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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche Lebensgeschichte mit tragischer Wendung
Ein wunderschönes Cover mit einem Herrenhaus im Grünen und rubinrote Rosen, die sich vor dem Hintergrund farblich absetzen, machen den Leser auf das Buch „Die Mitternachtsrose“ von Lucinda Riley aufmerksam. Das Titelbild deutet auf eine verträumte Geschichte im herrschaftlichen Ambiente hin. Jedoch ziehen am Himmel dunkle Wolken auf und so wie...
Vor 5 Monaten von Girdin veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Exotisches und große Gefühle
Zwei Handlungsstränge in zwei Zeitebenen mit zwei weiblichen Hauptfiguren aus zwei verschiedenen Kulturen bestimmen das Geschehen in Lucinda Rileys neuem Roman „Die Mitternachtsrose“. Wie bereits in „Das Orchideenhaus“, dem Überraschungserfolg der irischen Autorin, wird auch hier eine tragische Liebesgeschichte, die vor vielen Jahrzehnten...
Vor 1 Monat von Hamlet veröffentlicht


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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse, 16. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Kindle Edition)
Super, sehr spannend wie alle Bücher von Lucinda Riley. Für alle die ein Komplettpaket von Emotionen und Spannung zu schätzen wissen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lucinda Riley wie man sie kennt, 13. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Kindle Edition)
Ich habe alle Bücher von Lucinda Riley gelesen und dieses mit Spannung erwartet. Wie immer ist es ein tolles Buch und verknüpft Gegenwart und Vergangenheit der Personen gekonnt miteinander. Was mir sehr gefallen hat, sind die Schauplätze - diesmal Indien und England. Man kann sich gut vorstellen, dass die Zeit im Kolonial-Indien so ausgesehen hat und bekommt eine Ahnung, wie schwierig es war, diese Vergangenheit abzuschütteln.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut Riley.., 11. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist Lucinda Riley wieder sowas von gelungen! In jedem Buch von ihr steckt etwas tiefgründiges.
Bisher habe ich alle ihre Bücher binnen weniger Zeit verschlungen und freue mich schon auf das "italienische Mädchen".
Ich hoffe dass wir noch viel von Lucinda Riley zu lesen bekommen.

Absolute Empfehlung!!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr romantisch und anrührend, 8. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Mitternachtsrose: Roman (Kindle Edition)
Eine sehr interessante und anrührende Geschichte aus dem Indien der Kolonialzeit, England und die Zeit danach. Die "Heutezeit" bleibt dabei eine Nebenrolle. Konnte nicht mit dem Lesen aufhören! Sehr empfehlenswert.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wunderschöne Liebesgeschichte vor zauberhaften Kulissen, 4. Februar 2014
Von 
Kleeblatt "Monika" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Indien 2000: Anahita feiert ihren 100. Geburtstag und während der Feierlichkeiten bittet sie Ari, einen ihrer Urenkel, um einen Gefallen. Sie drückt ihm einen 300 Seiten langen Brief in die Hand, mit der Bitte, er möge ihn lesen.
Anahita musste vor vielen vielen Jahren ihren Sohn Moh im Stich lassen, als er fast 3 Jahre alt war. Später wurde ihr erzählt, dass er gestorben sei, aber sie, die über den 6. Sinn verfügt, hat nie daran geglaubt. Sie hat nie aufgegeben, ihn zu suchen und ihm in diesem Brief alles erklärt. Trotz vorhandener Sterbeurkunde gab sie die Hoffnung auf ein Wiedersehen nie auf.
Nun bittet sie Ari, nach der Lektüre des Briefes, ihren Sohn zu finden, der inzwischen auch schon 82 Jahre alt sein müsste.
Ari verspricht es ihr, kommt aber erst nach Jahren und dem Tod seiner Urgroßmutter dazu, sein Versprechen einzulösen.
Die Suche führt ihn von Indien, wo er und seine Familie lebt, nach England, zum Herrenhaus Astbury Hall, wo seinerzeit die Geschichte von Anahita ihren Lauf nahm ...

