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am 27. Juni 2015
Ich kann die kritischen Kommentare und negativen Bewertungen keineswegs nachvollziehen. Ich finde Zero ist ein großartiger, spannender Thriller von der ersten bis zur letzten Seite, bzw. Sekunde, da ich das Buch als Hörbuch genossen, nein, verschlungen habe.
Ich finde den Schreibstil bzw. die Sprache keinesfalls langweilig oder uninteressant. Im Gegenteil. Die lebhaften Dialoge und Erzählungen vermittelten mir viele Bilder, sodass ich oft das Gefühl hatte, gar keinen Roman zu hören, sondern einen Film zu schauen. Die Charaktere sind für mich allesamt glaubhaft und mehrschichtig, die Story ist spannend und das Thema regt zum Denken an. Meiner Ansicht nach ist das Buch eine Perle der modernen Literatur und wäre auch ein gutes Instrument für die Schulbildung der heutigen Jugend.

Einziger und alleiniger Kritikpunkt ist die Beschreibung der zweiten Verfolgungsjagd in NY. Nach dem Hundertsten "Hashtag" war ich von dem Wort nur noch genervt! Doch gleichzeitig wird damit gut beschrieben, wie die digitale Welt kommuniziert.
Also darum:

#Zero #Empfehlung #richtiggutesBuch #spannend #5Sterne
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am 6. April 2016
Wie sinnvoll ist es eigentlich ALLE seine Daten im Netz zu speichern und sie dubiosen Firmen uneingeschränkt zur Verfügung zu stellen, damit diese den perfekten gläsernen Menschen erschaffen und dazu noch in einem "manrank" festhalten, welche Personen gerade die "wertvollsten" d.h. die kommerziell interessantesten sind?
Marc Elsberg ist dieser Frage in seinem Buch nachgegangen und überzeugend die Vorteile, aber auch den Missbrauch solcher Machenschaften dargelegt. Man sollte sich von dem SF-Flair dieser Story nicht täuschen lassen, denn wir sind heute schon nicht mehr allzuweit von soclhen Zuständen entfernt.
Ein gutes und spannendes Buch, das zu Nachdenken anregt und nie langweilig ist, daher meine Kaufempfehlung!
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am 12. November 2014
Der Plot ist interessant, besonders aufgrund seiner Aktualität. Eine Datenkrake à la Facebook oder Google (Freemee) schickt sich anhand besonders entwickelter Apps an, seine Nutzer in ihren Handlungen zu beeinflussen, ihre Wesen zu verändern, was schließlich unter diesen zu mehr unnatürlichen Todesfällen führt. (Das stichhaltige Warum dafür habe ich entweder nicht verstanden oder überlesen.) Einen Gegner findet Freemee in einer Art Untergrundorganisation namens Zero, die sich den Kampf gegen Datenkraken auf die Fahne geschrieben hat und natürlich sofort von amerikanischen Behörden (FBI, CIA, NSA) zur terroristischen Organisation ausgerufen wird. Wie originell. Dazu gesellt sich ein Online-Nachrichtenportal, mehr oder weniger personalisiert durch eine geerdet erscheinen sollende Journalistin, Cyn, die zuerst aber nur das Interesse verfolgt, Zero zu entlarven bzw. zu identifizieren, im Fortlauf der Handlung aber begreift, dass sowohl ihr Arbeitgeber als auch sie selbst nur Spielbälle von Freemee sind. In der Folge kommt es zu Mordversuchen und Morden, mit denen Freemee seine verwerflichen Aktivitäten verdunkeln möchte.
Aber wie das geschieht ist seelenlos wie ein Computerprogramm. Der Roman lebt nicht, er packt nicht, obwohl er durchaus spannend sein will. Jedenfalls lässt darauf seine Szenengliederung schließen. Doch bei mir hat nie ein Funke gezündet, und ich musste mich schon sehr disziplinieren, um auch die zweite Hälfte dieses Werks zu lesen, weil mir mehr und immer mehr die Zeit dafür zu schade wurde. Dies lag gewiss zum einen an den seltsam eindimensionalen Protagonisten, denen mehr oder weniger ein Klischee nach dem anderen übergestülpt wurde und mit denen nicht mitzufühlen ist. Aber genauso gewiss auch an Elsbergs Schreibe, mit der ich zu keinem Moment warm wurde. Aneinandergereihte Kurzsätze auf infantilem Niveau, ohne irgendeinen Stil, ohne irgendeinen Schliff, wogegen selbst mancher Jerry Cotton-Heftroman Hochliteratur darstellt. Die Protagonisten kommen einfach nur wie Abziehbilder herüber. Sie entwickeln sich nicht, auch nicht ihre Seelenlandschaft, sie besitzen über die Handlung hinaus keine weiteren Eigenschaften. Sie fühlen nur in den schon erwähnten Kurzsätzen: „Sie fühlt sich schlecht.“ „Sie hat ein schlechtes Gewissen.“ „Sie trauert.“ Das wird nicht in Handlungen beschrieben, sondern nur in solchen Worten.
