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969 von 1.118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Prepared to burn
Der zweite Teil der Hobbit-Trilogie gewinnt an Schwung und Unterhaltungswert, und wahrscheinlich auch an Fans, verliert jedoch J.R.R. Tolkien.

Eines wird sehr bald klar: „Eine unerwartete Reise“ und „Smaugs Einöde“ sind zwei Brüder, die sich nicht annähernd in ihrem Wesen so ähneln wie Kili und Fili, sondern sich...
Vor 18 Monaten von Gwenya veröffentlicht

versus
1.217 von 1.563 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Au weia! Der arme Herr Beutlin..
Rezension enthält Spoiler, also seit gewarnt ^^

Ich habe es von Anfang an sehr skeptisch gesehen, dass aus dem vergleichsweise kurzen Buch eine ganze 9-stündige Filmtrilogie gemacht werden sollte. Mit dem zweiten Teil Smaugs Einöde kristallisiert sich noch mehr als beim ersten Film heraus, dass dies einfach nicht wirklich gut funktioniert...
Vor 18 Monaten von Steve veröffentlicht


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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen was soll ich sagen, 15. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray] ultraviolett (Blu-ray)
ein wirklich grandioser Film, besonders Smaug ist einfach unglaublich gut gelungen.
Ich werde mir auch die 3d Variante des Filmes besorgen, alleine um Smaug wieder in 3d sehen zu können :D
Die Handlung ist überzeugend rübergebracht und es fehlen natürlich stellen aus dem Buch, jedoch ist der Film als solches betrachtet ein sehr gutes Werk!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schlechter als der Vorgänger.., 3. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nein, ich rede natürlich nicht vom Film, sondern von der Collector's Box. Der Film ist natürlich wie immer über jeden Zweifel erhaben ;)

Ich hatte mir damals die erste Collectors Box mit der Figur geholt, weil ich mal etwas ganz besonderes im Regal stehen haben wollte. Und die Figuren füllen die Lücken zwischen meinen Blurays sehr schön aus (wobei es bei mir nur wenige Lücken gibt :D ).
Die erste Figur war wirklich schwer und vermutlich aus Keramik.
Die Zweite Box war schon deutlich Leichter und ich fragte mich, ob dort überhaupt eine Figur drin war. War sie (natürlich).
Als ich sie aus der Box befreit hatte und ich zum Vergleich die Zweite Figur heranholte, fiel mir gleich das Unterschiedliche Gewicht auf. Die zweite Figur ist zwar größer, aber dafür leichter. Wobei ich annehme, dass sie innen Hohl ist, damit sie beim Trocknen keine Risse bekommt (Wer selber töpfert wird wissen, was ich meine). Allerdings vermute ich auch, dass die zweite Figur aus anderem Material besteht (Vielleicht Resign). Qualitativ nehmen sich beide Figuren allerdings nichts. Sie sind schön bemalt und die Schauspieler kann man auch mit etwas fantasie erkennen.
Wirklich enttäuscht bin ich aber von den "Sparmaßnahmen" an der Bluray-Hülle. Während der erste Teil noch das schöne 3D Cover hatte, befindet sich auf der Hülle des zweiten Teils lediglich das "normale" Bild. Das finde ich wirklich sehr schade, bei einer solch teuren Box hätte ich deutlich mehr erwartet, denn daran hätte man nun nicht noch sparen müssen.
Die Umverpackung ist wie die erste Box aufwändig gestaltet und zeigt verschiedene Artworks aus dem Film. Schade hierbei ist allerdings, dass die Boxen unterschiedliche Maße haben, so dass sie nebeneinander gestellt irgendwie "unordentlich" aussehen, weil sie unterschiedliche Tiefe und Höhe haben. Hier hätte ich mir doch deutlich bessere Vorarbeit gewünscht. Vielleicht sogar ein Aufwändiges Motiv, wenn man alle Boxen zusammen hat.

Alles in allem natürlich immer noch eine Collectors Edition die den Fan begeistern kann und tatsächlich viel her macht. Aber der Teufel liegt im Detail und da bin ich doch so frei zwei Sterne abzuziehen, denn diese "Kleinigkeiten" hätten nun wirklich nicht sein müssen.
Prinzipiell gilt aber: Kaufenswert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Onkel Dagobert jagt die Panzerknacker, 14. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde (DVD)
Vom zweiten Teil des »Hobbits« habe ich, bestärkt von Freunden und begeisterten Fans, eine Steigerung zum ersten Teil erwartet. Leider wurde diese Erwartungshaltung im Ergebnis enttäuscht.

Wie schon im ersten Teil wandern die Zwerge weiter durch die verschiedenen Regionen Mittelerdes zum Berg Erebor. Abgesehen von einem kleinen Geplänkel mit Orcs geschieht dabei wenig Spektakuläres. Erst als die Gefährten in ihr altes Reich eindringen, also endlich die Kathedrale des Bösen betreten und der schlafende Drache durch Bilbos Ungeschicklichkeit geweckt wird, geht die Post ab. Smaug erwacht, und Regie und Tricktechnik können endlich alle Register ziehen. Wie Dagobert Duck schwimmt der Drache nun in seinem Talerbad und jagt die Panzerknacker in Gestalt von Bilbo Beutlin, Thorin Eichenschild und ihrer Getreuen.

