Kundenrezensionen


10 Rezensionen
5 Sterne:
 (8)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "The world that you and Paul live in doesn`t exist."
- Wer hier ausschließlich technische Informationen zur BluRay- Umsetzung sucht, sollte besser woanders weiterlesen, da bin ich keine Expertin. -

Kirk Douglas hatte die Filmrechte an dem Roman 1956 erschienenen "The Brave Cowboy" von Edward Abbey erworben und bat seinen Freund Dalton Trumbo, der schon das Script zu "Spartacus" geschrieben hatte, dazu ein...
Vor 19 Monaten von christine veröffentlicht

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der letzte Ritt mit Blessuren
Western müssen nicht immer in Bleiorgien beginnen oder Enden, das zeigt dieser und andere Genrevertreter vorbildlich. Der Film gehört Storytechnisch zu meinen Lieblingsfilmen, nicht zuletzt, weil ich immer schon ein Faible für eine aussterbende Art hatte. Auch wenn das Thema auf verschiedenste Art und Weise schon behandelt wurde, hat es doch so gut wie kein...
Vor 12 Monaten von SAINT veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "The world that you and Paul live in doesn`t exist.", 16. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
- Wer hier ausschließlich technische Informationen zur BluRay- Umsetzung sucht, sollte besser woanders weiterlesen, da bin ich keine Expertin. -

Kirk Douglas hatte die Filmrechte an dem Roman 1956 erschienenen "The Brave Cowboy" von Edward Abbey erworben und bat seinen Freund Dalton Trumbo, der schon das Script zu "Spartacus" geschrieben hatte, dazu ein Drehbuch zu verfassen. Als Komponist wurde Jerry Goldsmith, als Regisseur David Miller engagiert. Es entstand ein ungewöhnlicher Spätwestern, der Douglas` persönlicher Lieblingsfilm ist.
Die Handlung spielt gerade mal an zwei Tagen. Der Cowboy Jack Burns (Kirk Douglas) reitet zum Haus seines Freundes Paul Bondi (Michael Kane), der verhaftet wurde, weil er illegale mexikanische Einwanderer unterstützt hatte. Pauls Frau Jerry (Gena Rowlands in ihrer zweiten Filmrolle) liebt Jack noch immer, dieser wollte sich jedoch nie binden. Um Paul zu befreien, lässt er sich auf eine Schlägerei ein und wird ebenfalls verhaftet. Doch Paul möchte seine Strafe lieber absitzen, um Jerry und dem Sohn ein Leben auf der Flucht zu ersparen. Sheriff Morey Johnson (Walter Matthau) leitet die Verfolgung auf den Ausbrecher und auch der sadistische Deputy Gutierrez (George Kennedy) hat noch eine Rechnung mit Jack offen.
Schon zu Beginn folgt der Film in einer Parallelhandlung dem Truck-Fahrer Hinton (Carroll O`Connor), der eine große Ladung Toilettenbecken nach New Mexico fahren muss. Ein größerer Gegensatz zwischen ihm und dem Cowboy Jack ließe sich nicht vorstellen und es wird klar, dass sich diese beiden Männer im Laufe des Films auf schicksalhafte Weise begegnen werden. Eine herrlich absonderliche Idee ist es, Jack in einer Bar auf einen aggressiven Einarmigen stoßen zu lassen. Burt Lancasters Double Bill Raisch sorgt für eine der besten Actionszenen in dem insgesamt eher elegischen Film. Heimlicher Star des Films ist Jacks Pferd Wiskey, eine clevere Stute, mit der Jack fast zu flirten scheint. Diese innige Beziehung führt zu einer der spannendsten Szenen, in der Jack wider jede Vernunft sein Pferd durch gebirgige Landschaft führt, statt es zurückzulassen. Die Schlussszene ist dementsprechend besonders ergreifend.

Buch, Regie und Darstellung "konstituieren einen verschiedentlich angereicherten akzeptablen Action-Film, dem außer der mangelnden tieferen Motivation vor allem abträglich ist, dass er -bezeichnenderweise- seinen Helden nicht versteht" schrieb seinerzeit Helmut Färber (Filmkritik Nr. 12, Dezember 1962). Meines Erachtens liegt hier ein Missverständnis vor, schon der Verleiher Universal vermarktete den Film falsch. Es ist kein Actionfilm, sondern ein Abgesang auf den alten Westen -mit Actionelementen. Auch wenn der Zuschauer Burns Motivation für sich nicht nachvollziehen kann, so ist sie in der Person schlüssig angelegt: Burns letztlich zum Scheitern verurteilter Versuch, ein vollkommen freies Leben zu führen. Wie in vielen klassischen Western steht hier ein Mann im Mittelpunkt, der sich dem zivilisierten, "geregelten" Leben entziehen will. Somit ähnelt er Dempsey Rae in "Mit stahlharter Faust" oder auch Ethan Edwards in "Der schwarze Falke" (aber ohne dessen Verbitterung und Vorurteile). Den Westen des 19. Jahrhunderts, der noch für Freiheit und Wildnis stand, gibt es aber nicht mehr. Für Jack wird ausgerechnet Mexiko das Land seiner Sehnsucht. Vielleicht ist es nur ein Missverständnis. Paul versorgte die Armutsflüchtlinge, für Jack bleibt es ein Land der Verheißung. Dieser absolute Freiheitsanspruch muss ihn zum Einzelgänger machen. Er liebt Jerry, aber er wollte nie "Haus, Töpfe und Pfannen". Manche deuten den Film als eine Dreiecksgeschichte, wobei mir aber nicht klar ist, ob Jerrys Mann Paul oder Jacks Pferd Wiskey der/ die Dritte im Bunde sein soll.
Wenn der klassische Westernheld durch den Amerikanischen Bürgerkrieg aus der Bahn geworfen wurde, so ist es hier der Korea-Kriege, der Jack erschütterte. Walter Matthau spielt den Sheriff schon fast kontemplativ. Er liest Jacks Biografie und muss sich von Amts wegen auf die Verfolgungsjagd machen. Insgeheim sympathisiert er mit Jack. Herrlich lakonisch kommentiert er dessen "Vorstrafen" (wollte Washingtons Geburtstag feiern, Flaggentag, usw). Überhaupt ist die milde Ironie eine der großen Stärken des Films. Im Gefängnis versucht ein verquerer Prediger die Saufbrüder zu bekehren, bis die mal nachfragen, warum er denn im Gefängnis sitze: "Ah, the temptations of the flesh. ... I didn` t say I fought `em off. Sometimes I lost. But believe me, it takes a lot more to tempt a preacher than it does you stumblebums in here. When I lost, I lost big!"
Die Kamera fängt die Landschaft zunächst klassisch ein - bis Düsenflugzeuge zeigen, dass wir uns in der Gegenwart befinden. Das Wolkenspiel ist eindrucksvoll eingefangen. Die Wolken werfen dunkle Schatten auf die Felsen, wie eine Vorahnung des Verderbens. Der Score von Goldsmith preist meist nicht die grandiose Landschaft, er charakterisiert den Einzelgänger, eine einsame Trompete, unterstützt von wenigen Streichern.
Es lohnt sich, den Film im Original zu hören, da die an sich gute Synchro einige Stellen "zurechtbiegt". Beispiel: Im Original sagt Jerry zu Jack: "If it didn't take men to make babies I wouldn`t have anything to do with any of you!" In der Synchro wird daraus: "Wenn ich euch nicht trotzdem so lieb haben würde, ich glaube, ich würde keinen von euch noch mehr sehen wollen." War da jemand verklemmt?

