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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie man sich die Wahrheit zurechtlegt ...
Henry Hayden hat ein Problem, denn seine Geliebte ist schwanger. Sie will das Kind und den Mann, aber kann er für sie alles aufgeben? Henry liebt nämlich sein Leben als reicher, eleganter und berühmter Schriftsteller. Mit einer Frau, die hinter ihm steht und seine Freiheiten zulässt. Außerdem liebt sie ihn so sehr, bedingungslos und er liebt...
Vor 5 Monaten von J. Weis veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber könnte besser sein
Das Buch beginnt unterhaltsam und tiefgründig und läßt durch die vordergründige Tat ein spannendes Buch erwarten. Allerdings hätte der Autor aus der guten Idee mehr machen können. Je weiter man liest, umso mehr lässt die Spannung nach und am Ende hat man den Eindruck, als wäre die Geschichte zu Ende erzählt, weil sie eben zu...
Vor 2 Monaten von cschumann_aut veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber könnte besser sein, 7. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und andere Lügen: Roman (Kindle Edition)
Das Buch beginnt unterhaltsam und tiefgründig und läßt durch die vordergründige Tat ein spannendes Buch erwarten. Allerdings hätte der Autor aus der guten Idee mehr machen können. Je weiter man liest, umso mehr lässt die Spannung nach und am Ende hat man den Eindruck, als wäre die Geschichte zu Ende erzählt, weil sie eben zu Ende erzählt werden hat müssen. Schade.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie man sich die Wahrheit zurechtlegt ..., 8. Juli 2014
Henry Hayden hat ein Problem, denn seine Geliebte ist schwanger. Sie will das Kind und den Mann, aber kann er für sie alles aufgeben? Henry liebt nämlich sein Leben als reicher, eleganter und berühmter Schriftsteller. Mit einer Frau, die hinter ihm steht und seine Freiheiten zulässt. Außerdem liebt sie ihn so sehr, bedingungslos und er liebt einfach das Gefühl, gebraucht und über alles geliebt zu werden. Also, was tun? Wird ihn da seine Vergangenheit behilflich sein? Denn Henry hat Geheimnisse und davon nicht zu knapp? Tja, seine Entscheidung ist gefallen, allerdings unterläuft ihn ein fataler Fehler, der ihm das Genick brechen könnte. Wird er einen Weg finden? Kommt er aus der ganzen Sache unbeschadet raus? Und was ist mit seinem neuen Roman? Henry hat also viel zu tun ...

Was für ein geniales Buch. Der Autor hat mit mir einen neuen Fan gewonnen, denn ich hatte so viel Spaß beim Lesen von dieser absolut überzeugenden Geschichte. Was habe ich dieses Buch verschlugen und war von der Erzählweise einfach nur überrascht, gebannt und begeistert.
Die Geschichte fängt direkt mit der Offenbarung der Schwangerschaft an und herrlich ist es dabei Henrys Gedanken zu lesen und seine Antworten zu hören, denn sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Überhaupt ist der Roman supergut aufgebaut, da merkt man, dass der Autor sonst Drehbücher schreibt. Wir befinden uns in der Gegenwart, erleben die Entwicklung der Ereignisse und werden aber trotzdem mit Henrys Vergangenheit konfrontiert. Außerdem erleben wir die Geschichte auch aus verschiedenen Sichten, alle Figuren haben einen kleinen Beitrag zu erzählen und das ist so gut mit eingeflochten, das man die Spannung gar nicht mehr aushalten kann. Dabei ist natürlich die interessanteste Figur die Hauptperson Henry. Am Anfang denkt man nur, was für ein Hochstapler, dann ist man einfach nur über seine Aktionen fassungslos und erstaunt, wie er sich das selber alles zurechtlegt. Diese Gratwanderung zwischen Wahrheit und Lügen ist bei ihm so verwischt, dass man gar nicht so recht weiß, passiert das eben geschehene aus Reflex oder aus kalter Berechnung. Die Frage bleibt immer offen, ist er wirklich so ein kalter, gezielter, aalglatter Typ, denn er hat auch seine guten Seiten und ab und zu zeigt er auch mal Herz. Allerdings ist bei seinen guten Taten auch immer die Frage, was verspricht er sich davon, könnte da noch was anderes hinter stecken. Dabei empfindet man Henry noch nicht mal als Unsympath, er sieht gut aus, hat eine gute Portion Charme und ist auch noch recht wortgewandt. Er lässt sich aber von keinen in die Karten schauen und so fiebert man dem ungewissen Ende entgegen. Haben seine Lügen Konsequenzen? Verstrickt er sich selbst darin? Wird man ihn auf die Schliche kommen? Was wird er noch anstellen? Wie soll das überhaupt enden?
Dieses Debüt ist absolut lesenswert, wer Geschichten mit den menschlichen Abgründen mag, ist hier bestens unterhalten. Dabei bekommen wir noch eine temporeiche, intelligente und spannungsgeladene Erzählweise präsentiert und ich als Leser war restlos begeistert. Bitte mehr solche Bücher Herr Arango.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit über die Lüge, 11. Mai 2014
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Dass das mit den Lügen manchmal alles andere als leicht sein kann, das muss der Schriftsteller Henry Hayden in Sascha Arangos Debüt feststellen.
Arango, bislang eher als Drehbuchautor für Tatortfolgen und Spielfilme der Öffentlich-Rechtlichen aufgefallen, legt mit „Die Wahrheit und andere Lügen“ ein beachtliches Debüt als Krimischriftsteller hin, das es zu lesen lohnt. In seinem doppelbödigen Roman entspinnt er einen fiesen Plot um den Schriftstellerstar Henry Hayden, der in Wahrheit keine einzige seiner Zeilen selbst geschrieben hat. Stattdessen hat seine Frau alle Romane verfasst, deren Lorbeeren der Gatte einheimst.
Kompliziert und in Fahrt gerät das Ganze nun, als Henrys Geliebte – eine Lektorin aus dessen Verlag – ein Kind von Henry erwartet. Die Geliebte muss verschwinden, so entscheidet Henry. Doch dabei geht natürlich schief, was schief gehen kann.

