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St.Vincent
Format: Audio CDÄndern
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TOP 500 REZENSENTam 21. Februar 2014
Wenn man Annie Clark schon etwas länger folgt, fällt es schwer vor einem neuen Album nicht neugierig, gespannt und ein wenig aufgeregt zu sein. Egal ob Solo oder in Kollaboration mit anderen Musikern (ich kriege immer noch glänzende Augen wenn ich dran erinnere, wie ich das erste Mal 'Love This Giant' mit David Byrne im Herbst 2012 gehört haben), man kann sich eigentlich immer nur sicher sein, dass man etwas Neues kennen lernen darf. St. Vincent wirkt nicht nur wegen des Album Covers jetzt wie eine dieser verrückten Wissenschaftler aus Filmen und Comics, die mit großer Liebe zum Detail viel Bekanntes zu etwas Neuen zusammenbasteln.

Der Albumopener RATTLESNAKES verdeutlicht ihren Ansatz sofort. Über einem elektronischen Beat, der aus einem 80er Jahre Videospiel stammen könnte erzählt Clark die Geschichte ihres (realen) Wüstenerlebnisses, der Song endet dann im fast schon chaotischen Gitarrenchaos. Was auch sofort neben dem musikalischen Eklektizismus auffällt, ist dass Clark sich nicht zurückhält, auch kritische gesellschaftliche Themen zu vertonen. Die erste Single BIRTH IN REVERSE ist ein eindringlicher Weckruf gegen die allgegenwärtige Lethargie und das sich Einlullen lassen. DIGITAL WITNESS setzt sich mit dem Thema auseinander, wie Technologie immer mehr Kontrolle über uns erhält, auch dadurch dass es vielen gar nicht mehr möglich ist, sich Wohlzufüllen und Glücklich zu sein, wenn sie das nicht real time der ganzen Welt über Facebook, Twitter und Konsorten mitteilen können. All wird dargeboten umrandet von chaotischen Gitarren, den Blasinstrumenten, die aus der ‚Love this Giant‘ Session herübergerettet wurden, blubbernden Synthies und sogar manchen extrem funkigen Prince Gitarren. Selbst so liebliche Songs wie HUEY NEWTON, die fröhlich als Popsong beginnen, haben eine Sollbruchstelle, hier die plötzlich einsetzenden verzerrten Gitarren, die einen massiven Bruch zur süsslichen Schwere der ersten Songhälfte haben. Höhepunkt des Experimentieren ist BRING ME YOUR LOVES, tonnenschwerer Heavy Metal trifft auf türkisch anmutende Rhythmen. Was sich beim Lesen vielleicht etwas „krank“ anhört, beim Hören elektrisiert es sofort. Dieser musikalischen Box der Pandora steht Clark stimmlich natürlich nicht nach. Ihr Gesang verstärkt das Konfliktpotential der Songs, man weis nie, wie sie im nächsten Takt singt, ob sie gegen und mit ihren Gitarren schreit oder ob sie Sirenengleich wundervoll sanft die Ohren umgarnt.

Wer Clark und ihr Produkt St. Vincent schon immer mochte, wird auch das neue Album lieben. Wer sie noch nicht kannte, gerne einen kreativen und freien Geist kennenlernen möchte und bspw. von dem Mix aus Pantera und türkischer Folklore nicht abgeschreckt werden kann :-), der sollte genau wie diesem Album einsteigen und sich weiter nach hinten hören.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2014
Spätestens seit ihrer Zusammenarbeit mit der lebenden Legende David Byrne kann sich Annie Clark meiner besonderen Aufmerksamkeit sicher sein. Nicht nur als Musikerin, auch als Persönlichkeit hat sie mein Interesse auf sich gezogen. Man hört ihrer Musik förmlich an, dass sie sich offenbar viel mit dem Thema " Mensch und Maschine " auseinandersetzt, und das auf eine erfrischend intelligente, nüchterne Art. Es fällt auf, dass es schwierig ist, bekannte Musiker zu nennen, um zu beschreiben, welche Art von Musik sie macht. Man findet hochmodernen Elektro - Pop , kühl, distanziert, trotzdem zwingend, man hört geradezu klassisches, gekonnt inszeniertes Songwriting mit eingängigen Melodien, dann wieder brechen schon fast brachiale, infernalische Gitarrenklänge herein, bestens geeignet, jede Art von " Wohlgefühl " zu zerstören. Annie Clark ist nach meiner laienhaften Auffassung eine ambitionierte Platte gelungen, vielleicht gehört sie sogar zu jenen Musikerinnen, die die künstlerische Kraft haben, ihren eigenen musikalischen Kosmos zu schaffen. Die Zukunft wird es zeigen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. März 2015
Nach dem tollen Kollaborationsalbum „Love This Giant“ (2012) mit David Byrne, nun also wieder ein Soloalbum. Und ihr viertes, selbstbewusst nach sich selbst benannt, ist ihr bestes. Über ein Dutzend verschiedene Instrumente, weisen die Credits ihres Debütalbums aus, hatte sie selbst eingespielt. Die Multiinstrumentalistin ist Künstlerin im postmodernsten Wortsinn. Ein bisschen war das bisher ihre vielleicht einzige Schwäche. Ihre Songs flirrten regelrecht vor übersprühendem Geist.