Zur Ausstattung: Die DVD hat eine gute Bild- und Tonqualität, es gibt deutsche und englische Untertitel. Als Extra gibt es zwei Filme, einen über die Entstehung des Films (19 min.) und einen über die Filmmusik (10 min.), beide sind deutsch untertitelt. Die Doku über die Filmmusik zeigt ganz gut -anhand einer nicht verwendeten Musiksequenz- , wie Musik die Stimmungslage lenkt. Dazu gibt es den Originaltrailer, eine Bildergalerie und ein Booklet mit einem Aufsatz von Sascha Westphal. Das FSK-Logo lässt sich von der Hülle abziehen. Die Laufzeit der BluRay wird mit 107 statt 103 (DVD) angegeben. Ob dies an einer anderen Laufgeschwindigkeit oder an einer tatsächlich längeren Version liegt, habe ich noch nicht herausbekommen. - Das Titelbild (Originalkinoplakat) ist etwas irreführend. Zwar wird jemand im Laufe des Films auf einen Hubschrauber schießen, aber die Szene ist glücklicherweise nicht so reißerisch wie die Abbildung befürchten lässt. Mit "First Blood" hat der Film nicht viel gemeinsam (nur den Filmkomponisten)

Fazit: "Gib mir zum Abschied einen Kuss, dann schaffe ich es bis zur Spitze des Hügels." Einer der schönsten Spätwestern, eine Art "How the West was lost" mit einem überragenden Kirk Douglas.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der letzte Cowboy., 13. März 2013
Von 
Holden - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jack Burns (Kirk Douglas) liebt das ungebundene Leben eines Cowboy's und hat den Anschluss an die moderne Welt verpasst. Als er erfährt das sein Freund zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, provoziert er seine eigene Festnahme, um mit seinem Freund auszubrechen. Doch dieser hat sich längst für die moderne Zivilisation entschieden. Burns muss allein ausbrechen und stellt endgültig fest, dass Amerika mit seinen Autobahnen, Verbotsschildern und Zäunen nicht mehr viel mit seiner eigenen Welt zu tun hat.

Der Film beginnt wie einer der unzähligen Western, an einem Lagerfeuer liegt ein Mann auf seiner Decke, raucht und sein Pferd grast neben ihm. Doch dieses Gefühl lebt nur einen Augenblick, denn der Mann beobachtet am Himmel die vorbeiziehenden Flugzeuge. Es ist Jake Burnes, der nicht mehr in diese moderne Welt passt.
Selbst Zäune können Jake und sein Pferd "Whisky" nicht aufhalten. Wenn er zur Zange greift und den Stacheldraht durchschneidet, werden Erinnerungen an "Man Without A Star" wach. Auch Jake ist auf der Flucht vor der Zivilitation und will seine Unabhängigkeit nicht aufgeben. Doch diesmal sind die bürokratischen Zwänge und die Zäune in der Überzahl. Denn die Moral und seine Ideale sind in der neuen Welt, die von Geschäftemachern, Autos und Behörden beherrscht wird, nichts mehr wert. Selbst bei der Flucht durchs Gebirge bringt Jake es nicht fertig sein Pferd zurückzulassen.
Während der Film die erste Stunde durch die Charaktersierung der Darsteller und des Umfeldes überzeugt, wird im letzten Drittel die Spannungsschraube gewaltig angezogen. Wenn er mit seinem Pferd über die Berge flieht und vom Sheriff (Walter Matthau), seinen Männern und mit einem Hubschrauber verfolgt wird, werden Erinnerungen an den ersten Rambo-Film wach. Nur ist es diesmal ein Sheriff, der Respekt vor dem Flüchtling zeigt und ihn am liebsten laufen lassen würde.

Bild und Tonqualität:
Koch-Media hat sehr gute Arbeit geleistet, ist schon die DVD sehr gut geworden, so muss ich sagen, die Blu-ray ist in Bild und Ton AUSGEZEICHNET, ein sauberes und klares Bild mit genügend Schärfe.

