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17
4,1 von 5 Sternen
Homunkulus (Ninragon-Romane)
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:3,99 €
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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Dezember 2013
Homunkulus von Horus W. Odenthal soll nach der Kurzbeschreibung - obwohl zeitlich nach der Ninragon-Trilogie angesetzt - ein Einstieg in die Welt des Ninragon sein. Da ich auch Ninragon 1 gelesen habe, war ich gespannt. Es kommt etwas ganz Neues! Die Einstiegsszenen erinnern zwar an Band 1 des Ninragon. Doch die Protagonisten und Gegenspieler erwachen zu einem ganz anderen, vielschichtigen und dreidimensionalen Leben. Die Sprache ist hart und direkt, die Sprache der Straße eben. Ich finde, die Menschen und Nicht-Menschen sind sehr authentisch gelungen. Die Beschreibungen von Orten und Situationen sind sprachgewaltig und eindringlich, wie man es von Odenthal gewohnt ist. Die Szenen sind prägnant, doch nicht zu ausufernd, und die Spannung steigt mit jeder Szene, in der die Protagonistin ihrem Ziel eben nicht näher kommt.

Danak, Leutnant der Miliz und Anführerin einer kleinen, verschworenen Einheit, ist eine starke Frau. Ihre Leute folgen ihr bedingungslos in die schwierigsten Situationen, denn sie ist es, die todesmutig vorangeht. Dabei zeigt sie nicht nur Kampfgeist und Mut. Diese Heldin hat auch Herz und Verstand. Und einen Mann und zwei kleine Kinder.

Verstand und Gefühle werden auf harte Proben gestellt. Was ist ihr Auftrag? Wer wird manipuliert? Wo sitzen die wahren Verräter? Ein anfangs klar nachvollziehbarer Auftrag ihres Vorgesetzten wird für Danak zu einem schwer durchschaubaren und höchst gefährlichen Intrigenspiel.

Sehr gelungen fand ich die Beschreibung der Zerrissenheit Danaks zwischen der Pflichterfüllung und den eigenen Wünschen. Auch die Idee des archaischen Hausmannes und seiner geistigen Unabhängigkeit ist ungewöhnlich. Das gibt der Geschichte eine höchst melancholische Note. Mehr kann ich nicht verraten. Allein um dieser Konstellation Willen mag ich diesen Roman sehr. Bin gespannt, ob es eine Fortsetzung gibt. Die Geschichte gäbe es her.

Klare Leseempfehlung, volle Punktzahl.
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Dezember 2013
Homunkulus ist ein Einzelband aus der Ninragon-Reihe, auf den ich sehr gespannt war. Angekündigt wurde er sowohl als Weiterführung der in der Ninragon-Trilogie entworfenen Welt, als auch als Einstiegsband für Neuleser, obwohl er zeitlich nach der Trilogie spielt. Erstaunlicherweise funktioniert das und in gewisser Weise ist er tatsächlich besser zum Einstieg geeignet als die Trilogie.

Besonders gespannt war ich auf Homunkulus aber, weil diesmal die Welt der Kinphauren im Vordergrund stehen sollte. Und das verspricht eine ganz andere Erzählweise, eine ganz andere Sprache, eine andere Konstruktion des Erzählrahmens. Insgesamt ein Roman, der sich viel stärker an der kommerziellen Seite von Fantasy orientieren dürfte, ohne dabei einen gewissen Anspruch aus den Augen zu verlieren.