England 2011: Die amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley kommt nach England, um dort einen Film zu drehen. Einen Tag vor ihrem Abflug wurde sie von ihrem Freund Jack, ebenfalls ein Schauspieler, gefragt, ob sie seine Frau werden möchte. Sie konnte ihm nicht antworten, nahm einen Flug früher, um zu überlegen. Die Medien waren jedoch bereits über die Verlobung informiert, so dass sie ihr bereits auflauerten. Zu ihrem Glück lud der Besitzer des Herrenhauses Astbury Hall, Lord Anthony, sie ein, in seinem Haus des Verfolgern zu entgehen.
Bei einem Rundgang durch das Haus zeigt er ihr auch die Gemäldegalerie und beide müssen erkennen, dass Rebecca mit seiner Großmutter Violet sehr große Ähnlichkeit hat. Lord Anthony ist fasziniert von Rebecca ...

Lucinda Riley kannte ich bereits von ihrem Werk "Der Lavendelgarten" und war begeistert über ihren Schreibstil und die Geschichte. Umso gespannter war ich natürlich auf ihr neues Buch und muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Die Autorin taucht ein in die Welt Indiens. In das Indien von vor 100 Jahren, mit Maharadschas und Prinzessinnen. Sie führt den Leser in die Tiefen der Paläste und lässt ihn am höfischen Leben teilhaben. Ihre Sprache und ihr Schreibstil sind so lebendig, dass man sich als Leser wie als Zuschauer fühlt, man ist mittendrin und nah dabei. Man glaubt fast, die Gerüche dort selbst einzuatmen.
Die Protagonistin Anahita lebte dort vor 100 Jahren und fand in Prinzessin Indira eine Freundin, mit der sie viel gemeinsam hatte. Da sie unzertrennlich waren, wurden sie, 14-jährig, auch beide auf die Schule nach England geschickt.
Die Ferien verbrachten sie bei einer Freundin von Indiras Mutter auf dem Herrensitz Astbury Hall. Dort lernte Anahita auch den jungen Donald kennen, der ihre große Liebe werden sollte.

Lucinda Riley ist es wieder geglückt, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen. Die Ereignisse, die sich 1900 in Indien und England abspielten, reichen mit ihren Nachwirkungen bis in die heutige Zeit.

Heute wird Astbury Hall von seinem letzten Erben, Lord Anthony, bewohnt und bewirtschaftet. Allein mit seiner Haushälterin lebt er dort. Als die Filmgesellschaft sein Haus für Filmaufnahmen auswählt, deren Film auch in der Zeit um 1900 spielt, gestattet er ihnen aus Finanznöten, die Filmerei, auch wenn ihn die Unruhe aus seinem Gleichgewicht bringt.

Es ist ein wundervoller Roman voller Liebe und Leidenschaft. Ein Roman voller Glauben und Hoffnung, aber auch gekennzeichnet von Egoismus und Falschheit. Treue und Freundschaft spielen ebenso eine große Rolle wie Traditionen, Hilfsbereitschaft und Ehrgeiz.
Ich habe dieses Buch in die Hand genommen und an einem Tag durchgelesen, es gelang mir nicht, mit dem Lesen aufzuhören.

Das Wechselspiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat mich immer vorwärts getrieben, ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und wie es enden wird. Es war zu keiner Zeit langweilig, im Gegenteil, das Ende war bis zum Schluss ungewiss.
Das Buch spielt nicht nur vor fantastischen Kulissen wie den indischen Palästen und dem Herrenhaus Astbury Hall in England, es bringt dem Leser auch die Kultur Indiens nahe und es zeigt, was Menschen vermögen, wenn sie lieben.

Die Spannung, die Lucinda Riley gleich zu Beginn anfachte, hielt sich durchgehend. Sowohl die Vergangenheit wie auch die Gegenwart warteten mit Ereignissen auf, mit denen man nicht rechnete und die den Leser umso mehr überraschten.

Für mich ist dieses Buch mit Sicherheit das Highlights des Monats und wird sicher im Ranking um das beste Buch des Jahres mit weit vorne spielen.
Eine Frage an die Autorin hätte ich in dem Zusammenhang. Wie will sie dieses Buch toppen?

Für gebe für dieses Buch eine klare Kaufempfehlung.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Mitternachtsrose - keine verwelkte Blume, 30. Januar 2014
Lucinda Riley muss man mögen - das sage ich immer, wenn mich jemand auf ihre Bücher anspricht. Und so ist es wohl auch mit ihrem neuesten Buch "Die Mitternachtsrose".

Alleine die Aufmachung des Buches ist ein absoluter Hingucker und ist daher erwähnenswert. Das Cover finde ich sehr schön gelungen und trifft auch den Tonfall der Geschichte perfekt.

