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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Bonusmaterial
Zum Film möchte ich nicht viel schreiben. Wer die 25 Extraminuten (12 neue Szenen) sehen möchte, sollte sowieso zugreifen. Mir geht es um die "Anhänge" Teil 9 und 10. Seit der "Der Herr der Ringe"-Extended-Trilogie werden uns Einblicke in die Produktion der einzelnen Filme gewährt. Und da geht es echt von A - Z. Von der Vorproduktion bis hin zum...
Vor 5 Tagen von Hussman veröffentlicht

versus
1.114 von 1.430 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Au weia! Der arme Herr Beutlin..
Rezension enthält Spoiler, also seit gewarnt ^^

Ich habe es von Anfang an sehr skeptisch gesehen, dass aus dem vergleichsweise kurzen Buch eine ganze 9-stündige Filmtrilogie gemacht werden sollte. Mit dem zweiten Teil Smaugs Einöde kristallisiert sich noch mehr als beim ersten Film heraus, dass dies einfach nicht wirklich gut funktioniert...
Vor 11 Monaten von Steve veröffentlicht


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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Bonusmaterial, 17. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum Film möchte ich nicht viel schreiben. Wer die 25 Extraminuten (12 neue Szenen) sehen möchte, sollte sowieso zugreifen. Mir geht es um die "Anhänge" Teil 9 und 10. Seit der "Der Herr der Ringe"-Extended-Trilogie werden uns Einblicke in die Produktion der einzelnen Filme gewährt. Und da geht es echt von A - Z. Von der Vorproduktion bis hin zum letzten Feinschliff in der Postproduktion, der noch knapp vor (und hier sogar noch ein paar Stunden nach) Abgabetermin gemacht wird.

Auch hier sind es wieder ca. 9 Stunden, in denen so gut wie alles beleuchtet wird und zwar auf eine Weise, dass es nicht langweilig wird. Wer sich auch nur im Geringsten fürs Filmemachen interessiert, bekommt hier einen wahren Schatz an Informationen. Es ist nicht das typische Hollywood-Making-Of in dem man ständig hört wie toll doch alles bei den Dreharbeiten war, sondern man bekommt auch gezeigt, was es für Schwierigkeiten vor, bei und nach den Dreharbeiten gab. Und wenn man gesehen hat wie diese Schwierigkeiten durch Teamwork bewältigt wurden, kann man dem typischen Making-of-Satz "We were all like a big family" endlich mal Glauben schenken. Danke an das Team in Neuseeland.
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809 von 939 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Prepared to burn, 17. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde (DVD)
Der zweite Teil der Hobbit-Trilogie gewinnt an Schwung und Unterhaltungswert, und wahrscheinlich auch an Fans, verliert jedoch J.R.R. Tolkien.

Eines wird sehr bald klar: „Eine unerwartete Reise“ und „Smaugs Einöde“ sind zwei Brüder, die sich nicht annähernd in ihrem Wesen so ähneln wie Kili und Fili, sondern sich unterscheiden wie Tag und Nacht.Ihre Gemeinsamkeit ist zum einen der Titel, der sich auf den Roman „Der Hobbit“ von Tolkien beruft, obgleich es sich keines Falls um eine Verfilmung dieses Werks handelt, das der Altmeister der Fantasy damals für seine Kinder schrieb. Schon der erste Teil war weniger eine Romanverfilmung, als eine Aufzeichnung all der weltbewegenden Ereignisse und Verwicklungen, die, wie man in Tolkiens anderen Werken nachlesen kann, zur Zeit von Bilbos Reise stattfanden und alle direkt oder indirekt damit verknüpft waren. „Eine unerwartete Reise“ hielt sich vordergründig lose an „Der kleine Hobbit“ und hintergründig an Schriften wie „Das Silmarillion“ oder „Nachrichten aus Mittelerde“; „Smaugs Einöde“ hält sich vordergründig lose an den kleinen Hobbit und hintergründig an nichts und niemanden.

Um aus einem Kinderbuch einen Film für Erwachsene zu machen, wurde sich mehr auf die großen Zusammenhänge konzentriert, die im Roman unsichtbar bleiben, die Ereignisse am Ende, sowie die Geschichte des Herrn der Ringe zu verstehen helfen. Die Verknüpfung der verschiedenen Handlungsstränge ist dabei tatsächlich sehr gelungen, sie gibt zu verstehen, dass nichts auf Bilbos Reise Zufall war, und dass es Gandalf, als er Bilbo und die Zwerge zusammenführte, um weitaus mehr ging, als um die Widergewinnung Erebors für den thronlosen König unter dem Berg. Entgegen dem Buch gewinnt der Ring schon mehr an Bedeutung und an Gefahr; die Zusammenhänge zwischen jenem Schatz, dem Drachen und der Schattengestalt in Dol Guldur, die sich (SPOILER) als Sauron zu erkennen gibt, werden mit verschiedenen, teils subtilen Mittel unmissverständlich gemacht.

Gegenüber dem ersten Film verliert „Smaugs Einöde“ an Humor und Leichtigkeit, die augenzwinkernden Vorgänge, wie das Eintreffen in Beorns Haus wurden zugunsten panischer Fluchten aus dem Script gelöscht, der Gesang und die Witze verschwanden aus der Gemeinschaft, und selbst das Lied zum Abspann, „I see fire“ verbreitet eine ganz andere, melancholischere, wehmütigere Stimmung als noch „The song oft he lonely mountain“, rühmt die Treue der Gemeinschaft und die Ehre in einem aufrechten Tod im Feuer.

Außerdem wurden im Zuge dieser Umwandlung der Kindergeschichte viele der im Buch sehr einfachen Vorgänge verkompliziert. Der Zuschauer erfährt nie gekannte Hintergründe einzelner Handlungen und Geschehnisse, wie bereits in Teil Eins die Ursache für den Zwist zwischen den Zwergen und den Elben, sowie hier nun den Grund dafür, dass die Bürger (SPOILER) der Seestadt das Vorhaben der Zwerge, trotz aller Gefahren, feiern, oder dass der Arkenstein eine so enorme Auswirkung auf die Beteiligten hat. Damit wird wieder die Thematik der Macht und ihrer Verunreinigung des Einzelnen in die Geschichte miteingesponnen, die im „Herr der Ringe“ so an Bedeutung gewinnt und auch immer wieder durch die Anwesenheit des einen Ringes vorausgedeutet wird.

Man lernt des Weiteren die Welt der Menschen besser kennen, ihre dunkleren, zwielichtigeren Seiten, in Form der vergessenen, verkommenen Seestadt, die sich von bisher bekannten Orten wie Minas Tirith unterscheidet, durch ihre bunt gemischte Bevölkerung, und durch den Schmutz, die Armut, den Hunger, die Korruption, Gier und Furcht, die vorherrschen unter der Fuchtel des schmierigen, selbstherrlichen, tyrannischen Bürgermeisters, in dessen Rolle Stephen so Fry war zu brillieren.

Auch auf die Elben wird hier ein anderes Licht geworfen; die Waldelben unterscheiden sich von jenen, denen man in Bruchtal begegnet ist. König Thranduil in seinem Stolz und Eigensinn ist ein blondes Spielgelbild von Thorin. Anders als im Herr der Ringe, begegnen sich hier die verschiedenen Rassen von Beginn mit Misstrauen, das sich im Laufe der Zeit (SPOILER) bloß noch festigt – mit Ausnahme des Hoffnungsträgers Bilbo, dessen Rolle als Mittler zwischen den starrköpfigen Parteien sich mehr und mehr entwickelt.

