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139 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beklemmend, traurig, faszinierend
Alice ist 50 und erfolgreiche Harvard-Professorin. Auch ihr Mann John ist dort Professor. Die 3 Kinder sind inzwischen alle aus dem Haus, Alice geht gerne Laufen, liest Bücher und liebt Ihre wissenschaftliche Arbeit mit Kollegen und Studenten über alles.

Das Buch beginnt damit, dass John seine Brille nicht findet - wie üblich. Alice ist genervt...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2011 von Nele Tuscher

versus
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jenseits des Verstandes bleibt die Liebe
So ganz vermag ich mich den Elogen, die dieses Buch bei den meisten Lesern auslöst, nicht anzuschließen. Das Thema ist auf jeden Fall ein aufwühlendes, keine Frage. Und sicherlich ist auch die Krankheit als solche gut recherchiert - die Autorin ist ja schließlich vom Fach. Und vielleicht ist genau das der Punkt, der mir an diesem Buch nicht so gut...
Vor 11 Monaten von Lilalu veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen dieses Buch werde ich niemals vergessen, 8. Februar 2010
Von 
Joko (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gerade habe ich die Seiten dieses Buches geschlossen und bin noch total ergriffen,von Alice Geschichte. Auch ich möchte jedem Leser der ein gutes, aufklärendes und gefühlvolles Buch schätzt sagen "Lesen Sie dieses Buch!"Es ist das Beste, was mir aus diesem Genre die letzte Zeit untergekommen ist und ich lese viel.
Alice,eine Anfang fünfzig-jährige Liguistikprofessorin aus Boston hat alles erreicht. Sie führt eine glückliche Ehe, hat drei gesunde,erwachsene Kinder und ist beruflich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Sie hält Gastvorträge an bekannten Universitäten, hat mit ihrem Mann ein Buch veröffentlich und ist stolz auf ihre hohe Gedächtnisleistung. Sie hält ihre Vorträge, ohne auch nur einmal in ihr Konzept sehen zu müssen. Doch plötzlich fällt ihr in einem Vortrag nicht die richtige Formulierung eines Wortes ein, diese Vorfälle häufen sich und als sie eines Tages nach dem Joggen nicht mehr den Weg nach Hause findet,bekommt sie es mit der Angst zu tun und sucht einen Arzt auf. Zu Anfang werden diese kognitiven Ausfälle ihren Wechseljahren und einer eventuellen Depression zugeordnet, doch mit dieser Antwort gibt sich Alice nicht zufrieden. Als ihr ein Neurologe die vernichtende Diagnose Alzheimer stellt, bricht für Alice eine Welt zusammen.

In einer sehr anschaulichen und ergreifenden Art und Weise, schildert die Autorin Lisa Genova, das Krankheitsbild Alzheimer und seine Verlaufsform. Die Gefühlswelt der Erkrankten, in diesem Falle`die von Alice, wird für den Leser sehr nachvollziebar erzählt.Auch die Belastungen , die diese Erkrankung für die Angehörigen darstellt, wird glaubhaft geschildert.
Was mir besonders gefallen hat, war, dass die Autorin die mangelnde Akzeptanz,die diese Erkrankung in der Bevölkerung erfährt
sehr deutlich macht. So läßt sie ihre Protagonistin sagen:"Hätte ich doch eine Krebserkrankung, gegen die könnte ich ankämpfen und würde von meiner Umwelt als Heldin gefeiert, so werde ich allenfalls zur "Idiotin " degradiert". Wahre Worte, die in unserem Alltag immer wieder zu beobachten sind. Hirnerkrankungen machen den Menschen Angst, lassen sie den Respekt vor Erkrankten verlieren und
sie an den Rand der Gesellschaft drängen. Dabei sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass es jeden von uns treffen kann.Nicht nur eine Alzheimererkrankung, sondern ein unglücklicher Unfall, oder eine Erkrankung und wir sind in der gleichen hilflosen und abhängigen Situation wie Alice.

Mich hat dieses Buch nachhaltig beeindruckt und ich werde es sicherlich oft empfehlen und verschenken und mich dabei über jeden Tag freuen, an dem ich gesund bin.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckende Gratwanderung, 31. Dezember 2010
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Alice führt ein ausgefülltes Leben. Sie hat familiär und beruflich viel erreicht, wovon andere nur träumen. Ihre drei Kinder sind bereits erwachsen und führen ihr eigenes Leben. Als Professorin für Sprachwissenschaften an der Harvard Universität hat sie eine beeindruckende Karriere gemacht. Umso überraschter ist sie, dass ihr in letzter Zeit immer mehr Dinge entfallen. Erst kann sie sich nicht mehr an Verabredungen erinnern, bis sie sich bei ihrer gutbekannten Joggingrunde verläuft. Die ärztliche Diagnose Alzheimer ist niederschmetternd.

