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62 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Killer, Cops und Cholera - rundum gelungene Zeitreise ins viktorianische London der Ripper-Jahre
Bis zum Blu-ray Release auch von mir an dieser Stelle nur eine Empfehlung aufgrund des Serieninhaltes und der Qualität.
Die Serie ist zeitlich (wie auch örtlich) einige Wochen nach den bekannten Rippermorden angesiedelt und thematisiert diese nur am Rande, sozusagen als gemeinsames Bindeglied vieler Protagonisten. Gezeigt wird die Polizeiarbeit der Londoner...
Vor 11 Monaten von Bücherfresser veröffentlicht

versus
28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Warum liebes Polyband/WVG Team?
Ich muss jetzt leider auch mal rumstänkern.
Liebes Polyband und WVG Team, was gibt es für einen Grund, bei der neuen TV Serie von BBC „ Ripperstreet rum zuschnibbeln? Die neue Serie ist so gut (5 Sterne), aber mit dem wissen, dass die Originalfassung aus UK knapp 68min länger ist, ist diese Produktion von euch noch nicht mal 1 Stern wert...
Vor 8 Monaten von Relvis veröffentlicht


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62 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Killer, Cops und Cholera - rundum gelungene Zeitreise ins viktorianische London der Ripper-Jahre, 21. Januar 2014
Von 
Bücherfresser - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ripper Street - Staffel 1 [Blu-ray] (Blu-ray)
Bis zum Blu-ray Release auch von mir an dieser Stelle nur eine Empfehlung aufgrund des Serieninhaltes und der Qualität.
Die Serie ist zeitlich (wie auch örtlich) einige Wochen nach den bekannten Rippermorden angesiedelt und thematisiert diese nur am Rande, sozusagen als gemeinsames Bindeglied vieler Protagonisten. Gezeigt wird die Polizeiarbeit der Londoner H-Division, einer Polizeitruppe, die in einer der elendsten Gegenden des viktorianischen Molochs London, dem East End, ermittelt.

Historisch sehr akkurat, dramaturgisch natürlich sinnvoll den modernen Sehgewohnheiten angepasst, könnte man die Serie als ein good old Europe Pendant zu "Copper" betrachten. Wer also Interesse und Freude am Thema der "1880er" hat, wer einerseits schon sehr modern denkende, aber oft hoffnungslos in den sozialen Zwängen ihrer Zeit gefangene Menschen erleben möchte, wer neben Armut, Grausamkeit und Horror auch Liebe in den Zeiten des Typhus, warmherzige Prostituierte, knallharte Cops, die im Zeifel dann doch ihr Gewissen wiederentdecken, Verschwörer, Betrüger, Manchesterkapitalisten, soziale Spannungen, Edelmut und Armseligkeit glaubhaft inszeniert sehen will, wer in jeder Folge Wert auf gelungenen Plots und glaubhafte Kulissen legt, der liegt hier genau richtig.

Die Darsteller sind in jeder Rolle großartig, gute und kluge britische Serien setzen hier nach wie vor Maßstäbe. So auch diese hier. Ripper Street besticht zudem durch ihre Ausstattung und das überaus gelungene Entführen des Zuschauers in ein London, in dem Licht und Schatten oft nur eine Messerkligne voneinander entfernt liegen. Die einzelnen Folgen sind zwar zumeist in sich abgeschlossen, mehrere große, folgendübergreifende Geheimnisse halten das Interesse an der Handlung und der Entwicklung der Charaktere beständig hoch.

Ich erfreue mich gerade an der zweiten (und leider letzten) Staffel der Serie und kann die erste Staffel angesichts ihrer Qualität in Inhalt und Ausstattung ohne jede Einschränkung empfehlen.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Innovativ, aber auch merkwürdig, 3. April 2013
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ripper Street [3 DVDs] [UK Import] (DVD)
Die Box enthält auf 3 DVDs alle 8 Folgen mit je ca. 60 Minuten der ersten Staffel einer BBC-Serie aus dem Jahr 2012. Sprache ist Englisch mit englischen UT. Das Englisch ist in Wortwahl und Grammatik z.T. recht elaboriert und dadurch nicht ganz einfach (nicht ganz so verschlungene Sätze wie in "Deadwood", aber es geht manchmal in die Richtung) und auch das Vokabular ist manchmal jenseits des üblichen Schul- und Business-Englisch (Beispielsatz: "Unless you rescind, consent to silence, he will concoct a premise for your disgrace and expulsion."). Manche Figuren sind auch in der Aussprache recht undeutlich. Auch mit UT ist es für den Nicht-Profi eine der anspruchsvolleren Serien und erfordert Konzentration.