Sascha Arango versteht sein Handwerk meisterlich. Nicht einmal 300 Seiten benötigt er für seinen Roman, der Henry genauso wie den Leser durch die Handlung hetzen lässt. Stets steht man Henry ambivalent gegenüber – ein Blender, ein Täuscher und Betrüger, der trotzdem das ein oder andere Mal Herz beweist. Wird der Schriftstellerstar mit seinen Täuschungen und Manövern der Polizei entgehen oder verheddert er sich im eigenen Lügengewirr? Das sind die Fragen, die die Spannung von „Die Wahrheit und andere Lügen“ ausmachen. In einer wirklich sprachlich höchst angenehmen und mitreißenden Prosa verkleidet folgt man Henry Hayden wirklich gerne und sieht den Verwicklungen bis zur letzten Seite gebannt zu. Ein großartiges deutsches Krimidebüt, bei dem sich der Lesegenuss mit der Hoffnung verbindet, schnell neue (Lügen)Geschichten aus Arangos Feder lesen zu dürfen!
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr irritierend - lassen Sie sich testen!, 7. März 2014
Hallo,

eines muss man Sascha Arango lassen: Er legt mit "Die Wahrheit und andere Lügen" einen Roman vor, der sich von den gängigen Kriminalromanen abhebt.
Nahezu alles dreht sich um die Hauptfigur und das bleibt bis zum Ende so. Der Leser wird mitgenommen und getestet, wie viel Egoismus er seitens des "Schriftstellers" Henry Hayden verträgt. Ich war kurz davor das Buch wegzulegen eben weil Henry ein riesen A... ist, dann aber kamen wieder Seiten von ihm zum Vorschein, die ihn erträglicher - jedoch nicht sympathisch machen (dafür recht es nicht). Im nächsten Moment geht es wieder in die andere Richtung. Für den Leser ist das streckenweise verstörend und es mag für den einen oder die andere zu viel werden. Ich bin mir unschlüssig, ob ich den Krimi von Arango sehr gut finde und schreibe lieber, dass er anders ist. Er lohnt sich, die Spannung bleibt, der Plot ist gut, aber, vielleicht schreibe ich es so, er ist sicherlich nichts für Menschen mit tiefem Gerechtigkeitssinn.

