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4.0 von 5 Sternen Der Paradiesvogel, sein Lover und ein weißer Pudel
(Filmbesprechung)

Wer erinnert sich noch an Liberace, den glamourösen Star der 70iger und frühen 80iger Jahre?
Er war einer der ersten berühmten Menschen, die an AIDS verstarben, wenn zunächst auch von seinem Management geleugnet. Der so offensichtlich dem Klischee entsprechende Künstler mit den "gebrochenen Handgelenken"...
Vor 8 Monaten von Joroka veröffentlicht

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider kein Blick hinter den Kandelaber von Mr Showmanship, sondern nur auf eine glitzernde, nicht sehr sympathische Fassade
Bereits 1988, nur ein Jahr nach dem Tod von "Mr Showmanship" Liberace, wurde das Leben des wohl schillerndsten Paradiesvogels der Showbühne unter dem Titel "Behind the Music" mit Victor Garber in der Hauptrolle verfilmt.
Nun wagte sich Steven Soderbergh an denselben Stoff, aber obwohl ihm mit Michael Douglas als Liberace und Matt Damon als dessen...
Vor 9 Monaten von Berlinoise veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Paradiesvogel, sein Lover und ein weißer Pudel, 25. April 2014
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll (DVD)
(Filmbesprechung)

Wer erinnert sich noch an Liberace, den glamourösen Star der 70iger und frühen 80iger Jahre?
Er war einer der ersten berühmten Menschen, die an AIDS verstarben, wenn zunächst auch von seinem Management geleugnet. Der so offensichtlich dem Klischee entsprechende Künstler mit den "gebrochenen Handgelenken" prozessierte mehrmals gegen die Behauptung "Er sei schwul" und gewann überraschenderweise. Stattdessen ließ er sich Frauengeschichten andichten, obgleich er lebenslang auf (meist deutlich jüngere) Männer stand.

Der vorliegende Film richtet seinen Fokus auf die intime Zweierbeziehung zwischen Liberace und Scott Thorson in den Jahren 1976 bis 1982, ihr Zustandekommen und ihr Alltag, aber vor allem auch den Niedergang dieser Liebe. Dabei nimmt er fast voyeuristische Züge an, geht sehr nahe an beide Personen heran und lässt auch eher unvorteilhafte Einstellungen nicht ausgespart. So konzentrieren sich ca. vier Fünftel auf das Leben hinter den Kulissen und der Rest ist Showbizz. Wir begleiten die Anpassung von Scott an die Wünsche seines Gönners, seine zunehmende Drogenabhängigkeit und den dadurch ausgelösten fortschreitenden Verfall. Letztendlich die Verstoßung und den anschließenden Rosenkrieg.

Schon sehr interessant, dass ausgerechnet der längere Zeit als Frauenheld bekannte Michael Douglas im fortgeschrittenen Alter nun offensichtlich ohne Skrupel in die Rolle der Tunte schlüpft und sie dermaßen überzeugend verkörpert. Eine ziemliche Herausforderung auch für Matt Damon, der als über 40jähriger einen anfangs 17-jährigen darstellen musste. Das gelingt ihm überraschend glaubwürdig. Darüber hinaus ist auch der Nebenrollenauftritt des ehemaligen Teenyschwarms Rob Lowe bemerkenswert.

Der populäre Regisseur Soderbergh wagte sich an den Stoff heran, der nur als Fernsehfilm finanziert werden konnte, so dass er auch nicht in die Auswahl für den Oscar kam, wo er bezüglich manch schauspielerischer Leistung, aber vor allem hinsichtlich der Kostüme durchaus Chancen zu verzeichnen gehabt hätte.

Fazit: Trotzdem möchte ich keine 5 Sterne vergeben, da mich der Film – bezüglich des Spannungsbogens – irgendwie unzufrieden zurück ließ. Ist vielleicht der Alltag der Stars gar nicht so außergewöhnlich und spannend, dass er vom Hocker zu reißen vermag?
Sicherlich ein außergewöhnlicher Film, aber für mich jedenfalls kein ganz großer.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Ausstand von Steven Soderbergh, 8. März 2014
Ein festlicher Saal, die Bühne stimmungsvoll ausgeleuchtet, darauf ein Piano. Gekrönt wird diese Szenerie von einem wunderschönen Kandelaber, der festlich und warm vom Klavier aus strahlt und strahlt. Am Tasteninstrument wird gleich ein überragender Entertainer Platz nehmen und das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes verzaubern. Ich habe mich beim Betrachten der Konzertszenen dabei erwischt, dass ich mir gewünscht habe, sofort nach Las Vegas zu fliegen und einer Show dieses Künstlers beizuwohnen. Die Faszination, die von „Liberace“ ausgeht, kommt nicht von irgendwoher. Auch der junge Scott (umwerfend: Matt Damon), ein unerfahrenes Landei, das von einem Freund zur Show mitgenommen wurde, ist nachhaltig beeindruckt von diesem Menschen und wird ihm bald sehr, sehr nahe kommen, sozusagen „hinter den Kandelaber“ schauen dürfen. Was sich dort abspielt, das erfährt man in „Liberace – zu viel des Guten ist wundervoll“.

