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62 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnder Psychoschocker der intelligenten Art
Die bis ins kleinste Detail perfekt durchdachte Handlung von einem Polizisten (Leonardo Di Caprio), der einen Fall in einer Anstalt für psychisch gestörte Gewaltverbrecher übernimmt, an dem er persönliches Interesse zeigt, da einer der Insassen für den Tod seiner Frau verantwortlich sein soll, nimmt den Zuschauer vom ersten Moment an gefangen und...
Veröffentlicht am 6. Januar 2011 von Alf Herrberg

versus
20 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommt nur langsam in Fahrt
Ich habe bisher von Shutter Island noch nichts gehört und als mein Mann den Film in den Player geschoben hat, war ich mehr als neugierig, was sich hinter dem Titel verbirgt. Achtung - die nun folgende Rezi enthält einige Spoiler:

2 US-Marshalls reisen auf die Insel "Shutter Island" um dort den Ausbruch einer psychisch kranken Mörderin zu...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2010 von Daisy


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62 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnder Psychoschocker der intelligenten Art, 6. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Shutter Island (DVD)
Die bis ins kleinste Detail perfekt durchdachte Handlung von einem Polizisten (Leonardo Di Caprio), der einen Fall in einer Anstalt für psychisch gestörte Gewaltverbrecher übernimmt, an dem er persönliches Interesse zeigt, da einer der Insassen für den Tod seiner Frau verantwortlich sein soll, nimmt den Zuschauer vom ersten Moment an gefangen und lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los. Ebenso wie der Protagonist von einem verstörenden Ereignis zum nächsten stolpert, stellen sich auch für den Zuschauer immer verwirrendere Fragen: Wer sagt hier eigentlich noch die Wahrheit und wer lügt? Wie tief steckt die Hauptperson in dieser Sache mit drin?

Scorsese nutzt jedes Mittel von der Musik über die Kameraführung und den Schnitt bis hin zur Bildschärfe, um die Story zu unterstreichen und voranzutreiben. Nichts - und wirklich gar nichts - geschieht zufällig oder gar aus Versehen. Jede noch so kleine Ungereimtheit hat ihren Sinn. Zusammen mit dem Hauptcharakter fragt sich auch der aufmerksame Betrachter, ob manche Situationen überhaupt real sind. Als dann noch der Verdacht aufkommt, dass die Anstaltsleitung mit Drogen experimentiert und dieses in einem Komplott größeren Ausmaßes zu vertuschen versucht, wird schon klar, dass auch diese Information vermutlich nur eine weitere Spitze des Eisbergs darstellt.

Neben der atemberaubenden Umsetzung eines wirklich anspruchsvollen Plots und der perfekten Leistung der grandiosen Schauspieler (Leonardo Di Caprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley ...) enthält dieser Film auch eine Kritik am unmenschlichen Umgang mit psychisch kranken Menschen vor gar nicht allzu langer Zeit.
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41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "You'll Never Leave This Island.", 8. Februar 2011
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Wenn Federal Marshall Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) von einem der Insassen der Nervenheilanstalt auf Shutter Island diese Prophezeiung an den Kopf geworfen bekommt, ist man fast schon geneigt, ihr zu glauben, denn der vermeintlich wohlwollende Anstaltsleiter Dr. Crawley (Ben Kingsley) scheint zusammen mit dem deutschen Psychiater Naehring (Max von Sydow) im Namen der Regierung teuflische Experimente durchzuführen. Zudem schreiben wir das Jahr 1954, und ein deutscher Psychologe in Naehrings Alter dürfte eine gewisse Vorgeschichte haben. Und außerdem mehren sich recht rasch die Anzeichen dafür, daß Teddy Daniels, der mit einem Kollegen, den er nie zuvor gesehen hat, zusammenarbeitet, unter fadenscheinigem Vorwand auf diese Insel gelockt worden ist, denn wie soll es Rachel Solano, die geisteskranke Kindsmörderin, deren Verschwinden er hier untersuchen soll, von hier auf das Festland geschafft haben?

Wem kann Teddy Daniels auf dieser zur Nervenheilanstalt für geistesgestörte Straftäter umgebauten Insel überhaupt noch trauen? "You'll never leave this island", klingt da nicht länger wie das Gerede eines Geisteskranken - und gleichzeitig erinnert die hoffnungslose Isolation unseres Helden inmitten eines Meers von Verschwörung und Wahnsinn an Joseph Conrads Beobachtung "We live as we dream - alone", die die Quintessenz seines Romans "Heart of Darkness" ist.

