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4.0 von 5 Sternen Für Liebhaber und Genrefans etwas betagterer deutscher Fernsehkrimis ein echter Leckerbissen
Das ganz große Ding

Liebhaber und Genrefans etwas betagterer, deutscher Fernsehkrimis sollten es sich nicht nehmen lassen, einen Blick auf den hier vom "Studio Hamburg Enterprises" auf DVD verlegten Film zu werfen. Die zuvor bereits bei der BBC als Fernsehspiel gezeigte Geschichte wurde für das deutsche Fernsehen im Auftrag des Südfunks...
Vor 10 Monaten von DVD-Rezensionen veröffentlicht

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alles nur Schrot(h)t ??
Der Ex-Schauspieler Dickie Gray hat in London eine Haftstrafe wegen Scheckfälscherei abgesessen. Nachdem er seine Stellung in einem Reisebüro verloren hat, sieht er sich gezwungen auf das unkoschere Angebot des Oberganoven Jimmy Warren zurückzugreifen. Gerald Bennett, Chef eines renommierten Juwelenhauses, der wie ein Doppelgänger von Dickie Gray...
Vor 5 Monaten von MovieKing veröffentlicht


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4.0 von 5 Sternen Für Liebhaber und Genrefans etwas betagterer deutscher Fernsehkrimis ein echter Leckerbissen, 27. März 2014
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Das ganz große Ding (Victor Canning) (DVD)
Das ganz große Ding

Liebhaber und Genrefans etwas betagterer, deutscher Fernsehkrimis sollten es sich nicht nehmen lassen, einen Blick auf den hier vom "Studio Hamburg Enterprises" auf DVD verlegten Film zu werfen. Die zuvor bereits bei der BBC als Fernsehspiel gezeigte Geschichte wurde für das deutsche Fernsehen im Auftrag des Südfunks Stuttgart durch die Münchner Bavaria-Studios neu abgedreht und war am 28. Mai 1966 erstmals bei der ARD zu sehen.

Die Bearbeitung der Vorlage des britischen Autors Victor Canning für die unter der Regie von Erich Neureuther entstandene, sehr stimmungsvolle deutsche Verfilmung übernahm Oliver Storz. Neben den legendären Münchner Bavaria-Studios in Geiselgasteig dienten auch zahlreiche Originalschauplätze unmittelbar in London als Drehorte für die ab Januar 1966 auf Film gebannte deutsche Produktion. Das und die insgesamt durchweg mit deren Spiel überzeugende Besetzung in dem Film geben ihm ein ganz besonderes Flair und unverwechselbarem Charme.

Mir persönlich gefällt an diesem Krimi, dass er sich gegenüber vielen anderen Produktionen jener Zeit nicht nur unterscheidet, sondern hervor tut. Das Besondere ist, dass er sich in seiner Geschichte, nicht wie sonst oft üblich, an das Schema "Kommissar jagt den Bösewicht und klärt das Verbrechen auf" hält, sondern eigene Wege in seiner Umsetzung geht.

So nimmt er sich die Zeit und lässt den Zuschauer teilhaben an der Planung und Vorbereitung des dann später stattfindenden Raubs in einem Juweliergeschäft. Dabei ist der Film von Anfang an, auch ohne der Suche nach einem Täter, spannend inszeniert, was sich im weiteren Verlauf der Handlung dann bis hin zum fulminanten und so absolut nicht vorhersehbaren Finale sogar noch steigert. Das bei all der Spannung auch noch der Platz für den einen oder anderen dabei niemals flachen oder unter die Gürtellinie gehenden witzigen Unterton in dem Film bleibt, macht ihn noch zusätzlich sehenswert und wirklich sehr sympathisch.

Neben Horst Tappert, der in dem Film überzeugend einen Gentleman-Gangster und eiskalten Kopf eines perfekt und straff organisierten Verbrechersyndikats spielt, gefiel mir Carl Heinz Schroth besonders gut. Er ist in gleich zwei Rollen in dem Film zu erleben, welche er derart gekonnt ausfüllt, dass man teilweise tatsächlich vergisst, hier ein und dieselbe Person vor der Kamera zu erleben.

In der einen Rolle spielt er den gestrauchelten und gerade frisch aus dem Knast entlassenen Kleinkriminellen "Dickie Gray", während er in der Zweiten als "Gerald Bennett", den Chef eines Juwelenhauses, spielt. Als "Marty Fowler" (Frank Zander), einem früheren Gaunerkumpanen von "Dickie Gray", dessen äußerlich absolute Ähnlichkeit zu dem Chef des Juwelenhauses auffällt, hat dieser die Idee zu einem spektakulären Plan. Da er selbst aber eine zu kleine Nummer ist, um diesen in die Realität umzusetzen, sucht er Hilfe beim Gangsterboss "Jimmy" (Horst Tappert).