Was für ein Titel und was für ein Film! Als ich den ersten Trailer im Kino sah, ging mir folgender Gedanke spontan durch den Kopf: „Oha, Al Pacino spielt einen homosexuellen Entertainer! Beinahe hätte ich ihn nicht erkannt! Muss ich sehen!!“ Nun ja, Pacino entpuppte sich bei näherer Betrachtung als Michael Douglas, der nicht mehr als er selbst zu erkennen ist und dem ich eine solche Verwandlung nicht zwangsläufig zugetraut hätte. Was für eine Performance! Wahnsinn, wie Douglas hier vollkommen überzeugend in die Haut eines Menschen schlüpft, von dem ich noch nie zuvor etwas gehört hatte und der sich dem Zuschauer im Laufe des Filmes mit seiner Persönlichkeit mit all ihren Facetten offenbart. Man kann sich der Magie dieses Verrückten nur schwer entziehen. So schräg, eigenwillig und teilweise abstoßend er sich auch verhält, man schließt ihn in sein Herz.

Der Film legt den Fokus auf die Beziehung Liberaces zu Scott, die manche Höhen, aber auch einige Tiefen aufweist. Wir lernen beide Männer gut kennen und der Einblick in das Leben dieser besonderen Menschen, die aber letztlich, trotz aller Höhenflüge und Extravaganz, genau nur das sind, nämlich Menschen, ist ein echtes Erlebnis. Man wünscht dem Film viele Zuschauer, auch wenn er sicher nicht für jeden etwas ist.

„Liberace“ ist ein Film über das Leben, über die Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung, die uns allen gemeinsam ist. Gleichzeitig zeigt der Film einen Menschen, von dem viele nur die Fassade kannten und der darum bemüht war, seine private Seite mit allen Mitteln und bis hin zur Selbstverleugnung zu verstecken. Der Film ist unterhaltsam, tragikomisch, lustig, traurig, nachdenklich und ein echtes Erlebnis. Ansehen!

Von mir gibt’s dafür absolut angemessene

10 von 10 Punkten!

P.S.: Hätt ich was zu sagen, gäbs den Oscar für Douglas und Damon, überreicht von Rob Lowe… ;-)
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider kein Blick hinter den Kandelaber von Mr Showmanship, sondern nur auf eine glitzernde, nicht sehr sympathische Fassade, 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll (DVD)
Bereits 1988, nur ein Jahr nach dem Tod von "Mr Showmanship" Liberace, wurde das Leben des wohl schillerndsten Paradiesvogels der Showbühne unter dem Titel "Behind the Music" mit Victor Garber in der Hauptrolle verfilmt.
Nun wagte sich Steven Soderbergh an denselben Stoff, aber obwohl ihm mit Michael Douglas als Liberace und Matt Damon als dessen langjähriger jugendlicher Liebhaber Scott Thorson gleich zwei zugkräftige Stars und ein offenbar üppiges Budget zur Verfügung standen, hat der Film es in den USA bezeichnenderweise erst gar nicht in die Kinos geschafft, sondern lief nur im Fernsehen.

