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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitgift
Ich mache es dieses Mal kurz, da meine Vorredner eigentlich schon alles wichtige hier genannt haben.
Das Album benötigt sicherlich einige Durchläufe, da es sich um sehr anspruchsvolle Musik handelt (bspw. "Warte warte" oder "Im Weidengarten". Wenn sie sich dann aber einen Weg in die Gehörgänge verschafft hat, geht sie so schnell...
Vor 5 Monaten von Benjamin Franke veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Jedes Lied hört sich gleich an
Bin ja schon lange ein Subway to Sally Fan aber mit diesem Album konnten die Jungs echt nicht bei mir Punkten. Jedes Lied hört sich irgendwie gleich immer die gleiche richtung. Simplen Text plus Power Akorde. Das könnt ihr doch besser oder?
Vor 4 Monaten von Tobi W veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitgift, 18. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Limited Fan Edition) (Audio CD)
Ich mache es dieses Mal kurz, da meine Vorredner eigentlich schon alles wichtige hier genannt haben.
Das Album benötigt sicherlich einige Durchläufe, da es sich um sehr anspruchsvolle Musik handelt (bspw. "Warte warte" oder "Im Weidengarten". Wenn sie sich dann aber einen Weg in die Gehörgänge verschafft hat, geht sie so schnell nicht mehr weg.
Das neue Album klingt hart und rauh und so sollte das nach der Band auch sein. Durch die elktronischen Elemente hat man aber auch neue Pfade betreten, was in diesem Genre durchaus mutig war.
Das neue Album glänzt zudem mit einem satten Sound, gruseliger Atmosphäre und hat (bis auf "Haus aus Schmertz" evtl.) keinen schwachen Song vorzuweisen. Die Songqualität ist auf stets hohem Niveau.

Bei der Fan Edition kommt hinzu, dass die Bonus-DVD dieses Mal wirklich umfangreich ist und wirklich schöne Boni bietet, wie bspw. das Making of Mitgift. Auch die Verpackung und die enthaltenden Booklets sind schöne Dreingaben. So zeigt eine Band ihren Fans noch, warum sie die "Silberlinge" noch kaufen sollten! ;-)

Von daher eine absolute Kaufempfehlung an alle Subway-Fans. Mittelalterfans sollten auf jeden Fall mal reinhören und Metalfans könnte das Werk ebenfalls ansprechen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schaurig-schön, 19. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Limited Fan Edition) (Audio CD)
Nachdem "Schwarz in Schwarz" für mich den "Wow!"-Effekt vermissen ließ, war ich auf "Mitgift" sehr gespannt.

Und ich finde, das Warten auf diese Scheibe hat sich gelohnt. Ein Meisterwerk mit 12 durchweg großartigen Stücken!
Ein Konzeptalbum ist vermutlich ein Experiment, was auch gehörig schiefgehen kann - in diesem Fall allerdings ist es wirklich gelungen, ich war von den Songs gefesselt (und dank der "Akte Mitgift" auch von den zugehörigen Grundlagen, auf denen die Songs entstanden.
Außerdem besticht die CD durch ein tolles Artwork. Aufmachung, Umfang und Inhalt der Fan-Edition können sich absolut sehen lassen und ich freue mich, dass SVBWAY TO SALLY wieder mehr rockige und harte Töne anschlagen. Die Befürchtung, dass sich alle Titel sehr ähnlich anhören würden, wie man es bei anderen Künstlern zeitweise erlebt, ist hier zum Glück ganz und gar nicht eingetreten.