Viele Grüße
Stephan Peters
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sascha Arango liebt das Risiko., 7. September 2014
Den Eindruck hatte ich deutlich, als ich das Buch las. Viele Leser geben einem Buch 20 oder 30 Seiten Zeit, um sich von Buch fesseln zu lassen. Bei "Die Wahrheit und andere Lügen" waren es ziemlich genau 150 Seiten, die ich mich teilweise durch das Buch quälte und es mehrfach fast aus der Hand legte. Da mir meine Frau das Buch aber empfohlen hatte, hoffe ich auf mehr.
Mein Warten wurde dann auch belohnt. Die letzten knapp 150 Seiten sind große Krimi Literatur. Hervorragend geplant, toll verknüpft und großartig erzählt. Hier konnte man kaum aufhören.
Meiner Meinung nach, hätte man die ersten 150 Seiten sehr viel kürzer halten können und teils weniger verschachtelt. Ich weiß nicht, wie häufig ich zurück geblättert habe, da ich meinte etwas überlesen oder nicht verstanden zu haben.
Alles in allem aufgrund des Endes lesenswert aber nicht wegen des Anfangs.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Buch,dass einen nicht loslässt, 26. Februar 2014
Herrn Arango ist mit diesem Roman ein echter Wurf gelungen.Ein sehr spannendes Buch,dass ich in 2 Tagen durch hatte,weil die Geschichte zu jedem Zeitpunkt sehr spannend ist.Sehr interessant sind auch die vielen Wendungen die das Buch nimmt und es warten immer wieder neue Ereignisse oder Konflikte auf den"Helden"des Buches die er oft unerwartet zu nehmen weiß.
Das Buch hat außerdem einen schönen,flüssigen Stil,den man gerne liest und außerdem sind einige sehr zitierwürdige Sätze darin zu finden.An keiner Stelle fand ich Oberflächlichkeit in der Art zu schreiben und ich hoffe auf baldige weitere Romane von diesem Schriftsteller,der auch Drehbücher für die Borowski-Tatorte schreibt.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Treffsicher erzählt, 10. März 2014
Die vielfachen Erfahrungen in Richtung Drehbuch merkt man Sascha Arango in diesem Roman deutlich an.
Strukturiert, klare, abgegrenzte Szenen, ein durchgehend roter Faden im Vordergrund und ein sich stetig, intensiv entwickelnder „roter Persönlichkeitsfaden“ im Hintergrund sorgen für eine sich stetig aufbauende Spannungskurve, die umgehend verfilmt werden könnte.
Vor allem, da die Frage nach dem Ende allezeit in der Schwebe verbleibt, so dass auch in dieser Hinsicht hohe Spannung erhalten bleibt.

Wer ist dieser Henry Hayden wirklich, vordergründig Bestsellerautor und Hauptperson des Romans? Was geht in ihm vor?

Einfach ein in sich schwankender Mensch? Schwach darin, dass zu tun, was er als richtig erkennt und sich fest vornimmt? Einfach nur durch Zufälle daran gehindert, die „richtige“ Gelegenheit für das klärende Wort zu finden? Einer, der Schlimmes als Kind erleben musste?

Oder einer, der vor allem sich selber zu belügen versteht? Einer, der schon sehr genau „seinem Plan“ nachgeht, sich darin aber nicht ertragen könnte? Der die Person im grünen Subaru doch erkennt, aber nicht sehen will? Der hinter der Kurve nur vordergründig auf den nachfolgenden Wagen wartet, aber innerlich doch genau abschätzt, wo er da steht und was die Betonklötze am Rand der Straße alles anrichten könnten? Dann aber schnell hilft?

Einer, der zwar weiß, dass er die Finger hier und da von den jeweiligen Frauen lassen sollte, aber doch keine Kontrolle über „seine Finger“ hat? Einer, dessen Pyjama als Kind tatsächlich einfach zerrissen ist, oder der doch ein wenig nachgeholfen hat?

Je mehr Arango den Leser in diesen Henry einführt, je mehr er von der Vergangenheit des Bestsellerautoren aufdeckt, desto ambivalenter wird das Bild dieses Mannes und die Frage steht immer deutlicher im Raum, ob Henry mehr durch die Ereignisse seines aktuellen Lebens taumelt oder diese doch perfide und geschickt auch steuert. Schon als Kind.

Eines allerdings ist klar: „Herrgott im Himmel, wenn ich die Wahrheit sage, glaubt mir keiner“.

Nicht nur, was seine Manuskripte angeht. Aber, glaubt er sich selbst? Einer, dem der Leser lange Zeit zunächst auch einfach nicht böse sein kann. Kann er denn was dafür, wie sich das entwickelt alles? Kann er was dafür, was er damals unter dem Bett dieser merkwürdigen Frau gefunden hat, die er später heiratete? Oder für all das, was folgen wird?

