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Trojaspiel
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:3,99 €
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. April 2005
Wer deutsche Autoren liest, die ernst zu nehmenden, der wird immer wieder feststellen, dass es ihnen im Gegensatz zu ihren englischsprachigen Kollegen an etwas vermeintlich Einfachem aber Grundlegendem fehlt: an der Lesbarkeit.
Man fragt sich manchmal auch, ob es für unsere Autoren etwas Anrüchiges ist, mutiger seine Phantasie zu benutzen, oder ob diese Phantasie schlechterdings nicht vorhanden ist, und man hierzulande deswegen vergeblich auf einen wartet, der sich an wirklich große und welthaltige Geschichten heranwagt.
Für Höpfner gilt das nicht, er hat eine bedeutende, außergewöhnlich komplexe, facettenreiche Fabel gesponnen, die lesbar ist, fast ein Märchen, vergnüglich sogar, trotzdem philosophisch, ohne in einer dieser schwierigen Disziplinen (im Humorigen oder Tiefsinnigen) jemals platt zu werden:
Ein junger Deutscher, Tonio Ludwig, kommt nach New York, in ein heruntergekommenes Hotel, das von einem bunten Ensemble jugendlicher Neurotiker bewohnt wird. Der Besitzer des Hotels, ein uralter armenischer Millionär namens Mahgourian, beherbergt diese Kolonie der Gestrandeten umsonst in seinem Haus. Wie eine Spinne im Netz scheint er aber gerade auf den Neuankömmling gewartet zu haben. Der nicht zufällig aufgetauchte Gast besitzt die Baupläne für das Gebäude, in dessen rätselhafter Konstruktion sich ein Geheimnis verbirgt. Zusammen mit Tonio hofft der undurchsichtige Alte endlich den verschollenen Baumeister des Hotels aufzuspüren. Begleitet von Laura, in die sich der Deutsche verliebt hat und dem verschrobenen Obdachlosen Zack, begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise: Sie verfolgen die letzten Spuren des mysteriösen Architekten T.L., dessen unglaubliches Schicksal sie (und den Leser) bald mit Macht in seinen Bann zieht.
Ihre Suche führt sie von New York nach Deutschland, nach Rom und schließlich auf die Insel Kreta, sie fördert mehr und mehr verblüffende Fragmente aus dem Leben des Baumeisters zu Tage, und schließlich hat sich aus diesen Bruchstücken eine beispiellose Lebensgeschichte zusammenfügt, die, wie sich herausstellt, mit der von Mahgourian und Tonio schicksalhaft verknüpft ist...
Höpfners Trojaspiel bietet höchsten Lesegenuß. Es ist in einer Sprache geschrieben, die atmosphärische Dichte schafft, skurrile Bilder und unvergessliche Figuren zeichnet, die tragisch und tragikomisch ist, voller Seele. Ein Buch, das man am liebsten gleich noch einmal lesen möchte, weil man spürt, in diesem episch breiten Stoff ist noch manches zu entdecken. Mit seinem labyrinthisch verwobenen Text, der fast unerhörten Fülle von Geschichten und Ideen, mit seiner Vielzahl von unvorhergesehen Wendungen und phantastischen Verwicklungen ist Trojaspiel in jedem Fall ein Werk, das lange nachhallt.
Anders als den anderen deutschen Autoren seiner Generation, die zwar viel zu sagen aber kaum etwas zu erzählen haben, ist es Höpfner gelungen, einen großen Roman zu schreiben. Die Literatur der üblichen Verdächtigen aus dem Bachmanpreis- oder Germanistenseminar ist dagegen vor allem eines: langweilig. Vielleicht sind deswegen Übersetzungen von deutschen Autoren für den angloamerikanischen Sprachraum auch so selten oder - nur selten erfolgreich. Es scheint, dass die deutsche Literatur ihre Fähigkeit mit komplexem Erzählwerk in der ganzen Welt zu klingen - von wenigen Ausnahmen abgesehen - Autoren verdankt, die vor 1945 gelebt haben.
Trojaspiel ist da ein sehr strahlender Hoffnungsschimmer. Es ist tief, vielschichtig und doch unterhaltsam, die philosophischen Noten, die es leise spielt, die religiösen Fragen, die es mit Leichtigkeit berührt - dergleichen habe ich bei einem zeitgenössischen deutschen Autoren noch nicht gelesen.
In Pumpgun, seinem Erstling hat Höpfner noch mit dem Hammer zugeschlagen und da war viel Knalleffekt dabei. Aber für ein Buch, das er, wie man lesen konnte, als Teenager geschrieben hat, war es ein im besten Sinne starkes Stück. Vor allem aber war die Geschichte über ein Jugendtrauma, das in den Gewaltexzess großen Maßstabes führt, der deutschen Wirklichkeit ungeheuerlich voraus.
Mit Trojaspiel hat Höpfner jetzt eine ganz eigene und eigenartige Welt geschaffen.
Man muß gespannt sein auf das nächste Buch.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Dezember 2013
Mit Sicherheit eines der faszinierendsten Bücher, das ich je gelesen habe. Man braucht einen langen Atem, aber am Ende ist es so, wie man sich ein spannendes Buch eigentlich immer wünscht: eine eigene Welt, in der man sich verlieren kann, und doch irgendwie aufgehoben ist. Genau das ist es wohl was auch das Bild des Labyrinths bedeutet, das über der ganzen Romanhandlung steht.
„Trojaspiel“ bietet ein Labyrinth an Geschichten - spannend, exotisch, tieftraurig und dann wieder irrwitzig komisch - aus denen immer wieder neue Geschichten entstehen, bis man am Ende begriffen hat, dass es das Lesen selbst ist, das einen zur Auflösung dieser ungewöhnliche Fabel bringt, während man die Helden des Romans begleitet, die die Spuren des Baumeisters „T.L.“ verfolgen. Ein Buch für Bücherliebhaber und Menschen, die das Lesen lieben und dabei etwas entdecken wollen, was auf den Seiten steht und doch jenseits dieser Seiten liegt. „Trojaspiel“ hat mir ein Stück Weisheit für mein Leben mitgegeben - auch wenn das jetzt wahnsinnig tiefgründig und philosophisch klingen mag – und eine unvergessliche, phantastische Geschichte.
Trojaspiel
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Januar 2006
Der Klappentext verspricht uns eine abenteuerliche Geschichte, die uns auf die Spur eines mysteriösen Labyrinthebauers bringt, und uns auf eine Reise führt bis zurück ins Odessa von vor 100 Jahren.

