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am 17. Dezember 2013
Der zweite Teil der Hobbit-Trilogie gewinnt an Schwung und Unterhaltungswert, und wahrscheinlich auch an Fans, verliert jedoch J.R.R. Tolkien.

Eines wird sehr bald klar: „Eine unerwartete Reise“ und „Smaugs Einöde“ sind zwei Brüder, die sich nicht annähernd in ihrem Wesen so ähneln wie Kili und Fili, sondern sich unterscheiden wie Tag und Nacht.Ihre Gemeinsamkeit ist zum einen der Titel, der sich auf den Roman „Der Hobbit“ von Tolkien beruft, obgleich es sich keines Falls um eine Verfilmung dieses Werks handelt, das der Altmeister der Fantasy damals für seine Kinder schrieb. Schon der erste Teil war weniger eine Romanverfilmung, als eine Aufzeichnung all der weltbewegenden Ereignisse und Verwicklungen, die, wie man in Tolkiens anderen Werken nachlesen kann, zur Zeit von Bilbos Reise stattfanden und alle direkt oder indirekt damit verknüpft waren. „Eine unerwartete Reise“ hielt sich vordergründig lose an „Der kleine Hobbit“ und hintergründig an Schriften wie „Das Silmarillion“ oder „Nachrichten aus Mittelerde“; „Smaugs Einöde“ hält sich vordergründig lose an den kleinen Hobbit und hintergründig an nichts und niemanden.

Um aus einem Kinderbuch einen Film für Erwachsene zu machen, wurde sich mehr auf die großen Zusammenhänge konzentriert, die im Roman unsichtbar bleiben, die Ereignisse am Ende, sowie die Geschichte des Herrn der Ringe zu verstehen helfen. Die Verknüpfung der verschiedenen Handlungsstränge ist dabei tatsächlich sehr gelungen, sie gibt zu verstehen, dass nichts auf Bilbos Reise Zufall war, und dass es Gandalf, als er Bilbo und die Zwerge zusammenführte, um weitaus mehr ging, als um die Widergewinnung Erebors für den thronlosen König unter dem Berg. Entgegen dem Buch gewinnt der Ring schon mehr an Bedeutung und an Gefahr; die Zusammenhänge zwischen jenem Schatz, dem Drachen und der Schattengestalt in Dol Guldur, die sich (SPOILER) als Sauron zu erkennen gibt, werden mit verschiedenen, teils subtilen Mittel unmissverständlich gemacht.

Gegenüber dem ersten Film verliert „Smaugs Einöde“ an Humor und Leichtigkeit, die augenzwinkernden Vorgänge, wie das Eintreffen in Beorns Haus wurden zugunsten panischer Fluchten aus dem Script gelöscht, der Gesang und die Witze verschwanden aus der Gemeinschaft, und selbst das Lied zum Abspann, „I see fire“ verbreitet eine ganz andere, melancholischere, wehmütigere Stimmung als noch „The song oft he lonely mountain“, rühmt die Treue der Gemeinschaft und die Ehre in einem aufrechten Tod im Feuer.

Außerdem wurden im Zuge dieser Umwandlung der Kindergeschichte viele der im Buch sehr einfachen Vorgänge verkompliziert. Der Zuschauer erfährt nie gekannte Hintergründe einzelner Handlungen und Geschehnisse, wie bereits in Teil Eins die Ursache für den Zwist zwischen den Zwergen und den Elben, sowie hier nun den Grund dafür, dass die Bürger (SPOILER) der Seestadt das Vorhaben der Zwerge, trotz aller Gefahren, feiern, oder dass der Arkenstein eine so enorme Auswirkung auf die Beteiligten hat. Damit wird wieder die Thematik der Macht und ihrer Verunreinigung des Einzelnen in die Geschichte miteingesponnen, die im „Herr der Ringe“ so an Bedeutung gewinnt und auch immer wieder durch die Anwesenheit des einen Ringes vorausgedeutet wird.

Man lernt des Weiteren die Welt der Menschen besser kennen, ihre dunkleren, zwielichtigeren Seiten, in Form der vergessenen, verkommenen Seestadt, die sich von bisher bekannten Orten wie Minas Tirith unterscheidet, durch ihre bunt gemischte Bevölkerung, und durch den Schmutz, die Armut, den Hunger, die Korruption, Gier und Furcht, die vorherrschen unter der Fuchtel des schmierigen, selbstherrlichen, tyrannischen Bürgermeisters, in dessen Rolle Stephen so Fry war zu brillieren.

Auch auf die Elben wird hier ein anderes Licht geworfen; die Waldelben unterscheiden sich von jenen, denen man in Bruchtal begegnet ist. König Thranduil in seinem Stolz und Eigensinn ist ein blondes Spielgelbild von Thorin. Anders als im Herr der Ringe, begegnen sich hier die verschiedenen Rassen von Beginn mit Misstrauen, das sich im Laufe der Zeit (SPOILER) bloß noch festigt – mit Ausnahme des Hoffnungsträgers Bilbo, dessen Rolle als Mittler zwischen den starrköpfigen Parteien sich mehr und mehr entwickelt.

Als Stimme der Vernunft zwischen den Rivalen soll offenbar auch die Elbin Tauriel fungieren, die schon sehr bald auf das im „Herr der Ringe“ ausgeführte Prinzip verweist, dass alle Teile der Welt zusammenarbeiten müssen, um sie sich von dem drohenden Übel des Bösen befreien können. Dennoch erweist sich der völlig frei erfundene Charakter jener Elben-Lara-Croft, der wohl als Schönheitsfleck das Angesicht des Filmes zieren sollte, als eindeutiger Schönheitsfehler und als feiges Nachgeben gegenüber einem Kinoklischee. Die Dominanz der männlichen Charaktere in Tolkiens Werken ist eine Tatsache, wird es dennoch für notwendig gehalten eine Frauenquote für die Geschichten aus Mittelerde einzuführen, so ist die Erfindung einer prügelnden, Haken schlagenden, kampflustigen Wildkatze aus dem Finsterwald nicht der richtige Weg. Schließlich gibt es eine Reihe starker Frauen in Tolkiens Romanen, die sich jedoch, insbesondere wenn sie einer fantastischen Rasse angehören, durch ihre würdevolle, stille Macht auszeichnen, die der der Männer ihres Volkes weit überlegen ist, so wie es in „Eine unerwartete Reise“ in Galadriels Zusammentreffen mit Gandalf angedeutet wird. Tauriel hingegen gibt sich gleich als Charakter erkennen, der ein Kinopublikum unterhalten soll, und niemals in ihrer Form von Tolkien erdacht worden wäre.
Sie ist der Beginn all jener Elemente in „Smaugs Einöde“, für die sich keine Grundlage in Tolkiens zahlreichen Schriften finden, und die man dem alten Mann zuliebe besser einfach verworfen hätte. Als größtes Vergehen ist dabei wohl die (SPOILER) angedeutete romantische Verbindung zwischen Tauriel und Kili zu nennen, die man einfach als … bezeichnen will und aus dem Film fort wünscht. Sie ist nichts als eine Süßigkeit für die Kinozuschauer, die sich als billige Kalorie erweist, keinen Hunger stillt und bloß Fettgewebe erzeugt. Der Film mag vielleicht für den ein oder anderen dadurch an Unterhaltungswert gewinnen, er verliert jedoch seinen durch Tolkien vorgegebenen Charakter.