Die Geschichte selber ist wie für Lucinda Riley üblich in verschiedenen Handlungs- und Zeitebenen angesiedelt. Dennoch ist der Plot klar strukturiert und ich als Leser hatte keine Probleme den Zeitabläufen zu folgen. Im Gegenteil: ich finde, dass sich Lucinda Riley auf dieser Ebene zu den vorangegangenen Büchern gesteigert hat und die Details und die Atmosphäre noch ausgeklügelter und dichter wirken. Auf jeden Fall empfinde ich dieses Buch als ihr intensivstes und berührendstes.

Wenn man bereit ist, sich auf eine manchmal vorhersehbare Geschichte, die auch das eine oder andere Klischee bedient, einzulassen und eine romantische, leichte und dennoch auch spannende Lektüre sucht, wird hier bestens bedient.

"Die Mitternachtsrose" fand ich jedenfalls "in voller Blüte" vor und hat mich wunderbar unterhalten.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Eine verbotene Liebe, bittersüß wie der Duft der Rose, die im Verborgenen blüht...", 26. Januar 2014
Von 
Susanne L. "Klusi" (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Der Roman beginnt im Februar 2000. Die Inderin Anahita Chavan feiert ihren hundertsten Geburtstag. Wie schon so oft lässt sie ihre Gedanken schweifen, zurück in das England der zwanziger Jahre, damals, als sie ihren kleinen Sohn dort allein zurücklassen musste. Alle wollten ihr glauben machen, er sei bei einem Unfall gestorben, aber sie weiß es besser. Ihre Lebensgeschichte und ihre Erinnerungen hat sie aufgeschrieben. Nun überlegt sie, wem sie diese geheimen Gedanken anvertrauen kann. Mit Hilfe der Götter fällt die Wahl auf ihren Urenkel Ari, und sie weiß, dass ihre Aufzeichnungen bei ihm in guten Händen sind.

In der Gegenwart reist die junge amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley nach England. In der Kulisse eines alten Herrenhauses sollen Aufnahmen für einen Film gedreht werden, der in den zwanziger Jahren spielt. Rebecca ist zutiefst verwirrt, denn die Nachricht von ihrer angeblichen Verlobung ist zur Presse durchgedrungen, was einigen Wirbel in den Medien verursacht hat. Sie muss vor den Reportern und Fotografen die Flucht ergreifen, denn sie möchte nur eines, nämlich ihre Ruhe haben, um zu einer richtigen Entscheidung für ihre Zukunft zu gelangen. Auf Astbury Hall findet sie freundliche Aufnahme. Als sie eine große Ähnlichkeit zwischen sich und der Großmutter des Hausherrn feststellt, die nicht nur ihr selbst auffällt, ist ihr Interesse geweckt und sie beschäftigt sich intensiver mit der Vergangenheit des alten Herrensitzes und seiner Bewohner. Dabei kommt sie hinter so manches Geheimnis. Als der junge Inder Ari Malik auf Astbury Hall auftaucht, weil die Spur zur Vergangenheit seiner Urgroßmutter ihn dorthin geführt hat, findet Rebecca in ihm einen angenehmen und verständnisvollen Gesprächspartner. Gemeinsam stellen sie so manche Parallele zwischen den damaligen Ereignissen und der Gegenwart fest.

Für mich war dies bisher der zweite Roman, den ich von Lucinda Riley gelesen habe. Wie schon „Das Orchideenhaus“, welches ich leider nur mittelmäßig fand, so spielt auch „Die Mitternachtsrose“ auf zwei großen Zeitebenen. Aber die Umsetzung ist diesmal um Welten besser gelungen. Man erlebt einerseits das Schicksal von Anahita mit, die in einem indischen Palast aufwächst und vom Schicksal nach England gebracht wird, wo sie die ganze Palette menschlicher Empfindungen durchmacht, von tiefster Verzweiflung bis zum höchsten Glück.
In der Gegenwart lernt man Rebecca und Ari kennen. Sie haben eine Gemeinsamkeit, denn beide befinden sich gerade am Beginn eines neuen Lebensabschnitts, wo es heißt, mit der Vergangenheit abzuschließen.
Alle Charaktere sind in diesem Roman perfekt und glaubhaft dargestellt. Dazu kommen die ausführlichen und sehr schönen Beschreibungen der Handlungsorte und der dort jeweils herrschenden Atmosphäre. Mich hat der Roman mitgerissen, fasziniert und festgehalten bis zum Schluss. Anahitas Schicksal ist sehr bewegend dargestellt. Ihre Geschichte nimmt den größeren Part im Buch ein und hat mir ganz besonders gut gefallen. Der Wechsel zwischen den Handlungssträngen ist hervorragend gelungen, und der Schreibstil passt sich immer der jeweiligen Zeit an, von der gerade berichtet wird.
Mit diesem Roman, der von tragischen Schicksalen, alten Geheimnissen und von der großen Liebe erzählt, ist Lucinda Riley ein sehr schönes und stimmiges Meisterstück gelungen.
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7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eher veräppelt als gut unterhalten., 4. März 2014
Nach dem letzten Roman von Lucinda Riley hatte ich nicht den Eindruck, dass ich mehr von der Autorin lesen werde. Und plötzlich sehe ich bei einer bekannten Bücherkette einen extra Aufsteller mit einem neuen Buch der Autorin in einer Luxusausführung. Da kam bei mir die Frage auf: ist es wirklich besser als ihr letztes Buch? Und wenn ja, dann inwiefern? Immerhin steht ein namhafter Verlag dahinter. Mal sehen, ob dadurch die Geschichten von dieser mittlerweile bekannten Autorin auch besser werden.