Die Serie spielt im Jahr 1889, sechs Monate nach den Morden von Jack the Ripper. Im Mittelpunkt steht die Polizeistation im Londonder Stadtteil Whitechapel, die den Ripper vergeblich gejagt hat. Hauptpersonen sind der Leiter der Station Inspector Reid (Matthew Macfadyen), sein Sergant Bennet Drake (Jerome Flynn) und Pathologe ein Captain Homer Jackson (Adam Rothenberg). Alle drei sind eigenwillige Charaktere mit schillernder Vergangenheit, die im Laufe der Episoden enthüllt wird und immer mehr im Vordergrund steht. Reid schwankt zwischen sensiblen und durchdachten Verhalten einerseits und moralgesteuertem Zorn andererseits; seine Ehe leidet unter einem erlittenen Verlust. Drake war Soldat, ist tendenziell aufbrausend und aggressiv (in der Zusammenarbeit mit Reid auch der Mann fürs Grobe), versucht aber seine einfühlsameren Seiten zu entwickeln. Er trägt alte Kriegsgeschichten mit sich rum. Jackson ist ein etwas verkommener, aber hochintelligenter Amerikaner, lebt in einem Bordell, ist ehemaliger US-Armee-Chirurg und Pinkertonagent. Man fragt sich aber, was er früher wirklich so gemacht hat.

Die Staffel erzählt einen Fall je Episode. Es geht z.B. um geheimnisvolle Krankheitsfälle in Whitechapel, einen toten Mieteintreiber oder Unruhen im Rahmen eines Arbeiterstreiks. Anspielungen auf den Ripper und mögliche weitere Taten oder dessen Identität kommen immer mal wieder vor, spielen aber nur eine sehr kleine Rolle. Die persönlichen Geschichten der drei Hauptpersonen werden am Anfang eher angedeutet und stehen später im Mittelpunkt von Episoden, wo dann der aktuelle Fall auch mal fast in den Hintergrund gerät. Die geschehen Verbrechen sind ihrem Ausmaß und ihrer Ausgestaltung sehr modern und nicht period-like, könnten auch in einem aktuellen Cop-Film oder 24 spielen. Auch wird die Enwicklung moderner Technik und Forensik immer mit eingewoben (Kino, U-Bahn, Mikroskope, Schiffahrt, etc.), ebenso mal historische Hintergründe wie den Russland-England-Konflikt der Zeit.

Die Stimmung ist düster und dicht, die Machart oft schnell (aber nicht immer) und in stampfenden Sound und Bildern intensiv. Es erinnert an Guy Ritchies "Holmes" und "From Hell", in Gewaltanwendung und deftigen Bildern aber auch mal an Deadwood oder Jack Bauer in 24. Die Atmosphäre und die Charaktere der drei Hauptpersonen sind ebenso wichtig, manchmal gar wichtiger als die eigentlich Story.

Die Serie ist schwer zu beurteilen, da sie einen ziemlichen Genre-Mix mit sich bringt und rechten Schwankungen unterlegt. Es beginnt sehr schnell und impulsiv, dass man zwischen Begeisterung und dem Gefühl überfahren zu werden schwankt. Dann beruhigt es sich etwas und die Handlung je Episode entwickelt sich etwas langsamer, verwendet mehr Zeit für soziale Fragen. Dann gibt es den deutlichen Schwenk zu den Hintergrundgeschichten der Hauptpersonen, und es wird mehr dunkles Seelendrama mit viel Tragödie und ein bisschen Rächer-Western. Man hat das Gefühl, dass die Serie viel will, viel verschiedenes, dabei punktuell auch erreicht, aber in der Gesamtschau dann mal den Faden und die Form verliert.

Begeisternd ist die dichte Atmosphäre, das sehr aufwendige und detailgetreue Setting in Ausstattung und Kulisse und das intensive und präsente Spiel der Hauptakteure, aber auch zahlreicher starker Nebenfiguren (ein schmieriger Journalist, eine russische Kinderheimbetreiberin, Reids moralischer Ehefrau, etc.). Die Nebenfiguren sind stark angelegt, stark gespielt, aber es gibt fast ein wenig zu viele, so dass sie keine Zeit haben sich zu entwickeln und auch öfters mal zu lange in der Versenkung verschwinden.