Die Wiedereinführung des Charakters Legolas hingegen ist zwar sinniger, wenn auch nicht unbedingt in dieser Form notwendig. Es erscheint unvermeidlich, ihn, als Prinz der Waldelben bei seinem Volk im Finsterwald anzutreffen, und selbst seine weitere Verwicklung in den Geschehnisse erklärt die Involvierung der Waldelben in den Ereignissen am Ende der Geschichte, in (SPOILER) der großen Schlacht, und hilft erneut, die Zusammenhänge der Machtverhältnisse und gefahrvollen Entwicklungen in Mittelerde zu verstehen. Dennoch wird er, der noch mehr als gewohnt wie ein blondierter Winnetou wirkt, auch mehr als Unterhaltungsfaktor genutzt, und lenkt mit seinem Skating auf Orkgliedmaßen, Polo mit Feindesschädeln und Ballett auf Zwergenköpfen unnötigerweise von den eigentlichen Handlungen ab. Das beste Argument für sein Dasein war jene winzige, charmante Szene, in der er Gloin nach dem Orkwechselbalg fragt, dessen Bild der Zwerg mit sich trägt und dieser ihm empört zu verstehen gibt, dass es sich dabei um seinen kleinen Jungen handle; Gimli.

Tatsächlich lenken die an allen Ecken und Kanten eingebauten Kämpfe, Prügeleien, Köpfereien ziemlich von den Charakteren ab, die unter Schwierigkeiten versuchen sich während der 161 Minuten weiter zu entwickeln. So zum Beispiel Thorin, der (SPOILER), als shakespearehafter, tragischer Held zwischen seiner Ehre und Treue und dem aufkeimenden Wahn zu schwanken beginnt. Dies, sowie sein Verhältnis zu seinen Gefährten kann allerdings nur eher kurz und oberflächlich angerissen werden; offenbar vertraut er Bilbo inzwischen wie einem seiner Mitstreiter und sorgt sich um seine Zöglinge Kili du Fili, ist zugleich jedoch noch immer der blind entschlossene, stolze und bittere König ohne Volk, dem kein Opfer für das Erlangen seines Ziels zu groß ist. Für Balins Sorge um Thorin und seinen Charakter lässt sich nicht allzu viel Begründung finden, da die Personen während des ganzen Films bloß von einer Schwierigkeit in die nächste hecheln und dabei wenig Zeit finden Entwicklung zu zeigen oder zu reflektieren. Auch die gewisse Romantik und Nachdenklichkeit, die immer wieder in Tolkiens Werken zu finden war, durch das innerhalten in der hektischen, beschwerlichen Handlung, das Grübeln, Erinnern, Träumen, geht beinahe gänzlich verloren. Der schnelle, schwungvolle Erzählstil widerspricht der weitschweifigen und beinahe poetischen Erzählweise die Tolkien verwendet.

Die Darstellung von Galdalfs Handlungsstrang, seinen Geschäften, Befürchtungen und Entdeckungen ist hingegen sehr gelungen. (SPOILER) Saurons Rückkehr auf die Kinoleinwand ist geradezu beeindruckend, Gandalfs Wanderungen durch enge, finstere, verwinkelte Ruinen schürt die Gewissheit einer fatalen, verborgenen Gefahr, und die Darstellung des körperlosen Bösen, als es sich dem Zauberer schließlich zeigt, ist atemberaubend. Der Kampf, in dem Gandals weißes Licht den dichten schwarzen Schatten zerfetzt offenbart ein finsteres, bösartiges Geschwür, das im Herzen Mittelerdes sitzt und den Körper dieser Welt vergiftet. Alle Größe und Schrecknis des Dunklen Lords offenbart sich in dem Moment, in dem dann die Schatten verfliegen und sich sein Schemen wiederholt und wiederholt aus den Flammen schält, und dabei stark an das Bild des feurigen Auges erinnert, das über dem Schicksalsberg hängt und immer wacht. Diese Darstellung vermittelt unmissverständlich die Idee einer uralten, übermächtigen Bosheit. Außerdem hat der Zuschauer die Möglichkeit die Unendlichkeit seines (Saurons) Lebens und seiner Macht zu sehen, sowie zu erahnen, wie Mut und Kraft des Guten vor ihm und seinem Feuer zerschmelzen müssen.

Die Darstellung Bilbo Beutlins ist auch immer wieder lobend zu erwähnen. Martin Freeman gelingt es, die Art der Hobbits perfekt zu verkörpern und nun sowohl die von Gandalf oft erwähnte zähe, abenteuerlustige Tuk-Seite, mit der wohlbekannten gutmütigen, liebenswerten, friedliebenden Seite von Bilbos Persönlichkeit zu vereinigen. Mit seiner Einfachheit und Freundlichkeit sorgt er für Erleichterung zwischen den düsteren Momenten, garstigen Gestalten, hoffnungslosen Zerwürfnissen und seine unschuldige, unwissende Naivität lässt den Zuschauer immer wieder schmunzeln oder erstarren in dem Wissen mit welchem Feuer der Hobbit nichts ahnend während seiner Abenteuern spielt.

Auch Smaug verfehlt seine Wirkung nicht, langsam enthüllt sich mehr und mehr seine Größe und Grausamkeit, und gesellt sich zu ungemeinem Stolz, Größenwahn, Spott und Sadismus, der so klar wie die Massen seines Goldes hervor blitzt, als er sich daran ergötzt (SPOILER) mit Bilbo zu spielen wie eine hungrige Katze mit einer Maus. Der Dialog zwischen dem Hobbit und dem Monster ist auf seine eigene Art zauberhaft und unterhaltsam, trotz durchaus passabler Synchronisation muss ich an dieser Stelle ebenso den Originalton auf das Wärmste empfehlen; man muss einfach einmal Benedict Cumberbatch’s ehrfurchtsgebietende Stimme durch die riesigen Hallen des Zwergenreichs schallen hören!

Das Motiv des Feuers zieht sich durch den ganzen Film, als Symbol der Zerstörung und des Zerfalls, sowie der Gier und dem Stolz, der die einzelnen Beteiligten ins Elend stürzen wird. Eingeleitet von Thorins Vorhersage „If this ist o end in fire – then we will all burn together“ wird die letzte halbe Stunde des Filmes von Flammen und glühender Lava verzerrt, sowie von der üppigen Pracht und dem Reichtum Erebors überschwemmt, dass dem Zuschauer die Augen übergehen. Zum Ende hin laufen alle verschiedenen Handlungsstränge zusammen und vereinigen sich zu einem festen Knoten, der den Zuschauer fest einschließt. Bevor er platzt wird schließlich der Film platzen gelassen, (SPOILER) mit einem zornigen Smaug, der sich aufmacht, die Seestadt zu zerstören und Bilbos unheilschwangeren Worten „Was haben wir getan?“