Als Stimme der Vernunft zwischen den Rivalen soll offenbar auch die Elbin Tauriel fungieren, die schon sehr bald auf das im „Herr der Ringe“ ausgeführte Prinzip verweist, dass alle Teile der Welt zusammenarbeiten müssen, um sie sich von dem drohenden Übel des Bösen befreien können. Dennoch erweist sich der völlig frei erfundene Charakter jener Elben-Lara-Croft, der wohl als Schönheitsfleck das Angesicht des Filmes zieren sollte, als eindeutiger Schönheitsfehler und als feiges Nachgeben gegenüber einem Kinoklischee. Die Dominanz der männlichen Charaktere in Tolkiens Werken ist eine Tatsache, wird es dennoch für notwendig gehalten eine Frauenquote für die Geschichten aus Mittelerde einzuführen, so ist die Erfindung einer prügelnden, Haken schlagenden, kampflustigen Wildkatze aus dem Finsterwald nicht der richtige Weg. Schließlich gibt es eine Reihe starker Frauen in Tolkiens Romanen, die sich jedoch, insbesondere wenn sie einer fantastischen Rasse angehören, durch ihre würdevolle, stille Macht auszeichnen, die der der Männer ihres Volkes weit überlegen ist, so wie es in „Eine unerwartete Reise“ in Galadriels Zusammentreffen mit Gandalf angedeutet wird. Tauriel hingegen gibt sich gleich als Charakter erkennen, der ein Kinopublikum unterhalten soll, und niemals in ihrer Form von Tolkien erdacht worden wäre.
Sie ist der Beginn all jener Elemente in „Smaugs Einöde“, für die sich keine Grundlage in Tolkiens zahlreichen Schriften finden, und die man dem alten Mann zuliebe besser einfach verworfen hätte. Als größtes Vergehen ist dabei wohl die (SPOILER) angedeutete romantische Verbindung zwischen Tauriel und Kili zu nennen, die man einfach als … bezeichnen will und aus dem Film fort wünscht. Sie ist nichts als eine Süßigkeit für die Kinozuschauer, die sich als billige Kalorie erweist, keinen Hunger stillt und bloß Fettgewebe erzeugt. Der Film mag vielleicht für den ein oder anderen dadurch an Unterhaltungswert gewinnen, er verliert jedoch seinen durch Tolkien vorgegebenen Charakter.

Die Wiedereinführung des Charakters Legolas hingegen ist zwar sinniger, wenn auch nicht unbedingt in dieser Form notwendig. Es erscheint unvermeidlich, ihn, als Prinz der Waldelben bei seinem Volk im Finsterwald anzutreffen, und selbst seine weitere Verwicklung in den Geschehnisse erklärt die Involvierung der Waldelben in den Ereignissen am Ende der Geschichte, in (SPOILER) der großen Schlacht, und hilft erneut, die Zusammenhänge der Machtverhältnisse und gefahrvollen Entwicklungen in Mittelerde zu verstehen. Dennoch wird er, der noch mehr als gewohnt wie ein blondierter Winnetou wirkt, auch mehr als Unterhaltungsfaktor genutzt, und lenkt mit seinem Skating auf Orkgliedmaßen, Polo mit Feindesschädeln und Ballett auf Zwergenköpfen unnötigerweise von den eigentlichen Handlungen ab. Das beste Argument für sein Dasein war jene winzige, charmante Szene, in der er Gloin nach dem Orkwechselbalg fragt, dessen Bild der Zwerg mit sich trägt und dieser ihm empört zu verstehen gibt, dass es sich dabei um seinen kleinen Jungen handle; Gimli.

Tatsächlich lenken die an allen Ecken und Kanten eingebauten Kämpfe, Prügeleien, Köpfereien ziemlich von den Charakteren ab, die unter Schwierigkeiten versuchen sich während der 161 Minuten weiter zu entwickeln. So zum Beispiel Thorin, der (SPOILER), als shakespearehafter, tragischer Held zwischen seiner Ehre und Treue und dem aufkeimenden Wahn zu schwanken beginnt. Dies, sowie sein Verhältnis zu seinen Gefährten kann allerdings nur eher kurz und oberflächlich angerissen werden; offenbar vertraut er Bilbo inzwischen wie einem seiner Mitstreiter und sorgt sich um seine Zöglinge Kili du Fili, ist zugleich jedoch noch immer der blind entschlossene, stolze und bittere König ohne Volk, dem kein Opfer für das Erlangen seines Ziels zu groß ist. Für Balins Sorge um Thorin und seinen Charakter lässt sich nicht allzu viel Begründung finden, da die Personen während des ganzen Films bloß von einer Schwierigkeit in die nächste hecheln und dabei wenig Zeit finden Entwicklung zu zeigen oder zu reflektieren. Auch die gewisse Romantik und Nachdenklichkeit, die immer wieder in Tolkiens Werken zu finden war, durch das innerhalten in der hektischen, beschwerlichen Handlung, das Grübeln, Erinnern, Träumen, geht beinahe gänzlich verloren. Der schnelle, schwungvolle Erzählstil widerspricht der weitschweifigen und beinahe poetischen Erzählweise die Tolkien verwendet.

Die Darstellung von Galdalfs Handlungsstrang, seinen Geschäften, Befürchtungen und Entdeckungen ist hingegen sehr gelungen. (SPOILER) Saurons Rückkehr auf die Kinoleinwand ist geradezu beeindruckend, Gandalfs Wanderungen durch enge, finstere, verwinkelte Ruinen schürt die Gewissheit einer fatalen, verborgenen Gefahr, und die Darstellung des körperlosen Bösen, als es sich dem Zauberer schließlich zeigt, ist atemberaubend. Der Kampf, in dem Gandals weißes Licht den dichten schwarzen Schatten zerfetzt offenbart ein finsteres, bösartiges Geschwür, das im Herzen Mittelerdes sitzt und den Körper dieser Welt vergiftet. Alle Größe und Schrecknis des Dunklen Lords offenbart sich in dem Moment, in dem dann die Schatten verfliegen und sich sein Schemen wiederholt und wiederholt aus den Flammen schält, und dabei stark an das Bild des feurigen Auges erinnert, das über dem Schicksalsberg hängt und immer wacht. Diese Darstellung vermittelt unmissverständlich die Idee einer uralten, übermächtigen Bosheit. Außerdem hat der Zuschauer die Möglichkeit die Unendlichkeit seines (Saurons) Lebens und seiner Macht zu sehen, sowie zu erahnen, wie Mut und Kraft des Guten vor ihm und seinem Feuer zerschmelzen müssen.

Die Darstellung Bilbo Beutlins ist auch immer wieder lobend zu erwähnen. Martin Freeman gelingt es, die Art der Hobbits perfekt zu verkörpern und nun sowohl die von Gandalf oft erwähnte zähe, abenteuerlustige Tuk-Seite, mit der wohlbekannten gutmütigen, liebenswerten, friedliebenden Seite von Bilbos Persönlichkeit zu vereinigen. Mit seiner Einfachheit und Freundlichkeit sorgt er für Erleichterung zwischen den düsteren Momenten, garstigen Gestalten, hoffnungslosen Zerwürfnissen und seine unschuldige, unwissende Naivität lässt den Zuschauer immer wieder schmunzeln oder erstarren in dem Wissen mit welchem Feuer der Hobbit nichts ahnend während seiner Abenteuern spielt.