Absolut kaufenswert!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und wenn sie nicht gestorben sind...!!!, 22. März 2014
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Audio CD)
Mord und Totschlag - dies und nichts anderes thematisieren meine Lieblings-Potsdamer SUBWAY TO SALLY auf ihrem brandneuen Langeisen "Mitgift", und haben dabei ein mörderisches Konzept-Album aus den Angeln gehoben, welches als düsterstes Stück der bisherigen Bandhistorie eine Sonderstellung einnimmt. Wo legendäre Frühwerke wie "Bannkreis" , "Hochzeit" , "Herzblut" oder "Nord Nord Ost" stets für die perfekte Symbiose aus Poesie, Mittelalter-Folklore und ansteckender Lebendigkeit standen, da zieht das Septett aus der Berliner Vorstadt ihre Fans nun voll und ganz auf die dunkle Seite des Lebens. Gute Laune und aus reiner Liebe geborene Herzensschwüre wird der Hörer auf diesem 11-Tracker (die höherpreisige Special-Edition beinhaltet mit "Im Weidengarten" noch eine weiteren Song!) vergeblich suchen - zumindest keine, die nicht über den Tod hinausgehen! So berichten Eric Fish, Bodenski & Co. über historische Massenmörder und Bluttaten, die teilweise mehrere Jahrhunderte zurückliegen. Mit dem malerischen "Dein Kapitän", in dem der medienträchtige "Fall Kampusch" skizziert wird, bewahrt man aber gleichzeitig einen Hang zur Aktualität.
Im Vorfeld wurden viele Worte über die moderne Produktion verloren, mit der SUBWAY TO SALLY erstmals die technischen Möglichkeiten der Jetztzeit für sich entdeckt haben, und dabei auch vor allerlei Elektronik (u.a. Drum-Loops und Dubstep-Einflüssen) nicht zurückschrecken. Vielen Uralt-Fans dürfte dies ein Dorn im Auge sein, zumal sich die Band damit doch merklich vom rohen, traditionellem Charme der Mittelater-Märkte entfernt. Bäh, alles was neu ist gefällt mir nicht! Dabei wird aber oft vergessen, dass bereits vor über 10 Jahren - jawoll ja, der großartige Überhit "Kleid aus Rosen" - in eine ähnliche experimentelle Richtung ging. Mir persönlich gefällt die moderne Ausrichtung von "Mitgift" übermäßig gut, da jedem einzelnen Songs dadurch noch mehr Glanz und Finesse einverleibt wird, und die erzeugte Spannung selbst beim 30. Hördurchlauf noch greifbar nah ist. Glaubt mir, ich habe es ausprobiert!
Merke: Selbst die allerbeste High-End-Produktion ist letztlich für die Katz, wenn die Musik selber nichts taugt. Doch speziell beim Songwriting können sich SUBWAY TO SALLY auch weiterhin auf ihr Gespür für lupenreine Hits verlassen...nur eben mit dem Unterschied, dass so manche Nummer (u.a. "Haus aus Schmerz" oder die erste Single "Schwarze Seide") vergleichsweise brachial umgesetzt wurde, und die Band somit einige Schritte auf die RAMMSTEIN-Zielgruppe zugeht. Fantastische Modern-Folk-Hymnen wie die Fritz Haarmann-Mär "Warte, warte" (nicht nur in Hannover ein Hit!) , "Ad mortem festinamus" , "Dein Kapitän" , "In kaltem Eisen" sowie die drei unbedingten Anspieltipps "Grausame Schwester" (was für ein Chorus!) , "Für immer" (dito!) und "Arme Ellen Schmitt" stehen in Punkto Eingängigkeit keinen Millimeter hinter den Band-Klassikern zurück...sind aber inhaltlich zum Teil schwerer zu verdauen. Woher soll die gute Laune denn auch kommen, wenn alle Paar Minuten ein anderes unschuldiges Mädchen im Blutrausch dahingemeuchelt wird?! Während der charismatische Front-Blondschopf Eric Fish über 43 Minuten eine seiner besten Gesangsleistungen vorlegt, und dabei einmal mehr dem Ruf eines Geschichtenerzählers gerecht wird, sitzen die typischen Mittelalter-Parts (Violine, Dudelsack) erneut exakt an der richtigen Stelle. Und da auch die beiden Sechssaiter das Umschaltspiel zwischen Ohrwurm-Melodie und heftigem Brat-Riffing nahezu bis zur Perfektion ausbalanciert haben, gehört "Mitgift" zur absoluten Pflichtveranstaltung für alle SUBWAY TO SALLY-Anbeter. Eigentlich alles wie immer...diesmal jedoch qualitativ noch einige Spuren besser. Mordkommission Potsdam - bitte übernehmen sie!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder etwas Neues bei Subway to Sally, 15. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Limited Fan Edition) (Audio CD)
Hallo,

ich bin ja treuer Subway Hörer seit "Foppt den Dämon". Jedoch war ich wirklich stark am überlegen ob ich den Weg mit Subway weiter gehen soll. Das letzte Album "Schwarz in Schwarz" war zwar gut, jedoch null innovativ. Es wurde dort die Essenz des bisherigen Schaffens gewonnen. Man hat also bekommen was man gewohnt war, aber leider auch nicht mehr. Im Nachhinein habe ich mir das Album auch nie angehört. Bereits "Kreuzfeuer" und "Bastard" haben mir nicht mehr so gefallen. Was liebe ich "Engelskrieger", "Herzblut", "Hochzeit", "Bannkreis" und eben "Foppt den Dämon". Das war damal spannend und aufregend.
Denn man wußte nicht was man bekommt und das Ergebnis ist doch immer wieder aufs neue einfach genial.

Jetzt soll es jedoch über "Mitgift" gehen. So wurde bereits im Vorfeld über Stilwechsel, Kurskorrektur, Dubstep und ob das die Fans mitgehen gemunkelt. Genau das hat mich dazu bewogen wieder einmal das Album blind zu bestellen. Dank "AutoRip" von Amazon gleich am Morgen auf den Stick gezogen und im Auto mehrfach gehört.

Das Album ist endlich wieder super geworden. Was für ein schönes Gefühl von einer Band wie Subway to Sally wieder (nach Jahren) überrascht zu werden. Dazu noch positiv. Dubstep? Ja und dazu noch so gut eingebunden das es einfach wunderbar zusammen passt. Aber ehrlich, das ganze ist dann doch eher dezent eingeflochten und nicht wie bei bei Korn, als es einen kompletten Stilbruch gab. Auf "Mitgift" bekommt man nach wie vor Subway aber schillernd und mit mehr Facetten ausgestattet. Der Sound kommt druckvoll und jedes Instrument ist deutlich zu hören. Auch Eric singt wieder wie ein junger Gott. Wobei ich denke entweder man mag es oder eben auch nicht. Die Stimme polarisiert ja doch ein bisschen. Die Texte sprechen mich auch total an. Da es sich um Mörderballaden handelt, sollte ich mir wohl Gedanken machen :-).

Auch die Aufmachung ist wie von Subway gewohnt erstklassig. In der von mir gekauften Fan Edition gibt es gleich zwei Booklets (eines mit den Texten und eines mit den Hintergründen der Lieder) wie auch eine BonusDVD (noch nicht geschaut) in einem schönen Digipak.