Die Machart mit schnellen Bildern, stampfender Musik und viel Blut und Gewalt ist ein bisschen Geschmackssache. Ich habe nichts prinzipiell dagegen, aber öfters mal war es mir zu plakativ, auf den Effekt schielend. Im Gegenzug und nicht harmonisch mit den schnellen Anteilen, gibt es v.a. in der zweiten Hälfte immer mal wieder länger gestelzte Dialoge, die zu lang werden und auch etwas bemüht wirken. Durchgehendes Problem ist, dass man bei 60 Minuten je Episode und viel Zeit für Zeichnung von Figuren und Szenerie weniger für die Fortentwicklung der Handlung hat und diese daher öfters mal durch starke Zufallsfunde oder unglaubwürdige Schlussfolgerungen oder Ideen künstlich wirkend vorangetrieben werden muss.

Fazit: Durch den nicht ganz harmonischen Genre-Mix, die gestelzten Dialoge und die Überbetonung der Geschichten der Hauptpersonen war ich immer mal wieder für ein paar Minuten gelangeweilt und selten wirklich gepackt. Subjektiv würde ich drei Sterne empfinden. Aus Respekt für die technisch wirklich aufwendige und starke Leistung und das gute Schauspiel vergebe ich aber vier.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Zeitreise ins Viktorianische Zeitalter, 23. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Ripper Street - Staffel 1 [3 DVDs] (DVD)
Wir schreiben das Jahr 1889. In London erblickt Charlie Chaplin das Licht der Welt,ein jüdischer Junge aus dem Waisenhaus, der einmal die Welt erobern wird.
Eine Zeit des Aufbruchs, der technischen Errungenschaften, aber auch immer noch eine Zeit des Elends und bitterster Armut.
Die Serie verknüpft geschickt diese beiden Pole, bindet sie in die Handlung mit ein, dadurch entsteht ein unwahrscheinlich lebendiges Bild dieser Zeit, ohne jedoch wie ein trockener Dokumentarfilm zu wirken.
So wird man Zeuge der ersten Pornofilme und damit verwickelten Verbrechen. Schon früh wusste man "Sex Sells".
Ein grosses Lob an die Filmarchitekten, denen hier wirklich eine Meisterleistung gelungen ist. Zusammen mit den teils farbarmen Bidlkompositionen fällt es nicht schwer, in diese Zeit hineinzutauchen.
Der Film macht sich auch (gottseidank) nicht die Mühe, bei einem jungen Publikum anbiedern zu wollen, sondern verbleibt in den Dialogen der historischen vitorianischen Zeit und den damit verbundenen Geschlechterrollen verhaftet ("Scheig Weib"). Der Film mag Manchem daher ein wenig altmodisch daherkommen.

Oft wurde hier bemängelt, dass die Folgen geschnitten sind. Ich kann nicht beurteilen, bei welchen Szenen dies geschehen ist. Sieht man die Serie aber zum ersten Mal, fallen keine Unterbrüche auf.
Oft sind die Szenen auch sehr derb, Ekelszenen auf dem Seziertisch und ständiges Erbrechen in Grossbildaufnahme (Folge 4)
Dramaturgisch sicher sinnvoll, oft aber auch auch an den Grenzen.
Die Filmmusik passt wunderbar zur Serie. Die Hauptdarsteller waren mir nicht geläufig, machen aber einen guten Job. Der Film ist bis in die Nebenrollen gut besetzt.
Kann ich ohne Abstriche empfehlen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gute serie, 13. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Ripper Street [3 DVDs] [UK Import] (DVD)
Uns hat die Serie sehr gut gefallen. Im Original ist alles "very british", teilweise mit Slang und nicht so gut zu verstehen. Mit Untertiteln gings aber gut.
Die Serie beginnt kurz nach dem Verschwinden von Jack the Ripper. Es wird aus der Perspektive von "Inspector Reid" erzählt, der versucht im Bezirk Whitechappel für Ordnung zu sorgen. Es ist eine grundsätzlich eine klassische Krimi-Serie (also zu Beginn die Präsentation einer Leiche, dann die Untersuchung) - allerdings aus einer hoch interessanten Perspektive erzählt, nämlich dem 19 Jahrhundert. Auch hier wird -natürlich mit den damaligen Möglichkeiten- wissenschaftlich gearbeitet und ermittelt. Die Serie ist teilweise recht brutal, hier ein abgeschnittenes Ohr, da eine verstümmelte Prostituierte, allerdings nicht so massiv und düster wie das amerikanischen Pendant "Copper" anmutet (wobei wir fairerweise hier nur die erste Folge gesehen habe). Die Dialoge haben den feinen englischen Humor, den man erwartet und sorgen für viel Sympathie zu den Charakteren. Klare Kaufempfehlung.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weit mehr als "CSI trifft Sherlock Homes", 5. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ripper Street - Staffel 1 [3 DVDs] (DVD)
Det. Insp. Edmund Reid, ein ruhiger aber energischer Charakter. Ein Polizist und Gentleman, genauer Beobachter und analytischer Geist. Ein aufrechter Verfechter von Recht und Ordnung auf scheinbar verlorenem Posten im düsteren, von Gewalt und Verbrechen regierten Londoner Eastend. Die ruppige Polizeiarbeit seiner Epoche nicht ablehnend, doch stets aufgeschlossen neuen kriminalistischenTechniken und Ideen gegenüber, eckt er immer wieder bei seinen Vorgesetzten oder gar den Kollegen von Scotland Yard an, denen der Eifer und die unorthodoxe Beflissenheit des Whitechapel-Polizisten bisweilen ein Dorn im Auge sind. Dennoch ist der Inspektor auch Ehemann und Vater mit einem düsteren Geheimnis und gezeichnet von schmerzvollen Narben, nicht nur auf seiner linken Schulter sondern auch auf seiner Seele.

