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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen145
4,3 von 5 Sternen
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am 27. Februar 2014
"Der Sandmann" ist bereits der 4. Band des Autorenpaars Lars Kepler um den Ermittler Joona Linna. Dieses Buch schließt nahtlos an den Vorgänger "Flammenkinder" an. Das Autorenduo wiederholt zu Beginn des 4. Bands die letzten Kapitel des Vorgängers komplett. Endete damals der 3. Band mit einem Cliffhanger, so dienen die identischen Szenen diesmal als toller Spannungsaufbau.
Auch wenn ich selbst den Vorgänger kannte, verfolgte ich das Geschehen dieser Szenen völlig gespannt und atemlos. Der Spannungsbogen hält vom Anfang bis zur letzten Seite. Es wird nie langweilig. Immer wieder erlebt der Leser Spannungsspitzen und teilweise überraschende Wendungen. Die Atmosphäre, besonders bei den Szenen im Sicherheitstrakt, gefällt mir sehr gut. Unterschwellig habe ich die ganze Zeit Angst bzw. eine Bedrohung gespürt.
Das Autorenduo bleibt auch bei "Der Sandmann" seinem Schreibstil treu. Dieser zeichnet sich durch kurze Kapitel und viele Szenen- sowie Perspektivwechsel aus. Oftmals enden die Kapitel mit einem Cliffhanger und zwingen den Leser so quasi zum ständigen Weiterlesen. Das Buch aus der Hand zu legen fällt gerade wegen der kurzen Kapitel sehr schwer. Man will immer noch mal eben ein weiteres Kapitel lesen. Der Schreibstil ist zudem sehr lebhaft und flüssig und sorgt für ein temporeiches Lesevergnügen. Die detaillierten Beschreibungen lassen ein sehr genaues Bild entstehen und lassen teilweise auch das Kopfkino spielen. Wie immer erinnert der Schreibstil an ein Drehbuch für einen spannenden Actionfilm. Dem Leser wird die Lösung nur langsam und häppchenweise präsentiert, und fesselt ihn so zusätzlich an das Buch. Auch dieses Buch endet mit einem Cliffhanger, beantwortet viele der aufgeworfenen Fragen, jedoch nicht alle.

Ich kenne alle Bücher von Lars Kepler. Bisher untypisch für die Bücher war das Auftreten von einigen Ungereimtheiten und Unglaubwürdigkeiten. So erschienen mir besonders einige Beschreibungen und Handlungen im Sicherheitstrakt sehr unglaubwürdig und nicht authentisch. Auch Mikaels Gesundheitszustand nach der langen Gefangenschaft zählt für mich dazu. Der Spannung tun diese Unglaubwürdigkeiten dagegen keinen Abbruch.
Trotzdem ziehe ich hierfür 1 Stern ab und vergebe 4 von 5 Sternen.

Fazit: Mit gewohnt spannendem und fesselndem Erzählstil knüpft Lars Kepler mit "Der Sandmann" an den Vorgänger "Flammenkinder" an. Auch die für Lars Kepler untypischen Unglaubwürdigkeiten können die Spannung bis zum Schluss kaum beeinträchtigen.
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am 7. Mai 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ein verwirrter und verletzter junger Mann wird auf einer Eisenbahnbrücke aufgegriffen. Es ist Mikael Kohler-Frost, der vor dreizehn Jahren zusammen mit seiner Schwester spurlos verschwand. Bei der Untersuchung im Krankenhaus stellt sich heraus, dass er an der Legionärskrankheit leidet, die unbehandelt zum Tode führt. Mikael erzählt, dass seine Schwester noch lebt und vom "Sandmann" gefangen gehalten wird. Für Kommissar Joona Linna beginnt ein Wettlauf auf Leben und Tod, will er Mikaels Schwester lebend finden. Das ist nahezu unmöglich, sitzt doch der "Sandmann" seit sieben Jahren in Isolationshaft in der Psychiatrie. Sein Name: Jurek Walter. Joona Linna hat immer geglaubt, dass er einen Komplizen haben muss - wie sonst konnten die Kinder so lange überleben? Um herauszufinden, wo sich das Versteck befindet, schleust Linna seine Kollegin Saga Bauer in die Psychiatrie ein. Ein nicht ganz ungefährlicher Job, stellen doch alle Leute, die in Jurek Walters Nähe kommen, Sachen an, die nicht in deren Natur liegen und leben danach in Todesangst oder werden tot aufgefunden. Kann man ihn zum reden bringen und das Mädchen retten?

