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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pathos - aufgepeppt, 7. Juli 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dog Man Star (Deluxe Edition) (Audio CD)
(Dies ist eine Rezension zur "Deluxe Edition" von 2011. Amazon zeigt leider das Datum meiner ursprünglichen (gelöschten) Rezension zum Originalalbum an.)

Suedes zweites Album DOG MAN STAR hielt 1994 das Versprechen, das ihr Debüt 1993 gab, auch wenn die Band selbst das anders sehen mag. Auch DOG MAN STAR definiert Maßstäbe und zählt zu den wichtigsten alternativen romantischen Rock-Alben. Ein unverzichtbarer Klassiker. Dem Debüt wird noch eins draufgesetzt. Zwar reichen die sechs schnelleren Tracks nicht ganz an die Innovationskraft des Vorgängers heran, dafür liefert die Band mit der anderen, getrageneren Albumhälfte ihr Meisterwerk ab: Perfekte Balladen von unerhörter Wucht. Die letzten vier Stücke des Albums sind ein fast halbstündiges Epos für sich, das seinesgleichen sucht.

Sollten Sie diesen Höhepunkt des Schaffens von Suede noch nicht kennen, haben Sie mit der "Deluxe Edition" eine gute Gelegenheit dazu, denn nun gibt es den Klassiker remastered, mit zusätzlichen Demoversionen, B-Seiten und Videomaterial auf DVD. Auch hier, wie beim Debüt SUEDE, genug Extras, um wirklich von einer "Deluxe Edition" sprechen zu können, obwohl 8 der 12 Albentracks erst vor nicht mal einem Jahr auf der etwas merkwürdigen Doppel-CD "Best of" bereits remastered enthalten sind.

Fazit: Trotz aller Mängel, die Hardcore-Fans finden können, ergänzt dieses Box-Set das 5-Sterne-Meisterwerk "Dog Man Star" unbestreitbar um viel Bonus-Material. Für alle, die bislang den Maxis und Compilations aus dem Weg gegangen sind, Pflicht.

Sie haben noch Zeit? Dann im Detail:

REMASTERED?

Aber ehrlich gesagt spielt es gar keine große Rolle, dass mit "Best Of" doch erst vor kurzer Zeit viele Stücke remastered veröffentlicht wurden: Denn ein neuer, klarerer Sound ist im Vergleich zu den Original-Alben nur bei konzentriertem Hinhören wahrnehmbar. Die neuen Abmischungen sind vor allem lauter (ich empfinde sie teils leider sogar fast übersteuert) und bieten etwas mehr Bassraum und gleichzeitig klarere Höhen. Im direkten Vergleich sind tatsächlich Nuancen anders: vor allem klarer herausgestellte Gitarren, insgesamt sind die Instrumente klarer definiert.
Für die Stücke des Albums gilt: Erwarten Sie keine Wunder. Die alten und neuen Versionen sind kaum voneinander zu unterscheiden, das Soundgewand der Originalaufnahmen wurde erhalten. Und das - bloß nicht zu viel - ist wohl auch das Beste, was diesem Klassiker passieren konnte.
Sowohl die bereits von "Best Of" (2010) als auch von der B-Seiten-Doppel-CD "Sci-Fi Lullabies" (1997) bekannten Stücke klingen im Grunde so, wie sie immer klangen.
Aber die zuvor noch nicht neu veröffentlichten frühen Singles (z.B. die lange Version von "Stay Together") klingen deutlich besser!

B-SEITEN - UND MEHR

Die B-Seiten sind durch die Bank würdige Begleiter der Alben. Im Booklet findet sich übrigens von Sänger/Songwriter Brett Anderson eine Trackliste, welche Stücke er heute neu auf dem Album zusammen stellen würde: "My Dark Star", "Killing Of A Flash Boy" und "Living Dead" wären demnach heute auf dem Album, auf dem dafür "Black Or Blue" und "The Power" fehlen würden. Schöne Idee.