Auch Smaug verfehlt seine Wirkung nicht, langsam enthüllt sich mehr und mehr seine Größe und Grausamkeit, und gesellt sich zu ungemeinem Stolz, Größenwahn, Spott und Sadismus, der so klar wie die Massen seines Goldes hervor blitzt, als er sich daran ergötzt (SPOILER) mit Bilbo zu spielen wie eine hungrige Katze mit einer Maus. Der Dialog zwischen dem Hobbit und dem Monster ist auf seine eigene Art zauberhaft und unterhaltsam, trotz durchaus passabler Synchronisation muss ich an dieser Stelle ebenso den Originalton auf das Wärmste empfehlen; man muss einfach einmal Benedict Cumberbatch’s ehrfurchtsgebietende Stimme durch die riesigen Hallen des Zwergenreichs schallen hören!

Das Motiv des Feuers zieht sich durch den ganzen Film, als Symbol der Zerstörung und des Zerfalls, sowie der Gier und dem Stolz, der die einzelnen Beteiligten ins Elend stürzen wird. Eingeleitet von Thorins Vorhersage „If this ist o end in fire – then we will all burn together“ wird die letzte halbe Stunde des Filmes von Flammen und glühender Lava verzerrt, sowie von der üppigen Pracht und dem Reichtum Erebors überschwemmt, dass dem Zuschauer die Augen übergehen. Zum Ende hin laufen alle verschiedenen Handlungsstränge zusammen und vereinigen sich zu einem festen Knoten, der den Zuschauer fest einschließt. Bevor er platzt wird schließlich der Film platzen gelassen, (SPOILER) mit einem zornigen Smaug, der sich aufmacht, die Seestadt zu zerstören und Bilbos unheilschwangeren Worten „Was haben wir getan?“

Dabei ist es tatsächlich nicht er, das sich diese Frage stellen muss, viel mehr die Drehbuchautoren, die beschlossen haben die im Buch sorgfältig geschilderten Ereignisse zugunsten eines aus der Luft gegriffenen Subplots um eine frei erfundene Person zu kürzen, der nicht nur keinerlei Basis in den zahlreichen Schriften Tolkiens hat, sondern auch völlig unpassend sich von den regulären Handlungen und Charakteren abstößt wie ein entgegengesetzter Magnet. Die Erzählweise wurde zugunsten von Spannung und Sensation zurechtgestutzt und beschleunigt, bekannte und neue Charaktere wurden hineingeworfen, doch weniger um zu der Handlung beizutragen, als um das Publikum durch spektakuläre Kampfakte zu unterhalten. Dabei bleibt ihnen keine Zeit für Entwicklun und der Film gewinnt zwar an Spannung und an Unterhaltungswert, doch all dies auf eine oberflächlichere und alltägliche Weise, die sich nicht allzu sehr wie gewohnt durch die Charakteristika Tolkiens von üblichen Abenteuerfilmen zu unterscheiden weiß. Alles in allem lässt sich sagen, dass der Film zwar durchaus gute Unterhaltung bietet, jedoch auf die Kosten von Tolkiens Handschrift.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder einmal hat es sich gelohnt..., 21. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie schon bei den Herr der Ringe-Filmen und auch beim ersten Hobbit-Teil, wartete ich geduldig ein Jahr nach meinem Kinobesuch auf die Extended Edition und wie immer hat sich das Warten gelohnt.

Diese erweiterte Fassung enthält 25 Minuten mehr Filmmaterial, das immer ausführlicher, manchmal lustig und total faszinierend ist.
Ohne zu spoilern kann ich verraten, dass eine der erweiterten Szenen einen ganzen Handlungsstrang verändern wird. Undzwar taucht Thrain, Thorins Vater, in der Extended Edition auf.

Insgesamt gibt es 12 neue bzw. erweiterte Szenen.

Zum sonstigen Film wurde ja schon viel hier geschrieben... Manche mögen ihn, manche mögen ihn nicht. Ich mag den Film. Klar, er hält sich mehr lose an die Buchvorlage und bringt Action rein, wo keine ist, aber alles in allem ist es doch eine tolle Geschichte und wie Peter Jackson uns visuell nach Mittelerde entführt ist ein ums andere mal grandios.

Also liebe Freunde von Hobbits, Elben und Zwergen. Die erweiterte Edition zu kaufen, ist Pflicht!
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187 von 230 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Hobbit: Smaugs Einöde [3D/2D Blu-ray Review], 4. April 2014
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer des öfteren mal einen Blick auf meine Rezensionen geworfen hat, weiß mittlerweile sicher das ich vorzugsweise auf die technische Umsetzung der Blu-ray und deren Extras eingehe. Wer hier also auf der Suche nach einer weiteren Kritik zum Film selbst ist, der sucht leider vergebens, denn bei mir geht es ausschließlich um die Film-Disk. So, soviel dazu. "Der Hobbit – Eine unerwartete Reise" war anno dazumal ja bereits ein technisches Feuerwerk auf Blu-ray, denn sowohl die Bild- als auch die Soundqualität war überragend und ganz klar Referenzwürdig. Nicht weniger erwartete ich nun schließlich auch von "Schmaugs Einöde". Und eines lässt sich schon einmal sagen: meine Erwartungen wurden übertroffen.

\\\ VERPACKUNG ///

Wer zur standardmäßigen drei-dimensionalen Fassung von "Schmaugs Einöde" greift, bekommt ein etwas dickeres (üblich für die meisten 3D-Versionen) Amaray-Case geboten. Erfreuliche Nachricht: Das Dingen bietet ein Wendecover ohne FSK-Siegel. Auf einen schicken Pappschuber wie beim Einser wurde hier jedoch leider verzichtet. Im Innern verbergen sich dann vier Disk`s, bestehend aus der 3D-Version (zwei Blu-ray`s), der 2D-Fassung (eine Blu-ray) und einer Disk welche die vielen Specials beinhaltet.

\\\ 3D/2D-BILD ///

"Schmaugs Einöde" ist Bildtechnisch wieder einmal brillant. Ach was rede ich denn da, er ist überwältigend! Das Bild dieser Blu-ray präsentiert sich im 2.40:1 - 16:9 Format und ist an Schärfe und Klarheit einfach nicht zu übertreffen, und das über die gesamte Laufzeit von 161 Minuten. Was Warner hier vom Stapel lässt ist ganz ganz großes visuelles Heimkino, was jeden HD-Fan glücklich stimmen dürfte. Jedes kleine Detail, jedes schief liegende Haar, jede Falte, jedes Schmutzkörnchen, jedes Blatt, jeder Grashalm, jede noch so kleine Hautunebenheit - das Bild verschluckt nichts! Hinzu gesellen sich dann auch noch ein tadelloser Schwarz- sowie Kontrastwert und eine Farbgebung zum niederknien, was zur Folge hat, das "Schmaugs Einöde" durch seine vielen faszinierenden Kulissen und Aufnahmen an Epic kaum zu toppen ist. Das gesamte Bild wirkt butterweich, harmonisch, sehr plastisch, perfekt ausgeleuchtet, ohne jegliche Fehler. Keinerlei Körnchenbildung, keine Unschärfen abseits des Bildzentrums, keine Artefakte, nichts, aber wirklich gar nichts lässt sich dieses Bild zu Schulden kommen. Diese Blu-ray tut es seinem Vorgänger also gleich und reiht sich mühelos in die Riege der besten Blu-ray`s am Markt ein. Und sie macht vor allem eins: verdammt nochmal Spaß! SO müssen Blu-ray`s aussehen.

Das 3D-Bild watet mit den selben Stärken auf wie die 2D-Fassung, glänzt zusätzlich jedoch durch einen schönen 3D-Effekt. Die Macher spielen hier häufig gekonnt mit den unterschiedlichen Ebenen der vielen Kulissen und erzielen so einen meist hervorragenden Tiefeneffekt. Selbst Pop-Outs erheitern hin und wieder das Bild (allerdings nur sehr selten). Ghosting oder Doppelkonturen sucht man hier übrigens weit und breit vergebens. Das Bild ist also wie das des Erstlings, rasiermesserscharf und gehört vor allem in punkto Sauberkeit und Schärfe ganz klar zu den Vorzeigescheiben.

