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am 17. Februar 2016
... die will die 17jährige Sascha(Jasna Fritzi Bauer) gern aufschreiben. Es ist die Geschichte ihrer Mutter. Einer Russin, die nach Deutschland kam, in einem Hochhaus-Ghetto landete, drei Kinder hatte, den falschen Mann kennenlernte und von diesem Mann getötet wurde. Jetzt sitzt der Mörder im Knast und Sascha lebt mit ihren kleinen Geschwistern bei der Nachbarin Mascha(Jana Lissovskaia). In Sascha ist nur Hass und sie will am liebsten den verhassten Stiefvater, der ihr all das Leid angetan hat, töten. Als dann noch ein Zeitungsartikel erscheint, der Mitgefühl für den Mörder und seine tiefe Reue im Knast transportiert, flippt Sascha aus. Sie macht bei der Zeitung Stress und landet dort beim Redakteur Volker(Ulrich Noethen). Der geht locker und unerwartet cool mit der Situation um. Als sich dann noch heraus stellt, dass Volker Saschas Mutter kannte, schmilzt das Eis zwischen den beiden ungleichen Menschen. Einige Tage später hat Sascha Schwierigkeiten und bittet Volker ihr zu helfen. Der holt das junge Mädchen in sein Haus. Dort lernt Sascha Volkers Sohn Felix(Max Hegewald) kennen. Der hat ebenfalls keine Mutter, denn die Ehe der Eltern ist geschieden und Volker wurde von seiner Frau verlassen. In der komplett fremden Welt zerbricht Saschas Hass nach und nach. Das Mädchen, das eigentlich glaubte schon eine Frau zu sein, erhält die Chance, zu sich selbst zu finden...

Das war von Jasna Fritzi Bauer und Ulrich Noethen ganz wunderbar gespielt. Nach dem Roman von Alina Bronsky hat Regisseurin Bettina Blümner einen Film gedreht, der laut und heftig, aber auch leise und behutsam über die Leinwand flimmert. Eine einfache Geschichte, die direkt aus dem Leben stammen könnte. Die Erzählstimme Saschas beschert uns das nötige Hintergrundwissen, den Rest schaffen die Akteure vor der Kamera mit ihrem Spiel. Herausgekommen ist dabei eine wirklich gute Literaturverfilmung mit Anspruch, einer besonderen Art von Humor, und hohem Unterhaltungswert.
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am 12. Januar 2016
NICHT SPOILERFTREI !!!!!

Die 17 jährige Sascha (Jasna Fritzi Bauer) glaubt, in der trostlosen Plattenbausiedlung in Ostdeutschland der einzige Mensch zu sein, der ein Ziel, oder genauer derer zwei hat: Sie will Igor umbringen und ein Buch über ihre Mutter schreiben, die von ihrem Stiefvater umgebracht wurde. Wie ihre Mutter will sie Journalistin werden. Igor sitzt ein, Sascha lebt mit 2 jüngeren Geschwistern und einer netten russischen Pflegemutter Mascha (Jana Lisovskaja). Sie ist intelligent, oft zynisch, wütend und läßt sich von niemandem die Butter vom Brot nehmen.
Ihre Wut auf Igor und die Umstände, in der sie leben, steigert sich noch erheblich. als sie in einer Tageszeitung auf der Titelseite einen Artikel findet, in dem im Rahmen eines Interviews Igor den reuigen jetzt guten Menschen gibt. Hin zum Verlagshaus, energische Worte zu der Empfangsdame, und schon hat sie einen Termin beim Herausgeber Volker (Ulrich Noethen), dem sie ihre Empörung schildert. Der offensichtlich beeindruckte alleinerziehende Vater des 16jährigen Felix (Max Hegewald) stellt sich schützend vor seine unerfahrene Volontärin, aber überreicht Sascha seine Visitenkarte, sie habe etwas gut bei ihm.
Kurz darauf nimmt sie seine Offerte an und läßt sich abholen, da sie es im Scherbenpark nicht mehr aushält, ein Hotel ist nicht nötig, sie wird im Gästezimmer der noblen Niedrigenergie-Residenz untergebracht und lernt so auch den Sohn Felix kennen, in dessen Zimmer sie Kondome sieht, die er von seinem Vater geschenkt bekommen habe. Der Junge brennt offensichtlch darauf, seine Unschuld zu verlieren, die Sache wird "hinter sich gebracht" wie Sascha pragmatisch und ohne große Begeisterung dem schüchternen Knaben anbietet, nachdem sie sich eine Wasserschlacht geliefert und sich in sein Gartenhaus mit Heizstrahlern begeben haben. Eine Nacht verbringt sie auch neben Volker in dessen Doppelbett, er erliegt ihren Avancen nur fast, und sie macht die von dem Verleger als weise kommentierte Bemerkung meiner Überschrift.
Zurück im Scherbenpark bekommt sie erneut eine Nachricht per Zeitung, die sie völlig ausrasten läßt, Igor hat sich ihrer Rache entzogen.
Ihr anschließender Wutanfall, der in umgeworfenen Zeitungsständern und eingeworfenen Scheiben des Kiosks und vereinzelter Wohnungen gipfelt, endet mit einer Kopfplatzwunde und Gehirnerschütterung im Krankenhaus.
Zurück im Scherbenpark redet ihr die mütterliche Mascha eindriglich zu, endlich anzufangen zu leben. Die Gelegenheit dazu ergibt sich, als Sascha Post aus Prag bekommt, jemand aus der Vergangenheit ihrer Mutter will sie kennenlernen, Mascha macht sich auf den Weg.