Kurz zur Erklärung, was ich damit meine, für den Nicht-Ninragon-Leser (keine Sorge, es ist kein Spoiler und das hier gesagte ist für Homunkulus inhaltlich ohne Belang): In Ninragon spielen 2 Völker, die von den Menschen trotz ihrer enormen Gegensätze lapidar vereinfachend unter dem Begriff 'Elfen' zusammengefasst werden, jeweils eine große Rolle. In der Trilogie wurde der Leser dabei vor allem in die Welt der Ninrae eingeführt, ein Volk welches sich von den Menschen durch eine hochgeistige Entwicklung u.a. mit 3 Sprachen auf verschiedenen Bewusstseinsebenen unterscheidet. Odenthal beschreibt seine Welten nicht nur, er lässt den Leser sehr stark in diese Welten eintauchen. Im Fall der Ninrae ist es eine sehr komplexe Welt, die für den Leser fremdartig und kaum begreifbar ist. Odenthal macht dies in den Ninrae-Szenen erlebbar durch eine komplexe Sprache, ungewöhnliche Wortwahl und überbordender Metaphorik, man erlebt die 3 Sprachebenen der Ninrae tatsächlich im Text. Zusammen mit dem dortigen zweiten Handlungsstrang, der im Wesentlichen in einer Welt der Barbaren spielt und damit einen extremen Kontrast zu den Ninrae-Szenen bildet (in sprachlicher Hinsicht, wie auch in explizit realistischer Gewaltdarstellung), wird dem Leser im Vergleich zur 'üblichen' Fantasy-Literatur einiges abverlangt. Ein polarisierendes Werk mit aus meiner Sicht der inhärenten Fragestellung, wie literarisch darf Fantasy (also ein Trivialgenre) sein?

Hier hingegen befinden wir uns in der von Kinphauren besetzten Stadt Rhun. Sozusagen im Gegenentwurf zur hochgeistig literarischen Ninrae-Welt. Und deswegen schwirrte mir im Vorfeld die Frage im Kopf: 'Wie trivial darf (Fantasy-)Literatur sein?'. Ich erhoffte mir, dass Odenthal jetzt die andere Seite ausloten würde, war gespannt darauf, was dann das Ergebnis wäre. Ich erhoffte mir einen Roman, dem nicht der Anspruch fehlt, seinem Leser die eigene Welt zu spiegeln, ihn weiterzuführen, sich aber trotzdem dabei erlaubt, in die Trickkiste der 'Trivialliteratur' zu greifen.
Und ich wurde nicht enttäuscht.

Im Vordergrund steht Danak, die zusammen mit ihrem 'Kader', einer kleinen, verschworenen Truppe versucht die Straßen von Rhun für die Bürger sicher zu halten. Der Roman steigt mitten in der Handlung ein, was erstmal ein bisschen unübersichtlich ist. Aber schon nach wenigen Seiten hatte ich mich zurechtgefunden und war 'mitten drin'. Die Leseprobe scheint mir einen repräsentativen Einstieg zu geben. Mag man sie, wird man vermutlich auch das Buch mögen. Wobei der Roman sich kontinuierlich steigert, ab der 'Hafenszene' habe ich den Rest in einem Rutsch gelesen.

Sprachlich ist das Buch für Odenthal ungewöhnlich einfach gehalten, besitzt aber trotzdem seine typische Stimme. Es ist eine sehr temporeiche, spannende Geschichte mit einigen für mich sehr überraschenden Wendungen. Gleichzeitig scheint mir die Tiefgründigkeit, die ich an Odenthals Büchern so liebe, hier leichter zu ergründen zu ein. Es fällt mir schwer, mehr dazu zu schreiben, ohne zu spoilern.

Für wen ist dieses Buch also etwas?
Der erwachsene Fantasy-Leser, der nicht vor expliziter Gewaltdarstellung zurückschreckt und eine spannende, abwechslungsreiche und ungewöhnliche Geschichte in aktueller Sprache lesen möchte, sollte sich die Leseprobe anschauen. Gefällt diese, dann wird er den Rest vermutlich lieben. Denn die Geschichte nimmt immer mehr Fahrt auf.

