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66 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Licht am Ende des Tunnels
Im Grunde kann man Uderzo nur gratulieren, dass er sein Baby Asterix endlich frei gegeben hat. Es gab ja eh nur zwei sinnvolle Wege, entweder es gibt keinen weiteren Asterix Band mehr oder es kommt frischer Wind von außen. Dabei waren es nicht Uderzos Zeichnungen, die in der Post Goscinny Ära störten, sondern die unwirtlichen charmelosen Geschichten, die...
Vor 9 Monaten von Heinz Ketchup veröffentlicht

versus
261 von 286 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Schritt auf dem Weg zurück zu den Wurzeln
Die großen Erwartungen, die sich an den neuen Asterix-Band knüpften, richteten sich kaum auf die Frage, ob Jean-Yves Ferri und Didier Conrad in der Lage sein würden, nahtlos an die vorherigen Alben anzuschließen. Die mehr als dreißig Jahre dauernde Phase nach René Goscinnys Tod war schließlich eine einzige harte Durststrecke...
Vor 10 Monaten von Estragon veröffentlicht


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261 von 286 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Schritt auf dem Weg zurück zu den Wurzeln, 24. Oktober 2013
Von 
Estragon - Alle meine Rezensionen ansehen
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Die großen Erwartungen, die sich an den neuen Asterix-Band knüpften, richteten sich kaum auf die Frage, ob Jean-Yves Ferri und Didier Conrad in der Lage sein würden, nahtlos an die vorherigen Alben anzuschließen. Die mehr als dreißig Jahre dauernde Phase nach René Goscinnys Tod war schließlich eine einzige harte Durststrecke gewesen. Albert Uderzo mangelte es sowohl eklatant an erzählerischem Talent als auch an dem feinen Humor und der Fähigkeit, Historisches und Aktuelles subtil aufeinander zu beziehen. Gerade die jüngsten von Uderzo im Alleingang produzierten Alben waren läppisch in ihren Erzählungen und geradezu peinlich in ihren brachialen Pointen.

Die Hoffnung, die sich mit dem neuen Team verband, betraf daher mehr die Frage, ob es noch einmal gelingen könnte, die Serie zurück auf das Niveau der alten Goscinny-Zeit zu bringen. Und nach der ersten Lektüre von »Asterix und die Pikten« muss man sagen: Die Hoffnung lebt weiter. Ferri und Conrad enttäuschen nicht, haben aber auch keine Wunder vollbracht. Viele gute Ansätze sind erkennbar, auch wenn manches verkrampft und unsicher daherkommt.

Ein Gefühl der Beruhigung stellt sich auf den ersten Seiten ein: Endlich fühlt man sich wieder zu Hause in jenem kleinen gallischen Dorf. Ferri und Conrad lassen sich viel Zeit, das Dorf und seine Bewohner zu schildern und die aus den alten Bänden gewohnte Atmosphäre wieder heraufzubeschwören. Der zweite Teil des Bandes, der bei den Pikten/Schotten spielt, zerfasert dagegen etwas. Die Charakterisierung der Eigenheiten der Pikten/Schotten gelingt nur in Ansätzen. Allerdings haben es sich Ferri und Conrad auch nicht leicht gemacht: Was liegt näher, als den neuen Band mit dem absoluten Klassiker »Asterix bei den Briten« (1966) zu vergleichen? Und ein solcher Vergleich fällt dann doch erheblich zu Ungunsten des neuen Bands aus.

Der handlungsmotivierenden Clanfehde fehlt der richtige Biss. Auch die zentrale Liebesgeschichte kommt recht blaß daher, – sie ließe sich in beliebigen Kulissen und Kostümen aufführen. Die Einführung eines ›Ungeheuers von Loch Ness‹ lässt zunächst einen Rückfall in Uderzos Vorliebe für Brachialgags befürchten, doch die Nessie-Figur wird immerhin ganz hübsch in die Erzählung integriert.

