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62 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Buch...
Da ich ja wirklich pingelig bei Hörbuchsprechern bin, war ich hier bei Robert Stadlober etwas skeptisch, als Schauspieler finde ich ihn nämlich mehr so ähm... semigut.
Als Hörbuchsprecher hat er mich hier jedoch überzeugt. Seine Stimme paßt zu Don Tillman perfekt. Und Don Tillman paßte zu mir, herrlich, wie er sich bemüht...
Vor 11 Monaten von Janie veröffentlicht

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das LiebesProjekt des Informatikers
Warum eine weitere Meinung äußern, wenn es allein schon bei den Amazon-Lesern so viele, vor allem ähnlich lautende gibt? Weil ich den weltweiten Enthusiasmus, der dieses Buch trägt, verbreitet und kommerzialisiert, nicht teilen mag. Und hier sind meine Gründe.
Die Konstruktion des Buches ist simpel. Die pseudo-wissenschaftliche, biologisch...
Vor 4 Monaten von Volker Jentsch veröffentlicht


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62 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Buch..., 26. Januar 2014
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt (Audio CD)
Da ich ja wirklich pingelig bei Hörbuchsprechern bin, war ich hier bei Robert Stadlober etwas skeptisch, als Schauspieler finde ich ihn nämlich mehr so ähm... semigut.
Als Hörbuchsprecher hat er mich hier jedoch überzeugt. Seine Stimme paßt zu Don Tillman perfekt. Und Don Tillman paßte zu mir, herrlich, wie er sich bemüht Gesellschaftsregeln einzuhalten und genau deshalb immer wieder über sie stolpert. Wie er eine Rede vor Asperger Kids hält und sich noch darüber ausläßt, daß erwachsene Asperger dies meist nicht wissen und außer ihm jeder weiß, daß er dazu gehört. Herzzerreißend, innig, warm, lustig, traurig und bewegend wird hier eine Geschichte geschildert, die anders ist, anders sein will und zeigt, daß man auch anders sein darf, muß, kann und sollte.
Konventionen sind schön und gut, sie hier und da zu durchbrechen, ist viel schöner.
Zwar ahnte ich bereits sehr früh, das Ergebnis des "Vater-Projekts", das tat meiner Hörlust aber keinen Abbruch, gerne begleitet man Don und Rosie auf ihrer Suche nach der "perfekten Ehefrau" und dem "wirklichen Vater" und schmunzelt darüber, wie beide miteinander umgehen.

Das hat mir wirklich wirklich wirklich gut gefallen, ein sehr angenehmer, nie böser oder verletzender Humor, ein schöner Schreibstil und ein guter und passender Sprecher.
Das macht neugierig auf weitere (Hör-)Bücher...
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115 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wirklich brillanter Debütroman !, 25. Dezember 2013
Von 
Jouvancourt (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
*
Selten genug ist einem Buch schon lange vor seinem Erscheinen der Weg zum Bestseller in die Wiege gelegt worden! Das hier ist ein solches Buch, das ohne jeden Zweifel die Hitparaden der Literaturbarometer und auch, zu einem späteren Zeitpunkt, die Kassen der Kinos klingeln lassen wird! Mein Wort darauf!

Was soll ich zu so einem herzlichen, warmen, romantischen, berührenden, sprühenden, spannenden Buch sagen? Dass es ein wirklich guter Roman geworden ist, der uns eine volle Dosis Empathie abgibt, der nie langweilig wird, der uns mit den beiden Hauptpersonen leben und vibrieren lässt! Dass es eine verzaubernde, frische Liebesgeschichte ist, die uns den Menschen Don Tillmann lieben lässt, und Liebe ist Freude und in diesem Buch gibt es so viele freudige, komödienhafte Situationen, dass man aus dem Lächeln nicht mehr herauskommt!