So spannend der wilde Kampf auch ist, so nah der Zuschauer auch dem heißen Atem des Drachen kommt, an dieser Szene wird überdeutlich, dass Tolkien, der Autor der Ausgangsvorlage, eigentlich ein Kinderbuch verfasst hat. Wie bei einem Kindergeburtstag wird nämlich lustig Verstecken gespielt und der ungelenke Drache an der Nase herumgeführt. Angst muss vor diesem tapsigen Ungeheuer niemand haben, es ist ein kindliches Spiel, bei dem Smaug die Rolle der Blinden Kuh übernimmt, die wahllos mit ihrem gewaltigen Schweif alles zerdeppert, was im Weg steht. Außerdem hat selbst der unaufmerksamste Zuschauer den Wink mit dem schwarzen Pfeil verstanden, der ihm zuvor in der Seestadt vom Nachkommen desjenigen, der die Schuppenhaut des Ungeheuers bereits einmal mit einem solchen Pfeil durchdrang, vor die Nase gehalten wurde.

Auch beim zweiten Teil des »Hobbit« zeigt sich also, dass die literarische Vorlage – ein relativ dünnes Büchlein – in keiner Weise ausreicht, um ein dreiteiliges Filmepos zu füllen. Entsprechend viel muss hinzugedichtet und erfunden werden. Dem Spannungsbogen der Geschichte kommt das indessen wenig entgegen. Hinzu kommt, dass auch die Darstellung der dunklen Mächte, der diversen Orcs sowie des Nekromanten kaum Neues bieten. Natürlich sind die vermanschten, vom Aussatz entstellten Visagen der Bösewichter abgrundtief hässlich, aber das kennen die Zuschauer bereits aus dem »Herrn der Ringe« zu Genüge, wobei das ständige saubere Filettieren derer Köpfe durch Elbenklingen die Sache nicht aufregender macht.

Im Ergebnis hat mich dieser Film also leider ebenso wenig erreicht wie der erste Teil. Unbestritten bietet er Hollywood-Action auf hohem Niveau, mal fühlte ich mich an die Schussfahrten erinnert, die Indiana Jones schon vor 20 Jahren absolvieren musste, mal dachte ich an einen Märchenfilm, der aufgrund der Monster leider nicht kindertauglich ist. Trotzdem werde ich mir den dritten Teil ansehen, denn so schrecklich lange kann es ja nicht mehr dauern, bis Smaug, der bereits zur Seestadt aufgebrochen ist, seinen letzten Pfeil kassiert und Thorin Eichenschild samt Arkenstein die letzte Reise antreten kann.
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24 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Kinderbuch zum Epos, 9. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die enorme Leistung der Hobbit-Trilogie liegt gerade nicht in dem Versuch, eine werksgetreue Verfilmung des Hobbits vorzunehmen, der ja über ein Jahrzehnt vor dem Herrn der Ringe als kleines Kinderbuch erschienen ist und natürlich nicht an das spätere Epos Tolkiens heranreichen konnte. Klar hat der Text seine eigene historische Bedeutung, aber hätte man das Ganze 1:1 umgesetzt, wäre ein 2 Stunden-Film herausgekommen, der nicht einmal ansatzweise dem Herr der Ringe-Epos gerecht geworden wäre. Also hat man sich entschieden, mehr zu machen, und hat den Hobbit nicht nur sehr detailverspielt umgesetzt sondern auch enorm abgeändert und erweitert, was teilweise auf Elementen des Anhangs vom Herrn der Ringe basiert, aber auch nicht immer (Tauriel)...

Herausgekommen ist ein episches Meisterwerk mit kleinen Mängeln... das einige Actionszenen etwas übertrieben wirken mögen, ist zuzugeben, aber dafür gibt unglaublich viele stimmungsvolle Szenen, einen weiterhin tollen Soundtrack und endlich eine Vorgeschichte zu Saurons zweiter Herrschaft... Dol Guldur zählt für mich zu den besten Szenen in der ganzen Saga und ist an sich schon ein Grund, den Film zu lieben...

Was die angeblichen Längen in den bisherigen beiden Hobbit-Filmen angeht: fast wünschte ich mir, die Originaltrilogie hätte das selbe Buchseiten-Filmspielzeit-Verhältnis wie der Hobbit gehabt. So hätten wir viele Details mehr bekommen und jede Sekunde in Mittelerde zählt für mich.

Klar mögen Buchpuristen die Änderungen beklagen (Tauriel als neue Figur, veränderte Details rund um Dol Guldur etc), aber erst dadurch wurden die Filme zu jenem Meisterwerk, dass es mit der filmischen Herr der Ringe-Saga aufnehmen kann bzw. nun ein Teil davon ist. Man muss hier keinen Keil zwischen die beiden Trilogien treiben, die zusammen die größte Saga der Filmgeschichte darstellen... 20 Stunden Mittelerde in Vollendung... ich möchte keine Sekunde davon missen...

