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Kundenrezensionen

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am 25. April 2005
25 Jahre nach der Fernsehserie gibt es endlich diesen "Gassenhauer" auf DVD. Das Warten hat sich gelohnt, es wurde Zeit, ... nennen Sie es, wie Sie wollen ...
Zur Story: Man schreibt das Jahr 1600. Der Engländer John Blachthorne (Richard Chamberlain) führt ein bewaffnetes holländisches Kauffahrteischiff durch die bis dahin lediglich den Portugiesen und Spaniern bekannte "Magellanstraße" und durch den gesamten Pazifik nach Japan, wo sie halb tot schließlich ankommen. Das Eintreffen eines "Ketzers" in Japan verschiebt das Gleichgewicht der Kräfte in diesem Erdteil, als Blackthorne nach und nach das Vertrauen des mächtigsten Feudalherren des zeitgenössischen Japan, Yoshi Toranaga (Toshiro Mifune; gewaltig) gewinnt. Nebenbei verliebt sich Blackthorne in die wunderschöne und hocharistokratische aber auch verheiratete Toda Mariko, bei der er auf Anordnung Toranagas japanische Sprache und Kultur erlernt.
Blackthorne laviert sich durch die politischen und menschlichen Ränkespiele der Zeit, immer dem Tode nah, nie wissend ob er Akteur oder nur Marionette ist. Erst zum Gefolgsmann (Hatamoto) Toranagas erhoben und schließlich von diesem zum Samurai ernannt, trägt Blackthorne maßgeblich dazu bei, dass Toranaga seine Bestimmung erreicht: SHOGUN, oberster Militärdiktator und nach dem - als göttlich verehrten - Kaiser zweiter Mann im Reich.
Statement: Die DVD-Version bietet im Vergleich zur Fernsehserie nicht nur - neben den Standard-Features wie mehrere Tonspuren etc. - einige neue bisher unbekannte Szenen, sondern auch eine eigene DVD mit Zusatzmaterial (Making Of, weiterführende Informationen zu den Samurai als Kriegerkaste, Geisha's, der Teezeremonie etc.), welche als rundweg gelungen zu beurteilen ist.
Die liebevolle und detailreiche Verfilmung des gleichnamigen Romans von James Clavell, die nicht in den Hollywood-Studios erfolgte, sondern in Japan selbst auf von Japanern in Handarbeit angefertigten Kulissen, stellt alles andere, was man über japanische Kultur und Lebensweise auf DVD erhalten kann um Längen in den Schatten. Die stimmige und dichte Atmosphäre wird auch dadurch erzeugt, dass weite Teile der Dialoge in japanisch gehalten werden und auch nur da wo zum Verständnis des Sinnzusammenhangs unbedingt notwendig untertitelt sind. Alles andere ergibt sich von selbst. Der Zuschauer lernt zusammen mit Blackthorne japanisch zu reden und zu denken. Man wächst vom vollkommenen Fremden im unverständlichen Ausland regelrecht in den Film und damit auch in die japanische Kultur hinein.
Die den Film tragenden Rollen sind durchweg hochklassig besetzt, das gilt sowohl für die "europäische" als auch für die "japanische" Seite. Herausragend ist Toshiro Mifune als Yoshi Toranaga. Er spielt ihn nicht, er ist es !
Bewertung: SHOGUN in der vorliegenden DVD-Version ist ein Zierstück jeder Sammlung und birgt visuelles Suchtpotenzial. Wer einmal mit der ersten DVD angefangen hat kann bis zum Ende nur mit Mühe wieder aufhören. Auch nach 25 Jahren ist dieser Film kein bißchen angestaubt, sondern macht einfach nur Freude. Zu dem Preis ein absolutes MUSS für alle Japan-Freunde. Fantastisch, toll, unterhaltsam und lehrreich !
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am 18. Mai 2004
So, darauf hab ich ja schon lange gewartet. Eigentlich genau seit dem Moment vor 2-3 Jahren, als die ersten Serien auf DVD auf den Markt kamen. Nur ich hätte nie damit gerechnet, daß Shogun auch wirklich mal neu aufgelegt wird!
Und es hat sich gelohnt! Anders als auf der Packung angegeben enthält die DVD nicht nur die Deutsche und Englische Tonspur, sondern auch die Italienische samt Untertiteln. Ich persönlich bevorzuge die englische Tonspur, denn zum einen ist hier Orson Wells als Erzähler am Werk, der auf der deutschen Version fast völlig fehlt, aber sehr zum Verständnis beiträgt, indem er die Hauptpersonen vorstellt. Dazu kommen die üblichen Übersetzungsfehler, wegen der ich die Serie noch nie völlig verstehen konnte. Von daher kann ich verschmerzen, daß die deutsche Spur (wie auch die italienische) nur in Mono erscheint.
Ferner ist die ganze Serie ungeschnitten, d.h. viele Szenen, die im Fernsehn NIE zu sehen waren und für Unverständlichkeiten gesorgt haben, sind endlich enthalten! Da rollt so mancher Kopf...
Ferner ist die ganze Serie am Stück abgespult, d.h. in den fast 10 Stunden Film sind so gut wie keine Anfangs- und Endszenen enthalten, die man nach der 2. Folge ohnehin schon auswendig kennt. Damit garantiert die DVD wirklich echtes Suchtpotential, denn immer dann, wenn im Fernsehen Werbung oder das Ende der Folge kommt, geht der Film ungebremst weiter. Ich habe gestern mal wieder eine 2,5 Stunden Session eingelegt und gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit verging.
Die Aufmachung der Box ist sehr schön, auch wenn die US Version vielversprechender klingt. Trotzdem ist mein Fazit sehr sehr positiv !!!
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am 23. Mai 2014
Shogun - Im Jahre 1600 gerät ein holländisches Handelsschiff vor der Küste Japans in einen Taifun. Einer der Überlebenden, der Navigator John Blackthorne (Richard Chamberlain), lernt im Laufe der Ereignisse auf recht unangenehme Weise die Sitten und Gesetze der neuen Welt kennen, gewinnt einen mächtigen Fürsten als Verbündeten, verliebt sich hoffnungslos in seine japanische Dolmetscherin und macht sich eine einflußreiche Jesuitensekte zum Todfeind...

