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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gnadenloser Sturz ... mit Dialogwitz!
Der Plot ist schlicht: Park Avenue Frauchen Jasmine, gespielt von Cate Blanchett, sieht sich plötzlich mit dem Verlust ihres gesamten Vermögens konfrontiert und muss notgedrungen bei Schwester Ginger in San Francisco einziehen. Die arbeitet als Kassiererin im Supermarkt, turtelt mit vermeintlichen Losern und kann der Luxus gewohnten Jasmine nur ein Klappbett in...
Vor 4 Monaten von DoK veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen kein schlüssiges Ende
Alle äußeren Parameter sind super: geniale Schauspieler (!), gute Musik, Kostüme etc, alles genial und sehenswert. Nur den Film an sich fand ich merkwürdig. Die Geschichte von einer psychisch kranken Frau eines steinreichen Mannes, der sie die ganze Zeit betrügt, und welche nun von der damals niederen Schwester aufgenommen wird, damit sie sich...
Vor 2 Monaten von Regina veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gnadenloser Sturz ... mit Dialogwitz!, 8. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Blue Jasmine (DVD)
Der Plot ist schlicht: Park Avenue Frauchen Jasmine, gespielt von Cate Blanchett, sieht sich plötzlich mit dem Verlust ihres gesamten Vermögens konfrontiert und muss notgedrungen bei Schwester Ginger in San Francisco einziehen. Die arbeitet als Kassiererin im Supermarkt, turtelt mit vermeintlichen Losern und kann der Luxus gewohnten Jasmine nur ein Klappbett in der ohnehin beengten Bude anbieten. Cate Blanchett spielt diese Gefallene als überhebliches Irrlicht, das den Schock, sich mit einem Mal in der Welt der Normalsterblichen zu befinden, partout nicht verdauen will. Bis zuletzt hält sie an der naiven Hoffnung fest, alles könne sich wieder zum Guten wenden. "Blue Jasmine" erfindet das Rad nicht neu. Dennoch gelingt Woody Allen hier ein fabelhafter Film. Das Kunststück ist, wie Allen den gnadenlosen Sturz seiner Hauptfigur mit charmantem Dialogwitz abzufedern weiß. Zudem trumpft der Streifen mit einer fantastischen Cate Blanchett auf: Die müden, ewig tränengefüllten Augen lassen erahnen, wie schwer Jasmine an ihrer Situation trägt. Die drohende Verzweiflung ist ein ständiger Begleiter, den sie mit ordentlich Tabletten und Alkohol im Zaum zu halten versucht. Ihre Jasmine ist ein Wrack. Ein derartiges Eingeständnis käme jedoch der Kapitulation gleich. Daher bemüht sie die letzten Kräfte, schmeißt sich in die spärliche Auswahl an Haute Couture, die ihr geblieben ist, und zieht in die aussichtslose Schlacht, ihr altes Leben zurückzugewinnen. "Blue Jasmine" ist fraglos einer der besten, weil überraschend kompromisslosesten Allen-Filme der letzten Jahre. Eine heitere Tragödie und eine sensationelle One-Woman-Show für Cate Blanchett.
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53 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blue Moon (reine Filmrezension), 7. Januar 2014
Von 
Helga Kurz "Helga Kurz" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Blue jasmine [FR Import] (DVD)
Now, I'm no longer alone
Without a dream in my heart
Without a love of my own