Die teure Ausgabe habe ich nicht geholt. So viel habe ich dem Ganzen nicht zugetraut. Nach dem Vergleich der deutschen Übersetzung und der Originalfassung habe ich mich für die Letztere entschieden. Und ich bin mit der Wahl zufrieden geblieben. Es liest sich angenehmer. Die früheren Romane der Autorin habe ich auf Deutsch gelesen und kann nicht behaupten, das ich vom Stil und besonders guter Sprache angetan war. Also mehr Lesevergnügen bereitet das Original. Und als eine digitale Version kostet es nur einen Bruchteil von der viel beworbenen deutschen Ausgabe. Wie es sich herausstellte, mehr ist der neue Roman nicht wert.

Ich verzichte auf die Inhaltsangabe. Die Tatsache, dass die Geschichte auf mehreren Zeitebenen und auf zwei Kontinenten spielt, ist aus dem Inhaltsverzeichnis klar. Es wird geschaltet zwischen drei Kulturen: der Englischen und der Indischen in der Vergangenheit und der Englischen, Amerikanischen und der Indischen in der Gegenwart. Die Autorin schildert anhand von Schicksalen wie das von der Inderin Anahita und ihrem von ihr gewaltsam getrennten Sohn die damaligen Verhältnisse zwischen dem englischen Adel und den Indern. Die Blutlosigkeit und der moralische Verfall des englischen Adels, sowie seine chauvinistische Haltung sind klar und recht einprägsam geschildert.
Der Anfang ist viel versprechend. Keine Frage, er ist geschrieben nach den Regeln der Kunst, macht neugierig und verleitet dazu, das Buch zu holen und weiter zu lesen.
Die Figuren sind gut gezeichnet, sie kommen lebendig daher, Hauptsache, man bleibt bei der vordergründigen Betrachtung. Die schwarz-weiß Malerei hat ihren festen Platz. Beim Plot denkt man auch lieber nicht über die Plausibilität nach.

Die Geschichte erscheint mir sehr konstruiert. Beim Lesen hatte ich stets den Eindruck, dass die Story willkürlich auf dem Reißbrett entworfen und mit nötigen Details und bunten Bildern, wie ein alter, verwunschener englischer Schloss, sein geheimnisvoller Lord, eine hübsche junge Frau als Hauptfigur, etc. ausgeschmückt wurde. Einiges kommt mir besonders an den Haaren herbeigezogen.
Erstens, Anahita ist als eine hellsichtige Frau geschildert. Das war sie schon immer. Sie sieht durch die Oberfläche bis zum Wesenskern, so in etwa beschreibt sie sich selbst, als sie von ihrer Widersacherin spricht, Lady Maud Astbury und erklärt, warum diese sie nie mochte. Anahita weiß ihr langes Leben lang, dass ihr in England verlorener Sohn am Leben ist. An seinem Todestag ca. achtzig Jahre später, weiß sie, dass er gestorben ist und schreibt dieses Datum nieder. Das wird später in der Handlung bestätigt. So weit, so gut. Was am Schluss der Geschichte kommt, passt aber überhaupt nicht mit dieser Schilderung zusammen und somit macht diese Figur sowie den Plot unschlüssig. Anahita soll mit ihrem Sohn in der Mitte ihres Lebens beruflich mehrmals zu tun gehabt haben. Und dabei soll ihr nicht aufgefallen sein, dass er ihr geliebter und schmerzlich vermisster Sohn ist. Da ist sie plötzlich eine Frau ohne die halbwegs glaubhaft geschilderten hellsichtigen Fähigkeiten. Und das in einer Sache, die ihr bis ins Knochenmark geht. Das ist hanebüchen. Leider ist dieser Fakt, dass sie ihn nicht erkannt hat, eine für die Geschichte wichtige Tragfläche. Denn sie beauftragt ihren Enkel, nach ihrem verlorenen Sohn zu suchen und so kommt die Geschichte in Gang. Andererseits fragt man sich, wie so hat sie es nicht früher getan? Wieso soll die Aufklärung erst nach ihrem Tod stattfinden? Die Antwort ist einfach: wenn sie in diesem Noah Adams ihren Sohn erkannt hätte, dann wäre der Rückgrat der Geschichte zusammengebrochen, dann hätte die Autorin nach einem anderen, womöglich tragfähigerem Gerüst suchen müssen. Hat sie aber nicht. Sie behielt einfach die wenig plausible Annahme, dass eine anerkannte, hellsichtige Heilerin ihren Sohn, ihr Fleisch und Blut, das Ergebnis ihrer großen Liebe bei mehrmaligem Kontakt nicht erkannt hatte. Sehr glaubwürdig.