Dabei ist es tatsächlich nicht er, das sich diese Frage stellen muss, viel mehr die Drehbuchautoren, die beschlossen haben die im Buch sorgfältig geschilderten Ereignisse zugunsten eines aus der Luft gegriffenen Subplots um eine frei erfundene Person zu kürzen, der nicht nur keinerlei Basis in den zahlreichen Schriften Tolkiens hat, sondern auch völlig unpassend sich von den regulären Handlungen und Charakteren abstößt wie ein entgegengesetzter Magnet. Die Erzählweise wurde zugunsten von Spannung und Sensation zurechtgestutzt und beschleunigt, bekannte und neue Charaktere wurden hineingeworfen, doch weniger um zu der Handlung beizutragen, als um das Publikum durch spektakuläre Kampfakte zu unterhalten. Dabei bleibt ihnen keine Zeit für Entwicklun und der Film gewinnt zwar an Spannung und an Unterhaltungswert, doch all dies auf eine oberflächlichere und alltägliche Weise, die sich nicht allzu sehr wie gewohnt durch die Charakteristika Tolkiens von üblichen Abenteuerfilmen zu unterscheiden weiß. Alles in allem lässt sich sagen, dass der Film zwar durchaus gute Unterhaltung bietet, jedoch auf die Kosten von Tolkiens Handschrift.
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Gandalf, Bilbo und die Zwerge durchqueren, gejagt von den Orks, die Ausläufer des Nebelgebirges, um das Ziel ihrer Reise, den einsamen Berg und das Zwergenreich Erebor, rechtzeitig zu erreichen. Doch bevor sie sich an die Aufgabe machen können, das Juwel der Könige vom Feuerdrachen Smaug zurück zu fordern, müssen sie sich im Düsterwald mit Spinnen, Elben und anderem Gesocks herumschlagen, so wie eine Möglichkeit, den Langen See zu überqueren, finden. Doch selbst wenn es ihnen gelänge, diese Herausforderungen zu meistern, wartet im Inneren des Berges noch eine übel gelaunte Bestie. Vielleicht wäre auch das noch zu verkraften, wenn nicht parallel ein uraltes Übel im Hintergrund seine Fäden ziehen und insbesondere Gandalf vor eine schicksalhafte Herausforderung stellen würde.

Ich empfand "Smaugs Einöde" im Kino als schwächsten Teil der "Hobbit"-Trilogie, da viele Szenen zusammenhangslos und lieblos aneinander gereiht wirkten. Natürlich war der Ablauf der Ereignisse auch bei der Kinoversion halbwegs nachvollziehbar, aber tatsächlich schafft es die vorliegende Extended Edition, mit ihrer knapp 20 Minuten längeren Laufzeit, aus dem mir verhassten Mittelteil einen viel besseren Film zu machen. Die Zusammenhänge zwischen vielen Ereignissen werden klarer, man erfährt wesentlich mehr vom Schicksal Thrains und auch die Abläufe rund um Bard und die Seestadt erhalten endlich eine klare Linie - ich sage nur "Schwarzer Pfeil" (ja, auch dessen Herkunft wird ausgiebig geschildert und er wird nicht mehr nur einfach so von der IKEA-Küchenbefestigung zur ultimativen Waffe). Demnach war ich sogar etwas entsetzt, wie sehr man einen eigentlich guten Film mit so vielen Kino-Schnitten regelrecht kastrieren kann, denn an für sich ist es äußerst schwer, mir meine geliebten Mittelerde-Filme madig zu machen.

Technisch ist die Scheibe, wie zu erwarten, erneut auf der Höhe der Zeit: Intensive Farben, klasse Schwarzwerte, vernünftiger Schärfegrad (in manchen Szenen durch diverse Weichzeichner (z.B. in Nahaufnahmen der Elben) stilistisch ausgesetzt) und eine deutsche Deutsch DTS-HD MA 7.1-Spur stehen für eine bemerkenswerte Blu-ray-Umsetzung. Insbesondere letztere lässt einen regelrecht in Tolkiens (und Peter Jacksons...) Welt versinken und lässt jeden Fan "mittendrin statt nur dabei" sein. Über tiefergehendes Technik-Blabla geben andere Rezensenten detaillierter Auskunft. Besonders bemerkenswert erscheint mir viel mehr die Masse an Extras zu sein, die (wie auch bei der Extended Edition des ersten Teiles) keine Wünsche übrig lässt. Von Einblicken in die Produktion des Filmes über eine Vorstellung der malerischen Drehorte bis hin zu Ed Sheerans Musikvideo zu "I See Fire" findet sich alles Wissenswerte geballt und in HD auf den hier beiliegenden Scheiben. Auch die Verpackung unterstreicht im Übrigen mit ihrer schicken Rahmung und dem Prägedruck den hochwertigen Eindruck dieser Ausgabe. Daher kann es am Ende eigentlich nur die Bestwertung geben, wenngleich der Film inhaltlich ein wenig hinter dem Erstling zurück bleibt - aber das ist subjektives Empfinden und eine Abwertung würde dieser wunderbaren Edition einfach Unrecht tun. Und dagegen sind bekanntlich nicht nur Hobbits allergisch...
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am 16. Mai 2016
Der Hobbit - Smaugs Einöde ist meiner Meinung nach der beste Teil der Reihe. Super inszeniert, schöne Orte, hervorragende Schauspieler, wunderschöne Musik und spannend bis zum Schluss. Aber nun ein paar Worte zur Box:
Die Box beinhaltet den Film, Der Hobbit - Smaugs Einöde, in der um 25 Minuten erweiterten Fassung, sowie zwei Bonusdisks mit vielen Extras.
Diese drei Disks befinden sich in einer normalen Blue-Ray Hülle, bloß schwarz und nicht blau. Doch die Farbe hat nichts zu sagen.
Die Hülle befindet sich einem kunstvoll gearbeiteten Pappschuber mit mehreren Eingravierungen. Der Titel des Films ist eindeutig hervorgehoben.
Auf dem Cover sind außerdem die wichtigsten Figuren abgebildet. Das FSK 12 Zeichen kann man leicht abziehen.

Wer den Film, besser gesagt die ganze Filmreihe, noch nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen denn ihr habt da echt was verpasst!
Aber wie gesagt, man merkt deutlich, wie viel Arbeit, Zeit und Mühe in diese Extended Edition hineingesteckt wurde. Das Geld ist es wirklich wert.
Unbedingt kaufen!!!
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am 12. Mai 2016
Hallo lieber Leser,

ich möchte mich wenig am Film stören oder mit Ihm befassen. Ich bin absoluter Fan des Buches, der Herr der Ringe Sage und des Autors. Der Film hat mich mäßig bis gar nicht überzeugt. Aber einen Film zu bewerten ist dermaßen subjektiv, dass ich mich dazu garnicht hinreißen lasse. Da muss jeder sein Urteil fällen und sollte niemandem den Spaß verderben, dessen Geschmack gänzlich anders ist.

Zur BR-Umsetzung:
Das Bild ist grandios. Da kann ich absolut nicht klagen, ob ich es nun auf dem TV oder über einen Beamer genieße, das Bild ist ausgezeichnet.
Die Tonspur - ich bewerte nur die englische, die deutsche kenne ich nicht - ist ebenfalls großes Heimkino; keine Klagen.