Die Extended Version von Smaugs Einöde ist übrigens im Gegensatz zum Extended Cut des ersten Teils eine echte Bereicherung, da wichtige Informationen und Hintergründe hinzugefügt werden und nicht nur etwa zwei neue Songs und ein bisschen Klamauk wie im 1. Teil...
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5.0 von 5 Sternen Top Film, jedoch Probleme mit dem Stream, 1. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo! Natürlich habe ich mir diesen Film gekauft um ein weiteres Mal eine Trilogie von Peter Jackson miterleben zu dürfen. Der Film ist einfach wunderbar; mit seinen Spezial-Effekten und später auch mit seinen Kampf-Szenen.

Ich lege jeden den Film ans Herz der ein gut gedrehten Fantasy-Blockbuster sehen will mit einer guten Story.

Während des schauen des Filmes sind einige Streaming Probleme aufgetaucht, die ich aber später teilweise lösen konnte und mich nicht daran gehindert haben mich vollständig auf den Film zu konzentrieren :)

Der Drache ist wirklich wunderbar animiert, generell, der ganze Film ist super gemacht!
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53 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Den 3. Teil spare ich mir dann doch..., 10. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde (DVD)
So nachdem ich den 1. Teil des Hobbits im Kino gesehen hatte und danach äußerst gelangweilt und enttäuscht war - einzige die Szene zwischen Bilbo und Gollum konnte mich überzeugen - habe ich mich bis vor kurzem geweigert den 2. Teil zu sehen.

Zwischenzeitlich erfolgte dann doch mal eine Sichtung des Werkes mittels Blu-Ray.

Vorab sei dazu gesagt, dass der Hobbit als Buch eines meiner ersten Bücher war das ich freiwillig gelesen habe. Es ist ein Kinderbuch mit keiner großen weltbewegenden Story. Es ist für mich ein Abenteuerbuch in einer Fantasy Welt.

Natürlich ist mir klar, dass man ein solches Buch nicht 1:1 umsetzen kann. Das hätte ich auch nie gefordert. Allerdings kann ich die Herr der Ringe Verfilmung mit dieser filmischen Umsetzung vergleichen. Schließlich sind hier nunmehr die gleichen Personen am Werk wir bei HdR.

Jeder hat einen eigenen Filmgeschmack und seine eigene Meinung. Aber während bei Herr der Ringe die Figuren noch ausgearbeitet waren und die Filme im wunderbaren Wechsel zwischen Kampf-, Dialog- und Landschaftsszenen gestaltet waren fehlt all das beim Hobbit.

Meine konkreten Kritikpunkte (letztlich bezogen auf beide Filme) - die sich auch nicht mehr mittels eines dritten Teils ändern lassen können.

- Der Hobbit! Der Hobbit ist eine mir persönlich vollkommen unwichtige Person. Bilbo kann nichts, Bilbo macht nichts, Bilbo ist zumindest mir eher unsympathisch.
Das liegt vor allem aber daran, dass man bestimmte Szenen aus dem Buch, in welchem Bilbo durch Schläue und Tricksereien überzeugen konnte nicht wirklich gut übernommen und diese teilweise auch sehr stark abgeändert hat. Hier wäre eine liebevolle 1:1 Adaption durchaus wünschenswert gewesen.

- Die Zwerge! Also mal ehrlich... Die Zwerge sehen aus wie alles mögliche aber nicht wie Zwerge. Teilweise kleine Hobby-Models, teilweise wie Clowns und letztlich einfach nicht passend. Vielleicht liegt die Art der Gestaltung darin begründet, dass man die Menge an Zwergen einfach irgendwie auseinander halten soll. Aber das bringt mir auch nichts, da die Zwerge so willkürlich austauschbar sind wie Streichhölzer in einer Streichholzpackung.
Gerade in einem (bzw. 3) Filme(en) hätte man jedem Zwerg mehr Raum und Zeit zugestehen können sich zu entwickeln und in das Gedächtnis des Kinobesuchers zu brennen. Hier? Leider Fehlanzeige.

- Die Effekte! Ja mir ist klar man kann mit neuer Kameratechnik und am Computer ganz tolle Sachen machen. Aber mir sieht die ganze Sache zu wenig real aus. Die Optik gefällt mir nicht, dazu viel zu viele CGI Effekte anstatt doch lieber ein paar mehr schöne Drehs mit Schauspielern und nachgebildeten Schauplätzen durchzuführen. Für mich wirkt die ganze Sache einfach zu künstlich.

Zu, Schluss bemängele ich vor allem die hohe temporeiche "Fahrt" der Gruppe zum Zielort. Man kann wegen mir gerne Charaktere einbauen und Nebengeschichten hinzuziehen um mehr erzählen zu können als das Buch letztendlich hergibt. Aber selbst wenn man dies auf diesem Wege macht sollte der Erzählstil doch bitte noch vorhanden sein. Das Bucht erzählt keine Hetzjagd bis zum Showdown sondern eine Reise mit Gefahren und verschiedenen Ereignissen. In den Filmen wird gekämpft, geflohen, gekämpft usw. Die Charaktere bleiben auf der Strecke, die Nebengeschichten sind vielleicht interessant aber laufen beiläufig nebenher. Es fehlt der Tiefgang.