Unter dem Pseudonym Lars Kepler hat das Autorenehepaar Alexander und Alexandra Ahndoril schon einige Erfolge eingeheimst, nicht zuletzt durch ihre Krimi-Reihe um den Kommissar Joona Linna. "Der Sandmann" ist der vierte Fall der Reihe, ein fünfter wird im Oktober in Schweden unter dem Namen "Stalker" veröffentlicht, so dass deutsche Fans sicherlich auch nicht lange warten müssen.

Jonna Linna wird in der Presse als der schwedische James Bond beschrieben, aber er trägt auch durchaus Züge von Sherlock Holmes. Knallhart, wenn es drauf ankommt, logisch denkend und in der Lage, Verbindungen herzustellen, hat er auch eine weiche Seite. Das klingt natürlich etwas übertrieben, nach einer Art Super Hero, aber ich finde, hier passt es.

Auch die anderen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Man kann gut und böse von Anfang an unterscheiden, auch wenn man an mancher Stelle, mehr über den einen oder anderen erfahren möchte. Da das Buch aber bereits Band 4 der Joona Linna-Reihe ist, kommt das sicher in den Vorgänger-Romanen vor. Besonders Jurek Walter, quasi der Moriaty von Joona Linna, scheint schon ein paar Auftritte gehabt zu haben. Man kann das Buch aber gut ohne Kenntnisse der Vorgänger lesen.

Sehr kurze Kapitel, die jeweils mit einem kleinen Cliffhanger enden, lassen den Spannungsbogen kontinuierlich anwachsen. Der flüssige Schreibstil trägt ebenfalls dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Sicher, an der einen oder anderen Stelle wird der Zufall schon arg strapaziert und manche Handlungsweisen sind alles andere als logisch, das tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Neben der Krimihandlung erfährt man auch noch etwas über die Zuwandererpolitik in Schweden in den fünfziger Jahren. Das Ende ist allerdings relativ offen, so dass man um Band 5 wohl nicht herumkommt.

Mir hat das Buch sehr spannende Lesestunden bereitet und ich kann es allen Fans schwedischer Kriminalromane nur empfehlen. Lars Kepler hat einen neuen Fan gefunden und Band 5 steht bereits auf meiner Wunschliste.
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am 13. April 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die war mein erster Roman vom Autorenduo Lars Keppler.
Glücklicherweise musste ich die Vorgängerromane nicht lesen um das Buch zu verstehen.
Dafür gibt es bei mir Pluspunkte. Es hat zwar einige Seiten gedauert bis ich richtig in das Buch gefunden habe, dann hat das Tempo jedoch angezogen und es ging zügig voran. Es gibt auch einen "Rückblick" auf das vorherige Buch Flammenkinder.
Quereinsteigern können also sofort mit dem Lesen beginnen.

Ich lese sehr gerne gut gemachte skandinavische Krimis. Hier fand ich aber irgendwie alles too much.
Viel Effekthascherei und konstruierte, tw. unglaubwürdige Szenen.

Was mir persönlich nicht so gefallen hat, war der Schreibstil an sich. Lag vielleicht auch an der Übersetzung?!
Gegenwartsform kann herausragend sein, hier hat es mir jedoch nicht zugesagt.
Zudem finde ich das Buch zu lang. Es gab viele Stellen die eingekürzt werden sollten. Die Längen haben dem Buch nicht gut getan. Da hat dann auch das Tempo nichts genützt.

Mein Fazit:
Unstimmig und beklemmend, mit einer dünnen Story.
Ich will nicht nur geschockt werden sondern einen guten Krimi lesen, mit ausgefeilter Story und charakterlich gut gezeichneten Nebenprotagonisten. Es darf nichts vorhersehbar sein.
Dabei darf der Krimi ruhig mit Ängsten spielen und auch schockieren. Dann muss aber eben auch der Rest stimmig sein.

Das Buch ist wohl eher als Psychothriller mit hohem Gruselfaktor denn als Schwedischer Krimi zu deklarieren.
Wer also einen Psychothriller mit für 600 Seiten wenig Handlung und grausamen, beklemmendem Flair sucht, der ist hier richtig.
Ich persönlich bleibe lieber bei Jo Nesbø und Sjöwall/Wahlöö.

