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Kundenrezensionen

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am 30. Januar 2014
Piano Nights ist die Musik um Nachts um halb Vier, in einer illegalen Bahnhofseckkneipe im Chicago der späten 20er Jahre, mit flackernden Öllampen, dreitagebärtigen Kerlen die im Halbrausch eines whiskeygetränkten Pokerspiels darauf warten ihre Messer aus dem Hosenbund zu ziehen, einbeinigen Prostituierten die sich mit aller Gewalt an den Tresen klammern um nicht in die kalte Nacht zu müssen und einem überfüllten stickigen Opiumhinterzimmern, eine letzte hoffnungslos verzweifelte Liebeserklärung zu machen: 'Und brichst Du mir mein Herz, brenne ich Dein Haus nieder und gehe ins Wasser.'.

Bohren und der Club of Gore sind also endlich wieder da. Und diesmal mit einem Schwerpunkt auf dem Piano. Clöser, der sonst meist Saxophon und Vibraphon in zähflüssiger Langsamkeit Töne entlockt und zelebriert, kam während eines Konzertes in Moskau auf die Idee sich an einen Flügel zu setzten. Damit war das Instrument verstärkt Teil des Repertoirs des Quartetts und namensgebens für das neue Album.
In ihrem Klang beharrt die Band auf ihrer stoischen Gelassenheit. Der Besen streift derart gemächlich im Niedrigsttempo über das Schlagzeug, dass der Rhythmus geradezu zerfällt und sich auflöst. Wundervolle Harmonien und Melodien werden im Loungejazzinsturmentarium bis in die Unkenntlichkeit gedehnt. Getreu dem Motto: 'Langsam, noch langsamer, Bohren!'.
Das ganze bekommt derweil über die Nutzung von Saxophon, Mellotron, Vibraphon und Hammondorgel einen erhaben sphärischen Klang verpasst, der in der Monotonie der breit ausgelegten Klanglandschaft und der Ton für Ton zelebrierten Akkorde zugleich mystisch, schwülwarm und düster wirkt.

Grundlegend hat sich also kaum etwas verändert im Clubhaus, die magische Musik der Mülheimer bleibt ihrem Wesen treu, und irgendwo zwischen den Scores von Blade Runner und Twin Peaks zuhause. Die große Richtungskorrektur von Dolores, nicht mehr tiefer in die Reduzierung, welche mit Geisterfaust ihren Höhepunkt erlebte, zu schreiten wird beibehalten. Und ähnlich wie Dolores enthält auch Piano Nights eine im Kern etwas positivere Grundstimmung als das große Meisterwerk der Band Black Earth. Etwas, aber wirklich nur etwas und gegenüber Dolores sogar ein wenig weniger.
Dafür geht die Band in ihrer atmosphärischen Dichte wohl eher zurück in Richtung Sunset Mission und Black Earth, was dieses Album zur besten Veröffentlicung der Band seit 12 Jahren macht.
Piano Nights ist letztendlich eben jene Musik die man von Bohren kennt: verraucht doomig schwermütiger Loungejazz mit allerlei Anleihen zum Dark Ambient.
22 Kommentare|29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Januar 2014
Da gibt man sich Mühe, mit der eigenen Band abwechlungsreiche Rocksongs zu schreiben, um die Sache spannend zu machen, und scheitert immer wieder grandios, weil man sich irgendwo verheddert.

Und dann kommt die neue Bohren, und wie immer hat man den Eindruck, dass das irgendwie wieder der gleiche Basis-Rhythmus ist, wieder die gleichen Stilmittel. Immer schöööön laaaaangsaaaaam und tiiiiief.