Ich frage mich persönlich schon was für eine Art Film man hier überhaupt machen wollte. Zum Teil ist der Film bzw. die Szenen kindisch bis hin zu lächerlich. Andererseits baut man Charaktere und Nebengeschichten ein, die vielleicht weniger kindgerecht sind. Eine klare Linie wie man die Geschichte erzählen möchte wäre hier wünschenswert gewesen. Hätte man den Trupp der Zwerge als das harte und auch in sich gekehrte Volk dargestellt, das es nun einmal ist und den Film allgemein einfach erwachsener (im Stil von HdR) gemacht würde ich vielleicht noch einige Pluspunkte sehen.

So bleibt es dabei, dass der Hobbit für mich eine einzige Enttäuschung ist. Der 3. Teil wird auch keine Besserung mit sich bringen wenn ich an das Ende des Buches denke. Es wird auf noch mehr Kampf hinauslaufen als sowieso schon vorgekommen. Eine epische Schlacht am Ende der Reihe hätte ich gut gefunden wenn man dafür im Vorfeld etwas sparsamer gewesen wäre. Ich glaube zwei Teile hätten durchaus ausgereicht wenn man dafür der Story und den Charakteren mehr Aufmerksamkeit gewidmet hätte.

So dann hetze man jetzt bitte die Ringgeister auf mich, da ich ja dieses Meisterwerk, an den Bewertungen gemessen, mit anderen Augen sehe.

Gruß
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22 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Peter Jackson bietet mit dieser Extended Edition erneut erstklassige Unterhaltung bei herausragendem Bild & Ton, 14. November 2014
Von 
Sascha H. "SasH" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Als der neuseeländische Regisseur Peter Jackson vor einigen Jahren die „Der Herr der Ringe“ Trilogie zu Ende gebracht hatte, dachte wohl kaum jemand daran, dass der Filmemacher, dessen ersten cineastischen Gehversuche im Horrorgenre stattfanden, noch einmal nach Mittelerde zurückkehren würde. Nachdem Guillermo del Toro das Handtuch hingeschmissen hat, blieb Jackson allerdings wohl nichts übrig und das Beste daraus zu machen. Und das hat er gemacht. Denn auch wenn man die „Der Hobbit“ Trilogie keinesfalls mit der „Der Herr der Ringe“ Trilogie vergleichen kann, ist sein neustes Werk wieder einmal der Hammer geworden. Dabei schafft es „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ seinen Vorgänger „Der Hobbit: Eine unerwartete Reuse“ noch eines drauf zu setzen. Zwar geht aufgrund der enormen Überlänge (aus einem 300 Seiten Kinderbuch werden letztendlich 3 jeweils über 3 Stunden lange Fantasy Epen) etwas vom Charme der Buchvorlage verloren, was aber durch fulminante und spektakuläre Action und Special Effects, zusätzliche dramatische Elemente, die neu konstruierten Storyteile, die als Überleitung zur „Der Herr der Ringe“ Trilogie dienen, nicht wenige toll pointierte Gags und atemberaubende Kulissen mehrfach wieder wett gemacht wird. Ein Film, der bei 3 Stunden Spielzeit – schließlich bietet der Extended Cut insgesamt 25 zusätzliche Minuten an Filmmaterial – keine Langeweile bietet, kann nicht wirklich schlecht sein. Apropos extended Cut: gerade Fans des Buches dürfen sich zumindest auf 2 zusätzliche Szenen freuen, die in der Kinofassung fehlten, aber nun nachträglich integriert wurden und dem Film damit ein wenig mehr Originaltreue bietet und für zusätzliche Lacher sorgt. Doch auch die weiteren zusätzlichen Szenen, die neue (bekannte) Figuren integrieren oder manche Darstellungen ein wenig erweitern und somit nachvollziehbarer machen, fügen sich nahtlos in die Handlung ein. Dasselbe gilt für die neuen Figuren, die nicht in der Originalgeschichte vorkamen, aber von Jackson, Walsh, Boyens und del Toro sehr gut und flüssig in den Gesamtkontext integriert wurden. Bestes Beispiel ist die Elbin Tauriel, die von Evangeline Lilly („The Hurt Locker“, „Lost“) verkörpert wird und die Frauenquote ein wenig erhöht, aber auch inhaltlich viel Bedeutung erfährt. Dazu gesellt sich die bereits bekannte Figur des Waldelben Legolas (erneut dargestellt durch Orlando Bloom), der sogar noch eine Ecke „cooler“ rüberkommt, wie noch bei „Der Herr der Ringe“ Trilogie. Das mag manch einem vielleicht aufgesetzt erscheinen, erscheint bei näherer Betrachtung allerdings authentisch. Denn wenn man bedenkt, wie Legolas bei „Der Herr der Ringe“ abgeht, muss er ja in seiner jüngeren Version ja noch dynamischer und agiler sein. Doch auch die neue Figur Alfrid, die rechte Hand des Bürgermeisters der Seestadt, gespielt von Ryan Gage („Judge Dredd“), passt sehr gut zur Geschichte und sorgt für zusätzliche Dynamik, auch wenn die Rolle ein wenig an Grima Schlangenzunge erinnert. Ohnehin sind sämtliche Nebenplots unaufdringlich und integrieren sich sehr gut in der Gesamthandlung, so dass mit Fug und Recht behauptet werden kann, dass Peter Jackson und seine Crew erneut einen herausragenden Film abgeliefert haben.

