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Ein junger Countertenor im Jahre 2014 hat es mit hochkarätiger Konkurrenz zu tun. So ist es sehr erfreulich, dass sich der bislang noch nicht breiter bekannte Filippo Mineccia in seinem ersten Soloalbum ganz auf Ersteinspielungen von Arien des immer noch sträflich unterschätzten Leonardo Vinci beschränkt und die abgenudelten Händel-und Vivaldi-Schlachtrösser geschickt meidet. Doch so interessant die Auswahl ist, die das noch immer sehr lückenhafte Vinci-Bild nachhaltig komplettiert, so enttäuschend ist das klangliche Ergebnis:
Mineccia verfügt weder über die stupende Technik eines Fagioli, noch über die Dramatik eines Cencic oder Lieblichkeit eines Jaroussky oder Barna-Sabadus. Seine Stimme klingt trotz sauberer Intonation und guter Koloraturtechnik oft unnatürlich belegt und kehlig (Falsett im schlechtesten Sinne des Wortes!), ist in der Höhe gern schrill und in der Tiefe reichlich matt und fahl. Vor 20-30 Jahren hätte eine vergleichbare Leistung durchaus noch Aufsehen erregt, inzwischen liegt aber die Meßlatte im Countertenorgesang zu hoch um hier noch punkten zu können. Sehr ungünstig fällt auch die dünnblütige und temperamentlose Begleitung des Originalklangensembles auf, das sich ebenfalls nicht auf heute üblicher internationaler Höhe bewegt. Daher kann dieses enttäuschende Debut nur aus musikwissenschaftlichem Interesse zum Kauf empfohlen werden, der Barockbelcanto-Freund wird hier nicht auf seine Kosten kommen.
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am 9. Februar 2014
Mit großer Spannung erwartet und daher auch mit erheblichen Erwartungen belastet, kann ich dies CD nicht wirklich empfehlen. Die Musik ist durchgängig "nett" und "brav" aber die Spannung, die Dramatik und die melodische Schönheit stellt sich nicht ein. Kein "Ohrwurm ist enthalten, nie kommt es einen in den Sinn die "Return Taste zu drücken. Die Stimme von Hr. Mineccia ist nicht erste Klasse in seinem Fach, es fehlt die Klangschönheit, die Stimme klingt nicht gewichtig genug und kann mit der Konkurrenz von Fagioli, Cencic, Jarrousky etc.. nicht mithalten. Die poppige aggressive Aufmachung der CD tut ein weiteres dazu, besonderes zu erwarten, also viel Temperament und vokales Feuerwerk. Dies stellt sich aber nicht ein. Schade denn der Komponist hat so vieles zu geben was wieder erweckt werden sollte. Die Begleitung ist ok, ein mitreißendes Orchester klingt aber anders. Man stelle sich nur vor die Bartoli hätte dies eingespielt, es wäre ein Kassenschlager geworden.
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am 13. Februar 2014
Auch ich habe mit großer Freude auf dieses Album gewartet: einerseits wegen des Repertoirewertes und weil ich das Stimmfach des Countertenors besonders mag und immer gern neue Stimmen höre.

Liest man die beiden bisherigen Rezensionen, lässt dies das Schlimmstes befürchten. Gott sei Dank hat sich das bei mir - nach mehrmaligen Anhören der Platte - nicht bewahrheitet.

Zum Orchester:
Stile Galante hat bisher nur CDs in kleiner Besetzung vorgelegt (Kammerkantaten mit Porpora und Vinci, die durchweg gut besprochen wurden, so zumindest die Rezensionen, die man beim googeln findet), das ist die erste Platte in größerer Besetzung. Mir persönlich gefällt der satte, volle Sound des Orchesters (übrigens mit zwei Cembali wie im Orchester zu Vincis Lebzeiten), dem skelettierten und ruppigen Klang von Ensembles wie neuerdings Pomo d'oro kann ich nichts abgewinnen. Das Orchester musiziert schwungvoll und dynamisch abgestuft, vielleicht insgesamt etwas zu oberflächlich, besonders in den Streichern hätte man etwas mehr Präzision und mehr Feinheiten rausholen können. Ingesamt eine solide bis gute Leistung.

Zum Sänger:
Wenn man Kritiken zu Alben von Countertenören liest, stellt man schnell fest, dass dieses Stimmfach offenbar besonders polarisiert. Ich nehme mich da nicht aus. Es gibt jene, die Fagioli und Cencic großartig finden, ich persönlich gehöre nicht dazu. Die Stimmfarbe von Fagioli finde ich - tolle Technik, keine Frage! - einfach nur schauderlich, bei Cencic paart sich ein unattraktives Timbre mit schrillen Höhen (ich habe ihn zuletzt als Alessandro gehört).
Filippo Mineccia hat zuletzt als Tolomeo auf dem Giulio Cesare mit Alan Curtis auf sich aufmerksam gemacht. Er ist meines Wissens der einzige Counter aus Italien, der etwas bekannter ist (singt unter Dantone, Florio, Curtis ...). Bei seiner Stimme handelt es sich nicht um eine hohe Countertenorstimme, sondern um einen Alt, der über eine dunkle, charakteristische Färbung verfügt. Das Timbre ist eher herb, kann aber auch durchaus sinnlich sein (langsame Arien!). Mineccia verfügt über eine saubere Intonation, seine Koloraturtechnik ist einwandfrei, nur die hohen Töne klingen manchmal etwas zu forciert.
Besonders gut gefallen hat mir Mineccia in den ruhigen, kantablen Arien (Anspieltipp: „Taci, o di morte“ Der lang gehaltene, anschwellende Ton gleich zu Beginn hat mich an eine Arie/Szene aus dem Farinelli-Film erinnert. Toll!). Die Arie „Taci, o di morte“ ist auch auf youtube zu finden, wie übrigens auch zwei andere Arien aus der CD. Das nur als Tipp zum Anhören für Unentschlossene.

Kurz:
Mit einigen kleineren Einschränkungen eine durchaus lohnens – und empfehlenswerte Platte: Repertoirewert sehr hoch, sängerisch gut, aber noch ausbaufähig (bei Cencic, Jaroussky oder Fagioli war ja auch nicht die erste Platte gleich ein rundum gelungenes Topalbum).

Für mich wären das dann knapp 4 Sterne als Bewertung. Um der Gerechtigkeit Genüge zu tun, vergebe ich allerdings 5 Sterne, d.h.: 4 Sterne + 1 Stern als Kompensation für die ziemlich unqualifizierte Bewertung des Rezensenten Wimmer. Noch was zum Rezensenten Gregor Wimmer:
Filippo Mineccia erhielt von ihm wie zuvor Andreas Scholl, Valer Barna-Sabaus, Xavier Sabata (hier nachvollziehbar, finde ich) und Bejun Metha 2 Sterne (Max Emanuel Cencic bekam „gnädigerweise 3 Sterne). Dafür erhielt der ziemlich unbekannte Counter Angelo Manzotti für sein - man muss es leider so sagen - grauenvolles Album auf Tactus 5 Sterne…
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am 27. Februar 2014
Diese Platte ist großartig, ich habe mich bisher nie für derlei Musik interessiert, doch diese Aufnahmen treffen unmittelbar ins Herz, ganz ganz toll!!
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