Dieses rund 9 Stunden lange Abenteuer-Drama wurde auf drei blu-rays aufgeteilt und präsentiert sich in meist schöner HD-Optik, vernünftigerweise im Originalformat (4:3) belassen. Auflösung, Schärfe und Detailreichtum konnten im Vergleich zur DVD verbessert werden und erreichen grundsätzlich gute, selten auch hervorragende Werte. Kleine Pixelfehler oder Flecken auf der Kameralinse gibt es nur sehr wenige. Bedauerlicherweise fallen aber auch immer wieder Szenen durch leichte bis mittelstarke Qualitätseinbrüche mit Unschärfen, Grobkörnigkeiten oder Vergrieselungen unschön auf. Die Bildqualität kann dabei bis auf DVD-Niveau abfallen - an ein paar wenigen Stellen sogar noch tiefer. Aufgrund dieser doch ziemlich störenden Unstetigkeiten halte ich den Umstieg von DVD auf blu-ray für wenig empfehlenswert.

Die deutsche Mono-Tonspur (DD 1.0) gibt zwar nicht viel her, klingt aber wie gewohnt ordentlich und rauschfrei - Lautstärkeschwankungen sind mir keine aufgefallen. Als Bonusmaterial gibt es ein 80-minütiges making-of in non-HD, englischer Sprache und deutschen Untertiteln.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Februar 2009
SHOGUN ist schlichtweg ein Meisterwerk, welches auch nach 30 Jahren immer wieder begeistert! Ich denke es gibt wenige historische Serien, für die so viele Superlative angebracht sind wie für SHOGUN.

