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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grandioser Film
Ich habe Liberace nicht wirklich miterlebt, daher kann ich nicht beurteilen, in wie weit die Darstellung überzogen ist. Dennoch spielen Michael Douglas und Matt Damon grandios, auch der weitere Cast ist über jeden Zweifel erhaben, Rob Lowe hat zudem einen absolut bemerkenswerten Auftritt als Schönheitschirurg. Michael Douglas Interpretation spielt trotz der...
Vor 4 Monaten von JohnBGray veröffentlicht

versus
7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider kein Blick hinter den Kandelaber von Mr Showmanship, sondern nur auf eine glitzernde, nicht sehr sympathische Fassade
Bereits 1988, nur ein Jahr nach dem Tod von "Mr Showmanship" Liberace, wurde das Leben des wohl schillerndsten Paradiesvogels der Showbühne unter dem Titel "Behind the Music" mit Victor Garber in der Hauptrolle verfilmt.
Nun wagte sich Steven Soderbergh an denselben Stoff, aber obwohl ihm mit Michael Douglas als Liberace und Matt Damon als dessen...
Vor 13 Monaten von Berlinoise veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grandioser Film, 25. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe Liberace nicht wirklich miterlebt, daher kann ich nicht beurteilen, in wie weit die Darstellung überzogen ist. Dennoch spielen Michael Douglas und Matt Damon grandios, auch der weitere Cast ist über jeden Zweifel erhaben, Rob Lowe hat zudem einen absolut bemerkenswerten Auftritt als Schönheitschirurg. Michael Douglas Interpretation spielt trotz der ständigen Überzeichnung mit großem Respekt und enormer Energie die Rolle seines Lebens. Matt Damon passt, wie immer, irgendwie in jeden Film. Genauso grandios. Ein Stern weniger, weil sich die Story bisweilen wiederholt und einige Längen hat. Dennoch allerbestes Hollywood-Entertainment.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Paradiesvogel, sein Lover und ein weißer Pudel, 25. April 2014
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
(Filmbesprechung)

Wer erinnert sich noch an Liberace, den glamourösen Star der 70iger und frühen 80iger Jahre?
Er war einer der ersten berühmten Menschen, die an AIDS verstarben, wenn zunächst auch von seinem Management geleugnet. Der so offensichtlich dem Klischee entsprechende Künstler mit den "gebrochenen Handgelenken" prozessierte mehrmals gegen die Behauptung "Er sei schwul" und gewann überraschenderweise. Stattdessen ließ er sich Frauengeschichten andichten, obgleich er lebenslang auf (meist deutlich jüngere) Männer stand.

Der vorliegende Film richtet seinen Fokus auf die intime Zweierbeziehung zwischen Liberace und Scott Thorson in den Jahren 1976 bis 1982, ihr Zustandekommen und ihr Alltag, aber vor allem auch den Niedergang dieser Liebe. Dabei nimmt er fast voyeuristische Züge an, geht sehr nahe an beide Personen heran und lässt auch eher unvorteilhafte Einstellungen nicht ausgespart. So konzentrieren sich ca. vier Fünftel auf das Leben hinter den Kulissen und der Rest ist Showbizz. Wir begleiten die Anpassung von Scott an die Wünsche seines Gönners, seine zunehmende Drogenabhängigkeit und den dadurch ausgelösten fortschreitenden Verfall. Letztendlich die Verstoßung und den anschließenden Rosenkrieg.

Schon sehr interessant, dass ausgerechnet der längere Zeit als Frauenheld bekannte Michael Douglas im fortgeschrittenen Alter nun offensichtlich ohne Skrupel in die Rolle der Tunte schlüpft und sie dermaßen überzeugend verkörpert. Eine ziemliche Herausforderung auch für Matt Damon, der als über 40jähriger einen anfangs 17-jährigen darstellen musste. Das gelingt ihm überraschend glaubwürdig. Darüber hinaus ist auch der Nebenrollenauftritt des ehemaligen Teenyschwarms Rob Lowe bemerkenswert.

Der populäre Regisseur Soderbergh wagte sich an den Stoff heran, der nur als Fernsehfilm finanziert werden konnte, so dass er auch nicht in die Auswahl für den Oscar kam, wo er bezüglich manch schauspielerischer Leistung, aber vor allem hinsichtlich der Kostüme durchaus Chancen zu verzeichnen gehabt hätte.