Der andere komische Punkt ist, dass die Rebecca, die wunderschöne, kluge, einfühlsame Schauspielerin, auf der Suche nach der eigenen Wahrheit und Selbstbestimmung, sehr ähnlich der englischen, früh gestorbenen Adeligen Violet aussieht und wird ständig darauf angesprochen, und für diese hin und wieder gehalten. Es ist auch eine Annahme, dass sie etwas mit Violet und somit mit der Familie insgesamt zu tun haben muss. Bloß dass es ständig als Zufall erklärt und so abgetan wird, kommt nicht wirklich glaubhaft daher und mündet in unerfüllten Erwartungen des Lesers.

Der nächste Punkt ist, dass der Lord Astbury angeblich von seinem Fehlverhalten am nächsten Morgen nichts weiß. Er wurde aber deshalb bereits in der Psychiatrie behandelt. Dann muss er schon etwas davon wissen und gar nicht wenig. Also wieder etwas, was man der Autorin kaum abnehmen kann.

Die Geschehnisse um 1920 werden mitunter sehr breit erzählt und strapazieren die Geduld.

Also, die Tatsache, dass Lucinda Riley nun bei einem großen Verlagshaus angekommen ist, bringt für den Leser keinen Mehrwert und keine wesentliche Besserung ihres Schreibens. Die logischen Unstimmigkeiten im Plot und die etwas unausgegorene Ausarbeitung der Figuren sind nach wie vor da.

Mag sein, dass keiner die Unzulänglichkeiten groß sehen will, denn dies würde eine Überarbeitung bedeuten. Und diese verschlingt die Zeit. Viel einfacher ist es, einen hübschen Umschlag dem Buch zu verpassen und versuchen es so zu verkaufen in der kühnen Annahme, dass die Leserschaft über all die Unstimmigkeiten großzügig hinweg sehen und weiter brav kaufen wird. Ein paar bunte Bilder, die halbherzig durch eine Fadenscheinige Handlung zusammen geschustert sind, sind ja da, dazu die paar Liebesgeschichten mit wunderhübschen Schauspielern. Die Zutatenliste erinnert sehr an abgedroschene Groschenromane.