Auffallend ist die Vielzahl von Kalauern in den Dialogen. Einiges davon ist nett, doch manches tut richtig weh. Allerdings vermag ich aus dem Stand nicht zu beurteilen, ob dies bereits auf das Konto von Ferri geht oder ob hier der Übereifer der deutschen Übersetzer verantwortlich ist. Was Ferri auf jeden Fall positiv anzurechnen ist, ist die sorgfältig angelegte Architektur der Einzelseiten. Anders als bei Uderzo wird die erzählerische Kontinuität stets gewahrt, und die Spannungsbögen der Einzelseiten werden aufrecht erhalten. Conrads Zeichungen folgen recht eng den Vorgaben von Uderzos Spätstil, lassen aber auch Individuelles erkennen. Hier wird es interessant sein zu beobachten, inwieweit es dem Zeichner zukünftig gelingt, sich weiter von Uderzo zu emanzipieren, ohne den Serienstil zu ›verraten‹.

Fazit: Ferri und Conrad enttäuschen nicht, haben aber auch noch kein Meisterwerk geschaffen. In jedem Fall besteht Grund, erleichtert zu sein. Das Album unterhält gut, aber auf die Goscinny-typischen Subtilitäten und den Biss früherer Jahre muss man vorerst noch weiter verzichten.
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66 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Licht am Ende des Tunnels, 27. Oktober 2013
Im Grunde kann man Uderzo nur gratulieren, dass er sein Baby Asterix endlich frei gegeben hat. Es gab ja eh nur zwei sinnvolle Wege, entweder es gibt keinen weiteren Asterix Band mehr oder es kommt frischer Wind von außen. Dabei waren es nicht Uderzos Zeichnungen, die in der Post Goscinny Ära störten, sondern die unwirtlichen charmelosen Geschichten, die nach Goscinnys Tod nur noch auf Uderzos Mist wuchsen. Und obwohl Mist fruchtbar sein soll, hat sich das auf die Qualität leider nicht übertragen. Es kostete sicherlich den einen oder anderen treuen Fan.

Auch wenn sie es sich leicht machen, Didier Conrad und Jean-Yves Ferri gehen ein Stück des Weges zurück und besinnen sich auf das Kerngeschäft, das was Asterix früher ausgemacht hat, abenteuerliche Reisen in ferne Länder, gespickt mit kleinen aber feinen Andeutungen. So macht es wieder Spaß Asterix zu lesen, auch wenn keine 100%ig überzeugende Geschichte entstanden ist. Vieles kommt in ähnlicher Form schon in alten Bänden vor. Trotzdem ist es gelungen aktuelle Themen geschickt in die Geschichte einzubauen. Ob Demenzansätze bei Methusalix, verschmutzte Strände oder Volkszählung, es gibt sie wieder, die kleinen Spitzen, die der Leser finden muss (vielleicht sogar gegen den heutigen Tätowierungswahn). Sie sind das Salz in der Suppe und heben den Band von den letzten Vorgängern positiv ab. Dazu gab es ornithologische Exkursion mit Papageitaucher (Fratercula arctica), Auerhuhn (Tetrao urogallus urogallus) (oder die zwischen 1750 und 1785 ausgestorbene und nie bestimmte kaledonsiche Unterart), Alpenkrähe (Pyrrhocorax pyrrhocorax) oder jede Menge Möwen. Es erinnert ein wenig an die Eulenfamilie in "Die Trabantenstadt". Was die Autoren mit den Borborygmen von Mac Aphon andeuten wollen, dazu reicht leider meine Phantasie nicht aus. Schwach wenn es nur auf das musikalische Erbe des schottisches Völkchen abzielen sollte.

Noch ist Luft nach oben. Aber bei Lucky Luke ging es mit Achdé und Konsorten ja auch wieder aufwärts. Geben wir dem neuen Team eine Chance, denn auf Regen folgt, wie wir aus "Der Seher" wissen, Sonnenschein. Der Himmel fällt uns Lesern also noch nicht auf den Kopf.
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69 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider nicht ganz der erwartete Neustart..., 30. Oktober 2013
Ich kann dem eher positiven Tenor zum neuen Band leider nicht ganz folgen, auch wenn er klar besser ist als Uderzos letzte Werke. "Asterix bei den Pikten" könnte man wohlwollend als Übergangsband bezeichnen und dennoch bin ich enttäuscht, da die im Vorfeld angekündigte Rückbesinnung auf alte Stärken kaum stattfindet.