Die Geschichte: ein australischer Professor, Don Tillmann, 40, hochintelligent, etwas verschroben, etwas sehr pedantisch, sucht die Frau seines Lebens und hat dafür in wissenschaftlicher Manier eine 17-seitige Checkliste aufgestellt, um die Frau seines Lebens zu finden. Mindestens 100 Kriterien hat sie zu erfüllen, ebenso viele sollte sie keinesfalls haben. Es kommt, wie es kommen muss: er trifft die Barfrau Rosie, die eigentlich genau das Gegenteil von all seinen sorgfältig erarbeiteten Kriterien ist und somit nicht als mögliche Partnerin in Frage kommen kann. Dafür weckt die rothaarige, liebenswerte Chaotin sein wissenschaftliches Interesse, denn sie möchte ihren biologischen Vater finden. Für diese präzise Aufgabe kommen Dons Kenntnisse als Genetiker gerade recht und er unterstützt Rosie in diesem Projekt. Bald merkt er jedoch, dass es eine andere Welt ausserhalb der beweisbaren Fakten gibt und gerät in einen Strudel der Logik, die sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Die Situationen, in der er mit und durch Rosie hineinstrauchelt, sind voller Komik und an manchen Stellen weiß man nicht, ob man eine Träne des Lachens oder des Mitgefühls aus dem Augenwinkel wischen muss.

Ein schalkhafter Liebesroman, ein literarisches Ereignis mit einem extrem hohen Unterhaltungswert, den ich nur wärmstens empfehlen kann!
.
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57 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine absolut gelungene Abhandlung über die Logik der Liebe, 27. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zitat:
„Ich denke, ich habe eine Lösung für das Ehefrauenproblem gefunden. Wie bei so vielen wissenschaftlichen Durchbrüchen war diese Lösung im Nachhinein ganz logisch, doch ohne eine Reihe außerplanmäßiger Ereignisse wäre ich wohl nie darauf gekommen.“
(S. 7)

„Ich bin neununddreißig Jahre alt, groß, durchtrainiert und intelligent, mit relativ hohem gesellschaftlichem Status und überdurchschnittlichem Einkommen als Assistenzprofessor. Gemäß den Gesetzen der Logik sollte ich für eine ganze Reihe von Frauen attraktiv sein. Im Reich der Tiere würde ich mich erfolgreich vermehren.“
(S. 9)

Inhalt:
Don Tillmann ist anders. Er lebt nach einem strikten Tagesablauf, streicht jeden nicht effektiven oder unproduktiven Teil des Kalenders und kann sich so komplett auf seine Arbeit als Genetiker konzentrieren und auch seine Lehrarbeit als Professor zur vollen Zufriedenheit erledigen. Seiner Zufriedenheit. Denn aus irgendeinem Grund hält ihn die Chefin für übergenau und daher wurde er schon des Öfteren zu ihr zitiert.
Alles in allem läuft sein Leben dermaßen gut geplant aber effizient und ressourcenschonend. Wäre da nicht die lästige Frage der Partnerin. Schließlich heißt es, dass verheiratete Männer glücklicher wären, was sich im Allgemeinen sehr vorteilhaft auf die Lebenserwartung und Produktivität auswirkt.

Nur woher nehmen? Nach einigen Fehlversuchen in Sachen Dating, was vor allem an Dons „Inkompatibilität“ mit anderen Menschen außer einer befreundeten Familie liegt. Was liegt also näher, als alles von der wissenschaftlichen Seite zu betrachten und das „Ehefrauen-Projekt“ ins Leben zu rufen. Mittels Fragebogen will Don die ungeeigneten Elemente ausschließen und eine reale Begegnung nur mit dem Rest zu wagen – nur leider fällt so ziemlich jede potentielle Partnerin durch das Raster.

Als dann aber Rosie durch Zufall in Dons Leben platzt, hinterlässt sie nachhaltige Spuren, die mit reiner Logik nicht zu erklären sind.