Gesamtpaket:
MediaBook
DVD
Blu-ray
Trailer
Bildergalerie, 12-seitiges Booklet
FSK-Logo ist abziebar

Fazit:
"Lonely Are The Brave" zählt zu den weniger bekannten Filmen von Kirk Douglas und wurde nach dem Roman "The Brave Cowboy" gedreht. Gepasst hätte aber auch "Der Cowboy und sein Pferd", wie sich die beiden durch den Berg quälen wurde packend inszeniert und sollte man sich nicht entgehen lassen. Meine volle Kaufempfehlung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großes Plädoyer für Individualismus und Freiheitsliebe, 22. September 2014
Produkt: Blu Ray (1 Stück) + DVD (1 Stück). Herausgeber: Koch Media GmbH. ASIN: B00AQZWZ0M.
Deutscher Titel: Einsam sind die Tapferen. Originaltitel: Lonely Are the Brave.
Produktionsland: USA. Premiere: 1962
Mit: Kirk Douglas, Gena Rowlands, Walter Matthau, George Kennedy, Michael Kane, Carroll O'Connor u. A.
Regie: David Miller
Literarische Vorlage: nach dem Roman "The Brave Cowboy" von Edward Abbey aus dem Jahre 1956.
Musik: Jerry Goldsmith
Genre: Western > Literaturverfilmung
Bild: SW / Breitbild (Originalformat)
Sprache: Englisch. Synchronisation: Deutsch. Untertitel: Deutsch und Englisch
Filmlänge:
a.) Blu Ray: 107 Minuten (Originallänge im NTSC-Verfahren)
b.) DVD: 102 Minuten (Originallänge im PAL-Verfahren)
Specials:
a.) Sehenswerte Produktionsdoku mit Szenen, Interviews von Kirk Douglas, Gena Rowlands, Michael Douglas u. A. (19 Minuten in englischer Sprache mit deutschen UT)
b.) Interessante Doku über die Musik zum Film von Jerry Goldsmith (9 Minuten in engl. Sprache mit deutschen UT)
c.) Trailer und Bilder