Von dem Moment an, als dieser einwilligt, den Clou zu organisieren und durchzuführen, beginnt eine bis ins kleinste Detail geplante und enorm aufwendige Vorbereitung. Aber wird das allein reichen, um den Safe des Juweliergeschäfts ausräumen zu können? Selbst eine noch so perfekt durchgeführte Planung und Vorbereitung kann nicht die Ereignisse im realen Leben und Alltag vorhersehen. Und davon gibt es in der Handlung des Films so einige. Für den Zuschauer bedeutet das einen mit dessen Wendungen in sich überraschenden und nie langweilig werdenden Film.

Der Film findet sich auf einer DVD vom Typ 5 und hat laut Cover eine Gesamtlaufzeit von in etwa 94 Minuten. Zur Aufbewahrung kommt die DVD in ein einfaches Amaray-Case mit auf dessen Coverfront leider fest aufgedrucktem FSK-Hinweis. Das von der DVD im klassischen 4:3 Format zur Ansicht kommende Bild wurde gelungen "Digital Restauriert".

Bedenkt man, dass seit Fertigstellung des Films inzwischen beinahe ein halbes Jahrhundert in das Land gezogen sind, kann die Qualität des von der DVD angebotenem Schwarz-Weiß-Bild einfach nur als wirklich sehr gut beurteilt werden. Es bietet während seiner gesamten Laufzeit beinahe ausnahmslos gut gesetzte Werte und Einstellungen sowohl in der zu erlebenden Schärfe als auch im Kontrast der von der DVD zu erlebenden Bilder. Minimale mechanische Beschädigungen sind kaum auffällig, geschweige denn, das sie extremst störend zu bemerken sind.

Das mit Musik und einigen animiert dargestellten Filmszenen gestaltete DVD-Menü ist übersichtlich und gut bedienbar. Aus dem sich unmittelbar nach Einlegen der DVD in den Player öffnenden Menü heraus lässt sich über "Film starten" die Wiedergabe beginnen. Ein separat aufrufbares Kapitelmenü wird zwar nicht angeboten, jedoch sind innerhalb des Films einige optional anwählbare Marker gesetzt. Als einziges Extra findet sich eine "Trailershow" zu anderen in der Vergangenheit bereits durch das "Studio Hamburg Enterprises" veröffentlichter Titel auf der DVD.

Tonbewertung:

Die DVD bietet einen deutschen Ton im Format Dolby digital 2.0 mono an. Er hat ein relativ konstantes Volumen und ein dem Alter der Produktion entsprechendes Klangbild. Alle Darsteller sind durchweg gut verständlich, auch wenn der Ton nun natürlich, verständlicherweise, kein bombastisches Soundgewitter anbieten kann. Für die in dem Film zu Gehör kommende und sich gut in ihm integrierende Musik zeichnete Erich Ferstl verantwortlich. Zuschaltbare Untertitel für Gehörlose oder auch Hörgeschädigte werden leider keine von der DVD angeboten.

Gesamteindruck:

Mir persönlich hat der Film, trotz oder auch gerade, weil er schon etliche Jahre "auf dem Buckel hat", wirklich sehr gut gefallen. Unweigerlich stellt sich mit Einlegen der DVD in den Player gemütlich stimmungsvoll nostalgisches "Pantoffelkinofeeling" ein, welches wohl nur die alten Schwarz-Weiß-Filme von einst in das heimische Wohnzimmer zu zaubern imstande sind. Die spannende, mit tollen Darstellern und Humor, der nicht unter die Gürtellinie geht, erzählte Geschichte ist für Genrefans deutscher Krimifernsehspiele bestens unterhaltend. Die für eine vor fast fünf Jahrzehnten fertiggestellte TV-Produktion gute Bild- und Tonqualität, von der hier durch das "Studio Hamburg Enterprises" an den Start gebrachten DVD, lassen mich diese vorbehaltlos empfehlen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Typische 60er Jahre Krimikomödie mit akribischer Handlung!, 19. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das ganz große Ding (Victor Canning) (DVD)
Gut besetzte Rollen mit passenden Darstellern. Zu Beginn leicht plätschernde Handlung im typischen 60er Jahre stil. Stetig ansteigende Spannung. Die Handlung selbst ist ein äußerst akribisch geplantes DING - mittels eines Doppelgängers (Carl Heinz Schroth) einen Nobeljuwelier auszurauben.
Das Köpfchen hinter dem DING wurde von Horst Tappert erstaunlich Kriminell gespielt...
Klare Empfehlung für fans dieses genres!!!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alles nur Schrot(h)t ??, 8. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das ganz große Ding (Victor Canning) (DVD)
Der Ex-Schauspieler Dickie Gray hat in London eine Haftstrafe wegen Scheckfälscherei abgesessen. Nachdem er seine Stellung in einem Reisebüro verloren hat, sieht er sich gezwungen auf das unkoschere Angebot des Oberganoven Jimmy Warren zurückzugreifen. Gerald Bennett, Chef eines renommierten Juwelenhauses, der wie ein Doppelgänger von Dickie Gray aussieht, soll von den Ganoven außer Gefecht gesetzt und von Gray täuschend ähnlich ersetzt werden. Der wertvolle Inhalt des Haupttresors ist das Ziel, aber Dickie verabscheut jede Art von Gewalt. Als er spitzbekommt, dass Bennett ermordet werden soll, ändert er den Plan Warrens eigenhändig ab.