Meinung:
Es gibt Bücher, die einem zufällig in die Hände fallen und bei denen man denkt, dass es rational gesehen nicht ins Beuteschema passt.
So ging es mir mit dem „Rosie-Projekt“. Als „internationaler Bestseller“ angekündigt, war ich aber dennoch so neugierig, dass ich anfing zu lesen… und nicht mehr aufhörte.

Das Fazit: Ich war begeistert.
Mehr wäre eigentlich nicht zu sagen, denn diese drei Worte spiegeln meinen Eindruck klar wieder, sind daher als die effektivste Möglichkeit zu betrachten, mein Gefallen an dieser Geschichte zu verdeutlichen.

WAS?!
Tja, genau so sieht Dons Leben aus. Effektives Zeitmanagment, Pläne, keinerlei Abweichung ohne Zeitausgleich mit anderen Terminen. Daher betrachtet Don auch die Partnersuche auf herkömmliche Art als großes Problem. Blind Dates, „zufällige“ Treffen mit Bekannten, alles Zeitverschwendung, vergleicht man Aufwand und Nutzen, also die potentielle Möglichkeit, den idealen Partner auf diese Weise zu treffen.

Kurzerhand hat Don die zündende Idee. Um eine Vorauswahl zu treffen, gibt es von wissenschaftlicher Seite her keine bessere Variante als einen Fragebogen. Das Projekt Ehefrau steht in den Startlöchern.

Der etwas andere Protagonist, der 39-jährige Don Tillman, hat sich vom ersten Moment in mein Herz geschlichen. Durch einen geschickten Umweg konnte mir der Autor vermitteln, woher diese Andersartigkeit denn stammt. Don selbst, der in Ich-Perspektive/Vergangenheit erzählt, erkennt dieses „Problem“ nicht, lediglich die durch sorgfältige Analyse geschlussfolgerte Sicht der anderen auf ihn.

Eben jene analytische Art, man könnte es auch verquer nennen, macht Don so dermaßen liebenswürdig und gleichzeitig urkomisch. Er ist laut mehreren Aussagen "sozial inkompetent", kann Emotionen und Reaktionen anderer nicht deuten, Sarkasmus nicht verstehen und zeitverschwendende Dinge des Alltags wie Smalltalk und Belanglosigkeiten nicht mit seinem Verständnis von Effektivität unter einen Hut bringen. Don ist strukturiert, effizient und null flexibel.
Wer ihn kennengelernt hat, sich mit seiner Art zu leben zurechtgefunden hat, ist selbst schockiert über das Auftreten von Rosie und kann sich vorstellen, wie eine solche Person das Leben von Don durcheinanderbringt.

Rosie ist ebenfalls alles andere als normal, geht jedoch in eine völlig unkonventionelle Richtung, hält sich oft nicht an selbst aufgestellte Regeln und wirft kurzerhand Dons Pläne über den Haufen. Sie ist nach eigenen Angaben „verkorkst“, was Don als sehr seltsame Beschreibung einzustufen vermag.

Als Gegenteil der idealen Partnerin kommt Rosie für das Ehefrauen-Projekt natürlich nicht infrage, für ein freundschaftliches Verhältnis aber perfekt. Denn schnell stuft Don die Treffen mit ihr unter den „besten Tagen seines erwachsenen Lebens“ ein.

Jedem normalen Menschen, vermutlich allen Lesern, ebenso Dons bester (einziger) Freunde Gene und Claudia ist klar, was mit Don passiert. Nur ihm selbst eben nicht. Und das ist das Geniale an diesem Buch. Ich durfte hautnah miterleben, wie sich der Protagonist Don entwickelt, schmunzelte über seine Aussagen, lachte laut auf, als er wieder neue Theorien und Interpretationen des Beobachteten von sich gab.

Der Schreibstil von Herrn Simsion ist einfach, aber eher als gehoben einzustufen, dem Protagonisten angepasst, der immerhin Assistenzprofessor ist. Jegliche andere Art des Erzählens würde die Geschichte unauthentisch machen und ihr Charme ginge komplett verloren. Diesem besonderen Charme ist es auch zu verdanken, dass das „Rosie-Projekt“ keinerlei herkömmlicher Spannung oder schnulziger Parts benötigt, um einen Lesesog zu entwickeln, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ich musste es einfach wissen: Kann das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss kommen?