Der Großteil der B-Seiten wurde zwar schon 1997 auf der umwerfenden Sammlung "Sci-fi Lullabies" wiederveröffentlicht, aber es wäre trotzdem falsch gewesen, deshalb auf die erneute Präsenz zu verzichten - einige der großartigsten Songs der Band finden sich unter den B-Seiten. Also eine freundliche Dreingabe, und wegen der generell starken Qualität der B-Seiten von Suede eine ganz hervorragende Idee.

Für einen stimmigeren Gesamteindruck wäre es nur sinnvoller gewesen, die originalen Albumstücke auf der ersten CD der Deluxe Edition mit B-Seiten statt mit Demoversionen zu vervollständigen.
So finden sich aber nun die B-Seiten der Auskopplungen zum Album auf CD 2, zusammen mit weiterem Material. Jede Spur fehlt dabei aber von den B-Seiten "Bentswood Boys", "Together" und "Asda Town". (Nachtrag: Diese befinden sich ein bisschen unerklärlich stattdessen aber auf der Deluxe Edition von "Coming Up")

SECHS der "B-Seiten" auf der zweiten CD wurden schon auf "Best of" und/oder "Sci-fi Lullabies" wieder veröffentlicht. Darüber hinaus finden wir VIER B-Seiten:
- "Stay Together". Dieser lange Zeit von der Band selbst so geschmähte Song findet sich als Single-Edit in zwei unterschiedlichen Versionen bereits wiederveröffentlicht auf "Singles" (2003) und "Best Of" (2010). Auf der "Deluxe Edition" fehlt der Edit, dafür ist die lange Fassung enthalten. ALLERDINGS wurde die Original-Maxi frevelhaft um eine satte Minute gekürzt! Das ist umso bedauerlicher, da der Remaster hier wirklich so gut wie nie zuvor klingt.
- und der atmosphärische 16-Minuten-Remix "Eno's Introducing The Band". Die "Wild-Ones"-B-Seite ist der Vollständigkeit halber eine feine Sache, auch wenn dieser hübsche Ambient-Mix minutenlang nur begrenzt das Original erkennen lässt.
- "La Puissance (The Power)". Dieser Live-Songschnippsel wurde zuvor nur auf der "Suede Information Service Farewell CD" des offiziellen Fanclubs veröffentlicht.
- die Wild-Ones-B-Seite "This World Needs A Father"

DAZU gibt es noch FÜNF WEITERE Tracks:
- "The Living Dead (piano version)". Ich mag eigentlich alle Klavierfassungen. Diese auch.
- Ein bislang unveröffentlichter Song "We Believe In Showbiz", der ganz nett ist.
- Eine interessante Urversion von "Wild Ones"
- Eine nochmals verlängerte Urfassung des schon gigantischen "The Asphalt World", die aber der bekannten Albumversion leider weniger Neues als erhofft verleiht.
- Außerdem als wunderschöne Zugabe "Still Life (orchestral Version)", zuvor nur auf der "Suede Information Service Farewell CD" des offiziellen Fanclubs veröffentlicht. Die alleingestellte Orchester-Spur hat immense Kraft. Hier gilt wie bei der Deluxe Edition von SUEDE: Mehr solcher Spurauskopplungen wären schön gewesen. Und gerade bei "Still Life (orchestral Version)" wäre auch eine Variante MIT Gesang wünschenswert gewesen.

DIE DEMOS

Für knapp über 20 Minuten Extra-Hörgenuss sorgen außerdem die 5 Demoversionen am Ende der ersten CD. Aber anders als bei der Deluxe Edition von SUEDE sind die Zugaben auf der Deluxe Edition von DOG MAN STAR wirklich eine Bereicherung. Denkt man zwar auch hier zunächst noch, dass Unveröffentlichtes manchmal aus gutem Grund nicht veröffentlicht worden ist, ändert sich dies aber schnell: In ziemlich wüster Qualität dröhnen einem rohe Versionen entgegen, in die man sich erst reinhören muss. Wem das gelingt, der wird mit absolut hörenswerten, ungekannten, neuen Facetten belohnt. Einen gewissen liebenswürdigen Charme kann man diesen verrauschten Demoversionen bei konzentriertem Hören nicht mehr absprechen.

