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118 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Nobody could've landed that plane like I did. "
Als Freund von Robert Zemeckis' bisherigen Werken, war es für mich schnell entschiedene Sache "Flight" im Kino zu sehen. Obendrein handelt es sich nach über einem Jahrzehnt sowie drei Ausflügen in die Welt der computeranimierten Filme um die Rückkehr des Regiesseurs zum Realfilm.

Die Handlung dreht sich um den alkoholabhängigen Pilot...
Vor 19 Monaten von rdj4ever veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alkohol-Drama
Die Geschichte um die Sucht eines alkohol- und drogenabhängigen Arbeitnehmers weiß streckenweise zu gefallen und ist in vielen Teilen glaubwürdig gespielt und spannend bis zum Schluss. Die Besetzung insbesondere in den Nebenrollen ist stimmig.

Dass hier der Beruf des Piloten als Platzhalter herhalten muss, geht mir allerdings ein wenig zu weit...
Vor 1 Monat von tolip veröffentlicht


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118 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Nobody could've landed that plane like I did. ", 27. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Flight [Blu-ray] (Blu-ray)
Als Freund von Robert Zemeckis' bisherigen Werken, war es für mich schnell entschiedene Sache "Flight" im Kino zu sehen. Obendrein handelt es sich nach über einem Jahrzehnt sowie drei Ausflügen in die Welt der computeranimierten Filme um die Rückkehr des Regiesseurs zum Realfilm.

Die Handlung dreht sich um den alkoholabhängigen Pilot William Whip" Whitaker, der nach einer durchzechten Nacht und der Einnahme einer Dosis Kokain zum Aufmuntern ohne Sorge zum Starts des SouthJet-Fluges 227 von Orlando nach Atlanta antritt. Nach anfänglichen Turbulenzen scheint der Flug normal zu verlaufen, doch kurz vor erreichen des Ziels treten technische Probleme in der Steuerung auf. Whitaker gelingt es die Maschine heldenhaft zu landen, sodass 96 der 102 Menschen an Bord überleben.
Whitaker kommt erst in einem Krankenhaus wieder zu sich und erfährt von dem Erfolg seiner Rettungsaktion. Doch die Situation schwenkt urplötzlich um als dank einer Blutprobe, die nach dem Vorfall abgenommen wurde, entdeckt wird, dass Whitaker vor dem Flug massenhaft Alkohl sowie Kokain eingenommen hatte. Whitaker wird neben seinem alten Freunden Harling Mays und Charlie Anderson außerdem der gerissene Anwalt Hugh Lang an die Seite gestellt um zu verhindern, dass der vermeintliche Held während einer baldigen NTSB-Anhörung zum Schuldigen für den Tod der Opfer des Absturzes gemacht wird und Whitaker unter Umständen eine lebenslängliche Gefängnisstrafe verhängt bekommt.
Doch all dies hilft nur wenig, solange Whitaker den Alkohol nicht aufgibt und somit seine Dämonen besiegt. Trotz Einreden seiner Geliebten Nicole Maggen, seiner ehemaligen Familie sowie seines gesamten Umfelds scheint die Sucht allerdings stärker zu sein und Whitaker immer mehr in Schwierigkeiten zu bringen.