Urteil:
„Das Rosie-Projekt“ traf bei mir einen Nerv. Mag es an der mangelnden Kompetenz oder Erfahrung im Contemporary-Bereich liegen, aber dieses Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Der so eigene Protagonist und seine unfreiwillig komische Art waren ein Highlight für mich und ich konnte einfach nicht damit aufhören zu verfolgen, wie Rosie Dons Leben durcheinanderbringt und so dem emotionalen Teil den Weg ebnet. Dafür gibt es ganz klar 5 Bücher.

Wer eine etwas anspruchsvollere Art von Liebesgeschichte sucht, einen besonderen Protagonisten kennenlernen will, versuchen möchte, der Liebe auf logische Weise auf die Spur zu kommen, verfolgen will, ob die Suche nach einer Ehefrau auch auf wissenschaftliche Art funktioniert, muss zu diesem Buch greifen. Lest in die Leseprobe. Wenn euch das erste Kapitel überzeugt, gefällt euch sicher auch der Rest.

©his-and-her-books.blogspot.de
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie findet man die perfekte Ehefrau?, 10. März 2014
Von 
Michael Krause (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Don Tilman ist ein besonderer Mensch. Er hat seinen Tagesablauf nach einem strikten Plan organisiert und jede überflüssige Begebenheit aus seinem Kalender gestrichen. So kann er sich voll und ganz auf seine Arbeit als Genetiker konzentrieren, die in einem Lehrauftrag gipfelt. Zwar gerät er hin und wieder mit der Dekanin aneinander, doch Don würde sein Leben als nahezu perfekt beschreiben. Wäre da nicht die Suche nach einer Partnerin. Eines Tages hat Don die Idee seines Lebens: Er entwirft einen mehrseitigen Fragebogen, um mit dessen Hilfe die perfekte Ehefrau zu finden. Sein Freund Gene sieht dem Ehefrauen-Projekt mit gemischten Gefühlen entgegen. Als dann durch Zufall Rosie in Don's Leben auftaucht, ist das Chaos vollkommen, denn Rosie entspricht nicht im Geringsten Don's Vorstellungen von seiner künftigen Frau. Sie arbeitet als Barkeepern, raucht und ist vollkommen unorganisiert. Allerdings hat sie es auf Don wegen eines anderen Projektes abgesehen, denn sie benötigt seine Fähigkeiten als Genetiker, da sie auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater ist. Und so stürzt sich Don neben dem Ehefrauen-Projekt auch noch in das Rosie-Projekt.

DAS ROSIE-PROJEKT ist der Debütroman des Australiers Graeme Simsion. Weltweit stürmt sein Erstling die Bestsellerlisten und hat dafür gesorgt, das Don und Rosie in über vierzig Ländern bekannt sind. Diese Begeisterung ist über weite Strecken des Buches auch gerechtfertigt. Mit Don Tilman hat der Autor eine der interessantesten Romanfiguren der letzten Jahre zum Leben erweckt. Der am Asperger Syndrom erkrankte Tilman kann gerade zu Beginn des Romans den Leser begeistern. Einfühlsam, sympathisch, humorvoll und nachdenklich lässt Graeme Simsion seinen Protagonisten agieren. Allein die Entwicklung, die sein Held im Verlauf der Geschichte durchlebt, rechtfertigt die Lektüre dieses Romans. Mit Rosie hat er ihm dann eine Frau an die Seite gestellt die ihn (und den Leser) fordert. Durch Rosie entstehen viele Konfliktpunkte, die dem Leser jede Menge Spaß machen.

