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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung um den Ermittler Joona Linna
"Der Sandmann" ist bereits der 4. Band des Autorenpaars Lars Kepler um den Ermittler Joona Linna. Dieses Buch schließt nahtlos an den Vorgänger "Flammenkinder" an. Das Autorenduo wiederholt zu Beginn des 4. Bands die letzten Kapitel des Vorgängers komplett. Endete damals der 3. Band mit einem Cliffhanger, so dienen die identischen Szenen...
Vor 9 Monaten von Kerstin80 veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perfekte Strandlektüre
"Der Sandmann" ist der vierte Teil der Krimireihe um Ermittler Joona Linna, man kann das Buch aber auch sehr gut ohne Vorwissen lesen und verstehen. Da es wohl nahtlos an den Vorgänger anschließt, ist es ganz praktisch, dass die letzten Kapitel von "Flammenkinder" nochmals wiederholt werden. So wird jeder Leser vom Autor abgeholt und direkt in...
Vor 6 Monaten von Susanne K. (Literaturschock.de... veröffentlicht


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung um den Ermittler Joona Linna, 27. Februar 2014
"Der Sandmann" ist bereits der 4. Band des Autorenpaars Lars Kepler um den Ermittler Joona Linna. Dieses Buch schließt nahtlos an den Vorgänger "Flammenkinder" an. Das Autorenduo wiederholt zu Beginn des 4. Bands die letzten Kapitel des Vorgängers komplett. Endete damals der 3. Band mit einem Cliffhanger, so dienen die identischen Szenen diesmal als toller Spannungsaufbau.
Auch wenn ich selbst den Vorgänger kannte, verfolgte ich das Geschehen dieser Szenen völlig gespannt und atemlos. Der Spannungsbogen hält vom Anfang bis zur letzten Seite. Es wird nie langweilig. Immer wieder erlebt der Leser Spannungsspitzen und teilweise überraschende Wendungen. Die Atmosphäre, besonders bei den Szenen im Sicherheitstrakt, gefällt mir sehr gut. Unterschwellig habe ich die ganze Zeit Angst bzw. eine Bedrohung gespürt.
Das Autorenduo bleibt auch bei "Der Sandmann" seinem Schreibstil treu. Dieser zeichnet sich durch kurze Kapitel und viele Szenen- sowie Perspektivwechsel aus. Oftmals enden die Kapitel mit einem Cliffhanger und zwingen den Leser so quasi zum ständigen Weiterlesen. Das Buch aus der Hand zu legen fällt gerade wegen der kurzen Kapitel sehr schwer. Man will immer noch mal eben ein weiteres Kapitel lesen. Der Schreibstil ist zudem sehr lebhaft und flüssig und sorgt für ein temporeiches Lesevergnügen. Die detaillierten Beschreibungen lassen ein sehr genaues Bild entstehen und lassen teilweise auch das Kopfkino spielen. Wie immer erinnert der Schreibstil an ein Drehbuch für einen spannenden Actionfilm. Dem Leser wird die Lösung nur langsam und häppchenweise präsentiert, und fesselt ihn so zusätzlich an das Buch. Auch dieses Buch endet mit einem Cliffhanger, beantwortet viele der aufgeworfenen Fragen, jedoch nicht alle.

Ich kenne alle Bücher von Lars Kepler. Bisher untypisch für die Bücher war das Auftreten von einigen Ungereimtheiten und Unglaubwürdigkeiten. So erschienen mir besonders einige Beschreibungen und Handlungen im Sicherheitstrakt sehr unglaubwürdig und nicht authentisch. Auch Mikaels Gesundheitszustand nach der langen Gefangenschaft zählt für mich dazu. Der Spannung tun diese Unglaubwürdigkeiten dagegen keinen Abbruch.
Trotzdem ziehe ich hierfür 1 Stern ab und vergebe 4 von 5 Sternen.

Fazit: Mit gewohnt spannendem und fesselndem Erzählstil knüpft Lars Kepler mit "Der Sandmann" an den Vorgänger "Flammenkinder" an. Auch die für Lars Kepler untypischen Unglaubwürdigkeiten können die Spannung bis zum Schluss kaum beeinträchtigen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perfekte Strandlektüre, 3. Juni 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
"Der Sandmann" ist der vierte Teil der Krimireihe um Ermittler Joona Linna, man kann das Buch aber auch sehr gut ohne Vorwissen lesen und verstehen. Da es wohl nahtlos an den Vorgänger anschließt, ist es ganz praktisch, dass die letzten Kapitel von "Flammenkinder" nochmals wiederholt werden. So wird jeder Leser vom Autor abgeholt und direkt in die Geschichte entführt.