Mit "Shutter Island" (2010) hat Martin Scorsese mehr als nur einen spannenden Psychothriller mit Elementen des Film noir geschaffen - aber es ist ihm eben auch nichts Geringeres als eben dies gelungen. Daniels ist ein zerrissener Mann, dessen Ich sich zu Anfang des Filmes lädiert - mit einem Pflaster auf der Stirn - aus der Taufe eines Waschbeckens erhebt, und das "Pull yourself together", das sich der Protagonist vor dem Spiegel zuraunt, kann durchaus wörtlich verstanden werden im Sinne des "Vergewissere dich deiner Identität!" Recht früh wird klar, daß es Daniels nicht in erster Linie darum zu tun ist, die verschwundene Rachel Solano wieder aufzuspüren, sondern daß er einem Komplott hinterherjagt, das die Anstalt im Zusammenspiel mit der Regierung eingegangen ist. Dabei steigen dann auch die Geister seiner Vergangenheit aus ihren Gräbern - seine Rolle bei der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau ebenso wie seine von Verdrängung quälender Schuld belastete Ehe mit einer Frau, die er schließlich durch einen heimtückischen Mord verliert. Wichtig ist ihm hierbei aber festzuhalten, daß seine Frau nicht durch das vom wahnsinnigen Hausmeister gelegte Feuer verbrannte, sondern durch den Rauch erstickte. Später wird man erkennen, daß Ersticken wirklich ihre Todesursache war, auch wenn Daniels sich mit all seinen weiteren Anmerkungen zu ihrem Tod im Irrtum befand.

Wem diese meine kryptischen Andeutungen zu wirr und zu unbefriedigend erscheinen, der ist mit "Shutter Island" unter Umständen nicht wirklich gut bedient, denn Scorsese tut mit seiner Bilderflut aus Erinnerungen, Träumen und bildgewordenen Ängsten des Protagonisten im Grunde nichts anderes als den Akt des Sich-Zusammen-Reißens Daniels' mit all seinen Rückschlägen abzubilden, wenn dabei auch manche Einzelheiten im nachhinein als Winke mit Zaunpfählen erscheinen. So ist die Figur des wahnsinnigen Hausmeisters Laeddis (Elias Koteas) mit der riesigen Narbe, die sich quer durch sein Gesicht zieht, und den beiden verschiedenfarbigen Augen eigentlich ein sehr oberflächlicher Griff in die Freudianische Klischeekiste, aber viele der anderen Gesichte Daniels', die Scorsese an uns vorbeiziehen läßt, sind von irrer Intensität. DiCaprio gelingt es, uns für die Figur des verzweifelt suchenden und noch verzweifelter nicht sehen wollenden Daniels einzunehmen, und sie trotz ihrer Schattenseiten, wie etwa ihrer nur schlecht unter der Maske von Professionalität versteckten Wut und Aggression, nicht fremd oder unsympathisch erscheinen zu lassen, während Kingsley und Sydow ihre Charaktere zwar dämonisch - wen würde die Machtfülle eines Psychologen auf einer Inselanstalt nicht verängstigen -, aber nicht eindimensional spielen.

So macht es denn auch nichts, sollte man wirklich schon während des ersten Ansehens hinter das Geheimnis von "Shutter Island" kommen, denn ganz so unstrittig wie es das Feature "Historische Entwicklung der Psychiatrie in den USA" auf der DVD erscheinen lassen will, ist die Auflösung der Story meiner Meinung nach denn doch nicht. Darüber hinaus lohnt dieser Film auch ein zweites und sogar ein drittes Ansehen im Wissen um seine Mehrdimensionalität, erscheinen einem viele Szenen und das Verhalten der einzelnen Personen dann doch in einem ganz anderen Lichte, das den Zuschauer befähigt, die Ambivalenz, mit der Scorsese seinen Film ausgestattet hat, vollends zu goutieren.

Ja, "Shutter Island" ist mehr als eine Mischung aus Thriller und Film noir. Er ist ein Kommentar zum Sendungsbewußtsein und zu den Irrwegen der modernen Psychologie, und er ist eine Symphonie des Grauens, das daraus resultiert, daß wir es letzten Endes selbst sind, die unsere eigene Realität konstruieren, wobei wir mitunter in Sackgassen enden, aus denen keiner unserer Hilfeschreie unverzerrt in das Leben der anderen dringt.