Braucht es tatsächlich nur eine gute Idee, um einen Bestseller zu schaffen? Oder irgendwas Abgedrehtes? Wie es mir in letzter Zeit vorkommt: ja. Da stürmt ein Roman nach dem anderen die Bestsellerlisten, bei denen ich mir genauso nacheinander an den Kopf fasse und frage: Wie kann das? Ganz offensichtlich stehe ich gegenwärtig mit meinen Anforderungen, die ich an einen guten Roman stelle, und mit meinem Geschmack ziemlich einsam da. Oder mal ganz provokativ gedacht: Spiegeln solche Erfolge das neue Bildungsniveau in Deutschland wider?
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am 22. Januar 2015
Beim Thema kann man Marc Elsberg keinen Vorwurf machen. Wieder einmal nach "Blackout" hat der Autor es geschafft, mit einer Debatte über Datenspeicherung, ein Interessantes und heikles Thema zu finden. Leider ist die Ausarbeitung des Themas dieses Mal gar nicht gelungen.
Die Protagonistin und die literarischen Figuren sind dermaßen flach und teilweise auch so unsympathisch, dass man sich zu keiner Zeit in der Geschichte mit ihnen identifizieren kann.
Der Autor beschreibt die Charaktere immer direkt. Das mutet oft an wie eine Aufzählung und hat wenig mit interessantem Schreibstil zu tun, da von Anfang an ihre Motive klar sind und sich alle so verhalten, wie man es aus ihrere Beschreibung erwartet.
Das Thema Datenspeicherung wird bis zur Erschöpfung von allen Seiten beleuchtet. Fakten werden wiederholt, ohne das die Figuren oder der Leser zu einem schlüssigen Endergebnis kommt oder was neues erfährt. Marc Elsberg scheint dies selber irgendwann aufgefallen zu sein, denn seine Protagonistin sagt nach 2/3 des Buches selbst, dass sie diese Diskussion nicht mehr hören könne (vgl. S. 368)
Elsberg benutzt viel zu wenig bildliche Sprache. Schauplätze werden entweder nicht beschrieben, oder die Beschreibung wird später zu einem unpassenden Zeitpunkt nachgeschoben (vgl. New York). Dadurch verlieren im besonderen Passagen die hätte spannend werden können ihren Reiz (vgl. Verfolgungsjagd in der Kanalisation). Zudem wirkt das Nachschieben aufgesetzt.
Des weiteren werden, die zwei im Buch vorkommenden, Verfolgungsjagden immer durch technische Erklärungen unterbrochen, die einen komplett aus der gerade in Fahrt gekommene Handlung reißen.
Zuletzt bleibt noch anzumerken, dass dieses Buch, auch für eine Erstauflage, eine enorm hohe Zahl an Schreibfehlern aufweist.
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am 23. Mai 2016
Journalistin Cynthia Bonsant ist eher das, was man ein Old-School-Journalistin nennen könnte, denn auch wenn sie mit digitalen Medien nicht unbedingt auf Kriegsfuß steht, so ist doch der herkömmliche Journalismus ihr Steckenpferd. Nun ist es allerdings so, dass sie einen neuen Job anfängt und hier digitalen Medien das A und O sind. So wird ihr zum Beispiel eine Datenbrille übergeholfen, mit der sie zukünftig arbeiten soll. Cynthia, Cyn genannt, ist davon so gar nicht angetan, ihre Tochter hingegen ist begeistert und leiht sich die Brille prompt aus. Als Cyns Tochter mit ihren Freunden unterwegs ist, natürlich mit der Datenbrille, stoßen sie auf einen Mann, der polizeilich gesucht wird. Einer der Jungen nimmt die Verfolgung auf und wird währenddessen getötet. Es ist der erste Todesfall im Zusammenhang mit einer Datenbrille.