Von Odenthals bisherigen Büchern ist Homunkulus sicherlich der einfachste Einstieg, im positiven Sinn. Sein kommerziellstes Buch bisher, ebenfalls im positiven Sinn.
Von mir eine dicke Empfehlung, also 5 Sterne.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Januar 2014
Inhalt:
Danak leitet als einzige Frau ihren Trupp Milizionäre durch die unklaren neuen Machtverhältnisse, die nach der Besetzung Rhuns durch die Kinphauren entstanden sind. Sie muss sich nicht nur mit ihren Vorgesetzten auseinandersetzen, sondern auch mit Spionen in den eigenen Reihen fertig werden. Dabei hat sie nur ein Ziel, das Leben für die Menschen in der Stadt sicherer zu machen. Diese werden von einer neuartigen Droge bedroht, von verschiedenen Banden unterdrückt und durch magisch erschaffenen Wesen gefährdet, die keine Rücksicht auf Zivilisten nehmen. Die Jagd kann beginnen auf der Suche nach Drahtziehern, Verrätern und Freunden.

Setting und Stil:
Man merkt, dass Horus W. Odenthal seine Ninragon-Welt ans Herz gewachsen ist. Lebhafter und detailgetreuer kann man seine Geschichte kaum verpacken. Als Leser meint man förmlich vor Ort durch die Straßen der Stadt gehen und mitten hinein in das mehr oder weniger erstrebenswerte Leben eintauchen zu können. Alles andere als steril geht es zu, die Stadt lebt, mit allen Folgen, die sich dadurch ergeben.
An den Schreibstil musste ich mich anfangs gewöhnen, doch schon nach wenigen Seiten war ich gepackt von der Erzählweise des Autors. Insbesondere die Geschwindigkeit, in der Actionszenen erzählt werden ist einfach mitreißend. Abwechselnd mit ruhigeren Passagen, die man als Leser zur Beruhigung des Herzschlags durchaus braucht, bilden sie eine Einheit, die sich sehr gut lesen lässt.

Charaktere:
Danak steht im Zentrum der Geschichte und es gelingt ihr ohne Probleme, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Sie ist ein sehr komplexer Charakter, dem es mehr oder weniger gelingt Familie, Job und die schwierige Gesamtsituation unter einen Hut zu bringen. Es bringt Spaß ihr bei dieser Jonglage zu folgen und mitzufiebern, wenn sie mal wieder zur Waffe greifen muss.
Ihr Trupp besteht aus sehr unterschiedlichen Charakteren, die alle ihre Raum kriegen und mit ihr in den Tod gehen würden. Der Kinphaure an ihrer Seite bietet eine gute Möglichkeit, in die Denkweise der Besatzer einzutauchen, die doch ein völlig anderes Weltbild vertreten.
Ihr Vorgesetzten sind schön unausstehlich und die Gegner sind so übermächtig, dass es wirklich verwundert, wie sie sich erfolgreich mit ihnen anlegen kann.
Eine gelungene Mischung, die Emotionen weckt und dafür sorgt, dass man das Buch so schnell nicht aus der Hand legt.

Geschichte:
Eine kriminalistische Fantasygeschichte sollte neben mindestens einem Toten natürlich auch Gegenspieler enthalten, die unsere Heldin aufs äußerste fordern. Genau dies ist hier natürlich der Fall. Gegenspieler gibt es viele, Herausforderungen noch mehr und ein geniales Verwirrspiel der Fakten. Eine Geschichte, die bis zum Ende Spannung garantiert und mit Überraschungen nur so um sich wirft.