Aber verdammt nochmal, die machen das einfach so gut, dass zumindest ich mich nicht entziehen kann. Automatisch hat mich Piano Nights schon beim ersten Hören sofort aus dem Alltag rausgezogen, einfach weil das, was sich da abspielt, so weit weg ist von der ganzen Hektik, mit der man normalerweise konfrontiert wird. Man muss sich nur darauf einlassen können und wollen. Vielen ist das sicher viel zu langatmig. Ich finde es unglaublich entspannend, und gleichzeitig trotz oder wegen der Kargheit, die zum Füllen der Leerräume mittels Kopfino einlädt, so spannend.

Es passiert vielleicht ein bißchen mehr als auf "Black Earth", bei Im Rauch" fallen sogar zwischendurch mal mehr als drei kleine Pianotupfer pro Minute an. Piano Nights ist aber durchaus mit Black Earth vergleichbar, und das ist toll - Black Earth ist für mich das ungeschlagene Meisterwerk der Band. Gesungen wird Gott sei Dank (meine Meinung - Mike Patton in allen Ehren) diesmal nicht.
Das hier sind Bohren. Und zwar in Top-Form. Niemand anders kann das so gut.

Zum Vinyl: Doppel 180g Vinyl, gute Pressung. Bei Platte 2 musste ich das Loch in der Mitte ganz minimal vergrößern, weil ich sie sonst nicht auf den Teller bekommen hätte, das kommt aber häufiger vor in letzter Zeit. CD liegt dem Vinyl in Klasichthülle (ohne Cover) bei.

EDIT: Sorry, meine Rezension scheint hier 2x aufzutauchen, ursprünglich war sie 1x für das Vinyl und 1x für die CD gedacht. Amazon hat das scheinbar nachträglich zusammengefügt.
11 Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Januar 2014
Den Lobeshymnen der vorherigen Rezensenten kann man eigentlich nicht mehr viel hinzufügen. Warum belästige ich Euch trotzdem mit meiner Meinung?
Erstens weil das Album die beste Bohren Platte seit Black Earth ist.
Zweitens weil ich Euch empfehlen möchte zur Vinylversion zu greifen. Die Angabe "Anzahl der Tonträger:1" bei der Amazon Titelbeschreibung ist nicht korrekt.
Das Album kommt als hochwertig gepresste schwarze 180 g Doppel LP. Die Scheiben stecken in ebenfalls hochwertigen schweren Kartontaschen. Zudem liegt das komplette Album als CD bei. Macht nach Adam Riese also 3 Tonträger.
Ich dachte das interessiert vielleicht den einen oder anderen hier, der derzeit noch mit sich ringt welche Version des Albums er/sie kaufen sollte.
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am 24. Januar 2014
Da gibt man sich Mühe, mit der eigenen Band abwechlungsreiche Rocksongs zu schreiben, um die Sache spannend zu machen, und scheitert immer wieder grandios, weil man sich irgendwo verheddert.

Und dann kommt die neue Bohren, und wie immer hat man den Eindruck, dass das irgendwie wieder der gleiche Basis-Rhythmus ist, wieder die gleichen Stilmittel. Immer schöööön laaaaangsaaaaam und tiiiiief.

Aber verdammt nochmal, die machen das einfach so gut, dass zumindest ich mich nicht entziehen kann. Automatisch hat mich Piano Nights schon beim ersten Hören sofort aus dem Alltag rausgezogen, einfach weil das, was sich da abspielt, so weit weg ist von der ganzen Hektik, mit der man normalerweise konfrontiert wird. Man muss sich nur darauf einlassen können und wollen. Vielen ist das sicher viel zu langatmig. Ich finde es unglaublich entspannend, und gleichzeitig trotz oder wegen der Kargheit, die zum Füllen der Leerräume mittels Kopfino einlädt, so spannend.