Cyn ist entsetzt und versucht ihre Tochter zu trösten, doch muss sie erstaunt feststellen, dass sie diesen Verlust besser wegsteckt, als eigentlich anzunehmen ist. Tatsächlich erfährt Cyn auf Grund dieser Situation, dass die App Freemee ihre Tochter mit guten Ratschlägen unterstützt. Cyn ist entsetzt - vertraut ihr eigenes Kind tatsächlich einer solchen App alles an? Ja schlimmer noch, schnell muss sie feststellen, dass ihr eigenes Kind seine Daten an Freemee zur Verfügung stellt und sich dafür Prämien aussuchen kann. Zwar wird betont, dass die Daten nur für eigene Zwecke genutzt werden, aber wie sieht es mit der Sicherheit der Daten ihres Kindes wirklich aus?

Cynthias Spürsinn ist geweckt und sie beschließt zu recherchieren, was sich hinter diesem Freemee verbirgt. Tatsächlich ist auch ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist um die Sicherheit von Userdaten besorgt und macht in erschreckenden Onlinevideos immer wieder darauf aufmerksam. Cyn beginnt zu zweifeln, ob ZERO wirklich solch ein "Terrorist" ist, wie er immer dargestellt wird. Es scheint in der Tat so, dass Freemee die Daten seiner Nutzer lediglich zu ihrem besten nutzt, teils auch, um das beste aus ihnen herauszuholen. Zumindest erklärt sich für Cyn so endlich die positive Veränderung ihrer Tochter innerhalb des letzten halben Jahres, nicht nur in schulischer, sondern auch in sozialer Hinsicht. Doch ist die Verbesserung des Lebens via Fernsteuerung es wirklich wert, alles von sich preis zu geben?

Datenmissbrauch! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Ich empfand es als erschreckend zu lesen, wie viel Wahrheit in dieser Geschichte steckt, denn ehrlich, geben wir nicht alle, viel zu viele private Daten preis, indem wir Apps nutzen oder uns bei diversen Bonus-Programmen anmelden? Dieses Buch beschreibt, was tatsächlich mit unseren Daten geschehen könnte, die so gesammelt werden. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Figur der Cynthia gefallen, die anfänglich dieser digitalen Welt skeptisch gegenüber steht und sich dennoch nicht dieser entziehen kann, trotz ihrer Recherchen, die so manches dunkle Geheimnis aufdecken, denn ist es nicht verführerisch einfach, jemand anderen um Rat zu fragen und dafür nur ein paar Fragen zu beantworten und ein paar Daten zu hinterlegen? Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.
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am 4. September 2015
Ich hatte riesengroße Probleme mit Zero.

Eigentlich hatte ich mich wahnsinnig darauf gefreut, das Buch zu lesen. Totalüberwachung, Internetkultur, Menschen-Ratings... alles sehr spannende Themen und brandaktuell.
Leider ist der Schreibstil so übel, dass ich es stellenweise kaum ertragen konnte. Und es hat mich echt geärgert, weil die Story wirklich nicht schlecht ist. Aber mehr als ein paar Seiten am Stück konnte ich einfach nicht lesen. Teilweise hat die Sprache (und es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen) Kinderbuchniveau.
Ich war geschockt und fasziniert zu gleich.

Es gibt viele einfache Sätze. Möglichst kurz. Viel zu oft auch mit Ausrufezeichen!

Man mag gar nicht glauben, dass es hier vor allem um Erwachsene geht und Zero sich auch an jene richtet.
Normalerweise habe ich kein Problem damit, wenn ein Buch in der Gegenwartsform geschrieben ist (vor allem im Englischen nicht), aber hier unterstreicht es den "Kinderbuchfaktor" noch. Es liest sich so schlimm, ehrlich, ich konnte es kaum ertragen. (Niemandem tut das mehr leid als mir, denn ich wollte Zero unbedingt mögen... Aber so habe ich es empfunden.)

Ein kleines Beispiel für etwas, das mich tierisch genervt hat: Die verschiedenen Variationen von "sagen".

Normal: "Danke." sagt X.

In Zero:

... lacht X.

... ätzt X.

... schmunzelt X.

... gesteht X.

... wehrt sich X.

... feixt X.

... wundert sich X.