In meinen Augen stimmt bei dieser Serie (fast) alles: von der Handlung über die Besetzung bis hin zur Ausstattung ist SHOGUN erstklassig gelungen, auch nach drei Jahrzehnten immer noch absolut sehenswert und zieht einen sofort in seinen Bann. Richard Chamberlain und Toshiro Mifune sind nur zwei der Hauptdarsteller, deren enorme Routine und Bühnenerfahrung einfach ein begeisterndes Charakterspiel ermöglicht.

Gleichzeitig ist in meinen Augen faszinierend wie gut es gelungen ist, sehr persönliche Konflikte einerseits und politische Konflikte anderseits zu einer Gesamthandlung zu verbinden. Zusammen mit dem Schicksal der Hauptfiguren spielt sich eben auch ein ganz Japan erschütternder Konflikt ab, und auf beiden Ebenen funktioniert die Serie ohne Brüche und Widersprüche. Sowohl die Charaktere wie Japan, ja letztlich die gesamte Welt, erlebt in der von SHOGUN geschilderten Periode riesige Umbrüche.
Man sieht auch, dass Spannung nicht unbedingt Action bedeuten muss - zwar wird in dieser Serie durchaus gekämpft, für heutige Verhältnisse ist die Action allerdings eher zahm in Szene gesetzt... dennoch ist SHOGUN spannender als viele zeitgenössische Produktionen.

Spannend ist auch, wie gut es gelungen ist, den fremden Charakter Japans dem Zuschauer begreiflich zu machen - nur durch die authentisch wirkende Ausstattung und den naheliegenden Kniff, das die meisten Protagonisten Japanisch sprechen und dies auch nicht untertitelt wird gelang es der Regie, dem Zuschauer in der Tat das Gefühl zu geben, zusammen mit John Blackthorn in einer völlig fremden Gesellschaft gestrandet zu sein... deren Regeln unnachgiebig durchgesetzt werden und bei der Verstöße gegen diese Regeln drastische Folgen haben.

Von einem auch in historischen Serien manchmal üblichen Gut / Böse Schema will SHOGUN ebenfalls nichts wissen...letztlich handeln alle Seiten von ihrem Standpunkt aus nachvollziehbar und angemessen, und alle Seiten sind ebenfalls gezwungen, so manches Mal absolut skrupellos zu agieren - man tut halt, was man tun muss.
Diese Moralvorstellung wird von keiner der Parteien irgendwie in Frage gestellt und hilft ebenfalls dem Zuschauer, sich wirklich in einer fremden Welt zu fühlen.

Längen oder Füllhandlungen suchte ich auch beim letzten Anschauen vergebens. Ja, das Erzähltempo war vor 30 Jahren natürlich ein anderes, aber dennoch ist die Serie so konzipiert, das Action und persönliche Konflikte gut mit Hintergrund-Expositions (lehrreich ist das Ganze also auch noch!) und epischen Entwicklungen harmonieren. Langeweile kam keine auf, ganz im Gegenteil, die Faszination war bei mir schon nach wenigen Minuten da, obwohl ich SHOGUN seit 1982 mehrmals gesehen habe und auch das Buch ein paar Mal las.

Die einzige Einschränkung, die ich in meinem ansonsten uneingeschränkten Urteil machen muss ist, dass die Handlung gegen Ende etwas nachlässt. Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, das man Finale nicht noch etwas packender hätte machen können - letztlich lösen sich die meisten Handlungsstränge innerhalb von nicht einmal 10 Minuten auf.