Die DVD

Sie enthält
- Nur ein Musikvideo aus der Zeit: "Stay Together". (Was ist mit den übrigen Videos? Die kann der geneigte Fan weiterhin nur auf der DVD "Lost in TV" finden.)
- Dafür gibt es NEUN überragende "Tourfilme", also die Einspielvideos, die damals während der Tour im Hintergrund liefen (hier mit Studioaufnahmen als Ton). Das ist ganz großes Kino!
- 45 Minuten Suede Live in Paris mit mittelmäßigem Ton. He, da wird ja als Intro die Streicherspur von "Sleeping Pills" gespielt (siehe SUEDE Deluxe Edition). Daran konnte ich mich gar nicht erinnern. Das Ganze von 1993 - VOR dem Album, von dem es aber schon zwei Songs (plus Stay Together) zu hören gibt. Dazu gibt es noch eine viertel Stunde Suede vor dem Konzert live im Fnac. Nette Dreingabe.
- ein etwa 25 Minuten langes aktuelles Interview mit Bernard Butler und Brett Anderson. Nettes Palawer übers Albummachen, B-Seiten, Joy Division und Scott Walker, Stay Together, Keyboards und das Albumcover. Die scheinen sich wieder gut zu vertragen. Noch vor wenigen Jahren hätte man es nicht für möglich gehalten. Leider gibt es bei dem Interview keine Untertitel, was vor allem wegen des nur mittelmäßigen Klangs bedauerlich ist.