Der Titel "Behind the Candelabra", eine Anspielung auf den Kerzenleuchter, den Liberace bei seinen Auftritten als eines seiner Markenzeichen stets auf dem Flügel stehen hatte, verspricht einen Blick hinter die glitzernde Kulisse, aber leider löst der Film dieses Versprechen nicht ganz ein.
Der Film beruht zwar auf dem Buch von Scott Thorson, der lediglich von 1976 bis 1982 mit Liberace zusammenlebte, bis das Paar sich im Streit trennte und erst an Liberaces Sterbebett wieder versöhnte und die Tatsache, daß der Film auch wirklich nur diese Zeitspanne abdeckt, müsste eigentlich kein Problem sein.
Leider jedoch wird die Geschichte auch tatsächlich lediglich aus der Sicht Thorsons geschildert, was ein sehr einseitiges und ganz und gar nicht schmeichelhaftes Bild auf den Entertainer wirft - wenngleich es natürlich nachvollziehbar ist, daß die Sicht Thorsons, der im ewigen Schatten Liberaces erst drogenabhängig und später betrogen und auf sehr rüde Art abserviert wurde, kaum eine andere sein kann.
Aber eine etwas differenziertere Annäherung an Liberace, der von zahlreichen Freunden und Wegbegleitern wie Frank Sinatra immer als ausgesprochen warmherziger und liebenswürdiger Mensch beschrieben wurde, wäre doch wünschenswert gewesen, bei Bedarf hätte man neben Thorsons Buch dafür ja auch andere Quellen mit heranziehen können.
Liberace wird hier nicht nur privat als exaltierter und wenig liebenswerter Egozentriker dargestellt (was er aus Thorsons rückblickender Sicht möglicherweise war), sondern auch auf der Bühne - und das passt leider so gar nicht, da Liberace, auch noch in seinen späten, besonders schrillen Jahren sein Publikum immer durch seine herzliche Art und die Tatsache, trotz seiner überlebensgroßen Selbstinszenierung auf der Bühne doch immer ein Star zum Anfassen gewesen zu sein, begeistert hat.
Soderbergh jedoch zeichnet ihn sowohl auf als auch hinter der Bühne als ziemlichen Unsympath, bei dem es trotz seines musikalischen und Show-Talentes eher unwahrscheinlich erscheint, daß einem solchen Mann die Herzen des Publikums zufliegen sollten.

Trotz dieser inhaltlichen Probleme, die ich mit dem Film hatte, muss man ohne Wenn und Aber anerkennen, daß Michael Douglas diese schwierige Rolle, so, wie sie eben vom Drehbuch gestaltet wurde, bemerkenswert gut spielt.
Wie er hier aus sich herausgeht, das hätte ich ihm offen gestanden kaum zugetraut.
Vor allem Liberaces Kampf um die Geheimhaltung seiner Homosexualität und seine Suche nach Nähe - die er selber auf Dauer jedoch nicht zu geben vermag - stellt er ebenso glaubhaft und berührend dar wie seinen Kampf gegen das Alter mittels Perücken und plastischer Chirurgie.
Die Operationen Liberaces und Thorsons werden dabei so detailliert gezeigt, wie man es selten auf der Leinwand sieht und sorgen für ein paar sehr schräg komische Momente:
"Werde ich meine Augen je wieder schließen können?" -
"Nicht ganz. Dadurch entgeht Ihnen aber nicht das Erstaunen der Leute über Ihr fabelhaftes Aussehen."
Matt Damon als sein Toyboy steht Michael Douglas allerdings in nichts nach und die Liebesszenen zwischen den beiden sind ebenso glaubwürdig wie die zahlreichen Auseinandersetzungen und die Versöhnung am Sterbebett.
Im Grunde hat mich Damon hier mindestens genauso sehr, wenn nicht sogar noch ein wenig mehr überzeugt als Douglas, was aber auch daran liegen kann, daß seine Rolle schlichtweg die vielschichtigere und somit interessantere ist.
Der Adoptivjunge aus einfachen Verhältnissen, der den Verlockungen von Geld und Glamour nicht widerstehen kann, als sie sich ihm bieten und letztendlich beinahe daran zugrunde geht, wird von ihm sehr authentisch und berührend gespielt und bleibt im Grunde mehr im Gedächtnis als die große Show, die Douglas - wenngleich auf sehr gelungene Art - abliefert.