Bild:
Das Bild liegt im Original Kinoformat vor und ist erneut wieder absolut herausragend ausgefallen. Nur minimale Beeinträchtigungen wie vereinzelte Banding oder Aliasing Spuren mindern den ansonsten positiven Gesamteindruck und verhindern die Höchstwertung. Fraglich ist ohnehin, ob diese Beeinträchtigungen, die ohnehin nur selten auftauchen, überhaupt jedem Zuschauer auffallen. Denn abgesehen davon dominieren hervorragende Schärfewerte, kräftige und natürliche Farben , ein ausgewogener Kontrast und satte Schwarzwerte bei optimaler Durchzeichnung. Selbst die 2D Fassung bietet bereits ein sehr plastisches Bild. Die 3D Fassung, die wie schon bei „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ sich auf 2 Blu-ray Discs verteilt, punktet dabei durch eine enorme, weit gestaffelte Tiefenwirkung, die einfach nur atemberaubend ausgefallen ist. Wie bereits bekannt, legte Peter Jackson nicht sonderlich viel Wert auf spielerische Pop Out Effekte, auch wenn davon eine Handvoll vorhanden sind. Das stört aber keineswegs, denn der räumliche Effekte ist so oder so wirklich hervorragend.

Ton:
Der Ton liegt erfreulicherweise nicht nur in Englisch sondern auch in Deutsch verlustfrei komprimiert in DTS HD Master Audio 7.1 vor. Das macht sich schnell bemerkbar, auch wenn die Referenzmarke leider nicht geknackt wird. Der Grund dafür: Hin und wieder könnte der Bass noch tiefreichender sein, was allerdings auch schon Jammern auf hohem Niveau ist. Immerhin: Beim Finale werden dafür alle Register gezogen und auch der Subwoofer bis an die Grenze gefordert. Abgesehen davon dominiert eine weiträumige, aktive Surroundkulisse, die im Zusammenhang mit der umfangreichen Dynamik für einen natürlichen Klang sorgt. Schön, dass da auch die Transparenz mitspielt und durch die ausgewogene Balance sämtliche Elemente stets klar orten und verstehen lässt.

Ausstattung:

Das Bonusmaterial stellt einmal mehr das Nonplusultra dar. Insgesamt 9 Stunden an Extras haben Warner hier aufgefahren und lassen wohl keine Wünsche offen. Neben dem Audiokommentar mit Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Peter Jackson sowie Produzentin und Drehbuchautorin Philippa Boyens (nur bei der 2D Fassung) gibt es noch das bereits bekannte Featurette „Neuseeland: Heimat Mittelerde – Teil 2“. Die übrigen Beiträge – nebenbei bemerkt komplett in HD und deutsch untertitelt – wurden dabei auf 2 zusätzlichen Blu-ray Discs verteilt und bieten zu sämtlichen Bereichen wie das Training der Darsteller, um ihre Rollen authentischer zu spielen, der erneut majestätisch atmosphärischen Filmmusik, den Kulissen und Filmsets, den Special Effects, den einzelnen Figuren sowie noch vielem mehr ausreichen zusätzliche Informationen. Da fehlt absolut nichts. Der FSK Sticker auf der Front der Hülle ist abziehbar.

Fazit:
Auch wenn Peter Jackson mit seiner „Der Hobbit“ Trilogie nicht das Niveau und die dramatische Tiefe von „Der Herr der Ringe“ erreicht, bedeutet das noch lange nicht, dass die Leinwandadaption der ca. 300-seitigen Kindergeschichte keine gute Unterhaltung bieten würde. Mal abgesehen von der Tatsache, dass bei diesem Vergleich Äpfel mit Birnen verglichen werden, hat „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ gerade im Extended Cut“ genug Schauwerte, die den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde fesseln und keine Langeweile aufkommen lassen. In technischer Hinsicht präsentieren sich Bild und Ton bis auf minimale, nahezu vernachlässigbare Beeinträchtigungen, auf erstklassigem Niveau.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbares ...., 6. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
.... Samnelschtück, wie bei den vorangegangenen Filmen, inlc. Herr der Ringe.
Einen Abzug gibt es wegen des fehlenden Heftchens mit der Kapitalverzeichnis, wie es seiner Zeit liebevoll bei der Herr der Ringe Extended Edition beilag. Einen weiteren für die unsägliche Faulheit von Warner Brothers mir als Nutzer nicht die Möglichkeit zugeben die im Film fest eingestellten englischen Untertitel ausschalten zu können und somit das Bild durch Anzeige von Deutsch und Englisch "versaut" wird. Die Deutschen kann ich wiederum abschalten - Wie intelligent ist das denn.