Fazit: Endlich wurde ich von Subway to Sally wieder auf eine musikalische Reise mitgenommen welche die ausgetretenen Pfade verlässt und dadurch einfach nur gewinnt. Denn rein musikalisch gesehen waren Subway ja schon immer exzellent unterwegs. Mir gefallen Subway immer dann, wenn neue Wege beschritten wurden. Wie eben jetzt auf "Mitgift". Danke. Jetzt werde ich dann doch wohl wieder die eisheiligen Nächte besuchen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich war überrascht, 17. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Limited Fan Edition) (Audio CD)
Ich bin kein Mensch der extrem ausschweifenden und vielen Worte, aber auch ich möchte hier eine Bewertung abgeben.

Als ich hörte, das STS sich an etwas neues wagen, bekam ich Zweifel, ob mir das anstehende Album überhaupt noch zusagt.
Ich gehöre nun schon zu den STS Anhängern, als die Band noch in den Kinderschuhen steckte und kaufte mir jedes Album und habe wie viele meine bevorzugten Songs und Alben. Ich bin ein Gewohnheitstier und hatte wirklich Sorge, das die Band sich zu weit von meinem verwöhnten Ohr entfernen.
Als dann das Video zum Song "Schwarze Seide" veröffentlicht wurde, war ich erneut im Bann der Band gefangen und ich freute mich mit jedem weiteren Tag und den Hörproben mehr auf das Erscheinungsdatum - ich hatte das Album natürlich umgehend vorbestellt (wenn auch nicht bei Amazon). Die Vorfreude wuchs und als mein Album geliefert wurde und ich im Auto saß und die Boxen aufdrehte, waren die Zweifel weggeblasen und noch am selben Tag orderte ich mir die Konzerttickets :)
Ich bin vom Album positiv überrascht und habe auch schon meinen Lieblingstitel ausgemacht und zwar "Grausame Schwester" Aber auch die anderen Titel sind abwechslungsreich, spannungsgeladen und auch wieder nachdenklich ruhig ...
Also - wenn ihr mich fragt ... Mit dem Album macht ihr nichts falsch - greift zu :) Es ist toll
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärisches Meisterwerk, 14. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Limited Fan Edition) (Audio CD)
Mit ihrem neuesten Werk ist es Subway to Sally gelungen alte Stärken und neue Einflüsse auf eindrucksvolle Art zu kombinieren. Dabei ist der ungewohnt starke Einsatz von elektronischen Elementen besonders auffällig, aber absolut stimmig und nie deplaziert. Als ich die ersten Hörproben gehört habe, war ich davon äußerst positiv überrascht, dient es doch unerwartet hervorragend dem Aufbau der Atmosphäre. Damit ist auch schon das Stichwort gefallen, dass das Album wunderbar auf den Punkt bringt: Jedes Lied baut eine ganz eigene Atmosphäre auf, die trotz der thematischen Gemeinsamkeit aller Songs für Gänsehaut und Abwechslung sorgt. Das hat auch meine Befürchtung, dass der Fokus auf "Mördergeschichten" eventuell einseitig werden könnte, sofort aus dem Weg geräumt.

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"Ad Mortem Festinamus" ist zum Einstieg eine Rückführung auf klassischere Texte und Lieder der Band, der zwar musikalisch interessant ist, mich aber bei Weitem nicht so mitnimmt wie der Rest des Albums. Die Mischung aus lateinischen choralen Gesängen und des doch angestiegenen Härtegrads der aktuellen Platte passt für mich persönlich nicht so gut zusammen und wirkt darum fast etwas deplaziert. Ab der zweiten Hälfte und dem letzten Drittel dreht der Song aber musikalisch und atmosphärisch noch einmal auf und leitet direkt zum nächsten Lied über.

"Schwarze Seide" war ja schon zuvor als Single erhältlich und bedarf darum wohl wenigerer Worte. Als allererster Eindruck des neuen Albums hat er mich absolut positiv überrascht. Hier zeigt sich die gekonnte Mischung von härteren Gitarrenklängen und elektronischen Elementen, die zusammen eine düstere Atmosphäre erzeugen und mit dem eingängigen Refrain Lust auf mehr machen.

"Für immer" ist langsamer als Schwarze Seide und überzeugt besonders durch einen atmosphärischen Refrain. Hier beginnt sich schon ein Aufbau zu bilden, der sich durch mehrere Titel des Albums zieht: Während die ersten zwei Drittel hauptsächlich ein Zusammenspiel aus härteren und etwas schnelleren Strophen und einem langsameren und epischen Refrains darstellt, ist das letzte Drittel eine Steigerung des Refrains mit äußerst starken Instrumentalparts kombiniert. Diese Struktur erzeugt eine tolle, spannende Wirkung, die durch die hervorragende musikalische Umsetzung unterstützt wird.

"Grausame Schwester" meistert diese Formel und ist für mich das absolute Highlight des Albums. Ein spannungsaufbauendes Intro, gefolgt von einer tollen Strophe, die in einen starken und atmosphärisch wunderbaren Refrain mündet und dann in einen nahezu perfekten Instrumentalteil übergeht. Dieser hat am Ende des Songs, nachdem auch der Refrain wie schon zuvor beschrieben noch einmal gesteigert wiederkommt, noch einen Auftritt, der mich umgehauen hat. Ein absolut fantastischer Song mit einer tollen Mischung aus Atmosphäre, Härte und Melodie, der schon jetzt zu einem meiner Lieblingslieder der Band geworden ist.

"Warte, Warte" ist wohl eines der härtesten Lieder in diesem Werk. Der Refrain, obwohl textlich nicht besonders imposant, überzeugt mich durch seine musikalische Gnadenlosigkeit und baut genau die richtige Stimmung auf. Die Strophen sind düster und bereiten den Refrain stimmig vor. Dieser Song funktioniert in seiner recht simplen Struktur wunderbar, indem er einfach pure Bedrohung und Gewalt ausstrahlt und dadurch mitreißt.