Es passiert vielleicht ein bißchen mehr als auf "Black Earth", bei Im Rauch" fallen sogar zwischendurch mal mehr als drei kleine Pianotupfer pro Minute an. Piano Nights ist aber durchaus mit Black Earth vergleichbar, und das ist toll - Black Earth ist für mich das ungeschlagene Meisterwerk der Band. Gesungen wird Gott sei Dank (meine Meinung - Mike Patton in allen Ehren) diesmal nicht.
Das hier sind Bohren. Und zwar in Top-Form. Niemand anders kann das so gut.
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am 24. Januar 2014
Langerwartet ist das neue "Bohren"-Album endlich bei mir eingetroffen und sofort in den CD-Player gewandert.
Schon mit dem ersten Stück fängt mich die einzigartige Stimmung ein, die nur ein "Bohren"-Album hervorrufen kann.
"Kurze" Zeit später ist das Album durchgehört und man löst sich erst langsam aus der Faszination und der Entrücktheit, in die der Hörer entführt wird.

Wem die letzten beiden Alben (und die EP) zu experimentell waren, werden sich an "Piano Nights" sehr erfreuen. "Piano Nights" ist für mich eine Mischung aus "Sunset Mission"(ohne die poppige Ader) und "Black Earth"(ohne die endlose Schwermut). Jedoch ohne diese zu wiederholen oder zu kopieren.

Der Ausflug in experimentelle Gefilde hat Bohren und der Club of Gore sichtlich gut getan und ein sehr frisches und grandioses Album entstehen lassen.

Definitiv meine CD für die nächsten Monate...
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am 19. Februar 2016
ich bin seit langer zeit ein großer fan von bohren. meine lieblingsplatten waren bisher sunset mission und black earth. das werden sie auch weiterhin sein, ergänzt um piano nights. nicht so "überschwänglich" wie sunset, aber auch nicht so düster wir black earth. nach einem anstrengenden tag nach hause kommen, ein glas rotwein und die piano nights - was gäbe es schöneres? meine empfehlung, kauft die LPs, da ist
dann auch die cd bei - auf den LPs ist die reihenfolge anders und natürlich typisch Bohren, die aufmachung ist toll.
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am 15. Februar 2014
Die Musik von Bohren und der Club of Gore, ist nach meiner Ansicht sehr gut geeignet um eine Geschichte zu schreiben. Man schließ die Augen, während man die Musik hört, hatte sofort eine Idee. Aber auch sonst gefällt mir die Musik. So kann man sogar das ach so gute Fernseheprogramm vergessen. Man lässt den Fernseher aus und hört stattdessen lieber Piano Night.
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am 24. Januar 2014
...endlich, endlich, endlich...knapp 6 jahre nach dolores und 3 jahre nach der ep beileid endlich die neue scheibe einer der wohl innovativsten bands der letzten jahrzehnte..vorweg noch, bei bohren ist es mir nicht möglich objektiv zu sein, bohren haben mich in den letzten jahren vor allem in situationen begleitet, in der trauer, wut, einsamkeit eine grosse rolle gespielt haben..sie waren immer da, zum glück..
bisher haben bohren ausschliesslich meisterwerke veröffentlicht, black earth ist wohl eins der besten alben aller zeiten..jetzt den stil zu beschreiben, erspare ich mir..da sie in allen musikalischen lagern (zu recht) vergöttert werden, sagt vieles aus..
mit "im rauch" fängt das neue album etwas unspektakulär an..was dann kommt, ist kaum in worte zu fassen..noch mehr als vorher hört man die angelo badalamenti anteile, wobei ich meine hormonausschüttung einfach schwer in worte fassen kann..der hang zum kürzeren lied ist auch auf piano nights vorhanden, die zeit der 25min epen der midnight radio phase ist vorbei, eigentlich schade..
na gut, ich will dann doch nicht länger langweilen, kaufpflicht..meisterwerk!
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am 23. Februar 2016
die cd gefällt mir gut. kannte sie bereits aus dem Radio. kann ich nur weiterempfehlen. ruhig, aber nicht zum schlafen. manchmal melancholisch? weiss nicht, bin kein experte. einfach toll
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am 11. März 2014
Die erste Musik, bei der ich auch lesen kann. Endlosschleife. Ästhetik überall. Bereichernd und schärft die Sinne. Danke für diese Musik.
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