\\\ SOUND ///

Selbst beim Sound schöpft Warner diesmal tatsächlich aus den vollen und serviert nicht nur dem englischsprachigen Publikum, sondern auch den deutschen Zuhörern eine astreine 7.1 DTS-HD Master Audio-Tonspur, die an Detailreichtum und Raumklang kaum zu toppen ist. Die Rears werden hervorragend bedient, Bässe sind satt und tief, Dialoge sind stets sauber und verständlich zu vernehmen und die Klangkulisse ist im Gesamtpaket durchweg Raumfüllend und dynamisch. TOP!

SPRACHEN:
7.1 DTS-HD MA. – Deutsch, Englisch
5.1 DD – Spanisch

UNTERTITEL:
u.a. Englisch, Deutsch, Spanisch, Dänisch, Portugiesisch

\\\ EXTRAS ///

Die Extras sind wie bei Teil 1 wieder einmal sehr umfangreich ausgefallen. Hier werden unter anderem auch die Video-Blogs aus "Eine unerwartete Reise" fortgeführt, welche damals bei Blog 10 endeten.

2D BLU-RAY:
- Neuseeland: Heimat von Mittelerde Teil 2 (7:11min.)

SPECIALS BLU-RAY:
- In Begleitung des Hobbits (18:10min.)
- Die tägliche Arbeit (22:25min.)
- I see Fire Musikvideo
- Das Live-Event 2013 – im Schneideraum (37:52)
- Blog 11: Einleitung zu den Nachdrehs (9:06min.)
- Blog 12: Zusammenfassung des Nachdrehs Teil 1 (8:20)
- Blog 13: Zusammenfassung des Nachdrehs Teil 2 (8:46)
- Blog 14: Die Filmmusik (10:28min.)
- Trailer (u.a. Extended Edition Trailer, Lego: Der Hobbit Trailer, Kingdoms of Middle-Earth Trailer)

Abschließend bleibt nicht viel zu sagen, außer: Wer "Schmaugs Einöde" auf dem Wunschzettel hat (oder einfach nur neues Demomaterial sucht), dem empfehle ich unbedingt und ohne wenn und aber zur Blu-ray zu greifen, vollkommen egal ob 3D oder 2D, denn dieser Film ist in HD ohne Frage ein echtes Highlight für`s heimische Kino. Hier hat das Studio einfach mal alles richtig gemacht, denn diese Blu-ray ist und das wage ich kaum zu schreiben, schlicht und ergreifend...perfekt! 6 Sterne
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Kinderbuch zum Epos, 9. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die enorme Leistung der Hobbit-Trilogie liegt gerade nicht in dem Versuch, eine werksgetreue Verfilmung des Hobbits vorzunehmen, der ja über ein Jahrzehnt vor dem Herrn der Ringe als kleines Kinderbuch erschienen ist und natürlich nicht an das spätere Epos Tolkiens heranreichen konnte. Klar hat der Text seine eigene historische Bedeutung, aber hätte man das Ganze 1:1 umgesetzt, wäre ein 2 Stunden-Film herausgekommen, der nicht einmal ansatzweise dem Herr der Ringe-Epos gerecht geworden wäre. Also hat man sich entschieden, mehr zu machen, und hat den Hobbit nicht nur sehr detailverspielt umgesetzt sondern auch enorm abgeändert und erweitert, was teilweise auf Elementen des Anhangs vom Herrn der Ringe basiert, aber auch nicht immer (Tauriel)...

Herausgekommen ist ein episches Meisterwerk mit kleinen Mängeln... das einige Actionszenen etwas übertrieben wirken mögen, ist zuzugeben, aber dafür gibt unglaublich viele stimmungsvolle Szenen, einen weiterhin tollen Soundtrack und endlich eine Vorgeschichte zu Saurons zweiter Herrschaft... Dol Guldur zählt für mich zu den besten Szenen in der ganzen Saga und ist an sich schon ein Grund, den Film zu lieben...

Was die angeblichen Längen in den bisherigen beiden Hobbit-Filmen angeht: fast wünschte ich mir, die Originaltrilogie hätte das selbe Buchseiten-Filmspielzeit-Verhältnis wie der Hobbit gehabt. So hätten wir viele Details mehr bekommen und jede Sekunde in Mittelerde zählt für mich.

Klar mögen Buchpuristen die Änderungen beklagen (Tauriel als neue Figur, veränderte Details rund um Dol Guldur etc), aber erst dadurch wurden die Filme zu jenem Meisterwerk, dass es mit der filmischen Herr der Ringe-Saga aufnehmen kann bzw. nun ein Teil davon ist. Man muss hier keinen Keil zwischen die beiden Trilogien treiben, die zusammen die größte Saga der Filmgeschichte darstellen... 20 Stunden Mittelerde in Vollendung... ich möchte keine Sekunde davon missen...

Die Extended Version von Smaugs Einöde ist übrigens im Gegensatz zum Extended Cut des ersten Teils eine echte Bereicherung, da wichtige Informationen und Hintergründe hinzugefügt werden und nicht nur etwa zwei neue Songs und ein bisschen Klamauk wie im 1. Teil...
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1.114 von 1.430 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Au weia! Der arme Herr Beutlin.., 22. Dezember 2013
Rezension enthält Spoiler, also seit gewarnt ^^

Ich habe es von Anfang an sehr skeptisch gesehen, dass aus dem vergleichsweise kurzen Buch eine ganze 9-stündige Filmtrilogie gemacht werden sollte. Mit dem zweiten Teil Smaugs Einöde kristallisiert sich noch mehr als beim ersten Film heraus, dass dies einfach nicht wirklich gut funktioniert.