Mit einem typischen skandinavischen Krimi hat das Buch nicht sehr viel zu tun. Es erinnert eher an Bücher von Dan Brown oder Frank Schätzing: Mit Actionszenen überladen und der Plot teilweise unglaubwürdig, klischeehaft und konstruiert.

Durch die überwiegend kurzen Kapitel und vielen Szenen- und Perspektivwechsel bietet "Der Sandmann" ein sehr hohes Tempo und man kann sich schon sehr leicht festsaugen.

Insgesamt ist es eher Popcorn-Lektüre für mich. Lesen, sich amüsieren, ein bisschen an den Nägeln knabbern - und spätestens nach einer Woche wieder vergessen haben. Perfekt für den kommenden Sommer als Strandlektüre.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend, aber sprachlich mau, 23. Mai 2014
Von 
Howie1006 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Jurek Walter, ein Serienmörder, sitzt seit Jahren isoliert in der Psychiatrie. Als ein früheres Opfer lebend auftaucht, beginnt Kriminalkommissar Joona Linna die fieberhafte Suche nach dessen Schwester. Um an Informationen zu kommen, lässt er seine Kollegin Saga Bauer in die psychiatrische Einrichtung einschleusen.

Der Roman ist durchweg spannend geschrieben, ohne überflüssige Längen. Die Darstellung des Bösewichts, Jurek Walter, hat mir gut gefallen; hin und wieder fühlte ich mich sogar ein wenig an Hannibal Lecter erinnert. Leider ist die Umsetzung aber sonst nicht so gelungen.

Wundert man sich zunächst noch über das angesichts ihrer bisherigen Leistungen geradezu zarte Alter der Polizistin, macht nach ihrer Einweisung in die Psychiatrie diese Verwunderung einem fassungslosen Staunen Platz, wie naiv sie sich in der verdeckten Ermittlung aufstellt. Und körperlich in der Lage, ein Fitnessstudio auseinanderzunehmen, schwächelt sie - adrenalingeladen! - unter dem Gewicht ihrer Waffe, knappen anderthalb Pfund.

Joona Linnen wiederum gefällt über weite Strecken. Warum er aber streckenweise zum Hulk mutiert, mag sich mir nicht erschließen. Sollte er tatsächlich den typischen schwedischen Polizisten charakterisieren, müsste ich das Land umgehend von der Liste möglicher Urlaubsziele streichen.

Der behandelnde Arzt, Anders Rönn, ist einfach nur widerlich. Angesichts seiner familiären Verhältnisse (keine Details, ich möchte hier nicht spoilern) wundert man sich, dass diese nicht aufgelöst sind. Handelt es sich um einen Zufall, einen Fehler oder schlichtweg fehlende Kreativität?

Apropos fehlende Kreativität: Der Wiedererkennungswert über das gesamte Buch ist recht hoch. Allein die Anzahl der breitbeinig Stehenden ist beeindruckend. Richtig nervig wird es beim Gedankengut der Beteiligten: er, sie, es denkt, und das Gedachte hätte in seiner Einfachheit eher seinen Platz in einem Jugendbuch als in einem Krimi.

Für die Spannung hätte ich gerne die ganze Punktzahl vergeben. Bei einem spannenden Buch nehme ich auch mal kleinere Löcher in der Logik in Kauf; hier besteht das Buch jedoch vorwiegend aus Schlaglöchern. Und sprachlich wirkt der Roman eher schlicht.

