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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Film!
Leider dauert dieser Film nur ca. 80 Minuten. Von Beginn an ist man schnell in der Geschichte drin und erlebt die Welt der Hauptdarsteller in deren Augen genau mit. Der "ungebildete", aber total menschlich gebliebene Mann und die alte, sehr gebildete Dame. Daraus entwickelt sich dann eine sehr nette Freundschaft. Die Dialoge sind fantastisch; die schauspielerische...
Veröffentlicht am 9. September 2011 von Hotza

versus
64 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelmäßige Buchverfilmung
Ich muss zu Beginn sagen, dass ich hier nur den Film bewerte und nicht etwa die DVD und ihre Ausstattung. Außerdem erwähne ich das Ende des Films, also falls Sie ihn dennoch sehen möchten, überspringen Sie am besten den dritten Absatz.

Ich habe das Buch von Marie-Sabine Roger verschlungen. Es führt in einer schwerelosen Sprache durch...
Veröffentlicht am 20. April 2011 von celebros


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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Film!, 9. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter (DVD)
Leider dauert dieser Film nur ca. 80 Minuten. Von Beginn an ist man schnell in der Geschichte drin und erlebt die Welt der Hauptdarsteller in deren Augen genau mit. Der "ungebildete", aber total menschlich gebliebene Mann und die alte, sehr gebildete Dame. Daraus entwickelt sich dann eine sehr nette Freundschaft. Die Dialoge sind fantastisch; die schauspielerische Leistung wirklich grandiös, und wenn man nicht ganz aus "eisen" ist, wird man sicherlich am Schluss gerührt sein von diesem Film. Unbedingt empfehlenswert!
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührende Liebesgeschichte zwischen Generationen und Bildungsstufen, 10. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter (DVD)
Der Schulabbrecher Germain verdingt sich nun als Hilfsarbeiter und begegnet da eines Tages der 95jährigen Margeruitte auf einer Parkbank.
Zwischen beiden entspinnt sich ein recht wertschätzender Umgang miteinander.
Margueritte liest ihm Camus vor, bis sie ihm gesteht, dass sie bald nicht mehr lesen kann.
Das bewegt ihn dazu, doch noch lesen zu lernen, um ihr vorlesen zu können.
Eine bewegende Freundschaft zwischen den beiden entspinnt sich. Die beiden begleiten einander und unterstützen einander.
Germain bekommt von ihr jene mütterliche Zuwendung, die ihm die eigene kalte Mutter immer verwehrte.

Eine hinreissende Geschichte, die mich sehr berührt hat. Sie zeugt von Menschlichkeit und tiefer Wertschätzung - trotz all der Unterschiede.
Ein sehr sehenswerter Film. Nicht nur wegen der großartigen schauspielerischen Leistung von Gerard Depardieu.
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58 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Späte Erkenntnisse, 15. Juli 2011
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter (DVD)
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die unser Leben bereichern. Der Gelegenheitsarbeiter und Gärtner Germain hadert seit er denken kann mit seiner Mutter. Diese ist alles andere als eine Heilige und erfüllt Germain's Kritikpunkte immer wieder aufs neue. Darunter leidet Germain seit seiner Kindheit. Er fühlt sich trotz seiner Beliebtheit bei anderen Menschen beschränkt in seinen Möglichkeiten.

Da trifft er eines Tages im Park die fünfundneunzigjährige Margueritte. In ihr findet Germain eine Seelenverwandte. Margueritte entführt ihn in die noch nicht gekannte Welt der Bücher.

Die einfühlsame Geschichte wird leise und lautstark erzählt. Filigrane Dialoge feilen an den Charakteren der Protagonisten. Überraschende Wendungen und pfiffige Lösungen lassen keine Langeweile zu. Gut ausgestattete Szenarien verwöhnen das Auge und sorgen für Atmosphäre. Regie und Schauspieler ist sehenswerter Film gelungen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen bezaubernde "Liebesgeschichte" der anderen Art, 27. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter (DVD)
"In Liebesgeschichten gibt es nicht immer nur Liebe.
Manchmal gibt es nicht mal ein "Ich liebe Dich".
Und doch liebt man sich."

Mit dem 2009 erschienenen Roman "Das Labyrinth der Wörter" ("La tête en friche") gelang der zuvor ausschließlich als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannten Marie-Sabine Roger ein unerwarteter Bestseller.
Kein Wunder also, daß der Überraschungserfolg bereits ein Jahr später verfilmt wurde.