Cate Blanchetts Auftritt als Jasmine im neuen “Woody Allen” ist fulminant. Knapp 100 Minuten dauert ihr Parforceritt aus der Welt der Superreichen, die über der Upper East Side schweben, bis hin zum glanzlosen Aufenthalt im kleinbürgerlich-schnuggeligen Appartement ihrer bis zur Blödheit großzügigen Schwester, bei der sie flügellahm unterkriecht und in etwa so gut hinpasst wie ein zerzauster weißer Schwan, den man den natürlichen Lebensraum entzogen hat. Immerhin hat ihr Mann Schwester und Exschwager um viel Geld gebracht, wenn auch 200.000 Dollar für den Millionenbetrüger nur Peanuts waren. Häufige Rückblenden zeigen ihre parasitäre Existenz in New Yorks Penthäusern mit Blick auf das Grün des Central Parks oder in Hamptons-Villen, wo man sich mit Seinesgleichen mit einem Drink, immer mit einem Drink, am Pool räkelt, reitet und Kunst sammelt, vielleicht auch Oldtimer oder beides, bis das Interesse erlahmt und Neues angesagt ist. Soziales Engagement als Feigenblatt ist die Sache der Ehefrauen, das Business der Charity-Ladies. Auf den Bühnen von Benefizveranstaltungen haben sie einmal mehr Gelegenheit, in exklusiven Klamotten, erworben auf Shoppingtouren in Paris und anderswo, zu glänzen. Nun, für Jasmine ist auch das vorbei. In ihren mit Monogrammen verzierten Louis-Vitton-Koffern befinden sich noch ein paar Chaneljäckchen und andere Klamotten, die jede haben kann, wenn sie die richtige Kreditkarte in die Fingerchen bekommt und jeder stehen, die das passende oder passend gemachte Figürchen dafür mitbringt. Und schon macht man etwas her, das Auge dominiert gerne über den Verstand. Jasmine ist nichts und war jahrelang nichts weiter als ein hohles Anhängsel ihres Mannes, eines Finanzhalunkens, der mit heißen, gierigen Händen Schneebälle aus veruntreuten Geld formte und damit jonglierte, bis sie schmolzen und er sein Leben lieber wegwarf als die Zeche zu bezahlen. Wer will schon 150 Jahre im Gefängnis zubringen, unkomfortabel und auf einer Fläche, die dem Gärtner noch nicht einmal fürs Gartengerät ausreichend erschienen wäre? Pech für Jasmine, die nicht erkannte, nicht erkennen wollte, dass ihr goldener Mond nur eine Scheibe Blech war, die fernes Licht reflektierte. Aber ohnehin war der aalglatte Gatte schon vor dem Zusammenbruch aus den üblichen Gründen auf dem Sprung in ein anderes Leben, was seinen Absturz nur beschleunigte. Bis zu diesem Punkt war die goldfarbene Jasmine eine banale Gestalt. Dass sie zu Blue Jasmine wurde, zur tragischen Figur, hat sie der Persönlichkeit und der facettenreichen Kamerapräsenz Cate Blanchetts zu verdanken und Woody Allen, dass sein Film nicht ins Tragisch-Kitschige abrutscht. Die klischeebefrachtete Handlung hätte das durchaus hergegeben.

Keine Frage, Woody Allen hat ein Händchen für seine Besetzungen, insbesondere für seine weiblichen Hauptdarsteller. Und, klar, schon lange hat er die Qual der Wahl. In einem Interview bekannte Cate Blanchett, dass sie sofort zusagte, als Woody Allen bei ihr anrief, ohne auch nur eine Ahnung vom Drehbuch zu haben. Woody Allen und seine Frauen, das bedeutet oft, nicht immer, großes Kino. Et voilà, dies ist Kate Blanchetts Show. Alle anderen, durchweg gut besetzte Rollen, sind dazu da, ihr den Ball zuzuspielen. Und sie ist die Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs, die mit viel Alkohol und Psychopharmaka ihr total aus dem Ruder gelaufenes Leben unbeholfen zu meistern versucht. Cate Blanchetts Darstellung der Jasmine ist sehenswert. Die Bandbreite reicht von der schönen Gastgeberin über die Furie bis hin zu einer so zerbrechlich wirkenden Frau, dass man es nicht einmal wagen würde, sie mit dem Finger anzutippen. Ihr Gesicht leuchtet, ist schön und fotogen und dann wieder matt und durchsichtig bis zur Unscheinbarkeit. Sie ist die Frau, die das Leben, das sie hat, nicht meistern und das Leben, das sie hatte, nicht bezahlen kann. Noch nie konnte, den Jasmines Fähigkeiten stehen in keinem auch nur annähernd vernünftigen Verhältnis zu ihren Ansprüchen. Früher genügten fatale Unterschriften auf Verträgen, mit denen ihr Mann ihr beiläufig vor der Nase herumwedelte und gefällige Repräsentation der Luftschlösser, in denen sie lebte. Nicht nur sie kokettiert mit ihrem Unwissen über die finanziellen Machenschaften ihres smarten Tycoons, das tun die anderen Weibchen auch, aber sie trifft es und puff – ist das edle Umfeld verschwunden, als ob es nie existiert hätte. Noch einmal scheint sie Glück zu haben, schafft es beinahe, sich mit Lügen, Anmaßung und Selbstverleugnung einen ehrgeizigen Diplomaten zu angeln, der vermögend und noch dazu jung und charmant genug ist, darüber hinaus Witwer und kinderlos. Noch einmal scheint sie das große Los gezogen zu haben, das sie von den Zumutungen der realen Welt schützen kann. Aber natürlich wird daraus nichts, das hätten wir Woody auch fürchterlich übel genommen. Wie die Zukunft von Jasmine aussieht, wissen wir nicht. Vielleicht kommt sie durch, vielleicht auch nicht. Woody Allen und wir verlassen sie, als sie, immerhin noch in Edelklamotten, aber mit wirrem, nassem Haar, auf einer Parkbank sitzt und wieder einmal redet und redet. Aber es ist niemand da, der ihr zuhört. Sie ist alleine und hat noch nicht einmal sich selbst.

Mit diesem Film ist Woody Allen nach Amerika zurückgekehrt, das für ihn immer New York ist. Virtuos verlagert er in seiner Figur Jasmine die Upper East Side, die auch er bevölkert, an die Westküste Amerikas. Das hat Charme und das gelingt ihm ausgesprochen gut. Seine Ironie ist in kleinen Details versteckt. Die Golden Gate Bridge ist da, aber die Perspektive ist nicht die übliche. Man sieht sie aus einem touristisch ungewöhnlichen Blickwinkel, halb verdeckt von Felsen, gleicht sie einer Fata Morgana. Der Stadt wird keine dominierende Rolle eingeräumt. Hübsch auch das Bücherregal in der Partyszene, in dem ein Buch über Alfred Hitchcock auffällig präsentiert wird. Eine elegante Verbeugung vor einem ebenbürtigen Kollegen. Allens latent fatalistischer Blick fällt zeitgeistgemäß auf die Schicht der Superreichen, die bereits im negativem Focus seines Publikums steht. Hier kann er sich seiner Zustimmung sicher sein, falls das für ihn noch wichtig ist. Die Anspielung auf den Fall Madoff, der einst auch in der Gesellschaft der Upper East Side mitmischte, dürfte gewollt sein, wenn auch Madoff sich nicht das Leben nahm, (wohl aber sein Sohn). Dieser tiefe Fall in unmittelbarer Nachbarschaft dürfte für manche Erschütterungen in den Penthäusern gesorgt haben. Es fällt schwer, Woody Allens diesbezüglichen Dementis Glauben zu schenken.

Was zudem auffällt, ist eine gewisse pittoresk anmutende Sozialromantik oder auch nur Unbedarftheit im Hinblick auf die Stilisierung der „Unterschicht“, von der Allen gewiss nur ein paar wolkige Vorstellungen hat. Aber vielleicht wollte er seine Jasmine dann doch nicht dahin schicken, wo alleinerziehende Supermarkt-Verkäuferinnen tatsächlich wohnen. Es ist eben doch nur Kino, aber unterm Strich eben lohnenswertes.

Helga Kurz
7. Januar 2014
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbarer Film - trauriges Drama (reine Filmrezension), 5. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Blue jasmine [FR Import] (DVD)
Woody Allens Filme (wie z.B. Match Point) haben gerne eine zentrale Figur, die eine Entwicklung durchmacht, in welche Richtung auch immer.

So auch in Blue Jasmine, gespielt von der hervorragenden Cate Blanchett. Jasmine ist nicht ihr richtiger Name, aber sie fand ihn schöner, passender als ihren eigenen, womit schon viel gesagt ist über sie. Anfangs sitzt sie im Flieger und textet ihre Sitznachbarin über ihr vergangenes Leben zu, dass diese am Ende kopfschüttelnd flüchtet. Jasmine sitzt natürlich in der Ersten Klasse, obwohl sie sich diese gar nicht mehr leisten kann. Die Geschichte ihres Untergangs wird in Rückblenden erzählt. Ihr Mann, Hal, (immer wieder gut der etwas schmierige Alec Baldwin) hat ein Vermögen gemacht und wieder verloren. Im Gefängnis begeht er Selbstmord. Nun steht Jasmine da, und das einzige, was ihr einfällt, ist, zu ihrer Schwester an die Westküste zu fliegen. Die ist Kassiererin in einem Supermarkt, kann sich nicht entscheiden, mit ihrem Freund zusammen zu ziehen und lebte bisher in einer anderen Welt als ihre Schwester Jasmine, deren Hauptanliegen es während ihrer komfortablen Ehe war, Dinnerparties auszurichten. Da prallen nicht nur zwei grundverschiedene Charaktere aufeinander, sondern auch Welten.

Jasmine ertränkt ihren Kummer in einer Menge Alkohol, trotzdem gelingt es ihr, bei einem Zahnarzt einen Job zu ergattern. Für sie eine Sache, die sie sich früher in ihrem schlimmsten Träumen nicht gedacht hätte. Dann lernt Sie Dwight kennen, einen vielversprechenden Mann, der Aussichten hat auf eine Politikerkarriere.

Die Kamera ist Jasmine immer auf den Fersen, erfasst jede Regung im Gesicht, jedes Drama, das sich hinter der lange gefassten Mine abspielt. Für mich gibt es zwei Geschichten in diesem Film: Die erste ergibt sich aus den Rückblenden und ist fast wie beiläufig erzählt, hat es aber in sich. Die zweite ist die der Jasmine in der erzählten Gegenwart.

Sehr gutes Kino, tolle Schauspieler auch für die kleineren Rollen. Wunderbarer Film. Empfehlenswert.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die doppelte Luftblase, 7. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Blue jasmine [FR Import] (DVD)
Woody Allen hat wieder zu alter Größe zurückgefunden. Mit diesem Film ist ihm das, was ihn zu einem ganz Großen gemacht hat, erneut gelungen. Viel Wortwitz und Situationskomik, die immer wieder durch psychologischen Tiefgang unterbrochen werden. Menschlich anrührende Erkenntnisse bewegen den Zuschauer zu verständnisvollem Kopfnicken. Die Figuren, vor allen Dingen die großartige Titelheldin Cate Blanchett (eigentlich eine Anti-Heldin), liegen quasi bei Woody auf der imaginären Couch. Was Cate hier abliefert ist der Höhepunkt ihrer bisherigen schauspielerischen Karriere. Eine Seelenschau, in der sie immer wieder gegen Wände läuft, weil sie sich selbst im Weg steht. Die großartige Mimik gekennzeichnet von Alkohol- und Tablettenkonsum verdeutlicht ihren Tunnelblick.
Das geniale Drehbuch vergleicht die kapitalistische Luftblase an der Börse, der ihr Ehemann Alec Baldwin zu Opfer fällt, weil seine verbrecherischen Methoden von einer gewissen Zockermentalität bestimmt werden, mit dem ganz persönlichen menschlichen Fiasko dieser Frau. Ihr wäre fast ein erneuter Aufstieg zu gesellschaftlicher Anerkennung geglückt. Geplatzt!
Überraschend gut gecastet ist hier Sally-Happy-Go-Lucky-Hawkins als ihre Schwester Ginger. Sie ergänzt als Antipode in hervorragender Weise Jasmine, weil sie noch etwas mehr geerdet ist, obwohl auch nicht gerade vom Erfolg verwöhnt. Bleibt noch die Feststellung, dass Woody Allen hier nicht nur präzise sondern hoch aktuell ist. Genial nahe am Puls der Zeit.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blu-ray im Test!, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Blue Jasmine (inkl. Digital Ultraviolet) [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Story: Die versnobte High-Society-Diva Jasmine muss nach dem Ehe-Aus mit dem Geschäftsmann Hal zu ihrer Schwester Ginger nach San Francisco ziehen, da Sie komplett pleite ist. Ihre Schwester führt eher ein ruhiges und einfacheres Leben und das fällt Jasmine ziemlich schwer. Nicht nur das Sie selber mit sich redet und mehr als nur ein Glas trinkt, kommt Sie mit der gesamten Situation nicht zu recht. Damit Sie wieder eine Aufgabe in Ihrem Leben hat, geht Sie arbeiten und lernt bei einer Party einen reichen Diplomaten kennen.
"Blue Jasmine" ist nicht wie auf der Rückseite des Covers beschrieben "Lustig" - es handelt sich hierbei um keine Komödie! Zum Glück wusste ich dies schon vorher, dass es mehr Drama als Komödie ist und so kann man sich vollkommen dem Film verschreiben. Die Geschichte ist traurig und faszinierend zu gleich. In Rückblenden wird der große Fall von Jasmine erzählt und es ist ab und an lustig sowie traurig Ihr zuzusehen, wie Sie immer weiter fällt und fällt. Zudem kommt noch Ihr Hochnäsigkeit hinzu, damit der Schein gewahrt wird. Für mich persönlich hat Cate Blanchett Ihren Oscar mehr als verdient und spielt Jasmine perfekt und in jeder Sekunde überzeugend. Auch der restliche Cast ist sehr gut ausgewählt - vor allem Sally Hawkins als Ihre Schwester. 5 Sterne

Das Bild: In meinen Augen ist alles perfekt. Der Detail- und Schärfegrad ist von Anfang bis Ende vorhanden ohne Schwankungen, die Farben sind kräftig und natürlich, der Kontrast und Schwarzwert ist perfekt. Etwas Negatives ist mir nicht aufgefallen. 5 Sterne

Der Ton: Dieser liegt in Deutsch DD 5.1 und Englisch in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Wie die meisten Woody Allen Filme besteht auch "Blue Jasmine" hauptsächlich aus Dialogen. Die Dialoge sind immer ohne Probleme zu verstehen, auch wenn Cate Blanchett extremst lallt. Die immer wieder kommende musikalische Untermalung bringt etwas Dynamik und mehr Boxeneinsatz aber das ist eher selten der Fall. 5 Sterne

Die Extras: Leider kein Wendecover, eine Blu-ray-Hülle, die in der Vorder- und Rückseite Aussparungen hat (ökologischer?!) und eine Digital Ultraviolet Copy. Auf der Blu-ray-Disc gibt es noch ein kurzes Featurettes "Notizen vom roten Teppich" das ruhig länger als ca. 6 Minuten gehen hätte können. Auch "Pressekonferenz mit den Darstellern" mit ca. 25 Minuten (Cate, Peter und Andrew im Gespräch) hätte länger sein können, da man gute Einblicke in die Entstehung des Filmes bekommt. 4 Sterne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jasmines Welt..., 9. Juli 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blue Jasmine (DVD)
Die Hauptdarstellerin Cate Blanchett erhielt für ihre Rolle als "Blue Jasmine" einen Oscar, aber auch alle anderen Akteure des Ensembles in Woody Allens Horrormovie aus dem Hochkapitalismus sind gut gewählt und spielen ihre Rollen sehr glaubwürdig. Die Britin Sally Hawkins (We want Sex, HappyGoLucky) erhielt auch eine Nominierung für die beste Nebenrolle, musste sich allerdings von Lupita Nyong'o geschlagen geben. Auch Woody Allen verlor beim besten Originaldrehbuch gegen Spike Jonze und "Her". Erzählt wird die Geschichte der High Society Lady Jeanette "Jasmine" Francis (Cate Blanchett), die finaziell durch Ehemann Hal (Alec Baldwin) zu den oberen 10.000 gehörte und ein unbeschwertes Luxusleben führen konnte. Ganz anders ihre Schwester Ginger (Sally Hawkins), die an der Westküste in einfachen Verhältnissen lebt, geschieden ist und zwei Kinder hat. Ginger gerät nach Meinung von Jasmine immer an die falschen Typen, nach ihrem erstern Mann Augie (Andrew Dice Clay) ist sie jetzt mit Chill (Bobby Canavale) verlobt. Nun ist Jasmine mittellos, ihr Mann kam wegen dubioser Betrugsgeschäfte ins Gefängnis und der Reichtum gehört der Vergangenheit an. Sie hat nicht mal mehr eine Bleibe und so fliegt sie von New York nach San Francisco, um bei ihrer Schwester unterzukommen und ein neues Leben anzufangen. Doch es gelingt Jasmine nur schwer sich vom einstigen Luxusstatus zu trennen, sie fliegt - obwohl mittellos - in erster Klasse und ein Job in einem Einkaufszentrum wäre doch eine große Schande. So ist das Ziel definiert: Sie will Innenarchitektur studieren - online. In Rückblenden nimmt der Zuschauer Anteil am Schicksal dieser Frau, die psychisch sehr angeschlagen ist. Um der Realität zu entfliehen wirft sie sich ständig die Angstlöserpille Xanan ein und langsam wird das Ausmaß der persönlichen Katastrophe sichtbar...
Woody Allen wird im nächsten Jahr bereits 80 Jahre alt und seine Filmographie ist voll von Klassikern. Dabei war sein Werk in den 70er bis in die frühen 90er wahrscheinlich um einiges geschlossener, nach "Geliebte Aphrodite" fand ich seine Filme weniger interessant. Erst mit seinem Thriller "Match Point", eine Art in London spielendes Remake von "Verbrechen und andere Kleinigkeiten" fand er zur gr0ßen Qualität seiner früheren Filme zurück. Es folgten die Städtetouren "Vicky Cristina Barcelona", "Midnight in Paris" oder "To Rome with Love".
"Blue Jasmine" geht wieder eher in die Richtung seiner ernsthaften Psychogramme wie "Interiors" oder "Eine andere Frau" zurück, ist aber in der Struktur nicht als Drama angelegt, sondern seinen Reiz aus dem Unterhaltungswert der Geschichte gewinnt. Dabei hält Allen geschickt die Balance zwischen Verzweiflung und Humor, in den besten Momenten ist der Film einfach sehr nah am Leben. Cate Blanchett als Frau, deren soziale und gesellschaftliche Stellung dramatisch ins Bodenlose sinkt, ist dabei zwar eine tragische Figur - aber man nimmt die Wahrscheinlichkeit mit, dass sich die Frau, obwohl völlig durchgeknallt, auch wieder sehr schnell von 0 auf 100 aufrappeln kann, wie die kleine Episode mit Peter Saarsgaard zeigt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tabletten, Lügen, Alkohol., 22. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Blue Jasmine (DVD)
Irgendwie ist das die Welt von Jasmine(Cate Blanchett). Nach ihrem High-Society-Snob-Leben als Gattin des Imobilienhais Hal(Alec Baldwin) ist Jasmine bis auf den Bodensatz im Glas des Lebens abgestürzt. Pleite, kein Kontakt mehr zum Stiefsohn, der Ex verhaftet und mittlerweile tot, dazu keine Perspektive und ein respektables Tabletten- und Alkoholproblem. Jasmine ist am Ende. Der Wunsch, das Studium wieder anzufangen ist nicht mehr als eine letzte Lüge gegen sich selbst. So verlässt Jasmine New York und zieht bei ihrer Schwester Ginger(Sally Hawkins) in San Francisco ein Ginger ist das genaue Gegenteil von Jasmine. Kassiererin im Supermarkt, einfach, mit dem Autoschrauber Chili(Bobby Cannavale) zusammen. Als Jasmine noch reich war, wollte sie mit Ginger nichts zu tun haben. Jetzt sieht das anders aus. Ginger will Jamsine helfen. Aber mehr als ein Job beim Zahnarzt springt da nicht heraus. So muss sich die Upper Class Frau vergangener Tage durch den „Dreck des Alltags“ wühlen. Ein Experiment, das eigentlich nicht gut gehen kann...

Das Cate Blanchett für diese Rolle den Oscar abgeräumt hat, dürfte nicht verwundern. Der Charakter Jasmine bietet einer guten Schauspielerin unglaubliche Möglichkeiten, ihr Talent zu zeigen. Cate Blanchett tut genau das. Ansonsten ist Woody Allens Ausflug in die Welt der Schönen und Reichen New Yorks, mit dem Nebenschauplatz des „wirklichen Lebens“ in San Francisco, ein gelungener Abriss des alltäglichen Wahnsinns geworden. Natürlich ist -Blue Jasmine- dialoglastig; so wie die meisten Allen-Filme. Unterlegt werden Allens Bilder von feinster Blues- und Jazzmusik. Es gibt skurrile Momente und die Einsicht, dass Lügen kurze Beine haben. Neben Blanchett sind es für mich vor allem Bobby Cannavale und Alec Baldwin, die in ihren Rollen überzeugen.

Wer Woody Allen Filme mag, wird mit -Blue Jasmine- seine Freude haben. Wem der Altmeister des gepflegten Smalltalks viel zu kopflastig ist, der wird dieses Problem auch bei -Blue Jasmine- haben. Ein Meisterwerk, wie z.B. -Manhatten- ist -Blue Jasmine-, jedenfalls meiner Meinung nach, nicht. Aber: Ein Stück guter Unterhaltung mit einer feinen, detaillierten Beobachtung all unserer Schwächen und Stärken ist der Film alle mal.
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5.0 von 5 Sternen Verschiedene Welten begegnen sich, 13. Juni 2014
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Blue Jasmine (DVD)
Das Ehepaar Jasmine und Hal lebte mit ihrem Sohn in der New Yorker Upper Side im Wohlstand. Hal war Investmentbanker und verdiente gut. Nach der Verhaftung von Hal geht das gesamte Vermögen verloren und Jasmine sucht Unterschlupf bei ihrer Adoptivschwester Ginger in San Francisco. Der erwachsene Sohn geht eigene Wege und verschwindet aus Jasmines Leben.

Das neue Leben in der enge spartanischen Wohnung mit einer Schwester, die gänzlich anders tickt, ist nicht einfach für Jasmine. Ihre ersten Gehversuche in der realen Welt scheitern. Dann trifft sie auf einer Party den Diplomaten Dwight mit politischen Ambitionen und sieht in ihm die Chance in ihr altes Leben zurück zu kehren.

Die traurige Geschichte wird mit einer wohldosierten Portion Humor etwas erträglicher. Dialoge und schlüssige Handlungen erschaffen interessante Charakteren. Überraschende Ereignisse sorgen für Aufmerksamkeit. Gut ausgestattete Szenenbilder verwöhnen das Auge und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspieler liefern eine sehenswerte Tragikomödie.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker Film, kontrastreiche Handlung, 27. Juni 2014
Von 
artmano (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blue Jasmine (Amazon Instant Video)
Es ist ein großartiger Film mit großartigen Schauspielern, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat.
Wenn ich anfangs noch das Gefühl hatte, es könnte eine humorvolle, leicht dahinfließende Geschichte werden, musste ich bald bemerken, dass sie eher einen beschwerten, depressiven Grundton hat.
Cate Blanchett spielt ganz hervorragend die enttäuschte, verwöhnte Lady aus der besseren NewYorker Gesellschaft, die sich in bescheidenen Verhältnissen eine neue Existenz schaffen muss. Und sie zeigt sehr überzeugend fast durchgängig (mit Ausnahme der häufigen Rückblenden) eine herbe, fast schon bittere Miene, die den pessimistischen Verlauf der Ezählung akzentuiert.
Der Schauplatz ist diesmal San Francisco, und da konzentriert er sich, der Handlung entsprechend, nicht gerade auf die glanzvollen Seiten der Stadt.
Die Geschichte ist interessant konstruiert. Da sind zunächst die Kontraste zwischen jetzt und früher, die durch viele eingestreute Rückblenden entstehen. Und da sind die Kontraste zwischen den beiden unterschiedlichen Schwestern Jasmine und Ginger, ihren Persönlichkeiten und Lebenserwartungen. Der Film hat viele turbulente und komische Szenen, er ist unterhaltsam, wie man es von Woody Allen erwartet, der nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben hat. Aber er entlässt den Zuschauer in nachdenklicher Stimmung.

Ich habe den Film in der digitalen Fassung zum Download gekauft und vermisse die Möglichkeit, ihn außer auf deutsch auch in der Originalsprache abzuspielen. Er bietet übrigens einen wunderbaren Soundtrack mit bekannter Jazzmusik.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugende Schauspielkunst, 11. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blue Jasmine (Amazon Instant Video)
Ein beeindruckender Film mit einer wunderbaren Cate Blanchet. Alec Baldwin in seinem besten Rollenfach. Absolut glaubwürdig.
Sehr empfehlenswert. Allerdings harte Kost, bleibt im Kopf...und lohnt wiederholtes Anschauen.
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