Das Booklet

Ein schönes 32 Seiten dickes Booklet begleitet das Box-Set, mit vielen Fotos und Single-Covern sowie einem zwischenzeitlich geplanten alternativen Albumcover, enthält es eine kurze Einführung von Mastermind Brett Anderson, dazu gibt es alle Songtexte zum Album und den B-Seiten sowie zum Demo "We Believe In Showbiz", außerdem eine Auflistung der Inhalte der beiden CDs und der DVD.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suedes bestes Album?, 5. Januar 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dog Man Star (Audio CD)
Was die Band um das Songwritingduo Brett Anderson (Text, Gesang) und Bernard Butler (Musik, Gitarre) auf dem ein Jahr zuvor veröffentlichten Debutalbum SUEDE mehr als angedeutet hatte, führte sie auf DOG MAN STAR zur Perfektion. Als ob der Hang zum Pathos auf SUEDE nicht schon genügend zur Entfaltung gekommen wäre, sind die hier versammelten Songs noch epischer, noch breiter geraten, mit teilweise nicht zu überhörendem Einschlag in Richtung Bombastsound, nachdrücklich unterstrichen durch die Mitwirkung des Londoner Symphonieorchesters.
Und wer verkörperte denn Anfang der Neunziger die charakteristische Mischung zwischen Glamour und Weltschmerz besser und wirkungsvoller als Brett Anderson, dessen Stimme hier die gefährliche Nähe zum opernhaften Schwulst (die Namen "Queen" und "Pavarotti" kommen einem nicht nur so zufällig in den Sinn...) noch entschlossener sucht? Und diese Texte, bei denen Drogenkonsum wohl nicht nur eine inhaltliche, sondern auch höchst aktive Rolle (für die Inspiration...) gespielt haben muss und die von Sex, Entfremdung, Verzweiflung, Einsamkeit und der Flüchtigkeit der Großstadt handeln, am liebsten alles gleichzeitig in einen einzigen Song gepackt. Einen wie "The Wild Ones", "The 2 Of Us" oder "Black Or Blue" - Balladen, so vollendet, so rückhaltlos emotional und schmerzlich romantisch, dass man die Band dafür wohl nur entweder lieben oder hassen konnte.
Für eben jene Hasser dürfte der Zeitpunkt rund um die Veröffentlichung von DOG MAN STAR im Jahre 1994 denn auch genügend Anlass zur (Schaden-)Freude geboten haben, hatte sich Bernard Butler doch inmitten der Aufnahmesessions mit dem Rest der Band (insbesondere mit Anderson) zerstritten war plötzlich ausgestiegen. Doch die Rest-Band (die bald darauf den erst 17-jährigen Richard Oakes als Butler-Nachfolger rekrutieren sollte) sollte allen Unkenrufen zum Trotz das Album bravourös vollenden. Trotz des vorzeitgen Ausstiegs ist Butlers prägender Einfluss auf die Musik von Suede nicht zu überhören, seine so prägnanten wie stilvollen Gitarren- (und gelegentlichen Piano-)Motive heben Suede bis heute weit vom musiklischen Durchschnitt ab. Und der Sound von DOG MAN STAR ist grandios gelungen und klingt, dank reichlicher Overdubs, nicht nur dann "orchestral", wenn etwa der Closer "Still Life" dank feurigem Tschinderassabumm des London Symhoy Orchestra klassisch ausklingt, sondern auch, wenn die Band in ihrem Hang zu großen Gesten nicht einmal vor "uncoolen" Auswüchsen (verdächtig Pink-Floyd-mäßiges ellenlanges Solieren auf "Daddy's Speeding" und "The Asphalt World") zurückschreckt.
Alles in allem ist DOG MAN STAR ein großes Album (wenn sich die Qualität auch damals leider nicht in den Verkaufszahlen hat niederschlagen können) - und heißer Anwärter für die vielzitierte einsame Insel.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suede's vergessenes Album ist das beste der Band !, 10. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dog Man Star (Audio CD)
Nach den Erfolgen der letzten zwei Suede-Alben "Coming up" (1996) und "Head Music" (1999) erinnert sich kaum noch jemand an das 1994er Album "Dog Man Star", welches damals im von Blur (Parklife) und Oasis (Definitely Maybe) entfachten Britpop-Rummel etwas untergegangen ist. Der kommerzielle Mißerfolg (zumindest verglichen mit den drei anderenSuede-Alben) kann aber auch mit "Dog Man Star" selbst begründet werde: es ist das am schwersten zugängliche aller Suede-Alben. Hat man aber den Zugang einmal gefunden, merkt man schnell, daß es Suede's bestes Album ist. Ruhiger, nachdenklicher, aber voller genialer Songs, die sich erst beim dritten oder vierten Hören richtig entfalten: die Hymne "We are the pigs", das traurige "Wild Ones" und das hoffnungsvolle "The power". Songs, die Suede selbst auch leider vergessen zu haben scheinen, denn bei den letzten zwei Tourneen wurden sie nicht mehr gespielt. Schade, denn dieses Album ist wirklich genial und enthält keinen schlechten Song. Ein Muß für alle fans anspruchsvoller, britischer Popnusik. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Höhepunkt von Suede, 6. Januar 2013
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dog Man Star (Audio CD)
Suede klingen auf "Dog Man Star" einfach einzigartig. Ihre Platte davor und ebenso die danach ohne Buttler waren klasse, aber "Dog Man Star" ist unerreicht geblieben. Eine wohltönende Stimme singt herrliche Melodien, diffuse Bässe verströmen schummrige Melancholie, das Schlagzeug sorgt für Eingängigkeit, und die leicht verzerrten Gitarren klingen sehnsüchtig und ein bisschen verrucht. Der exaltierte Gesang scheint im Nebel der Instrumente zu verschwimmen, und fordert doch Aufmerksamkeit. Das Album ist perfekt, voller Melodie, voller Dramatik, voller Stimmung.

INTRODUCING THE BAND ist angespannt, latent bedrohlich, und doch faszinierend. Es ist eine Faszination, die sich im Laufe des Albums weiter entfalten wird.

WE ARE THE PIGS lullt den Hörer mit einer ruhigen Ohrwurmmelodie ein. Saxophonflammen züngeln immer wieder dazwischen "...we'll watch them burn." Das Schlagzueg unterfüttert das Stück mit einem schweren Beat. Die Gitarren schlingen sich um den ätherischen Gesang, dessen Sehnsucht wie einem Dornröschentraum entsprungen scheint.