Die alten Bände mit Goscinny begeisterten mich als Kind sowie nun als Erwachsenen. Als Kind fand ich die großen Reisen, die Prügeleien, Idefix und viele der Gags toll. Als Erwachsener entdeckte ich dann eine Vielzahl von subtilen Anspielungen und versteckten Witzen, die man nur mit entsprechendem Hintergrundwissen versteht.
Zum Beispiel die Kritik an der Entstehung von Satellitenstädten in Frankreich Anfang der Siebziger Jahre ("Die Trabantenstadt") oder die Kapitalismusparodie in "Obelix GmbH & Co. KG". Natürlich hatte nicht jeder Band ein so übergeordnetes Diskussionsthema, aber die alten Werke sprachen alle Altersgruppen an. Der neue Band schafft diesen Spagat leider nicht und erinnert doch eher an einen Kindercomic.

Folgendes hat mir am neuen Band gut gefallen:

- die Zeichnungen sind stimmig
- kleinere Gags zünden
- Grundgeschichte erinnert an alte Bände (Fremder kommt ins Dorf und bittet um Hilfe)

Leider störten mich doch einige Dinge:

- die Kolorierungen sind teilweise schlecht abgestimmt, manche Szenen wirken dadurch überladen (Piratenschiff, Festessen bei den Pikten), Optik erinnert manchmal an KNAX-Hefte
- wenig Landschaftsdetails, auch andere Szenen wirken manchmal detailarm
- Asterix braucht anscheinend keinen Zaubertrank mehr zu trinken um Gegner zu verhauen (!)
- Asterix und Obelix streiten sich viel zu schnell und zu oft
- die Sangeskünste von Mac Aphon wirken völlig deplatziert, als Anspielung auf Popreferenzen funktionieren sie gar nicht
- Idefix muss im Dorf bleiben, generell ist er erstaunlich ungenau gezeichnet; früher konnte man seine Reaktionen wunderbar beobachten
- es werden nur einzelne Stereotypen der Pikten abgehandelt, man taucht wenig in die Kultur ein
- eher Kinderhumor, viele der Gags zünden leider nicht
- überflüssiger Auftritt des römischen Volkszählers, die Geschichte mit Loch Ness kann man noch durchgehen lassen
- generell bietet die Story leider wenig Tiefgang

Ich bin wirklich enttäuscht vom neuen Band, denn er wirkt zu bemüht und zu halbgar. Aber vielleicht war dieser Band nötig, um sich von Uderzo zu emanzipieren. Als Übergangsband mag er funktionieren und ich bin gespannt, welchen Weg die Autoren gehen werden!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder ein richtiger Asterix, 17. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich wieder ein Band, der an die früheren guten Geschichten anknüpft. Sicherlich ist da noch Raum für Verbesserungen, aber für einen "Erstling" sicherlich spitze. Hoffentlich gehts so weiter (und bitte ohne Superhelden...)
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37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Asterix ist wieder lesbar, 25. Oktober 2013
Diesen neuen Asterix kann man wieder direkt genüsslich lesen. Das sagt ein Alt-Fan, der Asterix noch in der Schule durchgenommen hat. Zwar ist es kein neuer Goscinny - das darf man auch nicht erwarten - denn um zu texten wie Goscinny muss man Goscinny sein. Ist doch unfair, immer nur zu sagen: "Das ist nicht genauso wie früher, also bin ich enttäuscht!" Lieber die beachtliche vorhandene Leistung würdigen: Ferri und Conrad ist es gelungen, die vertrauten Szenarien der Asterix-Geschichten aufzunehmen, einen inhaltlich stimmigen Erzählfaden einzubetten und sich neue Ideen und Pointen nach traditionellem Muster (zB Schild von Majestix) einfallen zu lassen, über die man wieder richtig kichern oder lachen kann. Gezeichnet ist es super! Ein guter Anfang, den Einstand haben "die Neuen" meiner Meinung nach geschafft. Mal sehen, wie es weitergeht.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Licht am Ende des Tunnels..., 26. Oktober 2013
Estragon hat bereits eine hervorragende Rezension abgeliefert. Zwei Hinweise und eine Checkliste noch von mir: Ich finde viele Zeichnungen von Conrad sehr gelungen, besonders einige "Nacht und Nebel"-Szenen sind atmosphärisch sehr dicht. Das es aber auch hier noch Potential nach oben gibt, zeigt die Schlacht-Szene auf S.43. Die Szene fällt völlig auseinander. Vergleichen Sie mal dagegen die Schlacht um das Dorf in "Streit um Asterix"!
Die Einband-Gestaltung ist unterirdisch schlecht. Was ich meine, sehen Sie, wenn Sie die Einbände z.B. von "Asterix auf Korsika", "Asterix bei den Schweizern", "Der Seher", "Die Trabantenstadt" und diesen hier nebeneinander legen.