Fazit:
Ninragon-Fans werden wahrscheinlich sowieso zugreifen, doch Homunkulus sei auch jedem anderen erwachsenen Fantasy-Fan ans Herz gelegt. Sie bietet einen idealen Einstieg in die Welt, da sie in einem relativ begrenzten Bereich der Welt spielt. Vorkenntnisse sind nicht nötig, um sich zurecht zu finden, wobei es mich wundern würde, wenn am Ende der Geschichte nicht nach mehr verlangt wird. Eine Fantasy-Achterbahnfahrt, die den Leser mitreißt und mich ohne Umschweife zum Fan gemacht hat.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Januar 2014
Im ersten Moment schien mich diese Story regelrecht zu erschlagen, und ich wusste nicht genau, was ich davon halten sollte, doch schnell war ich in die Geschehnisse in Rhun abgetaucht und vollkommen in die Geschichte vertieft. Der Schreibstil ist flüssig gehalten und lässt sich gut lesen, und die Charaktere sind gut ausgearbeitet und werden dem Leser gut nahegebracht.
Ein wenig verwirrt hat mich, dass der Sprachstil manchmal eher dem vergangener Zeiten ähnelte und dann mit einem Mal wieder sehr modern und umgangssprachlich war, doch alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen.
Von mir gibt es 4 Sterne.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2014
Inhalt:

Danak ist eine Milizionärin und das mit vollster Überzeugung und Leib und Seele. Obwohl Rhun, nachdem Krieg, unter fremder Herrschaft steht, tut sie alles dafür die Menschen in der Stadt zu beschützen.
Sie ist endlich mal eine wirklich tolle weibliche Figur, die stark und mutig ist. Sie ist jemand, in den man sich hineinversetzten kann. Man kann ihre Freude, ihre Trauer und ihre Wut, genauso wie ihre Überzeugungen nachvollziehen und auch nachfühlen. Ihre Figur kann man auch noch in unseren Alltag übertragen. Sie ist eine berufstätige Frau, in einer Männerdomäne, die es irgendwie schafft sich, als einzige Frau bei den Miliz durchzusetzen und der dennoch der Spagat zwischen Arbeit und Familie (mehr oder weniger) gelingt. Auch die anderen Personen, allen voran Choraik, der mir sehr schnell ans Herz gewachsen war, sind wirklich gut gelungen. Er ist ein Mensch, der sich selbst als Kinphaure betrachtet und neu in Danaks Kader kommt. Er ist, genauso wie die anderen Figuren, gut herausgearbeitet und ein wirklich spannender Charakter. Gerade, weil er nicht von Anfang an durchschaubar und einordbar ist, hat er mein besonderes Interesse geweckt. Aber auch die anderen Männer des Kaders sind keine platten Nebenfiguren, sondern vielschichtige Personen, welche die eine oder andere Überraschung parat halten.
Die Geschichte selbst wirkt am Anfang eher einschüchternd. Die Welt ist so riesig und vielschichtig, dass man sich zuerst erschlagen fühlt. Doch je mehr man sich hineinliest und, ja das kostet Zeit, die einzelnen Figuren, Handlungen und Verbindungen entwirrt hat, umso stärker wird man in diese Welt gezogen. Voller Detailliebe beschreibt der Autor hier eine Welt, die nicht annähernd so sympathisch herüber kommt, wie die meisten anderen Fantasiewelten. Hier geht es um Krieg, Leid, Verrat, Unterdrückung und Eroberungen. Die Stadt Rhun ist einerseits von oben beherrscht von den Kinphauren und im Untergrund von den Gangs und Banden. Dies alles verleiht dem Setting, in welche diese Geschichte eingebettet ist, einen Realismus der teilweise entsetzt.
Die Geschichte selbst, ist ein Thriller, was dieses Fantasy-Buch zu etwas Besonderen macht. Zum einen geht es um einen Homunkulus, ein schreckliches Wesen nur gezüchtet zum Kämpfen, den Danak unbedingt ausfindig machen muss, dann macht eine Bande Ärger, die scheinbar etwas mit dem Homunkulus zu tun hat, außerdem taucht eine Krankheit vermehrt unter den Menschen auf, die Drogen konsumieren und gleichzeitig erschwert ihr neuer Vorgesetzter ihr das Leben. Mit all dem muss sich Danak gleichzeitig herumschlagen, obwohl ihr Mann und ihre beiden Kinder zu Hause auf sie warten. Man merkt schon hier, dass dies ein actionreiches Buch ist.
Das einzige Problem, das wohl viele mit diesem Buch haben werden, ist der Schreibstil, der jedoch ein Merkmal des Autors ist. (Ich habe gelesen, dass es bei der Ninragon-Trilogie deutlich schlimmer sein soll) Ich selbst habe eigentlich keine Probleme mit gewöhnungsbedürftigen Schreibstilen, doch auch ich hatte ich zu Beginn ein paar Schwierigkeiten, konnte mich dann aber gut damit arrangieren. Besonders die Kampfszenen brachten ein paar sehr interessante Sätze zum Vorschein. Doch davon ließ ich mich nicht abschrecken und das hat sich auch ausgezahlt. Spätestens ab der Hälfte habe ich begonnen das Buch richtig zu verschlingen.