Jasna Fritzi Bauer schloß im Jahre 2012 ihre Ausbildung im "Ernst Busch" ab, aus der Schauspielschule ging auch "Eine Klasse für sich" hervor, nämlich so große Schauspieler wie Nina Hoss, Fritzi Haberland, Ronald Zehrfeld, Devid Striesow und Lars Eidinger.
Schon vor Ende ihrer Ausbildung spielte sie eine bemerkenswerte Hauptrolle in "Ein Tick anders" als junge Frau mit dem Tourette-Syndrom, mit Nina Hoss in "Barbara", in "Für Elise", allesamt anspruchsvolle Rollen wie auch hier und in späteren Filmen. Inzwischen darf man die jetzt 26jährige Darstellerin, festes Ensemblemitglied des Burgtheaters, kaum noch als Nachwuchsdarstellerin bezeichnen , als die sie auch einen Preis erhielt, sondern als arrivierte Größe im deutschsprachigen Film. Auch jetzt kann die gebürtige Schweizerin noch glaubhaft Teenager darstellen, und ihr Spiel in "Scherbenpark" ist ausgezeichnet, man darf mit Fug und Recht behaupten, dass der großartige Ulrich Noethen hier neben ihr spielt, hervorragend wie immer.
"Scherbenpark" zeigt authentisch und ungeschönt wirkend das Leben in einem Millieu, in dem fast alle Bewohner mit wenig zufrieden zu sein scheinen oder sich damit abgefunden haben, wie eine ungefähr gleichaltrige Nachbarin, die Integralrechnung und Schule nicht interessiert, sie hofft mehrmals, schwanger zu sein und rasch geheiratet zu werden. Die intelligente, durch den gewaltsamen Tod der Mutter traumatisierte Sascha gibt sich stark, wir wundern uns, mit welchem Selbstbewußtsein sie sich mit einer Jungenclique anlegt, die mal wieder dem kleinen Bruder den Schulrucksack gemopst hat, Stinkefinger und zynische Sprüche über die Looser gehören zum Alltag. Aber sie muß erkennen, und das geschieht, dass sie eben noch nicht erwachsen und unverletzbar ist.
Diese junge Frau wird von Jasna Fritzi Bauer mit einer ungeheuren Intensität verkörpert, am Ende des Filmes erkennen wir, dass sie anfangen will, zu leben, sie ist auf bestem Weg, erwachsen zu werden.
Ein großartiger Film mit einer Hauptdarstellerin, die zu sehen jedes mal ein Genuss ist, auch wenn man wie ich den Film schon 2 mal im TV gesehen hat.

Doc Halliday
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am 28. März 2016
Sascha (Jasna Fritzi Bauer) ist 17 Jahre alt und Halbwaise. Sie wohnt mit ihrer Tante und ihren zwei kleineren Geschwistern in der Hochhaussiedlung "Scherbenpark", einer rauen, grauen, tristen Gegend, in der überwiegend umgangssprachlich "Russlanddeutsche" Genannte von Hartz IV leben. Sie ist intelligent und versteht nicht, dass sich die meisten Bewohner nicht anstrengen oder es ihnen nicht gelingt, aus ihrem Leben etwas zu machen. Sie macht klare und direkte Ansagen gegenüber anderen Menschen, versteckt aber ihre Verletzheit und ihre Ängste seit dem Tod ihrer Mutter hinter ausgeprägtem Zynismus. Sie hat zwei Träume: Ihren Stiefvater zu töten und ein Buch über ihre Mutter zu schreiben. Eines Tages entdeckt sie in einer Zeitung ein Interview mit ihrem Stiefvater Vadim E., der im Gefängnis sitzt, dessen Inhalt sie derart wütend macht, dass sie sich bei der Zeitung beschwert und dadurch den zuständigen Redakteur Volker Trebur (Ulrich Noethen) kennenlernt. Um Abstand zu gewinnen, zieht sie für ein paar Tage zu Volker, der ihr einen Gefallen schuldet, und dessen Sohn Felix (Max Hegewald).