"Dein Kapitän" erzeugt, wie man erwarten kann, eine gewisse Seemanns-Stimmung allerdings auch hier der bisherigen Härte und den elektronischen Einflüssen untergeordnet. Auch hier wird das Lied vom grandios atmosphärischen Refrain getragen, unterstützt von Geigenklängen und harten Riffs. Die Formel der bisherigen Songs funktioniert auch hier, das letzte Drittel ist besonders stark.

"Arme Ellen Schmitt" überzeugt mich bisher nicht besonders, wenn auch die Melodie eingängig und mitreißend ist. Der Text verfehlt meiner Meinung nach die gewünschte düstere Wirkung und somit verliert der Titel seine Gesamtstimmung. Hauptsächlich führt der Einsatz des Namens Ellen Schmitt zum Verlust der Abstraktion und damit verliert das Lied für mich auch an Atmosphäre und Mysterium. Musikalisch ist aber auch hier wenig auszusetzen, mag sein, dass mein Kritikpunkt nur für mich persönlich relevant ist.

"In kaltem Eisen" ist wieder ein starker Song, der im Gegensatz zum bisherigen Rest des Albums bemerkenswert ruhige Töne anschlägt. Besonders die Strophen sind fast unheimlich sanft und Erics Performance als Mörder ist hervorragend. Der Refrain erzeugt eine wunderbare Gänsehautstimmung und komplettiert den tollen Gesamteindruck des Lieds. Ein weiteres Highlight der neuen Platte.

"Vela Dare" ist eine direkte instrumentale Fortsetzung von "In kaltem Eisen". Es übernimmt dessen Melodie und verarbeitet sie interessant weiter. Dieser Song sticht eben besonders dadurch hervor, dass er vollkommen ohne Gesang auskommt und das vorherige Lied weiterführt. Musikalisch super, aber leider kein besonders hoher Wiederhörwert für mich persönlich.

"Haus aus Schmerz" ist dagegen wieder besonders hart und arbeitet stark mit elektronischen Klängen und orientalisch anmutenden Melodien, die eine einzigartige Atmosphäre schaffen. Sehr drückend, sehr gewaltig und äußerst düster, wenn auch vom Text her nicht besonders herausstechend, erinnert dieser Song auch ein wenig an "Warte, warte". Überzeugt mich auch in seiner brachialen und gnadenlosen Art, atmosphärisch wie fast alle Lieder des Albums eine Wucht.

"Coda" stellt einen tollen Abschluss der Mördergeschichten dar. Ein ruhige und sehr kurze Verabschiedung, die noch einmal die düstere Wirkung der bisherigen Erfahrungen aufnimmt und dem Hörer zum Ende hin mitgibt.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass besonders die Schaffung von einzigartiger Atmosphäre in nahezu jedem Song aufs Neue gelingt und einen immer wieder in den Bann zieht. Musikalisch eine absolut überzeugende Weiterentwicklung der Band, die elektronischen Einflüsse sind immer perfekt in die herkömmlichen Subway to Sally-Klänge eingegliedert, wirken nie aufgezwungen oder fehl am Platz und erzeugen eine unglaublich tolle Stimmung. Ein rundum wunderbares Album, technisch exzellent ausgeführt und, obwohl ganz anders als erwartet und frühere Werke, großartig. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mordsmäßig gut!, 14. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Limited Fan Edition) (Audio CD)
Es gibt nicht viel dazu zu sagen, nur so viel:
Subway To Sally erfinden sich neu und bleiben sich dabei dennoch treu. Man hört die Spielfreude bzw. Leidenschaft in jeder Note und die neuen Elemente sind perfekt im Sound implementiert.

Die Band traut sich etwas, um sich nicht zu wiederholen und weiterhin Spaß an der Musik haben zu können. Und das macht "Mitgift" auch so verdammt spannend. Was das Album infolgedessen ganz groß macht: Es hält sich fernab jeglicher Genrediskussion auf, es entbährt sich jeglicher Debatte. Warum? Weil "Mitgift" zu jeder Sekunde in sich schlüssig klingt. Homogen, voller Spielwitz, mit altertümlichen aber auch modernem Charme, intensiven und verdammt starken Texten (die Hintergrundgeschichten im Booklet beachten, wirklich schaurig und ergreifend zugleich), einzigartigen Kompositionen die stets sally'sche Luft atmen, und und und...

Wirklich grandios, ich verneige mich!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich geht es wieder aufwärts, 14. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Limited Fan Edition) (Audio CD)
Meine Erwartungen waren nachdem die drei letzten Alben solide, Kreuzfeuer mit Einschränkungen, aber im Vergleich eben eher schwach waren geteilt. Die Hörproben waren vielversprechend aber ein Qualitätssprung.