Fazit:

Ich bin eigentlich kein Fan von großen Epen, die reine Fantasy-Bücher (ich mag eher Urban-Fantasy) irgendwie immer sind, aber dieses Buch hat mich wirklich begeistert. Der Krimianteil ist gut eingebettet, an den Figuren gibt es nichts zu bemängeln und auch sonst hat mir das Buch gefallen. Der Schreibstil ist wirklich gewöhnungsbedürftig, doch wenn man sich da durchgefuchst hat, erwartet einen hier wirklich ein grandioser Fantasy-Roman. Ich kann dieses Buch allen Fantasy-Liebhabern genauso ans Herz legen, wie Krimifans, die gerne mal eine andere Art von Geschichte lesen wollen. Man darf sich nur nicht so leicht von der Grammatik und dem Satzbau abschrecken lassen.
Von mir eine absolute Kaufempfehlung, vor allem für den sagenhaften preis von 99 Cent, also schlagt zu!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. April 2014
Cover

Auf dem Cover posiert eine Frau mit einem Schwert. Ihr Blick ist direkt und fast schon ein wenig Herausfordernd auf den Betrachter Gerichtet. Diese Starke und unabhängige Frau mit der Protagonistin Danak zu vereinbaren fällt dem Leser leicht. Gleichzeitig steht in etwas kleiner Schrift, das es dieses Buch mit zur NINRAGON-Reihe gehört.

Handlung

Als einzige Frau in einer Gruppe von Männern muss sich Danak ständig beweisen. Doch nicht nur das, auch mit ihrem Vorgesetztem stehen regelmäßige Auseinandersetzungen an. Auch die Spione, die sich in ihren eigenen Reihen aufhalten, vielleicht genau ihre Freunde sind? , machen ihr das Leben nicht leichter. Dabei ist es ihr Ziel, eben dieses Leben der Bevölkerung sicherer zu machen. Und das ist auch bitter nötig. Banden. Drogen gefährden die Bewohner. Die Jagd nach den Drahtziehern beginnt …

Charaktere

Danak als Charakter habe ich schnell ins Herz geschlossen. Einfach weil sie Logisch und real war. Nicht überdreht nicht zu übermächtig und auch weit davon entfernt gerne in diese nervigen Schrei-Charakter oder Schwaches-Frauchen hineinzurutschen. Sie ist ein Kämpfer und darin sit sie gut, ohne aber den realen und greifbaren Aspekt zu verlieren.
Auch die anderen Menschen und Nicht-Menschen sind toll beschreiben und glänzen durch Charaktere, die sich von der Masse abheben.

Schreibstil

Der Sprachliche Stil hat mich von Anfang an sehr begeistert. Direkt. Schnörkellos. Genau wie ich es von solchen Kämpfern auch erwarten würde. Gleichzeitig passt der ganze Stil perfekt in diese Welt. Immer wieder passiert etwas Neues und man ist einfach gefangen von Danak. Dabei stellt sich der Leser auch die Fragen, die auch Danak auf die Probe stellen.