Fazit: Wohlwollende drei Sterne. Wer sein Hauptaugenmerk auf die Spannung richtet, wird hier gut bedient.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Durchaus spannender Krimi, 7. Mai 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ein verwirrter und verletzter junger Mann wird auf einer Eisenbahnbrücke aufgegriffen. Es ist Mikael Kohler-Frost, der vor dreizehn Jahren zusammen mit seiner Schwester spurlos verschwand. Bei der Untersuchung im Krankenhaus stellt sich heraus, dass er an der Legionärskrankheit leidet, die unbehandelt zum Tode führt. Mikael erzählt, dass seine Schwester noch lebt und vom "Sandmann" gefangen gehalten wird. Für Kommissar Joona Linna beginnt ein Wettlauf auf Leben und Tod, will er Mikaels Schwester lebend finden. Das ist nahezu unmöglich, sitzt doch der "Sandmann" seit sieben Jahren in Isolationshaft in der Psychiatrie. Sein Name: Jurek Walter. Joona Linna hat immer geglaubt, dass er einen Komplizen haben muss - wie sonst konnten die Kinder so lange überleben? Um herauszufinden, wo sich das Versteck befindet, schleust Linna seine Kollegin Saga Bauer in die Psychiatrie ein. Ein nicht ganz ungefährlicher Job, stellen doch alle Leute, die in Jurek Walters Nähe kommen, Sachen an, die nicht in deren Natur liegen und leben danach in Todesangst oder werden tot aufgefunden. Kann man ihn zum reden bringen und das Mädchen retten?

Unter dem Pseudonym Lars Kepler hat das Autorenehepaar Alexander und Alexandra Ahndoril schon einige Erfolge eingeheimst, nicht zuletzt durch ihre Krimi-Reihe um den Kommissar Joona Linna. "Der Sandmann" ist der vierte Fall der Reihe, ein fünfter wird im Oktober in Schweden unter dem Namen "Stalker" veröffentlicht, so dass deutsche Fans sicherlich auch nicht lange warten müssen.

Jonna Linna wird in der Presse als der schwedische James Bond beschrieben, aber er trägt auch durchaus Züge von Sherlock Holmes. Knallhart, wenn es drauf ankommt, logisch denkend und in der Lage, Verbindungen herzustellen, hat er auch eine weiche Seite. Das klingt natürlich etwas übertrieben, nach einer Art Super Hero, aber ich finde, hier passt es.

Auch die anderen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Man kann gut und böse von Anfang an unterscheiden, auch wenn man an mancher Stelle, mehr über den einen oder anderen erfahren möchte. Da das Buch aber bereits Band 4 der Joona Linna-Reihe ist, kommt das sicher in den Vorgänger-Romanen vor. Besonders Jurek Walter, quasi der Moriaty von Joona Linna, scheint schon ein paar Auftritte gehabt zu haben. Man kann das Buch aber gut ohne Kenntnisse der Vorgänger lesen.

Sehr kurze Kapitel, die jeweils mit einem kleinen Cliffhanger enden, lassen den Spannungsbogen kontinuierlich anwachsen. Der flüssige Schreibstil trägt ebenfalls dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Sicher, an der einen oder anderen Stelle wird der Zufall schon arg strapaziert und manche Handlungsweisen sind alles andere als logisch, das tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Neben der Krimihandlung erfährt man auch noch etwas über die Zuwandererpolitik in Schweden in den fünfziger Jahren. Das Ende ist allerdings relativ offen, so dass man um Band 5 wohl nicht herumkommt.

Mir hat das Buch sehr spannende Lesestunden bereitet und ich kann es allen Fans schwedischer Kriminalromane nur empfehlen. Lars Kepler hat einen neuen Fan gefunden und Band 5 steht bereits auf meiner Wunschliste.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schweden-Reisser, mit dem ich nicht warm wurde, 15. April 2014
Von 
Catrin Nack (Hamburg Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Dies ist das erste Buch von Lars Kepler, welches ich in die Hände bekam. Es ist handelt sich allerdings bereits um den 4. Band um Ermittler Joona Linna. Lars Kepler ist das Pseudonym eines Autoren-Duos, des Ehepaares Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril.
Im Mittelpunkt des Romans steht der brutale Serienmörder Jurek Walter, ein so gewalttätiger Verbrecher, dass er seit Jahren in einer Isolierzelle sitzt, die kaum einer betreten darf. Nachdem eines der totgeglaubten Opfer jedoch nach Jahren lebend auftaucht, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, die Schwester des nun Gefundenen auch zu Retten.