Beruhigt hat sie sich zum Glück nicht auf „St. Vincent“, aber sie vermag es so schön wie noch nie, ihre Kräfte zu bündeln. „St. Vincent“ ist eine wahre Rhythmusexplosion. Zudem erhält die Rock-Gitarre endlich ihren verdienten Platz in Annie Clarks Sound. Die formidable Gitarristin arrangiert ihre Rhythmen um kräftige Riffs, die dennoch zu keinem breitbeinigen Gepose werden. Stampfen („Regret), Schütteln („Rattlesnake“), Grooven („Digital Witness“): die Annie packt wieder alles aus, aber die E-Gitarre führt uns sicher durch die Achterbahn einer künstlerischen, aber längst keiner abgehobenen Welt. St. Vincent, ein normaler Mensch, der keine Angst hat, das zu dokumentieren: „Oh what an ordinary day / Take out the garbage, masturbate“, beginnt die Single „Birth In Reverse“ programmatisch.

Liebenswerte Melodien, clevere Instrumentierung („Psychopath“), entwaffnende Ehrlichkeit („I Prefer Your Love“) – Annie Clark ist zum Verlieben gut geworden.

MQ
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Februar 2014
Annie Clark meldet sich nach erfolgreicher Kollaboration mit David Byrne auf „Love This Giant“ (2012) mit ihrem mittlerweile vierten Studioalbum zurück: Das selbstbetitelte „St. Vincent“ soll eine „Partyplatte, die man auf einer Beerdigung spielen könnte“ sein. Schräges Konzept? Gerne.

Ganz spurlos hinterließ sie die Zusammenarbeit mit Byrne nicht: Das ehemals brünette Haar ist nun ein grauer Lockenschopf und auch modisch scheint die 31-jährige Clark in eine neue Persona geschlüpft zu sein. Bestes Beispiel: Das brilliante Video zur zweiten Single „Digital Witness“, auf dem sich musikalisch nun einige Hörner und Bläser dem gewohnten Sound hinzufügen. Die Drums klingen frischer und satter denn je, hierfür sorgen die Schlagzeuger Homer Steinweiss (The Dap-Kings) und McKenzie Smith (Midlake). Aber keine Angst, die Gitarre ist immernoch da - wer St. Vincent für den Sound der Vorgänger Alben liebt, wird vom Neuling bestimmt nicht enttäuscht sein.

Während auf „Strange Mercy“ (2011) Midtempo-Songs dominierten, gibt es diesmal eine Handvoll temporeichere Stücke. Das demonstriert nicht nur die erste, eingängige Single „Birth In Reverse“: Der Starter „Rattlesnake“ triumphiert mit funkigen Chören und Synths, während Clark von einer Klapperschlange erzählt, die ihr während eines kleiderlosen Spaziergangs in der weiten Natur auflauerte - eine wahre Geschichte - man glaubt es kaum! Diese schrägen, aber zugleich smarten Lyrics über meist persönliche Ereignisse, verpackt sie gelungen in zugängliche Pop-Gewänder und sorgt damit für Spaß beim Folgen und Zuhören.
So auch in der halluzinierten Begegnung mit „Huey Newton“. Hier verarbeitet Clark die Wirkung eines Medikaments gegen Jetlag, dessen Wirkung durch Wachbleiben statt empfohlenem Schlafen in eine falsche Richtung entwickelte. „Feelings, Flashcards, Fake Knife, Real Ketchup“ fantasiert sie in einem der vielschichtigsten Momente der Platte, der mit verspielter Nachdenklichkeit beginnt und mit aggressivem Gitarrenriff explodiert.