Und die Liste könnte noch ewig so weitergehen, denn Marc Elsberg war da sehr kreativ.

Wäre er doch nur ähnlich kreativ in der Entwicklung seiner Figuren gewesen: Ich konnte zu keiner einzigen irgendeine Bindung aufbauen. Bestenfalls mochte ich sie nicht besonders, schlimmstenfalls hatte ich gar kein Gefühl zur jeweiligen Person und es war mir absolut egal, was mit ihr passiert. Alle waren schrecklich kalt und leer und irgendwann habe ich mich während des Lesens selbst so gefühlt.

Es war 'ne echte Qual und ich kam mir sogar etwas verklappst vor.
Das Schlimmste ist: Ich habe Blackout noch vor mir. Dummerweise habe ich die Bücher zusammen gekauft, weil ich so überzeugt war, sie zu mögen. Und weil mich die Themen so wahnsinnig interessieren.
Man, ich bin echt so enttäuscht! Trotzdem werde ich Blackout eine Chance geben. Allerdings brauche ich erstmal 'ne Elsberg-Pause und ganz dringend anspruchsvolle Literatur.
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am 25. März 2016
Marc Elsberg steht seit "Blackout" für spannende und gut recherchierte Romane, die in naher Zukunft spielen und unsere zunehmende Technologielastigkeit und -abhängigkeit und die daraus resultierenden Probleme thematisiert. Was-wäre-wenn-Szenarien werden auf intelligente Weise seziert und unterhaltsam aufbereitet. Wer bei "Zero" jedoch die atemlose Spannung des Vorgängerromans erwartet, wird anfangs vielleicht etwas enttäuscht werden. Auch die Einführung in die Story und die handelnden Personen kommt ungewohnt platt und idealistisch daher. Die Intention des Autors war daher bereits nach wenigen Seiten vorhersehbar. Zur Mitte des Buches nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf, bevor es zu dem (natürlich vorhersehbaren) Ende führt. Ungeachtet dessen ist die Thematik, auch wenn sie vielen noch etwas nach Science Fiktion klingen mag, erschreckend aktuell und packend. Viele Leser von "Zero" werden künftig Smartwatches, Datenbrillen, ActApps etc. mit Vorsicht und deutlichen Vorbehalten verwenden.
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am 26. Mai 2014
"Die digitale Welt ist längst die reale Welt."

Was der Freemee-Chef Carl innerhalb der Geschichte ganz lapidar daher sagt, hat mich zum Nachdenken gebracht:
Wie groß ist die Rolle wirklich, die das Internet in meinem Leben spielt?
Nimmt sie zu viel Raum ein?
Was kann man ohne weiteres veröffentlichen und womit sollte man sich zurückhalten?
Gibt es überhaupt noch etwas, was man von sich Preis geben kann, ohne das jemand, den man gar nicht auf dem Schirm hat, Nutzen davon zieht?
Diese und viele weitere Fragen gehen mir seitdem durch den Kopf und lassen mich gleichzeitig in Zwiespalt geraten, was meine Bewertung von "Zero" betrifft.

Sollte ein Buch, was derart nachhallt nicht mehr als drei Sterne erhalten?! Wenn ich nur auf diesen einen Aspekt des Veranschaulichens von Datenmissbrauch eingehe - ja, dann wäre es für mich das perfekte Buch! Doch leider spielen für mich noch die anderen Faktoren zu stark mit rein. Beispielsweise hatte ich das große Problem, mit den Charakteren nicht warm zu werden.

Die Protagonistin Cynthia handelt mir zu unbedacht, ja leichtsinnig, und die Kommunikation mit ihrer Tochter ist mehr als schlecht. Ich hätte mir mehr Feingefühl gewünscht, dass sie die Gedanken, die sie so ängstlich vor technischen Neuerungen machen, auch in passender Art und Weise an Viola weitergibt. Aber nichts...
Überhaupt bleiben die Charaktere nur sehr oberflächlich. Die Dialoge wirken hölzern, dass jemand gerade gestorben ist, wird schnell "vergessen" und zur Tagesordnung übergegangen - die Emotionen vermisse ich im gesamten Buch.

Des Weiteren hatte ich auf mehr Spannung gehofft. Es wird viel recherchiert und spekuliert, aber die wirklichen Spannungsmomente kann man an einer Hand abzählen, was ich sehr schade finde, wo es so gut gepasst hätte.