Meine persönliche Checkliste zur Bewertung eines Asterix-Bandes, angewendet auf "Asterix bei den Pikten":

Plot: Konventionell, aber unterhaltsam
Satire-Faktor: Beim Ausflug in die Clan-Politik hätte man wesentlich mehr machen können
Anspielungen zeichnerisch: nichts gefunden
Anspielungen zeitgeschichtlich: Golf, Whisky...: vorhanden, aber zu grob aufgelöst
Wortwitz: Teilweise verkrampft, aber gute Ansätze
Versteckte Mini-Szenen: nichts augenfälliges, Idefix wäre hier ein guter Kandidat gewesen
Lateinische Zitate: Zu wenig und falsch platziert
Nebengeschichten und versteckte interne Bezüge: Flackern kurz auf (Verwandtschaft Legionär und Beamter)
Literarische Gestaltung (Rückblenden, Zeitraffer, Teichoskopie etc.): Wurde durchaus versucht.

Was einfach fehlt, ist die Vielschichtigkeit, das Subtile, die Lust auf das Wiedereintauchen in den Asterix-Band. Mit sieben oder acht habe ich meinen ersten Asterix "gelesen" und über die verkloppten Römer gelacht, mit 13 habe ich mich in Falbala verliebt, mit 17 mit den lateinischen Zitaten geprahlt, mit 35 verstand ich die Müdigkeitsanfälle von Mejestix und seine Beziehung zu Gutemiene immer besser und jetzt weiß ich, wieso Methusalix so ist, wie er ist.
Und das ist das Brilliante an den "guten" Asterix-Heften. Ich habe sie zerlesen und zerfleddert, dass teilweise nur noch lose Blattsammlungen übrig sind.
Es liegt noch ein sehr weiter Weg vor den neuen Autoren, um in diese Klasse vorzustoßen. Aber sie könnten es schaffen.
3 Sterne für das vorgelegte Werk und einen Stern der Hoffnung als Motivation.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es geht wieder aufwärts, 30. Oktober 2013
Die Story muss man nicht noch einmal zusammenfassen. Daher gleich das Fazit: Er lebt noch, unser Freund, und alle seine Kumpane ebenfalls. Uderzo hat das einzig Richtige getan und endlich das Texten einem echten Texter überlassen. Mir gefällt die an den Klassikern orientierte Story und auch die zahlreichen Reminiszenzen. Der Humor ist weniger brachial als zuletzt, wenn auch noch nicht ganz so genial wie bei Coscinny. Auch die dt. Übersetzung ist richtig gut. Klaus Jölker sollte Asterix und Latraviata mal neu übersetzen dürfen, dann würde sogar jener Band erträglicher.
Zum Teil wird in der Fanszene für meinen Geschmack zu streng über den neuen Asterix geurteilt. Der Frust über die letzten Ausfälle sitzt immer noch tief und man scheint das Haar im Malzwasser zu suchen. Ich meine, auch die ersten Geschichten (gemäss Erscheinungsdatum der Originale) waren von der Story her noch nicht so virtuos aufgezogen wie etwa Das Geschenk Cäsars oder Streit um Asterix.
Die englischen Songtitel zur Illustration des Sprachverlusts von Mac Aphon alias Mac Oloch, muss man nicht brillant finden, aber durch die keltisch angehauchte Schrift (sehr schön im Original) wird deutlich, dass eben alle rundherum nur Bahnhof verstehen. Finde ich eigentlich eine nette Idee. Und auch nicht viel weniger innovativ als Obelix' "wgrklstf", wenn er mit hübschen Damen sprechen soll.
Hei, und natürlich wohnt ein "Riesenotter" im Loch in Schottland, was habt ihr denn gedacht? :-)
Danke den Machern, weiter so.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Asterix ist nicht mehr derselbe, 5. Juni 2014
Von 
Animated Spirit (Recklinghausen, Nordrhein Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für einen alten "Fan" und Schottenfreund zugleich klang ja "Asterix bei den Pikten" als Titel schon besonders verlockend. Im Übrigen machte im Zeitalter der neuen politischen Korrektheit die künftige Sprachverwendung zusätzlich neugierig.