Ich bin Tolkien-Fan und kenne nicht nur den Hobbit und den Herrn der Ringe, sondern habe auch das Silmarillion und die Anhänge und Register gelesen, außerdem die Kinder Hurins. Ich liebe den Stoff und Jacksons Ring-Trilogie, ich liebe Fantasy und ich habe mit wirklich großer Neugier und Vorfreude die Hobbit-Filme erwartet. Optisch und atmosphärisch sind sie der erwartete Knaller. Kitschig, detailreich und mit großem Aufwand realisiert - genau so habe ich es nach der Ring-Trilogie erwartet und wurde nicht enttäuscht. Das Problem ist der Inhalt. Nicht nur ist dieser einfach nicht auf drei Filme ausgelegt, es wurde bei vielen Dingen enorm viel geändert, hinzugedichtet oder unnötig aufgeblasen, wohingegen andere Dinge zu kurz kommen. Beorn beispielsweise wird in etwa zwei Minuten abgehandelt, dafür gibt es aber später im Erebor eine unglaublich lange und ermüdende Verfolgungsjagd zwischen Smaug und den Zwergen (+Bilbo), inklusive Schubkarren-Flüssiggoldsurfen und Drachenschnauzen-Balancieren. Diese Szenen sind, genauso wie die total mit Slapstick überfrachtete Fässerfahrt im Fluss, eine reine Anbiederung an das Popcorn-Action-Kino. Ganz offensichtlich traut man dem heutigen Filmgucker nicht zu, Gefallen an einer Fantasygeschichte wie dem Hobbit zu finden, wenn darin nicht irgendwelche völlig abgedrehten, selbst der Logik eines Fantasyuniversums spottenden Szenen vorkommen.
Kämpfe und Verfolgungsjagden werden hier kaum bedrohlich und angsteinflößend dargestellt, sondern eher klamaukhaft und comicartig. Die Orks sind keine ernstzunehmenden Gegner mehr (wie noch in der Ring-Trilogie), die man fürchten und respektieren muss, sondern Kanonenfutter für jeden nur erdenklichen Slapstick. Soll ich das als Fan der Tolkien-Welt interessant finden? Und was ist mit diesem Kratos-Ork, der soll seit Neuestem Saurons Armee anführen? Da ist ja die Niederlage vorprogrammiert..
Und warum wird aus Radagast, wenn er denn schon entgegen der Vorlage im Film dabei sein soll, eine absolute Witzfigur gemacht, die ein Vogelnest auf dem Kopf und Vogelkacka im Gesicht hat?
In der Seestadt Esgaroth werden ein Dutzend Orks in einer 10 m2-Wohnung gekillt. Dort müsste es also wimmeln vor Leichen. Aber schon fünf Sekunden später ist dort nichts mehr zu sehen von einem Kampf, wenn die Elbin Tauriel den Zwerg Kili heilt, der übrigens auch noch verliebt in sie ist...
Und dann ist da natürlich noch Smaug, der ungeschickteste Drache aller Zeiten mit dem kältesten Feueratem aller Zeiten, das nicht mal dazu in der Lage ist, einem Zwerg die Barthaare anzusengen. Sein Bauch ist hier nicht mit Gold und Edelsteinen überzogen. Nein, hier hat man ihn während der Eroberung des Erebors eine Schuppe am Bauch verlieren lassen, die nicht nachgewachsen ist und deshalb eine verwundbare Stelle hinterlässt. Na Prost! Nach all dem übertriebenen Special-Effects-Klamauk wählt man ausgerechnet hier eine so unspektakuläre - wenn auch nachvollziehbare - Lösung.
Enttäuschend ist außerdem, dass etwas anderes enorm wichtiges unter all dem begraben wird: die Charaktere. Bilbo hat nur noch wenige Szenen, und noch viel weniger wirklich gute. Thorin ist nicht annähernd so ambivalent dargestellt wie er sein müsste bzw. Tolkien ihn ausgearbeitet hat. Die meisten anderen Zwerge bleiben dem Zuschauer völlig fremd, sind halt der Vollständigkeit halber dabei. Legolas wurde im Vergleich zu Jacksons HdR-Trilogie komplett verändert. Dort war er intelligent und vorausschauend, hier ist er verbittert und fast schon bösartig.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Film durchaus Unterhaltung bietet, vor allem optischer Natur. Inhaltlich fehlt mir der Respekt zu dem Material der Vorlage, denn selbige wurde äußerst frei adaptiert, auch unter Berücksichtigung der Zusatzinhalte aus dem Silmarillion. Smaugs Einöde ist nicht spannend. Smaugs Einöde ist in sich nicht logisch. Smaugs Einöde ist kein Film für Fans anspruchsvoller Fantasy. Im Grunde genommen ist er lediglich ein Zeitvertreib für einen Nachmittag/Abend, an dem einem sonst nichts anderes einfällt, was man tun könnte. Und das ist ein trauriges Urteil. Man spürt beim Schauen nicht mehr die Magie, wie sie noch bei der Ring-Trilogie allgegenwärtig war. Hier hat man eher das schwer zu erklärende Gefühl, sich über die Dauer des Films "hindurcharbeiten" zu müssen. Irgendwie beschlich mich der Gedanke, dass die Produktion auch für Jackson und seine Crew viel mühsamer und schwerfälliger als beim Herrn der Ringe war. Optisch ist alles da, aber es fehlt die Seele.

Update (16.01.14):
Aufgrund der vielen bösartigen Kommentare möchte ich doch um eines bitten: Nicht jedes Wort aus dieser Rezension drei Mal umdrehen, analysieren und zu viel hinein- oder falsch interpretieren.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Peter Jackson bietet mit dieser Extended Edition erneut erstklassige Unterhaltung bei herausragendem Bild & Ton, 14. November 2014
Von 
Sascha Hennenberger "SasH" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Als der neuseeländische Regisseur Peter Jackson vor einigen Jahren die „Der Herr der Ringe“ Trilogie zu Ende gebracht hatte, dachte wohl kaum jemand daran, dass der Filmemacher, dessen ersten cineastischen Gehversuche im Horrorgenre stattfanden, noch einmal nach Mittelerde zurückkehren würde. Nachdem Guillermo del Toro das Handtuch hingeschmissen hat, blieb Jackson allerdings wohl nichts übrig und das Beste daraus zu machen. Und das hat er gemacht. Denn auch wenn man die „Der Hobbit“ Trilogie keinesfalls mit der „Der Herr der Ringe“ Trilogie vergleichen kann, ist sein neustes Werk wieder einmal der Hammer geworden. Dabei schafft es „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ seinen Vorgänger „Der Hobbit: Eine unerwartete Reuse“ noch eines drauf zu setzen. Zwar geht aufgrund der enormen Überlänge (aus einem 300 Seiten Kinderbuch werden letztendlich 3 jeweils über 3 Stunden lange Fantasy Epen) etwas vom Charme der Buchvorlage verloren, was aber durch fulminante und spektakuläre Action und Special Effects, zusätzliche dramatische Elemente, die neu konstruierten Storyteile, die als Überleitung zur „Der Herr der Ringe“ Trilogie dienen, nicht wenige toll pointierte Gags und atemberaubende Kulissen mehrfach wieder wett gemacht wird. Ein Film, der bei 3 Stunden Spielzeit – schließlich bietet der Extended Cut insgesamt 25 zusätzliche Minuten an Filmmaterial – keine Langeweile bietet, kann nicht wirklich schlecht sein. Apropos extended Cut: gerade Fans des Buches dürfen sich zumindest auf 2 zusätzliche Szenen freuen, die in der Kinofassung fehlten, aber nun nachträglich integriert wurden und dem Film damit ein wenig mehr Originaltreue bietet und für zusätzliche Lacher sorgt. Doch auch die weiteren zusätzlichen Szenen, die neue (bekannte) Figuren integrieren oder manche Darstellungen ein wenig erweitern und somit nachvollziehbarer machen, fügen sich nahtlos in die Handlung ein. Dasselbe gilt für die neuen Figuren, die nicht in der Originalgeschichte vorkamen, aber von Jackson, Walsh, Boyens und del Toro sehr gut und flüssig in den Gesamtkontext integriert wurden. Bestes Beispiel ist die Elbin Tauriel, die von Evangeline Lilly („The Hurt Locker“, „Lost“) verkörpert wird und die Frauenquote ein wenig erhöht, aber auch inhaltlich viel Bedeutung erfährt. Dazu gesellt sich die bereits bekannte Figur des Waldelben Legolas (erneut dargestellt durch Orlando Bloom), der sogar noch eine Ecke „cooler“ rüberkommt, wie noch bei „Der Herr der Ringe“ Trilogie. Das mag manch einem vielleicht aufgesetzt erscheinen, erscheint bei näherer Betrachtung allerdings authentisch. Denn wenn man bedenkt, wie Legolas bei „Der Herr der Ringe“ abgeht, muss er ja in seiner jüngeren Version ja noch dynamischer und agiler sein. Doch auch die neue Figur Alfrid, die rechte Hand des Bürgermeisters der Seestadt, gespielt von Ryan Gage („Judge Dredd“), passt sehr gut zur Geschichte und sorgt für zusätzliche Dynamik, auch wenn die Rolle ein wenig an Grima Schlangenzunge erinnert. Ohnehin sind sämtliche Nebenplots unaufdringlich und integrieren sich sehr gut in der Gesamthandlung, so dass mit Fug und Recht behauptet werden kann, dass Peter Jackson und seine Crew erneut einen herausragenden Film abgeliefert haben.