Unterstützt wird Reid von dem schweigsamen und bärbeißigen Det. Sgt. Bennet Drake, einem loyalen Mitstreiter im Kampf gegen das Verbrechen, der als Ägypten-Veteran im Krieg Dinge gesehen und getan hat, welche er lieber vergessen würde. Der tätowierte, sehnige Haudegen mit der Physiognomie eines verbeulten Dampfkessels und dem Gemüt eines Kettenhundes nimmt es als rasender Berserker mal mit einer Übermacht an Gegnern auf oder prügelt in düsteren Kerkerzellen Geständnisse aus beinahe bemitleidenswerten Ganoven heraus, mal wirbt er mit nahezu tapsiger Schüchternheit um die Hand einer Angebeteten. Knorrig wie eine verwitterte Eiche stellt er sich vor seinen Vorgesetzten oder jene, die ihm wichtig sind, teilt für diese aus oder steckt für sie ein.

Zuletzt Cpt. Homer Jackson, ein amerikanischer Militärarzt und ehemaliges Mitglied der legendären Pinkerton-Detektei. Ein zwielichtiger Lebenskünstler, Trinker und Spieler, der über ein erstaunliches medizinisches Fachwissen auf diversen Ebenen verfügt, welches nicht nur offenbar wird, wenn er in Reids Auftrag Leichen obduziert. Immer wieder überrascht der geckenhafte Captain mit verborgenen Talenten, ob nun als fähiger Chemiker, Scharfschütze oder Spion. Doch wie sicher kann man der Vertrauenswürdigkeit und Treue eines Mannes sein, der scheinbar gar nicht existiert und im Bordell der raubeinigen 'Long Susan' residiert, mit der er eine mysteriöse Vergangenheit teilt, welche ihn immer wieder einzuholen droht?

Um dieses Trio gegensätzlicher Charaktere sowie einen stimmigen Reigen aus Nebenrollen, Sidekicks und real-historischen Personen dreht sich 'Ripper Street', ein schillerndes Juwel unter den aktuellen Krimiserien.
Angesiedelt im Londoner Stadtteil Whitechapel des späten 19. Jahrhunderts, nur wenige Monate nach der Mordserie Jack the Rippers, entfaltet sich das dunkle Herz des Britischen Empires.