Leider jedoch lässt einen der Film trotz der sehr guten Leistungen seiner beiden Hauptdarsteller und seiner enorm üppigen Ausstattung über weite Strecken enttäuschend kalt.
Die streng chronologische Erzählweise spult die Geschichte ohne jegliche inszenatorische Raffinesse von A bis Z ab und bietet an keiner Stelle auch nur eine einzige wie auch immer geartete Überraschung, so daß die zwei Stunden sich teilweise doch ein wenig ziehen.
Zwei gute Darsteller in verblüffender Maske (und die ist hier wirklich sowohl bei Douglas als auch bei Damon perfekt gelungen), tolle Kostüme und ein Haufen Glitter reichen alleine eben doch nicht ganz für einen wirklich runden und begeisternden Film.
Dennoch war ich beim Schwanken zwischen drei und vier Sternchen bis kurz vor Schluss noch geneigt, großzügig aufzurunden, aber das extrem schräge Ende ging für mich einfach gar nicht.
Zwar entspricht es den Tatsachen, daß Liberace bei seinen Shows die Bühne teilweise fliegend betrat, aber egal, wie schrill seine Auftritte auch waren, sie hatten dennoch immer Würde und echten Glamour, während Douglas' Abgang hier nur, mir fällt leider kein anderes Wort dafür ein, auf lächerliche Art tuntig ist.
Und daß man Douglas, der im Gegensatz zu Liberace offenbar gar nicht singen kann (warum um alles in der Welt ist dann nicht jemand darauf gekommen, ihn den Text dann nur sprechen zu lassen?), zuguterletzt auch noch ausgerechnet das wunderbare "The impossible dream", nicht nur Liberaces Lieblingslied, sondern zufällig auch eines der meinen, vergewaltigen lässt - nein, spätestens da ist entgegen dem deutschen Verleihtitel des Filmes zuviel des Guten nicht mehr wundervoll, sondern für mich eher ziemlich schrecklich.
Echtes Gefühl kam bei mir erst während des Abspannes auf, während dem aus dem Off einige Zitate (möglicherweise aus Briefen Liberaces an Thorson?) über die Liebe gesprochen werden.
Hätte Soderbergh es geschafft, ein wenig von diesen Gefühlen auch schon während des Filmes spürbar zu machen, hätte "Liberace" mit Sicherheit ein wunderbarer Film werden können.
So aber wird mir auf längere Sicht wahrscheinlich nur die Erinnerung an Michael Douglas in schrägen Fummeln und Matt Damon in knappen Glitzertangas im Gedächtnis bleiben - schade.
Da hat mir in so mancher Hinsicht David Greenes 1988er Version mit Victor Garber, der Liberace ein wenig herzlicher dargestellt hat, besser gefallen.

Fazit: Für Fans des Schrägen, die Michael Douglas, der hier wirklich alles gibt, in seiner bislang wohl ungewöhnlichsten Rolle sehen wollen, durchaus mal sehenswert.
Liberace-Fans sollten sich darauf einstellen, daß ihr Idol hier nicht besonders gut wegkommt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Encore!, 11. November 2014
Mit viel Liebe zum Detail umgeseztes schwules BioPic. Hut ab vor der schauspielerischen Leistung von Douglas und Damon! Ein wenig traurig stimmt mich, dass es im Jahr 2013 offenbar immer noch schwierig war, eines der großen Hollywoodstudios für die "heikle" Thematik zu gewinnen. Homophobie sollte im 21 Jhdt. keinen Platz mehr haben! Sehenswert! ds
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Stimmt, du hast mich noch nie ohne Haare gesehen", 1. März 2014
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll (DVD)
... und dieser Anblick des ungeschminkten, unbekleideten Liberace ohne seine Perücke ist tatsächlich so schockierend, dass Scott ihn für einen Fremden hält. Diese kleine Szene im ersten Drittel des Films ist eine sehr gute Metapher für das Grundthema: Schein und Sein vermischen sich permanent. Der Wunsch, jemand anderer zu sein und seine ganze Welt nach den eigenen Vorstellungen zu formen, geht dem Musiker und Entertainer Liberace so sehr in Fleisch und Blut über, dass seine Traumwelt seine Realität wird und umgekehrt. Der junge Scott Thorson ist von dem im dekadenten Überfluss schwelgendem Reichtum fasziniert, fühlt sich zu dem wesentlich älteren Liberace aber auch ehrlich hingezogen und wird offiziell sein Assistent und Chauffeur, in Wirklichkeit aber sein Liebhaber und Lebensgefährte. Der Originaltitel 'Behind the Candelabra' verdeutlicht die Blickrichtung: Was geschah hinter der glitzernden Außenfassade, die in den pompösen Las Vegas-Shows ihren Höhepunkt fanden? Was kennzeichnete die Beziehung zwischen diesen beiden Männern und woran ist sie zerbrochen?

Der äußerst vielseitige Regisseur Steven Soderbergh knüpft mit 'Liberace' an seine beeindruckenden Charakterstudien an (Der Informant, Solaris oder Erin Brockovich - Eine wahre Geschichte). Ihn interessieren die menschlichen Schicksale aber nicht um ihrer selbst willen, sondern sie werden zu Sinnbildern für gesellschaftliche Entwicklungen, die uns heute noch beschäftigen: Jugendwahn, gesellschaftliche Doppelmoral, Luxus und Lüge und die immer gleiche existenzielle Suche nach Nähe und Geborgenheit. Mit seinen beiden Darstellern Michael Douglas als Liberace und Matt Damon als Scott hat er zwei heterosexuelle Schauspieler gewonnen, die in überragender Weise, diese Aspekte verkörpern und denen man problemlos ihre Beziehung, aber auch ihr emotionales Auseinanderdriften glaubt.