Bild:
Das Bild liegt im Original Kinoformat vor und ist erneut wieder absolut herausragend ausgefallen. Nur minimale Beeinträchtigungen wie vereinzelte Banding oder Aliasing Spuren mindern den ansonsten positiven Gesamteindruck und verhindern die Höchstwertung. Fraglich ist ohnehin, ob diese Beeinträchtigungen, die ohnehin nur selten auftauchen, überhaupt jedem Zuschauer auffallen. Denn abgesehen davon dominieren hervorragende Schärfewerte, kräftige und natürliche Farben , ein ausgewogener Kontrast und satte Schwarzwerte bei optimaler Durchzeichnung. Selbst die 2D Fassung bietet bereits ein sehr plastisches Bild. Die 3D Fassung, die wie schon bei „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ sich auf 2 Blu-ray Discs verteilt, punktet dabei durch eine enorme, weit gestaffelte Tiefenwirkung, die einfach nur atemberaubend ausgefallen ist. Wie bereits bekannt, legte Peter Jackson nicht sonderlich viel Wert auf spielerische Pop Out Effekte, auch wenn davon eine Handvoll vorhanden sind. Das stört aber keineswegs, denn der räumliche Effekte ist so oder so wirklich hervorragend.

Ton:
Der Ton liegt erfreulicherweise nicht nur in Englisch sondern auch in Deutsch verlustfrei komprimiert in DTS HD Master Audio 7.1 vor. Das macht sich schnell bemerkbar, auch wenn die Referenzmarke leider nicht geknackt wird. Der Grund dafür: Hin und wieder könnte der Bass noch tiefreichender sein, was allerdings auch schon Jammern auf hohem Niveau ist. Immerhin: Beim Finale werden dafür alle Register gezogen und auch der Subwoofer bis an die Grenze gefordert. Abgesehen davon dominiert eine weiträumige, aktive Surroundkulisse, die im Zusammenhang mit der umfangreichen Dynamik für einen natürlichen Klang sorgt. Schön, dass da auch die Transparenz mitspielt und durch die ausgewogene Balance sämtliche Elemente stets klar orten und verstehen lässt.

Ausstattung:

Das Bonusmaterial stellt einmal mehr das Nonplusultra dar. Insgesamt 9 Stunden an Extras haben Warner hier aufgefahren und lassen wohl keine Wünsche offen. Neben dem Audiokommentar mit Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Peter Jackson sowie Produzentin und Drehbuchautorin Philippa Boyens (nur bei der 2D Fassung) gibt es noch das bereits bekannte Featurette „Neuseeland: Heimat Mittelerde – Teil 2“. Die übrigen Beiträge – nebenbei bemerkt komplett in HD und deutsch untertitelt – wurden dabei auf 2 zusätzlichen Blu-ray Discs verteilt und bieten zu sämtlichen Bereichen wie das Training der Darsteller, um ihre Rollen authentischer zu spielen, der erneut majestätisch atmosphärischen Filmmusik, den Kulissen und Filmsets, den Special Effects, den einzelnen Figuren sowie noch vielem mehr ausreichen zusätzliche Informationen. Da fehlt absolut nichts. Der FSK Sticker auf der Front der Hülle ist abziehbar.

Fazit:
Auch wenn Peter Jackson mit seiner „Der Hobbit“ Trilogie nicht das Niveau und die dramatische Tiefe von „Der Herr der Ringe“ erreicht, bedeutet das noch lange nicht, dass die Leinwandadaption der ca. 300-seitigen Kindergeschichte keine gute Unterhaltung bieten würde. Mal abgesehen von der Tatsache, dass bei diesem Vergleich Äpfel mit Birnen verglichen werden, hat „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ gerade im Extended Cut“ genug Schauwerte, die den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde fesseln und keine Langeweile aufkommen lassen. In technischer Hinsicht präsentieren sich Bild und Ton bis auf minimale, nahezu vernachlässigbare Beeinträchtigungen, auf erstklassigem Niveau.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extended Edition, 19. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich war beim ersten Teil der Extended Edition enttäuscht, zu wenig Minuten dazu und nichts wirklich neues.
Jetzt beim zweiten Teil hat sich die Extended Edition gelohnt. Die Geschichte wird für mich jetzt rund.
Im Kino hatte ich das Gefühl, dass eine Aktionsszene der anderen folgt. Bei der Extended Edition wird hier und da
alles ein bisschen aufgelockert und die Geschichte so viel klarer da gestellt. So kannte ich das noch vom HdR.
Bin mit dieser Version sehr zu frieden.
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94 von 123 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 37,5 Grad - 'Der Hobbit' leidet noch immer an erhöhter Prequelitis, 9. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde (DVD)
--- SPOILERWARNUNG für 'Der Hobbit' und 'Der Herr der Ringe' ---

--- Diese Rezension bezieht sich in erster Linie auf die KINOFASSUNG ---

--- Zusätzliche Anmerkungen zur EXTENDED EDITION hinzugefügt ---

Ein guter Film zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass er noch Jahre später nachdem der "Eye Candy" seiner Action Szenen verblichen ist, weiterhin durch das Drama der Geschichte und seiner Figuren das Publikum zu unterhalten vermag. Ob 'Smaugs Einöde' auch so ein Film ist? Drehbuchautorin Phillipa Boyens erwähnte bereits im 'Making of' zu 'Eine unerwartete Reise', dass der zweite Teil einer Trilogie immer am schwersten zu schreiben ist. Das trifft besonders auf 'Smaugs Einöde' zu dessen Dramaturgie offensichtlich gelitten hat, als die ursprünglichen zwei Hobbit Filme zu einer Trilogie ausgebaut wurden.

- Die Reise geht weiter, jedoch treten die Charaktere auf der Stelle -

Es ist nicht leicht sich für 13 Zwerge zu interessieren, die untereinander nicht nur optisch sondern auch in ihrem Handeln schwer zu unterscheiden sind. Manche Zwerge treten als Charakter immer noch nicht in Erscheinung, sondern sind nur für Lacher zuständig (Bombur). Wie schon bei der Flucht aus den Goblin Höhlen im Vorgänger, können die Zwerge bei der Flucht in den Fässern die tollsten Kunststücke vollführen und sind nahezu unverwundbar. Oh, halt! Ein Zwerg wird verwundet, nämlich Kili ... zu einem bestimmten Zweck. Mehr dazu später. Die Erzfeinde der Zwerge - die ewig hinterher laufenden Orks - werden reihenweise und allzu leicht dezimiert und lassen so keine echte Gefahr oder Bedrohung aufkommen. Warum sollte das Publikum mitfiebern, wenn den Figuren sowieso nichts von Substanz passiert?

Ganz besonders Thorin Eichenschild - der wichtigste Zwerg überhaupt - schwächelt an dramaturgischer Zugkraft und Charisma. Mit der im Vorgänger angedeuteten "Drachenkrankheit" wird leider nichts gemacht. Will Thorin seinem Volk den Erebor zurückgeben oder will er im tiefsten Herzen nur den Arkenstein zurück bekommen? Das Zeigen dieser inneren Zerrissenheit wäre ein Faktor, wo man als Zuschauer mitfiebern könnte. Thorin schwärmt zwar bedeutungsschwanger hier und da vom Erebor, aber das war es dann auch schon - sein Charakter ist reduziert auf pathetische Reden und grimmige Blicke. Am Ende von 'Eine unerwartete Reise' gab es diese schöne Szene als Thorin zugibt sich in Bilbo getäuscht zu haben und ihn als vollwertiges Mitglied seiner Gemeinschaft akzeptiert. In 'Smaugs Einöde' gibt es leider kaum Momente, die diese neue Freundschaft vertieft. Was sehr schade ist, denn Kenner des Buches wissen, dass Thorins und Bilbos Freundschaft noch auf eine harte Probe gestellt wird.