Ich vergebe trotzdem 2 1/2 Sterne, denn nach einigen Recherchen meinerseits scheint die Unglaubwürdigkeit in den Keppler Romanen ein stabiler Faktor zu sein und die Logik wird hier wohl einfach der Dramatik geopfert.
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am 6. April 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Sie wollen sich mal so richtig gruseln? Síe haben eine Abneigung gegen dunkle enge Räume und geschlossene Türen? Dann ist dieses Buch vielleicht etwas für Sie.

Gibt es für Angehörige und Freunde etwas schlimmeres als das spurlose Verschwinden? Ja. Wenn sich irgendwann herausstellt, dass die lange Totgeglaubten tatsäch in ein kalter enger Dunkelheit dahinvegetieren müssen. Dieses Gefühl beutet der Autor gründlich aus. Leider ist die Story darum herum reichlich dünn. Der Leser gewinnt den Eindruck, dass es dem Autor mehr auf den Gruseleffekt ankommt, als dem Leser eine in sich stimmige, abgeschlossene Handlung anzubieten. Jedes Kapitel setzt dem Horror noch einen drauf, bis die Geschichte schließlich gänzlich unglaubwürdig wird. Damit ist der ganze Effekt verpufft und der Leser wartet nur noch auf das Ende des Buches. Leider sind bei aller Ausführlichkeit die Charakterisierung der Personen entfallen oder sehr dünn ausgefallen.
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TOP 500 REZENSENTam 23. Mai 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
„Der Sandmann“ ist der vierte Teil der Krimireihe um den Ermittler Joona Linna. Für mich war es der erste Krimi des Autorenpaares. Das stellte aber kein Problem dar, Man kann diesen Kriminalroman auch gut ohne Vorkenntnis der anderen Teile lesen. Da dieser jetzt mit einem bösen Cliffhanger endet, sollten sich die Freunde des skandinavischen Krimis sich vielleicht schon auf die Lektüre eines eventuellen Folgebandes einstellen.

Der Krimi ist einfach geschrieben und hat sich recht gut gelesen, auch wenn mich die Spannung erst nach etwa 150 Seiten erreichte. Aber den etwas ruhigeren Beginn habe ich nicht als störend empfunden. Danach wollte ich aber nur noch wissen, was es mit den Entführungen auf sich hatte und warum der von jeglichem Kontakt zur Außenwelt abgeschirmte Jurek Walter in diesem Fall die Schlüsselperson sein sollte. Aber auch bei Lösung des Falles musste ich mich gedulden. Immer wieder zogen sich Längen durch die Handlung und an manchen Stellen musste die Logik ein wenig der Dramatik weichen.

Das Autorenduo Lars Kepler erzählt diesen Krimi in der Gegenwart. Das hat mich ein wenig gestört. Da ich dies aber häufig bei Kriminalromanen kritisiere, ist das wohl eher eine Eigenart von mir.

Alles in allem ist „Der Sandmann“ schnell gelesen. In Erinnerung wird mir der Krimi vor allem wegen des offenen Endes bleiben, dass mich dann doch sehr an Soaps-Operas erinnerte.
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
In den letzten Jahren konnten mich etliche skandinavische Krimis begeistern. Auch von Lars Kepler hatte ich von anderen Leseratten bislang nur Gutes gehört. Doch obwohl in den Untiefen meines riesigen SuBs auch schon seit längerer Zeit die ersten beiden Bücher „des Autors“ stehen, habe ich diese noch nicht gelesen.

Nun bekam ich vor einiger Zeit die Gelegenheit mir ein Rezensionsexemplar von „Der Sandmann“ bei Amazon Vine zu bestellen. Diese nahm ich gern wahr und so konnte ich mir endlich auch selbst ein erstes Bild machen.

Bei Lars Kepler

handelt es sich übrigens um ein Pseudonym. Dahinter verbirgt sich das schwedische Ehepaar Alexander Ahndoril und Alexandra Coelho Ahndoril. Die beiden veröffentlichten mit „Der Hypnotiseur“ im Jahr 2009 ihren ersten Kriminalroman und Serienauftakt um Kommissar Joona Linna. Im Jahresrhythmus erschienen dann in Originalsprache „Paganinis Fluch“, „Flammenkinder“ und „Der Sandmann“. Die deutschen Fans mussten auf den vierten Roman allerdings bis 2014 warten.