Meinung

Ich war ehrlich, Anfangs wusste ich noch nicht ganz wie ich das Buch einordnen soll. Die NINRAGON-Trilogie war mir persönlich genauso neu wie der Autor selbst. Doch ich liebe es mir neue Bücher vorzunehmen und mich von neuen und mir unbekannten Autoren in ihre Welt entführen zu lassen. Und was soll ich sagen. Ich liebte jede Seite. Kein Wort das im Klappentext versprochen wird, ist zuviel. Eher sogar zu wenig um dieses tolle Buch zu beschreiben. Es passiert so viel, ohne das man den Überblick verliert. Gleichzeitig diese tollen Charakter und Danak ich liebe sie einfach. Sie ist ein toller Charakter. Die Kampfszenen haben mir genauso gut gefallen. Für Fantasy-Leser die einmal Abstand von den üblichen Charakteren gewinnen wollen, ist dieses Buch mehr als zu zu empfehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. März 2014
Zum Buch wurde in den anderen Bewertungen schon einiges zum Inhalt geschrieben. Ich möchte mich eher darauf konzentrieren, dass für mich das Buch dem Einheitsbrei der "Großverlagsfantasy" einiges entgegenzusetzen hat. Der Erzählstil wechselt häufig vom "normalen" Erzählen zu einem, häufig in Action-Szenen anzutreffenden, stakkatoartigen Stil, der beim Lesen wunderbare Bilder erzeugen kann, wenn man sich darauf einläßt. Der Autor hat hier durchaus ein Händchen dafür, das dosiert und an den richtigen Stellen zu nutzen. Fand ich toll, wenn auch anfangs gewöhnungsbedürftig. Wer gerne Comics liest oder beim Lesen gerne Bilder vor Augen hat, müßte sich auf jeden Fall dafür erwärmen können.

Auch die Story und das Setting fand ich gut durchdacht, aber vor allem die ambivalenten Charakterdarstellungen waren sehr gelungen.

Glücklicherweise - für mich - hat sich der Autor und Selfpublisher entschieden, dieses Buch auch in Print-Version (nicht nur wie sonst als reines ebook) anzubieten. Ich hoffe, dass er sich durchringen kann, seine Ninragon-Trilogie ebenso in Buchform zugänglich zu machen. Ebooks sind nicht meine Welt.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Dezember 2013
Einer der eingeschworenen Fans des Autors, mit dem ich zur Qualität des Vorgängers "Ninragon" aufgrund meiner dortigen kritischen Rezension länger diskutiert hatte, hat mich auf dieses neue Werk des Horus W. Odenthal aufmerksam gemacht. Ich hatte versprochen, das Buch zu lesen, gleichzeitig aber die Verfassung einer Rezension "angedroht"...auch, um das hiesige Forum nicht ganz alleine den eingefleischten Verfechtern des Odenthal'schen Ausdruckskosmos zu überlassen, melde ich mich also zu Wort.

Mit "Ninragon" hatte ich an sich keine inhaltlichen Probleme wie andere Leser. Die doch sehr ungeschminkte Brutalität der Gewaltdarstellung konnte ich recht gut vertragen, es war ja klar, dass es sich hier um Fantasy für erwachsene, fortgeschrittene Fans des Genres handelt. Das ist ohne Abstriche auch hier der Fall. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Mein Problem lag in der - für mein Dafürhalten - völligen stilistischen Überfrachtung der Ninrae ("Elfen")-Szenen, der im krassen Gegensatz eine moderne Gossensprache mit eingestreuten Anglizismen bei den "Barbaren" gegenübergestellt war. Die Sprache beider Erzählstränge konnte mich in "Ninragon" nicht überzeugen.

