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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Muss für jeden Fan
Eins der großartigsten Alben der Musikgeschichte und vielleicht das bedeutendste Werk von Depeche Mode (da "Black Celebration" alles ausmacht, was Depeche Mode darstellen) wird nach 20 Jahren neu aufgelegt und in einem neu abgemischten kraftvollen 5.1 Surround Sound (Dolby Digital und DTS) präsentiert ... man hört der Produktion ihr Alter nicht an, es ist...
Veröffentlicht am 29. März 2007 von Heinz Müller

versus
2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen FINGER WEG - keine Hybrid SACD inkl. Plastikschutzhülle!
ACHTUNG!!!

Leider wird hier die Hybrid SACD (mit der Plastik-Schutzhülle) abgebildet - DOCH DIESE BEKOMMT MAN NICHT GELIEFERT.

Warum Amazon dieses Bild immer noch drin hat, ist mir schleierhaft und ehrlich gesagt dreist!

Zu Depeche muss man nichts schreiben, jeder weiß wie gut ihre Scheiben (vor allem die aus den 80ern...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2010 von 80's New Wave!


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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Muss für jeden Fan, 29. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Black Celebration (Audio CD)
Eins der großartigsten Alben der Musikgeschichte und vielleicht das bedeutendste Werk von Depeche Mode (da "Black Celebration" alles ausmacht, was Depeche Mode darstellen) wird nach 20 Jahren neu aufgelegt und in einem neu abgemischten kraftvollen 5.1 Surround Sound (Dolby Digital und DTS) präsentiert ... man hört der Produktion ihr Alter nicht an, es ist ein Genuß für die Ohren. Als Bonus gibt es ein paar bekannte Live-Tracks aus dieser Zeit, die aber ebenfalls in Surround abgemischt wurden (zumindest das Publikum klingt räumlich verteilt).

Die Video-Doku offenbart auch dem Hardcore-Fan noch völlig neue Dinge und das gesamte Design wurde liebevoll gestaltet bzw. schließt direkt an der originalen Idee an. Für alle Sammler und Fans ein Muss!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Black Celebration remastered - worthy a celebration!, 5. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Black Celebration (Audio CD)
Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Black Celebration ist eines der besten Alben überhaupt und meiner Meinung nach auch das Beste von Depeche Mode. Grandiose Stücke wie Stripped, A question of time, A question of lust und Black Celebration, die wie kaum andere Lieder pure Emotionen ausdrücken sind, wie ich finde, die Spitzen des Eisbergs, der sich da Depeche Mode nennt.

Der Klang ist grandios, alles klingt hervorragend, ich konnte keine Fehler entdecken - mit passender Soundanlage ist der Genuss wohl noch höher (als ich ihn haben konnte ;) ).

Die DVD ist eine informative Dreingabe, die auch den relativ hohen Preis von gut 22€ rechtfertigt; ein Preis, den ich für CDs ansonsten für viel zu hoch halte (wie es bei vielen der Fall ist). Doch hier spricht die Qualität Bände und lässt alle Zweifel beiseite fahren.

5*-Kaufempfehlung!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen DM at it's best und fast perfekt, 19. April 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Celebration (Audio CD)
Als Depeche Mode Fan der ersten Stunde kam ich nicht umhin mir auch diese Collectorsedition zu kaufen. Und wie die anderen Reissues ist auch die von einer hervorragenden Qualität.

Die Dokumentation auf der DVD hatte sogar für mich alten Hasen noch neue Infos und ehrlich gesagt, der 80er Look ist doch immer zum Schreien, im nach hinein.

Allerdings 1 Stern Abzug gab es für die Bonustracks.

Während die Livesongs noch in Stereo,DTS und DD 5.1 enthalten sind, wurden die anderen Tracks nur in Stereo mit auf die DVD gepresst.

Bei den anderen Reissues waren alle Songs im Surroundsound.

Schade, dass man da nicht konsequent blieb.