Leider hat mir an dem Roman so gut wie gar nichts gefallen. Weder die Sprache, die ich nicht als flüssig und angenehm zu lesen empfand, sondern als reißerisch und eindimensional flach, noch die Charaktere. Man wird nicht warm mit den handelnden Figuren, noch werden diese richtig lebendig. Die hier immer wieder erwähnten "Cliffhanger" zu Beginn und Ende eines Kapitels empfand ich als billige Manipulation, die zwar natürlich eine Spannung erzeugte, aber dabei allzu platt daher kommen. Beispiel: neuer Assistenz-Arzt betritt Zelle des ach so gefährlichen Jurek Walter, den man selbstredend sedieren muss. Es wird ein Brief gesucht. Arzt bleibt mit dem Kittel hängen, kann den Brief nicht greifen, Täter wacht auf, der Helfer vor der Tür ist plötzlich weg ! Wer auf solche Art der Spannungsmache steht, ist mit diesem Krimi sicher gut bedient. Durch den abgehackten Schreibstil entstehen solche Szenen immer wieder. Wie gesagt, diese Art von Spannung ist meine Sache nicht. Eingestreute Sex-Szenen empfand ich als unangenehm, z.T. auch unangebracht und für die Story total sinnlos.

Trotzdem das Buch eine Fortsetzung ist, hat man mit der Geschichte als solches keine Probleme. Sicherlich macht es aber mehr Sinn, möchte man dieses Serie denn kennenlernen, hier mit Band 1 zu beginnen, und den Sandmann dann als Taschenbuch zu kaufen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Skandinavische Krimi- bzw. Thrillerunterhaltung in bewährter Manier, 27. April 2014
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
spannend und unglaublich brutal, aber nichtsdestotrotz streckenweise ein wenig langatmig.

Mögen Sie Joona Linna? Den Finnen inmitten von Schweden, auf dem eine schwere Vergangenheit lastet, der sich nahtlos in die schwermütige bis depressive skandinavische Ermittlerschar einreiht und in seiner Vielschichtigkeit und der ihn umgebenden Atmosphäre einem Wallander kaum nachsteht?

Nun, hier ist er wieder in seinem mittlerweile bereits vierten Fall, einem besonders tragischen: Personen verschwinden auf nicht nachvollziehbare Art und Weise. Nach Jahrzehnten taucht ein junger Mann - ein Kind noch, als er verschwand - wieder auf und können sich an nichts, aber auch gar nichts erinnern. Außer, dass es eben der Sandmann war, der sie gefangengehalten hat. Sie - das sind er und seine Schwester, die offenbar noch lebte, als ihm die Flucht gelang. Wo ist da der Zusammenhang, wo der rote Faden, wo kann die Kriminalpolizei, die im Übrigen selbst bereits zum Opfer geworden ist und weiter bedroht wird, eingreifen? Und eigentlich sitzt der Schuldige doch bereits seit Jahren im Gefängnis - oder etwa nicht? Es geht darum, ein möglicherweise noch lebendes Entführungsopfer vor einem weiteren, möglicherweise jahrzehntelangen drohenden Aufenthalt auf engstem Raum, in vollkommener Isolation, zu bewahren - denn das sind die Informationen, die man aus dem Flüchtling herauskitzeln kann. Bei den Ermittlungen nimmt Saga, Joona Linnas schöne und eigensinnige Kollegin, eine Schlüsselrolle ein. Der Fall ist voll mit auf brutalste Weise erledigten Leichen und aus meiner Sicht teilweise sinnlosem Gemetzel. Trotz des eigentlich guten Konstrukts war es mir des Guten bzw. des gar nicht Guten, sondern extem Blutigen eindeutig zuviel.

Ein nur teilweise spannender, da doch in vielerlei Aspekten voraussehbarer Thriller mit einem trotzdem sehr überraschenden Cliffhanger-artigen Ende, der zumindest mit den ersten beiden Fällen des Autorenpaares Kepler nicht ganz mithalten kann. Es ist wirklich nur was für Liebhaber der skandinavischen Melancholie, denn nicht nur Joona Linna, sondern auch seine Kollegin Saga sind wahre Prachtexemplare, wenn es um den Typus des düsteren, in seiner eigenen Vergangenheit gefangenen Ermittlers geht. Leser, die auch in der Krimi- und Thrillerliteratur nach fröhlicher Leichtigkeit streben, sollten lieber gleich zu einer anderen Lektüre greifen, denn hier waltet die Traurigkeit bzw. wütet das Grauen - die Psyche des Lesers sollte daher recht stabil sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterm Strich sehr unterhaltsam, 5. Mai 2014
Von 
Big Daddy (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der "Sandmann" ist ein spannender Thriller, den man kaum aus der Hand legen kann, hat man einmal damit begonnen ihn zu lesen. Es ist der dritte Teil einer Reihe, die ich nicht das Vergnügen hatte, diese vorher zu lesen.
In der Hoffnung, dass die Holprigkeiten in der Logik im vierten Band in den Vorgängerbüchern nicht vorkommen, werde ich mir diese bis zum Urlaub noch beschaffen. Es ist etwas, das ich eigentlich gar nicht mag und dieser Punkt führt auch beim „Sandmann“ zur Abwertung. Es ist letztlich alles etwas zu wirr und passt nicht recht zusammen. Es ist so, als würden einige lose Enden Seil mit einem Eimer Kleister überschüttet, um sie miteinander zu verbinden. Man möge mir diese drastische Metapher verzeihen, aber besser kann ich es nicht beschreiben.