Nun, dem neuen Werk "Homunkulus" ist zu attestieren, dass es sich im Unterschied zu "Ninragon" tatsächlich flüssig und mit einigem Genuss lesen lässt. Beherrschte dort (Ninrae-Strang) der halbseitig-komplexe Schachtelsatz das Geschehen und suchte man den guten alten Punkt als Satzabschluss schon fast vergeblich, so kommt es hier zu dessen unübersehbarem Revival: Kurze. Manchmal. Ganz. Kurze. Sätze springen einen förmlich an, die Sprache ist knapp und konzis, insbesondere dort, wo schnell gedacht oder gehandelt wird (also fast immer), kommt das Stilmittel der "Sparsätze" vermehrt zur Anwendung. Das gab es bei "Ninragon" in den Kampfszenen auch schon, hier erscheint mir allerdings alles etwas gereifter, etwas mehr zurückgenommen. Die Hauptprotagonisten, die Milizführerin Danak und ihr erprobtes Team, befleißigen sich auch wesentlich weniger der Gossensprache als die Söldner um "Auric den Schwarzen". Insgesamt kann ich also mit der hier gewählten Stilistik durchaus leben. Trotz der bescheidenen Zurücknahme seiner geradezu im Übermaß vorhandenen sprachlichen Fähigkeiten handelt es sich hier aber immer noch um einen "wortgewaltigen" Odenthal, der über eine wiedererkennbare und sehr intelligente Art zu schreiben verfügt. Auch hier ist die Ausdrucksbreite weiterhin enorm, nur zugänglicher und keinesfalls trivialer.

Leider bin ich ein wenig empfindlich, was Schreib-und Interpunktionsfehler angeht, solches reißt mich ungewollt aus dem Lesefluss, so dass ich mir gewünscht hätte, man hätte noch etwas mehr Mühe auf das Korrekturlesen verwendet. Die Kommata sind ziemlich willkürlich über den Text verteilt, was das Lesen - auch sehr kurzer - Sätze erschwert. Die inflationäre Überflutung des Textes mit Punkten sehe ich eher als erlaubtes Stilmittel, das hat mich weniger gestört. Der Schreibfehler selbst waren erfreulicherweise eher wenige, wenn auch in der 1. Hälfte die klitzekleinen Wörtchen das / dass häufiger verwechselt wurden...kann ja schnell mal passieren bei so ähnlichen Wörtern - ach ja, ich glaube übrigens auch nicht, dass z.B. Salman Rushdies Buch "Die satanische Ferse" hieß, das war aber wirklich ein ansonsten einmaliger Ausrutscher des Korrekturlesers ;-)

Und inhaltlich ? Hmmmm, na ja, einen Grund muss es ja wohl geben, dass ich mich nur zu 3,5 (ja, es sind 3,5, was man oben nicht darstellen kann) durchringen konnte. Ich muss gestehen, dass mir die atemlose Spannung, die mir meine Vorredner versprochen haben, nicht so wirklich permanent über den Rücken gekrochen ist. Ja, es handelt sich sicher um eine recht flott erzählte Story, diese kommt dann aber doch etwas vorhersehbar und nicht übermäßig neuartig oder inspiriert daher, scheint mir eher nur ein etwas loses Gerüst für die Platzierung der zahlreichen Kampfszenen zu bieten. Der Leser vermutet bzw. weiß schon fast von Anfang an, was Sache ist, nur Danak, die eine möglicherweise ganz leicht einfältige "gerade Klinge" ist, braucht reichlich lang, bis sie es auch erkennt. Leider ist es mir auch bei Danak - wie schon bei Auric - so ergangen, dass mir keine echte Identifikation mit dieser Protagonistin möglich war. Trotz einiger persönlicher Zutaten wie dem Auftreten vereinzelter innerer Gewissenskonflikte nach ihrem blutigen Handwerk, dem Vorhandensein eines (Haus-)Mannes (!) und sogar zweier Kinder bleibt sie mir als Person letztlich fremd. Dies gilt in noch stärkerem Maß für die Nebenfiguren, die doch eher eindimensional charakterisiert sind.