Ansonsten natürlich eines der Meilensteine in der Karriere dieser immer noch Ausnahmemusiker. Und die Songs ''Shake the Disease'' und ''It's called a Heart'' mal nicht nur auf einer Compilation.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt...., 20. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Black Celebration (Audio CD)
wäre das richtige Wort, um dieses Geniestück zu beschreiben, kein Stück ist wie das andere und doch fügt sich alles zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Black Celebration ist das erste so genannte Konzeptalbum der Gruppe und ohne zu untertreiben als fantastisch und wegweisend zu bezeichnen. Stripped zum Beispiel in der neu eingespielten Version gegenüber der Singleversion ist auch heute noch immer hypnotisch fazinierend, wenn man sich im Vergleich dazu die 1986 in den Charts plazierte Musik anhört, können einem fast die Tränen kommen. So schön die Harmonie, die Melodie gräbt sich in die Erinnerung und doch ist da diese Prise Schrägheit, diese künstlerische Präsenz - ganz klar eines meiner Lieblingsalben dieser Gruppe!!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album aller Zeiten!, 19. September 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Black celebration (Audio CD)
Depeche Mode, das ist die wohl begnadetste Pop-Synth-Electro (man kann den Stil nur von Album zu Album definieren) Band der Achtziger, und sogar jetzt noch. Martin Gore ist ein Songschreiber wie kein anderer, er versteht es, mit Musik Stimmungen zu erzeugen, die das menschliche Gehirn manchmal nur im Unterbewusstsein aufnimmt, weil sie so genial sind. Dave Gahan ist vielleicht nicht der beste Sänger, aber seine Stimme hat Ausdruck, welchen viele nicht einmal annähernd erreichen! Black Celebration ist ihr bestes Album, obwohl viele DM und nichtDM Fans zu "Violator" tendieren. Ich bin selbst Musiker, und versuche seit langem etwas von der Genialität Martin Gores mitzunehmen - was mir kaum gelingt, denn er ist ein Magier in Sachen songwriting. Black Celebration hat Stimmungen in sich, welche andere Alben von berühmten Bands in keinster Weise erreichen. Was DM mit wenigen Synthesizer Sounds anstellen können, ist schlichtweg sagenhaft! Besonders zu empfehlen auch wegen der Meisterwerke "Black Celebration", "Stripped", "Here Is The House", "But Not Tonight", "Question Of Time" und "Dressed In Black". Aber die anderen Lieder habens auch in sich! Unbedingt kaufen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die dunkle Seite des Pop..., 2. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Black Celebration (Audio CD)
Nach den Alben "Construction Time Again" und "Some Great Reward", die deutlich in Richtung der metallischen Kläge gingen, schlugen Depeche Mode mit "Black Celebration" wieder mehr die Richtung der atmosphärisch dichten Klänge ein. Die CD beginnt mit dem Stück "Black Celebration", das zu einem absoluten Klassiker von Depeche Mode wurde, obwohl es noch nicht einmal als Single veröffentlicht wurde. Auch Stücke wie "A Question of Time" und "Stripped" werden immer unvergessen bleiben. Leider sind auf diesem Album ein paar Ausrutscher dabei, die nicht ganz an die Qualität der anderen Stücke heranreichen, diese fallen allerdings nicht stark ins Gewicht. Mit diesem Album zementierten Depeche Mode ihren Anspruch als beste Synthie-Band und befreiten sich endgültig vom Image der Teenie-Gruppe. Ein absolutes Hörerlebnis! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Depeche Mode in schwarz, 22. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Black Celebration (Audio CD)