Und, last not least, ist "Shutter Island" wohl der letzte Beweis dafür, daß Scorsese mit DiCaprio das gelungen ist, was ein anderer Regisseur, Anthony Mann, mit einem anderen Schauspieler, James Stewart, schaffte - nämlich aus einem festgelegten Typus einen ernstzunehmenden Charakterdarsteller zu formen.

Wem mein Quark aus Metaphern und Andeutungen nicht behagt, der sei vor diesem Film gewarnt. Allen anderen indes wünsche ich, daß sie für sich eine zufriedenstellende Antwort auf die immer und immer wieder von Daniels gestellte Frage finden mögen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zweite Chance, 2. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Shutter Island (DVD)
Nachdem ich mir diesen Streifen im Kino angesehen habe, war ich eher ernüchtert als fasziniert. Ab der Hälfte des Films konnte ich mir das Ende in etwa ausmalen. Ich dachre mir: "Nichts Neues", was es schlussendlich ja auch ist: nichts Neues. Ich verdrängte ihn wieder bis ich ihn als DVD wieder in den Händen hielt und ihm noch eine Chance gab, sich in meinen DVD-Regalen gemütlich zu machen.
Ich schaute ihn mir ein zweites mal an und fande schon viel mehr interessante Kleinigkeiten als im Kino und somit stieg er schon in meiner Beliebtheit; mal ganz zu schweigen von der technischen Umsetzung, die ist mehr als gelungen.
Als ich ihn mir ein drittes und viertes mal einverleibte wurde ich zum Fan dieses Films und auch von Di Caprio. Mich fesselt am meisten die Atmosphäre und die Kulisse, in welche die Handlung sich abspielt. Auch wenn es ja nichts Neues ist. Aber wann gibt es schon etwas gänzlich Neues aus Hollywood? Die meisten Filme haben irgendwie, irgendwo und irgendwann einen ähnlichen Vorgänger oder Nachfolger. Mehr oder weiniger Bessere oder Schlechtere. Genau wie es zigtausend verschiedene Rezepte von thüringer Kartoffelklößen gibt, keines davon ist das falsche oder richtige.

Die Handlung hatte schon ettliche Vorgänger, allerdings nicht in diesem Maße und nicht mit solch brillianten Schauspielern wie Di Caprio und Ben Kingsley die es verstehen mit subtilen Gestiken und Bemerkungen eine dichte Umgebung zu schaffen. Meiner Meinung ist die Darstellung (SPOILER) des angeknacksten Protagonisten, welcher sich im Verlaufe des Films als ziemlich kaputt heraustellt einfach sehr gut gespielt, die Figur kommt schlichtweg an. Allein der Blick von einem Kingsley lässt einem um so vieles bangen.
Eventuell die Musik ist teilweise ein bisschen fehl am Platze, aber darüber kann man hinweghören da das Gesamtkonzept passt. Die Dialoge sind teilweise auch sehr morbide und zeigen so manchen menschlichen Abgrund auf.

Alles in Allem ist es ein gelungener Film der von mir 5 Sterne verdient, was natürlich rein subjektiv ist. Ich finde ihn verdammt gut gestaltet und umgesetzt und es lohnt sich, diesen Film anzuschauen.

kleiner Tipp: Das Ende haut so manches wieder raus und man muss genau, hinschauen und zuhören um es richtig einschätzen zu können. Es ist kein offenes Ende!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Regisseur Scorcese spielt fairerweise mit offenen Karten, 27. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Shutter Island (DVD)
Der Film wirkt zugegebenermaßen merkwürdig.
Zwei US-Bundes-Marshalls kommen 1954 auf die Insel Shutter Island, wo eine Irrenanstalt steht, aus der eine Patientin geflohen ist.
Warum kennen sich die beiden Marshalls nicht?
Warum kann Chuck das Hoslter seiner Pistole nicht vom Gürtel ziehen?
Warum reagieren die bewaffneten Polizisten so merkwürdig an der Fähre?
Warum wirken die verhörten Patienten, als hätten sie sich abgesprochen?

Fragen über Fragen, die den Film merkwürdig wirken lassen.
Natürlich gibt es am Schluss eine überraschende Wendung, einen so genannten Plot-Twist, der alles erklärt.
Einige werden jetzt vielleicht sagen "boaeh, ich habe die Pointe schon nach 30 Minuten erraten", aber ich meine, dass das nur deshalb gelungen sein könnte, eben weil der Film so viele merkwürdige Fragen aufwirft.

Da muss man Regisseur Scorcese zugute halten, dass er zumindest viele Andeutungen und Hinweise in den Film gestreut hat, und mit offenen Karten gespielt hat, und nicht durch Vorenthalten von Informationen den Zuschauer bis zur letzten Filmminute hinters Licht geführt hat.

Mit dieser Rezension kann jetzt klarerweise nur jemand etwas anfangen, der den Film gesehen hat.
Mein Tipp: Am besten den Film - so wie ich - gleich 2x hintereinander gucken. Es lohnt sich!

Was mir besonders an dem Film gefiel: Die Farbgebung. Kulisse und Farben wirkten einerseits wie ein Abenteuerfilm aus den 50er Jahren, andereseits durch die Special-Effekts und die klare Optik sehr modern. Eine Gratwanderung zwischen melancholische Ästhetik und modernem Kino, die Scorcese m.E. gut gelungen ist.

Darüber hinaus hat der Film ein TOP-Casting mit Mark Ruffalo, Ben Kingsley und Max von Sydow und Captain Stottelmeier aus der Serie "Monk" in einer Nebenrolle.
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99 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schrammt knapp an einem Meisterwerk vorbei, 8. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Shutter Island [Blu-ray] (Blu-ray)
Mit Filmen wie "Goodfellas" oder "Taxi Driver" bewies Scorsese bereits, dass er in der Lage ist Meisterwerke zu schaffen. Sicher ist die hohe Erwartungshaltung an ihn und der für mich wieder einmal anders verheißende Trailer nicht gewinnbringend für den Film.

"Shutter Island" ist eine Gefängnis-Insel auf der sich eine psychiatrische Anstalt befindet. Eine gefährliche Patientin verschwindet auf ihr spurlos. Geleitet wird diese Anstalt durch Dr. Cawley (Ben Kingsley), der zu Beginn die Ermittlungen unterstützt. Die US-Marshalls Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und Chuck Aule (Mark Ruffalo) werden mit dem Fall betraut und sollen ihn aufklären. So scheint es...

"Shutter Island" gibt sich nach kurzer Zeit als reiner Psycho-Thriller im Noir-Style zu erkennen. Dies sollte bei der Betrachtung und Bewertung des Films berücksichtigt werden. Scorsese verzichtet bei der Inszenierung (Kameraarbeit, Cuts etc.) auf unnötige Spielereien. Visuell allerdings bietet Scorsese beeindruckende Bilder. Besonders bei den Rückblenden von DiCaprios Traumas. Diese Sequenzen wirken gewollt surreal und sind die Stärksten Momente des Films. Das zweite Standbein in diesem Film bildet die glänzend aufgelegte Schauspielerriege. Diese agieren (vorallem die Hauptcharakteren) durchweg auf gutem Niveau und können wohl dosiert Höhepunkte setzen. Allerdings hat Scorsese die meisten Höhepunkte auf Herrn DiCaprio ausgerichtet. Das wirkt sich für mich nicht negativ aus, weil dieser wieder genialen Leistungen zeigt.

Riesige Schwächen zeigt dieser Film für mich nicht, dennoch fallen für mich Kleinigkeiten störend ins Gewicht. Das Ende ist bei der Entwicklung des Films nicht mehr ganz überraschend. Den Aha-Effekt den ich bei "The Sixth Sense" hatte, spürte ich hier nie. Das liegt auch daran, dass der Film anders angelegt ist. Während des ganzen Films werden absichtlich immer wieder Hinweise gestreut, die eine gewisse Vorahnung entstehen lassen. Neben kleineren längen im Mittelteil des Films für mich die größte Schwäche. Dazu trägt bei, dass bei dieser Art von Filmen die Faszination beim zweiten Ansehen etwas leidet.

Trotz dieser Schwächen ist "Shutter Island" ein sehr guter Thriller. Spannend, manchmal an Hitchcock erinnernd, toll inszeniert und vorallem mit einer starken Schauspielerriege ausgestattet. Leider reicht er nicht ganz an Scorseses absolute Meisterwerke heran, für Freunde spannender Unterhaltung dennoch eine klare Kaufempfehlung.

Die Blu-ray:

Die Bildqualität bewegt sich auf sehr gutem Niveau. Durch die optimal dargestellten dunklen Szenen, wird die Atmosphäre dieses Films super eingefangen. Der Schwarzwert ist perfekt, dunkle Flächen sind gesättigt, ohne dabei zu viele Details zu verschlucken und störendes Bildrauschen sucht man vergebens. Natürlich stehen die Tageslicht-Szenen dieser Qualität ebenfalls in nichts nach. Besonders der optimale Kontrast sorgt hier dafür, dass die hellen Flächen nie überstrahlen. Überhaupt ist die Schärfe sehr gut und die Detailzeichnung des Bilds ist in den Nahaufnahmen ebenfalls überzeugend. Concorde überzeugt auch in der Tonqualität und lässt manch anderen großen Publisher alt aussehen. Endlich steht eine deutsche Fassung dem englischen Originalton in nichts nach. Die Filmmusik ist kristallklar und Dialoge immer verständlich. Bei manchen Dialogen werden sogar die Surround-Lautsprecher genutzt (Traumsequenzen). Ebenso die Umgebungsgeräusche etwa bei Gewitter. Hier werden beim Donner der Bass ordentlich gefordert. Klasse, nur so rechtfertigen Blu-rays ihren hohen Preis und stellen auch tatsächlich einen Mehrwert beim Heimerlebnis da. Für Leute, die sich für Extras interessieren, bietet auch diese Blu-ray nur nur sehr wenig an (zwei doch recht sehr kurze Dokumentationen).
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gut gemacht, 2. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shutter Island [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film ist wirklich sehr mysteriös. Mir hat er sehr gut gefallen und Besonders das Ende war sehr überraschend. Für einen gemeinsamen Filmabend kann ich ihn nur weiterempfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend von Anfang bis Ende, 25. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Shutter Island (DVD)
Ein ganz toller Film, der an Spannung streckenweise kaum zu überbieten ist. Von der ersten Sekunde an unglaub überzeugend geschauspielert mit sehr tiefgängiger Story und klasse Charakter-Darstellern. War eigentlich früher nie ein Fan von DiCaprio gewesen, aber seitdem hat er mich vollends überzeugt. Im Verlaufe des Films wird wirklich alles aufgeschlüsselt und das Ende ist keineswegs vorhersehbar. Dafür die bestmögliche Bewertung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz starker Tobak, 26. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Shutter Island (DVD)
Ich dachte, ich hätte mit Inception oder Wolf of Wallstreet die Grenzen von Leonardo DiCaprio erfahren. Falsch. Dieser Film sprengt alles. Man darf vorher keine Informationen über den Film lesen, das macht vieles schnell kaputt. Man muss sich darauf einlassen, dass man plötzlich mitten im Film an eine Wand geworfen wird und nichts mehr so ist wie es schien. Grandioses und anspruchsvolles Kino ...
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71 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Every Man is an Island - von dieser Insel gibt's kein Zurück., 13. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Shutter Island (DVD)
Martin Scorsese hat es sicherlich nicht leicht, schließlich hat der Hollywood-Veteran schon zahlreiche Mammut-Produktionen auf gutem Niveau realisiert und treibt damit die Erwartungshaltung seines Publikums in ungeahnte Höhen. Mit 'Shutter Island' ist einem der großen Könner Hollywoods ein handwerklich perfekter und dramaturgisch fesselnder Film gelungen, der aber ab und an auch seine vermeidbaren Längen besitzt. Scorsese führt seine Zuschauer dabei zunächst geschickt an der Nase herum, lässt seinen Chefermittler den vermeintlich obligatorischen Ermittlungsaufgaben nachgehen, bevor der US-Regisseur das wahre Schicksal Daniels' auf Shutter Island aufklärt.

Was gibt es auf der Gefängnisinsel für geistige kranke Straftäter vor Boston eigentlich zu ermitteln? Der spurlose und schier unmögliche Ausbruch einer Mörderin stellt die Gefängnisleitung und die gesandten US-Marshals Ted Daniels und Chuck Aule vor große Rätsel. Bei der anschließenden Spurensuche stoßen die beiden Ermittler auf zahlreiche vermeintlich bewusst inszenierte Widerstände des gesamten Klinik- und Gefängnispersonals. Dabei wird der Ex-Soldat Daniels immer wieder von bizarren Träumen von dem Tod seiner Frau, die einem Brandstifter zum Opfer fiel, und den wahnsinnigen Bildern, die sich seit der Befreiung von deutschen Konzentrationslagern tief in sein Gedächtnis eingebrannt haben, geplagt.

Dass Scorsese ein Künstler ist, der sein Handwerk versteht, ist nicht zu übersehen und zu überhören. Die dramatische Filmmusik ist sorgsam ausgewählt und unterstützt die beängstigende Atmosphäre auf Shutter Island perfekt. Die Hommage an die großen, klassischen Thriller Hollywoods präsentiert zudem ein bis ins kleinste Detail hervorragend ausgestattete Kulisse, psychedelisch-surreale Traumbilder, erschütternde Kriegsbilder aus deutschen Konzentrationslagern und überzeugende Schauspieler: Ben Kingsley als charismatischer aber undurchschaubarer Psychiater, Max von Sydow als wortgewandter und provokativer Kollege, Leonardo di Caprio als engagierter und mutiger US-Marshal und Mark Ruffalo als durchtriebener Partner Daniels'.

Doch 'Shutter Island' kommt leider nicht ganz ohne Tadel aus: Der entscheidende Wendepunkt der Handlung kommt zu früh und unspektakulär, so dass man fast nicht glauben kann, dass sich die Handlung nicht noch einmal in eine andere Richtung entwickelt. Hier wäre es unter Umständen ratsam gewesen, das Puzzle nach und nach konsequenter durch Daniels zusammensetzen zu lassen, was aber auch die Laufzeit des Films wahrscheinlich deutlich verlängert hätte. Im Verhältnis zu diesem dramaturgischen Manko wiegen allerdings die obigen Pluspunkte, man beachte beispielsweise auch die fein ausgearbeiteten Dialoge, derart schwer, dass die Höchstpunktzahl für einen atmosphärisch dichten und toll ausgestatteten Film gerechtfertigt ist.
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5.0 von 5 Sternen Inhaltsangabe und kurze Analyse, 15. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shutter Island (DVD)
Hallo Film-Freunde.
Im Zuge meines Studiums durfte ich mich mal etwas intensiver mit diesem Machwerk auseinander setzen. Ganz nüchtern betrachtet erwartet den klassischen Kinobesucher/Filmkonsument ein gelungener Unterhaltungsthriller, den ich gerne mit 5 Sternen bewerte und empfehlen möchte. Namenhafte Schauspieler machen tatsächlich, wofür sie engagiert wurden und spielen sehr gut. Die deutsche Synchro ist wie gewohnt perfekt. Für den Filmwissenschaftler kein Fass ohne Boden, aber eben ein Unterhaltungsfilm, den man sich gerne ansieht.
Von nun an Spoiler-Gefahr:
Inhaltsangabe
Im Film Shutter Island (Martin Scorsese, 2010) wird der U.S. Marshal Teddy Daniels (Leo-nardo DiCaprio) im Jahre 1954 mit seinem Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) in die Psychiatrische Klinik Ashecliffe auf Shutter Island geschickt, um dort das spurlose Verschwinden einer Patientin aufzuklären. Die Anstalt und das dort arbeitende und lebende Personal, besonders der Klinikleiter Dr. Cawley (Ben Kingsley), sind den Marshals gegenüber distanziert und wenig an der Aufklärung des Verbrechens interessiert. Immer wieder wird Teddy Daniels von Albträumen und Visionen seiner verstorbenen Frau geplagt, während sich die Hinweise auf einen 67. Patienten verdichten, obwohl Ashecliffe angeblich nur 66 führt. Das von Beginn an vorherrschende Gefühl, dass die Insel und ihre Bewohner etwas verbergen, steigert sich bei Teddy Daniels immer mehr und eskaliert letztlich durch das Verschwinden seines Partners Chuck Aule. Teddy Daniels flüchtet in einen Leuchtturm, wo Dr. Cawley ihn bereits erwartet. Dieser klärt den verwirrten Teddy Daniels darüber auf, dass er der 67. Patient von Ashecliff sei und sein richtiger Name Andrew Laeddis ist. Früher sei er tatsächlich U.S. Marshal gewesen, bis seine Frau Dolores Chanal (Michelle Williams) die gemeinsamen drei Kinder ertränkt habe, woraufhin er seine Frau ermordet habe. Um die Schuld zu verdrängen habe er die Persönlichkeit von Teddy Daniels erschaffen. Nach dieser Konfrontation gesteht sich Andrew Laeddis/Teddy Daniels den Mord an seiner Frau ein. Am nächsten Tag sieht er sich allerdings wieder als U.S. Marshal Teddy Daniels, der in Ashecliffe einen Fall zu lösen hat. (Vgl. Klappentext DVD)