Das Buch ist eingeteilt in 9 Kapitel, die die Wochentage von Montag bis Montag (plus den Epilog "ein paar Tage später") darstellen. Obwohl es nur eine optische Sache ist, hätte ich mir kürzere Abschnitte gewünscht, da ich das für den Lesefluss einfach besser finde, gerade auch wenn es um temporeiche Stellen geht.

Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da sehr viele Charaktere innerhalb weniger Seiten auftreten und es nicht ganz leicht ist, sich die vielen Informationen (Wer macht was und wo steckt er noch mit drin?) zu behalten, aber dabei ist das Personenverzeichnis am Ende des Buches eine große Hilfe!

Gut gefallen hat mir das Team "Zero", was oftmals mit Chat-Ausschnitten auftritt und eine faszinierende Runde darstellt. Hier wäre eine genauere Ausarbeitung schön gewesen, denn die Charaktere erscheinen vielversprechend und einfach interessant.

Auch die Szenarien, was uns durch den Umgang mit Cyberbrillen, Smartwatches, Apps, etc. in Zukunft noch alles erwarten könnte, haben mich sehr fasziniert, aber auch gleichzeitig ein mulmiges Gefühl verursacht. Wo führt uns die Technik noch hin? Eine Frage, deren Antwort im Buch zumindest ansatzweise zu finden ist - mehr kann man dahingehend auch nicht verlangen.

Fazit:
Ein Grundthema was begeistert, jedoch leider mit Schwächen umgesetzt. Lesen sollte es jeder, der gerne für den Umgang mit seinen Daten sensibilisiert werden möchte und keinen spannungsgeladenen Thriller erwartet.
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am 21. Juni 2014
Denkanstöße für unser digitales Zeitalter
Wow, dass nenne ich mal einen sensationellen Roman. Wahnsinn. Marc Elsberg hat es geschafft. Mit seinem Roman Zero. Sie wissen,w as du tust, konnte er mich von Anfang an begeistern. Los geht der Roman gleich mit einer gehörigen Portion Action, bei welcher der Leser sofort mitten ins Geschehen der Handlung geworfen wird. Bereits aus mehreren Erzählperspektiven erzählt, lernt man von Beginn an die relevanten Parteien des Buches kennen. Der Roman beginnt mit einem vermeindlichen Attentat auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten, welcher von einem Drohnenangriff, gesteuert von ZERO, einer Online-Aktivistengruppe, bedroht wird. Dies wird live in der ganzen Welt ausgestrahlt, was auch an der britischen Journalistin Cynthia Bonsant nicht vorbeigeht, da sie es zufällig in der Redaktion im TV sieht. Somit hätten wir also innerhalb der ersten Seiten sowohl ZERO als auch Cyn kennengelernt, welche die Hauptakteure der Geschichte sind. Zunächst unbeteiligt wird die Journalistin aber nach einem tragischen Tod eines Freundes ihrer Tochter durch ihre Recherche in die Handlung hingeingerissen, wobei sie unter anderem auf Freemee stößt und sich neuartigen Bedrohungen gegenübersieht. Neuartige Entwicklungen, wie Datenbrillen und personalisierte ActApps bringen zwar durchaus positive Fortschritte, die das Leben erleichtern und bereichern. Doch ergeben sich daraus resultierend auch zahlreiche Gefahren, nicht nur durch Verletzungen des Datenschutzes dem gegenüber.
Cynthia muss zu ihrem eigenen Leidwesen beide Seiten der Medaille erkennen und stellt fest, dass diese hochgelobten ActApps, bei welchen Freemee Weltmarktführer ist, nicht so positiv sind wie man glaubt.
Marc Elsberg hat eines geschafft. Er konnte mich zum einen noch mehr für den technischen Fortschritt wie Datenbrillen, Wearables oder ActApps begeistern, mich zugleich aber auch mit dem negativen Potenzial dieser Erfindungen erschrecken, wenn sie für die falschen Zwecke eingesetzt werden.
So geben die ActApps dem Benutzer individuelle Vorschläge und stehen ihnen beratend zur Seite. Sie empfehlen zum Beispiel andere Modestile oder Tipps zum Lernen. So wird der User individuell beraten oder verbessert sich im Job oder der Schule, wodurch sein Selbstbewusstsein gesteihert wird. Leider geht dies mindestens ein Mal schief, wie sich herausstellt. Zufällig stößt Cynthia auf diese verheimlichten Todesfälle und gerät damit ins Ziel der Konzerne. Von nun an ist sie gezwungen, zu ungewöhnlichen Mitteln zu greifen um zu fliehen. Das Unheil geht los.