Im Großen und Ganzen wird der neue Zeichner (Didier Conrad) den vorangegangenen Heften gerecht, wenn auch nicht so detailgenau wie Uderzo, der ja nun mit seinen 86 Jahren im verdienten Ruhestand ist.

Die Story ist das typisch-klassische Reiseabenteuer, welches in Kaledonien, der Heimat der Pikten spielt. Da wird, in einem Eisblock gefangen, der Schotte, bzw. Pikte Mac Aphon übers Meer an der Küste Galliens angespült, und von Asterix und Obelix unter lauernden und kauernden Gefahren wie kriegerischen Clans und kundschaftenden Römern in seine Heimat zurückgebracht. So weit, so gut. Story okay, dem Zeichner sind keine Vorwürfe zu machen. Allerdings bekommt der Texter Jean-Yves Ferri nicht so richtig. Allgemein versucht er wohl, mit Anspielung auf frühere Ausgaben mit (teilweise durchaus gelungenen) Wortspielereien zu trumpfen, was aber leider durch den von Uderzo übernommenen Kardinalfehler verpufft: Verunglückte Gegenwartsbezüge! Man erinnere sich nur an den 2005er Band "Gallien in Gefahr" - Diese Zeitgeistkrankheit wurde nun, wie man es beinahe gewusst haben wollte, im PC-Sinne weiter ausgeschlachtet.

So musste man wirklich bitter aufstoßen und sah seine Befürchtungen beinahe eingetroffen:
Es fängt schon an mit der wenig treffenden Anspielung auf die derzeitige EU-Flüchtlingspolitik als Majestix dem angespülten Mac Aphon versichert "Für uns Gallier ist das Recht auf Asyl kein leeres Versprechen!". Natürlich darf auch der Gender-Mainstreaming nicht fehlen, weshalb die Frauen im neuesten Band allesamt zu aufgescheuchten Furien mutierten, die ihren Männern pausenlos das Wort entziehen. Mac Aphon`s Verlobte Camilla (!) verlangt in der Diskussion um die zukünftige Thronregelung Schottlands, dass die Herrschaft auf die älteste Tochter übertragen wird, womit in Hinblick auf eine vorchristliche Zeit in Sachen Emanzipation klar übertrieben wird. Den Fremdschäm-Höhepunkt darf Mac Aphon dann selbst für sich in Anspruch nehmen, als er zu Beginn der Story an Sprachstörungen leidet und mit einer Art musikalischem Tourette-Syndrom dann immer wieder Songttiteln aus dem 20. Jahrhundert verfällt, wobei er wahlweise "Jingle Bells", "Ob-La-Di, Ob-La-Da" von den Beatles oder "Stayin Alive" von den Bee Gees anstimmt. Manch einen mag dies vielleicht nicht stören, aber nach persönlichem Empfinden ist dies wohl einer der nicht gerade einfallsreichen Versuche eines "running-gags", die eher peinlich anmuten.