Germain (Gérard Depardieu) hat keinen Schulabschluss und ist alles andere als belesen.
So meint er, daß Guy de Maupassant wohl so etwas ähnliches wie der Guide Michelin sein müsse; eine Äußerung, die ihm - wie so oft - den Spott seiner Bekannten in seinem Stammcafé einbringt.
Obwohl sich Germain seines geringen Bildungsstandes durchaus bewusst ist, ist er aber nicht unzufrieden mit seinem Leben:
Mit dem Anbau und Verkauf von Gemüse und Obst und diversen Aushilfsjobs bestreitet der passionierte Gärtner seinen bescheidenen Lebensunterhalt und eine hübsche Freundin (Sophie Guillemin), die ihn aufrichtig liebt, hat er auch.
Als er eines Tages bei seiner Mittagspause im Park die kultivierte 95jährige Margueritte (Gisèle Casadesus) kennenlernt, bekommt sein Leben völlig neue Impulse:
Ermutigt und unterstützt von seiner Zufallsbekanntschaft macht sich Germain auf ins "Labyrinth der Wörter", lässt sich zunächst von Margueritte aus deren Lieblingsbüchern vorlesen und beginnt dann auch selber mit der Lektüre zunehmend anspruchsvoller Literatur.
Zwischen dem ungleichen Paar wächst langsam eine tiefe Freundschaft.
Als Margueritte unvermittelt nach Belgien ziehen muss, weil ihr dort lebender Neffe, ihr einziger Verwandter, es sich nicht mehr leisten kann, die teure Altersresidenz in Frankreich zu bezahlen, fasst Germain einen Entschluss...

"Das Labyrinth der Wörter" ist ein ganz leiser und bezaubernder, typisch französischer kleiner Film über die ungewöhnliche Freundschaft eines ungleichen Paares.
Die Rolle des etwas einfältigen, aber liebenswerten Germain scheint Gérard Depardieu wie auf den Leib geschrieben und die beim Dreh bereits 96-jährige Gisèle Casadesus überzeugt noch mehr als 60 Jahre nach Beginn ihrer schauspielerischen Karriere als äußerlich zerbrechliche, aber erstaunlich willensstarke "Margueritte mit zwei t".
Neben Anrührung, leiser Sozialkritik und viel französischem Kleinstadtflair kommt auch der Humor nicht zu kurz, zum Beispiel, wenn der naive, aber herzensgute Germain die an Liebeskummer leidende Gastwirtin seines Stammcafés "trösten" will...

Eine ganz bezaubernde "Liebesgeschichte" der anderen Art, die ich allen Freunden des europäischen Erzählkinos nur wärmstens ans Herz legen kann.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebe waechst manchmal, ohne dass man je verliebt war.., 28. Juli 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter [Blu-ray] (Blu-ray)
Germain (Gérard Depardieu) in einer Rolle, die er hervorragend umsetzt! Mir gefiel dieser Film u. a., weil er langsam genug ist, um gefühlsmässig wie auch intellektuell mit zu kommen. Feelgood-Kino sozusagen.

Zur Handlung durch meine Brille:
Margueritte (Gisèle Casadesus), die alte liebenswert höfliche und distinguierte Dame aus dem Altenheim begegnet Germain zufällig als dieser "seine" Tauben nachzählt. Unverblümt und ohne Zurückhaltung erklärt er auch warum er es tut. Die Verbindung war so schon leicht und unkompliziert hergestellt. Ach, träumen wir nicht auch davon, dass es in unseren Begegnungen nicht auch öfter so oder so ähnlich ablaufen könnte? Aber das nur nebenbei...

Germain ist dumm und taugt zu nix! Das sagen z. T. die anderen, nicht jedoch der Zuschauer, der einen gemütlichen, fleissigen, tapsigen, hilfsbereiten und liebenswerten Germain erlebt. Und Germain hat noch etwas besonderes, was viele "Gebildeten" z. T. schon verloren gegangen ist; nämlich kindliche Neugier und geistige Wachsamkeit, obwohl die 40 Lenze schon lange überschritten wurden.

Es dauert bei den folgenden Begegnungen nicht lange bis Margueritte und Germain "ihr" Thema finden. Das Lesen. Das Lesen von Geschichten die Bilder im Kopf erzeugen. Schöne Bilder! Z. T. Germain kann diese Bilder wunderbar reflektiert um- und beschreiben, was bei ihm widerum dann noch viel mehr auslöst als nur das Verstehen der jeweiligen Geschichte. EIn Bewusstwerdungsprozess setzt ein.