Der REst ist briliant und eine Abhandlung über den Film kann ein anderer schreiben. Das gehört für mich nicht in diese Rezession
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73 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf den zweiten Blick ein toller zweiter Teil, 20. Dezember 2013
Von 
Oliver Arnold (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray] ultraviolett (Blu-ray)
Tendenziell gehöre ich zu der Fraktion, die Peter Jacksons Filmen und seiner Interpretation von Tolkiens Werken sehr wohlwollend gegenübersteht und auch so manche Buchabweichung gerne verzeiht. Von daher liebe ich die alte Trilogie, und beinahe ebenso sehr habe ich im letzten Jahr "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" ins Herz geschlossen. Klar, Ausschmückungen wie den Azog-Plot oder Radagast und Dol Goldur gab es auch dort, für meine Begriffe hat sich das aber alles super in die Geschichte eingefügt und mir sehr viel Spaß gemacht. Somit war ich bereit, auf ein Neues in die Welt von Mittelerde einzutauchen, wieder dieses typische Herr-der-Ringe-Feeling zu genießen, bis irgendwann der Abspann über die Leinwand läuft und man rundum zufrieden ausatmet. Leider wurden meine (realistischen) Erwartungen dieses Mal nicht voll und ganz erfüllt.

Insgesamt habe ich einen gelungenen zweiten Teil gesehen, einen tollen Fantasyfilm, der jedoch dramaturgische Schwächen aufweist. Einen großen Anteil hieran hat der ungewöhnlich höhepunktarme Soundtrack, der im Vergleich zum Herrn der Ringe und selbst zum ersten Hobbit-Teil stark abfällt und über weite Strecken sehr, sehr passiv wirkt. Das kenne ich so gar nicht von Peter Jackson und Howard Shore! Die HdR-Soundtracks haben die Filme förmlich getragen, haben eine Atmosphäre versprüht, die regelmäßig für Gänsehaut gesorgt hat. Bei "Smaugs Einöde" überkam mich dieser angenehme akustische Schauer vielleicht ein bis zwei Mal - am ehesten noch in der Szene, als Tauriel mit Kili über die Sterne philosophiert (schönes Thema). Doch nehmen wir als Beispiel einmal die Fässerflucht: Die Szene hat mir persönlich gut gefallen - jedoch hätte sie einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen können, wenn sie akustisch entsprechend in Szene gesetzt worden wäre. Anstelle einer packenden in sich geschlossenen Klangkulisse wechseln die Themen hin und her, werden dabei immer nur kurz angerissen, bevor die Musik alsbald wieder in eine unerwartete Ruhephase verfällt. Diese Disharmonie zieht sich durch viele Passagen des Soundtracks, dessen Hauptthemen oftmals sehr unspektakulär im Hintergrund verflachen und irgendwie umständlich dahin plätschern. Im Vergleich dazu ist der Soundtrack von "Die Rückkehr des Königs" überaus abwechslungsreich und gespickt mit vielen wunderbaren Themen, die bereits beim ersten Hören sofort ins Ohr gehen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das Pacing des Films, generell sein Timing, das dieses Mal nicht immer passt: In 150 Minuten passiert zwar relativ viel, und dennoch wollte der Funke nicht auf Anhieb bei mir überspringen. Ob der Spinnenangriff im Düsterwald, die Fässerflucht, Ork-Action in Seestadt oder nicht zuletzt der Kampf mit Smaug - all das bietet hohe Schauwerte, aber es fesselt mich diesmal nicht, weil immer ein Schuss Dramaturgie fehlt. Beim Finale von dem ersten Hobbit-Teil standen mir die Nackenhaare hoch, als Thorin, begleitet von spannungsgeladener Musik an brennenden Bäumen vorbei mit dem Schwert in der Hand, bereit für ein letztes Duell, auf Azog zumarschiert. Das war packend!! Eine vergleichbar dramatische Szene gibt es in Smaugs Einöde nicht. Klar, Smaug selbst ist super und der Dialog mit Bilbo im Drachenhort total gut eingefangen. Die hinzu erfundene Drachenjagd im Erebor flasht mich jedoch nur bedingt, und man macht sich hier zu keinem Zeitpunkt wirklich Sorgen, dass den Zwergen irgendwas passieren könnte. Gut, laut Buch überleben sie den Drachen ja auch. Aber dennoch könnte sich ja beim Zusehen das Gefühl einstellen, dass sie hier echt was durchmachen, so wie Thorin eben am Ende vom Vorgänger. Vielleicht ist auch hier wieder der schwache Soundtrack mitverantwortlich dafür, dass Spannung nur bedingt aufkommt.