Regiesseur Robert Zemeckis zeigt mit diesem Film nach dem Drehbuch des Autors John Gatins einmal mehr, dass er der perfekte Mann für außergewöhnliche Filme ist. Schon mit der "Zurück in die Zukunft"-Triologie begeisterte er, schuff mit "Forrest Gump" einen einmaligen Klassiker und präsentierte mit "Cast Away" eine wunderbare One-Man-Show.
Danach begab er sich auf neue Pfade und imponierte mit den drei technisch revolutionären Motion-Capture-Blockbustern "Der Polarexpress", "Beowulf" und "Disney's Eine Weihnachtsgeschichte".
Nun also kehrte er zum Realfilm zurück und liefert mit "Flight" ein Werk ab, dass aufgrund seiner Vermischung von Genres ein wenig an "Forrest Gump" erinnert und eindeutig Zemeckis Signatur trägt.
Lose angelehnt ist die Handlung übrigens neben weiteren ähnlichen Vorfällen an den Flugzeugabsturz des Alaska-Airlines-Flugs 261, bei dem versucht wurde das dargestellte Manöver durchzuführen. Allerdings hatte der Vorfall keinen einzigen Überlebenden.
"Flight" beginnt wie ein Katastrophenfilm und schenkt uns dabei den wohl intensivsten, realistischten und beklemmendsten Flugzeugabsturz der Filmgeschichte. Man merkt hierbei auch wie intensiv sich die Filmcrew mit der Technik eines Flugzeuges und dem Ablauf eines Fluges beschägtigt hat um diesen originalgetreu auf die Leinwand zu bannen.
Nach dieser spektakulären und wirklich erstklassig inszenierten, animierten sowie geschnittenen Szene wandelt sich der Film zu einer Mischung aus gefühlvoll tiefgreifender Charakterstudie und spannendem Justizdrama abgeschmeckt mit der ein oder anderen komödiantischen Passage.
Dieser aprupte Umschwung kommt unerwartet und ist überhaupt nicht hollywoodkonform. Es scheint aber nicht so, dass der Film durch die Action seinen Höhepunkt gleich zu Beginn verspielt und anschießend abflacht.
Ganz im Gegenteil, den Machern gelingt es vorzüglich die ernste Hauptthematik um den Konflikt des Piloten packend sowie einfühlsam zu präsentieren und den Restfilm nach dem Absturz nicht hinter eben diesem uninteressant wirken zu lassen. Überhaupt fasziniert die Frage ob Whitaker Held oder Schuldiger sein sollte. Der Zuschauer kann sich durch die, aufgrund von Whitaker's Uneinsichtigkeit, dauernd neu auftetenden Probleme an manchen Stellen nur schwer für oder gegen den Trinker entscheiden oder sich mit ihm identifizieren. Damit ist der Zuschauer aber nicht der einzige, denn dem Umfeld des Piloten stellt sich im Film immer wieder das gleiche Dilema.
Desweiteren bietet "Flight" einen intensiven sowie beängstigenden Einblick, was es bedeutet einer Alkoholsucht oder einer Sucht im Allgemeinen zu unterliegen.
Man wird sich durch diese so real wirkende Darstellung des Zwangs erst bewusst, wie frei man eigentlich lebt und wie man jeden Tag des Lebens geniesen sollte. So abgedroschen dies auch klingen mag, die Botschaft ist wichtig und wahr.
Besonders in den USA ist gerade der Umgang mit Alkoholismus eine heikle Angelegenheit und der Schritt einen Film darüber zu drehen nebenbei erwähnt sicherlich als mutig anzusehen.
Auch weitere Ideen des Regiesseurs z. B. sehr freizügige Szenen einzubauen, Nicole detailiert beim Einnehmen der Drogen zu filmen oder allgemein den Mut zu haben das Hässliche zu zeigen und somit ein R-Ratin zu erhalten, fordern eine gewisse Risikobereitschaft des Regiesseurs und des Studios in Bezug auf den Kassenerfolg des Films.
Obwohl Whitaker in vielen Fällen aufgrund seiner Uneinsichtigkeit selbst Schuld an den Problemen ist, schafft der Film und vor allem sein Darsteller es die Sympathie des Zuschauers für den abhängigen Piloten schlußendlich zu gewinnen.
In der Betrachtung der Thematik ist es nun auch lohnend den Titel des Films einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. "Flight" bedeutet im Englischen nämlich keineswegs nur "Flug" sondern auch "Flucht".
Neben dem Hauptplot runden Subplots wie eine Liebesgeschichte, die Zemeckis sowieso wie kein anderer unaufdringlich schön zu inszenieren weiß, und Whitakers familären Komplikationen den Film gekonnt ab.
Desweiteren werden wie von Zemeckis gewohnt zahlreiche weitere ernste Thematiken wie der Glaube zu Gott, die Bedeutung von Familie und Freunden, etc. zumindest angeschnitten ohne dass diese zusammenhanglos zum Hauptkontext wirken.
Hierbei ist vor allem die Raucherszene im Krankenhaus zu nennen, denn in solchen Kinomomenten entfaltet sich das ganze Können Zemeckis.
Um die feine Melancholie des Films etwas aufzulockern und diese nicht in eine schwer tragische Stimmung umschwenken zu lassen, entschied man sich dafür die Figur des Harling Mays samt lässigen One-Linern einzubauen und hatte damit genau das richtige Gespür für angebrachte Komik.
Das Werk enthält im Mittelteil ein, zwei zu lang geratene Szenen, gleicht dies aber mit seiner fulminatnen Darstellerriege ohne Frage vollkommen aus. Auch ansonsten lässt man sich in den einzelnen Szenen viel Zeit, schneidet nicht gleich zum nächsten Part sondern gibt dem Zuschauer den Raum die Figuren nocheinmal genauer zu betrachten, ihnen beim Denken zuzusehen. Bis auf die bereits genannten ein, zwei zu langen Szenen stellt dies eine angenehm abwechslungsreiche Maßnahme dar, der Hektik unserer heutigen Welt etwas an Geschwindigkeit zu nehmen.
Die schönen Bilder der Gegend um Atlanta sowie der gefühlvolle Soundtrack von Alan Silvestri tragen nicht zuletzt ihr übriges zur Stimmung bei.
Das Ende von "Flight" empfinde ich als gelungen. Es ist nicht zu vorhersehbar und gleitet keineswegs ins Kitschige sodass die wichtige Moral der Selbsterkenntnis ungestört vermittelt werden kann.
So beweist Zemeckis, auch wenn er nicht die Qualität seines "Forrest Gump" erreicht, dass er sein Handwerk auch im Realfilm-Sektor noch mehr als versteht. Sein Comeback macht Freude auf kommende Projekte und lässt mich vielversprechend auf seine berufliche Zukunft blicken.
Wie bereits angeklungen ist sorgen aber neben Zemeckis zweifelsohne die hochkarätigen Darsteller für das meiste Lob am Film.
Denzel Washington brilliert allen voran in der anspruchsvollen, wie auch vielschichtigen Rolle des William Whip" Whitaker und spielt diese preiswürdig überzeugend.
Auch die Nebenrollen sind sehr gut bis gut besetzt. So sind John Goodman als Harling Mays, Kelly Reilly als Nicole Maggen, Don Cheadle als Hugh Lang, Bruce Greenwood als Charlie Anderson, Tamara Tunie als Margaret Thomason, Melissa Leo als Ellen Block, Brian Geraghty als Ken Evans, Nadine Velazquez als Katerina "Trina" Marquez und James Badge Dale als Gaunt Young Man zu sehen.
Der bekannte CNN-Journalist Piers Morgan hat außerdem ein Himself-Cameo.