Ich selbst bekam erst während des Lesens kurz durch eine Erwähnung mit, dass es sich bei „Der Sandmann“ um keinen ganz eigenständigen Roman handelt. Die Ähnlichkeit der Cover hätte mir das zwar auch schon sagen können, doch irgendwie bin ich nach einer bösen, ziemlich langen Leseflaute etwas unvorbereitet an das Buch gegangen. Allerdings hatte ich während der gesamten Lesezeit nicht das Gefühl, irgendwelche Informationslücken zu haben.

Worum geht’s?

Mitten in einer Winternacht irrt ein verletzter junger Mann auf Eisenbahngleisen herum. Als ein Lokführer den Vorfall meldet und die Polizei daraufhin den Mann rettet und in ein Krankenhaus bringt, stellt sich heraus, dass dieser vor 13 Jahren, als 10-jähriger, zusammen mit seiner 8-jährigen Schwester verschwand und vor sieben Jahren für tot erklärt wurde. Die verwirrenden Aussagen des jungen Mannes veranlassen durchaus zum Hoffen, dass auch die Schwester noch leben könnte.

Der mutmaßliche Entführer sitzt jedoch auch schon seit 13 Jahren in einer geschlossenen Anstalt. Kommissar Joona Linna war damals, gemeinsam mit einem Kollegen, als Einziger der Ansicht, dass ein Komplize existieren müsse. Der Kollege, der diese Vermutung bitter bezahlte, lebt nicht mehr. Die anderen Kollegen räumen nun ein, dass sie sich damals irrten. Nun gilt es schnell zu handeln. Doch wie, wenn man so überhaupt keine Anhaltspunkte hat?

Kurzweilige Spannung

In verschiedenen Handlungssträngen, die anfangs etwas verwirren, sich später jedoch verständlich zusammenfügen, erzählen die Autoren eine Geschichte, die thematisch sicher nicht neu ist und in der Vergangenheit mit realen Fällen auch in den Medien war (wurde sogar erwähnt). Gleichzeitig weiten Sie die Hintergründe auf internationale Ebenen aus.

Obwohl ich von den Vorgängerbüchern der Reihe, wie bereits erwähnt, noch keins gelesen habe, fiel es mir nicht schwer, mich einzulesen. Ich konnte mich gut in die Hauptcharaktere hineinversetzen und fieberte mit ihnen. Gleichzeitig schauderte ich angesichts der kranken und bösartigen Vorgehensweisen der Gegenparts.

Sicher ist die Geschichte konstruiert und im Nachgang wirkt auch manches übertrieben. Beim Lesen selbst dominierte jedoch der konstant gehaltene Spannungsbogen, der es schaffte, mich komplett in die Handlung hinein zu ziehen und mir keine Zeit zum Nachdenken ließ. Der einfache, flüssige Schreibstil und die kurz gehaltenen Kapitel sorgten dafür, dass ich das Buch nahezu in einem Rutsch weg schnurpste.

Es handelt sich hierbei definitiv nicht um Weltliteratur. Die Geschichte selbst werde ich sicher auch in kurzer Zeit wieder vergessen haben. Was bleibt ist das herrliche Gefühl, dass ich ein paar Stunden komplett von meinem Alltag abschalten konnte und mich dabei auch noch gut unterhalten fühlte. Die derzeit in meinem SuB stehenden Vorgängerbücher des Autorenpaares werden sicher nicht mehr lange ungelesen bleiben.
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am 18. Mai 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Was passiert, wenn ein lange vermisster und tot geglaubter Sohn auf einmal wieder auftaucht? Und wenn alles darauf hindeutet, dass dessen Flucht der Schlüssel zu einem grausamen Spiel ist, das ein im Hochsicherheitstrakt untergebrachter Psychopath spielt? Man ruft Joona Linna.

Ich mag Thriller, ich kann mit blutigen Szenen an Menschen umgehen und ich mag es, wenn die Handlung gruselig ist.
Aber ich mag es nicht, wenn hinter all dem nichts steckt, wenn man das Gefühl bekommt, all das sei nur oberflächliche Effekthascherei.
Und das ist hier leider so.

