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am 30. August 2014
Es ist mir ein Rätsel, wie man einen Thriller, der in Teilen temporeich und mit interessanten Figuren versehen ist und von einer guten Grundidee ausgeht, dermaßen zerdehnen kann. Meyer Lutterloh füllt die Handlung immer wieder selbstverliebt mit der deutschen Sprache spielend auf, streckt das Ganze mit philosophischen Abhandlungen und seitenweisen Dialogen darüber. Ich war manches Mal geneigt, das Buch endgültig zur Seite zu legen, bis dann wieder Tempo in der Handlung aufkam. In der Mitte des Romans ähnelt diese wieder einer literarischen Schnitzeljagd á la Dan Brown - ja, er zitiert den Autor sogar wörtlich.

Alles in allem: weniger Wortspielerei ist manchmal mehr. Offensichtlich war die in Meyer Lutterlohs Danksagung am Ende des Romans erwähnte Nachbearbeitung zum finalen Feinschliff des Buches etwas zuviel des Guten. Es reicht halt nicht, zu zeigen, wie gut man die deutsche Sprache beherrscht, um eine Handlung in gestelzten Worten wiederzugeben. So eine Lesebremse brauche ich nicht. Ob ich mir die angekündigten Folgeromane geben werde? Naja. 2 Sterne für die Grundidee.
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am 22. Juni 2014
Wenn es möglich wäre, würde ich null Punkte für dieses „Werk“ abgeben. Schade um das Geld und die Zeit. Keine Kaufempfehlung, es sei denn man will sich in einen anstrengenden Schreibstil einlesen, in architektonischen Betrachtungen verlieren oder wissen wie viele Edelmarken der Autor kennt.
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am 30. Juni 2014
Dieser Thriller hat mich von der ersten Seite an gepackt. Bereits im Prolog wird man mitten ins Geschehen katapultiert und man kann bereits erahnen, was einen weiterhin erwartet.

Matthias Meyer Lutterloh schafft es einen Spannungsbogen durch das ganze Buch aufrecht zu erhalten.
Die Geschichte wird in verschiedenen, zeitlich versetzten Handlungsträngen erzählt, die zum Ende hin zusammenlaufen. Dank der jeweiligen Zeitangaben, sind diese Sprünge allerdings leicht nachvollziehbar.
Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz gehalten(was ich persönlich immer sehr angenehm finde) und enden meistens mit einem Cliffhanger, was den Lesefluss ungemein fördert. Man ist quasi gezwungen noch ein bis zwei weitere Kapitel zu lesen, damit man erfährt wie es weitergeht; und schwupps- ist das Buch durch ;)

Sprachlich würde ich das Buch weder als anspruchsvoll, noch als einfach bezeichnen. Herr Meyer Lutterloh bedient sich oft einiger Fremdwörter, was mir an manchen Stellen so vorkam, als würde er unbedingt das Niveau des Buches erhöhen wollen.
Hin und wieder verliert er sich für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr im Detail was Beschreibungen betrifft, aber diesbezüglich habe ich schon weitaus schlimmeres gelesen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Thematik Internet und Öffentlichkeit mich nachhaltig beschäftigt. Die Auswirkungen und Manipulation dieser Komponenten sind einem nicht immer präsent. Mich persönlich hat das Ganze doch etwas nachdenklich gestimmt.

Alles in allem hat mir dieses Buch ein paar fantastische Lesestunden beschert uns war bis jetzt mein Lesehighlight in diesem Jahr! Ich bin schon sehr gespannt wie es mit Sokrates weitergeht. An "Sokrates Heritage" wird bereits gearbeitet.

Für alle Thriller-Fans, die es spannend, temporeich und auch mal etwas blutiger mögen, eine ganz klare Leseempfehlung!!!
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am 25. Februar 2014
Pflichtprogramm für ALLE Thiller/Krimi-Fans und die, die es werden wollen! Einfach nur lesen! Es wird euch gefallen!

Inhalt:
Ein Banküberfall, eine falsche Entscheidung und Tote = ein Grund für Rache!

Ein skrupelloser Serienkiller namens Sokrates, der seine Morde mit einer neuartigen High-Tech-Cyberbrille aufzeichnet und online veröffentlicht. Ein innovativer Journalist, der gegen seinen Willen zum mörderischen Komplizen wird. Eine hochintelligente FBI-Agentin, die gezwungen wird, den Journalisten und einen Verdächtigen an ihren Recherchen teilhaben zu lassen und diese sonst immer so geheimen Nachforschungen online und in Realtime mit Abermillionen von Zuschauern zu teilen.

meine Meinung:
Das Buch...wie war das noch einmal? Ach ja! Ich war schon bei den Einzelbändern neugierig auf "Sokrates Lieyes" geworden und als ich dann die Gesamtausgabe sah, musste ich einfach zuschlagen. Nun war ich also Teil einer Leserunde, die der Autor selbst begleitete..."kein Problem" dachte ich, "kennst du ja alles schon"...falsch gedacht.
Nicht nur, dass Matthias (Autor) wirklich aktiv bei der LR dabei war (was ja bekanntlich nicht immer so ist), nein, er führte Diskussionen zu gewissen Themen aus dem Buch und half einen, gewisse Szenen besser zu verstehen!
Einer meiner besten Leserunden überhaupt!

Dann begann ich also zu lesen, nun ja, zuvor starrte ich wie gebannt auf das tolle Cover und überlegte mir, wie das Buch wohl aufgebaut war...aber DANN begann ich zu lesen und las und las und las....bis die ersten 100 Seiten weg waren.
Unglaublich! Du fängst mit den Buch an und kannst nicht mehr aufhören! Du hast nur zwei Möglichkeiten, entweder du liest es in wenigen Tagen aus, oder du plazierst es wohin, wo du nicht ständig darauf starren musst....
Ich arbeite mit Möglichkeit zwei, da ich irgendwann einmal lernen musste und ich im Jänner wirklich nicht gerade wenig Tests auf dem Kalender standen...aber zu oft schweiften meine Gedanken zurück zum Buch...zu den Fragen, die mich während dem Lesens und danach immer überkommen waren. Mitten am Tag tauchten sie wieder auf....und ich musste lernen seufz

Aber nicht nur der Inhalt war das, was mich an das Buch fesselte, sondern auch die Schreibweise, denn sie war locker, aber andererseits in gewissen Maße auch mit einen Vokabular gespikt, wo du einmal überlegen musstest, woher du dieses Wort jetzt eigentlich kennst...die perfekte Mischung eben.

Dann gehe ich einmal weiter auf meiner Liste: Die Charaktere im Buch!
Da gab es ja einige und mindestens genauso viele Perspektivenwechsel. Wer aber glaubt, dass diese unterschiedlichen Perspektiven anstrengend gewesen wären, täuscht sich gewaltig, denn die machten genau diese machten es unmöglich aufzuhören, denn die Sichtwechsel zogen dich in einen Strudel hinein, aus den du nur sehr schwer wieder ausbrechen konntest. Messine- Michael- Baker- Sokrates...und und und...all diese Perspektiven klärten deine Fragen auf und gaben dir mindestens doppelt so viele zurück.

Und dann gab es noch die Frage aller Fragen: WER IST SOKRATES?
Im ersten Moment glaubst du zu wissen, WER nun hinter dem Psychophaten steckt (ich fand ja Sokrates symphatisch, was nicht so gut war, immerhin ist er ja das böse Monster *.* ) , aber je mehr Seiten du hinter dir brachtest, desto mehr wurde dein Weltbild auf den Kopf gestellt. Plötzlich war nichts mehr sicher.

Zitat "Sokrates Lieyes" "Aus richtig wurde falsch, der Freund zum Feind, der unbekannte Held als Monster gebrandmarkt. Zitat ende.

Dieses Zitat stamt aus dem vorderen Teil des Buches und doch verfolgte es mich die ganzen Seiten bis zum Schluss über, denn ich fand es passend. Man konnte sich all die Seiten etwas anderes in diesen Satz hineininterpretieren. Immer und immer wieder, ohne das es langweilig wurde.

Das Buch besteht aus all dem, was ich liebe: Thriller, Krimielemente, einen Psychophaten als Hauptperson (ich war von Anfang an schon sehr eingenommen) und brutale Morde! Also nichts für schwache Nerven, aber die, die sich dennoch durchtrauen, werden es nicht bereuen!

Das Buch selbst ist einfach nur absolute spitze! Man lieste es und fühlt mit...mit den Personen, egal ob Opfer oder nicht...
Diese "ist-durchaus-möglich" Situation ist erschreckend und fesselnd zugleich. Man kann sich vorstellen, dass so etwas im wahren Leben passieren kann, weil all diese Gerätschaften bereits existieren oder gerade erfunden werden. Die Handlungen der Menschen sind menschlich, also genau so, wie man wohl selbst reagieren würde.
Ich wüsste selbst nach dem Buch nicht, wie ich auf eine Situation reagieren sollte, die wie "Sokrates Lieyes" gestaltet wäre....zu erschreckend ist alleine der Gedanke dazu schon!

Fazit:
Dieses Buch zählt zu meine klaren Favouriten dieses Jahres! Ich bin so froh, dass ich es lesen durfte und ich werde es jeden empfehlen, der es hören will (und auch die, die es nicht hören wollen ;P ). Dieses Buch muss man einfach gelesen haben! Pflichtlektüre! Nicht etwa, weil es ein "Klassiker" ist, sondern, weil es ein Thiller ist, der nicht nur genial geschrieben wurde, sondern auch eine Zukunftssituation zeigt, die durchaus möglich wäre....
Ganz klar 5 von 5 Sterne!
Ich kann es kaum erwarten Band 2 "Sokrates Heritage" in den Händen zu halten! Ein grenzgenialer Auftakt einer Trilogy!

PS: Ich hoffe meine Begeisterung wurde deutlich genug ^^, wenn nicht: LESEN! LESEN! LESEN! Selbst eine Meinung bilden und dann schwärmen ;P
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am 23. März 2014
Dieses Buch war megaspannend, ich konnte es kaum aus der Hand legen.
Habe es in 2 Tagen durchgelesen (wobei das Kochen mal wieder auf der Strecke geblieben ist, aber dafür gibt es schliesslich den Pizza-Service :-).

Es gibt diverse brutale Szenen, ist also eher nichts für zart besaitetet, aber es war alles in sich Stimmung, der Spannungsbogen super aufgebaut, die Protagonisten waren für mich alle absolut überzeugend dargestellt und das ganze Hightech- und Computer Drumherum war eines der Gründe, mir die Trilogie zu kaufen. Und ich wurde nicht enttäuscht !
Dazu hervorragend lektoriert, keine Schreibfehler, fast nix zu meckern.
Das wirklich einzige, was mich gestört hat, ist die permanente Benutzung deutscher Anrede.
Es ist alles sehr amerikanisch, viele englische Ausdrücke dabei, und dann werden die Leute alle mit Herr Turner und Frau Huang angesprochen, das nervt mich immer total. Mr. oder Mrs. wären hier meines Erachtens angebrachter.
Aber egal - ich freue mich sehr auf die nächsten Folgen !
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am 11. April 2014
Das Buch ist ok, auch wenn es meiner Meinung nach etwas an den Haaren herbei gezogen ist, wie sich die Star-FBI-Agentin verhält (ich verrate bewusst nicht mehr, um nicht die Handlung zu verraten).
Auch weiß ich nicht, ob die tiefgründigen Passagen über die Philosophen und deren Thesen wirklich so in die Handlung des Buches passen (aber es heißt ja nicht umsonst "Sokrates Lieyes"- also wäre das vielleicht zu erwarten ;))- Es liest sich schnell und ist recht spannend- aber es haut nicht von den Socken :-)
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am 12. Februar 2014
Bei einem Depütthriller kann man trotz ansprechenden Klappentext nie wissen, was einem in dem Buch erwartet. Mit Sokrates Lieyes ist Meyer Lutterloh aber ein absolut spannender Depütthriller gelungen, der von Anfang bis zum Ende eine grenzenlose Spannung enthält. Das Buch aus der Hand zu legen, fällt sehr schwer.
Dieses Buch fängt mit einem Banküberfall an, bei dem der Täter und zwei weitere Personen getötet werden. Der Journalist Troy Turner filmt versteckt diesen Überfall und lässt über seinen Twitter-Account die ganze Welt live am Geschehen teilhaben.
Drei Jahre nach diesem Banküberfall tötet ein brutaler Killer auf bestialische Weise, veröffentlich seine Taten auf seiner Internetseite und lässt die anwesenden User auch darüber entscheiden, wie er die Opfer vor der Tötung demütigt. Und dennoch ist es nicht möglich, dem Täter näher zu kommen.
Das Buch ist so komplex geschrieben, das man die jahrelange Aufarbeitung des Autor nur bewundern kann. Jeder noch so symphatische oder Mitleid erregende Protagonist kommt als Täter in Frage, doch schnell führen die Spuren zu anderen Verdächtigen, von denen man glaubt und hofft, das sie nicht die Täter sind. Die Spannung zieht sich duch das ganze Buch, doch am Ende steigert sie sich explosionshaft, so das Raum und Zeit bedeutunglos werden. Ich rate jedem Leser, das Ende in Ruhe zu genießen, denn man vergisst wirklich alles um sich herum.
Zum Inhalt dieses grandiosen Buches möchte ich eigentlich wenig schreiben, weil man es einfach selber lesen sollte. Einen kleinen Manko gibt es, denn die Monologe des Autor sind stellenweise sehr lang und mit vielen Fremdwörtern gespickt, so das man am Ende des Satzes überlegen muss, was der Autor jetzt eigentlich damit sagen wollte. An der Art, wie er Räume oder andere (eigentlich unwichtige) Details beschreibt, kann er noch etwas feilen. Aber über diese Details kann man leicht drüber hinweglesen und sich den wichtigeren Dingen im Buch widmen.
Ich war sogar begeistert von dem ebook, das ich mir das Buch natürlich für mein Regal auch angeschafft habe.
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am 31. Januar 2014
Um es vorweg zu sagen: selten ist mir so ein hochkarätiger intelligenten Thriller in die Finger geraten.

Alles nimmt seinen Anfang, als ein ehemaliger Agent mit einem minutiösen Plan eine Privatbank überfällt. Ein winziges ungeplantes Detail lässt die Aktion aus dem Ruder laufen und ein zufällig anwesender Journalist übermittelt per Smartphone das nun folgende Blutbad live an die Medien.
Jahre später schlachtet der Sender unter Aufbietung aller technischer Raffinessen die Vorkommnisse erneut aus und das ist der Startschuss für Sokrates, einem brutalen,gnadenlosen Rächer, der alle Beteiligten von damals involviert und phantasievoll abschlachtet. Das geschieht unter zeitgleicher Beteiligung der Internetcommunity, die sogar per OnlineClick das weitere Vorgehen beeinflussen kann.

Ich bewundere den Autor für seinen brillanten Schreibstil und sein profundes Hintergrundwissen auf den verschiedensten Gebieten angefangen von Architektur, über Philosophie bis last,not least Computer Hightech. Der Leser wird atemlos von Seite zu Seite mitgerissen und bis zum Schluss kann sich jeder hinter der Maske des Sokrates verstecken. Dennoch kann von Effekthascherei keine Rede sein, denn es verbergen sich so viele Denkanstöße zwischen den Zeilen, dass der Leser immer wieder innehalten muss und sich fragt: muss alles realisiert werden, was machbar ist? Hat der Journalismus die Pflicht, alles zu offenbaren was möglich ist? Wie weit geht die Privatsphäre des Individuums ( mir persönlich hat es sehr gut gefallen, als der Journalist sich plötzlich nicht mehr auf der Seite des Berichterstatters sondern vielmehr als Objekt der Reportage wiederfindet)...
Ich habe jede einzelne Zeile genossen und bin der Meinung, eine Fünf-Sterne-Bewertung reicht nicht aus für dieses vielschichtige Werk.
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am 3. Januar 2014
In der Gesamtausgabe der Sokrates-Trilogie zeigt bereits der Prolog, auf was sich der Leser einstellen muss: auf einen mitreißenden und packenden Thriller, der noch lange nachwirkt.

In dem Buch gibt es mehrere Personen, die durch einen Banküberfall miteinander verbunden sind, der drei Jahre vor der eigentlichen Geschichte statt gefunden hat. Turner ist ein junger Journalist, der zufällig in den Banküberfall verwickelt und nun zum Spielball von Sokrates wird. Die FBI-Ermittlerin Okeanos, die bei den Ermittlungen immer wieder an ihre Grenzen stößt. Von Karlsberg, ein reicher Millionär, der bei dem Banküberfall ebenfalls anwesend war und von Sokrates in die Geschichte gezogen wird. Agent Baker, ein junger ITler, der als FBI Agent und mithilfe seiner Freundin Sunny Okeanos bei den Ermittlungen unterstützt. Farrow, ein Medienmogul, der aus der Geschichte Profit schlagen möchte und natürlich der namensgebende Serienkiller Sokrates, der alle Beteiligten in Atem hält.

In dem sehr gut recherchierten Thriller wird neben der Verfolgung des Täters das Augenmerk des Lesers auch auf Nebenthemen gelenkt. Das Bewusstsein über die Konsequenz des eigenen Handelns, die Problematik von Entscheidungen, die empfundene Allmacht des FBI, das Internet, das die Welt vor neue Herausforderungen stellt und "neue" Mechanismen in Gang setzt und die Rolle des Einzelnen dabei, sind nur eine kleine Auswahl. Diese kritischen Passagen stimmen nachdenklich und wirken lange nach.

Im Vordergrund steht die atemberaubende Suche nach Sokrates, die nicht zimperlich das ein oder andere Mal den Pulsschlag ganz schön in die Höhe treibt. Wie es sich für einen guten Thriller gehört, wird der Leser immer wieder auf Irrwege geschickt, bevor klar wird, wer sich aus den Reihen der Verdächtigen hinter Sokrates verbirgt.

Ich freue mich schon sehr darauf, weitere Bücher aus der Feder von Matthias Meyer Lutterloh genauso verschlingen zu können, wie dieses.
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am 16. Dezember 2013
Zum Inhalt
Washington, D.C.: Im Frühjahr 2014 läuft ein minutiös geplanter Banküberfall schief, zwei Menschen und der Geiselnehmer sterben. Durch die zufällige Anwesenheit eines Journalisten wird der Fall zu einem Medienereignis. Dadurch wird Troy Turner, der Journalist, berühmt.

Drei Jahre später taucht Sokrates auf, der den Tod von mehreren Menschen ebenfalls medial ausschlachtet und das FBI in Atem hält. Die leitende Ermittlerin, FBI-Agentin Messine Okeanos, wird von Sokrates gezwungen, mit dem Journalisten Turner und einem Verwandten der Opfer von damals zusammenzuarbeiten.
Millionen von Menschen verfolgen über das Internet in Echtzeit die Taten von Sokrates und beteiligen sich am Ende sogar daran. Aufgezeichnet werden alle Taten durch neumodische Cyberbrillen (s. Cover).

Das Ende hat dann natürlich einen Showdown der besonderen Art parat. Sokrates hat alles perfekt inszeniert und bietet viel Stoff zum Nachdenken. Turner, der Journalist und Beobachter von einst, erlebt auf einmal Dinge hautnah und wird auch in Zukunft nicht von dem Fall, den er losgetreten hat, loskommen können...

Meine Meinung
Das Buch ist sehr intelligent angelegt. Zunächst werden die tragischen Umstände des Banküberfalls dargelegt, die Ausgangspunkt für alles weitere sind. Wie werden die Betroffenen damit umgehen? Wer trägt Schuld am fatalen Ausgang des Überfalls? Es gibt mehrere zentrale Fragen im Buch. Darüber hinaus wird schnell deutlich, dass das FBI mit seinen üblichen Vorgehensweisen allein den Fall nicht lösen können wird. Sokrates hat ganz neue Wege gewählt.
Im Verlauf des Buchs wird herausgearbeitet, wer ein Motiv für die verschiedenen Taten hätte und wer somit Sokrates sein könnte. Zwischenzeitlich scheint fast alles möglich. Es gibt Erklärungen genug, die alle in sich schlüssig erscheinen. Die tatsächlichen Motive von Sokrates sind am Ende jedoch überraschend anders als erwartet. Das tut dem Buch sehr gut.

Verdächtige werden zu Hauptverdächtigen und sind teilweise wieder entlastet, Dinge glücken dem FBI durch die Hilfe von anderen (teilweise auch illegal), manche Dinge laufen schief. Glücklicherweise hilft der Zufall nur sehr selten bei den Ermittlungen.

Das Buch enthält alles, was ein Thriller braucht.

Dieses Buch ist eine echte Überraschung.
Der Rechercheaufwand, der hinter dem Buch gesteckt haben muss, wird sehr häufig deutlich. Alleine die "Schnitzeljagd" zum nächsten Tatort ist ein kleines Kunstwerk.

Zu den Charakteren
Die Charaktere sind sehr komplex. Mit einem eben noch unsympathischen und vielleicht schuldigen Protagonisten leidet man auf einmal mit. Andere Personen, denen man zuerst Mitleid entgegen brachte, werden auf einmal gefährlich. Dieses Auf und Ab ist sehr gut gelöst. Selbst die Nebencharaktere sind gut angelegt.
Besonders der technisch versierte Agent Baker mausert sich zu einer echten Hilfe für die Lösung des Falls. Er hat gute Kontakte zur Hackerszene und ist seiner Chefin Okeanos gegenüber sehr loyal.

Zum Erzählstil
Auch sprachlich ist das Buch gelungen. Das Niveau ist an vielen beschreibenden Stellen sehr hoch. Dies kollidiert jedoch nicht mit der spannenden und temporeichen Beschreibung der Verfolgung von Sokrates.Lediglich das Korrektorat hätte gründlicher arbeiten müssen.Normalerweise ziehe ich bei gehäuften Fehlern grundsätzlich einen Stern ab. Allerdings ist dieses Buch so neuartig und bietet Themen, die ich bisher noch nicht gefunden habe, so dass ich das diesmal nicht tun kann.

Fazit

Klare Kaufempfehlung.
LESEN!
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