Leider bleibt es bei dem Versprechen. Der Autor führt uns traumwandlerisch, wortgewandt, umschreibend und ausschweifend durch das Buch. Es ist schön geschrieben, wohl wahr, "fabel"haft im eigentlichen Wortsinne, denn eine wirkliche Geschichte, mit Hand und Fuß und Auflösung bekommt man nicht. Nichts ist greifbar. Keine Figur hat Tiefe, die man erfassen kann. Zudem ist das Pferd von hinten aufgezäunt. Man bekommt zu Anfang Appetithappen über das Leben des Baumeisters und die Verwebung mit dem Leben des Erzählers. Im Zweiten Teil erfährt man dann von der Kindheit T.Ls. in Odessa. Und dann ist Schluß.
Mir fehlt vor allem eine klare Struktur. Ich mag handfeste Geschichten, eine richtige Story. Die bietet mir das Buch leider nicht. Wer sich an Worthülsen, Andeutungen, schönen gewundenden Satzschlangen und hingehauchten Hinweisen erfreuen kann, ist hier richtig. Meine Gedanken während des Lesens machten sich leider auf und davon und wanderten eingelullt ihrer eigenen Wege.

Zudem stört mich, das man zwar ungefähr weiss, was dem Erzähler passierte (aber auch wirklich nur ungefähr), aber warum er T.L. sucht, ist mir nicht klar geworden. Auch warum der Hotelbesitzer von ihm besessen ist, ist nicht so ganz schlüssig. Ausserdem hätte ich gerne gewußt, worauf den T.Ls. Ruhm fusst. Denn ausser seiner Kindheit und den Andeutungen über seine Ankunft als Jugendlicher in Europa erfährt man nichts. Was hat er sonst noch gemacht, als Erwachsener? Ist er alt geworden? Wo ist er abgeblieben, wie kam er nach New York und zum Bau des Laybrinths?

Für mich ist Trojaspiel ein unbefriedigendes Buch gewesen. Das mag zum Teil an meinen Lesegewohnheiten und meinem persönlichen Geschmack liegen. Zum Lesevergnügen genügt mir nicht eine schöne Sprache und die Idee einer Geschiche. Ich mag schon lieber eine richtige Erzählung. Deswegen der Kompromiss mit 3 Sternen, denn wirklich schlecht im Sinne von Übel ist das Buch nicht. Nur eine Geschmacksfrage.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Dezember 2013
Das Buch ist wunderbar geschrieben, kann aber leider nicht fesseln. Mich jedenfalls nicht. Ich vermisse eine Struktur, schade um meine Zeit und um mein Geld. Ich hatte auf eine gute Geschichte gehofft und auser einem nur schön verpackten Geschenk keinen Inhalt bekommen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Januar 2014
Ich habe das Buch als Gratisdownload in der Weihnachtszeit heruntergeladen und bin noch nicht durch. Was ich bereits sagen kann, ist dass die Grundidee durchaus fesselt und die ganze Story sogar das Prädikat 'schräg' verdient, man muss sich ein wenig auf die Aspekte 'Erzähltempo' und 'Nebenhandlung' einlassen, ohne dass diese wirklichen Zugewinn an Spannung bieten. Philosophisch erhellend? Das mag der geneigte Leser selbst entscheiden. Kurzweilig? Allemal. Nervig ist die Idee (des Autors?), eine derart überkandidelte Eigenrezension hier zu posten! Trotzdem drei Sterne. Nicht für das Eigenlob, für das Buch.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Januar 2014
Hat mir nicht gefallen. Ist aber auch einfach Geschmackssache! Mir hat der Schreibstil nicht zugesagt. Habe es dann auch nicht fertig gelesen.
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