Die Pikten selber werden barbarisch dargestellt und auf die üblichen nationalen Klischees wie Kilts, Whiskey, Loch Ness, rote Haare, Baumstammwerfen und jede Menge Schafe beschränkt, was jetzt nicht unbedingt das schlimmste ist, aber auch hier schimmert wieder der Gegenwartsbezug durch, so als z. B. Mac Aphon seinen Stamm als "Patchwork-Clan" verkauft, worauf Asterix dann zurecht, aber in nicht altbekannter Form ("Die spinnen, die ...") sagt "Die haben eine Macke".

Unter Berücksichtigung dieser Punkte ist die Geschichte einigermaßen lesbar. Der Humor bleibt jedoch durchgehend unkompliziert und setzt kein Mindestmaß an klassischer Bildung mehr voraus, so dass wohl auch die gewünschten „Zukunftskinder“ etwas mehr davon haben sollen.
Fazit: Nette Story, aber der Charme älterer Geschichten ist nicht mehr spürbar, wenn dieser auch bereits mit den letzten Uderzo-Werken nachgelassen hat. Am lesbarsten bleiben wohl immer noch die ersten Goscinny Werke. Sicher haben auch die neuen Autoren Ihre Chance verdient, wenn auch Asterix, wie er einmal war, längst das Zeitliche gesegnet hat. Schade.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Last der Vergangenheit, 1. November 2013
Nun ist sie also da, die 35. Asterix-Geschichte. Plötzlich und ohne große Ankündigung. Und zum ersten Mal in über 50 Jahren war keiner der beiden Gründer daran beteiligt. René Goscinny ist ja bekanntlich schon vor über 30 Jahren gestorben. Sein letztes Mitwirken ist auf "Asterix bei den Belgiern" zurückzuführen. Albert Uderzo hat seit "Der große Graben" alle Fäden selbst in der Hand gehalten und mit durchaus netten Ideen noch für ein paar schöne Geschichten und Lacher gesorgt. Und dennoch wurde das Niveau merklich schwächer, bis die Reihe mit "Gallien in Gefahr" (2005) und "Asterix und Obelix feiern Geburtstag" (2009) ihren absoluten Tiefpunkt erreichte. Auch ich habe diesen beiden Heften nur einen Stern gegeben. Es konnte eigentlich nur besser werden - und trotzdem hatten die beiden neuen Macher im Hintergrund eine ziemlich große Last zu tragen. Was für großartige Innovationen soll man nach über 50 Jahren noch bringen? Keine leichte Aufgabe für Neutexter Jean-Yves Ferri und Neuzeichner Didier Conrad.

Meine größten Bedenken sind zwar nicht eingetroffen, aber vom Niveau der ehemaligen Asterix-Geschichten ist auch dieser Band meilenweit entfernt. Irgendwie hat man an sehr vielen Stellen das unangenehme Gefühl, dass diese Geschichte von Fans der Reihe erstellt wurde. Jean-Yves Ferri und Didier Conrad wagen sich zwar an alles heran, was die bisherigen 34 erschienenen Asterix-Geschichten ausgemacht hat, wirken dabei aber oft zaghaft und manchmal sogar hilf- und einfallslos. Sie wollten hier anscheinend alles auf einmal ausprobieren, was oft dazu führt, dass viele Stellen konstruiert und gewollt wirken und der dazugehörige Gag nicht mehr zündet.