Die langsamen Stücke funktionieren ebenfalls wunderbar, allen voran die funk-souligen Balladen „Prince Johnny“ und „I Prefer Your Love“ oder das One Take „Severed Crossed Fingers“ – der schöne Abschieds-Blues des Albums. Trotz des wechselnden Tempos hält die Stimmung des Albums stets eine gewisse Optimistik inne und könnte somit dem erklärten Ziel einer tragischen Partyplatte durchaus gerecht werden. Für konkrete Anspieltipps kann ich mich kaum entscheiden und Aussetzer lassen sich nicht ausmachen - also einfach mal im Ganzen Anhören. 5 Sterne!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
“I was thinking of a party record you could play at a funeral, something that has emotional weight that also had a great groove to it.” Mit solch einem Satz als Einstieg kann man nicht viel falsch machen. Annie Clark alias St. Vincent hat so kürzlich der Musikplattform Under The Radar auf die Frage geantwortet, wie zum Teufel sie es denn geschafft habe, die großen, essentiellen Fragen der Menschheit – also ungefähr: Wer sind wir und wohin geht’s mit uns? – in ein Format zu packen, das bei allem Ernst auch noch so verdammt sexy und unterhaltsam zu klingen vermag. Nun hat sie damit schon eine gewisse Übung, sie macht solches schließlich nicht zum ersten Mal. Schon der Vorgänger aus dem Jahr 2011 „Strange Mercy“ konnte mit den gleichen Zutaten punkten, auch hier wurde stets knapp am Siedepunkt gearbeitet, auch hier gab es diesen tricky abgemischten Elektrofunk zu hören, der auf dem aktuellen Album noch präziser, noch bissiger erscheint.

Clark schafft es also auch auf ihrer vierten Platte, die Zartheit ihrer Stimme, ihrer Erscheinung mit dem nervösen, ruhelosen Mashup aus Rock, Jazz und Funk zu jener faszinierenden Mischung zu verbinden, die selbst den Zuhörer zur Kurzatmigkeit treiben kann. Zusammen mit neuen und alten Bekannten, also Homer Steinweiss von den Dap Kings, Bobby Sparks, Daniel McFerrin und Midlakes McKenzie Smith hat sie sich gleich im Anschluss an ihre Arbeit mit David Byrne und „Love This Giant“ an diese elf Songs gemacht und neben ein paar guten sind ihr dabei auch richtige Juwelen gelungen. Schon die beiden Eröffnungsstücke „Rattlesnake“ und „Birth In Reverse“ zucken und pulsieren famos, die Klapperschlange steht im Übrigen für das Unvermögen von Stadtmenschen (wie ihr selbst auch), sich auf die oft herbeigesehnte Ursprünglichkeit der Natur auch vorbehaltlos einzulassen – am Ende rennt man doch in panischer Angst vor dem kleinsten, fremden Geräusch zurück in die zivile Wohlstandsmühle.

Auch ihre Gedanken zur rasanten Wesensveränderung des mediengeplagten Menschen („All of our senses now are mediated by screens, and all the information is essentially flat and non-curated for the most part”, UtR) platziert sie zwischen lässige, spotzende Beats und satte Bläsersätze – „Digital Witness“ geht ebenso direkt in die Beine wie „Psychopath“ und der vertrackte Pop von „Every Tear Disappears“. Wenn Clark ihrer Freakness mal eine kleine Auszeit gönnt, dann croont sie zu schwelgerischen Streichern und souligem Backround, dann geht es um schmerzhafte Erfahrungen mit engen Freunden („Prince Johnny“) und die Beziehung zur eigenen Mutter („I Prefer Your Love“) – auch hier möchte man ihr bereitwillig folgen. Eine längere Erholungspause, so sagt sie, wäre gar nicht nötig, schließlich mache ihr Musik so viel Spaß, dass sie keine Zeit für andere Dinge zu verschenken hätte. Wer dieses Album hört, der möchte ihr das gerne glauben. mapambulo:blog
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am 22. März 2014
Great album and fantastic artist. I had the pleasure to see her in concert and she did not disappoint. Great addition to my collection.
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