Es gibt Niederlagen, die Siege sind.
So auch in diesem Film. Der Mann hat am Ende alles verloren, aber er ist sich angesichts einer unbarmherzigen Maschinerie der Modernität treu geblieben bis zum bitteren Schluss. Und das macht ihn zum Sieger über die Vertreter der modernen Gesellschaft. Dabei hat er niemandem etwas getan, niemanden gedrängt, niemanden beleidigt, niemanden angetastet. Er wollte für sich nur ein Stück seiner persönlichen Freiheit bewahren und darin seine Würde als Mann, als Mensch.
Die Inhalte sind in den vorangegangenen Rezensionen bereits beschrieben worden.
Es geht nur noch um die Aussage.
Kirk Douglas ist Jack.
Er reitet auf einem Pferd, liebt es und will es nicht aufgeben. Er ist mit ihm verschmolzen, genauso, wie er verschmolzen ist mit der Landschaft ohne Zäune, welche ihm als einzige das Gefühl gibt, dass er frei ist. Straßen sind ihm bitter, wie dem Pferd, welches sich vor ihnen fürchtet. Das Pferd ist eine junge, unerfahrene, aber sanfte Stute mit dem Namen Whiskey.
Asphaltierte Schneisen und Zäune, Auto- und Menschenfriedhöfe, Häuserreihen und öde Kneipengeher verkörpern den krassen Gegensatz zum jungfräulich anmutenden Helden, der notgedrungen einen Konflikt anzettelt, um seinen Freund aus dem Gefängnis zu befreien. Seinen Freund, der die selbe Frau liebt wie er. Statt ihm die Frau zu nehmen, nimmt er sich die Freiheit und lässt sich ins Gefängnis sperren. Es ist eine der vielen Selbstüberwindungen, Selbstübersteigungen und gegensätzlichen Entscheidungen des Helden, der sich einkerkert, um Freiheit zu erkämpfen.
Ein Polizist schlägt ihm einen Zahn aus, aber Jack ist damit nicht geschlagen. Ein Zahn weniger, aber ein Stück Würde mehr. Er flieht aus dem Gefängnis ohne seinen Freund, weil dieser aussitzen will. Jener beugt sich dem Gesetz, der Katharsis, und lässt sich damit klopfen zu einem braven Rädchen.
Jack ist da anders. Er steigt aus der Zelle - er steigt aus. Wenn ihm die Elemente der Schöpfung ins ruhige Gesicht entgegenwehen, fühlt er sich leben, ist ein Teil des Landes - des Landes ohne Zäune, ohne Straßen, welche das Land zerpflügen mit ihren strömenden Vehikeln.
Ein Pferd braucht keine Straße, es läuft durchs Land, schafft sich seine eigenen Pfade über Berg und Tal. Weil das Pferd frei ist, will Jack es nicht im Stich lassen. Das Pferd tut alles für Jack, aber Jack auch für das Pferd. Und wenn das Pferd stirbt, dann stirbt auch Jack mit ihm. Selten Filme, in denen das Tier so gewürdigt wird, als ob es ein Mensch wäre.
Jack lässt sich nicht brechen, er hält Allem stand. Er überwindet den hohen Berg und alle Gefahren. Was bleibt ist nur noch die Straße. Nur sie trennt ihn von der ersehnten Freiheit, dem gelobten Land. Er will über die Straße, wo keine Menschen sind, die ihn behelligen. Er weiß, dass sein Pferd die Straße fürchtet. Er beruhigt es behutsam. Aber das Pferd ist zu unschuldig, um das Herankommen der lärmenden Kisten zu ertragen. Es fühlt tödliche Bedrohung angesichts deren dröhnender Raserei. Genauso wie Jack deren tödliche Bedrohung sein ganzes Leben lang gefürchtet und darum gemieden hat.
Schließlich erweisen sich die rasenden Vehikel als tatsächliche Todbringer. Ein Pferd wollte in Ruhe ins Land traben. Aber kaltes Metall hat das Pferd umgebracht. Der Fahrer fühlt sich unschuldig, denn er ist vorschriftlich in seiner Spur gefahren. Keiner ist schuldig, aber jemand ist gestorben, getötet worden. Jack hat nicht verloren. Verloren haben die Anderen.
Jack gehört zu Männern, die es immer geben wird. Sie sterben nicht, weil sie unsterblich sind.
Was ihn einzigartig macht, ist seine Verkörperung des Paradoxon im Verhältnis zur ständig voranstrebenden Walze der Zivilisation.
Er macht einfach nicht mit, verweigert sich, bleibt ursprünglich, bleibt er selbst. Es gibt selten Filmzeugnisse, in denen ein Profil so konsequent und integer gezeichnet ist, wie in diesem Meisterwerk. Es ist egal, was passiert - der Mann ist unbeugsam, er geht seinen Weg. Einsam sind die Tapferen, weil sie exemplarische Heilige sind und Wegweiser des Lebens angesichts aller Gleichschaltung und Gleichmachung der Allgemeinheit. Solche Menschen sind für die Welt das Salz, dessen es bedarf, damit man sich korrigiert.
Die Zivilisierten und Angepassten hocken in ihren Wänden, egal ob im Gefängnis, der Kneipe oder Schlafzimmer...sie sind statisch, weil sie sich den Konventionen der modernen Gesellschaft ergeben haben. Sie besitzen Häuser, Fließwasser, einen Kochherd. Aber sie sind gelähmt.
Jack ist ständig in Bewegung, er ist mobil und beweglicher als der Schall der Düsenjets, der den Himmel zerschneidet. Auch Jack kann stehenbleiben, ruhen und warten. Aber er ist nicht feige, um aufzubrechen und den Horizont anzupeilen. Im Gegensatz zur Menge, die in ihren Spelunken und Verliesen dahinsiecht, lebt Jack - er ist Leben. Leben aber ist an sich unsterblich. Jack kann niemals aufgehalten werden, er kann niemals besiegt werden. Jack lebt, und Kirk Douglas, der ebenfalls immer noch unter uns Lebenden weilt, hat Jack ein Denkmal gesetzt (Letzter Stand: 22.9.2014).
Mladen Kosar
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Whiskey dabei und doch nüchtern, 23. Februar 2014
Von 
Matthias Haas (Sumiswald Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Mit der Hektik der modernen Zeit kann John W. „Jack“ Burns (Kirk Douglas) nicht mehr viel anfangen, und auch nicht mit den immer häufigeren Zäunen, die durch den Südwesten der USA gezogen werden. Trotzdem fühlt er sich veranlasst, sein bisheriges Domizil in Mexiko zu verlassen und die alte Heimat aufzusuchen. Ursache ist eine Zeitungsmeldung, wonach sein alter Freund Paul Bondi (Michael Kane) für zwei Jahre ins Gefängnis geworfen wurde, weil er illegal aus Mexiko eingewanderten Leuten in den USA zu einem Unterschlupf verholfen hatte. Diese Verurteilung findet er ungerecht. Das macht er auch gegenüber Pauls Frau Jerry (Gena Rowlands) klar, für die er immer noch viel übrig hat, obwohl sie sich vor Jahren für einen etwas steteren Lebensstil und damit für Paul entschieden hatte. Jacks Entschluss steht fest: er will Paul aus dem Knast holen. Dazu lässt er sich zunächst auf eine Kneipenschlägerei ein und schliesslich auch noch auf eine Rauferei mit den Polizeibeamten. Das genügt zweifellos, um in den Knast zu kommen, in dem auch schon Paul sitzt. Es gelingt Jack in seinem Stiefel eine Feile ins Kittchen zu schmuggeln, was die Flucht ermöglichen soll. Doch bevor es soweit ist, bezieht Jack nochmals eine Tracht Prügel von dem überheblichen Polizisten Gutierrez (George Kennedy), der es nicht mag, wenn Gefangene aufmucken. Um einen Zahn erleichtert macht sich Jack schliesslich davon Richtung Grenze. Paul indes will aus Rücksicht auf seine Familie nicht fliehen, weil ihm das weitere fünf Jahre Knast einbringen dürfte. Also geht Jack ohne ihn. Mit seinem noch etwas unerfahrenen Pferd Whiskey ist es allerdings für Jack im unwegsamen Gelände nicht leicht. Das ist der Vorteil für Sheriff Johnson (Walter Matthau), der die Aufgabe hat, Jack wieder einzufangen. Und es bringt ihm wieder mal einen Ausseneinsatz ein. Zusammen mit seinem Funkmann besteigt Johnson den Jeep und rauscht ab in Richtung Gebirge. Während dort Jack versucht, den Gebirgskamm zu erreichen und zu überwinden, muss Johnson feststellen, dass mit Fahrzeugen nicht mehr viel zu erreichen ist. Er lässt bewaffnete Polizisten ausschwärmen und fordert flugfähige Unterstützung an. Zunächst gelingt Jack das Vorwärtskommen fast unbehelligt. Doch dann kommt es zu einem unfreundlichen Wiedersehen mit Polizist Gutierrez. Selbst nach diesem ist Jack im wörtlichen Sinne noch nicht über den Berg.
Das spannungsreiche Drama „Lonely Are The Brave“ (Universal Pictures, 1962) ist laut Darsteller und Produzent Kirk Douglas einer seiner eigenen Lieblingsfilme, und wer ihm einigermassen aufmerksam folgt, versteht das auch. Wenige Jahre nach SPARTACUS (auch von Universal) spielte er hier wieder die Hauptrolle in einer Verfilmung eines Drehbuchs von Dalton Trumbo, der diesmal allerdings nicht mehr aus politischen Gründen unter Pseudonym tätig war. Die Geschichte lässt mit einiger Heftigkeit den alten Cowboy-Mythos und die Moderne des 20. Jahrhunderts auf einander prallen. Wer dabei eher unter die Räder kommt, lässt sich wohl unschwer erraten. Der von David Miller gekonnt inszenierte Film ist also nicht nur spannend, sondern auch zu einem gewissen Grad subversiv. Es gelingt ihm aber auch, einigen Humor unterzubringen, und der ist teilweise auch von der bitteren Sorte. Das bringt dem Film gleichermassen Erleichterung, Bereicherung und Vertiefung, zeugt also von sehr guter Drehbuchautorentätigkeit. Vielleicht war es gerade der kritische Ansatz, der damals dem kommerziellen Erfolg des Films etwas in Wege gestanden ist. Dank dem, dass die Douglas-Familie Kontakt zu Steven Spielberg aufnahm und dieser wiederum seinen Einfluss bei Universal in die Waagschale werfen konnte, kam es immerhin dazu, dass im Jahre 2009 für das amerikanische Publikum eine anständige DVD-Veröffentlichung des Films erfolgte.
Diese diente nun als Vorlage für die kombinierte DVD/Blu-ray-Ausgabe von Koch für die deutschsprachigen Regionen (Eine getrennte kommt vielleicht auch noch irgendwann, bei Koch macht man ja gerne mal andere Verpackungen für bereits Bekanntes). Die Ausstattung stimmt bei beiden Discs grundsätzlich überein. Wegen der üblichen Ablaufgeschwindigkeit dauert der Film auf der DVD 103 Minuten und 107 auf der Blu-ray. Das Bonusmaterial, das auf beiden Discs verfügbar ist, umfasst als besonders sehenswerte Programmpunkte zwei Hintergrundbeiträge von total knapp einer halben Stunde Dauer (englisch mit optionalen deutschen Untertiteln), in denen neben den Hauptdarstellern Kirk Douglas und Gena Rowlands und anderen Beteiligten auch Michael Douglas und Steven Spielberg zu Wort kommen. Und auch auf die sehr gelungene musikalische Untermalung von Jerry Goldsmith wird recht ausführlich eingegangen. Dazu gibt es den Trailer, die unvermeidliche Bildergalerie und ein interessantes zweifarbiges „Booklet“ mit Angaben und Betrachtungen zum Film. Die Filmwiedergabe ist recht gut. Besonders das schwarz-weisse Bild im Format 2,35:1 (16:9) wirkt ganz lebhaft und scharf. Auch der Ton ist sehr gut verständlich. Bei den Sprachen kann man wie so oft bei diesem Anbieter keine Opulenz erwarten, denn sowohl bei Audio als auch bei den Untertiteln kommt das Angebot nicht über Deutsch und Englisch hinaus.
Fazit: ein überaus sehenswerter und gut gemachter Film auf einer insgesamt ausführlichen Edition. Schade einzig, dass dem Publikum nicht die Möglichkeit gegeben wird, aus mehr Sprachen und zwischen DVD oder Blu-ray zu wählen. Wählen? Klar. Das gibt vier von fünf Funksprüchen und etwas Zuspruch für den Vierbeiner.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kirk Douglas` Lieblingsfilm - Ein lange Zeit verkanntes Meisterwerk des Spätwestern, 17. März 2013
Von 
N. Figula "M. Figula" (Timmendorfer Strand Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Schon die erste Filmszene zeigt, wo es langgeht: Wildnis, der Morgen graut und am Lagerfeuer liegt ein Mann mit dem Kopf auf seinem Sattel. Neben ihm grast sein Pferd. Es ist der Filmheld Jack Burns (Kirk Douglas), der sich seinen Cowboyhut tief ins Gesicht gezogen hat, eine Zigarette raucht und dabei am Himmel die vorbeiziehenden Kondensstreifen dreier Düsenflugzeuge beobachtet.