Auch wenn ich die vorherigen Bücher um Joona Linna nicht kenne, so hatte ich sie doch schon mehrfach in der Hand und habe darüber nachgedacht, sie zu kaufen, weil die Klappentexte doch einfach spannend klingen.
Mir ist also bewusst, dass das hier nicht der Auftakt einer Reihe ist. Dennoch kann man auch als Quereinsteiger gut folgen, weil die Handlung des aktuellen Falles im Vordergrund steht und die Dinge, die man über die Protagonisten aus vorherigen Bänden wissen müsste, einem kurz mitgeteilt werden, ohne so ausschweifend zu sein, dass Leser aller Bände sich langweilen würden.

Das ist ganz gut gemacht und Joona Linna ist durchaus eine interessante Person, auch Saga Bauer mit ihren persönlichen Problemen scheint vielschichtig genug, um im Laufe der Reihe eine wirklich gut ausgebaute, plastische Person zu werden.
Alle anderen, selbst der ach so gefährliche und grausame Psychopath Jurek bleiben irgendwie blass. Man kann ihre Handlungen nicht vorausahnen oder mit ihrem Charakter begründen, was es einem besonders bei den Szenen in der Psychiatrie schwer macht, die Handlungen des Arztes nachvollziehen und in einen sinnvollen Kontext bringen zu können. Ok, er tut, was er tut, aber man konnte es kaum voraus ahnen, weil er selber so undeutlich gezeichnet wurde.

Das ist schade.

Die Story an sich ist zwar wirklich spannend und ziemlich brutal, aber unter der dünnen Oberfläche versteckt sich nichts mehr. Am Ende fragt man sich, ob es das jetzt wirklich gewesen sein soll. Die Begründungen sind sehr an den Haaren herbei gezogen und gerade die Entwicklungen in der Psychiatrie sind unglaubwürdig.
Als wäre all das mit Müh und Not um die gute Idee der Story herum gestoppelt worden, um etwas Füllmaterial zu schaffen und um die eine oder andere logische Lücke zu schließen.
Aber auch das ist leider nur mäßig gelungen, denn wenn schon so viel Handlung auf Geheimbotschaften basiert, hätte man durchaus auch etwas mehr erklären und somit den „Total unglaubwürdig“-Stempel abwaschen können. Hat man aber nicht.

Daher schüttelt man immer wieder den Kopf und fragt sich, was Jurek Walter nun gesagt hat oder wie er dies oder das oder jenes nun eigentlich angestellt hat. Sofern man sich überhaupt von der Frage nach dem tieferen „Warum?“ trennen kann und die vorgegebene Lösung als ausreichend akzeptieren mag.

Immerhin hat es sich gut lesen lassen, durch die kurzen Kapitel ging das ziemlich schnell und der Gruselfaktor war auch da.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. April 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich mag Krimis und Thriller aus Schweden und so war es ganz klar das ich mir dieses Buch aus dem Vine Programm gegönnt habe.
Lars Kepler und sein Held, der Ermittler Joona Linna waren mir bis dato unbekannt und damit der Spannungsfaktor gleich eine Nummer höher, aber auch die Befürchtung nicht gleich mit der Geschichte zu recht zu kommen. Oftmals ist es ja so dass eine Serie immer wieder auf den vorherigen Bänden aufbaut – hier nicht. Auch ohne jegliche Vorkenntnis ist das Buch absolut spannend und fesselnd – eine in sich geschlossene Geschichte.

Die Story ist spannend und fesselnd geschrieben, mit einem leichten Gänsehautfaktor für den Leser. Besonders wenn es um die Taten des Serienmörders Jurek Walter geht, Kepler reist dessen Taten in den Erinnerungen der Ermittler nur an, aber das reicht um das Kopfkino des Lesers anzuregen und die Gänsehaut wachsen zu lassen. Man spürt als Leser eigentlich die ganze Zeit eine Art Angst oder Bedrohung, es geht wenn ich es so sagen will von dem Buch eine gruselige Atmosphäre aus.
Besonders stark habe ich diese empfunden wenn die Geschichte in Sicherheitstrakt der Psychiatrie gespielt hat oder Jurek Walter selbst im jeweiligen Kapitel die Hauptrolle gespielt hat. In solchen Momenten habe ich mit der eingeschleusten Beamtin mit gefiebert, um sie gebangt und selbst mehr als einmal über die Schulter geschaut beim Lesen. Dem Leser wird die Lösung nur langsam und in Happen präsentiert, und fesselt ihn also zusätzlich an das Buch. Und fieser Weise endet dieses Buch endet mit vielen beantworteten aber auch viele offenen Fragen.