Und Bilbo? Der titelgebende Hobbit tritt oft in Aktion, indem er den Zwergen mal wieder mehrere Male aus der Patsche hilft (Spinnenbefreiung, Fässerflucht, Lösung des Türrätsels). Und natürlich der Dialog mit dem Drachen Smaug (das Highlight des gesamten Films) zeigt Bilbos Cleverness, die er schon beim Rätselspiel mit Gollum unter Beweis stellen durfte. Aber anscheinend hat die Reise zum Erebor kaum noch Auswirkungen auf Bilbo. Anstatt seiner besseren Charakterentwicklung im Buch zu folgen, lässt Peter Jackson ihn lediglich Frodo-artige Ringsucht Symptome spüren, die wir alle schon aus den 'Herr der Ringe'-Filmen kennen. Warum? Im Buch bleibt Bilbos Ring relativ unscheinbar. Womit wir beim nächsten Punkt wären.

- Gandalf ächzt "Sauron!" ... und das Publikum zuckt mit den Schultern -

Tolkien hat so manche Begebenheit aus gutem Grund in den sogenannten "Anhängen" abgelegt. Sie trugen zur Handlung der Bücher wenig bei und lenkten mitunter von der Geschichte ab. Die "Anhänge" dienen in erster Linie als Hintergrundmaterial, wenn man sein Wissen bezüglich einiger Charaktere und Geschehnisse vertiefen möchte. Und genau aus diesen Anhängen schöpft Peter Jackson zusätzliches Material um seine Hobbit Trilogie mit mehr Laufzeit zu füllen. Ob das wirklich effektiv ist, veranschaulicht die Nebenhandlung um den Nekromanten.

Was wäre das schön gewesen für die Zuschauer, die sich nicht so sehr mit den Büchern auskennen: da steckt ein gruseliger Hexer mit den Orks unter einer Decke und baut in einer ebenso gruseligen Festung eine Armee auf. Wow, das könnte spannend werden! Und vielleicht am Ende des dritten Teils gibt es einen kleinen Fingerzeig, der den Zuschauern die Scheuklappen von den Augen blässt und alle schreien erstaunt: "Dieser Hexer ... das war Sauron!". Aber leider entzauberte bereits 'Eine unerwartete Reise' das Potential einer mysteriösen und spannenden Nebenhandlung. Wir alle sahen den Hexenkönig in seiner Ringgeistform, als er den Zauberer Radagast angriff. Jeder halbgescheite Kinogänger brauchte nur 1 + 1 zusammen zu zählen, wer sich da in Dol Goldur als Nekromant eingenistet hatte. Mit dem bereits entlarvten Wissen verpufft jegliche Spannung bzw. Enthüllung sämtlicher diese Nebenhandlung betreffenden Szenen. Stattdessen gibt es optisch nur alt Bekanntes: Bilbo spürt den Einfluss des Einen Ringes, das lidlose Auge wird mehrmals eingeblendet, Gandalf verteidigt sich erneut mit seinem Balrog-bewährten weissen Schutzschild und Sauron darf sich kurz in seiner bekannten Rüstung aus dem Prolog von 'Die Gefährten' zeigen.

Durch die Miteinbeziehung Saurons verliert die Reise von Bilbo und den Zwergen an Bedeutung und Fokus. Anstatt sich stärker auf die Charaktere und Geschehnisse des Buches einzulassen bzw. ihnen mehr Platz einzuräumen, wird eine Menge Laufzeit mit dem uninteressanten Aufbegehren Saurons als Nekromant verschwendet. Gleichzeitig werden die interessanten Passagen des Buches wie z.B. Beorn und der Düsterwald viel zu schnell abgehakt und hastig zu den Elben und weiter in die Seestadt gehetzt. Mehr von der eigentlichen Geschichte und weniger überflüssige und teils sogar plumpe Referenzen an die 'Herr der Ringe'-Filme täte Jacksons Hobbit-Mehrteiler gut.

- Das Studio wollte es so: die Tauriel / Kili / Legolas Liebelei -

Von diesen drei Charakteren taucht eigentlich nur Kili im Buch auf. Was machen also die beiden anderen hier? Wie schon unlängst bekannt, ist die weibliche Elbin Tauriel eine Schöpfung von Peter Jackson um sagen wir es mal ganz banal: um der frauenlosen Kinderbuchgeschichte eine Frauenquote zu verpassen. Was Legolas angeht ist es schon zwielichtiger. Vielleicht sollte es anfangs nur ein kleiner Cameo-Auftritt werden. Einerseits ist er zweifelsohne der Sohn des Königs der Waldelben, andererseits war Legolas in 'Herr der Ringe' besonders beim weiblichen Publikum sehr beliebt. Als 'Der Hobbit' auf drei Filme ausgedehnt wurde, benötigte Jackson ein zusätzliches Drama in seinem hobbit'schen Mittelstück. Was hat sich im zweiten Teil einer jeden Trilogie schon immer am Besten bewährt um die Zuschauer zu unterhalten? Richtig, ... Liebe! Evangeline Lilly, die Darstellerin von Tauriel, bestätigte in einem Interview, dass diese Dreiecksbeziehung auf Wunsch des Studios bei den im Jahr 2012 stattgefundenen Re-Shoots hinzugefügt wurde. Das Ganze beginnt so: als Tauriel den Zwerg Kili im Verließ einsperrt, gibt dieser einen "Ich könnte was in meiner Hose haben"-Spruch zum Besten. Tauriel antwortet: "Oder auch gar nichts." Unglaublich aber wahr, Peter Jackson ist auf das Niveau abgerutscht in Mittelerde Unterhosenwitze zu benötigen! Ein paar Szenen später darf Legolas auch noch eifersüchtig mitlauschen. Oh la la, durch simple Daily-Soap Mechanismen ist der Film gleich viel interessanter geworden! Später eilt Tauriel Kili zu Hilfe und heilt ihn von seiner Morgul Vergiftung mit Königskraut. Sanft greift Kili nach Tauriels Hand und der Romantik Nonsens ist perfekt.

Warum ist das ein Problem? Studiobosse verstehen vom Drehbuch schreiben meistens soviel, wie eine Kuh vom Eier legen. In erster Linie sind sie an den Einspielergebnissen interessiert und das ein Film (besonders aus dem Fantasy Genre) möglichst viele Zuschauerschichten anspricht. Bei dem Tauriel/Legolas/Kili Liebesdreieck kommt es einem vor, als wollte das Studio gezielt die Altersgruppen der 'Hunger Games'-Filme (12 bis 18 Jahre) bedienen. Getreu ihrer Konstruierung und ohne Rücksicht auf die ursprüngliche Konstellation der Figuren, wirkt die Liebesgeschichte in 'Smaugs Einöde' gezwungen und fehl am Platz. Darüber hinaus wird der Charakter von Legolas "beschädigt": der exzellente Bogenschütze und "zarte" Elb ("Es liegen grausame Stimmen in der Luft."/"Eine rote Sonne geht auf. Heute Nacht ist Blut vergossen worden.") aus 'Herr der Ringe' verkommt hier zu einem arroganten Schnösel, der nur over-the-top Bewegungsvariationen seiner Olifanten Tötung aus 'Die Rückkehr des Königs' zum Besten geben darf. Legolas fühlte sich wie ein echter Charakter an, als sich über drei Filme hinweg eine Freundschaft zwischen ihm und Gimli entwickelte und beide so ihre gegenseitigen Vorurteile überwanden. In 'Smaugs Einöde' ist Legolas leider nur Mittel zum Zweck.