Hervorragend recherchiert schildert der Autor in diesem Roman absolut plausibel, welche Macht die großen digitalen Unternehmen über uns haben und dass jeder Mensch unweigerlich dieser Macht unterworfen ist. Die NSA weiß bereits jetzt wohl schon so ziemlich alles über uns, was es irgendwie zu wissen gibt. Dieser Trend wird sich in Zukunft wohl noch weiter verstärken, da jeder von uns mittels seines Smartphones bereits fleißig dazu beisteuert. Seien es nun Facebook oder Google. Alle sammeln von uns Daten und geben diese vermutlich auch weiter. Marc Elsberg treibt diesen Trend und diese Überlegungen weiter und konnte mich mit seiner Geschichte dabei absolut fesseln.
Der Schreib- und Erzählstil ist einfach gehalten, aber auf einem angemessen Niveau, was der vermittelten Materie auf jeden Fall angemessen ist. Dadurch wird der Leser geradezu durch den Roman gepeitscht, da vor allem auch die Erzählung mit packenden Ermittlungen, Recherchen und Verfolgungsjagden absolut für sich punkten kann. Vor allem zum Ende des Romans überschlagen sich dabei die Ereignisse, weshalb man "Zero. Sie wissen, was du tust", leider viel zu schnell ausgelesen hat.
Ich hätte sehr gern noch mehr zu diesem Thema gelesen, da Marc Elsberg sowohl das technisch Mögliche toll auf den Punkt getroffen hat, aber auch die Macht der Behörden, der Medien, Hackergruppen und der Konzerne mit ihren Intrigen und Kämpfen um die Marktführung, egal zu welchem Preis, genial getroffen hat und dies mithilfe sehr unterschiedlicher und überzeugender Charaktere unterstützend geschildert hat. Besonders der Konflikt zwischen der "alten", technikscheuen Generation, welcher Cyn angehört und der noch jungen, technikaffinen Generation, welcher Cyn's Tochter angehört, unterstreichen dabei noch zusätzlich die Klasse dieses Romans. Der Autor hat meines Erachtens einfach alles bedacht und damit mich überzeugt.
Von nun an gehört Marc Elsberg auf jeden Fall zu einen meiner Lieblingsautoren und wer ihn bisher noch nicht kennt, sollte schleunigst zu einem seiner bisherigen Romane greifen. Ein absolut packender Thriller, der von Beginn an zu überzeugen weiß.

Fazit:
Zero regt zum Nachdenken und kritischen Hinterfragen unserer digitalisierten Welt an und kann dabei von Anfang an absolut überzeugen. Lesen!
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am 14. Juli 2014
Ich habe dieses Buch gekauft, weil mir Blackout recht gut gefallen hatte. Doch im Vergleich dazu, fand ich Zero um Längen gelungener!
Beruflich bedingt stecke ich tief im Thema Informationssicherheit. Ich hatte deshalb ein wenig Sorge, dass das Buch für mich hier und da langweilig werden könnte. Denn wenn man Leser ohne technischen Hintergrund abholt, dann kann das für einen Fachidioten wie mich schon mal zäh werden. War es nicht!
Stattdessen wurden technische Zusammenhänge geschickt auf das zum Verständnis notwendige gekürzt (teilweise ein wenig ruppig, aber das wird explizit im Nachwort betont) und alles in einen unglaublich spannenden Roman gegossen. Die Idee, wie die bereits verfügbaren Mittel und Methoden zu einem Szenario verschmelzen fand ich sehr aufregend. Hier hat jemand nicht nur die Zusammenhänge verstanden, sondern auch daraus ein funktionsfähiges Konstrukt gebaut, dass wirklich beängstigend ist. Erstklassig!
Besonders im letzten Drittel spitzen sich die Ereignisse zu und ich habe mit der Protagonistin mitgefiebert und war über einige Wendungen wirklich überrascht.
Auch sprachlich ist das Buch hervorragend, Kulissen und Figuren wirken lebendig und ich bewege mich als Leser in einer echten und dreidimensionalen Welt.
Vielen Dank für das große Lesevergnügen - das war mein bisheriger 2014-Favorit!
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