Im Wirbel einer sich im Umbruch befindenden Welt auf der Schwelle zur Moderne agieren die - nicht gerade makellosen - Helden häufig nur noch mit dem schieren Mut der Verzweiflung, wenn sie sich im Unrat und Elend der düsteren Gassen dem Verbrechen entgegenstemmen. Psychopathische Mörder und Menschenhändler, Korruption und Standesdünkel, brutale Kinderbanden und radikale Anarchisten, Geheimdienste und wütende Veteranen machen ihnen dabei das Leben schwer.
Man sieht sofort, diese Serie verharrt nicht in dickensianischer Melancholie oder steifen Sherlock Holmes-Klischees (auch wenn die Optik der Produktion eindeutig von Guy Ritchies Filmen um den Meisterdetektiv inspiriert wurde), sondern bringt frischen Wind ins Genre.
Was z.B. von den damaligen Zeitgenossen, wenn überhaupt zur Sprache gebracht, nur angedeutet wurde (Homosexualität, Pornographie, Drogensucht, etc), wird hier schonungslos und offen in die Handlung mit einbezogen, ohne diese jedoch zu überfrachten, sondern um das Porträt des pulsierenden Lebens im Schatten der Metropole organisch zu vervollständigen.
Und auch, wenn die Helden keine Berührungsängste haben sich der modernsten, damals verfügbaren kriminaltechnischen Methoden zu bedienen, so scheuen sie dennoch nicht davor zurück, auch auf das 'bewährte' aber scheußliche Mittel physischer Gewalt zurückzugreifen, um Informationen oder Geständnisse aus vermeintlich Schuldigen herauszufoltern.
Dabei wird dies jedoch nicht geschönt oder gar als positive Alternative zu moderner Verhörtechnik dargestellt, sondern hart und häßlich als das letzte Mittel, welches dem Verhörenden bisweilen selbst zusetzt, wenn er z.B. einen ehemaligen Kameraden, dessen Taten zwar illegal aber allzu verständlich für ihn sind, auf Befehl durchprügeln muss.

'Ripper Street' zeichnet in üppiger aber niemals überschwappender Fülle ein facettenreiches Bild der viktorianischen Ära. Grimmig, unkonventionell, manchmal ironisch und bisweilen sehr persönlich ohne gefühlsduselig zu werden.
Die Serie ist eben nicht einfach nur 'CSI Whitechapel' sondern eine eigene Gattung des historischen Krimis mit glasklaren Kanten und beinahe dokumentarischen Zügen. Getragen von großartigen Schauspielern in sich entwickelnden, abgründigen Charakterrollen und vom Kostüm bis zur Baumaschine, vom Wohnzimmermobiliar bis zum Obduktionssaal höchst liebevoll ausgestattet, erweckt 'Ripper Street' die präzise und äußerst lebendige Vision einer Zeit die zwar schon lange vergangen aber doch bisweilen erschreckend 'nahe' scheint.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top, 1. November 2014
Ich wusste gar nicht, dass solche guten Krimiserien noch gedreht werden.
Ich muss zugeben, am Anfang war ich etwas irritiert. Jack the Ripper habe ich bisher immer nur mir Sherlock Holmes in Verbindung gebracht.
Aber es geht auch anders, wie man hier sieht.

Und irgendein düsteres Geheimnis gibt es auch um den Inspektor.

Spannend, sehenswert und sehr zu empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Handsome guys in horrific stories, 2. Mai 2014
Von 
Dodo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ripper Street - Staffel 1 [3 DVDs] (DVD)
Als weiblicher Fan der Serie muss ich zugeben, dass mir manchmal schon ein "Uah!" herausrutschte, denn es hat schon Gründe, warum "Ripper Street" so spät läuft.
Für einen lieben Kollege von mir, der mir sowieso unterstellt, ich hätte "einen Hang zum Düsteren" (ich liebe Spukgeschichten), wären die vielen Szenen, in denen brutal zugeschlagen wird, Gliedmaßen verstümmelt werden, Blut fließt und Leute solange verdroschen werden, bis sie "auspacken" sicher "way too much", aber ich will nicht leugnen: das passt alles. Es passt in die Zeit, es passt zu den Stories und es passt sogar zu den Figuren.

Und die sind der eigentliche Grund, warum ich die Serie gucke. Ich gebe es ja zu.
Erst einmal: Drei wirklich gute Schauspieler. Gut, wie in: können gut spielen und sehen gut aus. Richtig gut. (Ja, alle drei, auch Jerome Flynn).
Matthew MacFadyen ist enorm wandlungsfähig, deshalb dauerte es ein bisschen, bis ich erkannte, dass das tatsächlich Darcy aus der Verfilmung mit Keira Knightley und Prior Philipp aus "Die Säulen der Erde" ist.
Jerome Flynn ist der raue Bursche mit dem großen, warmen Herzen, was man erst nach ein paar Folgen ganz versteht, aber dann macht man sich schon Gedanken, wie viel mehr Tiefe doch in der Figur des Sergeant Drake steckt und ob es ihm wohl wirklich so leicht fällt, auf Befehl seines Vorgesetzten Reid Verdächtige und Zeuge so lange zu misshandeln, bis diese endlich genug Informationen preisgeben.
Adam Rothenburg könnte sich zu einem Nachfolger von Johnny Depp entwickeln, er spielt den zwielichten Amerikaner "Jackson" (der eigentlich ganz anders heißt) ähnlich wie Jack Sparrow: immer schwankend zwischen cool und völlig debil bzw. wieder einmal zugedröhnt.
Die meisten der Fälle basieren auf realen historischen Ereignissen, die natürlich für die Serie entsprechend zurechtgebogen wurden.