Mit "Ad Mortem Festinamus" beginnt das Album, seit längerem, wieder mit einem Traditionellen Text. Der Refrain hat etwas von einem Choral, die Strophen sind musikalisch sehr sperrig und wirkt wieder sehr nach Rammstein.
Daran anschließend folgt die erste Single "Schwarze Seide". Im Refrain ist der Song so hart wie lange nicht mehr. Dieser macht den Song Live vermutlich zu einem Livekracher. "Für immer" wechselt Stakkato Riffe und Epischen Refrain. Dies findet sich noch in mehreren Songs. Dieser Song macht diese Melange allerdings am schwächsten und langweilt nach ein, zwei Durchläufen.
Dies findet sich auch bei "Grausame Schwester" wieder. Der epische Refrain sorgt für Gänsehaut. "Warte, Warte" steigert den bisherigen Härtegrad nochmal, ist aber über den Song zu monoton und, für mich zu, doomig.
"Dein Kapitän" lebt von dem epischen Refrain und der einprägsamen Geigenmelodie. Bei "Arme Ellen Schmitt" gebe ich zu das mir der Titel ein schmunzeln entlockt hat als ich ihn das erstemal gelesen hab. Die Strophen bauen eine wunderbare schaurige Atmosphäre auf und endet in einem wunderbaren Refrain der bestimmt auch Live toll rüber kommt. Dann folgt mit "In kaltem Eisen" mein persönliches Highlight. Hier arbeitet Eric, wie auf dem ganzen Album übrigens, mit seiner Stimme wie nur er es kann. Man nimmt ihm den Part des Mörders ohne Gedächtnis wirklich ab. Der refrain wirkt für eine Gänsehaut nach der anderen. Der Song geht ins Instrumental "Vela Dare" über das im Gegensatz zu den meisten anderen sehr interessant ist. "Haus aus Schmerz" bricht dann zum Ende den Härtegrad. Erneut erinnert der Song sehr an Rammstein. "Im Weidengarten" ist dann leider der schwächste Song des Albums. Zu ruhig und zu langsam schafft er es keine Atmosphäre aufzubauen. "Coda" sorgt als Outro nochmal für Gänsehaut.
Musikalisch hat man sich musikalisch eindeutig wieder gesteigert. Die Elektronischen Elemente sind zwar existent aber nicht zu penetrant sondern unterstützen die Atmosphäre. Die 10, regulären Songs, teilen sich in 3 Schwache (Für Immer, Warte,Warte und Im Weidengarten), vier Highlights (Schwarze Seide, Grausame Schwester, Arme Ellen Schmitt und In Kaltem Eisen) sowie drei Songs Durchschnittsware, ein gutes Instrumental und ein Outro.

Die Booklets sind sehr cool aufgemacht. Das Textbooklet ist mit den sehr coolen Fotos toll aufgemacht. Die Mitgift Akte als zweites Booklet. Hier finde sich Darstellungen zu allen Verbrechen/Verbrechern die hier bearbeitet wurden. Das besondere hier sind die QR Codes die zu Videos der Kriminalpsychologin Lydia Benecke führen die, die Hintergründe und Psychologischen Profile erklärt.

Zur DVD. Der Summerbreeze Auftritt ist, wie kann es anders sein, erstklassig. Wer Subway to Sally schon Live gesehen hat, weiß wie die Songs funktionieren.Allerdings ist es schade das nur 6 Songs auf dir DVD gepresst wurde. Eine echte, und ungeschnittene, DVD wäre wirklich mal wieder besser. Vor allem nachdem auch bei "Schwarz in Schwarz" nur ein gekürztes Konzert dabei war. Das Making of des Fotoshootings ist sehr cool gemacht. Auch das Making of ist durchaus interessant, geht man hier auf die textlichen und Musikalischen Überlegungen ein. Das Video zu "Schwarze Seide" ist bekannt und ist vom Konzept her durchaus interessant.

Der Qualitätsprung ist Subway to Sally gelungen. Ein gelungenes Konzept, gut gemachte Songs und endlich wieder innovative Elemente. So kann es weitergehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sally's wie ich sie mag, 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Limited Fan Edition) (Audio CD)
Volle 5 Sterne ....weil es ein Hammer-Album geworden ist.
Konnte ich mit "Schwarz in Schwarz" so überhaupt nichts anfangen(ich hab's wirklich versucht)
ist Mitgift ein wirklich gelungenes Album geworden.
Der Operna "Et Mortem Festinamus " und den nahtlosen Übergang zu "Schwarze Seide" sind wirklich gelungen.
"Grausame Schwester" und " Arme Ellen Schnitt" sind meine persönlichen Highlights.
Gelungen finde ich auch den Einfluss von Dubstep Elemnte,obwohl ich bedenken hatte.
Jetz bin ich gespannt wie das Ganze LIVE sich anhört.
Rock on !
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein der Bandgeschichte, 18. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Limited Fan Edition) (Audio CD)
In ihrem neuen Album „Mitgift“ gelingt es Subway to Sally auf einzigartige Weise einen Bogen zu schlagen zwischen dem Rückgriff auf alte Traditionen, zum Beispiel mit dem lateinischen Text von „Ad mortem festinamus“ und einem Schritt in die Zukunft durch die neuen elektronischen Einflüsse, durch die ungewohnte Härte des Albums und durch das Konzept, in jedem Song von einem Mord zu berichten. Für mich wird auf dieser Platte auf ganz fantastische Weise Altes mit Neuem kombiniert. Es wird das Beste aus der Vergangenheit mitgenommen in eine glorreiche, neue Zukunft voll ungewohnter Einflüsse, Düsternis und Härte.

Was mir an dem Album besonders gut gefällt ist, dass es eine musikalische Weiterentwicklung der Band ist. Sie bleiben nicht in ihrem alten Trott verhaftet, sondern holen sich mit Cop Dicki jemanden an Bord, der ihrer Musik eine neue Note verpasst, der sie in eine andere Richtung schiebt, nicht so sehr, dass es nicht mehr der gewohnte und unverkennbare Sound von Subway to Sally wäre, aber doch so sehr, dass es nicht langweilig wird, dass es überrascht, dass es kurz ungewohnt ist, man den neuen Sound aber sehr schnell lieben lernt.