Schlüsselkonzepte des Films
Im Film Shutter Island wird der Zuschauer von Beginn an vor verwirrende Situationen gestellt, die er häufig nicht einordnen kann und es auch nicht können soll. „Der Zuschauer beobachtet, wie sich die Handlung langsam entfaltet und wird – rein theoretisch – den Großteil des Films in verwirrender Unklarheit gehalten.“ (Toppe: „Aufgewärmtes schmeckt nicht“)
Von Beginn an arbeitet Scorsese mit einem intensiven Soundtrack, der den Zuschauer sofort von einer bedrohlichen Stimmung überzeugt, obwohl keine unmittelbare Gefahr für die zwei bewaffneten Marshals zu bestehen scheint. Außerdem sind Kameraeinstellungen und Schnitt darauf bedacht, die Kulisse so bedrohlich wie möglich zu inszenieren. Weiterhin wird diese Bedrohlichkeit durch klischeehaftes Einsetzen von unheimlich wirkenden ,Geisteskranken-Patienten’ der psychiatrischen Klinik aufrecht erhalten. „Aus psychologischer Sicht trägt die-ser Film leider weiter zur gezielten Desinformation bei. […] Wenn es […] um […] psychische Krankheiten geht, wird einfach hingeklatscht, was an Stereotypen zu finden ist“ (Sandro Teuber, 2010).
Der Zuschauer bekommt also weniger ein Abbild des für 2010 üblichen Umgangs mit Geisteskranken, als vielmehr eine stereotyphafte Vorstellung, die an den Umgang mit Geisteskranken in den 1930er und 1940er Jahre erinnert, die häufig mit unmenschlichen Forschungsexperimenten im Interesse der behandelnden Ärzte verbunden sind. Hier sei auch nochmal erwähnt, dass der Film im Jahr 1954 spielt und somit nicht allzu weit von den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts entfernt liegt. Spannenderweise scheint jedoch dieses eigentlich veraltete Bild einer psychiatrischen Klinik in Verbindung mit der gekonnt bedrohlichen technischen Inszenierung immer noch großes Unbehagen und Schaudern beim Zuschauer zu verursachen, wodurch es seinen Zweck erfüllt.
Shutter Island spielt unter dem Deckmantel der ständigen Bedrohung und des vorherrschenden Wahnsinns mit dem Rezipienten ,Katz und Maus’. Der Film erreicht „den Kopf und das Bewusstsein der Rezipienten, indem sie selbst von Bewusstseinsprozessen wie Erinnern, Vergessen, Fantasieren und Träumen erzählen und dem Rezipienten Einblick und Zugang zum Bewusstsein der Protagonisten bieten (Bumeder 2014, 18).“ Das Dargestellte kokettiert also mit Empfindungen, die der Zuschauer kennt aber selbst nur schwer einordnen kann. Da diese Bewusstseinsprozesse steht’s immer etwas Unbekanntes mit sich bringen, können sie nur schwer kognitiv gesteuert und kontrolliert werden. Besonders das Fantasieren und Träumen können Menschen nicht steuern, wodurch es gleichsam einen geheimnisvollen Beigeschmack erhält. Außerdem steht es in enger Verbindung mit der im Film dargestellten Persönlichkeitsstörung des Protagonisten, dessen Verstand ihm einen Streich spielt und eine Kunstfigur ,erträumt’ bzw. herbei ,fantasiert’.
Die möglichen Antworten auf die durch die ambiguen Enden von Inception und Shutter Island aufgerufenen Fragen nach Realität und Identität werden (…) mit großer Leidenschaft und analytischer Hingabe diskutiert. Der ,Kreisel im Kopf der Rezipienten‘ (…) dreht sich nach der Kinovorstellung in Form von ,Gedankenspielen‘ weiter, die Filme bleiben (inter-)aktiv im Gedächtnis der meisten Rezipienten verankert (ebd.).
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Shutter Island
Shutter Island von Martin Scorsese
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