HEROINE klingt glamourös, aber ausgebleicht. Verzehrender Gesang sucht an die langsam taumelnden, altgüldenen Gitarrenfäden anzuknüpfen und greift doch immer wieder ins Leere "...I'm aching..."

THE WILD ONES beginnt ganz sanft: Ruhiger Gesang und zarte Gitarrenakkorde; ein maßvoller Schlagzeugrhythmus und dezente Basstöne treten hinzu. Die gemessen voranschreitende, romantische Melodie des oh so weichen Gesangs ist in einen kaum wahrnehmbaren instrumentalen Hintergrund gebettet, aus dem alleine ein sehr ruhiges, verspieltes Gitarrenflimmern und gegen Ende etwas Streichereinsatz hervorlugen. Diese Ballade lässt einen die Zeit vergessen.

DADDY'S SPEEDING klingt wie eine verblichene Erinnerung an ein Lied. Von feinem Staub überwehte Bässe und verhauchte Gitarren untermalen geisterhaften Gesang, der wie eine Reprise aus dem wohl traurigsten Musical anmutet.

THE POWER ist die wohl melancholischste Britpopballade, die jemals geschrieben wurde: Zurückhaltend, akustisch, mit kammermusikalischer Streicheruntermalung und in ein endlos langsam vorüberziehendes honiggoldenes Pathos getränkt.

NEW GENERATION kommt über einen simplen Sixties Rock N' Roll Beat mit einer erhebenden, dicht gefügten Melodie und leicht schmalzigem Gesang daher; inklusive eines herrlich schnurrenden Gitarrensolos und diverser verträumter Bridges. Kurzum: Eine klassische Hymne - allerdings mit einem typisch dekadenten Suede Text... "And like all the boys in all the cities / I take the poison, take the pity / But she and I we soon discovered / we'd take the pills to find each other"

THIS HOLLYWOOD LIFE wühlt sich mit seinen sehnsüchtig verzerrten Gitarren langsam durch einen schwermütigen Bassgroove, während die überkandidelte Gesangsstimme sich ganz ihrer Seelenpein überlässt "...come rescue, rescue me from this Hollywood life / Come take this Hollywood life."

THE 2 OF US versinkt träumerisch in einer abwährtsführenden Spirale aus Klavier und tränenklarem Gesang...

BLACK OR BLUE stellt den zerbrechlichen Gesang auf eine nahezu dunkle Bühne, von wo er einen wahrlich ergreifenden Schwanengesang ins atemlose Publikum rinnen lässt.

THE ASPHALT WORLD lässt kühle, verlorene Gitarrenlinien ziellos durch eine frostige Synthesizerwelt streifen. Der wunderschöne Gesang kann die Trauer des Songs nicht verbergen. Endlos lang zieht sich das Stück durch zahlreiche Transformationen, ohne sein Hauptthema jemals aus den Augen zu lassen.