Bereits „Schwarze Seide“ fügte sich auf Tour sehr schön ins Set ein, auch wenn man ganz deutlich gehört hat, dass es anders ist als die anderen Stücke, härter, elekronischer und doch wie immer mitreißend.

Auch das Thema des Albums überzeugt mich: „Mördergeschichten“. Immer schon haben sich Subway to Sally gerne mal mit den Abründen der menschlichen Seele befasst, z.B. in „Wenn Engel hassen“ oder in „Unsterblich“ oder in „Feuerkind“ aber auch in „Mir allein“. Das waren meist Songs, die ich gerne gehört habe, die mich fasziniert haben. Bei denen ich bewundert habe, wie Subway to Sally ein solch schwierige Themata angeht, lyrisch und doch klar, ohne zu viele grauenvolle Details, es wird nicht ausgesprochen, nur angedeutet.

Auch im neuen Album geht es nicht darum, die schauerlichsten Geschichten zu finden und aufzuschreiben, sondern dem „Warum“ nachzugehen. Was treibt jemanden dazu, ein Mörder zu werden? Wie läuft man seinem Mörder über den Weg? Was passiert danach? Die Lieder blicken tief hinein in die dunkelste Seite der Seelen der Menschen. Sie erzählen Geschichten, sprechen Warnungen aus und sind auf eine sehr schaurige Art und Weise schön und ergreifend. Kein einfacher Stoff für ein Album, aber wie man es von Subway to Sally gewohnt ist, wurde es auf eine sehr lyrische und tiefgehende Art.

Die musikalische Untermalung der Texte fällt passend zum Grauen, das in den Liedern geschildert wird, härter aus als gewohnt. Die Songs sind gewollt ungeschliffen, nicht perfekt, hart. Da prallt Elektronik auf mittelalerliche Instrumente. Auch eine richtige Ballade sucht man vergeblich, sie wäre auch unpassend. Schwere Kost, die es mehr als wert ist, dass man sie anhört und sich mit den Liedern genauer beschäftigt.

Dabei hilft auch das äußerst schöne Artwork der CD. Die schattenhafte Darstellung und die Farben von beige über braun hin zu schwarz ziehen sich durch das Booklet und für diejenigen, die die Fanedition haben auch durch die „Akte Mitgift“. Darin werden die einzelnen Mordfälle beschrieben und vieles ausgesprochen, das in den Liedern nur angedeutet wird. Es hilft sehr, die Songs noch besser zu verstehen und lieben zu lernen. Auch zeichnet sich gerade die „Akte Mitgift“ durch ihre Liebe zum Details aus. Sie ist ganz wie die alten Akten nicht perfekt, da gibt es Ausbesserungen, Unterstreichungen und Anmerkungen. Außerdem gibt es zu jedem Lied eine Referenz, die zu einem Video führt, in dem Lydia Benecke den Fall, der in dem jeweiligen Lied besunge wird, aus kriminalpsychologischer Sicht beschreibt, ein Bonusmaterial, auch das ich nicht verzichten würde wollen, da ihre Berichte sehr informativ sind, besonders wenn man sich fragt, was einen Mensche zu solchen Grauetaten antreibt. Die Akte, die Berichte von Lydia Benecke und die DVD sind drei sehr gute Gründe, sich die Fanedition zuzulegen.

Die einzelnen Songs des Albums:
1. „Ad mortem festinamus“: Mir gefällt es sehr gut, dass Subway to Sally ihr Album mit einem lateinischen Titel beginnen und sich damit in gewisser Weise zu ihren Wurzeln bekennen. Wobei der Titel keineswegs mittelalterlich umgesetzt wurde, sondern hart und düster, wie alle Songs des Albums. Die Warnung, sich in Anbetracht dessen, dass wir alle dem Tod entgegeneilen zum Guten zu Wandeln, die das Lied ausspricht, passt für mich gut zum Rest der Platte, die genauer davon berichtet, was geschieht, wenn man dem Bösen in sich selbst nachgibt.

2. „Schwarze Seide“: Dieser Song wurde bereits auf den Eisheiligen Nächten, der jährlichen Weihnachtsfestivaltour von Subway to Sally, gespielt. Schon da hat er mich überzeugt, wobei es für mich dann doch ein harter Schlag war zu erfahren, wie das mit dem „Mit jedem neuen Kuss von mir“ gemeint ist... Ich hatte da in etwas romantischeren Bahnen gedacht. Doch die Realität ist oftmals, wie auch hier, nicht romantisch, sondern hart und brutal.
Der Titel beschäftigt sich mit Carl von Cosel, der 1931 die todkranke Maria Elena Milgaro de Hoyos heiratet, die er nur ein Jahr zuvor kennenlernte. Im selben Monat stirbt sie, woraufhin er ihr ein Mausoleum baut, in dem er sie nachts besucht und sie später zu sich nach Hause holt, sie einbalsamiert und sich vermutlich auch an ihrer Leiche hintergeht. Der Kommentar von Lydia Bennecke dazu ist auch sehr informativ, denn er beleuchtet das Seelenleben von Cosel und sie geht der Frage nach, was treibt ihn dazu zum Nekrophilen zu werden.

3. „Für Immer“: Auch diesen Titel konnte man bereits vor der Veröffentlichung der neuen Scheibe hören, allerdings nicht in der Albenversion, sondern in einem Remix der Band Lord of the Lost, erschienen im Sonic Seducer Ausgabe März 2014.

