur als Spieler erscheinen, die nur im Jetzt leben und aus Prestigegründen oft alles auf eine Karte setzen? Sind sie auch zum Erfolg verdammte Opfer ihrer Verbrecherkarriere ,die alles tun müssen, damit sie als säumige Schuldenmacher nicht alle materiellen Güter und eventuell ihr Leben verlieren?
Sind es Einzelpersonen? Hier werden sie so dargestellt, aber ist ein nicht unerheblicher Teil auch in Rockerclubs organisiert? Und gibt es heute nicht zunehmend auch zurückhaltende Geschäftsleute im feinen Zwirn, bei denen die Prostitution nur eines ihrer Betätigungsfelder ist?

Diese und weitere Fragen und vielleicht auch Antworten muß der Filmfreund sich selber stellen bzw.finden.

Der Film ist gut, da er kompromißlos ist und zeigt, daß nicht alles Gold ist, was als glänzendes Zuhälterleben erscheint ( bedauern wird man keinen von diesen Menschenhändlern). Und gerade das Schicksal einiger Prostituierter und ihrer Sklavenhalter wird von hervorragenden Schauspielern überzeugend gezeigt.Man mag den Film mögen oder nicht, besonders im zweiten Falle sollte man den Schauspielern gegenüber fair bleiben. Für mich ist John Travolta eine riesige Gesäßvioline, aber seine schauspielerischen Fähigkeiten erkeene ich durchaus an, egal ob er Sympathen oder Psychopathen spielt.

Ganz sicher wird der Film kaum jemanden aus Zuhälterkreisen zum Aussteigen bewegen. Mädchen und Frauen sollten gewarnt sein, wenn Typen, auch seriös wirkende, mit dem Versprechen auf schnelle Kohle und ein Leben als Dauerparty, mit angeblichen großzügigen Geschenken oder auf die Mitleidstour für einen Job mit wenig Einsatz werben.
Mit dem Job finanziert man überwiegend andere, sich selbst meistens nur zu einem geringen Anteil des "Hurenlohns".

Doc Halliday
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am 23. Oktober 2011
Ich kann mich hier den Rezensenten nur anschließen! Ich habe mir den Film vor Jahren im TV angeguckt und verstand nie warum es diesen Tollen (Ferseh-)Film noch nicht auf DVD gibt!? Ich konnte es auch nie fassen, warum dieses Meisterwerk nur fÃ'rs Fernsehen produziert wurde!! Wie dem auch sei. Endlich auf DVD raus!
Der Film ist eine gnadenlose tolle und authentische Rotlicht-Millieustudie ...
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am 16. Mai 2015
...zum aufstrebenden Zuhälter, und ganz schnell wieder nach unten.
Das ist die dramatische aber auch glaubhafte Geschichte um "Hotte" und seine "Mitarbeiterinnen" im Millieu. Tragisch und schonungslos erzählt.
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am 2. Juni 2016
Ich liebe diesen Film... Ist sehr lohnenswert. Hotte ist eh der beste und Dominik Graf macht sehr reale Filme top
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am 17. April 2016
Der Film wird wohl einige inspiriert haben "Lude" zu werden...bei mir war es so !
Alles wird gezeigt,wie man Frauen anmacht und "umdreht" ein absoluter Lehrfilm als der Film 2002 raus gekommen ist.

Heute 2016 also 14 Jahre Später ist aber "alles vorbei".....
"Den" Strich gibt es so nicht mehr und die "Luden" auch nicht mehr - das Internet und die Legalisierung der Prostitution hat alles verändert - heute klappt das so also alles nicht mehr...aber früher war das die goldene Zeit.

Immer wenn ich mir den Film anschaue muss ich an die gute alte Zeit denken SL und Rolex Daytona und bekomme Gänsehaut was das für eine ge.le Zeit gewesen ist - die beste in meinem bisherigem Leben !

Unbedingt kaufen,ebenso "König von St.Pauli"
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am 25. Januar 2015
Einfach nur ein Klassiker des deutschen Films. Dominik Grafs Aushängeschild. Definitiv ein Must have in jeder filmsammlung die deutsche Filmografie erhält.
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am 2. November 2013
...oder ist es doch nur ein fiktiver Film? Natürlich ist es das, der Streifen kommt aber so authentisch daher, als würden wir persönlich mit Hotte um die Häuser ziehen. Dominik Graf ist wieder einmal ein Meisterwerk gelungen. Spielfreudige Darsteller, zwiespältiges Milieu, erstklassig in Bilder umgesetzt: 5 Sterne.
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