STILL LIFE schwelgt in sanfter Melancholie, gleitet pastoral dahin, und mündet schließlich in ein ergreifend orchestriertes Finale.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Suede-Platte, 16. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Dog Man Star (Audio CD)
In wenigen Wochen erscheint das neue Suede-Album "New Morning", dem ich sehr gespannt entgegenblicke. Die richtige Zeit um auf die Produktion zurückzuschauen, die zwar komerziell desaströs, aber künsterlisch einfach nur großartig war. Suede traten nach Ihrem gleichermaßen betitelten Debüt unter hohem Druck an und wurden von der Kritik für "Dog Man Star" zerissen. Völlig zu unrecht. Kaum ein Album hat mich vor allem in den Jahren 1994-1998 so lange begleitet. Sicherlich, für den üblichen Radiokonsumenten ist die Produktion zunächst schwer zugänglich, aber schon nach wenigen Durchläufen, wird sich die wahre Schönheit von "Dog Man Star" zeigen. "We are the Pigs", "Heroine" und "The Wild Ones" sind wahre Perlen, des Glam-Pop, die jeden Genre-Fan begeistern werden. "Dog Man Star" ist sehr melancholisch, zeugt von innerer Zerissenheit (2 of us), hat aber auch durchaus optimistische Momente (New Generation). Das gehypte Debüt wird qualitativ weit übertroffen, obschon auch dieses allein wegen des genialen "Animal Nitrate" in jede Kollektion gehört. Manchem wird sich die Faszination der CD erschließen, andere werden die unvergleichliche Schönheit des Schlußtitels "Still Life" nie verstehen können. Aber wer mal irgendein Suede-Stück im Radio gehört und dabei "das gewisse etwas" empfunden hat, der sollte zu DMS greifen und auf gar keinen Fall zum höchst langweiligen "Head-Music"-Album.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pathos ohne Lächerlichkeit, 13. Februar 2000
Rezension bezieht sich auf: Dog Man Star (Audio CD)
"Dog Man Star" von Suede ist ein Meisterwerk in vielen Aspekten. Wunderschöne Songs ("We're the Pigs", "Wild Ones" oder "Still Life")und bemerkenswerte Texte sind die stärksten Seiten dieses Albums. Daß die Produktion viel zu kurz gekommen ist, mag daran liegen, daß der ehemalige Gitarrist Bernard Butler einfach mitten in den Aufnahmen für das Album seinen Koffer packte und ging. Als Erklärung für sein debiles Verhalten, hat er angegeben "Die Band kann nicht jammen". In meinen Augen ist es ein großer Vorteil. Zurück zur Platte. Dog Man Star ist das vorzeitige (und voreilige) Testament von Suede, elegisch und düster. Doch sollte man nicht sagen überladen und unangemessen pathetisch oder lächerlich elegisch? Denkt nach! Der Rest sagt Euch "Wild Ones".
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 25. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Dog Man Star (Audio CD)
Es ist schade, daß viele Leute bei Suede nur an die bekannteren Alben und Singles a la Trash und Beautiful Ones denken (die ja auch cool sind); Was Suede wirklich ausmacht, zeigt Dog man star. Wenn man Musik als leidenschaftlich bezeichnet, dann diese. "The Wild ones, Black or blue oder the asphalt world" sind absolute Meisterwerke. Also: alle die Coldplay, Travis etc. im CD-Player laufen haben, sollten sich mal wieder mit Suede beschäftigen, die meiner Meinung noch über diesen sehr guten Bands stehen
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kitsch, aber gut, 17. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dog Man Star (Audio CD)
Suede ist eine Band, der immer wieder übertriebenes Pathos und Schwülstigkeit vorgeworfen wird. Beim Anhören dieser Platte kann man sehen, worauf sich dieser Vorwurf stützt; Mit Orchesterunterstützung und Liedern von teilweise epischer Länge wird hier ein bittersüsser Klangteppich ausgebreitet, der für viele Hörer vielleicht nicht leicht zu ertragen ist. Die anderen Hörer werden diese Platte lieben: Bernard Butlers Gitarrenspiel und Songwriting ist exzellent, und Brett Andersons Gesang und Texte lassen durch Einbindung von Zitaten die englische Romantik auf die Wegwerfkultur des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts treffen (Beispiel: "She walks in Beauty, like the night. Discarding her clothes in the plastic flowers."). Ja, auf dieser Platte ist viel übertrieben und melodramatisch, aber die Hörer die Suede mögen, können sich an genau dieser Qualität nicht satt hören. Wer Suede mag wird die Platte lieben, die anderen lassen sie im regal stehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, Part II, 14. Juni 2011
Von 
Norman Franz (Potsdam) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dog Man Star (Deluxe Edition) (Audio CD)
Zum Album selber gibt es nichts zu sagen, was nicht schon an anderer Stelle steht. Suedes 2te ist voller Überraschungen und von nicht minderer Größe als ihr Erstwerk. Und NEW GENERATION ist definitiv ein Jahrhundertsong! Das neue 3 Disc Set ist der Wahnsinn! Viele, viele Bonustracks, Videos und Livemitschnitte! Da könnte man vor lauter Freude das Heulen kriegen...
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