Die Version des Albums hat ein wunderschönes Geigenintro und ein ebenso schönes Geigenoutro, das wenn man Frau Schmitts Ausführungen in „Aus der Giftküche“ glaubt, alles andere als leicht zu spielen ist, zumindest in der von Ingo erdachten Version. Aber Subway to Sally haben das Glück mit Frau Schmitt eine Spitzengeigerin an Bord zu haben, die auch mit derartigen Widrigkeiten umzugehen weiß.

Thematisch geht es in diesem Song um Elizabeth Short, die 1947 mit 22 Jahren ermordet und grausam verstümmelt wurde. Bis heute ist der Mordfall ungeklärt. Wobei es auch ein Buch und einen Film dazu gibt, die beide unter „Die schwarze Dahlie“ bekannt sind.
Neben den anderen Verletzungen verpasste der Mörder der jungen Frau ein sogenanntes Glasgow Smile, bei dem der Mund des Opfers seitlich aufgeschnitten wird, so dass es aussieht, als würde die Person lächeln. Ein Mord, der sehr seltsam und eigen ist und viele Fragen offen lässt. Eric versetzt sich dabei in den Mörder, was sicher nicht leicht ist.
Besonders stark finde ich die Songzeile „Ich schenkte dir dein Lächeln wieder“.

4. „Grausame Schwester“: Wie schon beim ersten Lied der CD wird hier auf altes Liedgut zurückgegriffen. Unter dem Titel „The Cruel Sister“ gibt es zahlreiche Vertonungen, dieser alten Legende von zwei Schwestern, von denen die eine hübsch und liebenstwert und die ander kalt und dunkel ist. Daraufhin wird die zweite Schwester von Eifersucht zerfressen und tötet die attrakvie Schwester.

Ich liebe den Refrain des Songs, er ist wunderschön! Außerdem gefällt es mit sehr gut, dass Subway to Sally mit diesem Lied die Tradition aufgreifen, alten Liedern ein ganz neues, wunderschönes Gewand zu geben. Einer meiner Lieblingssongs des Albums.

5. „Warte, Warte“: In dem Song geht es um Fritz Haarmann, einen der ersten Serienmörder, der mediales Interesse erhielt und der als Vampir, Schlächter und Werwolf von Hannover bekannt wurde. Am Ende des Songs wird die Behauptung aufgestellt, das all die Werwölfe, Teufel und Vampire unserer Zeit in Wahrheit nichts anderes sind als Menschen, die jagen.
Der Song ist passend zum Thema sehr düster und dunkel gehalten.

6. „Dein Kapitän“: An diesem Lied gefällt mir das Aufgreifen des nautischen Elements besonders gut. Es gibt viele Lieder mit Wasserthematik, die ich von Subway to Sally sehr gerne mag, z.B. das „Seemannslied“, das mag ich sogar ganz besonders gerne.
Auch „Mir Allein“, in dem ja auch schon die Entführungsthematik angesprochen wird, mochte ich sehr gerne. In diesem Lied sind beide Themen miteinander verbunden und es gehört für mich zu den Favoriten der Platte.

Dieses Lied wurde von keinem einzelnen Fall an und für sich inspiriert, sondern von der Idee, dass es Menschen gibt, die andere Menschen entführen und sie zum eigenen Sklaven machen.
Ein sehr bekannter Fall dieser Art ist der von Natascha Kampusch, der auch in der Akte Mitgift behandelt wird. Wenn man jedoch den Ausführungen von Lydia Bennecke im Bonusmaterial glauben darf, dann kommt diese Art des Verbrechens wesentlich häufiger vor, als man allgemein annimmt.

An dem Song gefällt mir, wie und mit welchen Bildern und mit welcher Musik die Thematik dargestellt wird.

7. „Arme Ellen Schmitt“: Hier geht es um Ellen Smith, die von ihrem ehemaligen Liebhaber ermordert wurde, nachdem sie sich mit ihm versöhnen wollte. Bei ihr und ihm bestanden wohl sehr unterschiedliche Vorstellungen in Bezug auf das, was sie voneinander wollten. Während sie eine Beziehung wollte, ging es ihm nur um den Spaß. Statt sich einen anderen zu suchen, versuchte Ellen Smith, im Song Ellen Schmitt, alles, um ihn an sich zu binden. Das endete darin, dass er sie mit einem Schuss ins Herz tötete.

Einerseits mag ich das Lied, andererseits stößt bei mir die „Moral“ am Ende des Songs irgendwie negativ auf. Dieses: „Pass auf, mit wem du dich einlässt“ hinterlässt für mich einen bitteren Nach- und Beigeschmack. Ohne diesen Hinweis am Ende, würde ich den Song mehr mögen.

8. „In kaltem Eisen“: Ein Mann, der im Rausch und im Affekt seine Geliebte tötet und sich danach an nichts erinnert. Diese Geschichte behandelt Subway to Sally im Text zu „In kaltem Eisen“. Es wird davon berichtet, wie der Täter seine Tat reflektiert.

In der Akte Mitgift wird das Stück mit dem Fall von Bertran Cantat in Verbindung gebracht, der seine Lebensgefährtin Marie Trintignant getötet hat. Diese Geschichte ist sehr vielschichtig, mit vielen Wendungen, die wohl für immer ungeklärt bleiben werden. Erinnert sich Bertrand Cantat wirklich an nichts? Bereut er wirklich? Und wenn er so sanftmütig war, wie behauptet wurde, warum hat sich seine Freu dann umgebracht?