Tauriels ursprüngliche Charakterisierung für die Zweifilmstruktur kann man nur erahnen. Man bedenke: es gibt im Film keine eindeutige Aktion seitens Legolas, die den Zuschauern deutlich macht, dass er tatsächlich in Tauriel verliebt ist. Lediglich Thranduil erwähnt es ihr gegenüber, dass Legolas Gefühle für sie hat. Blendet man diesen Dialog aus, erhärtet sich der Verdacht, dass Legolas und Tauriel ursprünglich als Geschwister konzipiert waren! Und die Sache mit Kili bekäme somit eine "großer-Bruder-mag-nicht-den-neuen-Freund-der-kleinen-Schwester"-Dynamik. Alle Szenen mit Legolas, Tauriel und Kili funktionieren in dieser Konstellation. Als das Studio eine zusätzliche Liebelei im Film haben wollte, bedurfte es lediglich der Änderung weniger Dialogzeilen im Drehbuch - z.B. aus: "Dein Bruder macht sich große Sorgen. Er sagte mir, Du wanderst zu oft ausserhalb der Grenzen unseres Reiches bla bla bla" wurde: "Legolas hat Gefühle für Dich." Und sofort bekam dieses Figurendreieck einen anderen Kontext.

- Aus Zwei macht Drei: wir brauchen ein neues Ende! -

Ein weiteres "Opfer" des Hobbit-Trilogie-Umbaus ist das Finale von 'Smaugs Einöde'. Das Ende des ersten Hobbit Films markierte ursprünglich die Flucht in den Fässern. Durch die neue Drei-Film-Struktur verschoben sich massiv die Spannungsbögen in der Handlung. Für 'Smaugs Einöde' benötigte Peter Jackson jetzt ein oder zwei neue Höhepunkte, bevor das Licht im Kinosaal wieder angeht: die Erebor Verfolgungsjagd und die Ork Scharmützel in Seestadt. In der ehemaligen Zwei-Film-Struktur, waren diese Szenen nicht vorhanden. So unglaubwürdig wie die Erebor Verfolgungsjagd aussieht und choreographiert ist (Stichwort: Balancieren auf Smaugs Schnauze & Schubkarren-Surfen auf flüssigem Gold), entstand sie nahezu komplett vor einem Green Screen im Sommer 2013 im Rahmen von zusätzlichen Dreharbeiten. Die Passagen sind eindeutig in dem online gestellten Production Blog zu erkennen.

Und erneut rennen und hüpfen die Zwerge unverwundbar durch die Szenerie und Smaug ist erstaunlich leicht auszutricksen - Smaug der Unbeholfene! Das Ganze mündet in einem Versuch den Drachen mit einem riesigen Zwerg (!) aus Gold zu ertränken. Parallel dazu darf sich Legolas an einer Strassenecke (wie episch) mit dem CGI-Ork Bolg prügeln. Smaug befreit sich aus dem flüssigen Gold und "wäscht" sich mit wenigen Flügelschlägen komplett davon rein. Aber anstatt weiter die paar Zwerge und den "Fassreiter" im Erebor zu jagen ... fliegt er lieber Richtung Seestadt. Warum? Dieses unlogische Verhalten von Smaug ist ein verräterisches Anzeichen für die ursprüngliche Zwei-Film-Struktur: Smaug hätte nach Bilbos Verschwinden und ohne zu wissen wo sich die Zwerge verstecken, aus Frust und Rache das nächstbeste Ziel angegriffen: die "Fassverhökerer" vom See. Klingt nachvollziehbar. Die jetzige Fassung wirkt so, als ob Smaug nach der Golddusche spontan einfach keine Lust mehr auf die Zwergenjagd hat.

Was bleibt sonst noch? Bilbo darf mal wieder den letzten Satz sprechen und dann Schnitt, Dunkelheit, Abspann. Insgesamt fühlt sich das Ende zusammengestückelt, übertrieben und vor allem unbefriedigend an. Am Schluss von 'Die Zwei Türme' wurden die Zuschauer belohnt: Rohan wurde von der Unterdrückung Sarumans befreit. Das Thema bzw. der Konflikt innerhalb des zweiten Film wurde gelöst und die Sorge um liebgewonnene Charaktere hatte sich ausgezahlt. 'Smaugs Einöde' hingegen belohnt die Zuschauer mit nichts außer Schauwerten und vertagt (oder sollte man sagen "verjährt") alle etablierten Konflikte auf den dritten Hobbit Film.

- FAZIT -

Es ist schon faszinierend, wenn ein Regisseur zum zweiten Mal das gleiche Material anfasst. Er schafft es nicht vollends die Magie des Erstlingswerks erneut einzufangen, sondern eher den Ruf der Filmreihe und seiner eigenen Reputation in Zweifel zu ziehen - vergleichbar mit Steven Spielberg und 'Indiana Jones 4', Ridley Scott und 'Prometheus' und den 'Star Wars Prequels' von George Lucas. Zugegeben ist Peter Jackson weit von den Regieschwächen eines George Lucas entfernt, jedoch kranken die ersten beiden Filme seiner Hobbit Trilogie an ähnlichen Symptomen, wie die 'Star Wars Prequels': wenig bis gar keine Charakterentwicklung (Bombur), der Hang zu albernen Elementen (Radagast), statt praktischer Effekte verstärkt auf CGI zu setzen (Orks) und der Drang den Zuschauern die Verbindung zur ersten Trilogie unmissverständlich unter die Nase zu reiben (Sauron).

Peter Jackson vermeidet in 'Smaugs Einöde' größtenteils die Albernheiten und den Slapstick des Vorgängers, liefert aber im Gegenzug nur spannungsarme und übertriebene Action Szenen ab. Erneut versucht er die epische und emotionale Tiefe der 'Herr der Ringe'-Filme zu erreichen, scheitert jedoch daran die kleine Kinderbuchgeschichte zu etwas Größerem aufzublasen. 'Der Hobbit' darf nicht er selbst sein, sondern wird dazu genötigt die viel zu großen Fussstapfen der ersten Trilogie zu füllen.

Eine Sache hat mich von Anfang an irritiert: das Erste was wir in 'Smaugs Einöde' sehen ist ... Peter Jackson. Wie damals in 'Die Gefährten' futtert er in Bree eine Karotte. Vielleicht ist es ein augenzwinkernder Cameo-Auftritt für die Fans ... oder aber die filmische Visualisierung eines Regie Egos, welches mittlerweile etwas zu selbstsicher mit Tolkiens Vermächtnis herum hantiert. Subtil sieht anders aus.

- EPILOG: Anmerkungen zur Extended Edition von 'Smaugs Einöde' -

Mit den zusätzlichen 25 Minuten in der Extended Edition ist 'Smaugs Einöde' ein wesentlich runderer Film. Vor allem die neuen Szenen mit Beorn, im Düsterwald, den Leuten in der Seestadt und Thrain werten diesen Film ungemein auf. Die Kinofassung ist da im direkten Vergleich sehr gehetzt, holperig und unausgegoren. Viele Dinge, die in der Kinofassung wenig Sinn ergaben, sind in der Extended Edition klar verständlich. Der Extended Edition von 'Smaugs Einöde' würde ich 4 Sterne geben und ist der Kinofassung in jedem Fall vorzuziehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich finde es Hammer., 22. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lohnt sich auf jeden Fall. Für HdR und Hobbit - Fans ein Muss. Die extra Szenen sind cool und spannend. .
Viel Spaß damit. :)
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