Auch die Geschichte ist so schon sehr oft dagewesen. Bei einem Strandspaziergang treffen Asterix und Obelix auf den Pikten Mac Aphon, der - abgesehen von der Tatsache, dass sein kompletter Körper eingefroren ist und er seinem Namen alle Ehre macht - ein großes Problem hat: Sein Rivale, Mac Abberh, hat es nicht nur auf die Herrschaft über alle Pikten, sondern auch auf Mac Aphons Verlobte abgesehen. Es versteht sich von selbst, dass Asterix und Obelix sich dazu bereit erklären, den Pikten bei seiner Reise zu unterstützen. Mit Stimmenelixier und Zaubertrank im Gepäck machen sie sich auf den Weg ins damalige Schottland, nach Kaledonien.
Seltsam jedoch, dass Obelix seinen Idefix freiwillig zu Hause lässt, mit der Angabe, er sei zu klein. Vielleicht täuschen mich meine Erinnerungen, aber hat Obelix seinen kleinen Hund nicht sogar schon nach Ägypten, Großbritannien, Spanien, Korsika oder den fernen Osten mitgenommen? Und wozu braucht man plötzlich Stimmenelixier, um ungewollte Redepausen zu kurieren, wo in der Vergangenheit doch immer ein Schluck Zaubertrank gereicht hat? Man könnte jetzt meinen, dass dies Kleinigkeiten sind, aber mit solchen Details steht und fällt eine Geschichte. Und in meinen Augen sind sie mindestens genauso wichtig wie die üblichen Hiebe für den Barden und die Römer, das Festessen am Ende der Geschichte, die kleinen Streitereien zwischen Asterix und Obelix (die hier leider sehr hyperbolisch dargestellt werden) und die lustige Darstellung fremder Kulturen. Um die Leser zu beruhigen: Diese Details sind natürlich allesamt in der Geschichte zu finden. Manche von ihnen zwar wie erwähnt gewollt und ohne Witz, aber anwesend - frei nach dem Motto: "Hauptsache, wir haben das untergebracht!". Auch wenn die Eigenarten der Pikten ruhig ein wenig mehr in den Vordergrund hätten treten dürfen. Die vielen verschiedenen Stämme, Krieger mit Karomuster, die für unsere Gallier unbekannten Tiere und der Vorgänger von "Nessie", ein verspieltes Ungeheuer namens "Fafnie", sind hier zwar vertreten, aber meiner Meinung nach hat trotzdem zu viel gefehlt - vor allem, wenn man sich nochmal vor Augen führt, mit welchen Meisterleistungen damals die Briten, die Schweizer, die Goten oder die Spanier dargestellt wurden.

Was bleibt über diesen Band als Fazit zu sagen? Es ist ein leises Aufatmen für absolute Fans dieser Reihe. Ein erster zaghafter Schritt zurück in die richtige Richtung. Aufgrund der fehlenden Fantasy-Elemente hat man endlich wieder das Gefühl, in das Jahr 50 v. Chr. eintauchen zu können. Hoffen wir, dass Jean-Yves Ferri und Didier Conrad nicht direkt die Lust auf Asterix verlieren und sich weitere Geschichten zutrauen. Vielleicht wachsen sie noch dermaßen gut in den Stoff hinein, dass man sie als würdige Nachfolger von René Goscinny und Albert Uderzo bezeichnen kann. Latürnich!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Deutlich besser als die direkten Vorgänger..., 17. November 2013
...alles andere wäre aber auch eine riesige Enttäuschung gewesen. Die Geschichte rund um die Pikten bietet gute Ansätze, allerdings hätte ich mir hier gerne noch mehr Landestypisches gewünscht. Schön sind die Wortspielereien rund um die Piktogramme und die unterschiedlichen Clans. Auch die Malzwasser-Episoden sind unterhaltsam, besonders der dazugehörige Druide. Zu Beginn spielt die Geschichte zu lange im Gallierdorf, sodass der Teil im Piktenland etwas hektisch wirkt. Gerade die Clanfehde hätte deutlich mehr Potenzial gehabt. Wenig anfangen kann ich mit den andauernden Anspielungen auf irgendwelche Pophits - da verstehe ich auch den Hintergrund nicht wirklich. Auffallend ist, dass Asterix und Obelix häufig brüllend aneinander geraten. Das gab es früher auch schon, in der Häufigkeit ist es jedoch etwas viel - zumal es tatsächlich um reine Nichtigkeiten geht. Trotz meiner Kritikpunkte eine nette Geschichte, die an vergangene Reiseabenteuer von Asterix und Obelix anknüpft. Ich bin guter Dinge, dass sich mit diesem Band die Dinge wieder zum Guten wenden - ein Anfang ist gemacht.
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