"Black Celebration" darf getrost als einen der großen Meilensteine von Depeche Mode angesehen werden. Viele Fans sehen dieses Werk noch heute als ihr Bestes an. So radikale Grooves wie bei "Fly on the windscreen", "Stripped" oder "A Question of time" gab in der elektronischen Musik vorher noch nie. In einer Zeit wo seichter, billiger Pop die Charts stürmten, kamen Depeche Mode mit einem so skurrilen Album zurück. Die Grundstimmung des Albums ist düster und traurig gehalten. Seltsamerweise wirken die Songs trotz aller Dunkelheit aufbauend, was die breite Masse allerdings erst sehr viel später begriff! Depeche Mode verströmten in ihren Songs zum ersten mal wirklich Herzblut! Auch Martin Gore singt auf diesem Werk öfters den je, dadurch kommt auch die zarte und traurige Seite des Albums sehr schön zum Ausdruck. "Black Celebration" wirkt immer noch zeitlos und klingt trotz des alters noch erstaunlich modern, da der Sound derart ausgeklügelt und nicht mehr zu toppen ist. Die vielen minimalistischen Balladen sind ein wahrer Ohrenschmaus und unterstreichen den traurigen Charakter dieses Meisterwerkes. Dieses Album besitzt eine dunkle, erotische Schönheit und gibt dem Hörer viel mentale Energie. Hier schafft es die Band sehr gekonnt eine Brücke zwischen coolen klängen und sehr gefühlvollen Harmonien und Wärme zu bauen. "Black Celebration" ist der "Soundtrack" der 80ger Jahre und wer die Alben anderer Künstler dieser Zeit kennt, weiß das Depeche Mode ihrer Zeit um Lichtjahre voraus war! Dieses Werk traf genau den Nerv der Zeit wie kein anderes Album. Es hatte einen enormen Einfluss auf die Musikszene! Dieser Sound wurde dann vom "Kommerz" ausgereizt und ausgebeutet. Folglich konnte auch Depeche Mode nichts wirklich neues mehr mit ihren folgenden Alben erschaffen und waren deshalb auch nicht mehr die schrägen Vögel von einst. Für Neueinsteiger ist es ein ideales Werk um sich mit der musikalischen Essenz der Band zu beschäftigen! Dave Gahans Stimme klingt hier sehr markant und hinterlässt neben Martin Gore einen sehr eindrucksvollen Gesang! Die Harmonie zwischen Dave und Martins Stimme war selten so stark ausgeprägt wie hier. Auf der Ebene des elektronischen Sounds hat die Band mit "Black Celebration" zweifellos ihren Zenit erreicht! Auch optisch befand sich die Band auf ihrem Höhepunkt. Die Band befand sich im besten Alter und konnten ihre Musik mit ihren Frisuren und ihren Lederklamotten perfekt unterstreichen. Besonders Martin mit seinem Lederrock, Lippenstift und Hut sorgte immer für Aufsehen.
"Black Celebration" ist ein sehr ausgefeiltes elektronisches Album voll großartiger Melodien und kleinen minimalistischen Meisterwerken. Diese traurige und düstere Stimmung ist absolut einzigartig und ist mit keinem anderen Werk zu vergleichen. "Black Celebration" ist ein sehr erotisierendes Album ohne Ausfälle.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Selbstbewußt, gefestigt und experimentierfreudig, 15. April 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Black Celebration (Audio CD)
Ja so klingt dieses Album; wenn's laaft, daunn laafts (wenn es läuft, dann läuft es eben) ist in Österreich so ein geflügelter Satz, der auf dieses Album durchaus zutrifft. Nach dem ersten großen Meisterwerk ,Reward' und dem ungeheuren Erfolg der dazugeh. singles ,People Are People' und ,Master & Servant' war Martin Gore's Selbstvertrauen offensichtlich so gestärkt, dass er es sich auf dem Nachfolger durchaus erlauben konnte sich noch ein wenig weiter hinauszulehnen. Sein songwriting war nun auf einem sehr hohen Level angekommen, es schien nahezu von selbst zu gehen, weswegen er sich auch mit Alan Wilder noch intensiver um Sound und Atmosphäre der songs kümmern konnte -genau das aber ist einer der leisen Kritikpunkte die man bei diesem Album anbringen kann. ,Celebration' stagniert kompositorisch auf sehr hohem Niveau, schafft aber dabei keine absoluten Ohrwürmer. Mit ,A Question Of Lust' und ,Stripped' ist man da am ehesten dran, und auch der Titel track hätte das Potential dazu, doch fehlt diesem fast symphonisch beginnenden song das letzte Quäntchen Eingängigkeit.