Allerdings musste ich ab der Hälfte feststellen, dass die Geschichte etwas von ihrem anfänglichen Charme verloren hat. Der Leser hat sich auf die beiden Charaktere eingestellt und manche Szenen, die gerade zu Beginn lustig waren, verlaufen sich jetzt ein wenig im Nirgendwo. Hinzu kommt, dass ich das Ende zwar nicht wirklich schlecht, aber doch sehr genretypisch fand. Hier hat man ein wenig den verdacht, als habe der Autor auf eine mögliche Verfilmung geschielt.

Der Schreibstil von Graeme Simsion ist okay. Mit einfachen Sätzen lässt er seine Protagonisten agieren.

DAS ROSIE-PROJEKT ist definitiv eine der schönsten und ungewöhnlichsten Liebesgeschichten der letzten Zeit. Mit Don und Rosie gibt es zwei Protagonisten, mit denen sich der Leser gerne einlässt. die überschwänglichen Kritiken sind größtenteils gerechtfertigt. Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn ich ab der Mitte nicht mehr ganz so euphorisch dabei gewesen bin. Trotzdem kann ich DAS ROSIE-PROJEKT empfehlen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Korrekt. Völlig korrekt und unheimlich liebenswert toll …., 6. April 2014
Von 
Udo Kewitsch "Udokah" (Landkreis TS) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ehrlich gesagt: meine Kaufentscheidung entspringt dem Buchcover und der spärlich Kommentierung auf der Rückseite. Ich sollte nicht enttäuscht werden.

Die ersten stolpern noch etwas dahin, aber man erkennt schnell, dass es Don Tilmann ist, der da stolpert und sich in gewissem Sinne selbst im Weg steht. Sympathiepunkte bekommt er fast keine, aber dafür geht die Handlung flüssig dahin, Rosie taucht auf, es gibt genetische Themen, immer wieder muss ich schmunzeln, manchmal lauthals lachen .. dann wieder betroffen innehalten ..nachdenken …..

Die Seiten werden verschlungen, die Story geht voran, … mit jeder Seite steigert sich die Neugierde … man will wissen was passiert, warum es passiert und ob …. und vor allem wer … ?

Die Handlung galoppiert, die Zusammenhänge sind zielsicher konstruiert, überraschen durch unvorhersehbare Wendungen und halten den Leser fest. Don Tilmann ist zweifelsohne ein seltener Tropf … Rosie ist auf ihre Art wunderbar unkonventionell … die Protagonisten um die beiden herum würzen den Unterhaltungscocktail (weil es weder eine ausschließliche Liebesgeschichte noch ein richtiger Krimi ist) mit besten Zutaten …

Dem Autor gelingt der Spagat einen verkopften Protagonisten und eine anspruchsvolle Aufgabenstellung miteinander zu verweben, dabei den Humor einzuflechten und doch auch intellektuell anspruchsvoll zu bleiben.

Kurzum: eines der besten Bücher, die ich seit LANGEM gelesen habe …. wunderbar korrekt, wundertoll fantastisch …. liebenswert, ehrlich, offen, entwaffnend …unterhaltsam … fünf Sterne .. mindestens ! FAZIT: LESEN ! Gerne auch 2x oder 3x … weil es ist tiefsinniger als man zunächst wahrnimmt ….
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Don Tillman sucht die Lösung für das Ehefrauproblem, 6. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt:
Don Tillmann, 39, groß, durchtrainiert und intelligent, ist Genetiker und hat sein Leben komplett verplant. Er benötigt beispielsweise genau 94 Minuten um sein Bad zu reinigen und er hat einen standardisierten Plan, bei dem er für jeden Wochentagen auch ein bestimmtes Abendessen hat. Was er allerdings nicht hat, ist eine Frau. Deshalb startet er das Ehefrau-Projekt und macht sich auf die Suche nach der perfekten Frau für ihn. Mit Hilfe eines (bereits gekürzten) 16-seitigen Fragebogens kann er bereits eine Vorauswahl treffen, um seine wertvolle Zeit nicht mit unnötigen Dates zu vergeuden.