Lisa Genova beschreibt in ihrem Roman sehr anschaulich über das Thema des Vergessens. Ihre Protagonistin macht diese Erfahrung in einem relativ jungen Alter. Über einen zweijährigen Zeitraum lässt die Autorin den Leser an Alices Krankengeschichte teilhaben. Beginnend mit Ausfällen im Kurzzeitgedächtnis, die sich noch leicht mittels moderner Technik kaschieren lassen, über die Annahme der Krankheit bis hin zu dem Punkt, an dem sich Alice kaum mehr an das vorher gesagte Wort erinnert, vermittelt sie dem Leser sowohl die Ansicht des Betroffenen als auch die der Angehörigen. Auch die Familie leidet unter den Veränderungen. Bewegend stellt sie heraus, dass Alice trotz des Vergessens ihre Umgebung noch deutlich fühlt. Sie lässt für beide Seiten Empathie entwickeln, ohne eine zu große Dramatik aufkommen zu lassen. Als Leser hat man das Gefühl, man begleite die Familie ohne dabei zu voyeuristisch zu sein. Lisa Genova ist mit ihrer nüchternen Ausdrucksweise die Gratwanderung dazwischen perfekt gelungen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr berührend und wunderbar, 31. Januar 2010
Von 
A. Thedieck (Liesborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich habe dieses Buchen vielen Menschen wärmstens weiter empfohlen.

Als ich began es zu lesen, war es mir manchmal so, als stelle auch ich schon in meinem Alltag die ersten Allzheimeranzeichen fest...

Das Buch war zunächst ein wenig langatmig, weil es sich erst im weiteren Verlauf erahnen lässt, wie wichtig die detaillierten Tagesabläufe des "früheren" Lebens sind.

Zunächst überkommt einen wirklich ein wenig "Angst", wenn Alzheimer diagnostiziert würde.
Man beginnt immer mehr in die Rolle von Alice zu schlüpfen, teilzuhaben, mit ihr ihr Umfeld und ihre Familie zu erleben. Auch baut sich eine Spannung auf, wie und wie schnell es weiter geht.

Dann kommen die ganz großen und tragenden Momente des Buches, ihr Vortrag als mittlerweile ehemalig Dozentin an der Uni und nun Gründerin einer Selbsthilfegruppe für Betroffene und die immer wieder spürbare Begegnung mit ihrer jüngsten Tochter, deren Verhältnis sich durch die Alzheimererkrankung auf eine so wundersame Weise umkehrt!

Ein Buch, das auf der einen Seite betroffen macht, natürlich auch ein wenig ängstlich, aber auch viel an Zwischenmenschlichkeit und Hoffnungen aufzeigt, dass Vieles Schöne und Gute auch noch ein Leben ohne Gestern haben kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr bewegend!, 5. Februar 2013
Eigentlich wollte ich in das Buch nur kurz reinlesen und bin dann doch hängengeblieben. Alice Geschichte fand ich sehr beeindruckend und ich fand es sehr anschaulich beschrieben, wie sie sich nach und nach selbst verliert. Was mich dabei beeindruckt hat, war die Tatsache, daß sie, je mehr an Gedächtnis sie verloren hat und ihr Gehirn sie im Stich gelassen hat, mehr an Gefühl und Herz gewonnen hat.
So war es ihr möglich in dieser eigentlich schrecklichen Phase ihres Lebens noch Zugang zu ihrer jüngsten Tochter zu bekommen und sie besser zu verstehen. Wer weiss, ob ihr das so gelungen wäre, wenn sie nicht krank geworden wäre.

Was mir gut gefallen hat ist, daß die Geschichte immer aus Alice Sicht beschrieben wird, bis zum Ende. Mit John bin ich während des ganzen Buches nicht warm geworden, sein Verweigern der Tatsachen konnte ich nicht nachvollziehen. Die Kinder waren mir sehr symphatisch, man merkte gerade bei den beiden Töchtern, wie sehr sie durch die Krankheit ihrer Mutter erwachsen wurden.

Ein wunderbares, bewegendes Buch, bei dem ich einiges an Tränen vergossen haben.
Von mir auch volle Punktzahl.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schon die Ausschnitte..., 25. Oktober 2009
Von 
...die ich gelesen und im WDR gehört habe, zeigen Einschnitte in eine Persönlichkeit...

Wer sich nicht scheut an Herbstabenden eine schonungslos ernste Geschichte zu lesen, die sich so wahrscheinlich tausendfach in unserer nächsten Umgebung abspielt, gegen die niemand gefeit ist und welche auf einer ausgezeichneten Recherche basiert, der sollte zugreifen.