Abgesehen davon würde ich dennoch meinen, dass das Werk als Einstieg in die prinzipiell interessante Welt des Odenthal'schen Werks durchaus geeignet ist. Sicher wäre es zum Verständnis der Hintergründe durchaus hilfreich gewesen, wenn man den 3-Bänder "Ninragon" (der die Grundzüge der Welt vorstellt, in der "Homunkulus" spielt), gelesen hätte, das Buch kann aber durchaus als Einzelwerk gelesen und verstanden werden. Wer den "Ninragon" verdaulich fand, wird am "Homunkulus" vermutlich mehr Freude haben können.

Aus meiner persönlichen Sicht liegt hier eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgänger vor, was die Stilistik angeht, gleichzeitig halte ich es aber für möglich, dass "Ninragon" dann doch das etwas ungewöhnlichere und überraschendere Werk darstellte, besonders für die, die auch die dortige Sprache faszinierend fanden und genießen konnten. Bei mir wird sich das Werk nicht unter den immer wieder lesbaren "Eisernen Bestand" einreihen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Dezember 2014
Eine sehr außergewöhnliche fantastische Erzählung, wobei Ninragon bei weitem die bessere Methodik hatte.
Über die Erzählung der Ninrae war ich etwas enttäuscht denn diese Form der Entwicklung hätte gewiß noch genug Stoff für einen weiteren Roman ergeben.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Februar 2014
Ich hatte das Glück den Roman kostenfrei hier bei Amazon erwerben, aber Leute, auch wenn das Teil ein paar Euros kostet..die sind gut investiert. Ich tue mich oft mit Geschichten, in denen weibliche Akteure den Hauptpart bestreiten, recht schwer. Männer haben auf viele Dinge eine etwas andere Sicht und darum kann ich mich dann oft nicht so recht mit den Entscheidungen bzw. Handlungen der Frauen identifizieren. Die Geschichte hier handelt von einer Milizionärin und ihrem Trupp, die in der okkupierten Stadt Ruhn ihrem Tagewerk nachgehen, dem Schutz der Zivilbevölkerung.. Die Story spielt einige Zeit nach den Ereignissen der Ninragon-Trilogie und das Buch schöpft für den kundigen Leser sehr aus dessem geschichtlichen wie handlungstechnischem Hintergrund. Die Stadt ist von den Kinphauren und ihren Bütteln besetzt. Leute des EINEN WEGs besetzen wichtige Ämter. Einen dieser Überläufer gegenüber dem alten iridischen Regime bekommt auch unser Hauptperson vor die Füsse gesetzt. In dessen Auftrag soll sie gestohlene Waffen, vor allem einen Homonkulus der fortschrittlichsten Art, wiederbeschaffen. Bald kommt sie mit diesem Auftrag in moralischer wie ethischer Bedrägnis, denn ihre Gegner sind keine diesmal keine schmierigen Drogenhändler, sondern Rebellen, die auch für ihre...menschlichen...Ideale einstehen.

Die Satz- und Wortwahl des Romans ist akkurat. Nicht zuviel, nie zu wenig. Odenthal weiß wie man in sich stimmige Romane schreibt, wie man Aktionen und Gespräche nüchtern und sehr glaubhaft an den Leser bringt.
Waren mir seine Ideen und Beschreibungen der Ninrae in dem Dreiteiler manchmal schon zu weltenfern und schwer verdaulich, so lässt er hier den Leser um so mehr in die Welt der Akteure eintauchen und auch die Kinphauren werden in ihren Denken letzlich doch sehr menschlich.

Das Universum des Ninragon bietet so viel Möglichkeiten! Ich hoffe auf weitere hervorragende Bücher dieser Art, danke dem Autor für die vielen unterhaltsamen Stunden beim Lesen und vergebe mindestens 5 Sterne!
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