Alles in allem wundert es mich nicht im Geringsten das diese Serie auch nach 30 Jahren noch so populär ist - sie ist einfach ein episches Meisterwerk!
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am 28. Januar 2004
Gerne, in nostalgischen Gefühlen schwelgend, erinnere ich mich an diese aufwendig produzierte Miniserie. Ein Höhepunkt der Fernsehunterhaltung der achtziger Jahre.
Voller Faszination verfolgte ich als Kind die Abenteuer des John Blackthorne (Richard Chamberlain), dem englischen Navigator einer holländischen Flotte. Bangte mit ihm bei seinem Schiffbruch an fernöstlicher Küste, tauchte an seiner Seite ein in eine fremde Kultur, begeistert von seinem Aufstieg vom rechtlosen Gefangenen, verrottend in einer Erdgrube, zum Samurai und Admiral der Flotte des Daimyo Toranaga (nach dem historischen Vorbild Tokugawa Ieyasu).

Die Handlung der aufwendig produzierten TV-Serie spielt zu einer Zeit des Umbruchs. Die rivalisierenden europäischen Seemächte schicken sich an die Welt endgültig unter sich aufzuteilen, Jesuiten und Spanier sondieren die Möglichkeit auch Japan unter ihre Kontrolle zu bekommen. Doch hier treffen sie auf eine Hochkultur die ihnen ebenbürtig, ja in manchen Belangen sogar überlegen scheint.
Kurz nach dem Tode des Taiko (historisch Toyotomi Hideyoshi) droht das durch Militärdiktatur geeinte Inselreich wider in Chaos zu versinken. Der junge Erbe des Taiko hat soviel Chancen die Herrschaft des Vaters zu übernehmen wie ein Schneeball die Glut eines Schmelzofens übersteht (Jahre später wird er und seine Mutter vom Shogun zum Selbstmord gezwungen), denn Toranaga, der Herr von Edo dem späteren Tokio, strebt nach der absoluten Macht, möchte vom Tenno zum Shogun (Diktator) ganz Japans erhoben werden. Dafür sind ihm alle Mittel recht, doch noch bewart er den Schein und gibt vor die Erbfolge zu akzeptieren. In diesen Hexenkessel aus Intrigen und Verrat strandet der von persönlichem Ergeiz und Erfolgsgier getriebene John Blackthorne.
Und über allen Köpfen schwebt das Damoklesschwert des Bürgerkrieges.

Einige der handelnden Personen gehen auf reale historische Persönlichkeiten zurück, selbst von einem Engländer (historisch William Adams) in den Diensten des echten "Toranagas" (historisch Tokugawa Ieyasu) wird berichtet. Mit den geschichtlichen Fakten nimmt es die Serie aber ansonsten nicht unbedingt genau. So ist der historische Fürst Ieyasu vor allem skrupelloser Machtpolitiker, der ohne Rücksicht auf das Leben anderer seine eigenen dynastischen Ziele verfolgte (die rein positive Überhöhung seiner Person entspricht aber durchaus der japanischen Sicht auf diese Epoche). Die herrschaftliche Ausstrahlung des Tokugawa Fürsten wird übrigens perfekt durch den unvergessenen Altmeister und einzigen japanischen Schauspieler von wirklichem Weltrang (mit Ausnahme vielleicht von Takeshi Kitano) Mifune Toshiro verkörpert.
Die Einführung der Feuerwaffen in die japanische Kriegsführung erfolgte auch nicht erst durch Blackthorne, sondern geschah schon gut ein halbes Jahrhundert zuvor. Und für historische Puristen ließen sich hier noch zahllose weitere Ungereimtheiten aufzählen.

Als Kind war ich zunächst von der Darstellung japanischer Samuraikultur geblendet. Erst viel später bei näherer und kritischerer Betrachtung erkannte ich das, dass hier gezeichnete Bild deutlich idealisiert ist und oftmals weit an der wenig ästhetischen Realität vorbei geht. Zwar wird am Rande auch auf die negativen Seiten einer streng hierarchisch organisierten Gesellschaft aufmerksam gemacht, auf den Todeskult, die Wertlosigkeit des Lebens des einzelnen (bei jeder Form des Gesichtsverlust scheint nur einen Ausweg zu geben, Sepukku, rituellen Selbstmord), doch die Darstellung erfolgt doch eher auf eine ästhetisch überhöhende Weise womit die Serie mitunter Haarscharf an der Verherrlichung dieser blutigen Rituale vorbeischrammt. Das der zum Großteil erst viel später entwickelte Ehrenkodex des Samurai eher ein unerreichtes ritterliches Ideal blieb (dass vielmehr Feigheit, Lüge und Verrat auch unter Samurais alltägliche Dinge und keine Ausnahme waren) wird hier weitgehend unterschlagen.