Wer leichte Lektüre mit wohl dosiertem Herzschmerz und Happy End sucht, der sollte die Finger davon lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tragisches Schicksal, sehr bewegend und beeindruckend erzählt!, 5. Mai 2015
Von 
Meine Meinung:

Diese traurige Geschichte löste in mir ganz viele Emotionen aus.
Durch die wunderbare Erzählweise der Autorin, fühlt man sich Alice und ihrer Familie schnell recht nah und dementsprechend, "leidet" man als Leser natürlich mit.

Ich habe schon einige Bücher über dieses Thema gelesen und ich muss sagen, keine andere Geschichte wurde für mich persönlich, so authentisch und realistisch erzählt.
Es wurde nicht unnötig auf die Tränendrüse gedrückt, nein, das war gar nicht nötig, denn bei mir bildete sich mehr als einmal ganz von selbst ein Kloß im Hals und ich musste einige Tränen verdrücken.

Schleichend mitzuerleben, wie aus einer gestandenen Uni-Professorin Anfang 50, eine Frau wird, die z.b. vergisst wo sie gerade ist, welcher Tag oder Monat ist, wer ihre Kinder oder ihr Mann sind, das bewegte mich sehr.

Doch es soll jetzt nicht den Eindruck machen, das das Buch durchweg tief traurig ist - natürlich ist das bei der Krankheit nicht zu verhindern! - nein, es gab auch einige sehr berührende Szenen, ja auch lustige und vor allem lehrreiche Szenen. Denn ganz automatisch bekommt man als Leser auch Infos was die Alzheimer-Krankheit betrifft, wie der Stand der neusten Forschungsergebnisse sind, worauf so viele Menschen und Angehörige hoffen.

Und eine ganz wichtige Botschaft wurde vermittelt: das man Menschen mit dieser schrecklichen, unheilbaren Krankheit nicht abschreiben darf.
Gerade in dem sehr frühen Stadium fühlen sich die Erkrankten oft wie Aussätzige, als hätten sie eine ansteckende Krankheit oder wären es einfach nicht mehr wert, das man sie respektiert und achtet.
Die Krankheit ist ein schlimmer Abschnitt des Lebens, keine Frage.
Aber man darf einen Menschen, ob nun mit 50 Jahren oder 80, niemals darauf reduzieren. Denn diesen einzigartigen Menschen, hat das Leben "davor" ausgemacht. Auch, wenn dieser Mensch diese Erinnerungen leider nach und nach vergisst...!

Fazit:

Ein sehr empfehlenswertes Buch, gerade wenn man sich mit der Krankheit Alzheimer-Demenz beschäftigen möchte.
Sehr bewegend aber auch einzigartig schön erzählt...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ist der Mensch sein Gedächtnis?, 31. Dezember 2010
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Alice ist erfolgreiche Professorin für Psychologie an der Univerität Harvard, als bei ihr im Alter von 50 Jahren Alzheimer diagnostiziert wird. Am Anfang kann sie es nicht recht glauben. Zwar musste sie schon einige unangenehme Situationen durchstehen, in denen sie Wörter vergessen hat, plötzlich nicht mehr wusste, wie sie nach Hause kommen sollte, oder sich nicht mehr an Menschen erinnern konnte, aber kann die Ursache dafür nicht auch woanders liegen? Leider nicht. Und so wird in diesem Roman der langsame, und doch viel zu schnelle, Verfall von Alice dargestellt. Vielleicht ist "Verfall" zu allgemein. Denn nicht alles verfällt. Zwar kann sie schon bald nicht mehr richtig lesen und schreiben, sie vergisst allmählich, wie ihre Kinder heißen und letztlich sogar, wer ihr Mann ist. Gewohnte Wege der Kommunikation gehen zugrunde. Aber für sie bleiben andere Wege. Sie kann in Situationen immer noch die emotionale Aussage herauslesen, selbst wenn sie nicht versteht, worum es im Detail geht. Auch wenn die Erinnerungen gehen, bleibt der Augenblick für sie. In dem ist sie irgendwie noch ein Ich. Und auch wenn dieser Augenblick schnell vergessen wird, war er im erlebten Moment wichtig und identitätsstiftend.
Mir hat das Buch eigentlich gut gefallen. Besonders am Anfang fand ich es allerdings für einen Roman etwas übermäßig gefüllt mit medizinischen Fakten und Untersuchungsmethoden. Natürlich erfährt man so eine Menge über Alzheimer, aber ein Roman sollte nicht unbedingt ein Ratgeber sein. Ansonsten hat die Autorin die Gedanken- und Erlebenswelt von Alice gut getroffen. Auch der Umgang ihrer Umwelt mit der Krankheit ist gut dargestellt. Besonders der Kampf des Ehemannes, sich ein eigenes Leben zu erhalten, ohne Alice aufzugeben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoffnungslos, 30. Juli 2010
Ein Buch wie ein Sog. Bis dato ist Alzheimer unheilbar, und das begleitet den Leser während der (oft beklemmenden) Lektüre jederzeit -- es gibt weder Mut noch Hoffnung, weil man weiß, wie der Verlauf der Krankheit endet. Dennoch brillant geschrieben, ohne pathetische Abschweifungen oder emotionale Übertreibungen. Kein Wunder, daß die Autorin es zunächst im Selbstverlag veröffentlichte -- kommerziell betrachtet, wagte sich wahrscheinlich kein renommiertes Verlagshaus an dieses heikle Thema heran (bis das Buch sich dann doch als erfolgreich entpuppte...) Hochachtung für dieses Werk!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein MUSS!, 27. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Mein Leben ohne Gestern: Roman (Taschenbuch)
Lisa Genovas Debut berührt einfach ganz tief. Der Leser verfolgt Alice Geschichte von den anfängen bis hin zum Ende der Alzheimer Krankheit. Das Buch ist sehr bewegend geschrieben, Alice Ängste aber auch Hoffnungen lassen sich so gut spüren. Alles in allem kann ich mich den oberen Rezensionen nur anschließen, das Buch ist trotz dieser grausamen Krankheit wundervoll und gibt irgendwie auch Mut. Den wie es auf dem Klappentext schon heißt: Wenn Die Erinnerungen gehen, bleiben noch die Gefühle.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen dieses Buch werde ich n ie vergessen, 24. Juli 2011
Von 
Joko (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mein Leben ohne Gestern: Roman (Taschenbuch)
Rezension bezieht sich auf: Mein Leben ohne Gestern: Roman (Taschenbuch)
Gerade habe ich die Seiten dieses Buches geschlossen und bin noch total ergriffen,von Alice Geschichte. Auch ich möchte jedem Leser der ein gutes, aufklärendes und gefühlvolles Buch schätzt sagen "Lesen Sie dieses Buch!"Es ist das Beste, was mir aus diesem Genre die letzte Zeit untergekommen ist und ich lese viel.
Alice,eine Anfang fünfzig-jährige Liguistikprofessorin aus Boston hat alles erreicht. Sie führt eine glückliche Ehe, hat drei gesunde,erwachsene Kinder und ist beruflich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Sie hält Gastvorträge an bekannten Universitäten, hat mit ihrem Mann ein Buch veröffentlich und ist stolz auf ihre hohe Gedächtnisleistung. Sie hält ihre Vorträge, ohne auch nur einmal in ihr Konzept sehen zu müssen. Doch plötzlich fällt ihr in einem Vortrag nicht die richtige Formulierung eines Wortes ein, diese Vorfälle häufen sich und als sie eines Tages nach dem Joggen nicht mehr den Weg nach Hause findet,bekommt sie es mit der Angst zu tun und sucht einen Arzt auf. Zu Anfang werden diese kognitiven Ausfälle ihren Wechseljahren und einer eventuellen Depression zugeordnet, doch mit dieser Antwort gibt sich Alice nicht zufrieden. Als ihr ein Neurologe die vernichtende Diagnose Alzheimer stellt, bricht für Alice eine Welt zusammen.

In einer sehr anschaulichen und ergreifenden Art und Weise, schildert die Autorin Lisa Genova, das Krankheitsbild Alzheimer und seine Verlaufsform. Die Gefühlswelt der Erkrankten, in diesem Falle`die von Alice, wird für den Leser sehr nachvollziebar erzählt.Auch die Belastungen , die diese Erkrankung für die Angehörigen darstellt, wird glaubhaft geschildert.
Was mir besonders gefallen hat, war, dass die Autorin die mangelnde Akzeptanz,die diese Erkrankung in der Bevölkerung erfährt
sehr deutlich macht. So läßt sie ihre Protagonistin sagen:"Hätte ich doch eine Krebserkrankung, gegen die könnte ich ankämpfen und würde von meiner Umwelt als Heldin gefeiert, so werde ich allenfalls zur "Idiotin " degradiert". Wahre Worte, die in unserem Alltag immer wieder zu beobachten sind. Hirnerkrankungen machen den Menschen Angst, lassen sie den Respekt vor Erkrankten verlieren und
sie an den Rand der Gesellschaft drängen. Dabei sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass es jeden von uns treffen kann.Nicht nur eine Alzheimererkrankung, sondern ein unglücklicher Unfall, oder eine Erkrankung und wir sind in der gleichen hilflosen und abhängigen Situation wie Alice.

Mich hat dieses Buch nachhaltig beeindruckt und ich werde es sicherlich oft empfehlen und verschenken und mich dabei über jeden Tag freuen, an dem ich gesund bin
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