Robert Zemeckis konnte mit "Flight" nach vielen Jahren auch endlich wieder einen Film drehen, der sich unterm Strich als profitabel erweist.
Durch das für Robert Zemeckis recht kleine Budget von $ 30 Millionen und trotz der heiklen Thematiken sowie einem R-Rating in den USA verzeichnete man einen äußerst lohnenden Verlauf an den Kassen.
Alleine in den USA konnten 2012 mit $93,772,375 Kasse mehr als das dreifache der Kosten wieder eingenommen werden.
In den restlichen Ländern kam man immerhin auf $68,000,000, sodass ein weltweites Einspielergebnis von $161,772,375 daraus resutliert. Es gelang somit die Budgetkosten um das mehr als fünffache wieder einzunehmen, eine Zahl die er in Relation gesehen schon lange nicht mehr erreichte.
Doch nicht nur bei den Zuschauern stieß der Film auf Interesse, denn auch Filmkritiker lobten den Film in höchsten Tönen und so ließen die Auszeichnungen nicht mehr lange auf sich warten.
Neben zwei Nominierungen beim Academy Award in den Kategorien "Best Writing, Original Screenplay" und "Best Performance by an Actor in a Leading Role" wurden außerdem folgende Ehrungen vergeben: eine Nominierung beim Golden Globe Award in der Kateforie "Best Actor - Motion Picture Drama", eine Nominierung bei den AACTA Awards, eine Nominierung beim Art Directors Guild Award, drei Nominierungen sowie ein Gewinn ("Best Actor") beim Black Reel Award, zwei Nominierungen beim Broadcast Film Critics Association Award, eine Nominierung beim Chicago Film Critics Association Award, eine gewonnene Trophäe ("Founder's Award")beim Chicago International Film Festival, eine Nominierung beim Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award, eine gewonnene Trophäe ("Spotlight Award") beim Hollywood Film Festival, drei Nominierungen und ein Gewinn ("Outstanding Actor") beim NAACP Image Award, eine gewonnene Trophäe ("Spotlight Award") bei der National Board of Review, eine Nominierung beim Online Film Critics Society Award, eine gewonnene Trophäe ("Director of the Year") beim Palm Springs International Film Festival Award, fünf Nominierungen und ein Gewinn ("Best Visual Effects") beim Satellite Award, eine Nominierung beim Screen Actors Guild Award, zwei Nominierungen bei der St. Louis Gateway Film Critics Association, eine Nominierung bei der Visual Effects Society, eine Nominierung beim Washington DC Area Film Critics Association Award sowie eine Nominierung beim Writers Guild of America Award.
Sowohl für Aufsehen als auch für Lacher sorgte Oscar-Host Seth MacFarlane, als er während der Verleihung eine von ihm gedrehte und sehr witzige "Flight"-Parodie mit Sockenpuppen zeigte.