Zu dem Zeitpunkt während der die Serie spielt erholte sich Japan immer noch von jahrhundertelangen Bürgerkriegen die erst Oda Nobunaga (der Vorgänger des Taiko) rund 30 Jahre zuvor blutig beendet hatte. Die japanische Samuraikultur war damals vor allem eine Kultur des Krieges, der Gewalt, und hatte zumindest für das einfache Volk nichts mit der geleckten Reinheit der Teezeremonie zu tun (die zudem erst durch den Teemeister des Taiko Sen no Rikyu in heutiger Form entwickelt wurde). Hunger und Elend, Willkür feudaler Herrschaft, bestimmten den Alltag der Bevölkerung. Erst in den kommenden Jahrhunderten der erzwungenen Einheit (und Isolation) erholte sich die japanische Kultur und erreichte den von dieser Fernsehserie zelebrierten Standard.

Fazit
Obwohl die Welt des Japans um 1600 stark idealisiert dargestellt und es mit historischer Wahrheit nicht unbedingt genau genommen wird, ist "Shogun" ein bunter Bilderbogen der japanischen Feudalkultur so wie sie die Japaner wohl selbst am liebsten verklären würden.
(Viele der "Fehler" der TV-Produktion sind schon der Romanvorlage Clavells anzulasten.)
Die spannende Entwicklung der großteils fiktiven Handlung, das muntere Intrigenspiel, fantastische Schauplätze, die für eine Fernsehserie der frühen achtziger unglaublich aufwendige Ausstattung und Kostüme machen die ca. 9stündige Serie zu einem Höhepunkt der Fernsehunterhaltung. Allein der herrlich arrogant majestätische Auftritt Mifunes als das Idealbild des Daimyo schlechthin, macht "Shogun" zu einem Erlebnis. Solide bis herausragende Darstellungen der übrigen Besetzung runden das Bild positiv ab (Shimada Yoko, John Rhys-Davies, Frankie Sakai, ...). Der an Samuraikultur Interessierte sollte aber nicht die rosa Brille vergessen mit der hier diese bewegte Epoche in Japans Geschichte eingefangen wurde. Eine DVD-Box auf die ich lange gewartet habe!
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am 8. Juni 2006
endlich gibt es diesen klassiker auf DVD. für mich eine der besten serien aller zeiten; interessantes setting, mitreißende story, vielschichtige charaktere und bis ins kleinste großartig besetzt und zudem erstmals ungekürzt in deutsch.

die bildqualität ist sehr gut und dürfte so ziemlich das maximum sein, was man aus dieser alten TV serie herausholen konnte. der ton zwar nur im original mono-format, allerdings sehr gut zu verstehen und sauber. dazu noch nettes und informatives bonusmaterial und eine recht schicke aufmachung.