Mit dem Cantat von Subway to Sally könnte man durchaus Mitleid haben. Bei dem der Realität weiß ich nicht, was ich von ihm halten soll. Definitiv jedoch ist „in kaltem Eisen“ ein sehr starker Song.

9. „Vela Dare!“: Ist ein nonverbales Stück, dass ich auch sehr gerne höre und das sich absolut perfekt ins Album eingliedert.

10. „Haus aus Schmerz“: Ein sehr gut gelungenes Lied, das genau so dunkel ist, wie die Taten, die es beschreibt. Es jagt einem eine Gänsehaut nach der anderen den Rücken hinunter, besonders, wenn man bedenkt, was darin beschrieben wird: Ein Hotel, in dem H. H. Holmes zwischen 27 und 200 Menschen auf grausame Weise ermordete. Wenn man sich dann noch vorstellt, man selbst wäre Gast in seinem Haus...

11. „Im Weidengarten“: Bei einem Album, das Mitgift heißt, darf natürlich ein Giftmord nicht fehlen. Dieser findet sich im vorletzten Song der CD und greift wie schon die „Grausame Schwester“ auf eine alte Mörderballade zurück. Während im alten Liedmaterial die Geliebte vergiftet, erstochen und in einen Fluss geworfen wird, beschränkt sich Bodenski darauf, das ritualhafte Vergiften der Geliebten zu beschreiben. Ein sehr zauberhafter, mystischer Song, bei dem ich in Darmstadt auf dem großartigen Mini-Akustikkonzert der Telekom bereits die Gelegenheit hatte, ihn live zu hören und das sogar gleich zweimal und ich kann nur sagen, ich mag dieses Lied wirklich verdammt gerne! Ein unbedingter Anspieltipp.

12. „Coda“: Der letzte Titel der Platte bezieht sich meiner Meinung nach textlich sehr auf „Schwarze Seide“, passt aber auch zu vielen anderen Titeln des Albums. Ich denke dabei an einen Mann, der die absolute Kontrolle über seine Geliebte hat, er hat ihr Bett gemacht, er bestimmt wie und wie lange sie schläft, erst sein Kuss weckt die Frau in seiner Gewalt wieder auf. Ein würdiger Abschluss eines genialen Albums, besser hätte es nicht enden können.

Die DVD der Fanedition:
1. Das Video zu „Schwarze Seide“: Das Video hat mich beim ersten Sehen fasziniert und mitgerissen. Es hat mir düstere Schauer den Rücken heruntergejagt und mich sogar noch im Traum verfolgt. Ich finde gerade diese schattenhafte Umsetzung, Erics schauerlichen Blick und die Andeutungen sehr gut gelungen, denn man weiß damit, worum es geht ohne es allzu explizit zu zeigen. Damit folgt das Video dem Text, der ja auch die Grausamkeit der Tat in sehr schöne, teilweise fast schon romantische Lyrics umwandelt, der nicht ausspricht, nur andeutet. Für mich ist das Video ein Meisterwerk und eines der besten und interessantesten Musikvideos, die ich je in meinem Leben gesehen habe.

2. Inside „Aus der Giftküche“: Hier wird erst allgemein von den einzelnen Musikern über das Album berichtet, wie es zustande kam und waru und später wird auf die einzelnen Songs im Detail eingegangen. Neben den Musikern kommt auch Stephan Ernst, der neue Gesangscoach von Sänger Eric Fish zu Wort. Ich möchte nicht zu viel über dieses Inside berichten, nur so viel: Es ist absolut sehenswert, weil es einen kleinen Einblick gibt, wie ist Mitgift und die einzelnen Songs darauf entstanden sind und warum es musikalisch genau so umgesetzt wurde und nicht anders.

3. Making of Mitgift: Dieses Making of der Fotos des Booklets ist mit 2:41 Minuten nicht allzu lange, leider. Dennoch finde ich es interessant, meinen Lieblingsmusikern dabei zuzusehen, wie sie im Fotostudio stehen und sich ins perfekte Licht rücken lassen.

4. Einige Songs vom Auftritt auf dem Summer Breeze 2012:
- „Kämpfen Wir!“
- „Schlagt die Glocken!“
- „Wo Rosen blüh‘n“
- „Mir allein“
- „Wenn Engel hassen“
- „MMXII“
Es hat mich sehr gefreut, diese (wenn auch viel zu wenigen) Auszüge des Konzerts auf dem Summer Breeze 2012 zu sehen, besonders, weil ich dort auch vor der Bühne stand und den Aufritt der Band live miterlebt habe. Da fühlte ich mich wieder zurückversetzt in diese wunderschöne, laue Sommernacht mit Musik, die besser nicht hätte sein können zwischen Fans, die nicht mehr hätten abgehen und mitfeiern können! Sehr tolles Bonusmaterial. Hoffentlich werde ich auch vom Auftritt in Wacken 2013 irgendwann einmal wenigstens einige Lieder zu hören und zu sehen bekommen.

Alles in allem ein sehr gelungenes, stimmiges Album, das den Weg in eine neue Richtung weist. Ich bin gespannt, womit mich Subway to Sally noch überraschen wird. Mit diesem Album ist es ihnen auf jeden Fall auf extrem positive Weise gelungen. Ein absolutes Muss für jedes Musikregal! Wobei ich sagen muss, so genial wie das Album ist, freue ich mich nur umso mehr auf die Tour dazu im April, denn ich bin mir sicher, die wird legendär werden.
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Mitgift (Limited Fan Edition)
Mitgift (Limited Fan Edition) von Subway to Sally (Audio CD - 2014)
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