Die Blu-ray Disc lässt technisch in Bild und Ton nahezu keine Wünsche übrig, wobei vor allem beim spektakulären Einstiegspart aber auch bei den darauf folgenden Nahaufnahmen die Vorteile einer BD zum tragen kommen.
Die Extras mit Making Of, Q & A, etc. sind wie bei nahezu jedem Film von Robert Zemeckis ebenso ausführlich wie interessant.

Bewertung:
Film:
Story: 4/5 Sterne
Schauspieler/Regie/Soundtrack: 4/5 Sterne
Humor: 1/5 Sterne
Action: 1/5 Sterne
Spannung: 3/5 Sterne
Gefühl: 3/5 Sterne
Anspruch: 3/5 Sterne
Effekte: 1/5 Sterne
Blu-ray Disc:
Bild/Ton: 5/5 Sterne
Extras/Menü/Cover: 5/5 Sterne
Gesamt: 4/5 Sterne

Fazit: Robert Zemeckis' Rückkehr zum Realfilm besticht nach spektakulärem Start als spannendes Drama mit mutiger Thematik und bietet intensive Einblicke in das Leben eines, von Denzel Washington großartig gespielten, Trinkers.

Vielen Dank für das Lesen meiner Rezension.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alkohol-Drama, 5. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Flight [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Geschichte um die Sucht eines alkohol- und drogenabhängigen Arbeitnehmers weiß streckenweise zu gefallen und ist in vielen Teilen glaubwürdig gespielt und spannend bis zum Schluss. Die Besetzung insbesondere in den Nebenrollen ist stimmig.

Dass hier der Beruf des Piloten als Platzhalter herhalten muss, geht mir allerdings ein wenig zu weit. Völlig hanebüchen ist jedoch, der "Flugzeug-Absturz" und das noch unter massivem Drogeneinfluss. Vermutlich musste der Drehbuchschreiber so weit gehen, um überhaupt Gehör zu finden, sowohl bei Produzenten als auch beim Publikum.

Die Geschichte wäre auch ohne die - gelegentlich hochgelobte - Eingangssequenz spannend gewesen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erinnert an 'Cast Away' mit Tom Hanks, 14. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Flight [Blu-ray] (Blu-ray)
aus zweierlei Hinsicht, zum einen der spektakuläre Flugzeugabsturz, zum anderen die darauffolgende langatmige Geschichte eines Kampfes mit eigenen Dämonen.
Robert Zemeckis hat hier mit Denzel Washington natürlich einen großartigen Darsteller gefunden, aber auch Don Cheadle und nicht zuletzt die wunderbare Kelly Reilly (in ihrer ersten Hollywood Produktion) und der phantastische John Goodman tragen zum Gelingen des Filmes bei.
Ist halt 'Hollywood Kino', aber durchaus spannend und gut gemacht.
Die Blu-Ray Qualität ist, wie es sich für eine neuere Produktion gehört, hervorragend, leider wurde die deutsche Tonspur (mal wieder) fahrlässig abgemischt, zwischen den (sehr guten) Musikstücken und Dialogszenen liegen Welten, aber wen interessiert das schon, Tontechniker haben da (für mich) kein Ehrgefühl, oder keine Ahnung, ansonsten würden die mal ordentliche Arbeit abliefern. Die Extras sind nicht überragend interessant, aber ausreichend, schon empfehlenswert.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verdiente Oskar Nominierung, 11. April 2014
Von 
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(TOP 50 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Flight [Blu-ray] (Blu-ray)
Dieser Film ist eigentlich von anfang an packend.
Die Geschichte, über die ich nichts erzählen werde um den Film nicht zu verderben, ist spannend und packt einem bis zum Schluss und die Schauspielleistung von Denzel Washington ist ausgezeichnet!!

