Kundenrezensionen

17
4,7 von 5 Sternen
Live At The Cellar Door
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Preis:11,39 €
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70 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Dezember 2013
Eine Liebe war kurz zuvor zuende gegangen, sein drittes Studioalbum, das Meisterwerk AFTER THE GOLDRUSH, gerade acht Wochen auf dem Markt, der Weltruhm nahm Fahrt auf, da gab Neil Young einige Konzerte im "Cellar Door", und offensichtlich hatte er schon damals ein Händchen für die Aufnahmequalität. Denn als ich die Vinylausgabe vorhin hörte, bin ich fast von der Couch gefallen. Kein mp3-stream kann deutlich machen, wie überragend der Sound von Stimme, Gitarre und Klavier aufgenommen wurde.

Anders als bei der Archivausgrabung aus der Massey Hall von 1971, sind hier weniger Stories von Neil Young zu hören. Und das "sequencing", die Anordnung der Stücke, ist grundlegend anders - lesen Sie mal die Titel hintereinander, die allein suggerieren schon eine Story! Es ist traumhaft, Young ganz intim vor recht kleinem Publikum zu erleben. Auch wenn man einige Songs schon hundertfach gehört hat, die Art seines Vortrags, intensiv, meist schnörkellos, und doch jede Gefühlsschwingung auslotend, garantiert, gelinde gesagt, Gänsehaut pur (bei denen, die eine lange Hörgeschichte mit Neil Young verbindet)!

Auch sein Klavierspiel (auf sechs Liedern, u.a. eine bezaubernde Version von Cinnamon Girl) überzeugt im Zusammenspiel mit seinem Gesang voll und ganz, auch wenn er sich selbst vor dem letzten Song mit Selbstironie über seine Tastenkünste auslässt. Aber nicht nur das: seine kleine Plauderei übers Highwerden, einen Steinway-Flügel, und die verrückte Welt, lassen en passant die verlorene Liebe anklingen, und den Schmerz verarbeitet er in atemraubenden Liedern, die sich rasch mit höheren, zeitlosen Sphären kurzschlossen. Wahrlich eine Fundgrube, dieses Archiv des Altmeisters! P.S. Zuletzt sah ich ihn in diesem Sommer in Köln mit Crazy Horse. Ein Unverwüstlicher.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Dezember 2013
...:: Eine Rezension von Re: Zensionen ::...

..: REZENSION :..
Neil Young hat sowohl das Oevre als auch den Status, der es gestattet, nach und nach weitere Dokumente aus der Vergangenheit zutage zu fördern, ohne dass dies zur Ausschlachtung oder Geldmacherei verkäme. Nein, Young gehört zu den ganz Großen der Musikgeschichte, bei denen man sich über jede weitere Minute freut, die man Zeuge ihres Schaffens werden darf.
Vor diesem Hintergrund war die Freude freilich groß, als "Live at the Cellar Door" angekündigt wurde - ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Konzert in einem kleinen Washingtoner Club. Bemerkenswert zum Einen wegen der intimen Stimmung, zum Anderen wegen der Tatsache, dass es gelungen ist, diese auf Band festzuhalten. Bemerkenswert weiterhin wegen der offensichtlichen Hingabe des jungen (haha!) Young - und schließlich bemerkenswert, weil hier eine besonders schöne, noch "rohe" Fassung von "Old Man" zu hören ist, welches erst zwei Jahre später erscheinen sollte.

Young spielt alleine und er bedient sich nur des Klaviers und der Gitarre. Sowas funktioniert nur, wenn Du sowohl musikalisch als auch textlich etwas zu erzählen hast, denn allzu schnell kann die extrem reduzierte Akustik langweilig, repetitiv oder unoriginell wirken - das passiert den Besten! Aber natürlich passiert das nicht Neil Young. Nein, im Gegenteil: Dass man nur die zwei "Instrumente" (Stimme und Klavier/Gitarre) hat, macht es zwar leichter, ihnen zu folgen, da sie gewissermaßen nackt, bloßgelegt sind, aber das ist bei Young kein Nach-, sondern ein gewaltiger Vorteil. Denn das Bloßlegen von Stimme und Begleitinstrument hat zur Folge, dass man jede harmonische Wendung, jedes melodiöse Manöver deutlich wahrnimmt. Und tatsächlich wirken so auch bei vielfach gehörten, altbekannten Liedern, die längst zu Klassikern geworden sind, manche Umschwünge intensiver, stärker, z.B. bei "Don't Let It Bring You Down", "Bad Fog Of Loneliness" oder "I Am A Child".
Die Aufnahme bzw. das Remastering ist wirklich gut. Es prägt sowohl die Feinheiten als auch die Kraft der Instrumente heraus - dieser Umstand trägt zu eben Gesagtem bei: Wenn die tiefe Grundnote des Akkords mit der Gitarre angeschlagen wird, geht einem das in Mark und Bein und man kann sich der atmosphärischen Richtung, die dadurch vorgegeben wird, gar nicht verschließen.
Die genannten Beispiele sind allesamt Gitarrenstücke - das heißt aber nicht, dass das Klavier nicht funktioniert. Ich persönlich finde, dass die Akustik der Gitarre noch etwas besser tut als dem Klavier, aber wer sich überzeugen will, dass auch das Piano wunderbar eingefangen worden ist, muss nur "Cinnamon Girl" anhören. Die anfangs leichte, beschwingte Begleitklaviatur wird gegen 2:25 kurz intensiver, kräftiger, verwendet mehr tiefere Grundtöne und spielt von da an stetig mit der Dynamik - all dies klingt wirklich gut. Ein weiteres, etwas volleres Beispiel wäre das Abschlussstück "Flying On The Ground Is Wrong". Was dem Klavier aber - vielleicht schon wegen des Instrumentes selbst - im Gegensatz zur Gitarre ein klein wenig abgeht, ist der Nachhall, das "Wummern". Es ist ein klein wenig flach, etwas kurzatmig. Aber hey, das ist Meckern auf hohem Niveau.
Zu guter Letzt seine Stimme: Und muss ich dazu eigentlich etwas sagen? Ich meine, Neil Youngs Stimme ist kein Geheimtipp oder so, man könnte sie unter tausenden Stimmen heraushören und seine Lieder scheinen wie geschrieben für seine zarte, hohe, dem Hang zum Quitschigen bisweilen nachgebende Tonlage. Sie tritt auf der Aufnahme klar und in aller Feinheit, mit jeder emotionalen Facette hervor und unabhängig von der Aufnahme hatte Neil Young offenbar einen richtig guten Tag, als dieses kleine Juwel eingespielt wurde. Er bleibt ruhig, spielt aber innerhalb der Ruhe mit kleinen Nuancen der Verzweiflung, des Zweifelns, der Hingabe, des Schwärmens. Es ist ein Fest.

So geht es über das ganze Album, in dem nur drei mal, vor dem ersten, zweiten und dem letzten Stück, einige wenige Worte den rohen Musikgenuss unterbrechen. Es ist durchweg intim und bei richtiger Lautstärke, Anlage und Stimmung hat man das Privileg und Vergnügen, in der zweiten Reihe zu stehen, mit geschlossenen Augen, und imzuge dieser Zeitreise einen Giganten live zu erleben.

..: IN EINEM SATZ :..
Der junge Neil Young spielt mit behutsamer Kraft in intimer Atmosphäre eine ganz reduzierte Fassung seines Repertoires, das hauptsächlich die Lieder von "After The Goldrush" umfasst, und kehrt dabei deren Wesen nach außen.

..: 5/5 STERNE :..

..: NACHTRAG :..
Nahezu nichts ist so subjektiv wie Musik. Für jeden hört sie sich anders an, jeder bemerkt und mag Anderes. Das ist super! Die Rezensionen von Re: Zensionen versuchen, diesem Umstand Rechnung zu tragen und trotzdem unter Berücksichtigung von kompositorischen Elementen, Innovationen, Einfallsreichtum und Aufnahme- wie auch Spieltechnik irgendwie ein objektiviertes Urteil über Musik zu finden. Warum? Nun, damit vielleicht dem ein oder anderen Interessenten bei der Wahl seines nächsten Kaufes geholfen wird. Aber vor diesem Hintergrund gilt an erster Stelle: Am allerbesten ist es immer, sich selbst ein Bild zu machen, denn womöglich bin ich am Ende doch der Einzige, der ein bestimmtes Album sehr gut oder nicht gelungen findet.
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Dezember 2013
Hier ist nun ein weiteres Dokument aus Neil Youngs ,Archive`-Schatzkästchen!

Wir befinden bei Aufnahmen im Jahre 1970, als Neil Young im ,The Cellar Door` (einem angesagten Kellerclub in Washington, DC) im November und Dezember jenen Jahres einige Live-Auftritte hatte. Die Auftritte fanden kurz nach der Veröffentlichung von ,After the Gold Rush` statt, einem der ,Klassiker` von Neil-Young.

Dieses Live-Album enthält 13 Live-Aufnahmen mit Neil Young an der Akustik-Gitarre und am Piano - einige Livestücke waren eben aus dem erst kurz zuvor erschienenen ,After the Gold Rush` ("Tell Me Why", "Only Love Can Break Your Heart", "Birds", "Don't Let It Bring You Down", "After the Gold Rush"), aus dem ein Jahr älteren `Everybody Knows This Is Nowhere' ("Cinnamon Girl", "Down By The River") und Stücken von Buffalo Springfield ("Expecting To Fly", "I Am A Child" und "Flying On The Ground Is Wrong"). Besonderheiten dieser Veröffentlichung sind (Zitat der Plattenfirma) frühe, ungeschliffene Performances von "Bad Fog Of Loneliness" (erschienen 2007 auf "Live At Massey Hall '71") und "Old Man" (erschienen 1972 auf dem "Harvest"-Album).

Jeden Neil Young Fan werden diese Livemitschnitte sicherlich begeistern und sie werden mit Freude in die Plattensammlung aufgenommen. Neil Young beweist mit dieser Platte einmal mehr, dass er live ein Genie ist und sein Publikum jederzeit verzaubern konnte (und noch kann).

Da freue ich mich schon jetzt auf weitere Fortsetzungen...
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am 24. September 2014
Schön, dass Neil Young seine Archive sorgsam öffnet. Die Aufnahmen klingen alles andere als historisch, sondern sind sorgsam aufbereitet. Zur Ausgabe als Langspielplatte. Zur Musik selbst ist zu sagen, dass diese Aufnahme zu einem ersten sich anbahnenden Höhepunkt der langen Young-Karriere entstand und somit ausnahmslos klasse Material enthält. Eingespielt solo entweder mit Gitarre der Piano, es wird immer ein sehr stimmungsvolles Ambiente geschaffen. Die Vinyl-Pressung ist Made in Germany Pallas und knackfrei, dem Standard des Presswerks entsprechend. Auch der mittlerweile bei neuen Pressungen hinzunehmende Wellenschlag ist minimalst, ohne klangliche Auswirkung und liegt in der zulässigen Industrietoleranz. Die Aufnahme ist gemastered von Chris Bellman im Bernie Grundman Mastering. Sie klingt transparent und räumlich (gehört mit BENZ MICRO Silver/Smartphono). Nicht verwirren lassen: Die sehr stabile und hochwertige Cover- Cartonage ist in USA hergestellt, auf dem Label steht aber Made in Germany.
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am 23. Juni 2015
Neil Young live? Haben wir alles schon gehört? Stimmt und stimmt auch wieder nicht. Irgendwie ist das ja doch alles dann immer wieder anders und trotz der diversen Ausfälle, die der Mann zwischendurch musikalisch gehabt hat, sind diese Archive-Dinger doch schon irgendwie klasse. Da macht sich auf der entsprechenden Anlage eine heimelige, fast schon schummrige Stimmung breit und es ist (echt jetzt), als stünde der "Meister" vor einem. Macht Spaß und ich freue mich auf weitere Veröffentlichungen.
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am 21. März 2015
Ich schätze Neil Young sehr. Ich liebe besonders seine Alben, die er mit Crazy Horse aufgenommen hat. Dieses frühe Solo-Album (Neil alleine), ist recht ruhig und deshalb für mich mal eine willkommene Abwechslung. Die Aufnahmequalität für ein Live-Album aus (vermutlich) 1969 ist geradezu phänomenal. Er ist gut drauf, die Konzertatmosphäre toll. Echte Empfehlung.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. März 2014
beim hören dieser songs hat man wirklich das gefühl, man säße in einem kleinen club und kann dem jungen neil zuhören.... wunderbar "unplugged" und authentisch....
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2014
für den Neil Young Fan schließt sich immer wieder eine Lücke in der Sammlung, wer seine Autobiographie gelesen hat, weiß, das hier noch einiges kommen kann, für das Alter der Aufnahme wurde der Klang überraschend gut verbessert, Texte und Music sprechen für sich, in der privaten N.Y-Hitparade auf Platz 3
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am 13. Februar 2014
Hoffe das Neil Young noch oft in solchen Quellen nach Schätzen wie diesen sucht und vor allem findet.
Trotz seiner Jugend und seinen Ambitionen für raue Klänge , ein sehr gefühlvolles und einfühlsames Konzert.
Stimme, Gitarre und Klavier vom Feinsten.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. März 2014
Ich war mal ein ganz großer Neil Young Fan, habe mir seine Art, Gitarre und Mundharmonika zu spielen, versucht abzugucken, etliche Live-Konzerte gesehen ( das Beste war in Berlin auf der Waldbühne mit Pearl Jam ) und bin ihm nun seit einiger Zeit einfach nur noch treu, so wie auch meiner Frau ( ist durchaus ernst gemeint und hat was mit Prinzipien zu tun ). Aber dieses Live-Konzert stellt alles auf den Kopf. Es ist einfach nur schön und bringt die Live-Atmosphäre eines kleinen Clubs rüber. Der Grund hierfür liegt meiner Ansicht nach darin, dass NY ausnahmsweise mal zwischendurch keinen Krach macht, sondern durchweg melancholisch / harmonisch daherkommt und wahrscheinlich auch ein auserlesenes Publikum hatte.
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