Auch wenn die beiden Protagonisten es nicht ansprechen, aber sie haben noch viel mehr gemeinsam als nur das Lesen. Gemeint ist, das was ich wahrgenommen habe; das nicht geliebt sein von den Allernächsten.

Er entdeckt, dass alle, die ihn für dumm und trottelig halten unrecht haben. Vor allem aber seine Mutter zu der seine Liebe grösser ist als ihre Achtung ihm gegenüber je war. Margueritte nimmt ihn aber so wie er ist (Punkt).

Am Ende hat Germain eine neu Art von Liebe erlebt, die er zuvor nie hatte und nicht kannte und gleichzeitig hat er die tiefe Bedeutung und Wirkung von bewusst gelesener Literatur für sich alleine entdeckt.

Und was besonders schön ist; Germain macht am Schluss Margueritte ein Geschenk, womit sie unmöglich rechnen konnte, für ihn aber bloss" eine logische Konsequenz der gewachsenen Nähe zueinander ist.

Für viele heute (schnell) lebende Menschen, die ihren Kick" sonst wo suchen, aber zuletzt in sich vermuten, ist dieser Film besonders empfehlenswert.

Weniger ist mehr und alles Glück das wir suchen steckt in uns selbst. Und... Liebe ist alles! Vielleicht auch besonders wenn sie so dezent daherkommt und bleibt wie in dem zierlichen Persönchen von Margueritte.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nachdem ich das Buch gelesen habe....., 4. August 2011
Von 
Hande Reckziegel (90762 Fürth) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter (DVD)
...fragte ich mich, wie der Film sich wohl gestalten würde.

Normalerweise bin ich von Verfilmungen immer enttäuscht ( Bis auf eines "Das Geisterhaus - sowohl Film, als auch Buch genial ). Die guten Rezensionen aber und auch der Zuspruch von weiblichen Bekannten hat mich doch dazu bewegt, an einem Abend, den ich alleine für mich hatte, mir den Film anzusehen.

Grundsätzlich ist er gut umgesetzt worden und Herr D. hat die Rolle von Germain würdevoll vertreten. Auch die alte Dame ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Und dennoch fehlte mir im Film ein klein wenig der Zauber der Wörter. Die wachsende Leidenschaft zu den Büchern war nicht 100 % klar erkenntlich. Das Glänzende, die Lust am Lernen und der Zauber, was mich im Buch fasziniert hat, hätte man einen Tick besser umsetzen können.
Ein Film ist eben doch NUR ein Film.

Der Schluss war überraschend, aber angenehm.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Wir sind auf der Welt, um Dinge weiterzugeben.", 8. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter (DVD)
Margueritte(Gisele Casadesus) mag schon 95 Jahre alt sein, aber dumm ist sie nicht. Sie weiß ganz genau, worum es im Leben geht. Allerdings sitzt sie im Pflegeheim und ihre Familie unterstützt sie nur unzureichend. Was nützt Margueritte ihr ganzes Wissen, wenn ihr die Kraft zur Eigenständigkeit fehlt? Diese Kraft besitzt der einfältige Germain(Gerard Depardieu) im Übermaß, dafür fehlt es ihm an Intellekt und Wissen. Germain wohnt in einem Wohnwagen,im Garten seiner Mutter. Die hat den Einfaltspinsel Germain anscheinend schon als Kind für überflüssig gehalten und tut das heute noch immer. Germain ist zwar mit der netten Busfahrerin Annette(Sophie Guillemin) befreundet und trifft fast täglich seine Freunde in der Kneipe, das war es dann aber auch schon, was er vom Leben weiß.

Als sich die beiden gegensätzlichen Charaktere Margueritte und Germain im Park treffen, entdecken sie Gemeinsamkeiten, aber auch gigantische Widersprüche. Beim Zählen der Tauben lernt man sich kennen und dann weiht Margueritte Germain in die Geheimnisse der Literatur ein. Es braucht ein wenig, bis Germain mit einem Buch etwas anfangen kann, aber es funktioniert und der Zauber der geschriebenen Wörter fängt ihn ein. Die Treffen verändern Germains und Marguerittes Leben und eine zarte Bindung zwischen dem grobschlächtigen Arbeiter und der zerbrechlichen Greisin beginnt. Allerdings wartet das Leben mit ein paar Hürden auf Margueritte und Germain, die nicht so einfach zu überspringen sind. Ob die Kraft ihrer sonderbaren Beziehung stark genug ist, um diese zu Klippen umschiffen, bleibt ungewiss...