Gehört meiner Meinung nach in jede Filmsammlung!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der doppelte Absturz eines Piloten, 19. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flight [Blu-ray] (Blu-ray)
Kann eine Heldentat heldenhaft sein, ist sie weniger wert wenn sie unter Drogeneinfluss zustande kam? Darf allein ein cleaner Retter die zweifellos angebrachte Anerkennung für sein Meisterstück erhalten? Ist der Drogenkosum des Pilot unwichtig oder ursächlich für das Desaster, aus dem er zig Menschen durch großes fliegerisches Können führt? Hat er im Moment der Wahrheit Leben gerettet oder durch seine Sucht permanent latent Leben gefährdet?

Aus diesem nachdenkenswerten Ansatz, bei dem man durchaus verschiedene Standpunkte vertreten kann, machen Regisseur Robert Zemeckis und eine Riege erstklassig agierender Schauspielerinnen und Schauspieler ein fesselndes Absturz-Drama, das zwei Aspekte aufgreift und verfolgt. Im Mittelpunkt steht die starke Drogenabhängigkeit des von Denzel Washington verkörperten Piloten und dessen schwierigem Umgang mit der Sucht und deren negativen privaten wie beruflichen Folgen. Der zweite Aspekt ist der versicherungstechnische, rein rechtliche des Absturzes, und damit die Fragestellung des Eingangsabsatzes dieser Rezension. Wer bezahlt für den Absturz? Bei wem liegt die Schuld? Natürlich spricht gänzlich unbestreitbar rein alles für einen mechanischen, technischen Defekt des Flugzeugs. Somit müsste der Flugzeughersteller bezahlen und der Pilot wäre ein Held. Leider aber macht sich eben jener Held durch seinen nachweisbaren Alkoholkonsum während des Fluges angreifbar und wird zur willkommenen Zielscheibe, zum argumentativen Schlupfloch der Versicherungs-Gegenpartei. Es spielt dabei rein faktisch überhaupt keine Rolle ob der angetrunkene Captain das fliegerische Meisterstück trotz oder vielleicht sogar wegen seines Zustandes fertig brachte oder ob der Absturz durch mechanisches oder aber menschliches Versagen verursacht wurde. Der Pilot war während des Vorkommnisses angetrunken und dieses Argument sticht für die Versicherungen und die untersuchende Kommission alles andere aus - mit dem Recht auf ihrer Seite aber auch zu Recht?

Ganz hervorragend dargestellt ist der fast schon naive Versuch des Piloten, nach dem ersten Auftauchen von Verdachtsmomenten für seine Trunkenheit während des Absturzes alle Missbrauchsspuren zu beseitigen und trocken zu wirken. Als ob es eine Rolle spielen würde wenn er damit Erfolg hätte - es wurde ihm direkt nach dem Absturz im Krankenhaus Alkohol im Blut nachgewiesen und nur der Absturz zählt für die versicherungstechnische und kriminalistische Aufarbeitung. Zudem zeigen die Ermittlungen, das ein Mitglied der Crew einige später unter den Trümmern der Maschine gefundene Wodkafläschchen während des Fluges geleert haben muss. Es steht also schlecht um den Piloten Whip Whitaker. Wenigstens stellt ihm ein gütiges Schicksal einen fähigen Anwalt zur Seite, der mit großem Geschick die Werte der genommenen Blutprobe anzweifeln und entwerten kann. Für Whip Whitaker die unbezahlbare Chance aus der Sache als Held und nicht als wegen Totschlags verurteilter Junkie hervorzugehen. Doch dazu bräuchte der Anwalt, um seinen Klienten nach Außen glaubhaft clean scheinen zu lassen, einen trockenen Whip Whitaker. Und die dazu nötige Willenskraft bringt der Mann, der durch Willenskraft und Befähigung fast 100 Menschenleben rettete, trotz manch schwacher Versuche des Kampfes nicht auf. Auch nicht als er die Hilfe und Liebe einer ebenfalls drogenabhängigen Frau erfährt, die er während seines Krankenhausaufenthalts im Rahmen einer klasse gespielten Treppenhausszene kennenlernt. Diese Frau kämpft sich mit viel Willenskraft aus ihrer eigenen Heroinsucht heraus - so viel Willenskraft, dass sie genug davon übrig hat um auch Whip Whitaker mit aus dem Strudel ziehen zu wollen. Letztlich aber reichen alle Kraft und alle Liebe nicht aus einen Mann zu retten, dem Kraft und Willen zur Rettung fehlen, bei dem scheinbare kleine Erfolge nur riesige Rückschläge nach sich ziehen.