Inhaltlich hat mir die Geschichte mit all seine Ausschmückungen im Großen und Ganzen gut gefallen. Den Aufenthalt bei Beorn hätte man sich jedoch beinahe sparen können. Der Pelzwechsler kommt derart kurz, dass man den Eindruck gewinnt, Peter Jackson war von der Figur und ihrem ziemlich behämmerten Look selbst nicht mehr so recht überzeugt gewesen. Dieses Kapitel fühlt sich extrem gestaucht an, so als habe man bewusst viel Material für die Extended Edition aufgehoben. Bin ich mit dem Charakterdesign bislang immer sehr glücklich gewesen, haben die Schöpfer von Beorn diesmal kräftig in die Tonne gegriffen. Was soll das sein? Ein Werwolf mitten in der Verwandlung eingefroren? Im Idealfall hätte ich mir Beorn als eine athletische, grimmige Ausgabe von Hagrid gewünscht. Der finale Look jedoch, die Frisur, das Gesicht, passt irgendwie gar nicht in das bisher von Peter Jackson geschaffene Mittelerde.
Düsterwald fand ich toll; die Spinnen gefielen mir weitaus besser als die gute, alte Kankra und Bilbos Einsatz des Ringes war genial eingefangen. Letztlich fehlte mir aber auch bei dieser Sequenz wieder ein Schuss Dramaturgie. Selbst in der kindlichen Buchvorlage wird beschrieben, dass sich die Zwerge einen hitzigen Kampf mit den Spinnen liefern ("...wieder und wieder schlugen sie die Spinnen zurück..."). Doch irgendwie ist die Gefahr recht schnell gebannt und das Einschreiten der Elben kommt, als nur noch wenige Kreaturen übrig sind. Schade - diese bereits gute Szene hätte durchaus Potenzial für noch mehr Spannung und Verzweiflung geboten.
Das Waldelbenreich ist optisch schön designt, wirkt aber dezent CGI-lastiger als seinerzeit Lothlórien. Mit Thranduiel und Tauriel wurden zwei interessante Figuren eingeführt. Insbesondere die umstrittene Elbin hat mir sehr gut gefallen. Klar, die Figur wandelt auf schmalen Hollywoodklischeepfaden, kommt aber dennoch sehr sympathisch rüber. Was die Optik betrifft, hat das Casting hier ganze Arbeit geleistet! So habe ich mir als alter Mers-Spieler immer eine wunderschöne Elbin vorgestellt.
Dass Legolas hier als unterkühlter, beinahe unbesiegbarer Orkslayer dargestellt wird, trägt nicht unbedingt zur Spannung bei. Selten macht man sich um diesen Charakter Sorgen, da ihm beinahe alles mit überirdischer Leichtfertigkeit gelingt.
Die Beziehung zwischen Kili und Tauriel finde ich bis jetzt in Ordnung, gibt sie beiden Figuren doch ein wenig Tiefe. Jedoch muss Peter Jackson aufpassen, dass es im dritten Teil nicht in allzu großem Kitsch ausartet.
Der Handlungsstrang rund um Gandalf und den Nekromanten gefiel mir beinahe am besten, nur wurde auch dieser zum Teil sehr schnell abgehandelt und wirkte in manchen Szenen (die Grabstätte der Nazgul) irgendwie stark gekürzt. Die Extended Edition wird 's hoffentlich richten.
Der Schauplatz Seestadt war ebenfalls klasse, auch wenn ich sie mir beim Lesen nie ganz so herunter gekommen vorgestellt habe. Hatte ich schon erwähnt, dass der Soundtrack ein Schwachpunkt des Films ist? Auch hier reißt er wieder einmal ein interessantes neues Thema an, nur um nach ein paar Sekunden gleich wieder komplett zu verflachen.
Luke Evans als Bard gefällt mir sehr gut. Bleibt die Figur im Buch ziemlich blass, verleiht er ihr mit seinem tollen Spiel einiges an Profil.
Der Drache, seine Mimik, seine (deutsche) Stimme, sein Auftritt - alles super gemacht!! Doch ist er das Highlight des Films? Jein! Vor zehn Jahren hätten wir von nichts anderem gesprochen als von diesem genialen Drachen. Doch mittlerweile ist man als Kinogänger schon beinahe verwöhnt, was gutgemachte CGI-Ungeheuer angeht. Harry Potter, Alice im Wunderland, Eragon - das waren alles gut gemachte Drachen, und man hat sich daran gewöhnt, dass mittlerweile jeder zweite Drache im Film sensationell aussieht. Smaug kann also nichts dafür, dass sein Look einen nicht mehr komplett aus den Stiefeln zu hauen vermag. Allerdings punktet er mit viel Charme und Arroganz, wie sie kein anderer Leinwanddrache bisher gezeigt hat. Seine Szenen mit Bilbo sind fantastisch - die Jagdszenen mit den Zwergen wirken dagegen aufgebläht und nur bedingt spannend.

Fazit: Für einen Berufsoptimisten und toleranten Tolkienfan wie mich sind es diesmal ungewohnt viele Kritikpunkte bei einem Peter Jackson-Mittelerdefilm. Insgesamt hat "Smaugs Einöde" viel Sehenswertes zu bieten, lässt aber phasenweise Dramaturgie vermissen. Der Soundtrack ist leider nur Durchschnitt - brillante Themen wie zu Zeiten der Gefährten bis hin zur Rückkehr des Königs sind Mangelware und stellen für mich den größten Kritikpunkt dar. Schauplätze, Darsteller, Effekte und auch die deutsche Synchronisation sind nach wie vor großartig. Nachdem ich den Film ein zweites Mal gesehen habe, hat er mir schon deutlich besser gefallen, und die genannten Schwachpunkte habe ich nicht mehr als ganz so gravierend empfunden, so dass ich auf den zweiten Blick schon wesentlich mehr Spaß mit dem zweiten Hobbit-Teil hatte. Insgesamt ist dies also ein wirklich toller Fantasyfilm mit kleinen Mängeln, der immer noch sehr viel Mittelerdefeeling versprüht, so man sich denn darauf einlässt und die ein oder andere Buchabweichung verzeiht.
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93 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen J.R.R. Tolkien reanimiert : Der Hobbit, Smaugs Einöde, 17. Dezember 2013
eine Filmkritik, ohne Filmspoiler.