Jean Becker hat sich daran gewagt, Marie-Sabine Rogers gleichnamigen Roman zu verfilmen. Solch erfolgreiche Stoffe ins Medium Film umzusetzen, ist nicht einfach. Vor allem bei einer Geschichte, die so von der Einfühlsamkeit und den kleinen Details lebt, wie Rogers Buch. Becker hat das ziemlich gut hinbekommen. Es brauchte ca. 25 Minuten, bis ich in der Geschichte Beckers war, aber dann nahm sich mich widerstandslos mit. In kurzen, aber eindringlichen Rückblenden, lässt Becker die grausame Kindheit Germaines vor uns auferstehen. Wie seine Mutter und der Lehrer ihn behandelten, kann Germain heute noch mit den Worten: "Ein Kind ist kein räudiger Köter", auf den Punkt bringen. Beckers Film ist vor allem ein Fanal für die einfachen Menschen, die großen Gefühle und die ultimative Kraft der Veränderung. Wenn Becker seinen Germain im Zwiegespräch mit der eigenen Katze zeigt oder ihn mit der angebeteten Annette im Bett eine Lesung zelebrieren lässt, hat -Das Labyrinth der Wörter- seine ganz starken Momente.

Die Besetzung des Films ist vom Feinsten. Gisele Casadesus und Gerard Depardieu spielen sich die Bälle der Geschichte geschickt zu. Alle Nebenrollen der kleinen, französischen Provinzbewohner sind hervorragend besetzt. So ist -Das Labyrinth der Wörter- eine kleine, feine Produktion für Liebhaber der Literatur und des anspruchsvollen Kinos. Gerard Depardieu hat in letzter Zeit bei einigen Produktionen mitgewirkt, die mich lediglich kopfschüttelnd vor dem Bildschirm zurückgelassen haben. -Das Labyrinth- der Wörter gehört in jedem Fall nicht dazu. Hier zeigt der französische Ausnahmeschauspieler seine ganze mimische Größe· In der Rolle des liebenswürdigen Einfaltspinsels Germain ist er die Idealbesetzung.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein behaglicher Schmuckstein, 22. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter (DVD)
STORY

Germain (Gerard Depardieu) wurde Zeit Seines Lebens mit der ablehnenden und verletzenden Art seiner Mutter konfrontiert. Seiner Liebenswürdigkeit hat dies jedoch nicht geschadet. Er ist ein einfacher, guter Mensch geworden. Manche erachten ihn als unbedarft, andere sehen in ihm bereits den Trottel des Dorfes. Margueritte (Gisele Casadesus), eine 94jährige Bewohnerin des örtlichen Altersheimes, sieht das nicht in ihm. Sie erkennt das Gute, das Besondere, das zutiefst Liebenswürdige und auch Kluge in ihm.

MEINUNG

Dieser Film ist ein Schmuckstein im Meer der belanglosen oder marketingträchtigen Versuche, einen Film über besondere menschliche Beziehungen zu kreieren. Unaufdringlich, fern jeder Klischees, selbst dann, wenn man eine Form von Kitsch identifizieren könnte, wird man mitgenommen in eine Welt die behaglich ist.

Die Geschichte dauert nur knapp 80 Minuten, aber man könnte stundenlang weitersehen, wenn Germain und Margueritte auf der Bank im Park sitzen und sich unterhalten. Man kann sich vorstellen in einem Wohnwagen im Garten der Mutter zu hausen, mag sie noch so schrecklich sein, man träumt davon regelmäßig in der Ortskneipe mit Freunden und Bekannten ein Glas Wein zu trinken, nur weil es der Alltag so generiert.

FAZIT

Ein schöner, stiller, berührender, gelungener Film.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wandlung des Germain, 10. August 2014
Von 
Felixine (Uni-Stadt Oldenburg/Oldb.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter (DVD)
Germain Chazes (Gérard Depardieu) ist ein ungebildeter Hüne von einem Mann. Er kann kaum lesen und schreiben und besitzt keinen Schulabschluss. In ein Buch hat er kaum hineingesehen und bei seinen Freunden im Bistro gilt er als dummer Außenseiter.

Die zierliche sechsundachtzigjährige Margueritte Escoffier (Gisèle Casadeus) ist feinsinnig und kultiviert und hat eine tiefgehende Leidenschaft für Literatur. Die Beiden lernen sich in einem Park auf einer Bank kennen und zwischen dem vierzigjährigen Germain und dieser alten Dame entwickelt sich im Laufe mehrerer Treffen eine besondere Freundschaft.