Am Ende erleidet der Pilot zwei Abstürze. Den fliegerischen meistert er mit Bravour, dem menschlichen hat er nichts entgegen zu setzen. Und doch landet er selbst auf diesem Feld einen kleinen Erfolg. Denn im alles entscheidenden Moment vor der Kommission, die den Unfallhergang der von Whitaker gesteuerten Maschine untersucht, wählt der dank guten Anwalts fast schon reputiert scheinende Pilot nicht den sich auftuenden leichten Weg der juristisch rettenden Unwahrheit sondern den schweren Weg heraus aus dem immer größer werdenden Berg der Lügen und Selbstlügen. Er bekennt sich vor dem Ausschuss schuldig als Alkoholiker, was in diesem Fall einem schuldig als Unfallverursacher gleichkommt, auch wenn die Wahrheit völlig anders aussehen mag. Doch will Whitaker nicht leben mit einer weiteren Lüge, welche den während des Fluges nachgewiesenen Wodkakonsum posthum auf eine beim Absturz getötete Stewardess abgewälzt hätte. Nicht irgendeine Stewardess sondern seine Geliebte. Der Film endet mit einem unehrenhaft suspendierten Piloten im Gefängnis. Gefangen und doch frei - frei von seiner Sucht und frei von einer auf Selbstlügen aufgebauten Welt. Schließlich sogar versöhnt mit seinem Sohn, der sich mitsamt seiner Mutter lange zuvor vom drogenabhängigen Vater distanzierte. Insofern bietet Flight ein kleines und bescheidenes happy end. Ob die Rolle des Piloten Whitakers nun heldenhaft oder unverantwortlich zu bewerten ist, dafür lässt Flight dem Zuschauer Platz für verschiedene Ansichten. Der Pilot Whitaker jedenfalls bewältigt seine schwerste Prüfung ganz am Anfang, der Mensch Whitaker erst ganz am Ende.

Kurz zur Technik der BluRay: super scharfes und sauberes Bild, schön natürlich wirkende Farben, nur manchmal zu erkennende CGI-Effekte. Die Kameraarbeit ist geprägt von angenehm ruhigen Einstellungen und Schnitten ohne Hektik. Ausgenommen davon ist natürlich die famos umgesetzte Absturzsequenz am Anfang des Films, bei der man nur hofft so etwas nie selbst erleben zu müssen. Zum tollen Film passt der hervorragende Soundtrack, der sich nie aufdrängt sondern nur dort unterstreicht wo er soll. Alles in allem ein prima Gesamtpaket von Film: gute und interessante Story, klasse Schauspieler (John Goodman erinnert in seiner Rolle als Dealer lustigerweise sehr an Walter aus The Big Lebowski) bis in die Nebenrollen, gute Dialoge bei denen man gerne zuhört, schöne Kameraeinstellungen, toll abgestimmter Soundtrack und Bild sowie Ton ohne jeden Makel.
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5.0 von 5 Sternen Super Film, 2. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flight [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Inhalt vom Film wird ja in der Beschreibung schon ausreichend dargestellt. Der Film hat mir hervorragend gefallen. Aus meiner Sicht ein super toller Film!
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5.0 von 5 Sternen Oscarreife Schausspielerleistung in einem beeindruckenden Film, 27. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Flight (DVD)
Captain Whip Whitaker ist Pilot – und Alkoholiker!
Als einer seiner Linienflüge abzustürzen droht, schafft es Whitaker, die Maschine in einem atemberaubenden, nicht zu glaubenden Manöver wieder unter Kontrolle zu bringen und notzulanden. Viele Menschenleben werden gerettet und Whitaker wird als Held gefeiert. Bis dann ein Untersuchungsausschuss in Whitakers Leben herumwühlt und so einiges zu Tage fördert, das seinen Ruf als Held zerstören könnte.

*

Robert Zemeckis als Regisseur und Denzel Washington als Hauptdarsteller, da musste eigentlich ein guter Film dabei herauskommen. Und in der Tat: “Flight” ist außergewöhnlich spannend und schauspielerisch auf höchstem Niveau.