Sascha sitzt zwischen vielen Problemen wie eine Gefangene. Der gelieferte Stoff nach dem gleichnamigen Roman von Alina Bronsky gäbe ein detailreiches Sozialdrama in Komödienform ab, aber leider reißt der Film die Themen nur oberflächlich an, ob das die Verarbeitung der Todesumstände der Mutter ist oder ob es die Konflikte und der soziale Sprengstoff in der Hochhaussiedlung sind oder Saschas schwer definierbares Verhältnis zu Volker und dessen Sohn Felix. Es wirkt, als hätten die Verantwortlichen sich gescheut, psychisch tiefer in die Materie einzusteigen, weil sie auf keinen Fall den Komödiencharakter in Gefahr bringen wollten. Das finde ich schade. Denn die Reduzierung der Geschichte auf diese eher locker-flockige Komödie mit einem Mädchen, dessen Schutzmechanismus aus Rotzigkeit besteht, ist mir zu wenig und zu zahm. Außerdem schmälert diese Reduktion die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit der erzählten Geschichte.

Dennoch ist "Scherbenpark" gut gemachte, nette, schwungvolle, zum Teil freche und unverkrampfte Unterhaltung und die Schauspieler nehmen durchweg für sich und ihre Rollen ein. Ich würde daher gerne 3 1/2 Sterne vergeben, weil ich mich aber auf volle Sterne festlegen muss, werden es 3 Sterne.
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am 16. Mai 2016
Ein toller Film, bei dem unsere Gesellschaft nicht eindimensional daher kommt. Und ich liebe Stuttgart (eine Stadt, die sich durch Mehrdimensionalität auszeichnet), aber vor allem Jasna Fritzi, da kann noch viel kommen.
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… schreit die 17jährige Sascha die junge Reporterin an. Die stammelt nur ein "Es tut mir leid!" und verlässt den Raum, zurück bleibt der Chefredakteur der Zeitung, Volker Trebur, mit der jungen Frau. In dieser Szene treffen treffen zwei Welten, zwei Familien- und Lebensmodelle aufeinander. Sascha ist mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder aus Russland gekommen und lebt jetzt bei einer Tante in einem sozialen Problembezirk der Stadt, denn die Mutter wurde vor ihren Augen vom Stiefvater erschossen. Dieser sitzt nun im Gefängnis und hat dort seine kreative Seite entdeckt, indem er Bilder malt. Genau darüber hat die junge Reporterin, die von Sascha angeschrien wurde, geschrieben. Sascha fühlt sich durch den Artikel über die sensible Seite eines Mörders zutiefst verletzt. Wer kümmert sich eigentlich um die Opfer? Was ist mit der schrecklichen Tat? Der Chefredakteur, Volker Trebur, entschuldigt sich, erklärt den Artikel für misslungen und fragt, wie er es wieder gutmachen könnte. Es wird nicht lange dauern bis Sascha ihn anruft und bittet, einige Tage übernachten zu können. Das Haus von Volker Trebur ist modern, luxuriös und auf dem neuesten Stand der Technik. Nach der Scheidung lebt er dort allein mit seinem fünfzehnjährigen Sohn Felix. Der lässt auch nicht lange Zweifel daran, dass er mit Sascha gerne seine Unschuld verlieren möchte. Sascha pendelt nun zwischen der Upper-class-Gegend mit dem begüterten Vater-Sohn-Gespann und ihrer Hochhaussiedlung mit Gangs, die ihrem kleinen Bruder schon mal gern den Rucksack klauen oder Spaß an Gewalt haben, hin und her. Dazwischen sitzt sie am Computer und schreibt über ihre Mutter, diese schöne, rothaarige Frau, die besser auf ihre kluge Tochter hätte hören sollen. In ihrer Schriftsteller-Fantasie überlegt sie, wie sie sich an ihrem Stiefvater rächen und diesen töten könnte. Hin- und hergerissen zwischen Fürsorge für den Bruder und angezogen sein durch das bürgerliche Umfeld von Volker und Felix weiß sie nicht, was aus ihrem eigenen Leben werden soll. Sie braucht eine Entscheidung …