Dann jedoch lernt er Rosie kennen, die durch die Hilfe von Genetiker Don, ihren leiblichen Vater sucht.

Meine Meinung:
Don Tillmann ist einfach genial. Ich fand ihn von der ersten Seite, vom ersten Satz an, klasse. Auch alle andere Personen im Buch, also natürlich Rosie, aber auch Dons Freunde Gene und Claudia, sind toll. Während Don mich immer wieder einmal an Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory erinnert hat, habe ich bei Gene an Barney Stinson von How I Met Your Mother denken müssen :-) Für Freunde dieser Serien ist das Buch also absolut zu empfehlen!

Die Geschichte um den sonderbaren Don Tillman, der doch eigentlich nur sein Leben so lebt, wie er es für richtig hält, ist einfach schön zu lesen. Graeme Simsion hat das gesamte Buch in einem einzigartigen Stil geschrieben, der mir unglaublich gut gefallen hat. Durch viele kleine zusätzliche Details hat er es geschafft, dass das Buch absolut lesenswert ist.

Don Tillman wirkt ein wenig altmodisch, aber trotzdem unglaublich interessant. Gleich zu Beginn des Buches muss er einen Vortrag über das Asperger-Syndrom halten. Dabei beschreibt er Symptome, an denen er offensichtlich selbst leidet, was er jedoch gar nicht zu bemerken scheint. Er hat eine interessante Art und Weise, das Leben zu betrachten und vor allem seine Mitmenschen. Ich fand es sehr amüsant, wie Don mit Rosie und allen umgeht und wie er sein Ehefrauproblem angehen will. Durch Rosie und ihre Suche nach ihrem Vater wird er jedoch auch ein wenig davon abgelenkt. Neben seinem Ehefrau-Projekt hat er sich also auch noch um das Vater-Projekt zu kümmern.

Dieses Buch macht Spaß! Die Geschichte ist schräg und Don Tillman ist so ein interessanter Charakter, ich möchte unbedingt mehr von Graeme Simsion lesen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gut und witzig, 9. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das war wieder mal eine gute Empfehlung meiner Buchhändlerin. Ihr kann ich blind vertrauen. Sie kennt mich und verpasst mir regelmäßig neue Bücher, damit ich auf dem Laufenden bin und auf den Partys die ich nicht besuche zumindest zum Smalltalk ein wenig beitragen könnte. Nur gut, dass ich nicht in solche Situationen gerate und mich statt dessem dem Lesen hingeben kann.

Dons Leben verläuft nach klaren Regeln. Essen, Trainieren, Arbeiten, Schlafen für alles gibt es bei Don eine fest eingeplante Zeit. Und auch nur diese Zeit. Sein Leben verläuft in klaren Strukturen, die ihm die Uhr vorgibt. Ein Leben nach PLAN.
Soziale Interaktionen sind ihm fremd und unnütz. Seltsamerweise wünscht er sich dennoch eine Ehefrau. Was liegt da näher als ein Fragebogen zu entwickeln, mit dem er schon vor dem ersten Date jede unpassende Kandidatinnen aussortieren herausfiltern kann?
Doch dann erscheint Rosie. Und schon ist alles anders.

"Das Rosie-Projekt" ist das erste Buch Graeme Simsion. Das es gleich ein Erfolg auf der ganzen Welt geworden ist, damit hat er wohl nicht gerechnet. Well done lieber Graeme.
Ich war erst skeptisch, denn eine romantische Geschichte mit einem Hauptdarsteller der autistische Züge hat, ist eine Gradwanderung. Doch der Humor rettet alles und macht das Buch wirklich lesenswert.

Don erzählt die Geschichte selbst. Und damit weiß man von Anfang an, dass das Leben für Don nicht ganz so "normal" abläuft. Don ist ein logisch denkender Mann. Zielgerichtet- allerdings völlig unbegabt in jeglichem sozialen Bereich. Und genau dieser Mann sucht eine Frau und zwar nach ganz nüchternen und wissenschaftlichen Vorgaben. Ist das nicht herrlich lebensfremd?