„Dies wäre die Gelegenheit für ein offenes Wort gewesen …. Aber in keinem Moment ist der Mann feiger, sind seine Lügen erbärmlicher, als wenn man ihn in flagranti erwischt“.

So sieht das Henry, so mag das sein. Nur, dass man ihn gar nicht wirklich in flagranti erwischt hat. Es fühlt sich für ihn eben nur so an und bietet wieder eine willkommene Ausrede, ganz andere als die nun eigentlich angesagten Wege zu planen und zu gehen.

Ein „Kind-Mann“, der mit allen Verdrehungen und auch schrägen Argumentationslinien sich das gönnt, was genau er will.
Immer nur dem akuten, kurzfristigen Drang folgend und das wohl begründen könnend.

Mit einer ständig mehr verwischenden Grenze zwischen Wahrheit und Lüge, auch sich selbst gegenüber und einem „es sich einfach machen“ auch in dramatischsten Momenten.

Das alles fängt Arango auf den Punkt ein und erzählt mit gleichbleibendem Tempo eine fesselnde Geschichte, deren Ende lange Zeit überhaupt nicht absehbar ist. Was den Reiz des Lesens noch einmal deutlich erhöht und auch ihn selbst pointiert vor die Frage nach der gleitenden Grenze von Wahrheit und Lüge im Leben stellt.
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lügen über Lügen, 1. April 2014
Henry scheint es auf den ersten Blick geschafft zu haben. Er ist ein wohlhabender erfolgreicher Schriftsteller mit beeindruckendem Landgut an der Küste. Die weiblichen Fans liegen ihm zu Füßen und ein Roman nach dem anderen wird zum Beststeller. Wenn nur das eine Problem nicht wäre: Er kann gar nicht schreiben. Seine Bücher wurden alle von seiner Frau Martha verfasst, der es lediglich um den Spaß am Schreiben geht und die den ganzen Rummel um ihre Person nicht ertragen würde. Deshalb hat sie auch zahlreiche Werke buchstäblich verschimmeln lassen, bevor Henry in ihr Leben getreten ist und ihre Manuskripte an einen Verlag geschickt hat. Er schafft es, sich auf der Basis eines Gewirrs aus Lügen mit seiner Frau Martha ein luxuriöses Leben einzurichten.

Doch eines Tages unterläuft ihm ein folgenschwerer Fehler. Seine Lektorin und Geliebte Betty eröffnet Henry, ein Kind von ihm zu erwarten. Sie will, dass Henry seine Frau Martha verlässt, doch das erscheint ihm absolut unmöglich, weil das das Ende seiner sprudelnden Geldquelle darstellen würde.

Dieser Thriller, der im Umfeld des Verlagswesens spielt, nimmt den Hype aufs Korn, der um Beststeller und deren Autoren veranstaltet wird.. Die Ausgangslage des betrügerischen Henry und eines ehemaligen Kameraden aus seiner Kindheit, der weitläufige Nachforschungen über Henrys Leben angestellt hat, sowie Henrys beiden Frauen Martha und seiner Geliebten Betty ist sehr viel versprechend und spannend. Arango schreibt sehr flüssig und wie man es von einem Drehbuchautor nicht anders erwartet, sind gerade actionreiche Szenen anschaulich, nachvollziehbar und spannend beschrieben.
Aber insgesamt konnte das Buch meine hohen Erwartungen nicht wirklich befriedigen. Die Charaktere sind mir nicht tief genug gezeichnet, bleiben teilweise zu schemenhaft und die Todesfälle beziehungsweise Morde sind mir nicht raffiniert genug. So konnte ich nur an einigen wenigen Stellen wirklich miträtseln. Besonders den Schluss empfand ich als enttäuschend, weil ich da noch mal so richtig Spannung erwartet hatte. Zugute halten muss ich aber, dass sich der Aufbau und gerade der eher schwächere Schluss widerspiegeln in dem letzten Buch, um das es im Roman geht. Da passt auch der Schluss nicht so ganz. Vielleicht wollte es der Autor ja so haben.