,Fly On The Windshield' hat eine großartige Bassline die aber irgendwie mit der Gesangsmelodie nicht so 100%ig harmonieren will. ,Sometimes' ist dann wieder so eine großartig gospelhafte Piano Ballade wie ,Somebody' - ein wenig zu kurz vielleicht - die wieder um Hintergrund samples und Vocal Echo ergänzt wird und so doch recht voll klingt.
,A Question Of Time' wäre ein prototypischer tanzbarer DM Hit (was er damals letztendlich auch wurde), aber auch diesem fehlt die entscheidende Hook zu einem ultimativen Klassiker.

Die klangliche Experimentierfreude und die ausgreiften Arrangements machen dieses Album aber trotzdem groß, wie der schon anfangs erwähnte bombastische Titelsong, das auf Vokal- samples aufgebaute ,It Doesn't Matter Two', oder das eigentlich soundmäßig schon fast Techno vorwegnehmende ,New Dress'. Dass die songs noch ein wenig besser hätten werden können, wurde Gore wahrscheinlich nach der VÖ bewusst, denn das Nachfolger Album hatte diese Schwäche nicht mehr...
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Depeche Mode Album, 27. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Black Celebration (Audio CD)
Depeche Mode haben sich in den 80ern kontinuierlich von Album zu Album gesteigert. Erster Höhepunkt Ihres Schaffens war Black Celebration 1986. Nachdem sich die Stimme von David auf den ersten Alben noch ziemlich unausgereift präsentiert, steigerte sich das Potential bis zu diesem Album enorm. In der Kombination mit Martin Gore, der einfach ein unheimliches Gespür hat tolle Songs zu schreiben, sind hier perfekte und zeitlose Stücke enstanden wie z.B. Black Celebration, Stripped, here is the House, but not tonight, A Question of Lust, A Question of Time, usw.
Es gibt kein Song auf diesem Album, der nicht gelungen ist, und ich halte Black Celebration zusammen mit Violator für das beste Depeche Mode Alben ever.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die "Grufti"-Phase, 26. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Black Celebration (Audio CD)
VORWORT:

Vorschlaghämmer, in schwarzes Leder gehüllt und immer ernstere Blicke: Das waren Depeche Mode im Jahr 1986. Nach dem ersten großen Erfolg mit "Some Great Reward", fand die britische Band um Frontman Dave Gahan ihren Look. Hinzu kam die Beteiligung von Anton Corbijn, einem holländischen Fotografen, der mit Bildern von Joy Division anfing und sich über die Jahre einen guten Ruf erarbeitete. Das führte soweit, das er sich auch als Regisseur von Musikvideos einen Namen machte. Da er für das "A Question Of Time"-Video die Möglichkeit bekam, zum ersten Mal in Amerika zu drehen, willigte er ein und ließ Depeche Mode in einem verlassenen Haus darauf warten, das ihnen ein Motorradfahrer jede Menge Babys vorbeibringt. OK, trotz des netten visuellen Stils, war die Handlung des Clips ein wenig merkwürdig, doch immerhin führte es dazu, das Corbijn seit diesem Jahr eine wichtige Person im DM-Kosmos wurde...

BLACK CELEBRATION:

Neben Corbijn war es vor allem die Produktion des neuen Albums, welche der Band eine neue Richtung wies. Jeder bekam seine Rolle im Studio und erfüllte sie mit Tatendrang: während Martin L. Gore von nun an sämtliche Texte schrieb, brachten Dave Gahan und Andrew Fletcher Ideen für Samples ein. Alan Wilder wuchs hingegen immer mehr zum Soundtüftler heran, der, zusammen mit Produzent Gareth Jones und Labelchef Daniel Miller den Klang der Platte formte. Das Resultat markierte ein wichtiges Kapitel der Bandgeschichte. Im Gegensatz zum Vorgänger, der bisweilen noch zwischen verschiedenen Themen und Klängen schwankte, hatte man mit "Black Celebration" am Ende ein rabenschwarzes Konzeptalbum erschaffen.

Bereits der gleichnamige Titelsong begrüßt den Hörer mit einem dumpfen Klang wie aus dem Gewölbekeller, ehe Dave Gahan anfängt zu singen. "Fly on the Windscreen" knüpft nahtlos an, und sorgt mit seinen hypnotischen Drumbeats und dem eisigen Synthieklang für Gänsehaut. Nach diesen zwei "Monstern" folgt mit dem melancholischen "A Question of Lust", die erste Ballade. Gore steuert sowohl bei dieser, als auch bei den folgenden Nummern "Sometimes" und "It doesn't Matter Two" seinen Gesang bei. Nach einem schrägen Intro kommt auch Gahan wieder zum Zuge, und unterstützt mit seinem dunklen Bariton "A Question of Time", ehe das gesampelte Anlassen eines Porsches den Weg für "Stripped" ebnet. Vor allem die wunderschöne Melodie macht den Song bis heute zu etwas besonderem, obwohl er tempomäßig eher gemächlich rüberkommt. Dafür hämmert die Drumaschine gnadenlos den Rhytmus, was den Song aufregend macht.