Seine Begegnungen mit Rosie sind witzig. Der Autor schafft es sich in keiner Sekunde über das Verhalten von Don lustig zu machen. Don selbst erkennt selbst, dass er nicht so wie andere Menschen ist. Sein Umgang mit sich selbst und die Annahme von dem was er nicht ändern kann, machen dieses Buch bemerkenswert. Don findet etwas in Rosie und letztendlich in sich. Es ist ein langer Weg und wir erleben den freudvollen und hoffnungsvollen Beginn.

Ich mag den Schreibstil. Locker flockig und dennoch in schöner, gewählter Sprache.

Fazit: ein schönes, lesenswertes Buch. Ich freue mich auf Graemes zweites Werk, falls er das schreibt.
Ich empfehle 'Das Rosie Projekt'
Anna Ulrich
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich, einzigartig und wundervoll. Ein Buch zum Lesen, Lachen und Lieben., 7. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Don Tillmann ist soweit. Er will heiraten, doch da gibt es noch ein kleines Problem: die passende Frau.
Da seine bisherigen Verabredungen immer einmalig und schnell erledigt waren, sucht er jetzt die perfekte Frau.
Sie sollte natürlich Nichtraucherin sein, nur gelegentlich Alkohol trinken, organisiert und pünktlich, aber nicht zu früh, oder zu spät sein.
Um alle inakzeptablen Frauen auszusortieren, hat er sich die Mühe gemacht und einen 16-seitigen Fragebogen erstellt.
Diesen Fragebogen wendet er erst praktisch bei verschiedenen Zusammentreffen an, später übers Internet.
Don hat nicht sehr viele Freunde, denn er ist eigenartig einzigartig. Sein Tagesablauf ist minutiös geplant, Abweichungen verwirren ihn und Listen helfen ihm in jeder Lebenslage.
Sein bester Freund Gene hat dagegen kein Problem mit den Frauen, eher ohne. Er ist seit vielen Jahren mit Claudia (ebenfalls eine Freundin von Don) verheiratet und gemeinsam haben sie zwei Kinder.
Gene hat ein zeitintensives Projekt um das er sich wirklich sehr gerne kümmert und nebenbei hilft er Don jetzt auch noch bei der Auswahl der richtigen Frau.
Eines Tages steht dann Rosie vor Don: sie ist absolut unpünktlich, arbeitet als Barkeeperin (trinkt dementsprechend sicher selber öfter und kann auch nicht besonders gebildet sein) und sie raucht!
Sie ist auf der Suche nach ihrem biologischem Vater und wer könnte ihr da besser helfen als der Genetiker Don Tillmann?

Meine Meinung:
Ein Buch, von dem die meisten Leser begeistert sind. Ein internationaler Bestseller, der in 40 Länder verkauft wurde. Die Erwartungen an dieses Buch waren enorm hoch und wurden erfüllt.
Obwohl der Schreibstil teilweise anstrengend wurde, weil Don eben kompliziert gepolt ist und ein (für mich) zu anstrengend durchgeplantes Leben führt, war er fesselnd.
Mich faszinierte es, dass der Protagonist eben nicht der perfekteste Mensch ist, sondern jemand mit einer Besonderheit, die ihn so zwar anstrengend, aber sehr liebevoll erscheinen lässt.
Don ist wie oben erwähnt wirklich einzigartig und ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwer wäre mit ihm befreundet zu sein. Trotzdem finde ich es immer wieder bemerkenswert, wieviel Einfluss Rosie unbewusst auf ihn hat. Er fängt an sein Leben zu ändern, sofern es ihm möglich ist.
Obwohl er ein Wissenschaftler ist und alles immer hinterfragt, entscheidet er seit er sie kennt oft spontan und irrational.
Gerade dieser Wandel, das Erleben von Neuem, das Kennenlernen anderer Menschen und Situationen und wie Don damit umgeht und daran wächst, wie er seine eigene Welt erweitert fasziniert mich.
Ich bin beeindruckt, wie er aus seinem eigenen Gefängnis ausbricht, denn dazu gehört Mut, Neugier und vor allem ein Grund, der alles andere unwichtig erscheinen lässt.
Obwohl Rosie eine tragende Rolle spielt, ist sie für mich nur ein Nebencharakter.
Beide sind sehr sympathische und greifbare Charaktere und kurz vor Ende des Buches musste ich doch noch ein Tränchen verdrücken.
Für mich absolut gelungen.