Dem gegenüber jedoch ein flüssig zu lesendes und eben von der ersten Seite an spannendes Buch, welches niemals in der Erzählung an Fahrt oder Charme verliert.

Kurze Kapitel und häufige Szenenwechsel strengen nicht an, sondern verleihen dem Buch eben den besonderen Charme und erzeugen das Gegenteil von Genervtheit oder Langeweile.

Wenige Bücher schaffen es, mich durchgehend bei der Stange zu halten.

Der Ermittler Joona Linna, dem die Autoren sehr viel Leben eingehaucht haben und mit dem man sich als Leser identifizieren kann, also mit ihm mitfiebern oder vielleicht sogar mitleiden, trägt für mich einen wesentlichen Beitrag dafür, dass dieses Buch, trotz der Logikmängel mit 4 Sternen durch mich noch relativ positiv bewertet ist.

Früher hätte ich gesagt, ein Buch mit Logiklücken kann nichts taugen. Der „Sandmann“ hat mich eines Besseren belehrt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Frustrierend, 13. Mai 2014
Von 
Michaela Hoevermann (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Obwohl ich gern Krimis und Thriller aus nordischen Landen lese, ist dies mein erster Band aus der Reihe um Kommissar Joona Linna und seine Kollegin Saga Bauer. Der Einstieg gelingt auch ohne Kenntnis der vorherigen Teile problemlos, weil auf Vorhergegangenes zurückgegriffen wird. „Schwedenkrimis“ sind erfolgreich und beliebt. Darum wird nach neuen Autoren geschaut, die sich entsprechend einreihen lassen und in deutscher Übersetzung gut verkaufen.

Was dabei herauskommt, ist allerdings nicht unbedingt immer originell. So ist es leider auch bei „Der Sandmann“. Man hat das alles schon vorher und besser ausgearbeitet gelesen, und mit fortschreitender Seitenzahl merkte ich, dass mein Frustrationspegel wuchs. Das wurde auch angesichts mancher unlogischer Teile und offener Fragen nicht besser.

Was als Film vielleicht trotzdem aufgrund von Kameraarbeit, Musik und Chemie zwischen den Figuren noch einigermaßen funktioniert - Dramatik, schnelle Wechsel, Action, Schockeffekte - braucht in Buchform eine andere Einbettung, damit man zu den Charakteren eine Verbindung aufbauen und das Gesamte wenigstens noch als lesenswert empfinden kann.

Mir persönlich fehlt das große Ganze: Es gibt kein umfassendes gesellschaftspolitisches Problem, das in Krimiform kritisch angegangen wird. „Der Sandmann“ ist vor allem ein Schocker mit Logikproblemen und ärgerlichem hinteren Teil.

Hinter dem Pseudonym Lars Keppler verbirgt sich das Ehepaar und Autorenduo Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Ich werde ihre Arbeit in Zukunft meiden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Krimi(-Klischees) für Einsteiger oder Fedehandschuh für Rezensenten, 20. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als begeisterter Fan nordischer Krimis und speziell von Serien, bin ich immer auf der Suche nach neuen und guten Autoren.
Daher war ich froh, vor einer Weile den "Hypnotiseur" des Autorenduos Ahndoril in die Finger zu bekommen.
Mit dem nunmehr 4. Band der Serie um Joona Linna fühle ich mich regelrecht genötigt, meinem Unmut mal wieder Luft zu machen.

Die Sterne vergebe ich ausschliesslich für den Schreibstil, der im Gegensatz zu "Flammenkinder" in puncto Darstellung der Charaktere weniger offensichtlich manipulativ ist.
Er ist nach wie vor, sehr niveauvoll, temporeich, bildgewaltig, sorgt anfänglich für den Aufbau einer bedrückenden Stimmung und spielt mit Urängsten.