Der "Wilde Westen" anno 1953: Jack, der in Neu-Mexiko vergeblich versucht hat, seinen inhaftierten Freund zu befreien, muss nun auf seinem Pferd "Whiskey" vor den mit Jeep, Helikopter und allen Mitteln der modernen Texchnik ausgerüsteten Verfolgern unter Sheriff Johnson (Walter Matthau) fliehen. Und dann nimmt die Tragödie um diesen Cowboy, der nicht mehr in seine Zeit passt, ihren Lauf...

Ein Cowboy und ein Pferd auf der Flucht vor der technischen Zivilisation. Die Geschichte selbst basiert auf einem Roman von Edward Abbey, den Kirk Douglas' Freund, der Drehbuchautor Dalton Trumbo ("Spartacus"), für die Leinwand aufbereitete. Der Roman von Edward Abbey heißt im Original "The Brave Cowboy", Kirk Douglas wollte den Film ursprünglich "The Last Cowboy" nennen. In diesem beeindruckenden Abgesang auf den "Wilden Westen" spielt Douglas den "Brave Cowboy", dessen Welt von der Modernität überholt wird. Jahre später inszenierte Sydney Pollack mit "Der elektrische Reiter" (1979, mit Robert Redford und Jane Fonda) eine ähnliche Geschichte.

Die besondere Beziehung des Cowboys zum Pferd ist ein zentrales Thema des Films. Wie sich Jack Burns und "Whiskey" auf der Flucht den Berghang hoch quälen ist außerordentlich packend inszeniert. Die Gebirgslandschaft wird von der Kamera (Philip Lathrop) in imposanten Schwarz-Weiß-Bildern eingefangen und musikalisch durch einen frühen Score von Komponistenlegende Jerry Goldsmith passend untermalt. Auch der Kampf von Mann und Pferd gegen die Technik ist in starke symbolträchtige Bilder verpackt, die beim Zuschauer noch lange nachwirken.