Abgesehen von der fesselnden und spannenden Geschichte haben mir auch die Charaktere und deren Darstellung sehr gut gefallen. Sie kamen mir sehr menschlich rüber, also ich meine bei manchen Büchern merkt man dass es fiktive Figuren sind, man kann sich nicht in sie hinein versetzen, nicht mit ihnen fiebern, leiden oder sich freuen – hier kann ich all das und genieße das richtig.

Es gibt aber auch Kritikpunkte zu der Geschichte und auch zum Schreibstil des Autors.
Mich persönlich hat die Kapitelgröße und viele Szenen- sowie Perspektivwechsel gestört. Die Kapitel wenn man sie denn so bezeichnen will oder muss, sind zum Teil nicht länger als zwei maximal drei Seiten. Mich persönlich hat das im Lesefluss gestört, warum kann ich gar nicht sagen, es hat sich einfach für mich nicht gut angefühlt und ich mag es nicht.
Besonders wenn nach etlichen Minikapiteln ein Szenen- sowie Perspektivwechsel kam hatte ich es schwerer mich zurecht zu finden als bei „normalen“ Büchern. Es mag auch einfach damit zusammen hängen dass ich den Autor und seinen Stil nicht kenne und gewöhnt bin.

Die Kritik die ich an der Geschichte als sich äußern muss sind mehr als nur die ein oder andere Ungereimtheit. Alleine schon der Gesundheitszustand von Mikael nach solch langer Krankheit und die schnelle Genesung, die Beschreibungen und Handlungen im Sicherheitstrakt, grummel und leider auch mit Medikamenten, Dosierungen und Krankheiten. Hier hätte Herr Autor sich besser mal informieren sollen – gründlich informieren sollen. Als beruflich in diesem Bereich angesiedelte Person hat es mir bei seinen Aussagen mehr als einmal die Nackenhaare in die Höhe getrieben.
Ungereimtheiten und Unglaubwürdigkeiten gehören ja schon etwas zu einem Roman, ist ja klar – aber hmm ein paar weniger wären nett gewesen.
Alles in allem war es eine Lektüre die mir gut gefallen hat und ich denke ich werde mir bei Gelegenheit mal ein weiteres Werk des Autors gönne, vielleicht gewöhne ich mich ja noch an seinen Schreibstil! Ich kann das Buch empfehlen, wegen der Kritikpunkte ziehe ich jedoch einen Stern ab!
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Nachdem ich diesen fast 600 starken Nervenkitzel nun gelesen habe, bin ich mir wirklich unschlüssig was ich letztendlich davon halten soll. Am Anfang habe ich mich schwer getan in das Buch hineinzufinden, was vielleicht daran liegen mag, dass es Teil einer Reihe ist und ich keinerlei Ahnung vom direkten Vorgänger hatte, aber vielleicht lag es auch am etwas sperrigen Schreibstil. Nachdem ich diese kleine Hürde genommen hatte, konnten meine Finger gar nicht schnell genug umblättern, so spannend war es geworden. Es steigerte sich bis zu dem Punkt an dem Saga in die Psychiatrie eingeschleust wird und ihre ersten Erlebnisse dort hat, dann ging es rapide bergab. War ich anfänglich noch von der Idee und auch der sich stetig aufbauenden Spannung begeistert, so fand ich es am Ende einfach nur langweilig, vorhersehbar und für meinen Geschmack hätte die Geschichte dann auch schon 100 Seiten eher aufhören können. Das ist wirklich schade, denn ich fand einiges an dem Buch wirklich gut.