Davon losgelöst betrachte ich die ganze Geschichte leider als unstimmigen Humbug.
Den schier unbesiegbaren Superschurken, der aus jahrelanger Haft / Isolation heraus, nach wie vor seine grausamen Verbrechen minutiös orchestriert und den waghalsigen Versuch des Einschleusens eines Ermittlers, kenne ich nun schon zur Genüge.
Illegales und absurdes Vorgehen rund um offizielle Behörden, unprofessionelles bis naives Verhalten der Protagonisten - weil gefährlich und unkontrollierbar, körperliche und medizinische Unmöglichkeiten, unerklärliche organisatorische und finanzielle Möglichkeiten über Jahrzehnte, etc. etc..
Die Handlung an sich ist von Anfang an vorhersehbar, sogar im Detail.
Damit könnte ich eigentlich noch leben, aber mit der billigesten, schon tausendfach verwendeten Auflösung nach 2/3 des Buches auf Seite 401, hört sich auch bei mir alles auf, und zwar schlagartig!
Von da an hetzt die Handlung ihrem unausweichlichen, aber vermeintlich grandios ausstaffierten, Ende entgegen und ich als Leser bin einfach nur genervt und enttäuscht.

Meine Schwäche, mit Spannung erwartete Bücher dieser Seitenzahl an einem Tag zu "verspeisen", war diesmal eindeutig von Vorteil.
So hatte ich am Folgetag mehr Zeit, um mich auf die spannende Zubereitung eines Frikassee zu konzentrieren...
Das Huhn kochen, es zerlegen ... und wenn ich eines Tages, um zu überleben gezwungen bin, es selbst zu schlachten, dann mache ich daraus einen ebenso spannenden Krimi.

Sehr schade!
Da ich dennoch eher neugierig und weniger nachtragend bin, werde ich auch das nächste Buch lesen.
Niemand ist perfekt - kein Schriftsteller, kein Joona Linna, keine Saga Bauer und schon gar kein Rezensent.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Effekthascherei, 13. April 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die war mein erster Roman vom Autorenduo Lars Keppler.
Glücklicherweise musste ich die Vorgängerromane nicht lesen um das Buch zu verstehen.
Dafür gibt es bei mir Pluspunkte. Es hat zwar einige Seiten gedauert bis ich richtig in das Buch gefunden habe, dann hat das Tempo jedoch angezogen und es ging zügig voran. Es gibt auch einen "Rückblick" auf das vorherige Buch Flammenkinder.
Quereinsteigern können also sofort mit dem Lesen beginnen.

Ich lese sehr gerne gut gemachte skandinavische Krimis. Hier fand ich aber irgendwie alles too much.
Viel Effekthascherei und konstruierte, tw. unglaubwürdige Szenen.

Was mir persönlich nicht so gefallen hat, war der Schreibstil an sich. Lag vielleicht auch an der Übersetzung?!
Gegenwartsform kann herausragend sein, hier hat es mir jedoch nicht zugesagt.
Zudem finde ich das Buch zu lang. Es gab viele Stellen die eingekürzt werden sollten. Die Längen haben dem Buch nicht gut getan. Da hat dann auch das Tempo nichts genützt.

Mein Fazit:
Unstimmig und beklemmend, mit einer dünnen Story.
Ich will nicht nur geschockt werden sondern einen guten Krimi lesen, mit ausgefeilter Story und charakterlich gut gezeichneten Nebenprotagonisten. Es darf nichts vorhersehbar sein.
Dabei darf der Krimi ruhig mit Ängsten spielen und auch schockieren. Dann muss aber eben auch der Rest stimmig sein.

Das Buch ist wohl eher als Psychothriller mit hohem Gruselfaktor denn als Schwedischer Krimi zu deklarieren.
Wer also einen Psychothriller mit für 600 Seiten wenig Handlung und grausamen, beklemmendem Flair sucht, der ist hier richtig.
Ich persönlich bleibe lieber bei Jo Nesbø und Sjöwall/Wahlöö.

Ich vergebe trotzdem 2 1/2 Sterne, denn nach einigen Recherchen meinerseits scheint die Unglaubwürdigkeit in den Keppler Romanen ein stabiler Faktor zu sein und die Logik wird hier wohl einfach der Dramatik geopfert.
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