"Einsam sind die Tapferen" mag zwar zu den weniger bekannten Filmen von Kirk Douglas zählen, dennoch ist die Rolle des Jack Burns dem US-Schauspieler quasi auf den Leib geschrieben worden. Starke schauspielerische Leistungen zeigen auch Walter Matthau und Gena Rowlands. Regisseur David Miller lieferte mit diesem 1962 entstandenen Film wohl die beste Leistung seiner Karriere - auch wenn dieser ein Jahr nach den Spätwestern "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" und "Sacramento" entstandene Streifen an den Kinokassen nie ganz den Erfolg seiner beiden Vorgänger" erreichen konnte. Mittlerweile aber gilt er als einer der Klassiker des amerikanischen Kinos der 1960er Jahre.

Kirk Douglas sagt, dass "Einsam sind die Tapferen" sein Lieblingsfilm sei. Michael Douglas hält den Film für den besten Film seines Vaters. Unter den "Extras" auf dem Silberling gibt es dazu eine Featurette "Einsam sind die Tapferen - Ein Tribut" (ca. 19 Minuten) in der sich Steven Spielberg, Kirk Douglas, sein Sohn Michael und Gena Rowlands erinnern. Eine weitere Featurette befasst sich mit dem Soundtrack von Jerry Goldsmith, der seinerzeit ganz am Anfang seiner Karriere als Filmkomponist stand.

Steven Spielberg ist ein großer Bewunderer von "Einsam sind die Tapferen" und hat sich beim Filmstudio Universal dafür eingesetzt, dass dieser lange Zeit in den Archiven vergessene Westernabgesang für die Nachwelt erhalten bleibt. Heute taucht der mehrfach ausgezeichnete Klassiker immer wieder in Western-Bestenlisten auf und ist in der Koch-Media-Reihe "Masterpieces Of Cinema" nun endlich auch auf DVD/Blu-ray in guter Bild- und Tonqualität erhältlich. Unbdingt ansehen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der letzte Ritt mit Blessuren, 10. Oktober 2013
Von 
SAINT - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Western müssen nicht immer in Bleiorgien beginnen oder Enden, das zeigt dieser und andere Genrevertreter vorbildlich. Der Film gehört Storytechnisch zu meinen Lieblingsfilmen, nicht zuletzt, weil ich immer schon ein Faible für eine aussterbende Art hatte. Auch wenn das Thema auf verschiedenste Art und Weise schon behandelt wurde, hat es doch so gut wie kein zweiter Film geschafft dies für seine Verhältnisse so imposant in Szene zu setzten.

Ich glaube man kann sich eine weitere Filmbesprechung hier sparen da diese schon ausführlich geschildert wurde. Deswegen möchte ich hier hauptsächlich einen kritischen Punkt vermerken.

Der Film als solches hat seine 5 und mehr Sterne verdient, gar keine Frage. Aber die Ausstattung des Blu-ray - DVD Set's lässt meines erachtens zu wünschen übrig.
Ich bin niemand der negative Bewertungen verteilt, weil mal ein Defeckt vorliegt bei einem Produkt, wenn das kann immer passieren und ein Austausch über Amazon ist auch nicht die Welt.
Aber ich habe diesen Film jetzt 6 mal geordert und hatte auch bei den 6 Filmen immer eine zerkratzte DVD dabei. Die Blu-ray hingegen war immer makellos.

Ich kann Koch Media hier nur ans Herz legen in Zukunft bei der Pressung mehr acht zu geben. Denn das ist ein schieres Unding, das sämtliche DVD's aus dem Film Schürfungen aufweisen.
Deswegen gebe ich auch nur 3 Sterne um letztlich auf das Dilemma aufmerksam zu machen. Denn der Film ist ein Meisterwerk und verdient eine dementsprechende Ausstattung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk.....klar ! ;-), 21. April 2013
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Anfang der 1960er Jahre: Koreakriegsveteran Jack Burns ist einer der letzten echten Cowboys und kommt mit der modernen Welt nicht wirklich zurecht.
Er ist ein Einzelgänger und Vagabund, hat keinen festen Wohnsitz und glaubt an alte Werte.
Nur sein treues Pferd Whiskey hält es länger mit ihm aus.
Als Jack nun erfährt das sein Kumpel Paul 2 Jahre in den Knast muss, weil er mexikanischen Einwanderern geholfen hat, beschliesst er sich via Schlägerei selbst in den örtlichen Knast einliefern zu lassen und Paul dann zu befreien.
Das alles klappt auch hervorragend bis auf den letzten Punkt.
Nachdem sich Jack mit einem der Wärter angelegt hat und nach einer "Säge-Aktion" der Weg in die Freiheit greifbar ist, entschliesst sich Paul wegen Frau und Kind doch lieber im Knast zu bleiben.
Jack hingegen tritt die Flucht an und macht sich mit Whiskey auf den Weg in die Berge um von dort aus nach Mexiko zu kommen.
Als seine Flucht bemerkt wird betraut man Sheriff Morey Johnson und seine Deputys mit der Hetzjagd auf den Ausbrecher.
Was nun beginnt ist nicht nur eine einfache Flucht sondern ein Abgesang auf eine ganze Epoche.