Der als Sohn polnischer und italienischer Einwanderer geborene Władziu Valentino Liberace hat sich seine eigene Traumwelt geschaffen. Sein schon als Kind berühmtes musikalisches Talent, verbunden mit einem Sinn für Entertainment und Zeitgeist verhalfen ihm zu einem Leben in Luxus. Als er 1987 im Alter von 67 Jahren an den Folgen von AIDS verstarb, war er nach Rock Hudson eines der prominentesten Opfer dieser neuen Erkrankung.

Der Verfilmung von Soderbergh gelingt das Kunststück, Einblick in ein Künstler-Leben zu geben, das nicht nur auf der Bühne eine prächtige Show lieferte und zugleich schafft es die Geschichte für die existenzielle Dimension einzunehmen: Auch Liberace und Scott waren Menschen, die sich nach Nähe und Angenommensein sehnten. Hinter allen Schönheitsoperationen, der Tablettensucht und immer prächtigeren Show-Auftritten stand letztlich die Sehnsucht, das Leben in seiner schönsten Form Dauer zu verleihen - das ewige Glück im Hier und Jetzt.
Ein beeindruckendes, überragend gespieltes und gekonnt inszeniertes Drama um Schein und Sein, um Lüge und der Suche nach Angenommensein. Sehenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen langatmig, 11. November 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte wohl viel zu hohe Erwartungen an den Film. Bin etwas enttäuscht. Der Film wird künstlich in die Länge gezogen. Ausserdem wurde viel zu wenig von Liberace's Musik gezeigt - schade
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Glitter, Glanz & Gloria, 4. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll (DVD)
(Kinoversion)

Als Steven Soderbergh ("Traffic", "Magic Mike") seine Idee zum Film "Liberace" bei den Studiobossen Hollywoods vortrug, stieß er ausnahmslos auf Ablehnung. Im prüden Amerika war man der Meinung, dass die Biographie eines schwulen Entertainers der 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts nicht auf die große Leinwand gehört und sowieso niemanden interessieren würde. Der Fernsehsender HBO, der unter anderem auch die "Sex and the City"-Reihe produziert hat und gemeinhin als "open-minded" gilt, schlug letztendlich zu und bescherte "Liberace" so zumindest seine Veröffentlichung im Pay-TV. Bei der diesjährigen Emmy-Verleihung heimste der Film dann auch gleich 11 Emmys ein, unter anderem für beste Kostüme, beste Hauptdarsteller (Michael Douglas und Matt Damon) und beste Regie. Die Studiobosse dürften sich mittlerweile mächtig ärgern, da "Liberace" ihnen sicherlich einen Haufen Geld eingespielt hätte. Außerdem läuft der Film überall außerhalb Amerikas in den Kinos und nicht "nur" im Fernsehen. Aber wo gehört "Liberace" denn nun hin, ins Fernsehen oder ins Kino? Mal sehen…

Ende der 70er Jahre lernt der Pianist und Entertainer Liberace (Michael Douglas, "Wall Street", "Haywire") nach einem seiner Auftritte in Las Vegas den jungen Scott Thorson (Matt Damon, "Elysium", "Contagion") kennen. Da dem knapp 60jährigen schwulen Klavierspieler der noch nicht mal halb so alte junge Mann gefällt, macht er ihm erfolgreich Avancen und stellt ihn sogar bei sich als Sekretär ein. Der noch recht unbedarfte Scott lernt schnell den immensen Luxus schätzen, den Liberace ihm bieten kann und führt ein unbeschwertes Leben an der Seite des exaltierten Künstlers. Als Scott sich jedoch durch Tabletten- und Drogenkonsum immer mehr verändert, wird Liberace seiner überdrüssig und kündigt ihm Anfang der 80er Jahre sowohl Job als auch Beziehung auf. Erst kurz vor seinem Tod Ende der 80er Jahre treffen Scott und Liberace noch einmal aufeinander, aber da ist Liberace schon vom Aidsvirus gezeichnet…

Dem Film sei sein Siegeszug durch europäische und außereuropäische Lichtspielhäuer gegönnt, allein, um den homophoben Studiobossen Hollywoods die lange Nase zu zeigen. Wenn man es aber mal etwas genauer betrachtet, bietet "Liberace" außer effektiven Schauwerten nicht sonderlich viel, was den Film sehenswert macht. Liberace mag ein extrovertierter Entertainer gewesen sein, ähnlich einem Harald Glööckler vielleicht und ein wahrer Virtuose am Klavier, aber ansonsten ist sein Leben nicht wirklich interessant und man erfährt auch kaum etwas darüber, da Soderbergh nur die paar Jahre seiner Beziehung mit Scott beleuchtet. Einen 118minütigen Film über einen schwulen Klavierspieler mit absurdem Klamottengeschmack zu drehen, ist dann doch ein wenig dünn. Deshalb wenigstens von mir ein bisschen Backroundinfo zu Liberace (danke, Wikipedia):