Für Fans des englischen Originals lohnt es sich, die zweite Staffel direkt aus GB zu kaufen, denn die Episoden werden sogar noch besser (einzig die Maske von Joseph Merrick ist aus Kostengründen nicht so wirklich gelungen).:
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seht gut, 3. November 2014
Im viktorianschen London des späten 19. Jahrhunderts müssen Inspector Reid und sein Untergebener Sergeant Drake mit dem Verbrechen in ihrem Stadtviertel Tower Hamlets, zu dem auch das berüchtigte Whitechapel gehört als Teil der dortigen H Divison fertig werden. Neben Reid und Drake spielt auch der undurchsichtige Amerikaner "Captain Jackson" als Arzt und Pathologe eine wichtige Rolle, unterstützt er doch diese mit seinen ungewöhnlichen neuen medizinischen Verfahren bei der Aufklärung der Verbrechen.

Der Reiz der Serie ergibt sich sowohl aus seinem Setting (London um 1890), und dürfte dem einen oder anderen auch aus Filmen wie "Sherlock Holmes" (mit Robert Downey Jr.) vertraut sein, als auch aus der Art der Fälle. Diese dürften vielen ebenfalls bekannt vorkommen, und das London der damaligen Zeit hat mit den selben Problemen zu kämpfen wie viele Städte auch heute noch (Armut, Gewalt, Terrorismus, Korruption, Intoleranz, Fanatismus), garniert mit dem Gefühl des Aufbruchs in ein neues Zeitalter in dem die Technik scheinbar alles möglich machen wird. Dazu kommen noch die ganz persönlichen Dämonen mit denen jeder der Protagonisten zu kämpfen hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brutal, düster, authentisch, 17. November 2014
Von 
basssopran - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ripper Street - Staffel 1 [3 DVDs] (DVD)
...und rundum gelungen finde ich die Serie "Ripper Street", die im Londoner Stadtteil Whitechapel im Jahre 1889 spielt. Die Polizeieinheit "H Division" wurde eingerichtet, um im East End für Ordnung zu sorgen. Polizisten sind in der Bevölkerung allerdings nicht gerne gesehen, unter anderem weil sie den "Ripper" nicht haben zur Strecke bringen können. Die relativ kurzen Episoden (ca. 45 Minuten pro Folge) werden temporeich gefüllt mit reichlich viel brutalen und ekligen Szenen, aber auch mit geschliffenen Dialogen und persönlichen Abgründen. Die Figuren haben sämtlich eine mindestens belastende Vergangenheit, meist aber auch eine zwielichtige, die bis in die Gegenwart reicht. Die Fälle behandeln Themen, die teilweise bis in die heutige Zeit aktuell sind und damit eine sehr schlüssige Geschichte erzählen, wie Terrorismus, Industriespionage, mafiöse Strukturen usw. Besonders fesselnd sind die frühen Ansätze forensischer Ermittlung, die zu dieser Zeit wahrscheinlich noch keine Rolle gespielt haben. Außerdem gut gefallen haben mir die detaillierte, für meinen Geschmack realistisch wirkende Ausstattung und die Besetzung - ich kannte keinen der Darsteller, fand die Figuren aber allesamt eindrucksvoll.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle BBC Serie, 29. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ripper Street - Staffel 1 [3 DVDs] (DVD)
Jack the Ripper ist in der Serie nicht wirklich die Hauptperson, sondern eher ein ständiger Begleiter in der Geschichte und schwebt immer mal wieder in die Erzählungen herein.

Passend besetzt (besonders Jerome Flynn (meine ganz persönliche Meinung)), spannend und im atmosphärischen London sehr gut in Szene gesetzt. Nicht ohne Grund ab 16 Jahre freigegeben. Ein großes Dank an die Produktion der BBC. Wieder mal eine hervorragende Serie. In der DVD Fassung gibt es sogar mal etwas Bonusmaterial, immerhin 12 Minuten (hätte mehr sein können, deshalb 1 Stern Abzug)
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Ripper Street - Staffel 1 [3 DVDs]
Ripper Street - Staffel 1 [3 DVDs] von Tom Shankland (DVD - 2014)
EUR 14,99
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