Wow.....ein wirklich brillanter Film.
Die Figur des Jack ist so voller Freiheitsdrang und alter Werte das sie einem schon fast ein wenig Leid tut, aber irgendwie auch wieder nicht....immerhin hat der Mann seine Prinzipien.
Der Film fesselt einen von Minute eins an und wirkt noch nach wenn er längst beendet ist.
In atmosphärischen Bildern verfolgt man Jack auf seine Suche nach totaler Freiheit und in Ablehnung des Modern Way of Life der 60er Jahre.
Das er dabei von seiner Umwelt fast zur Witzfigur karikiert wird ist Logisch, aber nicht die Intension des genialen Drehbuchautors Dalton Trumbo.
Ich schätze er wollte den Wiederspruch der damaligen Zeit aufzeigen und die Rasanz der Entwicklung.
Dieser teils euphorische, teils melancholische Abgesang auf das Cowboytum der Vergangnenheit ist jedenfalls mehr als sehenswert.
Darsteller sind u.a.: Kirk Douglas, Walter Matthau, Gena Rowlands, George Kennedy und William Schallert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "First Blood" - Der letzte Cowboy, 26. März 2013
Ich bin mal gespannt, was Koch Media neben den ebenfalls hervorragend
restaurierten Klassiker Die Nacht des Jägers noch so veröffentlichen wird.
Die neue "Masterpiece" Reihe hat mit den ersten beiden Titeln schon mal einen
beachtlichen Sprung nach vorne gemacht, was Design der Verpackung, Bildqualität
und natürlich die Filme selber angeht.
"Einsam sind die Tapferen" wird in der Dokumentation im Bonusmaterial von
Kirk Douglas himself und auch von Steven Spielberg, welcher sich auch ausführlich zu
dem Film äußert, als einen ihrer Lieblingsfilme genannt.
Ähnlich wie Redfords "Der elektrische Reiter" wird auch hier der Untergang des Wilden Westens
durch eine Hauptperson dargestellt..."Der letzte Cowboy", diesen Titel hätte sich Douglas
eingentlich für den Film gewünscht.
Wenn man den Cowboy gegen einen Vietnam Veteran eintauscht, hat man eine Ahnung, wie
Sylvester Stallone zu seiner Geschichte "First Blood - Rambo" gekommen ist.
Auch hier flüchtet ein "Ausbrecher" in die Berge um von Gesetzeshüter gejagt zu werden.
Gerade diese Flucht ist es auch, welche "Lonley are the Brave" zu einem immer noch
spannenden Film macht.
Die ruhige Bildersprache, tolle Landschaftsaufnahmen und witzige, aber nicht alberne Figuren
sind es, welche zusätzlich den Reiz diesen schönen Klassikers ausmachen.
Mit Walter Matthau und George "Airport" Kennedy zwei weitere Altstars in den Nebenrollen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "[...] I'm a Loner Clear Deep Down to My Guts., 22. März 2013
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Know What a Loner Is? He’s a Born Cripple. He’s a Cripple Because the Only Person He Can Live with Is Himself. It’s His Life, the Way He Wants to Live.”

[Vorsicht, starke Spoiler!]

Mit diesen Worten macht John W. Burns (Kirk Douglas) der Frau, die er liebt(e) und die zudem noch die Frau seines besten Freundes ist, deutlich, warum er sie seinerzeit nicht vor den Altar geführt hat, doch scheinen diese Worte – zusammen mit dem Filmtitel – auch noch ein persönliches Anliegen des Drehbuchschreibers Dalton Trumbo gewesen zu sein.

David Miller drehte den Film „Lonely Are the Brave“, der eine Adaption des Romanes „The Brave Cowboy“ von Edward Abbey ist, im Jahre 1962 auf Veranlassung Kirk Douglas‘, der von dem Stoff so angetan war, daß er Universal dazu drängte, das Buch – mit ihm selbst in der Titelrolle – zu verfilmen. Über seine Produktionsgesellschaft hatte Douglas die Möglichkeit, sich die Besetzung und die Crew selbst auszusuchen, und so griff er eben auf seinen alten Freund Dalton Trumbo zurück, der als einer der „Hollywood Ten“, d.h. einer von zehn kommunistischer Umtriebe verdächtigten Autoren, die sich 1947 geweigert hatten, vor dem House of Un-American Activities Committee auszusagen und weitere Namen preiszugeben und die in der Folge mit Gefängnis- und Geldstrafen belegt und auf die Schwarze Liste gesetzt worden waren, seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr unter seinem eigenen Namen für Hollywood hatte Drehbücher schreiben können. Schon zuvor hatte der im mexikanischen Exil lebende Trumbo für Douglas‘ Film „Spartacus“ (1960) das Drehbuch geschrieben, doch nun entschied sich Douglas, des Versteckspiels überdrüssig, Trumbos Namen auch in den Credits an prominenter Stelle auftauchen zu lassen.

„Lonely Are the Brave“ erzählt die tragische Geschichte des unabhängigen Romantikers Jack Burns, der nicht wahrhaben will, daß die Tage der ungezähmten Abenteuerlust des Cowboys längst der Vergangenheit angehören und einer Welt der Regeln, Verbote und abgesteckten Landstücke Platz gemacht haben. Dies wird schon zu Beginn mehrfach deutlich, einmal in der berühmten Anfangsszene, in der die Cowboyromantik und der Blick auf das weite, scheinbar unberührte Land brüsk vom Dröhnen dreier Kampfjets unterbrochen wird, auf die der Film dann auch umschneidet. Dann zeigt sich Burns‘ Zusammenstoß mit den Gesetzen der zivilisierten Welt, wenn der Cowboy kurzerhand einen Stacheldrahtzaun – Douglas hatte darin mittlerweile Übung – durchschneidet, der ihm und seinem Pferd Whiskey den Weg versperrt. Dieser Weg führt ihn zurück zu seiner Jugendliebe Jerry (Gena Rowlands), die mittlerweile mit Jacks Freund Paul (Michael Kane) verheiratet ist und einen kleinen Sohn hat, ist Paul doch ins Gefängnis gesteckt worden, weil er seinem Gewissen gefolgt ist und illegalen mexikanischen Einwanderern auf ihrer Suche nach Arbeit geholfen hat. Als sich Jack mittels einer Schlägerei und eines Angriffs auf einen Polizeibeamten selbst in Gefängnis bringt – mit einem Jahr bekommt er allerdings mehr, als er anvisiert hat –, muß er feststellen, daß Paul keineswegs gewillt ist, mit ihm zusammen den Ausbruch zu wagen und nach Mexiko zu entfleuchen. Als verantwortungsbewußter Vater und Ehemann zieht er es vor, seine Strafe abzusitzen, um danach mit seiner Familie ein geregeltes Leben führen zu können, anstatt diese auf ein ewiges, wohl auch ärmliches Abenteuer, mit nach Mexiko zu schleppen. Jack, der spürt, daß ihn die Haft zermürben würde, wagt deshalb den Ausbruch allein und wird zum Gejagten des Sheriffs Johnson (Walter Matthau), der sich des gesamten technologischen Apparats der 60er Jahre bedienen kann, aber der Jagd aus Sympathie für den Gejagten mit einer melancholischen Distanz gegenüberzustehen scheint. Am Ende schlägt die Neuzeit erbarmungslos zu: Bei Jacks Versuch, die Straße, hinter der Mexiko liegt, zu überqueren, scheut sein Pferd Whiskey und wird von einem Lastwagen, der mit Toiletten beladen ist, angefahren, und den schwer verletzten Jack, der mitanhören muß, wie man seinem geliebten Pferd den Gnadenschuß gibt, verlädt man schließlich in einen Rettungswagen. Nichts bleibt zurück als sein Cowboyhut, der auf regennasser Straße zum Spielball für die vorbeibrausenden Autos wird.