Fazit: Trotzdem möchte ich keine 5 Sterne vergeben, da mich der Film – bezüglich des Spannungsbogens – irgendwie unzufrieden zurück ließ. Ist vielleicht der Alltag der Stars gar nicht so außergewöhnlich und spannend, dass er vom Hocker zu reißen vermag?
Sicherlich ein außergewöhnlicher Film, aber für mich jedenfalls kein ganz großer.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Ausstand von Steven Soderbergh, 8. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein festlicher Saal, die Bühne stimmungsvoll ausgeleuchtet, darauf ein Piano. Gekrönt wird diese Szenerie von einem wunderschönen Kandelaber, der festlich und warm vom Klavier aus strahlt und strahlt. Am Tasteninstrument wird gleich ein überragender Entertainer Platz nehmen und das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes verzaubern. Ich habe mich beim Betrachten der Konzertszenen dabei erwischt, dass ich mir gewünscht habe, sofort nach Las Vegas zu fliegen und einer Show dieses Künstlers beizuwohnen. Die Faszination, die von „Liberace“ ausgeht, kommt nicht von irgendwoher. Auch der junge Scott (umwerfend: Matt Damon), ein unerfahrenes Landei, das von einem Freund zur Show mitgenommen wurde, ist nachhaltig beeindruckt von diesem Menschen und wird ihm bald sehr, sehr nahe kommen, sozusagen „hinter den Kandelaber“ schauen dürfen. Was sich dort abspielt, das erfährt man in „Liberace – zu viel des Guten ist wundervoll“.

Was für ein Titel und was für ein Film! Als ich den ersten Trailer im Kino sah, ging mir folgender Gedanke spontan durch den Kopf: „Oha, Al Pacino spielt einen homosexuellen Entertainer! Beinahe hätte ich ihn nicht erkannt! Muss ich sehen!!“ Nun ja, Pacino entpuppte sich bei näherer Betrachtung als Michael Douglas, der nicht mehr als er selbst zu erkennen ist und dem ich eine solche Verwandlung nicht zwangsläufig zugetraut hätte. Was für eine Performance! Wahnsinn, wie Douglas hier vollkommen überzeugend in die Haut eines Menschen schlüpft, von dem ich noch nie zuvor etwas gehört hatte und der sich dem Zuschauer im Laufe des Filmes mit seiner Persönlichkeit mit all ihren Facetten offenbart. Man kann sich der Magie dieses Verrückten nur schwer entziehen. So schräg, eigenwillig und teilweise abstoßend er sich auch verhält, man schließt ihn in sein Herz.

Der Film legt den Fokus auf die Beziehung Liberaces zu Scott, die manche Höhen, aber auch einige Tiefen aufweist. Wir lernen beide Männer gut kennen und der Einblick in das Leben dieser besonderen Menschen, die aber letztlich, trotz aller Höhenflüge und Extravaganz, genau nur das sind, nämlich Menschen, ist ein echtes Erlebnis. Man wünscht dem Film viele Zuschauer, auch wenn er sicher nicht für jeden etwas ist.

„Liberace“ ist ein Film über das Leben, über die Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung, die uns allen gemeinsam ist. Gleichzeitig zeigt der Film einen Menschen, von dem viele nur die Fassade kannten und der darum bemüht war, seine private Seite mit allen Mitteln und bis hin zur Selbstverleugnung zu verstecken. Der Film ist unterhaltsam, tragikomisch, lustig, traurig, nachdenklich und ein echtes Erlebnis. Ansehen!

Von mir gibt’s dafür absolut angemessene

10 von 10 Punkten!

P.S.: Hätt ich was zu sagen, gäbs den Oscar für Douglas und Damon, überreicht von Rob Lowe… ;-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geld allein macht nicht glücklich !, 22. Januar 2015
Von 
Frankie Malanda - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich war gespannt auf den Film über das Leben von Liberace,und ich wurde nicht enttäuscht,denn Matt Damon und Michael Douglas spielen ihre Rollen so überzeugend,daß man es ihnen abnimmt,und auch Rob Lowe und Scott Bakula fand ich toll in ihren Rollen,außerdem bestätigt das Thema wieder einmal daß man mit Geld alles kaufen kann ,aber nicht glücklich ist.
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4.0 von 5 Sternen Liberaces Lover macht alles mit...., 11. Januar 2015
Liberace - ich bin zu jung, um seine Zeit erlebt zu haben. Die Musik dürfte jedoch nur eine gewisse Publikumsschicht in Las Vegas fasziniert haben, zumindest kommt es im Film so rüber. Wofür er in den frühen 80er Jahren einen Oscar bekommen hat, ist auch nicht wirklich rausgekommen. Dies ist aber alles nebensächlich. Die Hauptstory handelt von Liberaces Beziehung zu dem weitaus jüngeren Scott, der aus bescheidenen Verhältnissen kommt und dessen Traum es ursprünglich war, dass er Tierarzt wird. Verzaubert von Liberaces Zauber und berauschenden Welt macht er so ziemlich alles, was Liberace will. Sei es sexuell bis hin zu Gesichts-Operationen. Als Gegenleistung adoptiert Liberace Scott. Doch Jahre später, als der Glanz des jungen Scott verblasst und jüngere Boys für Liberace interessant werden, wird Scott - in der Zwischenzeit drogenabhängig - wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen.... Er hätte es aber wissen müssen, den der Vorgänger-Boy hatte ihn gewarnt....
Sehenswert mit 2 Top-Schauspielern in den Hauptrollen!
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Stimmt, du hast mich noch nie ohne Haare gesehen", 1. März 2014
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
... und dieser Anblick des ungeschminkten, unbekleideten Liberace ohne seine Perücke ist tatsächlich so schockierend, dass Scott ihn für einen Fremden hält. Diese kleine Szene im ersten Drittel des Films ist eine sehr gute Metapher für das Grundthema: Schein und Sein vermischen sich permanent. Der Wunsch, jemand anderer zu sein und seine ganze Welt nach den eigenen Vorstellungen zu formen, geht dem Musiker und Entertainer Liberace so sehr in Fleisch und Blut über, dass seine Traumwelt seine Realität wird und umgekehrt. Der junge Scott Thorson ist von dem im dekadenten Überfluss schwelgendem Reichtum fasziniert, fühlt sich zu dem wesentlich älteren Liberace aber auch ehrlich hingezogen und wird offiziell sein Assistent und Chauffeur, in Wirklichkeit aber sein Liebhaber und Lebensgefährte. Der Originaltitel 'Behind the Candelabra' verdeutlicht die Blickrichtung: Was geschah hinter der glitzernden Außenfassade, die in den pompösen Las Vegas-Shows ihren Höhepunkt fanden? Was kennzeichnete die Beziehung zwischen diesen beiden Männern und woran ist sie zerbrochen?

Der äußerst vielseitige Regisseur Steven Soderbergh knüpft mit 'Liberace' an seine beeindruckenden Charakterstudien an (Der Informant, Solaris oder Erin Brockovich - Eine wahre Geschichte). Ihn interessieren die menschlichen Schicksale aber nicht um ihrer selbst willen, sondern sie werden zu Sinnbildern für gesellschaftliche Entwicklungen, die uns heute noch beschäftigen: Jugendwahn, gesellschaftliche Doppelmoral, Luxus und Lüge und die immer gleiche existenzielle Suche nach Nähe und Geborgenheit. Mit seinen beiden Darstellern Michael Douglas als Liberace und Matt Damon als Scott hat er zwei heterosexuelle Schauspieler gewonnen, die in überragender Weise, diese Aspekte verkörpern und denen man problemlos ihre Beziehung, aber auch ihr emotionales Auseinanderdriften glaubt.

Der als Sohn polnischer und italienischer Einwanderer geborene Władziu Valentino Liberace hat sich seine eigene Traumwelt geschaffen. Sein schon als Kind berühmtes musikalisches Talent, verbunden mit einem Sinn für Entertainment und Zeitgeist verhalfen ihm zu einem Leben in Luxus. Als er 1987 im Alter von 67 Jahren an den Folgen von AIDS verstarb, war er nach Rock Hudson eines der prominentesten Opfer dieser neuen Erkrankung.

Der Verfilmung von Soderbergh gelingt das Kunststück, Einblick in ein Künstler-Leben zu geben, das nicht nur auf der Bühne eine prächtige Show lieferte und zugleich schafft es die Geschichte für die existenzielle Dimension einzunehmen: Auch Liberace und Scott waren Menschen, die sich nach Nähe und Angenommensein sehnten. Hinter allen Schönheitsoperationen, der Tablettensucht und immer prächtigeren Show-Auftritten stand letztlich die Sehnsucht, das Leben in seiner schönsten Form Dauer zu verleihen - das ewige Glück im Hier und Jetzt.
Ein beeindruckendes, überragend gespieltes und gekonnt inszeniertes Drama um Schein und Sein, um Lüge und der Suche nach Angenommensein. Sehenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutig..., 14. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...klasse, beide Typen haben gezeigt was so geht.
Bin begeistert.

Leicht angewärmt :-)

Die Brüder...die Lustigen.
Noch mal vier Worte.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kult oder Kitsch?, 16. April 2014
LIBERACE...dieser Name steht für einen schilldernden Pianisten, der ab den 50er Jahren in Las Vegas, dann in den gesamten VSA und später weltweit zur Kultfigur im "Showbissiness" geworden ist. Mit ( echten) Pelzen und Edelsteinen geschmückt verzauberte er sein Publikum und zeigte alles, wie man den oft zitierten "american dream" verwirklichen kann. Privat genauso schilldernd und pompöös ( auch dieser Modetyp ausm Kauf-Fernsehen hat hier alles nur geklaut...ganz im Stile der PRINZEN ), hielt er jahrelang ( heimlich ) Hof und suchte immer nach der großen Liebe. Oftmals stand ihm dabei wohl sein übergroßes Ego im Weg.

So zelebiriert dieser Film das glitzernde ausschweifende Leben dieses Ausnahmekünstlers und erklärt allen Zuschauern, wie "schwuler Sex" funktioniert und worauf diese Klientel besonderen "Wert" zu legen scheint. Das hier die Betroffenen am lautesten meckern, bleibt da natürlich nicht aus.

Die Maske als auch die beiden Hauptdarsteller verdienen höchsten Respekt. Wenn zwei heterosexuelle Darsteller, dann auch noch Bürger der bigotten Vereinigten Staaten, solche Rollen annehmen und dann absolut überzeugend spielen, kann es nur eine Höchstnote geben!
Requisite und Kostümbildner bekommen nur halbe Sterne, weil die originalen Schauplätze ja noch vorhanden sind und die Kostüme nur in alten Aufnahmen recherchiert werden mussten.

Einen Stern Abzug gibt es dann für die klischeehafte Geschichte, die sich nur mit SHOPPING, BUMSING und LIFTING beschäftigt. Wie das funktioniert, wissen wir nun inzwischen alle. Man hätte hier keinen "schwulen" Film im Stile von SEXINTHECITY machen müssen.
Der Künstler LIBERACE war ein genialer Virtuose am Klavier und hat mit der ganzen Art seiner Darbietung eine Brücke zwischen klassischer und Unterhaltungsmusik geschaffen. Ähnlich wie Schwester Garret, der seine Geige auch heute zu rockigen Klängen schwingt, so hat Liberace in der damaligen Zeit Stile miteinander verbunden, die man für inkompatibel gehalten hat. Er hat aus einem elitären Klavierkonzert, das idR von Kerkelings "Hurz"-Konsumenten besucht wurde, ein alltagstaugliches, recht unterhaltsames Spektakel gemacht. Alleine seine Verdienste im künstlerischen Bereich hätten die Hälfte des Films gefüllt, und wenigstens bekommt die Hauptfigur hier ein paar Zeilen vom Drehbuchautor geschenkt um zu erklären, welche Neuerungen er sich in seinem Künstlerleben für die Bühne ausgedacht hat.
Wenn man dann noch auf die "schwule" Thematik eingehen wollte, dann hätte sich seine Suche nach Nähe und Geborgenheit am besten dafür geeignet. Und auch das Drama, das er erst nach dem Tod seiner Mutter "frei" und er selbst sein konnte ( und deshalb nimmt sein Leben ja dann auch diese tragische Wendung ), hätte hier viele Filmminuten füllen können.

Aber was taten die Amerikaner? Erst lehnt jedes große Studio die Produktion ab, weil der Film nicht von Romeo und Julia handelt, und am Ende kann dann doch keiner dieser puritanischen Spießer abwarten, zwei Kerle im TV vögeln und Brillis-kaufen zu sehen. Schade.

4 Sterne.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider kein Blick hinter den Kandelaber von Mr Showmanship, sondern nur auf eine glitzernde, nicht sehr sympathische Fassade, 6. März 2014
Bereits 1988, nur ein Jahr nach dem Tod von "Mr Showmanship" Liberace, wurde das Leben des wohl schillerndsten Paradiesvogels der Showbühne unter dem Titel "Behind the Music" mit Victor Garber in der Hauptrolle verfilmt.
Nun wagte sich Steven Soderbergh an denselben Stoff, aber obwohl ihm mit Michael Douglas als Liberace und Matt Damon als dessen langjähriger jugendlicher Liebhaber Scott Thorson gleich zwei zugkräftige Stars und ein offenbar üppiges Budget zur Verfügung standen, hat der Film es in den USA bezeichnenderweise erst gar nicht in die Kinos geschafft, sondern lief nur im Fernsehen.

Der Titel "Behind the Candelabra", eine Anspielung auf den Kerzenleuchter, den Liberace bei seinen Auftritten als eines seiner Markenzeichen stets auf dem Flügel stehen hatte, verspricht einen Blick hinter die glitzernde Kulisse, aber leider löst der Film dieses Versprechen nicht ganz ein.
Der Film beruht zwar auf dem Buch von Scott Thorson, der lediglich von 1976 bis 1982 mit Liberace zusammenlebte, bis das Paar sich im Streit trennte und erst an Liberaces Sterbebett wieder versöhnte und die Tatsache, daß der Film auch wirklich nur diese Zeitspanne abdeckt, müsste eigentlich kein Problem sein.
Leider jedoch wird die Geschichte auch tatsächlich lediglich aus der Sicht Thorsons geschildert, was ein sehr einseitiges und ganz und gar nicht schmeichelhaftes Bild auf den Entertainer wirft - wenngleich es natürlich nachvollziehbar ist, daß die Sicht Thorsons, der im ewigen Schatten Liberaces erst drogenabhängig und später betrogen und auf sehr rüde Art abserviert wurde, kaum eine andere sein kann.
Aber eine etwas differenziertere Annäherung an Liberace, der von zahlreichen Freunden und Wegbegleitern wie Frank Sinatra immer als ausgesprochen warmherziger und liebenswürdiger Mensch beschrieben wurde, wäre doch wünschenswert gewesen, bei Bedarf hätte man neben Thorsons Buch dafür ja auch andere Quellen mit heranziehen können.
Liberace wird hier nicht nur privat als exaltierter und wenig liebenswerter Egozentriker dargestellt (was er aus Thorsons rückblickender Sicht möglicherweise war), sondern auch auf der Bühne - und das passt leider so gar nicht, da Liberace, auch noch in seinen späten, besonders schrillen Jahren sein Publikum immer durch seine herzliche Art und die Tatsache, trotz seiner überlebensgroßen Selbstinszenierung auf der Bühne doch immer ein Star zum Anfassen gewesen zu sein, begeistert hat.
Soderbergh jedoch zeichnet ihn sowohl auf als auch hinter der Bühne als ziemlichen Unsympath, bei dem es trotz seines musikalischen und Show-Talentes eher unwahrscheinlich erscheint, daß einem solchen Mann die Herzen des Publikums zufliegen sollten.

Trotz dieser inhaltlichen Probleme, die ich mit dem Film hatte, muss man ohne Wenn und Aber anerkennen, daß Michael Douglas diese schwierige Rolle, so, wie sie eben vom Drehbuch gestaltet wurde, bemerkenswert gut spielt.
Wie er hier aus sich herausgeht, das hätte ich ihm offen gestanden kaum zugetraut.
Vor allem Liberaces Kampf um die Geheimhaltung seiner Homosexualität und seine Suche nach Nähe - die er selber auf Dauer jedoch nicht zu geben vermag - stellt er ebenso glaubhaft und berührend dar wie seinen Kampf gegen das Alter mittels Perücken und plastischer Chirurgie.
Die Operationen Liberaces und Thorsons werden dabei so detailliert gezeigt, wie man es selten auf der Leinwand sieht und sorgen für ein paar sehr schräg komische Momente:
"Werde ich meine Augen je wieder schließen können?" -
"Nicht ganz. Dadurch entgeht Ihnen aber nicht das Erstaunen der Leute über Ihr fabelhaftes Aussehen."
Matt Damon als sein Toyboy steht Michael Douglas allerdings in nichts nach und die Liebesszenen zwischen den beiden sind ebenso glaubwürdig wie die zahlreichen Auseinandersetzungen und die Versöhnung am Sterbebett.
Im Grunde hat mich Damon hier mindestens genauso sehr, wenn nicht sogar noch ein wenig mehr überzeugt als Douglas, was aber auch daran liegen kann, daß seine Rolle schlichtweg die vielschichtigere und somit interessantere ist.
Der Adoptivjunge aus einfachen Verhältnissen, der den Verlockungen von Geld und Glamour nicht widerstehen kann, als sie sich ihm bieten und letztendlich beinahe daran zugrunde geht, wird von ihm sehr authentisch und berührend gespielt und bleibt im Grunde mehr im Gedächtnis als die große Show, die Douglas - wenngleich auf sehr gelungene Art - abliefert.

Leider jedoch lässt einen der Film trotz der sehr guten Leistungen seiner beiden Hauptdarsteller und seiner enorm üppigen Ausstattung über weite Strecken enttäuschend kalt.
Die streng chronologische Erzählweise spult die Geschichte ohne jegliche inszenatorische Raffinesse von A bis Z ab und bietet an keiner Stelle auch nur eine einzige wie auch immer geartete Überraschung, so daß die zwei Stunden sich teilweise doch ein wenig ziehen.
Zwei gute Darsteller in verblüffender Maske (und die ist hier wirklich sowohl bei Douglas als auch bei Damon perfekt gelungen), tolle Kostüme und ein Haufen Glitter reichen alleine eben doch nicht ganz für einen wirklich runden und begeisternden Film.
Dennoch war ich beim Schwanken zwischen drei und vier Sternchen bis kurz vor Schluss noch geneigt, großzügig aufzurunden, aber das extrem schräge Ende ging für mich einfach gar nicht.
Zwar entspricht es den Tatsachen, daß Liberace bei seinen Shows die Bühne teilweise fliegend betrat, aber egal, wie schrill seine Auftritte auch waren, sie hatten dennoch immer Würde und echten Glamour, während Douglas' Abgang hier nur, mir fällt leider kein anderes Wort dafür ein, auf lächerliche Art tuntig ist.
Und daß man Douglas, der im Gegensatz zu Liberace offenbar gar nicht singen kann (warum um alles in der Welt ist dann nicht jemand darauf gekommen, ihn den Text dann nur sprechen zu lassen?), zuguterletzt auch noch ausgerechnet das wunderbare "The impossible dream", nicht nur Liberaces Lieblingslied, sondern zufällig auch eines der meinen, vergewaltigen lässt - nein, spätestens da ist entgegen dem deutschen Verleihtitel des Filmes zuviel des Guten nicht mehr wundervoll, sondern für mich eher ziemlich schrecklich.
Echtes Gefühl kam bei mir erst während des Abspannes auf, während dem aus dem Off einige Zitate (möglicherweise aus Briefen Liberaces an Thorson?) über die Liebe gesprochen werden.
Hätte Soderbergh es geschafft, ein wenig von diesen Gefühlen auch schon während des Filmes spürbar zu machen, hätte "Liberace" mit Sicherheit ein wunderbarer Film werden können.
So aber wird mir auf längere Sicht wahrscheinlich nur die Erinnerung an Michael Douglas in schrägen Fummeln und Matt Damon in knappen Glitzertangas im Gedächtnis bleiben - schade.
Da hat mir in so mancher Hinsicht David Greenes 1988er Version mit Victor Garber, der Liberace ein wenig herzlicher dargestellt hat, besser gefallen.

Fazit: Für Fans des Schrägen, die Michael Douglas, der hier wirklich alles gibt, in seiner bislang wohl ungewöhnlichsten Rolle sehen wollen, durchaus mal sehenswert.
Liberace-Fans sollten sich darauf einstellen, daß ihr Idol hier nicht besonders gut wegkommt.
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4.0 von 5 Sternen Nette Unterhaltung, 19. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll [Blu-ray] (Blu-ray)
Witziger Film, gute Schauspieler und kurzweilige Handlung. Für fünf Sterne reicht es nicht wirklich, aber vier Sterne ist er mir wert.
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Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll [Blu-ray]
Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll [Blu-ray] von Steven Soderbergh (Blu-ray - 2014)
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