Fazit: Dieser Roman ist etwas besser gemacht als "Der Lavendelgarten", aber man füllt sich eher veräppelt als gut unterhalten. Man kann für das Geld, das für die deutsche Ausgabe verlangt wird, lieber andere Geschichten holen, die des Geldes wert sind.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen für alle Fans historischer Romane mit einer geheimnisvollen Familiengeschichte verwoben, 27. Januar 2014
Indien 2000 - Die Geschichte beginnt mit dem 100. Geburtstag von Anahita. Sie vermacht ihrem Urenkel Ari ihre Aufzeichnungen und bittet ihr nach ihrem verschollenen Sohn zu suchen. Jahre später fallen Ari diese Dokumente wieder in die Hände und er beginnt zu lesen. Anahita wuchs in einen Palast eines Maharadschas auf, als Spielkameradin einer Prinzessin und kam als knapp 14 jährige mit dieser zusammen nach England.
Das Buch erzählt anfangs aus der Jetztzeit und bereitet den Weg zu Anahitas Geschichte. Es wird auch eine amerikanische Schauspielerin vorgestellt, die ihre Eltern nicht wirklich kennt und nun in einem englischen Schloss ein Film drehen soll. Dabei fallen ihr Ähnlichkeiten mit den Bewohnern des Schlosses auf.
Als Leser fand ich das sehr gut zu lesen. Es weckte meine Neugier, welche Geheimnisse verbirgt dieses alte Herrenhaus in England und welche Geheimnisse verstecken sich in der Vergangenheit der jungen Frau. Ich muss sagen, so richtig fesseln konnte ich mich das Buch dann, als Ari die Unterlagen seiner Urgroßmutter las.
Anahitas Geschichte. Das Leben in einem indischen Palast- einer Welt aus 1001 Nacht. Märchenhaft, verzaubert, die Freundschaft zu der Prinzessin, das war wirklich wunderbar. Es ist beim Lesen wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Ein Abtauchen aus der Realität. Der Autorin gelingt genau das meisterhaft. Vor allem wie sie es schafft, die Zeitstränge und Erzählstränge zu einen und aus den einzelnen ein Ganzes Bild zu formen, das gefiel mir sehr.
Die Stimmung in dem Buch, die perfekt ausgeformten Charaktere, die Spannung, die Rätsel und Geheimnisse – das ergab alles zusammen ein wundervolle Mischung für einen perfekten Roman.
Ein Buch für alle Fans historischer Romane mit einer geheimnisvollen Familiengeschichte verwoben.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Geschichte zwischen Indien und England, 24. Januar 2014
Im Prolog übergibt die Inderin Anahita an ihrem hundertsten Geburtstag ihre Lebensgeschichte an einen ihrer Urenkel. Ihr Leben lang war sie fest davon überzeugt, dass ihr erstes Kind, ihr Sohn Moh, nicht im Alter von 3 Jahren gestorben ist, wie es auf seiner Sterbeurkunde steht, sondern noch lange gelebt hat. Doch niemand aus ihrer Familie hat ihr geglaubt und so hat sie das Thema irgendwann nicht mehr angesprochen. Nun bittet sie ihren Urenkel Ari, nach ihrem Tod ihre Aufzeichnungen zu lesen und herauszufinden, was damals wirklich mit Moh geschehen ist und wann er tatsächlich gestorben ist. Ari hat erst einmal ganz andere Dinge im Kopf, aber schließlich begibt er sich eines Tages doch auf die Suche nach der Vergangenheit.

Der zweite Handlungsstrang handelt von der amerikanischen Schauspielerin Rebecca, die für Dreharbeiten nach England fliegt. Der historische Film wird auf dem uralten englischen Schloss Astbury Hall gedreht und Rebecca wird die besondere Ehre zuteil, nicht im Hotel wohnen zu müssen, sondern Gast bei Lord Astbury vor Ort sein zu dürfen. Der sehr zurückgezogen lebende Lord und seine Haushälterin kümmern sich rührend um Rebecca, die beim Hausherrn durch ihre frappierende Ähnlichkeit zu seiner Großmutter Violet großes Interesse weckt.

Wieder einmal besticht das neue Buch von Lucinda Riley durch ein verträumt schönes Cover und auch den blumigen Titeln ist man hier nach dem Orchideenhaus und dem Lavendelgarten treu geblieben.

Die beiden Handlungsstränge entwickeln sich zu Beginn recht gemächlich und eine Verbindung ist zunächst nicht zu erkennen. Erst als Ari beginnt, Anahitas Aufzeichnungen zu lesen, ergibt sich nach und nach der Zusammenhang zwischen Indien und England. Mir persönlich hat dabei die Geschichte Anahitas mehr gefesselt als die Gegenwartshandlung um Rebecca in England. Inbesondere die Beschreibungen aus Indien Anfang des 20. Jahrhunderts waren faszinierend und gaben dem Buch einen gewissen exotischen Reiz. Anahita als Person war sehr liebenswert, an einigen Stellen fast zu gut, um wahr zu sein.
Aber auch Rebeccas Geschichte ist interessant und spannend, denn auf Astbury Hall gibt es immer noch ein großes Geheimnis, dessen Aufdeckung am Ende dann doch eine ziemliche Überraschung war.

Einiges im Verlauf der Geschichte ist recht vorhersehbar, dies hat aber meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, denn es gab auch noch ein paar Überraschungen und so habe ich mich insgesamt doch sehr gut unterhalten gefühlt und das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen.
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