Das Ticken einer Uhr entführt den Hörer in die Midtempo-Nummer "Here is a House", die mit einem starken Gerüst aus Bassline und Keyboardsounds ausgestattet ist. "World Full of Nothing", eine der für mich schönsten Gore-Balladen, folgt im Anschluss und berührt mit intensivem Text und traurigem Klang, ehe es zum Endspurt kommt. "Dressed in Black" klingt genauso schwarz, wie es der Titel vermuten lässt: Gahans Stimme wirkt gerade bei diesem Stück um Lichtjahre reifer, als wie man es nach seinen eher bescheidenen Anfängen auf den Alben "Speak & Spell" und "A Broken Frame" hätte erwarten können. Verabschiedet wird man schließlich mit dem starren "New Dress", welches sehr kühl und monoton wirkt, allerdings im positiven Sinn. Martin L. Gore ließ Jahre später verlauten es zu bereuen, den Text geschrieben zu haben, da er Lady Di in diesem den Vorwurf machte, ihre neuesten Kleider zu präsentieren, während um sie herum das Land im Chaos versinkt. All das war lange bevor Gore von ihrer Wohltätigkeitsarbeit erfuhr.

F A Z I T:

"Black Celebration" zelebriert im wahrsten Sinne des Wortes die Dunkelheit. Texte über Liebe, Verlust und das Leben als solches werden thematisiert. Hinzu gesellt sich ein bitterer Soundtrack, der auch im Jahre 2013 noch immer ziemlich unverbraucht klingt und nach wie vor fesselt. Das ich Konzeptalben sehr schätze, mag meiner Zuneigung für dieses Werk in die Karten spielen. Im Endeffekt ist es aber wohl einfach auch die Qualität, welche dieses Album so interessant macht.

Geteilter Meinung könnte man unter Umständen über den Sound sein. Es hallt doch sehr während der "Messe", vor allem bei Stücken wie "Sometimes" oder der Eröffnung mit "Black Celebration". Andererseits ist dieser hallige Grundanstrich wohl auch als Stilmittel eingesetzt worden, da ich mit Sicherheit etwas befremdet sein würde, wenn ich die Scheibe ohne diese ganzen Zischlaute und hallenden Echos hören müsste. Der einzige Song, mit dessen Refrain ich bis heute nicht warm geworden bin ist, "A Question of Lust". Letztendlich bedeutet dies jedoch keinen Punktabzug, da es eben nur kleine Stücke eines großen Kuchens sind, der einfach zu gut schmeckt, als das man sich an einzelnen Krümeln stören müsste.

Mit "Construction Time Again" fingen DM für mich zu atmen an. "Some Great Reward" waren dann so etwas wie die ersten Schritte, und spätestens mit ihrem fünften Werk "Black Celebration" war die Band erwachsen geworden. Die heute antiquiert wirkenden Alben, "Speak & Spell" und "A Broken Frame" hatten nichts mehr mit der Band gemein, die nun ihren Stil gefunden hatte. Sowohl vom optischen, als auch vom musikalischen Standpunkt aus betrachtet, waren Depeche Mode 1986 am Anfang ihrer Blütezeit. Trotz neuerer Einflüsse auf Scheiben wie "Music for the Masses", "Violator" und "SOFAD", war ein Grundrezept gefunden worden, welches die Ohren erfreute und dennoch weit entfernt vom Massengeschmack angesiedelt war. Ich persönlich kann es durchaus nachvollziehen, wenn die zahlreichen Fans von DM auch heute noch glücklich zu den "schwarzen Messen" (Konzerten) pilgern, dennoch bin ich der Meinung, das ihre Qualität auf Albumlänge seit "Playing the Angel" aufgebraucht ist. Sei's drum: Selbst wenn mich die aktuelle Musik von DM nicht mehr zu Begeisterungsstürmen veranlasst, so kann ich dennoch mit großem Interesse die neueste Biographie über sie lesen, und auch gewisse Alben werde ich immer wieder gerne hören :)
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