Und da sich meine Bewertung lediglich auf das Medium bezieht und der Inhalt gänlich unbetrachtet bleibt vergebe ich 5 Sterne.
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am 22. Dezember 2013
Rezension enthält Spoiler, also seit gewarnt ^^

Ich habe es von Anfang an sehr skeptisch gesehen, dass aus dem vergleichsweise kurzen Buch eine ganze 9-stündige Filmtrilogie gemacht werden sollte. Mit dem zweiten Teil Smaugs Einöde kristallisiert sich noch mehr als beim ersten Film heraus, dass dies einfach nicht wirklich gut funktioniert.

Ich bin Tolkien-Fan und kenne nicht nur den Hobbit und den Herrn der Ringe, sondern habe auch das Silmarillion und die Anhänge und Register gelesen, außerdem die Kinder Hurins. Ich liebe den Stoff und Jacksons Ring-Trilogie, ich liebe Fantasy und ich habe mit wirklich großer Neugier und Vorfreude die Hobbit-Filme erwartet. Optisch und atmosphärisch sind sie der erwartete Knaller. Kitschig, detailreich und mit großem Aufwand realisiert - genau so habe ich es nach der Ring-Trilogie erwartet und wurde nicht enttäuscht. Das Problem ist der Inhalt. Nicht nur ist dieser einfach nicht auf drei Filme ausgelegt, es wurde bei vielen Dingen enorm viel geändert, hinzugedichtet oder unnötig aufgeblasen, wohingegen andere Dinge zu kurz kommen. Beorn beispielsweise wird in etwa zwei Minuten abgehandelt, dafür gibt es aber später im Erebor eine unglaublich lange und ermüdende Verfolgungsjagd zwischen Smaug und den Zwergen (+Bilbo), inklusive Schubkarren-Flüssiggoldsurfen und Drachenschnauzen-Balancieren. Diese Szenen sind, genauso wie die total mit Slapstick überfrachtete Fässerfahrt im Fluss, eine reine Anbiederung an das Popcorn-Action-Kino. Ganz offensichtlich traut man dem heutigen Filmgucker nicht zu, Gefallen an einer Fantasygeschichte wie dem Hobbit zu finden, wenn darin nicht irgendwelche völlig abgedrehten, selbst der Logik eines Fantasyuniversums spottenden Szenen vorkommen.
Kämpfe und Verfolgungsjagden werden hier kaum bedrohlich und angsteinflößend dargestellt, sondern eher klamaukhaft und comicartig. Die Orks sind keine ernstzunehmenden Gegner mehr (wie noch in der Ring-Trilogie), die man fürchten und respektieren muss, sondern Kanonenfutter für jeden nur erdenklichen Slapstick. Soll ich das als Fan der Tolkien-Welt interessant finden? Und was ist mit diesem Kratos-Ork, der soll seit Neuestem Saurons Armee anführen? Da ist ja die Niederlage vorprogrammiert..
Und warum wird aus Radagast, wenn er denn schon entgegen der Vorlage im Film dabei sein soll, eine absolute Witzfigur gemacht, die ein Vogelnest auf dem Kopf und Vogelkacka im Gesicht hat?
In der Seestadt Esgaroth werden ein Dutzend Orks in einer 10 m2-Wohnung gekillt. Dort müsste es also wimmeln vor Leichen. Aber schon fünf Sekunden später ist dort nichts mehr zu sehen von einem Kampf, wenn die Elbin Tauriel den Zwerg Kili heilt, der übrigens auch noch verliebt in sie ist...
Und dann ist da natürlich noch Smaug, der ungeschickteste Drache aller Zeiten mit dem kältesten Feueratem aller Zeiten, das nicht mal dazu in der Lage ist, einem Zwerg die Barthaare anzusengen. Sein Bauch ist hier nicht mit Gold und Edelsteinen überzogen. Nein, hier hat man ihn während der Eroberung des Erebors eine Schuppe am Bauch verlieren lassen, die nicht nachgewachsen ist und deshalb eine verwundbare Stelle hinterlässt. Na Prost! Nach all dem übertriebenen Special-Effects-Klamauk wählt man ausgerechnet hier eine so unspektakuläre - wenn auch nachvollziehbare - Lösung.
Enttäuschend ist außerdem, dass etwas anderes enorm wichtiges unter all dem begraben wird: die Charaktere. Bilbo hat nur noch wenige Szenen, und noch viel weniger wirklich gute. Thorin ist nicht annähernd so ambivalent dargestellt wie er sein müsste bzw. Tolkien ihn ausgearbeitet hat. Die meisten anderen Zwerge bleiben dem Zuschauer völlig fremd, sind halt der Vollständigkeit halber dabei. Legolas wurde im Vergleich zu Jacksons HdR-Trilogie komplett verändert. Dort war er intelligent und vorausschauend, hier ist er verbittert und fast schon bösartig.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Film durchaus Unterhaltung bietet, vor allem optischer Natur. Inhaltlich fehlt mir der Respekt zu dem Material der Vorlage, denn selbige wurde äußerst frei adaptiert, auch unter Berücksichtigung der Zusatzinhalte aus dem Silmarillion. Smaugs Einöde ist nicht spannend. Smaugs Einöde ist in sich nicht logisch. Smaugs Einöde ist kein Film für Fans anspruchsvoller Fantasy. Im Grunde genommen ist er lediglich ein Zeitvertreib für einen Nachmittag/Abend, an dem einem sonst nichts anderes einfällt, was man tun könnte. Und das ist ein trauriges Urteil. Man spürt beim Schauen nicht mehr die Magie, wie sie noch bei der Ring-Trilogie allgegenwärtig war. Hier hat man eher das schwer zu erklärende Gefühl, sich über die Dauer des Films "hindurcharbeiten" zu müssen. Irgendwie beschlich mich der Gedanke, dass die Produktion auch für Jackson und seine Crew viel mühsamer und schwerfälliger als beim Herrn der Ringe war. Optisch ist alles da, aber es fehlt die Seele.

Update (16.01.14):
Aufgrund der vielen bösartigen Kommentare möchte ich doch um eines bitten: Nicht jedes Wort aus dieser Rezension drei Mal umdrehen, analysieren und zu viel hinein- oder falsch interpretieren.
390390 Kommentare|1.262 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Januar 2014
--- SPOILERWARNUNG für 'Der Hobbit' und 'Der Herr der Ringe' ---

--- Diese Rezension bezieht sich in erster Linie auf die KINOFASSUNG ---

--- Zusätzliche Anmerkungen zur EXTENDED EDITION hinzugefügt ---

Ein guter Film zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass er noch Jahre später nachdem der "Eye Candy" seiner Action Szenen verblichen ist, weiterhin durch das Drama der Geschichte und seiner Figuren das Publikum zu unterhalten vermag. Ob 'Smaugs Einöde' auch so ein Film ist? Drehbuchautorin Phillipa Boyens erwähnte bereits im 'Making of' zu 'Eine unerwartete Reise', dass der zweite Teil einer Trilogie immer am schwersten zu schreiben ist. Das trifft besonders auf 'Smaugs Einöde' zu dessen Dramaturgie offensichtlich gelitten hat, als die ursprünglichen zwei Hobbit Filme zu einer Trilogie ausgebaut wurden.

- Die Reise geht weiter, jedoch treten die Charaktere auf der Stelle -

Es ist nicht leicht sich für 13 Zwerge zu interessieren, die untereinander nicht nur optisch sondern auch in ihrem Handeln schwer zu unterscheiden sind. Manche Zwerge treten als Charakter immer noch nicht in Erscheinung, sondern sind nur für Lacher zuständig (Bombur). Wie schon bei der Flucht aus den Goblin Höhlen im Vorgänger, können die Zwerge bei der Flucht in den Fässern die tollsten Kunststücke vollführen und sind nahezu unverwundbar. Oh, halt! Ein Zwerg wird verwundet, nämlich Kili ... zu einem bestimmten Zweck. Mehr dazu später. Die Erzfeinde der Zwerge - die ewig hinterher laufenden Orks - werden reihenweise und allzu leicht dezimiert und lassen so keine echte Gefahr oder Bedrohung aufkommen. Warum sollte das Publikum mitfiebern, wenn den Figuren sowieso nichts von Substanz passiert?

Ganz besonders Thorin Eichenschild - der wichtigste Zwerg überhaupt - schwächelt an dramaturgischer Zugkraft und Charisma. Mit der im Vorgänger angedeuteten "Drachenkrankheit" wird leider nichts gemacht. Will Thorin seinem Volk den Erebor zurückgeben oder will er im tiefsten Herzen nur den Arkenstein zurück bekommen? Das Zeigen dieser inneren Zerrissenheit wäre ein Faktor, wo man als Zuschauer mitfiebern könnte. Thorin schwärmt zwar bedeutungsschwanger hier und da vom Erebor, aber das war es dann auch schon - sein Charakter ist reduziert auf pathetische Reden und grimmige Blicke. Am Ende von 'Eine unerwartete Reise' gab es diese schöne Szene als Thorin zugibt sich in Bilbo getäuscht zu haben und ihn als vollwertiges Mitglied seiner Gemeinschaft akzeptiert. In 'Smaugs Einöde' gibt es leider kaum Momente, die diese neue Freundschaft vertieft. Was sehr schade ist, denn Kenner des Buches wissen, dass Thorins und Bilbos Freundschaft noch auf eine harte Probe gestellt wird.

Und Bilbo? Der titelgebende Hobbit tritt oft in Aktion, indem er den Zwergen mal wieder mehrere Male aus der Patsche hilft (Spinnenbefreiung, Fässerflucht, Lösung des Türrätsels). Und natürlich der Dialog mit dem Drachen Smaug (das Highlight des gesamten Films) zeigt Bilbos Cleverness, die er schon beim Rätselspiel mit Gollum unter Beweis stellen durfte. Aber anscheinend hat die Reise zum Erebor kaum noch Auswirkungen auf Bilbo. Anstatt seiner besseren Charakterentwicklung im Buch zu folgen, lässt Peter Jackson ihn lediglich Frodo-artige Ringsucht Symptome spüren, die wir alle schon aus den 'Herr der Ringe'-Filmen kennen. Warum? Im Buch bleibt Bilbos Ring relativ unscheinbar. Womit wir beim nächsten Punkt wären.

- Gandalf ächzt "Sauron!" ... und das Publikum zuckt mit den Schultern -

Tolkien hat so manche Begebenheit aus gutem Grund in den sogenannten "Anhängen" abgelegt. Sie trugen zur Handlung der Bücher wenig bei und lenkten mitunter von der Geschichte ab. Die "Anhänge" dienen in erster Linie als Hintergrundmaterial, wenn man sein Wissen bezüglich einiger Charaktere und Geschehnisse vertiefen möchte. Und genau aus diesen Anhängen schöpft Peter Jackson zusätzliches Material um seine Hobbit Trilogie mit mehr Laufzeit zu füllen. Ob das wirklich effektiv ist, veranschaulicht die Nebenhandlung um den Nekromanten.

Was wäre das schön gewesen für die Zuschauer, die sich nicht so sehr mit den Büchern auskennen: da steckt ein gruseliger Hexer mit den Orks unter einer Decke und baut in einer ebenso gruseligen Festung eine Armee auf. Wow, das könnte spannend werden! Und vielleicht am Ende des dritten Teils gibt es einen kleinen Fingerzeig, der den Zuschauern die Scheuklappen von den Augen blässt und alle schreien erstaunt: "Dieser Hexer ... das war Sauron!". Aber leider entzauberte bereits 'Eine unerwartete Reise' das Potential einer mysteriösen und spannenden Nebenhandlung. Wir alle sahen den Hexenkönig in seiner Ringgeistform, als er den Zauberer Radagast angriff. Jeder halbgescheite Kinogänger brauchte nur 1 + 1 zusammen zu zählen, wer sich da in Dol Goldur als Nekromant eingenistet hatte. Mit dem bereits entlarvten Wissen verpufft jegliche Spannung bzw. Enthüllung sämtlicher diese Nebenhandlung betreffenden Szenen. Stattdessen gibt es optisch nur alt Bekanntes: Bilbo spürt den Einfluss des Einen Ringes, das lidlose Auge wird mehrmals eingeblendet, Gandalf verteidigt sich erneut mit seinem Balrog-bewährten weissen Schutzschild und Sauron darf sich kurz in seiner bekannten Rüstung aus dem Prolog von 'Die Gefährten' zeigen.

Durch die Miteinbeziehung Saurons verliert die Reise von Bilbo und den Zwergen an Bedeutung und Fokus. Anstatt sich stärker auf die Charaktere und Geschehnisse des Buches einzulassen bzw. ihnen mehr Platz einzuräumen, wird eine Menge Laufzeit mit dem uninteressanten Aufbegehren Saurons als Nekromant verschwendet. Gleichzeitig werden die interessanten Passagen des Buches wie z.B. Beorn und der Düsterwald viel zu schnell abgehakt und hastig zu den Elben und weiter in die Seestadt gehetzt. Mehr von der eigentlichen Geschichte und weniger überflüssige und teils sogar plumpe Referenzen an die 'Herr der Ringe'-Filme täte Jacksons Hobbit-Mehrteiler gut.

- Das Studio wollte es so: die Tauriel / Kili / Legolas Liebelei -

Von diesen drei Charakteren taucht eigentlich nur Kili im Buch auf. Was machen also die beiden anderen hier? Wie schon unlängst bekannt, ist die weibliche Elbin Tauriel eine Schöpfung von Peter Jackson um sagen wir es mal ganz banal: um der frauenlosen Kinderbuchgeschichte eine Frauenquote zu verpassen. Was Legolas angeht ist es schon zwielichtiger. Vielleicht sollte es anfangs nur ein kleiner Cameo-Auftritt werden. Einerseits ist er zweifelsohne der Sohn des Königs der Waldelben, andererseits war Legolas in 'Herr der Ringe' besonders beim weiblichen Publikum sehr beliebt. Als 'Der Hobbit' auf drei Filme ausgedehnt wurde, benötigte Jackson ein zusätzliches Drama in seinem hobbit'schen Mittelstück. Was hat sich im zweiten Teil einer jeden Trilogie schon immer am Besten bewährt um die Zuschauer zu unterhalten? Richtig, ... Liebe! Evangeline Lilly, die Darstellerin von Tauriel, bestätigte in einem Interview, dass diese Dreiecksbeziehung auf Wunsch des Studios bei den im Jahr 2012 stattgefundenen Re-Shoots hinzugefügt wurde. Das Ganze beginnt so: als Tauriel den Zwerg Kili im Verließ einsperrt, gibt dieser einen "Ich könnte was in meiner Hose haben"-Spruch zum Besten. Tauriel antwortet: "Oder auch gar nichts." Unglaublich aber wahr, Peter Jackson ist auf das Niveau abgerutscht in Mittelerde Unterhosenwitze zu benötigen! Ein paar Szenen später darf Legolas auch noch eifersüchtig mitlauschen. Oh la la, durch simple Daily-Soap Mechanismen ist der Film gleich viel interessanter geworden! Später eilt Tauriel Kili zu Hilfe und heilt ihn von seiner Morgul Vergiftung mit Königskraut. Sanft greift Kili nach Tauriels Hand und der Romantik Nonsens ist perfekt.

Warum ist das ein Problem? Studiobosse verstehen vom Drehbuch schreiben meistens soviel, wie eine Kuh vom Eier legen. In erster Linie sind sie an den Einspielergebnissen interessiert und das ein Film (besonders aus dem Fantasy Genre) möglichst viele Zuschauerschichten anspricht. Bei dem Tauriel/Legolas/Kili Liebesdreieck kommt es einem vor, als wollte das Studio gezielt die Altersgruppen der 'Hunger Games'-Filme (12 bis 18 Jahre) bedienen. Getreu ihrer Konstruierung und ohne Rücksicht auf die ursprüngliche Konstellation der Figuren, wirkt die Liebesgeschichte in 'Smaugs Einöde' gezwungen und fehl am Platz. Darüber hinaus wird der Charakter von Legolas "beschädigt": der exzellente Bogenschütze und "zarte" Elb ("Es liegen grausame Stimmen in der Luft."/"Eine rote Sonne geht auf. Heute Nacht ist Blut vergossen worden.") aus 'Herr der Ringe' verkommt hier zu einem arroganten Schnösel, der nur over-the-top Bewegungsvariationen seiner Olifanten Tötung aus 'Die Rückkehr des Königs' zum Besten geben darf. Legolas fühlte sich wie ein echter Charakter an, als sich über drei Filme hinweg eine Freundschaft zwischen ihm und Gimli entwickelte und beide so ihre gegenseitigen Vorurteile überwanden. In 'Smaugs Einöde' ist Legolas leider nur Mittel zum Zweck.

Tauriels ursprüngliche Charakterisierung für die Zweifilmstruktur kann man nur erahnen. Man bedenke: es gibt im Film keine eindeutige Aktion seitens Legolas, die den Zuschauern deutlich macht, dass er tatsächlich in Tauriel verliebt ist. Lediglich Thranduil erwähnt es ihr gegenüber, dass Legolas Gefühle für sie hat. Blendet man diesen Dialog aus, erhärtet sich der Verdacht, dass Legolas und Tauriel ursprünglich als Geschwister konzipiert waren! Und die Sache mit Kili bekäme somit eine "großer-Bruder-mag-nicht-den-neuen-Freund-der-kleinen-Schwester"-Dynamik. Alle Szenen mit Legolas, Tauriel und Kili funktionieren in dieser Konstellation. Als das Studio eine zusätzliche Liebelei im Film haben wollte, bedurfte es lediglich der Änderung weniger Dialogzeilen im Drehbuch - z.B. aus: "Dein Bruder macht sich große Sorgen. Er sagte mir, Du wanderst zu oft ausserhalb der Grenzen unseres Reiches bla bla bla" wurde: "Legolas hat Gefühle für Dich." Und sofort bekam dieses Figurendreieck einen anderen Kontext.

- Aus Zwei macht Drei: wir brauchen ein neues Ende! -

Ein weiteres "Opfer" des Hobbit-Trilogie-Umbaus ist das Finale von 'Smaugs Einöde'. Das Ende des ersten Hobbit Films markierte ursprünglich die Flucht in den Fässern. Durch die neue Drei-Film-Struktur verschoben sich massiv die Spannungsbögen in der Handlung. Für 'Smaugs Einöde' benötigte Peter Jackson jetzt ein oder zwei neue Höhepunkte, bevor das Licht im Kinosaal wieder angeht: die Erebor Verfolgungsjagd und die Ork Scharmützel in Seestadt. In der ehemaligen Zwei-Film-Struktur, waren diese Szenen nicht vorhanden. So unglaubwürdig wie die Erebor Verfolgungsjagd aussieht und choreographiert ist (Stichwort: Balancieren auf Smaugs Schnauze & Schubkarren-Surfen auf flüssigem Gold), entstand sie nahezu komplett vor einem Green Screen im Sommer 2013 im Rahmen von zusätzlichen Dreharbeiten. Die Passagen sind eindeutig in dem online gestellten Production Blog zu erkennen.

Und erneut rennen und hüpfen die Zwerge unverwundbar durch die Szenerie und Smaug ist erstaunlich leicht auszutricksen - Smaug der Unbeholfene! Das Ganze mündet in einem Versuch den Drachen mit einem riesigen Zwerg (!) aus Gold zu ertränken. Parallel dazu darf sich Legolas an einer Strassenecke (wie episch) mit dem CGI-Ork Bolg prügeln. Smaug befreit sich aus dem flüssigen Gold und "wäscht" sich mit wenigen Flügelschlägen komplett davon rein. Aber anstatt weiter die paar Zwerge und den "Fassreiter" im Erebor zu jagen ... fliegt er lieber Richtung Seestadt. Warum? Dieses unlogische Verhalten von Smaug ist ein verräterisches Anzeichen für die ursprüngliche Zwei-Film-Struktur: Smaug hätte nach Bilbos Verschwinden und ohne zu wissen wo sich die Zwerge verstecken, aus Frust und Rache das nächstbeste Ziel angegriffen: die "Fassverhökerer" vom See. Klingt nachvollziehbar. Die jetzige Fassung wirkt so, als ob Smaug nach der Golddusche spontan einfach keine Lust mehr auf die Zwergenjagd hat.

Was bleibt sonst noch? Bilbo darf mal wieder den letzten Satz sprechen und dann Schnitt, Dunkelheit, Abspann. Insgesamt fühlt sich das Ende zusammengestückelt, übertrieben und vor allem unbefriedigend an. Am Schluss von 'Die Zwei Türme' wurden die Zuschauer belohnt: Rohan wurde von der Unterdrückung Sarumans befreit. Das Thema bzw. der Konflikt innerhalb des zweiten Film wurde gelöst und die Sorge um liebgewonnene Charaktere hatte sich ausgezahlt. 'Smaugs Einöde' hingegen belohnt die Zuschauer mit nichts außer Schauwerten und vertagt (oder sollte man sagen "verjährt") alle etablierten Konflikte auf den dritten Hobbit Film.

- Die Extended Edition -

Mit den zusätzlichen 25 Minuten in der Extended Edition ist 'Smaugs Einöde' ein wesentlich runderer Film. Die neuen Szenen lassen dem Film mehr Zeit die Mittelerde Atmosphäre zu entfalten und er wirkt insgesamt nicht mehr so gehetzt wie die Kinofassung. Auch wenn die meisten der oben angesprochenen Kritikpunkte auch hier vorhanden sind, würde ich der Extended Edition 4 von 5 Punkten geben. Sie ist definitiv der Kinofassung vorzuziehen.

- FAZIT -

Es ist schon faszinierend, wenn ein Regisseur zum zweiten Mal das gleiche Material anfasst. Er schafft es nicht vollends die Magie des Erstlingswerks erneut einzufangen, sondern eher den Ruf der Filmreihe und seiner eigenen Reputation in Zweifel zu ziehen - vergleichbar mit Steven Spielberg und 'Indiana Jones 4', Ridley Scott und 'Prometheus' und den 'Star Wars Prequels' von George Lucas. Zugegeben ist Peter Jackson weit von den Regieschwächen eines George Lucas entfernt, jedoch kranken die ersten beiden Filme seiner Hobbit Trilogie an ähnlichen Symptomen, wie die 'Star Wars Prequels': wenig bis gar keine Charakterentwicklung (Bombur), der Hang zu albernen Elementen (Radagast), statt praktischer Effekte verstärkt auf CGI zu setzen (Orks) und der Drang den Zuschauern die Verbindung zur ersten Trilogie unmissverständlich unter die Nase zu reiben (Sauron).

Peter Jackson vermeidet in 'Smaugs Einöde' größtenteils die Albernheiten und den Slapstick des Vorgängers, liefert aber im Gegenzug nur spannungsarme und übertriebene Action Szenen ab. Erneut versucht er die epische und emotionale Tiefe der 'Herr der Ringe'-Filme zu erreichen, scheitert jedoch daran die kleine Kinderbuchgeschichte zu etwas Größerem aufzublasen. 'Der Hobbit' darf nicht er selbst sein, sondern wird dazu genötigt die viel zu großen Fussstapfen der ersten Trilogie zu füllen.

Eine Sache hat mich von Anfang an irritiert: das Erste was wir in 'Smaugs Einöde' sehen ist ... Peter Jackson. Wie damals in 'Die Gefährten' futtert er in Bree eine Karotte. Vielleicht ist es ein augenzwinkernder Cameo-Auftritt für die Fans ... oder aber die filmische Visualisierung eines Regie Egos, welches mittlerweile etwas zu selbstsicher mit Tolkiens Vermächtnis herum hantiert. Subtil sieht anders aus.
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Peter Jackson hat mit der HdR- Trilogie ein Meisterwerk geschaffen, das ich mir gern auch in "Extended" ansehe. Der erste Teil des "Hobbit" war jedoch eine herbe Ernüchterung. Darum hatte ich bis heute auf die weiteren Teile verzichtet... aber jetzt ist mir die 3DVD- Box dermaßen günstig in die Hände gefallen, dass ich nicht widerstehen konnte. "Smaugs Einöde" lässt mich zwiespältig zurück.

Das Positive zuerst: Dass der "Hobbit" zur Trilogie gestreckt wurde, ist für mich akzeptabel, auch wenn das Buch viel kürzer ist als der HdR. Dafür sind auch die Beschreibungen im "Hobbit" wesentlich knapper und lassen Drehbuchautor und Regisseur mehr Freiraum. Die äußere Handlung des "Hobbit" ist auf so viele Etappen verteilt, dass man einige Laufzeit benötigt, um alle abzuhandeln, ohne hektisch durchzuhetzen. Auch für die Idee, den Film für eine erwachsene Zielgruppe zu adaptieren, halte ich die Vorlage für tragfähig. Dass Elemente aus den Anhängen des HdR mitverfilmt wurden, um den "Hobbit" in einen größeren Kontext zu setzen, ist auch okay für mich. Bilbos Ringkonflikt passt zu dem von Frodo. Sein Dialog mit Smaug ist der Höhepunkt des Films. Auch die Einbeziehung von Legolas, der Kunstfigur Tauriel und den verfolgenden Orks finde ich angemessen, weil dadurch die Handlungsetappen besser miteinander verknüpft werden anstatt unverbunden nacheinander abgehandelt zu werden. Thranduil ist eine starke, vielschichtige Figur. Bard wird zwar etwas ungeschickt eingeführt, seine Kinder bieten ihm jedoch Potenzial, zwischen der Verantwortung gegenüber ihnen und gegenüber seiner Heimatstadt zu schwanken.

Aber was wird aus diesem Potenzial gemacht? Die meisten Zwerge (mit Ausahme von Thorin, Balin und Kili) sind voneinander kaum unterscheidbar. Beorn darf ein paar Sätze sprechen, das wars. Der Dialog zwischen Thorin und Thranduil dauert eine Minute. Thorins Ambivalenz zwischen Verantwortung und Gier wird nicht glaubwürdig herausgearbeitet. Radagast ist eine augenrollende Witzfigur mit einem Vogelnest auf dem Kopf. Bards Verhalten ist völlig widersprüchlich, seine Bewegründe unklar. Paradoxerweise gelingt Charakterentwicklung nur im Tauriel- Subplot, den Jackson selbst einbaute - aber auch aus ihrem inneren Konflikt hätte man viel mehr machen können. Im HdR beschrieb Tolkien selbst die Entwicklungen der Charaktere und ihrer Beziehungen; im viel kürzeren "Hobbit" fehlt das - und die Drehbuchautoren wären dazu aufgerufen gewesen, das stimmig zu ergänzen. Stattdessen verschenken sie so unglaublich viele Chancen, dass es zum Heulen ist. Die Schauspieler deuten gelegentlich an, dass sie zu differenzierterem Spiel durchaus in der Lage wären, wenn man es von ihnen verlangen würde. Tut man aber nicht - also hetzt man doch hektisch von Etappe zu Etappe: Rein zu Beorn, raus bei Beorn. Dann schnell in den Wald, bevor die Orks kommen, dann zügig verirren, durchs Blätterdach kucken, von Spinnen einwickeln lassen, auswickeln, kämpfen, usw. Bloß keine Zeit mit Charakteren verschwenden.

Was das Drehbuch verschenkt, soll durch überlange Actionszenen kompensiert werden. Diese sind jedoch allesamt so sinnlos comichaft überzogen, dass überhaupt keine Spannung oder gar Bedrohlichkeit aufkommt. Eine unglaubwürdige Verfolgungsjagd kommt nach der anderen, und schlussendlich wirken alle bloß wie lustige Achterbahnfahrten auf dem Rummelplatz. Auch der blödsinnige Versuch, Smaug in einer uralten Fabrikanlage mit mehreren tausend Tonnen geschmolzenem Gold (!) zu töten, ist filmisch zu einem völlig absurden CGI- Inferno aufgeblasen worden, bei dem die Bergwerksloren nur so rumfliegen (die Zwerge sitzen natürlich noch in den Loren drin oder surfen über Goldflüsse). Peter Jackson hat im Interview bedauert, bei HdR solche Effekte nicht zur Verfügung gehabt zu haben - ich hingegen bin unendlich froh darüber. Solchen Quatsch braucht kein Mensch. Der beste CGI- Effekt im Film ist Smaug selbst. Die meisten Actionszenen hätte man um mindestens die Hälfte kürzen können.