DAS GANZ GROSSE DING entstand 1966 als Fernsehproduktion im Gefolge der legendären Edgar-Wallace-Filme und des TV-Klassikers DIE GENTLEMEN BITTEN ZUR KASSE unter der Leitung des damaligen Regie-Neulings Erich Neureuther. Das Drehbuch stammte vom Engländer Victor Canning, einem Zeitgenossen von Francis Durbridge, der auch die Vorlage zu Alfred Hitchcocks letztem Werk FAMILIENGRAB (1976) lieferte. Die Aussenaufnahmen für DAS GANZ GROSSE DING wurden in London gedreht.

Ich erinnere mich noch an frühere Zeiten, als bekannte Schauspieler(innen) bei Interviews über ihre künftigen Aufgaben gerne mit dem Satz auftrumpften “In diesem Stück spiele ich eine Doppelrolle !” wobei sie danach den Kopf effektheischend in den Nacken warfen und sich im Lichte des Scheinwerfers sonnten. Der jeweilige Reporter antwortete dann pflichtbewusst “Ooooh ! Ich wette, dass ist eine sehr schwierige aber auch lohnende Aufgabe für Sie !”, worauf der Star ihm ein gnädiges Nicken zuwarf. Nun, diese Zeiten sind G.s.D. vorbei. Ich persönlich habe diese Darstellungen nie geschätzt, wusste man doch im Vorhinein, dass es bei sich diesen Doppelrollen um ein und die gleiche Person handelte. Das ist etwa so, als ob man einem Zauberer bei einem Trick zusieht, dessen Machart bekannt ist.

Leider ist FAMILIENGRAB Hitchcocks schlechtester Hollywood-Streifen geworden. Entsprechend hat mich auch die biedere und sehr vorhersehbare Handlung von DAS GANZ GROSSE DING nicht begeistert : Carl-Heinz Schroth soll sich die Bewegungsabläufe und Macken eines Doppelgängers anhand von geheimen Filmaufnahmen einprägen und diesen anschließend ersetzen um den Tresor zu öffnen zu können. Dreimal dürfen Sie raten, ob ihm das gelingt ?? Die laue Story spult sich leider zu betulich, ohne Witz und nennenswerten Spannungsbogen ab und wer am Ende des Films noch wach ist, für den kommt die Schlusspointe auch nicht gerade überraschend. Bedauerlicherweise wurde das Talent des ausgezeichneten Theater-, Hörfunk-, Spielfilm- und Fernsehfilmdarstellers und Regisseurs Carl-Heinz Schroth durch das allzuseichte Drehbuch nicht annähernd in Anspruch genommen. Auch die Mitwirkung von Horst ’Der Major’ Tappert als Gangsterboss Warren macht aus diesem Stück keinen Klassiker der Fernsehgeschichte.

Carl-Heinz Schroth (1902-1989) habe ich wegen seines hintergründigen Humors, seiner sonoren Stimme (nur echt mit dem leichten Lispeln) und seines sorgfältigen Sprachduktusses immer gern gesehen. Gehörten auch seine Filmauftritte nicht zu den beruflichen Highlights seiner Karriere, so lernte ihn das Fernsehpublikum in seinen reiferen Jahren umso mehr schätzen (ORDEN FÜR DIE WUNDERKINDER, ALLE HUNDE LIEBEN THEOBALD, ALEXANDER ZWO, DERRICK, SONNY BOYS, JAKOB UND ADELE). Wer einen Schroth in Hochform erleben will, dem empfehle ich die kleine Episode WAS KOSTEN SIE, HERR KOMMISSAR ? aus der Serie INTERCONTINENTAL EXPRESS, ebenfalls aus 1966.

Bild- und Tonqualität der DVD rangieren im unteren Mittelfeld, sind aber akzeptabel für eine TV-Produktion dieses Alters.
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Das ganz große Ding (Victor Canning)
Das ganz große Ding (Victor Canning) von Erich Neureuther (DVD - 2014)
EUR 10,99
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