den untertitel-nörglern sei gesagt: die japanischen dialoge waren NOCH NIE untertitelt, auch im englischen original nicht, und gott sei dank wurde das auf der DVD so belassen, es trägt enorm zur atmosphäre und authentizität bei. zudem hat blackthorne ohnehin immer irgendeinen übersetzer dabei und wenn nicht, wird etwas wichtiges per voice-over vom erzähler zusammengefasst. für sachen wie "hai", "konichiwa" oder "domo" wird wohl niemand untertitel brauchen, die häufigsten wörter und phrasen lernt man im prinzip mit blackthorne im laufe der geschichte, wenn sie einem nicht vorher schon bekannt waren.
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am 11. November 2006
'Shogun' ist ein Meisterwerk wie man es selten findet. In groben Zügen hält sich der extrem spannende Film an die historischen Fakten. John Blackthorn war in Realität der englische Navigator William Adams, der aus eigenem Entschluss nicht mehr nach England zurückkehrte. Richard Chamberlain zeigt sich hier wieder in einer Glanzrolle. Toranaga ist tatsächlich auch eine bedeutende Persönlichkeit der japanischen Geschichte unter dem Namen Tokugawa Ieyasu gewesen.

Der Film dürfte die damaligen japanischen Verhältnisse zu Beginn des 17. Jahrhundert durchaus einigermaßen richtig wieder wiedergeben haben, wenn man mal die unglaublich teuren, handangefertigten Garderoben unberücksichtigt lässt. Die Wertevorstellungen der Samurais sind dem westlichen Menschen einigermaßen verständlich nahegebracht. Manches aber ist für uns heute schockierend. Toranaga wollte eigentlich nicht Shogun werden, aber er entkam diesem Schicksal nicht. Dabei dürfte Blackthorn/Adams eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben. Die historische Entscheidungsschlacht im Oktober 1600, in der Toranaga siegte, wurde nicht gezeigt, aber die schlimmen Intrigen um den 7-köpfigen Regentschaftsrat des noch nicht regierungsfähigen Tenno oder Kaisers. Sowohl im Film wie auch in der Historie wurde Blackthorn der erste europäische Samurai in Japan. Er bekam den japanischen Namen 'Anjin'san'. Nicht eingeleuchtet hat mir am Ende des Films, dass Blackthorn Schiffe bauen musste, die anschliessend wieder auf Befehl des Shoguns zerstört wurden. Historischer Fakt war, das er für den Shogun 2 Schiffe baute, die dann auch benutzt worden sind. Die Liebe zwischen Blackthorn und seiner Dolmetscherin war im Film mehr als unglücklichlich, ein Epos unsterblicher Liebe. Davon weiss Adams Biografie nichts, hingegen aber, dass er später die Tochter des Burgherren von Edo (Tokyo) geheiratet und mit ihr einen Sohn und eine Tochter hatte. Adams starb 1620, 6 Jahre nach dem Tode des Shoguns Tokugawa Ieyesu in Hirado. Japan erlebte nach dessen großen Sieg von 1600 Frieden und Fortschritt, die Samurais aber verloren an Bedeutung. Nach dem Tode von Ajin-san schloß Japan seine Tore für 250 Jahre für alle Ausländer. Daran hatte Anjin-san selbst entscheidenden Anteil. Noch heute gibt es in Tokyo(Edo)ein Viertel, das den Namen 'Anjin-Cho' (Navigator-Viertel), das an ihn erinnert. Und jährlich gibt es immer noch am 15. Juni ihm zu Ehren eine öffentliche Feier.
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am 2. Januar 2013
Ich erinnere mich das ich diese Serie als Kind gesehen habe und die "Ritter" mit ihren tollen Schwertern am coolsten fand.
Trotz dieser kindlichen Naivität war ich von der Serie so begeistert das ich auch Jahre später immer mal hängen blieb wenn ein Programm diese Serie ausstrahlte.
Auf einem Trödelmarkt trafen dann viele Jahre später der Roman und ich zusammen und meine Tochter hatte das passende Geschenk für ihren Japanverrückten Karatevater.
Der Roman hat alles was ein Roman braucht und ist ein Meisterwerk für sich. Es war nur logisch das ich mir die filmische Umsetzung noch einmal ansehen wollte und habe mir nun diese DVD Box zugelegt.
Ich bin einmal mehr total begeistert und sehe das ganze heute natürlich mit anderen Augen als in Kindertagen und mit entsprechedem Interesse was Hintergundinfos wie Kultur etc. angeht.