Peter Jackson hat früher Splatterfilme gedreht - und jetzt fällt er dorthin wieder zurück: Er schickt Welle um Welle muskelbepackter 200 kg- Orks in die Schlacht, nur damit die Protagonisten sie mit absurden Moves und Stunts, die wohl originell und witzig wirken sollen, fließbandartig abschlachten - mit dem Zählen abgehauener Körperteile kommt man nicht nach. Dadurch werden ebendiese ach-so-bedrohlichen Orks zu ungefährlichem Kanonenfutter mit präzise choreographiertem Tod degradiert. Legolas fällt besonders unangenehm damit auf, seine Olifantentötung aus dem HdR andauernd durch noch spektakulärere Akrobatik übertreffen zu müssen. Aber auch Bombur mutiert mal plötzlich so zum klingenblitzend rotierenden Orkkillerfass. Bäh.

Blöd finde ich, dass Sauron als Herr von Dol Guldur geoffenbart wird. Dadurch wird Gandalfs "Sauron lebt"- Überraschung im HdR entwertet. Schließlich weiß er das ja bereits seit 60 Jahren. Den Ratgeber des Bürgermeisters als "Schlangenzunge light" darzustellen, finde ich einfallslos. Ein Unterhosenwitz in der Elbenfeste ist unpassend, pubertär und niveaulos. Warum Smaug mitten im Kampfgetümmel urplötzlich beschließt, die Plünderer mit seinem kostbaren Schatz zurückzulassen und stattdessen einfach mal so Esgaroth anzugreifen, ist nicht nachvollziehbar. Gibt es unter dem Berg wirklich so unfassbar viele Megatonnen von Gold, und wer hat die Schmelzanlage in den letzten hundertfünfzig Jahren gewartet, so dass sie noch immer auf Knopfdruck funktioniert? Der Film hat Logiklücken, durch die ein Orkheer schlüpfen könnte.

Letztlich ist mir auch die Zielgruppe unklar: Für Erwachsene ist der Film zu platt, für Kinder zu versplattert. So ist "Smaugs Einöde" nur überlange anspruchslose Popcornunterhaltung, nach deren Genuss ich nicht satt bin, mir aber ein bisschen schlecht ist. Kein Vergleich mit dem HdR. Drei Sterne. Mal sehen, was der dritte Teil so bringt.
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am 19. Mai 2016
Die Blue-Ray ist toll. Der Artikel ist zur Bestellung sehr zu empfehlen. Man sollte aber auch die Bücher Nachrichten aus Mittelerde und Das Silmarillion lesen. Dann weiß man, wie aus einem kleinen Buch für Kinder ein dreiteiligen Epos wurde.
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am 13. November 2014
Da ich schon die Sammlerbox des ersten Hobbits mein eigen nenne war es natürlich Plicht auch diese zu bestellen, die Aufmachung der Box ist Warnertypisch gelungen.
Die Weta Statue ist wie alles von der Firma Weta ohne Mängel, und ein echter Hingucker in der Vitrine (Siehe Foto).
Einzig das fehlende Leticularbild welches beim Vorgänger noch dabei war trübt etwas, ändert aber nichts an der Bewertung.
Zu den Blurays selbst kann nur die 2D Version beurteilen sehr knackscharfes und deteilreiches Bild, die neuen Szenen fügen sich perfekt ins Geschehen ein und beantworten auch die ein oder andere Storyfrage.
Tontechnisch wieder mal eine Wucht der deutsche Dts-HD Master Audio 7.1 Ton spüht nur so vor Dynamik und bietet auch gute 360 Grad Effekte (Perfekter Kandidat für Dolby Athmos).
Was die Extras betrifft so wird man davon fast erschlagen, wer schon die SEE's der Herr der Ringe Trilogie besizt wir sich sofort heimisch fühlen da die Geschichte (Die Anhänge) mit der Hobbit Trilogie fortgefürt worden sind.
Jetzt kann die Schlacht der 5 Heere kommen, bin gespannt was Sammlerboxtechnisch uns da 2015 ins Haus steht.
Auf alle Fälle für Fans ein Plichtkauf.
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am 14. November 2014
Ich habe mir - wie viele andere wohl auch - das Steelbook extra deswegen bestellt, um eine schicke Verpackung / Sonderedition für meine Hobbit - Smaugs Einöde - Extended Edition zu haben, die sich zu all den anderen Dingen im Regal bzw. der Vitrine dazugesellen kann.

Nachdem die Version gestern angekommen ist, bin ich aber bereits wieder auf dem Boden der Realität angekommen. Mir ist vollkommen bewusst, dass ich mitunter polarisiere, aber konstruktive Kritik soll m. E. auch geäußert werden.

Die Steelbookversion kostet satte 10 € mehr als die normale 3D + 2D - Blu-Ray-Version. Wie wird dies gerechtfertigt? In der Regel würde ich ein qualitativ hochwertiges Produkt mit Prägung oder Ähnlichem erwarten.
Man erhält letztendlich ein schlichtes Steelbook, bei dem für den Preis m. E. mehr fehlt als dabei ist.

Das Frontcover gefällt mir sehr gut - natürlich ist dies Geschmackssache, aber ich finde es passend. Die Oberfläche ist eben - KEINERLEI Prägungen oder andere Hervorarbeitungen. Eine Idee wäre es ja gewesen den Schriftzug des Films und / oder den Drachen selbst bzw. dessen Konturen zu prägen.
Der Steelbookrücken ist ziemlich voll gepackt mit Schriftzügen und Emblemen. Hätte man auf ein Emblem verzichtet, hätte man den Schriftzug "Hobbit Smaugs Einöde 3D" und "Extended Edition" in einer Zeile anbringen können und hätte dies nicht einmal horizontal und einmal vertikal erledigen müssen. Zudem ist dieser "Aufkleber" auf dem Steelbookrücken bei mir ziemlich versetzt / schräg angebracht, was nicht sonderlich schick aussieht.
Auf der Rückseite ist ein schönes Artwork von Bilbo zu sehen, wie er durch die Weiten des Einsamen Bergs schleicht. Für gewöhnlich sind die Steelbookrückseiten nie geprägt. Dafür sind die Credits fest aufgedruckt und nehmen knapp 1/4 der gesamten Rückseite ein. Da die Credits bereits ebenfalls auf dem das Steelbook umhüllenden Papier abgedruckt waren, ist dies hier quasi "doppelt gemoppelt". Man hätte dies - wie viele andere Publisher auch - günstiger lösen können, indem die Rückseite komplett frei von Credits geblieben wäre.

Am MEISTEN ENTTÄUSCHT hat mich aber der INNENTEIL:
Wie zu erwarten war, haben wir hier mehrere Disc-Halter zum "Durchblättern". Aber wenn wir zum eigentlichen Inlay gelangen, stellen wir fest, dass dieses absolut schwarz ist. Keine Lackierung / Farbe, kein Artwork, kein Bild... nichts.

Sorry WB, aber für 44,99 würde ich mich schon über ein sauber verarbeitetes Steel freuen, das zudem aufgrund seiner Gestaltung auch den Preis rechtfertigt.
Nur weil vorne der Drache Smaug abgebildet ist, werde ich das Steel nicht behalten. Innen klafft ein riesiges schwarzes Loch und auf jedwede Besonderheiten wurde verzichtet. - Für ein 10 € 2D-Steelbook mag dies in Ordnung sein, aber nicht zu dem Preis.
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