Auch wenn der dramatische (und durchaus sehenswerte) Absturz der Maschine beziehungsweise die daraus resultierende Rettungsaktion des Piloten im Nachhinein unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen wirkt, im Film funktioniert sie auf jeden Fall. Man hält den Atem an und fiebert mit. Ob das Ganze technisch in der Realität überhaupt möglich wäre, vergisst man in jenen Momenten.
Aber der Absturz der Maschine und deren Rettung ist schließlich nur der Auslöser für einen bestechenden Film über einen Mann, der bereits alles verloren zu haben schien und dennoch weiterkämpft.

Denzel Washington läuft während des Films zur Höchstform auf. Es pasiert nicht sehr oft, dass man einem Schauspieler den Spaß und die Freude am Dreh derart ansieht. Washington spielt seine Rolle so gut, dass man oft vergisst, dass es nur ein (Schau-)Spiel ist. Überzeugend zeigt er uns, wie es ist, dem Alkohol verfallen zu sein und dagegen anzukämpfen.

Es gibt die ein oder andere Szene, die nicht glaubwürdig wirkt (was aber nicht an Washington, sondern eher am Drehbuch liegt), über die man aber gerne hinwegsieht, wenn man an das Gesamtwerk denkt.

“Flight” ist einer jener Filme, die einem alleine schon aufgrund der hohen Schauspielkunst des Hauptdarstellers im Gedächtnis haften bleiben. Hier wird ein menschliches Drama geboten, das fesselt und unterhält. Was will man von einem Film mehr?

*

Fazit: Oskarreife Schauspielerleistung von Denzel Washington in einem beeindruckenden Drama von Robert Zemeckis, das leider an ein paar wenigen Drehbuchschwächen leidet, die man aber allzu gerne übersieht. Absolut empfehlenswert!

© Wolfgang Brunner
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4.0 von 5 Sternen Sehenswertes Drama mit lustigen Sequenzen, 24. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Flight (DVD)
Der Pilot William „Whip“ Whitaker (gespielt von Denzel Washington) ist schwerer Alkoholiker, der auch nicht dem Kokain und schönen Frauen abgeneigt ist. Nach einer durchzechten Nacht steigt er ins Cockpit und gerät in eine Notsituation, die er durch ein ungewöhnliches Flugmanöver meistert und rettet so vielen Menschen das Leben. Zunächst wird er als Held gefeiert, aber dann findet die Flugaufsicht die Spuren seines Alkoholkonsums kurz vor dem Flug. Es beginnt eine Zeit der Sühne und Läuterung. Flight möchte ein Drama sein, aber der Regisseur konnte nicht entschieden genug bleiben und hat witzige Passagen eingestreut, das wirkt etwas inkonsequent in der Umsetzung.

Letztendlich bleibt Flight aber ein Film in angenehmer Erinnerung, den ich gerne gesehen habe und der empfehlenswert ist.
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5.0 von 5 Sternen sehr eindrücklicher Film über einen Alkohol-abhängigen Piloten, der eine wahre Heldentat vollbringt, 2. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Flight (Amazon Instant Video)
...und doch dem Alkohol nicht entfliehen kann, der sein Leben und das vieler Anderer so zerstört. Und immer bleibt es spannend, wie die Geschichte ausgehen wird.
Absolut sehenswert! Mit dem beeindruckenden Hauptdarsteller kann man sich tief identifizieren, so bewegend.
Im klaren Handlungsstrang werden soviel Emotionen (Abgründe von Alkohol, Drogen, Lebensfrust, Freude am Leben in Todesnähe, Vaterglück, Freundschaft, Freude am Fliegen) vermittelt, sodass man mit ihm lachen, schmunzeln und weinen kann. Zeitweise sitzt man staunend da ob der genial gemachten Absturz-Szene, wow.
Wunderbarer Film. Für Kinder nicht geeignet, sexuelle Nackt-Szenen am Anfang.
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5.0 von 5 Sternen Hervorragender Film, 19. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flight [Blu-ray] (Blu-ray)
Denzel Washington wirkt in seiner Rolle als alkoholkranker Pilot sehr glaubwürdig. Der Film hat mich sehr bewegt und lange habe ich über das Thema Alkoholismus und die Macht, die diese Krankheit auf einen Betroffenen ausüben kann, nachgedacht.
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