Ein Thriller in einem interessanten Umfeld, der auch immer mal wieder kritische Töne in Bezug auf den Buchmarkt anschlägt und mit einer wirklich interessanten Figurenkonstellation, der mich aber leider nicht wirklich erreichen konnte.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was ist Wahrheit und was ist Lüge?, 30. April 2014
Verbrechen aufzuklären ist eine ähnlich beschwerliche Arbeit wie Verbrechen zu begehen, mit dem Unterschied, dass die Pausen bezahlt werden

Inhalt

Henry ist ein erfolgreicher Schriftsteller, gut aussehend und charmant. Aber Henry ist auch gefährlich und ein skrupelloser Hochstapler, der nur durch seine Frau ein luxuriöses Leben führen kann. Als seine Geliebte von ihm schwanger wird, müsste er dies seiner Frau beichten, doch er ist sich der Folgen bewusst. Denn diese Beichte würde sein schönes Leben zerstören. Wäre es da nicht einfacher die Geliebte los zu werden? Doch genau bei diesem Unterfangen macht Henry einen folgenschweren Fehler.

Meine Meinung

Ist das perfekte Verbrechen wirklich möglich? Kann man durch Lügen und diverse schicksalhafte glückliche Wendungen tatsächlich ungeschoren davon kommen? Und wo endet die Wahrheit und wo beginnt die Lüge? All diese Fragen stellt der Autor Sascha Arango in seinem Buch und hat auch mich als Leser vor diese Fragen gestellt. Nun ja, um die Antwort darauf direkt vorweg zu nehmen: ich glaube schon, dass man über weite Strecken Glück haben kann, aber ich denke nicht, dass es einem das Leben dann wirklich so leicht macht, wie es in der vorliegenden Geschichte der Fall war.

Henry ist ein interessanter Protagonist. Er hat auf den ersten Blick nichts psychopathisches. Ja, er ist ein Hochstapler, der immer wieder seine Frau betrügt und es sich auf ihre Kosten gut gehen lässt. Sie scheint dies jedoch nicht weiter zu interessieren, solange das Leben harmonisch verläuft. Und das tut es. Bis, ja bis, Henrys Geliebte schwanger von ihm ist und Henry vor einer unlösbaren Aufgabe steht. Einerseits will er seiner Frau ja sagen, dass er sie betrogen hat, andererseits steht so viel auf dem Spiel, was er nicht gefährden und verlieren will. Und so kümmert er sich um das Problem auf seine ganz eigene Art, die jedoch fatale Folgen hat.

Gut gefallen hat mir, dass Henry äußerlich ganz normal erscheint und seine Mitmenschen mit Leichtigkeit verstand zu blenden. Weniger gefallen hat mir, dass ihm dies über weite Strecken zu leicht gelang. Für mich waren es dann auch an der Zahl zu viele schicksalhafte Begebenheiten, die für ihn gut ausgingen. Alles in allem hat mir das Buch jedoch spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert.

Fazit

Sascha Arango gewährt uns Einblicke in die Psyche eines gestörten Mannes, der rein äußerlich jedoch völlig normal wirkt. Und wie er das tut, ist unterhaltsam, temporeich und spannend. Wer gute Thriller mag, wird hier auf seine Kosten kommen
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für, oder gegen Henry?, 28. März 2014
Henrys Leben ist fast nur auf Lügen aufgebaut. Einzig seine Fraut Martha lässt er an sich ran, doch dann wird seine Geliebte plötzlich schwanger von ihm und alles droht aufzufliegen.

Der Schreibstil hat mich von Anfang an fasziniert, das beiläufige Erzählen unterstreicht Henrys verquertes Wesen. Henry verstrickt sich mit immer neuen Plänen alles wieder gerade zu biegen, immer weiter im Schlamassel und jedes Mal dachte ich: So das wars jetzt, damit kommt er nicht durch.
Doch Henry hat die unglaubliche Gabe sich aus allen möglichen auswegslosen Situationen rauszureden und da sein Schicksal nun davon abhängt, was andere über ihn sagen, steht er ständig am Rande des Abgrunds und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Ich habe beim Lesen immer geschwankt, ob ich jetzt möchte, dass er damit durchkommt, oder ob er doch bitte endlich gefasst wird.
Es ist einfach unglaublich zu sehen, wie Henry die Menschen manipulieren kann und sich immer alles so zurechtdreht, wie es ihm gerade passt.

Mit einigen der Nebencharaktere wurde ich nicht so richtig warm. Sie kamen nur am Rande vor, oder haben teilweise recht unlogisch gehandelt.
Außerdem blieben einige Fragen am Ende leider offen, dafür hätte ich mir noch ein paar mehr Seiten mit entsprechenden Erklärungen gewünscht.

Auf jeden Fall ein Thriller, der sich lohnt zu lesen. Der Schreibstil könnte einige abschrecken, doch die Geschichte ist dafür um so spannender!
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