Fazit:
Ungewöhnlich, einzigartig und wundervoll. Ein Buch zum Lesen, Lachen und Lieben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Romantische an der Logik, 16. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das letzte Buch, das ich 2013 gelesen habe und sicherlich mit eines der Besten dieses Jahres.
Die Hauptfigur Don ist Genetiker in Melbourne, hat nur zwei Freunde, ist absolut brilliant auf seinem Fachgebiet, ein Ordnungsfanatiker und auf der emotionalen Ebene eine totale Niete.
Don hat Asperger, weiß es aber, wie anscheinend heute die meisten betroffenen Erwachsenen, nicht. Seine beiden einzigen Freunde sind ein Ehepaar, die beide Psychologen sind. Es beginnt damit, dass Don für die beiden einen Vortrag über Asperger für betroffene Kinder halten soll. (Um vielleicht eine Ähnlichkeit zu jemanden zu erkennen) Diese Szene ist so stark und gibt den ganzen Ton des Buches sehr gut wieder. Don will den Kindern in dem hochwissenschaftlichen (!!) Vortrag vermitteln, dass sie ganz besondere Fähigkeiten haben. Sie unterscheiden sich zwar vom Durchschnitt, aber dafür können sie viele Sachen einfach besser. Hier ist es teilweise erschreckend wie fixiert die erwachsenen Zuhörer sind, dass die Kinder sich bestmöglich an den Durchschnitt anpassen sollen. Die Szene hat so sehr für mehr Toleranz und Akzeptanz geworben, auf eine so charmante Weise, wie es das ganze Buch unterschwellig tut.

Die Geschichte ist aus Dons Perspektive geschildert und oft muss man über seine Denkweise schmunzeln, aber das Buch macht sich nie über seine Hauptfigur lustig. Don hat das Problem keine Frau zu finden, die seinen Ansprüchen genügt. Deshalb erstellt er einen 32-seitigen Fragebogen, der alle unbrauchbaren Kandidatinnen sofort möglichst zeitsparend aussortiert. Das klappt nur leider nicht so richtig. Neben dem Projekt "Ehefrau" hilft er als Genetiker der chaotischen Rosie dabei, ihren biologischen Vater zu finden. Aufgrund der großen Zahl möglicher Kandidaten wird das Projekt Ehefrau ständig verdrängt, was Don aber nicht weiter stört. Warum wohl?

Das Buch ist keine klassische Liebesgeschichte, was mit einem Protatgonisten mit Asperger auch nicht zu erwarten ist, aber Logik kann auch romantisch sein.
Obwohl das Buch allein schon durch die Perspektive von Don eigentlich extrem neutral und ohne gefühlbetonte Sprache auskommt, ist es zwischen den Zeilen unglaublich herzerwärmend. Was sich Don zum Beispiel für seine an Demenz erkrankte Nachbarin ausdenkt, war so eine liebe Geste, ohne das es ihm wirklich bewusst ist.
Ich liebe dieses Buch!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Roman mit ganz eigener Sprache, 12. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach über 100 Büchern im letzten Jahr nun eins, das mich erstmals zu einer Bewertung veranlasst. Selten so gelacht und doch auch intellektuell angeregt worden wie hier. Unbedingt empfehlenswert auch für Vielleser wie mich.
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