Liberace wurde 1919 als Władziu Valentino Liberace geboren, Kind einer Polin und eines Italieners. Bereits mit sechs Jahren konnte er stundenlang klassische Stücke am Klavier auswendig spielen. Nach seinem Musikstudium trat er erst in kleinen Clubs, dann mit einer eigenen Musikshow im Fernsehen und schließlich in Las Vegas auf, wo er sich zum überaus erfolgreichen und vor allem steinreichen (man hat Liberaces Vermögen auf 100 Millionen Dollar geschätzt) Entertainer mauserte. Durch seine auffälligen Showkostüme, seine voluminösen Toupets und seinen protzigen Goldschmuck war Liberace ein wahrer Paradiesvogel, aber auch ein begnadeter Klavierspieler. Liberace konnte in nur zwei Minuten 6.000 Noten spielen, was ihm den Titel "Schnellster Pianist der Welt" einbrachte. Seine offensichtliche Homosexualität wurde allerdings von Liberace streng geheim gehalten und stets dementiert. Er verklagte sogar eine britische Zeitung, die behauptete, er sei schwul und schwor vor Gericht einen Meineid, dass er heterosexuell sei. Dennoch war es in Liberaces Dunstkreis kein Geheimnis, dass der Künstler eine ausgesuchte Vorliebe für junge Männer hatte und diese auch regelmäßig wechselte, sobald er ihrer überdrüssig wurde. Dieses Schicksal ereilte auch Scott Thorson, der von 1976 - 82 Liberaces Liebhaber war. Für ihn unterzog er sich einigen Schönheitsoperationen, da Liberace sich wünschte, Scott möge ihm ähnlich sehen. Nach dem Ende der Beziehung verklagte Thorson Liberace auf 113 Millionen Dollar Unterhalt. Mehr als 250.000 Dollar, drei Autos und zwei Hunde bekam er schlussendlich aber nicht. Bereits ein Jahr nach Liberaces Tod im Jahr 1987 veröffentlichte Thorson sein Buch über sein Zusammenleben mit Liberace. Die Öffentlichmachung dessen Homosexualität dürfte dabei nur ein Vertrauensbruch gewesen sein, der Liberace im Grab hätte rotieren lassen.

Liberace war sicherlich ein Ausnahmetalent am Klavier, ein Genussmensch und ein in verschwenderischem Luxus lebender Künstler, ansonsten aber keine sonderlich interessante Persönlichkeit. Zumindest suggeriert der Film dies. Liberace war weder besonders witzig (wie die platten Witzchen während seiner Show beweisen) noch besonders nett oder böse. Er war ein schwuler Musiker in geschmacklosen Klamotten, der es in Las Vegas zu Erfolg gebracht hat, mehr nicht. Und da Soderbergh Liberace in nicht enden wollenden Szenen auf und jenseits der Bühne zeigt, in denen der Künstler belangloses Zeug redet, versucht, witzig zu sein, Sex hat, wieder redet, noch mehr redet und dann noch mal Sex hat, erfährt man kaum etwas über diese angeblich so schillernde Persönlichkeit. Wirklich Interessantes hat Liberace nicht zu sagen und da man weder etwas über seine Vergangenheit und kaum etwas über seine Persönlichkeit erfährt, als das, was optisch sowieso schon offensichtlich ist, hat weder das Gezeigte noch Gesagte große Substanz. Auch Scott Thorson wird kaum nennenswert vorgestellt. In Heimen und bei Pflegeeltern groß geworden, noch nicht wirklich viel erreicht im Leben, bisexuell, stürzt er sich in die Beziehung mit Liberace, den er angeblich heiß und innig liebt. Sie vögeln, Scott nimmt mehr und mehr Drogen und rutscht ab, so lange, bis Liberace sich seiner entledigt, weil Scott ein psychisches Wrack ist.

