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Da wurde J.R.R. Tolkien dafür kritisiert, dass der dritte Teil von „Der Herr der Ringe „Die Rückkehr des Königs“ heißt und somit der Titel die Handlung verrät. Der Spoiler-Alarm beim letzten Teil von Grant Morrisons „Batman Incorporated“ ist ähnlich groß. Es stirbt also, mal wieder, ein Superheld. Oder um es spöttisch zu sagen: Robins sterben nicht, sie werden ersetzt. Doch Spott ist unangebracht, denn Damian Wayne war der Sohn von Bruce Wayne und von Talia al Ghul, es ist durchaus tragisch und traurig, was uns der schottische Autor Morrison zu erzählen hat.

Mindestens so gut wie die Story sind die Zeichnungen von Chris Burnham, ein gänzlich anderer Stil als in den aktuellen Batman-Heften „Batman“, „Detective Comics“ und „Batman“, nicht so nah am Realfilm, sondern mit erfrischend anderer Note – was nicht bedeuten soll, das die anderen aktuellen Batman-Storys nicht auch sehr lohnend sind, allen voran Greg Capullos Batman und immer wieder auch in „The Dark Knight“.

Batman hatte die Batman Incorporated gegründet, denn ein Bruce Wayne kann sehr viel, nur eben nicht überall auf der Welt gleichzeitig sein. Also sollte sein Franchise in Südamerika, Japan und vielen weiteren Ländern lokale Batmen auf Verbrecherjagd schicken. Das ergab optisch schöne Batman-Kostüme, die dem jeweiligen Kulturraum angepasst waren – eine tolle Idee!

Im aktuellen Band wird fortgesetzt, was in Teil 3 begann, halb Gotham wird auseinandergenommen. Einer riesigen Schlacht fallen nicht nur Gebäude zum Opfer, sondern Bruce Wayne verliert... Na ja, sie wissen schon, wen.

Am Ende wird eine Fortsetzung angekündigt, die aber nicht mehr von Morrison geschrieben wird, wie aus den Anmerkungen am Ende des Comics zu entnehmen ist.

„Batman Inc.“ war ein guter Lauf für Grant Morrison und es ist eine der Batman-Geschichten, die in Erinnerung bleiben wird. Sie steckt so voller Details, dass sie in Ruhe und mehrfach gelesen werden sollte. Im Gegensatz zu anderen Neustarts von New 52 / Das neue DC-Universum ist bei dieser Geschichte etwas Vorwissen hilfreich. Eine spannende, sehr sehenswerte Batman-Geschichte für Erwachsene.
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am 7. März 2014
Hier spielen die "unwichten" Charaktere (die ganzen Batwings, Wingmans, Knights und sonstige) nicht mehr die große Rolle. Dadurch ist der Band für Neueinsteiger, die diese Charaktere nicht so gut oder gar nicht kennen (wie mich) deutlich weniger kompliziert zu lesen als noch der Vorgängerband.

Hier geht es vielmehr um Robin, Batman, die seit langem bekannten Nightwing, Red Robin und Jason Todd. In diesem Band wird hauptsählcih geschildert wie Talia Gotham in ihre Gewalt bringt und Batman alles zu nehmen versucht, ihm seine Verbündeten helfen es mit Leviathan aufzunehmen und außerdem wie um die Toten getrauert wird. Eine auf jeden Fall nicht sehr kompliziert geschriebene Geschichte (ganz anders wie Band 3 mit seinen vielen Ort- und Zeitwechseln).

Was mich allerdings immernoch stört sind die im Vergleich zu den Serien BATMAN, BATMAN - THE DARK KNIGHT und NIGHTWING (die ich seit dem Start der New52 lese) fehlenden HInweise. So kommt es in den genannten Serien oft vor, dass auf ein voriges Heft verwiesen und erklärt wird was gerade Sache ist. Das fehlt hier leider etwas. Auch Orts- und Zeitangaben kommt nicht sehr häufig vor. Da die Geschichte aber recht linear geschrieben ist (auch wieder im Vergleich zu Band 3) kann man das aber noch verkraften.

Die einzige Story im Band, die mir überhauptnicht zugesagt hat ist "Batman von Japan"-Story mit Canary. Für mich zu abgedreht, mit Schrumpfstrahlern und Möchtegern-Powerranger-Cyborgs. Die Story hätte man sich sparen können.

Aufgrund der genennaten Kleinigkeiten schafft es der Band nicht auf 5 Sterne, auch wenn die Story an sich wirklich gut ist. Auf jeden Fall ist der Band aber deutlich besser als sein Vorgänger. Von demher "4 und ein bisschen" Sterne.
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