Da wäre zum einen diese herrlich kühle und bedrohliche Atmosphäre, die sich glücklicher Weise durchs gesamte Buch zieht. Immer wieder hat man das Gefühl, dass hinter der nächsten Ecke – oder der nächsten Seite – eine neue Wendung lauern könnte, die einen noch mehr an den Nägeln kauen lässt. Psychothriller sollen ja nicht umsonst so heißen und ich denke doch, dass “Der Sandmann” dieses Prädikat eindeutig verdient hat. Allein die Handlung in der Psychiatrie – zumindest bis zu einem gewissen Punkt – erinnert mich so herrlich an Doctor Lector aus Hannibal, der so einige Ähnlichkeit mit Jurek Walter hat, und das ist nur eines von vielen kleinen Dingen in den Details und der Atmosphäre, die einem eine angenehme Gänsehaut beim Lesen bescheren. So wünsche ich mir das für einen Thriller. Dann wäre da natürlich auch der stetige Spannungsaufbau und der bleibt eigentlich auch bis zum Ende erhalten, leider hat sich für mich der Eindruck ergeben, dass die Handlung an manchen Stellen etwas in die Länge gezogen war. Spannend fand ich es deshalb dann auch nur bis zu einem gewissen Grad, das Ende wirkte für mich dann hinausgezögert und absolut vorhersehbar, vielleicht hätte man es einfach bei diesem gewissen Einschnitt belassen sollen.

Was die Sprache und den Schreibstil angeht, so hatte ich auch damit meine Probleme am Anfang warm zu werden. Allerdings scheint dieser leicht abgehackte, sehr kühle und emotionslose Ton einfach eine nordische Eigenart zu sein und das muss man einfach lieben. Bei mir dauert das immer ein bisschen, bis ich warm damit werde, danach kann ich normaler Weise meine Finger nicht mehr von den nordischen Thrillern lassen. Schwierig ist es sicherlich, das Buch ohne Kenntnis der Reihe zu lesen, so wie ich es getan habe. Anscheinend scheint es an den direkten Vorgänger anzuknüpfen, was einen als Neuling natürlich nicht auffällt und dabei wohl auch einiges an Verständnis und Informationen verloren geht. Das trägt dann auch dazu bei, dass man den Hauptcharakter Joona kaum versteht oder nachvollziehen kann, weshalb er so handelt wie er handelt. Wichtiger Tipp also: die Reihe am besten von Anfang an lesen!

Ein kühler, spannender Thriller aus dem hohen Norden, der ein wahres Auf – und Ab der Gefühle darstellt, weil er mich zum einen begeistern und fesseln konnte, zum anderen aber mit ein paar Hürden und auch ein wenig Langeweile gequält hat. Eine Bewertung war daher nicht ganz leicht, aber da ich auch fairer Weise sagen muss, dass ich die Vorgänger nicht kenne, was man aber absolut sollte, gebe ich ein knappes Gut – des Psychos im Thriller sei dank.
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Obwohl ich gern Krimis und Thriller aus nordischen Landen lese, ist dies mein erster Band aus der Reihe um Kommissar Joona Linna und seine Kollegin Saga Bauer. Der Einstieg gelingt auch ohne Kenntnis der vorherigen Teile problemlos, weil auf Vorhergegangenes zurückgegriffen wird. „Schwedenkrimis“ sind erfolgreich und beliebt. Darum wird nach neuen Autoren geschaut, die sich entsprechend einreihen lassen und in deutscher Übersetzung gut verkaufen.

Was dabei herauskommt, ist allerdings nicht unbedingt immer originell. So ist es leider auch bei „Der Sandmann“. Man hat das alles schon vorher und besser ausgearbeitet gelesen, und mit fortschreitender Seitenzahl merkte ich, dass mein Frustrationspegel wuchs. Das wurde auch angesichts mancher unlogischer Teile und offener Fragen nicht besser.

Was als Film vielleicht trotzdem aufgrund von Kameraarbeit, Musik und Chemie zwischen den Figuren noch einigermaßen funktioniert - Dramatik, schnelle Wechsel, Action, Schockeffekte - braucht in Buchform eine andere Einbettung, damit man zu den Charakteren eine Verbindung aufbauen und das Gesamte wenigstens noch als lesenswert empfinden kann.

Mir persönlich fehlt das große Ganze: Es gibt kein umfassendes gesellschaftspolitisches Problem, das in Krimiform kritisch angegangen wird. „Der Sandmann“ ist vor allem ein Schocker mit Logikproblemen und ärgerlichem hinteren Teil.

Hinter dem Pseudonym Lars Keppler verbirgt sich das Ehepaar und Autorenduo Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Ich werde ihre Arbeit in Zukunft meiden.
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