Margueritte liest ihrem jungen Freund Passagen aus ihren Büchern vor und weckt sein Interesse an einer bislang ihm unbekannten Welt: Die der Bücher. Es gelingt Margueritte ihren jungen Freund mit ihrer Leidenschaft anzustecken und schon bald kann Germain Zitate aus den Büchern wiedergeben und ist in den Augen seiner erstaunten Freunde nicht mehr der ungebildete junge Mann. Ihm öffnet sich die Welt und damit auch andere Perspektiven. Als Margueritte allmählich ihr Augenlicht verliert weiß Germain, was er zu tun hat.

Es ist eine eindrucksvolle Komödie die zu Herzen geht. Sie erzählt von zwei so unterschiedlichen Menschen und deren Charakteren, dessen Umgang miteinander über das Lesen dermaßen gefühlsbetont und heiter beginnt und die gegenseitige und wachsende Wertschätzung mit Germains späteren Einfühlungsvermögen der alten Dame das Schönste in ihrem Leben weiterbestehen lässt. Es ist Germain, der ihr später aus den geliebten Büchern vorliest.
Der Originaltitel dieses Films ist "La tête en friche" und zeigt, dass es nie zu spät ist im Leben Neues zu beginnen.
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64 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelmäßige Buchverfilmung, 20. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter (DVD)
Ich muss zu Beginn sagen, dass ich hier nur den Film bewerte und nicht etwa die DVD und ihre Ausstattung. Außerdem erwähne ich das Ende des Films, also falls Sie ihn dennoch sehen möchten, überspringen Sie am besten den dritten Absatz.

Ich habe das Buch von Marie-Sabine Roger verschlungen. Es führt in einer schwerelosen Sprache durch das Labyrinth der Wörter. Sie beschreibt die Beziehung zwischen Margueritte zu Germain so liebevoll und still als wäre es keine großartige Sache. Und dabei ist es genau das, was dieses Buch und die Geschichte die es erzählt so besonders macht.

Deshalb konnte ich den Kinofilm kaum erwarten, mein Anspruch an den Film war sehr hoch. Das Buch ist schließlich sehr dünn, es sollte also möglich sein die Geschichte mehr oder minder eins zu eins zu übernehmen. Ich wurde aber, wie so oft bei Filmen mit literarischer Vorlage, enttäuscht. Germain und Margueritte sind ganz wunderbar besetzt, daran besteht kein Zweifel. Auch enthält er sehr viele Szenen, die auch im Buch vorhanden sind. Aber Germains vollständiger und recht beschwerlicher Weg durch das Labyrinth der Worte, wird leider neben anderen Handlungssträngen vernachlässigt.
Seine Freundin ist viel zu hübsch und vor allem auch zu jung, seine Beziehung zu ist ihr sehr viel offener und intensiver als im Buch. Seine Treffen mit Margueritte werden auf die, wohl nach der Meinung des Regisseurs, wichtigsten Momente zusammengepfercht und seine Liebe zu den Worten entwickelt sich nicht annähernd so zögerlich und beschwerlich wie im Buch. Beispielsweise schreibt Margueritte ihm das ganze Alphabet und die alphabetische Zählung ( aa, ab, ac, ad etc.) auf einzelne Blätter, damit er anfangen kann das Wörterbuch das sie im geschenkt hat zu verwenden. Sie liest ihm auch erst bei ihrem zweiten oder dritten Treffen aus Camus "Die Pest" vor.

Das allerschlimmste ist aber der von Hollywood-Klischees triefende kitschige Schluss: Nachdem Margueritte von einem bösen jüngeren Verwandten in ein weitentferntes Altenheim abgeschoben wird, erettet sie Germain von dort (entführt ist wohl treffender) und es endet mit der fröhlichen Fahrt in den Sonnenuntergang.

Das Buch endet anders. Nicht trauriger, sondern angemessener und vor allem angenehmer. Frau Roger bleibt ihrer wundervollen Geschichte bis zum Ende treu. Der Film hat dies auch versucht, aber leider nicht geschafft.
Vielleicht bin ich zu penibel, was Buchverfilmungen betrifft, aber meiner Meinung nach ist eine schlechte filmische Buchumsetzung einfach eine traurige Angelegenheit, besonders bei einem Buch, dessen Verfilmung nun wirklich keinerlei Klischees oder Kitsch benötigt hätte.
Vielleicht lesen Sie besser das Buch, glauben Sie mir: es wird Ihren Tag verschönern. Den Film jedoch, werden Sie bald wieder vergessen.
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