Man fragt sich, was "Liberace" eigentlich sein soll. Sicherlich, es ist eine Biographie. Aber letztendlich eine kaum interessante, weil es über Liberace einfach nicht viel zu sagen gibt bzw. es Soderbergh einfach nicht gelingt, Liberace als spannende Persönlichkeit vorzustellen. Abseits der optischen Schauwerte bleibt von Liberace nicht viel, der ein recht zurückgezogenes Leben geführt hat und weder durch Skandale noch sonst irgendwie groß aufgefallen wäre, außer durch seinen 15 Meter langen Chinchilla-Pelz. Ein Drama ist der Film nicht, auch wenn es sicherlich traurig ist, dass ein Mann zeitlebens seine sexuelle Gesinnung geheim gehalten hat, um seinen beruflichen Erfolg nicht zu gefährden, um dann letztendlich an der damals noch als "Schwulenseuche" betitelten Krankheit AIDS zu sterben. Die Beziehung zwischen Liberace und Scott hat Höhen und Tiefen, aber nichts davon ist wirklich dramareif. Eine Komödie ist der Film auch nicht, dafür sind Liberaces Witzchen zu platt und auch sonst gibt es keine humorvollen Momente. Ja, was ist der Film dann überhaupt bzw. was will er erreichen? Ich weiß es nicht, ich habe nur gemerkt, dass mich der Film auf emotionaler Ebene überhaupt nicht erreicht hat, weil man einfach kaum Emotionales oder auch nur Interessantes erfährt.

Glücklicherweise kann man dies nicht den Schauspielern anlasten. Michael Douglas geht diese sicherlich nicht ganz einfache Rolle mutig an und überzeugt als schwuler Entertainer vollends. Ihm gelingt das Kunststück, Liberace sowohl als oberflächliche Tucke mit absurd verschwenderischem Lebensstil und pottenhässlichen Klamotten darzustellen, dessen Welt sich nur um ihn selbst dreht als auch als aufmerksamen Liebhaber und Zuhörer, der mehrere Kinder (wohl aber erst im Erwachsenenalter und nachdem sie seine Lover waren) adoptiert hat und sich trotz Prunk und Protz oft einsam fühlt. Matt Damons eher unbewegliche Mimik und sein Alter von 42 Jahren machen ihn nicht zum idealen Kandidaten, um einen 25jährigen, unbedarften Schwulen zu spielen, dennoch meistert er seinen Part recht gut, besonders wenn er zum schizophrenen Drogenabhängigen mutiert. In weiteren Rollen finden sich Rob Lowe, einer der attraktivsten Darsteller der 80er Jahre, der hier wirklich unheimlich aussieht. Mit nach hinten geklebter Gesichtshaut, Zahnprothese und stufenschnittiger Perücke gibt er herrlich überzogen Liberaces Schönheitschirurgen. Auch Dan Aykroyd greift zum Fiffi nebst unförmiger Hornbrille, um Liberaces Manager zu spielen, hat aber leider nur einen sehr kleinen Part.

Nein, es liegt wohl wirklich eher an Soderberghs zwar routinierter, aber hier irgendwie seelenloser Regie und seinem Drehbuchautoren Richard LaGravenese, der immerhin schon das grandiose Script zu "König der Fischer" und auch die zu "Die Brücken am Fluss" und "Der Pferdeflüsterer" geschrieben hat. Entweder war Scott Thorsons Buchvorlage einfach nicht interessant genug oder LaGravenese ist hier schlicht nicht zur üblichen emotionalen Hochform aufgelaufen. Schade ist das teilweise Scheitern des Films in jedem Falle, da die Ausstattung wirklich pompös und faszinierend ist, die Darsteller ausnahmslos gut und man zumindest vermutet hatte, hinter dem Entertainer Liberace würde sich auch eine interessante und vielschichtige Persönlichkeit verbergen. Entweder ist dem nicht so oder Soderbergh hat einfach keinen Weg gefunden, dies gut herauszuarbeiten.

Somit ist "Liberace" eine nur leidlich interessante Künstler-Biographie, die vorrangig durch Optik und nur selten durch ihren Inhalt überzeugt. In 118 Minuten lernt man weder Liberace noch sein Leben besonders gut kennen. Soderbergh inszeniert lediglich eine fragmentarische Abfolge einiger weniger Lebensjahre Liberaces, in denen nicht wirklich viel passiert, außer dass der Entertainer auf der Bühne entertaint und sich selbst im Bett entertainen lässt. Die meisten Dialoge haben weder Brisanz noch Witz noch emotionale Wahrheit, so dass einen "Liberace" bedauerlicherweise ziemlich kalt lässt und man irgendwann zu dem Schluss kommt, dass der Film im Fernsehen vielleicht doch gar nicht so schlecht aufgehoben wäre…deshalb leider nur knappe drei von fünf kitschigen Kostümen, die man auch im Schrank hätte hängen lassen können.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kult oder Kitsch?, 16. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll (DVD)
LIBERACE...dieser Name steht für einen schilldernden Pianisten, der ab den 50er Jahren in Las Vegas, dann in den gesamten VSA und später weltweit zur Kultfigur im "Showbissiness" geworden ist. Mit ( echten) Pelzen und Edelsteinen geschmückt verzauberte er sein Publikum und zeigte alles, wie man den oft zitierten "american dream" verwirklichen kann. Privat genauso schilldernd und pompöös ( auch dieser Modetyp ausm Kauf-Fernsehen hat hier alles nur geklaut...ganz im Stile der PRINZEN ), hielt er jahrelang ( heimlich ) Hof und suchte immer nach der großen Liebe. Oftmals stand ihm dabei wohl sein übergroßes Ego im Weg.