Das es allein schon aus Zeitgründen kaum möglich ist alles was das Buch ausmacht als Film unzusetzen versteht sich von selbst dennoch ist es gelungen hier nicht nur eine tolle Geschichte zu erzählen, sondern dem Zuschauer Japan speziell zu der Epoche in dem das ganze spielt nahezubringen.
Teilweise voller Unverständnis begegnen wir den Traditionen und Bräuchen dieser Kultur und uns würde es heute wahrscheinlich nicht anders gehen als John Blackthorne zur damaligen Zeit.
Die Umsetzung der Serie auf DVD ist mehr als geglückt. Es fällt einem mehr als schwer eben nur mal kurz reinzuschauen und man hängt schnell in der Zeitschleife da die ehemals einzelnen Folgen stimmig zusammengefügt wurden und man quasi 4 Abendfüllende Filme hat.
Plus Bonus DVD.

Fazit. Sehr gelunge DVD Box deren Kauf sich absolut lohnt und an dem man viel Freude hat. Sicher werde ich die einzelnen DVDŽs noch öfter einlegen und ich glaube nicht das ich mich daran irgendwann satt gesehen habe.
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am 11. Dezember 2014
Ich mag diesen Film.
Rezessionen zum Inhalt gibt es genug, weshalb ich mich auf das "technische" konzentriere:
Habe ihn schon auf DVD gehabt - nun auch auf Blu-ray.

Blu-ray kommt auf 3 discs daher in einem einfach gehaltenen Blu-ray-Blister mit Papp-Überschub.
Es gibt leider kein Wendecover ohne FSK-Branding.
In beiden ist die ungeschnittene Fassung und viele Extras.
Bildqualität: einige Stellen wurden digital remastert. Andere Stellen sind sehr "grieselig" und unterscheiden sich nicht von der DVD-Qualität.
Was etwas stört ist, das eine Disc mitten in einer Szene zu Ende ist und erst auf der anderen Disc fortgesetzt wird ("Matrosentanz mit Toranaga") - hätte man besser machen können (zwischen zwei Szenen).
Ton: auch dieser wurde neu gemischt. Teilweise habe ich den Eindruck, das Mariko neu synchronisiert wurde - hier merkt man den Unterschied zur DVD deutlich (oder kommt mir das nur so vor?).

Ansonst: für Sammler ein Muss - für andere wohl die DVD-Version günstiger...
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am 7. Juni 2004
Als ich das Angebot zu dieser DVD Box gesehen habe, vergingen keine 10 Sekunden und sie war schon bestellt.
Diese herausregende Serie über das feudale Japan enthält alles, was sich ein Japan Fan wünschen kann...wunderschöne Landschaften, schöne Musikuntermalung, herausragende Kostüme und Bauten udn eine Story, die vor allem durch intelligent eingesetzte Diagole herausregend ist.
Es ist auch keiner dieser modernen Japan Filme, ind enen es nur um Coolness udn Style geht, nein, hier wird viel auf die japanische Kultur und die Verhaltensmuster eingegangen.
Als Fan des James Clavell Romanes fehlen zwar immer ncoh ein paar Szenen, die ich mir gewünscht hätte (Anji- san lernt Toranaga das Schwimmen *gg*), aber die ca. 530 Minuten haben so ziemlich das wichtigste in sich.
Fans von Akira Korusawa Filmen werden sich hier auch heimisch fühlen, obwohl es aus der Sicht eines Gai- Jin ist...aber Toshiro Mifune als Toranaga- sama hat schon sehr viel Gefühl ;)
Dass die japanischen DIALOGE keinen Untertitel haben (zumindest nciht immer) finde ich für sehr gut, da man, wenn man der japanischen Sprache nciht mächtig ist, das Gefühl der Abhängigkeit und Hilflosigkeit von Anji- san viel besser mitbekommt!!!!
in einem Wort: Perfekt!!!
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