Dieser "Smaug" hätte vermutlich sogar J.R.R. Tolkien gefallen.

Peter Jackson hat 2001 mit der Umsetzung eines bis zu diesem Zeitpunkt als unverfilmbar geltenden "Herr der Ringe" die Erwartungen vieler Mittelerde-Fans mehr als befriedigt. Mit aktualisierter Technik -welche die Effekte in 3D-HFR Bildqualität genial darstellt- , wunderschönen Landschaften, tollen Kostümen, detailverliebten Masken, gewaltig wirkenden (Höhlen)- Bauten und überzeugend wirkenden Kreaturen, führt er nun das (Prequel)Abenteuer des Bilbo Beutlin und "seiner Truppe" in - Der Hobbit, Smaugs Einöde – fort.

"Smaugs Einöde" ist vor allem eins: Dynamischer & deutlich erwachsener. War man in Teil 1 des Hobbits noch stellenweise etwas enttäuscht über diverse langwierig wirkende Szenen oder teils sehr kindlich wirkenden Einlagen, so schlägt Peter Jackson nun klar einen anderen Weg ein. Ich versuche mal zu beschreiben was ich meine: Mittelerde ist (vermutlich) allen aus der Herr der Ringe Trilogie bekannt. Der "kleine Hobbit" führte neben dieser epochalen Erzählung aus meiner Sicht nur ein Schattendasein. "Kann man von einem Kinderbuch mehr erwarten ?!" - Einige die nach dem Lesen von HDR (oder LOTR, ganz wie Sie möchten) nicht genug hatten, haben wohl den Hobbit gelesen und erfuhren nur teilweise eine Rückkehr nach Mittelerde, auch wenn man sich mehr erhoffte.

Nun nähert sich Regisseur Peter Jackson diesem Problem. Indem er in der Einleitung und im weiteren Verlauf immer wieder Tolkien-Material aus anderen Werken von J.R.R. Tolkien verwendet, z.B. aus dem Buch "Das Silmarillion" und diese passend und atmosphärisch, düster in die Handlung des Films einbringt. Auch dem Elben Legolas wird zu einem heroischen Gastauftritt verholfen, dieser wirkt zwar Kampf/Tricktechnisch an manchen Stellen etwas überzogen, die Erscheinung selber kommt aber aufgrund der Langlebigkeit der Elben auch völlig logisch innerhalb der Mittelerdegeschichte daher. Vermutlich entspricht dies ziemlich genau "Tolkiens" Bemühen, den "Hobbit" nachträglich mehr in die bekannte Herr der Ringe-Trilogie einzufügen. Auch dass Bilbo immer wieder die dunkle Macht des Rings zu spüren bekommt, macht Sinn, denn sind wir ehrlich: Wir möchten keine 1:1 kindertaugliche Hobbit-Version im Kino sehen, sondern mehr von Jacksons Interpretation des finsteren Nachfolgerdrillings.

Wussten Sie, dass Tolkien in späteren Auflagen des "Hobbit", Bilbos Ringfund umgeschrieben hat um den Ringfund so den Bedürfnissen des "Herrn der Ringe" anzugleichen ? Soll heißen: Eben dann, wenn Jacksons Verfilmung etwas falsch zu machen scheint (bzw. sich nicht genau an das "schmale" Buch hält), macht sie etwas richtig ...

Zugegeben, es wird mit der Aufteilung auf 3 Filme natürlich wieder sehr kommerziell/ Kasse gemacht, allerdings ist es auch verständlich, dass der sicherlich immense Kostenaufwand der Drehs nach Möglichkeit für mehrere Teile herhalten muss. - Wir erinnern uns Herr der Ringe Teil 2 und 3 wurden auch größtenteils zusammen abgedreht.

Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen zur Filmaufteilung und auch -durchaus verständliche- kritische Meinungen zur freieren Interpretation des Ausgangsmaterials. Wenn man dies allerdings versucht etwas hintergründiger zu betrachten, so kommt doch eine bisher recht anschauliche Fantasyreihe heraus die reichlich Mittelerdefeeling versprüht. Gerne können wir uns hierzu über die Kommentarfunktion austauschen :-)

Bezüglich Erscheinungsdatum für die Blu-ray tippe ich auf Mai 2014, damit wäre sie im Rythmus mit dem Erscheinungsdatum des ersten Hobbit-Streifens.

Fazit: Eine technisch perfekt inszenierte Rückkehr nach Mittelerde, die sich relativ frei an die Buchvorlagen hält aber sehr kurzweilig ist. Perfektes Popcornkino.

In diesem Sinne hoffe ich, dass Ihnen diese Rezension gefallen hat - denn, der Film ist einen Kinogang wert - und verbleibe mit einem Satz der mich immer wieder zum lächeln bringt:

"... ich kenn die hälfte von euch nur halb so gut wie ich es gerne möchte,
und ich mag weniger als die hälfte von euch auch nur halb so gerne wie ihr es verdient!" (Bilbo Beutlin, LOTR 1)
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