So zelebiriert dieser Film das glitzernde ausschweifende Leben dieses Ausnahmekünstlers und erklärt allen Zuschauern, wie "schwuler Sex" funktioniert und worauf diese Klientel besonderen "Wert" zu legen scheint. Das hier die Betroffenen am lautesten meckern, bleibt da natürlich nicht aus.

Die Maske als auch die beiden Hauptdarsteller verdienen höchsten Respekt. Wenn zwei heterosexuelle Darsteller, dann auch noch Bürger der bigotten Vereinigten Staaten, solche Rollen annehmen und dann absolut überzeugend spielen, kann es nur eine Höchstnote geben!
Requisite und Kostümbildner bekommen nur halbe Sterne, weil die originalen Schauplätze ja noch vorhanden sind und die Kostüme nur in alten Aufnahmen recherchiert werden mussten.

Einen Stern Abzug gibt es dann für die klischeehafte Geschichte, die sich nur mit SHOPPING, BUMSING und LIFTING beschäftigt. Wie das funktioniert, wissen wir nun inzwischen alle. Man hätte hier keinen "schwulen" Film im Stile von SEXINTHECITY machen müssen.
Der Künstler LIBERACE war ein genialer Virtuose am Klavier und hat mit der ganzen Art seiner Darbietung eine Brücke zwischen klassischer und Unterhaltungsmusik geschaffen. Ähnlich wie Schwester Garret, der seine Geige auch heute zu rockigen Klängen schwingt, so hat Liberace in der damaligen Zeit Stile miteinander verbunden, die man für inkompatibel gehalten hat. Er hat aus einem elitären Klavierkonzert, das idR von Kerkelings "Hurz"-Konsumenten besucht wurde, ein alltagstaugliches, recht unterhaltsames Spektakel gemacht. Alleine seine Verdienste im künstlerischen Bereich hätten die Hälfte des Films gefüllt, und wenigstens bekommt die Hauptfigur hier ein paar Zeilen vom Drehbuchautor geschenkt um zu erklären, welche Neuerungen er sich in seinem Künstlerleben für die Bühne ausgedacht hat.
Wenn man dann noch auf die "schwule" Thematik eingehen wollte, dann hätte sich seine Suche nach Nähe und Geborgenheit am besten dafür geeignet. Und auch das Drama, das er erst nach dem Tod seiner Mutter "frei" und er selbst sein konnte ( und deshalb nimmt sein Leben ja dann auch diese tragische Wendung ), hätte hier viele Filmminuten füllen können.

Aber was taten die Amerikaner? Erst lehnt jedes große Studio die Produktion ab, weil der Film nicht von Romeo und Julia handelt, und am Ende kann dann doch keiner dieser puritanischen Spießer abwarten, zwei Kerle im TV vögeln und Brillis-kaufen zu sehen. Schade.

4 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Grandioser Film, 25. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe Liberace nicht wirklich miterlebt, daher kann ich nicht beurteilen, in wie weit die Darstellung überzogen ist. Dennoch spielen Michael Douglas und Matt Damon grandios, auch der weitere Cast ist über jeden Zweifel erhaben, Rob Lowe hat zudem einen absolut bemerkenswerten Auftritt als Schönheitschirurg. Michael Douglas Interpretation spielt trotz der ständigen Überzeichnung mit großem Respekt und enormer Energie die Rolle seines Lebens. Matt Damon passt, wie immer, irgendwie in jeden Film. Genauso grandios. Ein Stern weniger, weil sich die Story bisweilen wiederholt und einige Längen hat. Dennoch allerbestes Hollywood-Entertainment.
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4.0 von 5 Sternen Michael Douglas und Matt Damon, 11. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
in einem Steven Soderberg Film, was kann da schon schief gehen? Nun doch so einiges, vor allem, wenn man nicht gerade ein Fan von Liberace und dessen glämourosen Lebensstil ist. Zu viel Kitsch und Gold und Pelzmäntel. Ansonsten ist die Zeit natürlich ganz gut porträtiert worden und die Darsteller geben wirklich alles, aber irgendwie fehlt auch etwas.
Die Blu Ray Qualität ist top, mit jeder Menge Extras.
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Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll
Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll von Steven Soderbergh (DVD - 2014)
EUR 7,99
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