Einer der Sanitäter beantwortet die bange Frage des Lastwagenfahrers, der Cowboy werde doch nicht sterben, mit der lakonischen Gegenfrage, woher er das denn wissen solle, und mit diesen Worten klingt der Film aus. Ob dies der Ausdruck einer leisen Hoffnung ist, daß es immer Männer wie Jack Burns geben werde, sei einmal dahingestellt. Millers und Trumbos Entscheidung, den Lastwagen mit Toiletten nicht aus heiterem Himmel auftauchen zu lassen, sondern seine Reise von Beginn an in einer Parallelhandlung zu verfolgen, deutet jedenfalls darauf hin, daß das Ende des Cowboys nicht als ein böser Zufall, sondern ein systemimmanentes Opfer zu sehen ist.

Ähnlich wie Abraham Polonsky mit seinem Western „Tell Them Willy Boy Is Here“ sieben Jahre später nutzt auch „Lonely Are the Brave“ das Motiv der Menschenjagd auf einen einzelgängerischen Mann, der die Freiheit der Vergangenheit repräsentiert, dazu, die Paranoia der zivilisierten und den Gesetzen des Kapitalismus unterworfenen modernen Welt gegenüber dem als Bedrohung empfundenen unangepaßten Denken anzuklagen und auch in einem Subtext von einem ganz persönlichen Schicksal zu erzählen. Trumbos Drehbuch ist dabei noch ein wenig wortgewaltiger und symbolträchtiger als Polonskys Werk, und die langen Küchendialoge zwischen Jack und Jerry könnten dem Film sogar ein wenig das Genick brechen, wären da nicht die wehmütige Romantik, die über allem weht, und die liebevoll-traurige Ironie, mit der der Schwanengesang des Cowboys angestimmt wird. „Have you ever noticed how many fences there're getting to be? And the signs they got on them: no hunting, no hiking, no admission, no trespassing, private property, closed area, start moving, go away, get lost, drop dead! Do you know what I mean?“ Mit diesen Worten verleiht Jack nicht nur dem Mythos des ungebundenen, nur sich selbst verantwortlichen Cowboys Ausdruck, sondern hier scheint ebanfalls – trotzigerweise – die Art von Kapitalismuskritik anzuklingen, derentwegen man Trumbo einst vor den HUAC zitiert hatte, und auch der geänderte Filmtitel – Douglas‘ Wunsch war „The Last Cowboy“ – zeugt von der Desillusionierung Trumbos hinsichtlich dessen, was einen standhaft seine Ideale vertretenden Menschen in der zivilisierten Gesellschaft erwarten dürfte.

Und doch ist man geneigt, auch Verständnis für diejenigen aufzubringen, die sich Jacks romantischen Kampf nicht anschließen mögen. Echtes Heldentum können sich billigerweise wohl nur die leisten, die nur an sich selbst zu denken haben, was nicht heißt – Pauls aktives Interesse an den Bedürfnissen illegaler mexikanischer Immigranten macht dies deutlich –, daß ein Mann mit Frau und Kind immer gedankenlos mit dem Strom zu schwimmen hätte. Trumbo selbst hat dies ja auch nicht getan und ist mit seiner Familie nach Mexiko ausgewandert. Daß er über Paul indes nicht den Stab bricht, sondern aufzeigt, daß dieser gute Gründe hat, sich der Haft zu unterwerfen, zeigt der Film in einer sehr rührenden Szene, in der Jack nachts in das Zimmer von Pauls schlafendem Sohn schleicht und das ahnungslose Kind gedankenvoll betrachtet.

So ist „Lonely Are the Brave“ trotz seiner manchmal programmatischen Dialoge und der tiefen Selbstanalysen seiner Figuren sowie der bedeutungsschwangeren Symbolik – man beachte hier etwa eine Szene am Anfang, in der Jacks weg auf der einen Seite von einem Friedhof, auf der anderen aber von einem Schrottplatz, auf dem eine Mauer ausgedienter Autos vor sich hingammelt – auch ein Film der leisen, menschlichen Zwischentöne und vermag immer wieder nicht nur zu rühren, sondern auch zu berühren.

Als Abgesang auf den Western sowie als vielschichtige Kapitalismus- und Sozialkritik hat „Lonely Are the Brave“ nichts von seiner Kraft verloren.

Über die Extras der DVD und der BR ist in anderen Rezensionen schon alles gesagt worden. Ich finde besonders die Qualität der BR so überzeugend, daß ich hoffe, Koch Media wird auch weitere Filme, die einen solchen Aufwand verdient haben, derart liebevoll aufbereiten. Eine ganze Liste für Koch Media hätte ich da schon …
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen good title, 6. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Got it on dvd now on blu ray is nice to see this kind if old film come on blu ray
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Los Valientes Andan Solos Bd (Import) [1962]
EUR 15,85
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen