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123 von 139 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas wirre Kollektion von Covern, Outtakes und Neuaufnahmen bekannter Songs, aber deutlich besser als erwartet
Bewertung: 4 Sterne

Kurzversion: Meine Erwartungen bezüglich dieses Albums waren nicht besonders hoch. Diese wurden jedoch deutlich übertroffen. Eine etwas wilde, stückwerkartige Sammlung von teils leicht überproduzierten Songs ohne thematischen Zusammenhang, musikalisch äußerst abwechslungsreich, die aber bis auf den schwachen...
Vor 11 Monaten von Tramp69 veröffentlicht

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut aber kein Knaller
Auweia.......hier wird ja über die neue Scheibe diskutiert wie bei keinem anderen Album.....und das immer wieder unter der Gürtellinie...

Also ich habe nun 20 Umdrehungen durch und denke das ich mit drei Sternen da doch ganz gut liege?!
Das Album hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen, mir fehlt das Feeling von "born to run", die Gröller...
Vor 11 Monaten von BluesMichi veröffentlicht


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123 von 139 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas wirre Kollektion von Covern, Outtakes und Neuaufnahmen bekannter Songs, aber deutlich besser als erwartet, 10. Januar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Limited Edition) inkl. DVD (Audio CD)
Bewertung: 4 Sterne

Kurzversion: Meine Erwartungen bezüglich dieses Albums waren nicht besonders hoch. Diese wurden jedoch deutlich übertroffen. Eine etwas wilde, stückwerkartige Sammlung von teils leicht überproduzierten Songs ohne thematischen Zusammenhang, musikalisch äußerst abwechslungsreich, die aber bis auf den schwachen Start großen Spaß macht. Die auch bei mir vorhandene Skepsis gegenüber der Überpräsenz von Tom Morello war unbegründet, lange hat Springsteen dadurch nicht mehr so rockig geklungen. Der Sound/die Produktion klingt dank Producer Ron Aniello sehr frisch und modern, ist aber nicht unbedingt jedermanns Sache.

Lange Version: Es macht meines Erachtens wenig Sinn, dieses Album mit den 17 bisher erschienenen Bruce-Studioalben zu vergleichen. Jedes Album steht für sich und sollte als solches auch singulär bewertet werden, d.h. es macht m. E. wenig Sinn Meisterwerke wie Born to Run oder Darkness on the Edge of Town mit Übersongs wie Born to Run, Jungleland oder Racing in the Street mit Alben von heute zu vergleichen. Die Alben von Springsteen haben sich seit jeher vor allem dadurch ausgezeichnet, dass jedes Album anders war, das trifft erst Recht auch auf High Hopes zu. Letztlich ist diese Vielseitigkeit auch das, was mich als Fan an Springsteen so fasziniert: Es gibt nur sehr wenige Künstler, die sich derart konsequent weiterentwickeln wie Springsteen. Durch seine Vielseitigkeit ist er auch heute nicht nur textlich, sondern auch musikalisch weiterhin relevant, was man nicht von vielen Superstars sagen kann, die seit den 60er oder 70ern auch heute noch unterwegs sind und Stadien füllen und meist vom Ruhm alter Tage leben. Dass bei dieser Vielseitigkeit auch mal was dabei ist, was einem Teil der Fans vielleicht nicht so gefällt, ist dabei völlig normal. Auch diesmal wird es wieder einige geben, die behaupten, High Hopes käme nicht an die Meisterwerke aus den 70ern und 80ern ran und Springsteen habe seit den 80ern kein ordentliches Album mehr zustande gebracht. Auch mir gefallen die frühen Alben insgesamt sicherlich besser als die Alben seit den 90ern und doch möchte ich kein einziges Album der 90er und 00er Jahre missen, denn selbst die eher durchschnittlichen Alben wie Human Touch, Devils and Dust, Working on a Dream oder auch zum Teil The Rising enthalten allesamt reichlich gute Songs. Und das trifft auch auf die Songs von High Hopes zu, die zum größten Teil bereits vor längerer Zeit geschrieben wurden. Vielmehr rechne ich Springsteen eben genau diese Vielseitigkeit, die Unberechenbarkeit und dieses Innovative sehr hoch an und würde es geradezu absurd finden, wenn er heute nochmals versuchen würde, Alben wie Born to Run oder Darkness on the Edge of Town zu kopieren; sowohl textlich wie auch musikalisch würde ich ihm das heute nicht mehr abnehmen. Seine Glaubwürdigkeit, sein Mut, sich ständig weiterzuentwickeln und auch Dinge zu machen, die der Fan gerade nicht erwartet – gerade auch was den Sound anbelangt – macht jede Springsteenveröffentlichung so spannend.

Auch diesmal hat es Springsteen geschafft, mich positiv zu überraschen, obwohl ich bis zuletzt äußerst skeptisch war, und diese Skepsis noch größer wurde, als ich hörte, dass er einen meines Erachtens extrem schwachen Song wie High Hopes – noch dazu ein Cover – als Titeltrack verwenden und Tom Morello eine bedeutende Rolle einnehmen würde. Fakt ist für mich, Springsteen schafft es auch heute noch, Songs zu schreiben, die mich berühren und die mir schlicht und einfach meist gut bis sehr gut gefallen. Auch auf High Hopes sind wieder einige Songs enthalten, die ich von nun an nicht mehr missen möchte.

Über die Beweggründe, die Springsteen dazu verleitet haben könnten, solch ein Album aufzunehmen, kann man nur spekulieren (offenbar steckt Tom Morello dahinter, der Bruce derart inspiriert haben soll). Gemunkelt wird z. B. auch, dass es sich hier um ein Übergangsalbum handelt, um noch den auslaufenden Megadeal mit Sony zu erfüllen. Während andere Künstler zu diesem Zweck meist wenig innovative Best-Ofs raushauen, die dann verkaufsfördernd vielleicht noch den einen oder anderen neuen Song enthalten, hat Springsteen wieder mal einen ganz anderen Ansatz gewählt und eine Kollektion von Songs herausgebracht, die eher an Tracks, The Promise oder Disc 3 von Essentials erinnert als an ein echtes neues Album. Als Fan soll mir diese Herangehensweise sehr recht sein. Sein neuer Produzent seit Wrecking Ball, Ron Aniello, hat in einem Interview außerdem ausgeplaudert, dass er gerade an rund 40 gänzlich neuen Songs für ein „echtes“ neues Bruce-Album arbeiten würde, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Man darf gespannt sein, was daraus wird.

Zurück zu High Hopes: Mit High Hopes hat der mittlerweile 64-jährige Springsteen nunmehr erstmals ein Album aufgenommen – in verschiedenen Studios -, das aus einem etwas wirren Mix aus Covern, Outtakes und Neuaufnahmen bereits bekannter (Live)Songs der letzten rund 15 Jahre besteht. Dass Bruce auf ältere Songs zurückgreift, die es auf frühere Alben nicht geschafft haben, ist nicht unbedingt neu (The River ist voll davon, ebenso Devils and Dust). Daher sollte man Songs wie Harry's Place oder Down in the Hole (beide geschrieben für The Rising) auch richtigerweise nicht als Outtakes bezeichnen, genauso wenig wie die Songs auf dem Album The Promise echte Outtakes waren, die es auf die entsprechenden Alben nicht geschafft haben, nicht weil sie nicht gut genug waren, sondern weil sie thematisch einfach nicht gepasst hätten. Völlig neu ist allerdings, dass Bruce Cover auf ein Studioalbum packt (abgesehen von den Seeger Sessions) und dann gleich drei an der Zahl. Das könnte man als Einfalllosigkeit bezeichnen. Aber offensichtlich waren ihm diese Songs zu wichtig und mit Ausnahme des Titeltracks sind die Cover auch gut.

Diese „anomale Herangehensweise“ bei High Hopes, wie Springsteen das Album selbst in einem Interview bezeichnet hat, bewirkt allerdings, dass das Album diesmal keinen roten Faden hat, kein echtes Konzept verfolgt. Bisher hatten eigentlich die meisten Bruce-Alben ein bestimmtes Thema, so wie zuletzt das geniale Wrecking Ball, das die Finanzkrise thematisierte. Bei WB war die Songreihenfolge daher auch ganz entscheidend: Es begann mit wütenden, bissigen Texten, und endete mit hoffnungsvollen, optimistischen Songs. Bei HH ist die Reihenfolge dagegen eher zweitrangig, einzig Dream Baby Dream zum Schluss macht Sinn, vor allem bei einem Album, das High Hopes heißt.

Fazit: High Hopes ist besser als erwartet, ein Album, das schlicht und einfach Spaß macht, aber das Album hätte m. E. nicht als neues Album, sondern als das bezeichnet werden sollen, was es ist: Eine Sammlung von Covern, Outtakes (oder wie auch immer man diese Songs dann auch bezeichnet) und Studioaufnahmen bekannter Live-Songs. So wurden im Vorfeld nur falsche Erwartungen geweckt. Die Songs sind in Ordnung, zum Teil aber überproduziert, wenngleich die moderne Produktion auch viele Songs noch interessanter und durchaus besser macht (American Skin z. B.). Dennoch wäre manchmal etwas weniger mehr gewesen (Down in the Hole), wie schon bei Wrecking Ball. Trotz des vielen Sound-Schnick-Schnacks ist es ein sehr rockiges, modernes Album geworden und deutlich weniger folk- und seegerlastig als Wrecking Ball, ohne dabei zu klingen wie die frühen Rockalben von Springsteen. Insgesamt eine feine, solide Ergänzung des bereits sehr umfangreichen Springsteen-Katalogs. Ein weiteres Meisterwerk wird es aber trotz einiger herausragender Songs sicherlich nicht werden.

Track-by-Track-Rezension:

High Hopes: Für mich nach wie vor einer der schwächsten Songs, die ich je von Springsteen gehört habe. Bereits 1995 auf der EP Blood Brother enthalten, habe ich nie Zugang zu diesem Song gefunden, habe ihn daher auch über all die Jahre nie vermisst. Es ist wohl Tom Morello zu „verdanken“, der den Song Bruce vorgeschlagen hat, woraufhin der Song dann in Australien live einige Male performt wurde. Die neue Version mit Tom Morello ist zwar besser als die 1995er Version, dennoch ist und bleibt es ein nur unterdurchschnittlicher Song, der darüber hinaus auch noch zu lang ist. 2/5

Harry's Place: Hat mit Mary's Place gar nichts gemeinsam, außer, dass beide Songs für The Rising vorgesehen waren. Wer sich aber Harry's Place anhört, wird schnell einsehen, dass der Song nicht auf The Rising gepasst hätte, weder textlich noch musikalisch. Die Produktion klingt sehr 80er Jahre-mäßig, vor allem das Sax von Clarence „Big Man“ Clemons, musikalisch ist HP eine Mischung aus The Fuse (The Rising-Album), Calling Elvis (Dire Straits) und You Belong to the City (Glenn Frey), textlich sehr düster. Eher untypischer, gewöhnungsbedürftiger, durchaus tanzbarer Bruce-Song, in den 80ern sicherlich mit Hitpotenzial: 2,5/5

American Skin (41 Shots): Der seit der Reunion-Tour 2000 bekannte Song, der die Erschießung durch 41 Schüsse eines farbigen unbewaffneten Jungen in NY durch die New Yorker Polizei thematisiert, erhält hier eine sensationelle Frischzellenkur, ähnlich wie Land of Hope and Dreams vom WB-Album, die ich als sehr gelungen empfinde. Einmal mehr darf hier Tom Morello „glänzen“. Würde man den Song nicht bereits so gut kennen, würde man ihn sicher auch in dieser Version noch mehr zu schätzen wissen. Gehört sicherlich zu den besten Songs, die Bruce seit 1999 geschrieben hat. Erst Recht in dieser Version: 5/5

Just Like Fire Would: Hervorragendes Cover der australischen Punk-Band The Saints, könnte aber auch aus der Feder von Springsteen stammen. Die Version entspricht ziemlich exakt der Live-Version, die Bruce vergangenes Jahr in Australien performt hat, plus dem hinzugemischten herrlich krächzenden Gesang von Little Steven. Der Song erinnert allerdings stark an John Mellencamp's Small Town, aber den mag ich ja sowieso :-). Song macht Spaß, hätte gerne noch etwas länger sein dürfen. 4/5.

Down In The Hole: Ein weiterer Outtake aus den Rising-Sessions. Toller, atmosphärisch-dichter Song, allerdings etwas überproduziert, erinnert stark an I'm on Fire, aber auch an Magic (den Song). Außerdem erinnern einige Stellen an einzelne Songs von The Rising. Wunderbare Backgroundvocals von Patti Scialfa (und allen drei Kindern von Springsteen/Scialfa), begleitet von einem zart gezupften Banjo. Definitiv eine Bereicherung des Springsteen-Song-Repertoires. Großartig: 4,5/5

Heaven's Wall: Bruce sprach ja mal davon, ein Gospelalbum aufnehmen zu wollen. Dieser Song könnte für ein derartiges Album gedacht gewesen sein. Erinnert mich etwas an What Love Can Do vom WOAD-Album. Geht ordentlich zur Sache, toller Groove, könnte ich mir gut als Show-Opener vorstellen. „Raise your Hand“ und auch ansonsten sehr biblischer Text, auch wenn man den angesichts des Genuschels kaum versteht. Sicherlich nicht jedermanns Sache, mir gefällt's: 4/5

Frankie Fell In Love: Magic-Outtake, eines meiner Highlights des Albums, obwohl recht simpler 08-15-Pop-Rock-Song, hätte auch wunderbar auf The River gepasst, auch textlich. Erinnert musikalisch etwas an Crush on You oder You Can Look, aber auch an My Lucky Day. Der Song macht einfach nur gute Laune und hat was Nostalgisches. Gefällt mir ausgesprochen gut: 4/5

This Is Your Sword: Mit unter drei Minuten recht kurzer, irisch-folkiger Song mit Ohrwurmgarantie, unterlegt von einem Dudelsack. Nett, solide, aber irgendwie auch etwas belanglos. 3/5

Hunter of Invisible Game: Beginnt wie Filmmusik, sehr schöner, langsamer walzerartiger Song im Stile von Terry's Song, aber weniger akustisch, sondern mit orchestraler Begleitung. Produktion erinnert an das WOAD-Album. Nicht so eingängig wie die beiden Songs zuvor, aber für mich einer der besten Songs auf HH. 4,5/5

The Ghost Of Tom Joad: Die mit über 7 Minuten etwas zu lange Rockversion vom gleichnamigen 1995er Meisterwerk, hier ziemlich exakt so performt wie bei den Liveauftritten seit 2008. Somit auch mit Tom Morello, der mit seiner Gitarre und noch mehr mit seinem gewöhnungsbedürftigen Gesang den Song nicht für jedermann wirklich verbessern mag. Die Live-Version hat mir seinerzeit wegen TM gar nicht gefallen, aber an diese Studio-Rockversion habe ich mich – trotz Morello - mittlerweile gewöhnt und muss eingestehen, dass der Song dermaßen rockt und mir auch in dieser Version immer besser gefällt: 4,5/5.

The Wall: Nach American Skin bester Song auf dem Album, der das Zeug zum Klassiker hat, zumal mit berührendem Text über einen Vietnam-Kriegsveteranen aus New Jersey. Klingt teils leicht nach Fields of Gold von Sting. Laut Ron Aniello neben Just Like Fire Would der einzige Song, bei dem die E Street Band in Gänze bei der Aufnahme auch anwesend im Studio war. Sehr angenehme, sparsame Instrumentierung, zum Ende die wunderbare Trompete von Curt Ramm, melancholisch, großartig: 5/5

Dream Baby Dream: Den Song, ein Cover der New Yorker Wave-Punk-Band Suicide, hat Bruce als letzten Song zum Ende der Devils and Dust-Tour 2005 allabendlich gespielt. Der sich immer wiederholende, sehr einfache Text geht gemeinsam mit der sich steigernden Instrumentierung richtig unter die Haut, vor allem, wenn man das dazugehörige Video (auf YouTube!!!), das Bruce als Dankeschön für die Fans der Wrecking Ball-Tour gemacht hat, vor Augen hat. Isoliert als Single sicherlich ungeeignet, aber als Abschluss eines Albums durchaus passend und dann auch 3,5/5.

Länge des Albums: 56:31 Minuten

Wie bei Springsteen üblich, gibt es wieder ein feines Booklet mit allen Texten, einigen Bildern und Infos zu den einzelnen Aufnahmen sowie lesenswerten Liner Notes. Die CD steckt leider wieder in einer nicht reißfesten Papphülle. Die Bonus-DVD ist lediglich beigelegt, ist zwar eine etwas billige Variante für eine Limited Edition, die aber den Vorteil hat, dass sie leicht herausnehmbar ist.

Bonus-DVD: Als Bonus gibt es bei der Limited Edition den rund einstündigen Teil des Konzerts der Wrecking Ball-Tour vom 30.6.2013 aus dem Londoner Olympic Park, wo das komplette Born in the USA-Album (alle 12 Songs von insgesamt 29 Songs, die an dem Abend gespielt wurden) aufgeführt wurde. Zu diesem Preis sollte man nicht allzu kritisch sein und als Fan nimmt man natürlich mit, was man kriegen kann, ABER: Es ist die nunmehr dritte Bruce-Live-DVD vom Hardrock-Calling-Festival (HRC) in London (nach der DVD London Calling vom HRC 2009 und den 6 Tracks auf der DVD Springsteen & I vom HRC 2012). Dagegen wäre nichts auszusetzen, wenn HRC jeweils außergewöhnliche Konzerte gewesen wären. War es aber auch diesmal nicht! Es gibt kaum ein lahmeres Publikum als das bei diesem Festival und die Performance war für Springsteen-Verhältnisse an diesem Abend auch nicht die beste, was u.a. daran gelegen haben könnte, dass am Abend vorher in Paris ebenfalls das Born in the USA-Album in Gänze aufgeführt wurde, was für Springsteen eher unüblich ist und durch diese Album-Shows viel an Spontanität, die Bruce-Konzerte immer so einzigartig machen, verloren geht. Wenn schon eine Album-Show, dann hätte ich mir die aus Mailand gewünscht (mit dem weltweit fanatischstem Publikum) oder gerne auch die in München, wo jeweils auch das BIUSA-Album aufgeführt wurde. Das wäre aber sehr viel aufwändiger (= teurer) gewesen für das Unternehmen „Bruce Springsteen“. Immerhin war diese Show in London, bei der Bruce' 87-jährige Mama und seine Schwester Pamela auf die Bühne durften.;-)

Das Born in the USA-Album wird zudem in diesem Jahr 30 Jahre alt und wir Fans hoffen auf ein ordentliches BITUSA-Jubiläums-Boxset, wie es sie zu den Alben Born to Run und Darkness on the Edge of Town gegeben hat, und ich wäre doch einigermaßen enttäuscht, wenn diese halbgare Bonus-DVD als Ersatz für eine derartige Box herhalten müsste. Als Bonus-DVD, wie gesagt, völlig i.O.! Klang und Bild sind gut.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Hitalbum, dafür ein Grower der gemeinsten Art, 7. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Limited Edition) inkl. DVD (Audio CD)
Kann mir das mal einer erklären? In beiden großen Tageszeitungen meiner Heimatregion haben sich die Verfasser darüber beklagt, daß "High Hopes" wieder (?) nicht das erwartete (?) Alterswerk geworden ist. Kommt mal wieder runter, Leute! Ich meine, hat Bruce Springsteen jemals irgendwo geäußert, ein solches machen zu wollen? Und was sind die Merkmale eines "Alterswerks"?
Die Antwort erübrigt sich, weil das 18. Studiowerk vom Boss strenggenommen nicht einen neuen Song, sondern überwiegend Coverversionen und Neuaufnahmen enthält. Der Titelsong "High Hopes" wurde ursprünglich vor 19 Jahren veröffentlicht! Ob der Grund für diesen Release in der Erfüllung des Mega-Deals mit Sony zu suchen ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber es wäre immerhin möglich. Springsteen selbst schreibt in den Linernotes: "This is music I always felt needed to be released." Die Typen, die in den 12 Songs auftauchen, "verdienten eine Heimat und gehört zu werden."
Das sehe ich mittlerweile auch so, doch der Weg dahin war lang. "High Hopes" ist kein Hitalbum, sondern eine Liedersammlung, die erarbeitet werden muß. Songs wie das eigentlich für "The Rising" vorgesehene "Harry's Place", das ein gewisses DIRE STRAITS-Flair besitzt (inklusive Genuschel à la Mark Knopfler, mit dem es Springsteen auf dieser Platte allerdings mächtig übertreibt), "Heaven's Wall" mit seinem Gospelcharakter oder die zurückhaltende, ja zögerliche Erzählung "The Wall" wirken zunächst sehr unscheinbar. Der Kritiker der ZEIT hat mit seiner Schelte also durchaus recht, aber nur an einigen Stellen. Er hat sich viel zu sehr darin gefallen, das Album niederzumachen, nach dem Motto: "Seht her, ich pinkle dem Boss ans Bein!"
Im Grunde alles dummes Geschwätz, denn eines zeigt "High Hopes" ganz klar: Wenn Springsteen und seine Mitmusiker beseelt und voller Inbrunst loslegen, entstehen dabei auch nach 40 Jahren noch Kompositionen bzw. Interpretationen, die einem durch Mark und Bein gehen. Von wegen "Bitte aufhören, Boss!"! Allein wegen "American Skin", dem heimlichen Highlight "Down In The Hole" (noch ein Überbleibsel von "The Rising") und der Rockversion von "The Ghost Of Tom Joad" MUSSTE dieses Album veröffentlicht werden. Bei Letzterem legt Tom Morello (RAGE AGAINST THE MACHINE, AUDIOSLAVE), die treibende Kraft hinter diesem Output, mit einer Intensität los, wie ich sie seit "The Kingdom Of Heaven" von Melissa Etheridge nicht mehr erlebt habe. Vielleicht ist "Drei Soli für die Ewigkeit", wie manche Springsteen-Jünger schwärmen, ein wenig zu hoch gegriffen, aber das Teil ist Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn! Allerdings muß ich dabei, im Gegensatz zu "Kingdom", nicht heulen...
Es ist ganz klar, daß dieses Level nicht über 56 Minuten zu halten ist. Das führt zu einem qualitativen Gefälle, mit dem man erst mal klarkommen muß. Ist man über diesen Punkt hinaus, mag man "High Hopes" nicht mehr missen.
Wer sich dennoch grämt, hier nicht den Mainstream-Springsteen präsentiert zu bekommen, wird sich um so mehr an der Bonus-DVD erfreuen. Diese bietet 66 Minuten des Konzertes im Londoner Olympic Park vom 30.6.2013, und zwar das komplette "Born In The U.S.A."-Klassikerwerk. Der Gig ist für Springsteen-Verhältnisse zwar "nur" gut, aber "Glory Days" und "Dancing In The Dark" zünden immer!
Und wer nun immer noch ein "Alterswerk" will, sollte sich mal "Hunter Of Invisible Game" anhören. Überhaupt: Knorrig, knurrig und knarzig genug ist das Ding, vor allem auf Vinyl.
Smiling-Shark.com
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35 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grundsolide mit einigen bemerkenswerten Glanzpunkten, 12. Januar 2014
Von 
Michael Schneider (Erlangen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: High Hopes [Vinyl] (Vinyl)
Das Album wird seit Tagen kontrovers diskutiert. Manche Kritiker geben volle Punktzahl, andere verreissen es komplett und möchten Bruce am liebsten ins Altersheim stecken.

Man muss nicht immer vor bald 40 Jahren gepflanzte Bäume ausreissen um dem ewigen Kreis der Erneuerung gerecht zu werden. Manchmal kann oder muss man sich auch diesem Zwang einfach verweigern und bereits etablierte Tugenden pflegen. Bruce kann dies sogar ohne altbacken zu klingen oder sich selbst zu kopieren. Zum Beispiel in dem man bereits von Konzerten bekannte Stücke neu interpretiert und auf Platte presst. Wenn einem dann noch Tom Morello zur Seite steht, eröffnen sich ganz neue Perspektiven, Springsteens Spätwerk zu betrachten. Sofern man überhaupt von Spätwerk sprechen kann.

Dem Album wird immer wieder die wenig komplexe Komposition angekreidet, was ich so einfach nicht stehen lassen kann. Gerade das Einfache in Songwriting und Produktion machen Songs wie "American Skin (41 Shots)" oder das Cover "Dream Baby Dream" so eindringlich, so bemerkenswert. Dadurch können sie ihre Intention klar und unverhüllt transportieren, verstecken sie trotz großer Produktion nicht. Man spürt einerseits die Resignation vor der Realität, gleichzeitig legt einem Springsteen aber auch die Hand auf die Schulter und flüstert einem "auf geht's, wir schaffen das trotzdem" ins Ohr.

Dazu gesellt sich in (hoffentlich richtig gezählten) 8 von 12 Songs wie bereits erwähnt Tom Morello. Und wer die auf High Hopes veröffentlichte Fassung von Springsteens eigentlichem Folk-Song "The Ghost of Tom Joad" hört, wird ohnehin vor seiner Anlage niederknien. Nicht nur, dass der Song durch die lautstarke Neuinterpretation noch einvernehmender mit eigenem Charakter wurde, hier spielt auch Morello zu ganz, ganz großer Form auf. Seine Soli sind wahrlich außergewöhnlich, schon fast ein Statement für die Ewigkeit. Muss man einfach gehört haben, anders kann ich es nicht schreiben. Mich haben die letzten drei Minuten des Songs wirklich an die Wand geblasen.

Dazwischen tummeln sich natürlich allerhand Arena-kompatible Percussionrocksongs in bewährter Springsteenart, die in sich jedoch munter ohne Rücksicht auf Musikkonventionen winden. In "Heaven's Wall" zum Beispiel wechseln sich Fidel-unterstützter Springsteen Arenarock mit Gospel-artigen Chören, Bongos und Morellos Rocksoli ab. Mitreissend.

Nein, Springsteen liefert keinen über jeden Zweifel erhabenen Meilenstein ab, den jeder Musikfan unbedingt im Regal stehen hat. Davon hat der 20malige Grammy-Preistäger auch schon genügend im Backkatalog. Es ist aber ein mehr als grundsolides Studioalbum, das durchaus eigene Höhepunkte setzt und seinen berechtigten Platz in Bruce' Lebensgeschichte wie auch im Jahresrückblick 2014 finden wird. 5 Sterne sind ein halber zu viel, 4 ein halber zu wenig.

Wer kann, sollte natürlich wie immer zu Vinyl greifen.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen HIGH HOPES - Die neue Platte vom "Boss", 11. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Limited Edition) inkl. DVD (Audio CD)
Ich widme mich direkt den einzelnen Songs und bewerte jeden einzeln.

HIGH HOPES: Der Titelsong und Opener. Kenne das Lied schon von der "Blood Brothers"-DVD. Damals war ich total begeistert, mittlerweile etwas ernüchtert. Eine Nummer, die durchaus ins Ohr geht, mich aber nicht von den Socken hat. Der letzte Springsteen-Opener der das tat war "Radio Nowhere" vom Magic-Album. So gelungen finde ich HIGH HOPES nicht - dennoch ein netter Einstieg.
-> 3/5

HARRY'S PLACE: Nachdem ich den Titel las, hatte ich schon Bammel, dass es ein Song ähnlich wie "Mary's Place" sein könnte. Weit gefehlt: Dieser Song kommt sehr atmosphärisch und dicht daher. Bin positiv überrascht.
-> 4/5

AMERICAN SKIN (41 SHOTS): Bekannt von der NYC-Live-DVD. Gefiel mir da besser als nun als Studioversion. Dennoch bleibt es ein klasse Song mit einer starken Aussage.
-> 5/5

JUST LIKE FIRE WOULD: Erinnerte mich beim ersten Hören irgendwie an Joe Cockers "Fire it up". Trifft nicht ganz meinen Geschmack, ist aber eine ganz nette, durchaus tanzbare Nummer.
-> 3/5

DOWN IN THE HOLE: Absolute Überraschung. Hätte meiner Meinung nach auch auf "Magic" gepasst. Sehr eindringlich. Die Melodie erinnert etwas an "I'm on Fire".
-> 4/5

HEAVEN'S WALL: Nette Pop-Nummer, recht melodisch. Alles in allem durchaus "hörbar".
-> 3/5

FRANKIE FELL IN LOVE: Erinnert mich etwas an "My Lucky Day" und gefällt mir besser als HEAVEN'S WALL. Texlich allerdings weniger stark. Ne nette Nummer.
-> 4/5

THIS IS YOUR SWORD: Plätschert für mich so dahin. Kein Lied, das ich wegspulen würde, aber auch keines, das mich packt. Einer der schwächeren Songs.
-> 2/5

HUNTER OF INVISIBLE GAME: Netter Pop-Walzer, der mich allerdings auch nicht umhaut. Wie THIS IS YOUR SWORD eine schwächere Nummer.
-> 2/5

THE GHOST OF TOM JOAD: Neuauflage im rockigen Gewand. Das Duett mich Morello funktioniert klasse. Seine Gitarrensoli passen sehr gut. Starke Nummer.
-> 4/5

THE WALL: Abolute Perle des Albums. Sehr ruhig und auch textlich toll. Mein persönliches Highlight.
-> 5/5

DREAM BABY DREAM: Ein Cover-Song zum Abschluss. Ich persönlich mag das Lied umheimlich. Fand die Live-Version von der "Devils & Dust"-Tour schon klasse. Sehr eindringlich und wie ich finde sehr emotional. Besonders, wenn man das passende Video dazu kennt.
-> 5/5

FAZIT:
Ein Album vom "Boss", das seine Tiefen vor allem in der Mitte hat. Zum Ende kommen meiner Meinung nach 3 ganz starke Stücke, die hängen bleiben. Erinnert zumindest teilweise an THE RISING oder MAGIC und ist deutlich stärker als WORKING ON A DREAM.

-> 4/5
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "The Boss" top - Amazon flop, 15. Januar 2014
Von 
Oliver Bernstetter (Poing, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Limited Edition) inkl. DVD (Audio CD)
High Hopes (Limited Edition) Fünf Sterne für die CD, keinen für amazon. Der Preis am Erscheinungstag, den 10.01.2014 war 16,89 Euro. Nicht mal eine Woche später wird das Produkt um fast 25% günstiger von amazon angeboten. Da fühlt man sich als Vorbesteller ordentlich über den Tisch gezogen. Übrigens, diese wechselnden Preissprünge bei amazon sind keine Seltenheit. Das kann jeder leicht selbst mal beobachten.
Ergänzung: Soeben wurde mir vom Amazon Kundendienst der Preisverfall damit erklärt, dass man den Kunden regelmäßig attraktive Artikel zum supergünstigen Preis anbieten möchte. Stellt sich die Frage, warum dann so ein Angebot nicht zum Erscheinungstermin gilt, wenn man angeblich so kundenorientiert denkt. Eigentlich eine Frechheit, wenn man bedenkt dass Vorbesteller und Sofortkäufer erstmal ordentlich abgegriffen werden, um dann fünf Tage später die Ware zum wohl eher "marktüblichen" Preis an den Kunden zu bringen. Nette Leute sind das !!! Werde jedenfalls künftig nichts mehr vorbestellen und beim Erscheinen neuer Artikel erst mal die Preise mit dem Einzelhandel vergleichen.
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26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Resteverwertung der anderen Art!, 10. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Audio CD)
Outtakes haben immer ein Geschmäckle! Titel die für das letzte oder vorletzte Album nicht gut genug waren, werden mit zunehmender Inspirationslosigkeit dann doch plötzlich wertvoller als die neuen Iden, aufgehübscht und dann mit viel Medienhype in die Charts geschickt, wo der Fanboy willig zulangt und die Musikkritiker nur peinlich berührt den Kopf schütteln. Das mag für 95% der Restmusiker zutreffen. Zum Glück nicht für den Boss!

Der schreibt nämlich für so ein Album deutlich mehr Lieder als er benötigt und schmeißt dann Sachen raus, die jeder andere liebend gern auf das Album gepackt hätte! Als Beispiel in der Vergangenheit seien da nur "Because the night" oder "Fire" angeführt, die andere dann zu Weltruhm führten und die dem Boss damals schlicht nicht aufs Album gepasst haben. Zur Überraschung der Mitstreiter...! In dieser Art der Selektion fallen dann Songperlen durch's Raster, die nach einer Veröffentlichung förmlich schreien (Beispiele zu Hauf auf der 4-CD-Sammlung "Tracks"! Andere werden nicht zu Ende gedacht was auch nicht tragisch ist, bei der Menge des vorhandenen Materials. Wer also gleich zu Beginn ....mmmhhh....Outtakes...!" sagt, dem kann man mit eineigen Hördurchläufen jederzeit ein fantastisches Album ohne Längen schmackhaft machen! - Und damit zum Album selbst!

Das Album wirkt als Ganzes! Die einzelnen Bausteine sind zu verschieden, als dass sie sich für mich zum Rauspicken eignen. Dabei sind coole Rocker, kurz und knapp die einem sofort in die Hörmuschel brennen, wie "Frankie" und "Sword"! Wer da sitzen bleibt der sollte sich natürlich irgendwas anderes kaufen....! Outtake-Perlen wie das kongeniale "Down in the hole", was Bruce nicht auf "The Rising" zu passen schien. Warum? No idea! Ich wünschte mir Mainstreamer a la Joel, Adams und wie sie alle heißen hätten nach mehr als 10 Alben noch so einen Inspirationsquell....
Der Titelsong selbst geht in die Richtung der zuletzt zunehemenden Bläsersounds, die der Boss -ähnlich wie auch auf der Tunnel of love Express-Tour" die letzten Monate mit auf die Bühne nahm. Der hat etwas gebraucht bis er bei mir zündete aber wie gesagt, das Album wirkt als Ganzes. Im übrigen macht es uns der Ami nicht leicht mit dem Einstieg des Albums. Der geneiget "Boooorn in de ju-äss-eih"-Gröhler wird auch mit "Harrys Place" so seine Schwierigkeiten haben. Mutig gerade diese beiden Songs an den Anfang zu stellen. Aber auch das zeigt die Ausnahmestellung des Künstlers, der seine Alben als Konzept und nicht als "Chartshow" sieht (ansonsten lassen sich im Übrigen auch Alben wie Nebraska und Joad oder ToL nicht erklären, da fehlts ja nicht an Inspiration sondern schlicht am Hang zu Gassenhauern...).

Die Hintergründe zu American Skin will ich nicht näher beleuchten. Der Song wird gegenüber den bekannten live-Aufahmen etwas komprimiert, bleibt aber nah an der Version und erfährt eine wertige Revitalisierung im Studio. Anders ist das mit "Tom Joad". Ähnlich wie mit Youngstown" live bereits geschehen, machen die Herren Morello und Springsteen hier aus der spärlich instrumentierten Titesong des 95er Albums einen echten Kracher. Im einzigen mir geläufigen echten Duett einer Springsteen Studio Plattedarf Morello nicht nur als Sänger sndern insbesondere als Gitarrist zeigen, was er draufhat und das ist eine ganze Menge! Wow! Live schon erlebt, hier eine absolut würdige Studioversion!

Danach wird es ruhiger und das Album klingt aus. Aber wie! Mit "The Wall", einer Grushecky Idee, die der Boss umsetzt und die der geneigte Fan aus einigen Bootlegs kannte, kommt ein ruhiges Stück nach dem Kracher, das für mich -nicht nur textlich- instrumentiert von den verstorbenen Mitstreitern Federici und Clemons einen Höhepunkt darstellt. Danach folgt der sanfte aber mit seiner repetativen, eindringlichen Akkordfolge irgendwie auch aufwühlende "Rauswerfer" "Dream baby dream". Hat auch schon auf der D6D-Tour schon prima als Rauswerfer funktioniert und tut es hier auch!

Fazit: Das Album ist natürlich nicht vergleichbar mit den Ideen und Stories eines Mittzwanzigers der auf Born to run aus seiner Umgebung ausbrechen wollte. Das ist der Moderne Springsteen des neuen Jahrtausends, der den eingeschlagenen Weg des letzten Albums konsequent fortführt. Dabei sind "Heaven's wall" und "just like fire" sind für mich die eher die durchschnittlichen Songs. Die im Text Angesprochenen, ergänzt um das "Lieblingslied" des Produzenten "hunter..." sind allesamt Perlen, bei denen es mir völlig egal ist, wann sie ursprünglich geschrieben wurden. Wir sollten im Gegenteil froh sein, dass wir sie hören dürfen und dass sie nicht in irgendeweinem Regal in Colt's Neck verstauben. Insofern für mich irgendwas zwischen 4 und 5 STernen, einfach weil mir die Höchstwertung immer etwas schwer von der Hand geht, aber mit dem Bruce-Bonus...;-)
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Springsteens high hopes..., 11. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Limited Edition) inkl. DVD (Audio CD)
(ursprünglich bei access2music.de erschienen)
20 Monate nach dem umjubelten Wrecking Ball veröffentlicht der Boss mit High Hopes Album Nr. 19. Wer hier einen direkten Nachfolger erwartet, wird von vornherein enttäuscht sein. Bruce Springsteen hat hier, aus einem Fundus an unveröffentlichtem Material, Covern und Songs aus seinem Liverepertoire geschöpft. Und damit, nach eigenen Worten, die Musik veröffentlicht, die es schon immer verdient hatte auf eine Platte zu kommen.

Als kreativer Booster fungierte der Rage against the Machine Gitarrist Tom Morello. Er vertrat im März 2012 Gitarrist Steven van Zandt auf der Wrecking Ball Tour als Springsteen und die E-Street Band in Australien unterwegs waren. Van Zandt war zu dieser Zeit für Dreharbeiten für die Serie “Lillyhammer” in Norwegen. Weiterhin haben die verstorbenen E-Street Mitglieder Clarence Clemons und Danny Federici noch an einigen Songs mitgearbeitet. Morello bringt, in dem für ihn ungewohnten Terrain, seine Stärken voll ein und schafft es mit seinem oft unkonventionellen Sound so manchen Song in andere Sphären zu katapultieren. Allen vorran der Titeltrack, der noch am ehesten an ein Outtake von Wrecking Ball erinnert. Anfangs handelt es sich mehr eine ruppige Akustiknummer, die immer wieder von Morellos Einwürfen unterbrochen wird und sich mit Einstieg der Band einem einem kantigen Folkrock Song entwickelt. Die wohl spannendste Entwicklung hat The Ghost of Tom Joad durchgemacht. Auf dem gleichnamigen Album eigentlich eine ruhige und von akustischen Instrumenten getragene Ballade, bekommt das Lied auf High Hopes eine massive Soundwand gepaart mit mehreren Soli von Tom Morello, die das Zeug für die Ewigkeit haben. In dieser Version schlägt es, das schon grandiose Original nochmal um Längen. Weitere Anspieltipps: Heavens Wall, The Wall und Dream Baby Dream.

Zugegeben, einige Songs benötigen mehr Zeit als andere. Was die Scheibe aber so besonders macht, ist der Mix von Soul-, Gospel-, Irish Folk- und Blueselementen. Ob es nun Rocknummern oder einfühlsame Balladen sind irgendwie wird man bei jedem Song auch an ein anderes Album erinnert, ob es nun die Seeger Sessions, Devils & Dust oder auch Nebraska ist. Wer Stadionrock Hymnen erwartet wird vielleicht enttäuscht sein und doch ist es ein reinrassiges Springsteen Album. Eins ist in des sicher, hätte er Tom Morello nicht mit ins Boot geholt, so wäre High Hopes nur eine durchschnittliche Veröffentlichung geworden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Rocksongs der letzten Jahre ist auf diesem Album!, 23. Januar 2014
Von 
themightym (Karlsruhe Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Limited Edition) inkl. DVD (Audio CD)
Wer umfassend über das Album informiert werden möchte, der sollte sich die Rezession von Tramp69 anschauen...

Ich möchte speziell auf den Neuinterpretation von "The Ghost of Tom Joad" eingehen.
Der Song ist für mich eine perfekte Symbiose der Protagonisten Springsteen/Morello, die beide aus unterschiedlichen Generationen kommen und den Rock mit Ihren jeweiligen Alben auf unterschiedliche Weise geprägt haben.
Das Lied beinhaltet zwei Gitarren-Solli die jeden Rockfreund ins Schwärmen bringen. Das eine ist ein klassisches Rock-Solo dass mich an Bands und Zeiten der 70er und 80er erinnert, melodisch mit sehr feinem Gespür für die Highlights. Das zweite Solo ist in Gedenken an den Tom Morello aus Rage-Against-The-Machine. Er packt die "Säge" aus und zeigt wieder mal, dass er mit einer Gitarre Dinge machen kann wie nur wenige.
Für mich jetzt schon ein Klassiker....Repeat...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal etwas anderes vom Boss, 22. Januar 2014
Von 
musicpeterpan "musicpeterpan" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Audio CD)
Schon wieder ein neues Album vom Boss, wenn der in diesem Tempo weiter macht, wird es bald rekordverdächtig. Für mich ist diese neue Werk ein richtig gutes geworden und vor allen Dingen abwechslungsreicher als von Bruce gewohnt. Was natürlich nach dem Wegfall von Danny Federici und mittlerweile auch Clarence Clemons fast zu erwarten war, obwohl hier noch auf einigen Songs zu hören.
Die Hinzunahme von Ex-Rage Against The Machine-Gitarrist Tom Morello bei einigen Stücken empfinde ich als absoluten Winner. Alleine die neue Version von "The Ghost Of Tom Joad" ist den Preis des Albums wert. Die Gitarren klingen fast so hypnotisch wie bei Neil Young! Wenn das mal kein Klassiker wird?!
Ansonsten gibt es von jedem etwas, ein richtiger Gemischtwarenladen, was bei dem Alter der Songs kein Wunder ist. Verwunderlich ist nur, dass das alles trotzdem wunderbar zusammen passt. Es gibt keinen einzigen Ausfall, aber mindestens sieben absolute Burner, für meinen Geschmack. Deshalb werden die meisten Springsteen-Fans zufrieden sein und an diesem Album ihre Freude haben.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut aber kein Knaller, 20. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Limited Edition) inkl. DVD (Audio CD)
Auweia.......hier wird ja über die neue Scheibe diskutiert wie bei keinem anderen Album.....und das immer wieder unter der Gürtellinie...

Also ich habe nun 20 Umdrehungen durch und denke das ich mit drei Sternen da doch ganz gut liege?!
Das Album hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen, mir fehlt das Feeling von "born to run", die Gröller von "Born in the USA" und die Vollkommenheit von "The rising". Aber ich stell an den guten Bruce auch nicht die Erwartung jedesmal ein Hammeralbum abzuliefern. Das kann doch nun wirklich keiner.

High hopes klingt durchaus frisch und teilweise auch sehr modern, wie der Titeltrack es gleich zeigt. Aber "Harry place" dümpelt doch mehr vor sich hin als den Hörer in den Bann zu ziehen.
Bei "American skin (41 Shoots)" finde ich die Studioversion absolut gelungen, der Song hat Feeling.
Dafür sind "Just like fire, Heavens wall, Frankie fell,this is your sword" leider nur 08/15 und hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Hier tipp ich doch schnell die Skiptaste am Player......
Bei "Down in the hole" denke ich automatisch an "I'm on fire", warum wohl??? Trotzdem ein tolle Song, gefällt mir!
Die Version "The Ghost of Tom Joad" finde ich klasse auch wenn viele den sterilen Gitarrensound kritisieren. Aber vielleicht durfte Morello den Song auch nicht so spielen wie er wollte. "Dream baby dream" ist wieder ein gelungender Song, der bleibt im Kopf kleben wie Pattex.
Ich hoffe ich werde jetzt wegen den drei Sternen nicht mit Dreck beworfen...?!
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High Hopes (Limited Edition) inkl. DVD
High Hopes (Limited Edition) inkl. DVD von Bruce Springsteen (Audio CD - 2014)
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