Die Regisseurin Bettina Blümner hat schon mit ihren Vorgängerfilmen (Prinzessinnenbad und 'Die Kette') gezeigt, dass sie es versteht, ein Milieu genau zu zeichnen und spannende Geschichten zu erzählen, die genau die richtige Mischung aus Realität und Fiktion aufweisen. Natürlich ist die Geschichte von Scherbenpark um die 17 jährige Sascha ein wenig konstruiert und schlägt von der Milieustudie um in eine komödiantisch angehauchte Patchwork-Familiengeschichte, aber die Bilder bleiben weitgehend klischeefrei und die Figuren sind sehr lebendig und nachvollziehbar. So muss Sascha bei allen materiellen Vorteilen, die sie bei Volker und seinem Sohn Felix findet, auch erkennen, dass es dort ebenso Probleme, Verletzungen und so etwas wie Not gibt. Ihr gelingt durch diese Erkenntnis aber auch der Schritt, sich mehr auf ihre Stärken und ihren eigenen Weg zu konzentrieren.

Ulrich Noethen (Ein fliehendes Pferd) spielt die Figur des Volker Trebur mit der gewohnten Souveränität und ausreichend Einfühlungsvermögen. Ebenso überzeugt Max Hegewald (Und morgen Mittag bin ich tot) als sein Sohn Felix. Besonders sticht aber in der Hauptrolle Jasna Fitzi Bauer (Ein Tick anders) heraus. Sie spielt die Anna mit unbändiger Wut und Kampfgeist, so dass sie selbst gegenüber der Hochhaus-Gang extrem aggressiv wirkt, um dann in anderen Szenen wieder einfühlsam und nachdenklich zu erscheinen, behält aber ihr 'loses Mundwerk'. Ein Mensch, der eigentlich schon zuviel erlebt hat, aber auch gewohnt ist, das Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Formal bleibt auch "Scherbenpark" dem gewohnten deutschen Fernsehfilm-Spielfilm-Format verhaftet, bietet also keine Überraschungen, aber sicher handwerklich sehr gute Qualität. Die Geschichte selbst steht ganz im Vordergrund.

"Scherbenpark" ist ein spannender und realistischer Einblick in soziale und moralische Abgründe mitten in Deutschland, vor allem aber ist es eine Geschichte über eine starke junge Frau, die wenig im Leben geschenkt bekam, beständig kämpfen muss, aber ihren Lebenswillen und Optimismus dabei nicht verliert. Es fällt schwer den Film in eine Kategorie einzuordnen: Ein Sozialdrama und eine Coming-of-Age Geschichte mit wenigen komödiantischen Anteilen. Auf jeden Fall sehenswert!

Als Extras gibt es nur einige Trailer, Interviews wären sicher hilfreich gewesen. Dafür gibt es englische Untertitel.
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Diese gesichtslosen Hochhaussiedlungen gibt es fast in jeder größeren deutschen Stadt. Meist wohnt dort nicht gerade die Mittelschicht. Sascha, ein 17jähriges Mädchen ist nicht auf den Mund gefallen. Das ist auch notwendig, um sich in entsprechender Nachbarschaft zu behaupten. Sie wohnt mit ihren jüngeren Geschwistern bei ihrer Tante. Ihre Mutter wurde vom Stiefvater in ihrem Beisein ermordet. Sie hat einen abgrundtiefen Hass gegen diesen Mann, der nun im Gefängnis sitzt, den sie aber am liebsten tot sehen würde. Generell hat sie ein umfassendes Misstrauen dem männlichen Geschlecht gegenüber entwickelt.
Als in der lokalen Zeitung ein wohlwollender Artikel über ihren Stiefvater auftaucht, läuft sie Sturm. Der verantwortliche Zeitungsredakteur Volker hat ein sichtlich schlechtes Gewissen und bietet ihr Hilfe an, die sie schon bald in Anspruch nimmt. Sie schlüpft bei ihm und seinem jugendlichen Sohn Felix unter, der Zuneigung zu ihr entwickelt. So lernt sie eine andere Lebenswelt kennen und auch dort nicht alles Gold ist, was glänzt......

Ein Film über Resilienz, was pädagogisch etwa soviel heißt wie, dass man auch in ungünstigem Umfeld seinen Weg finden kann und sich trotzdem gut zu entwickeln vermag. Die Figur der Sascha im Zentrum zeigt zwei ganz unterschiedliche Seiten: einerseits das hassdurchflutete Mädchen mit Aggressionspotential, andererseits die sehr belesene feinfühlige Seele, die gerne ein Buch schreiben möchte. Jasna Fritzi Bauer verkörpert Sascha mit allen ihren Fassetten recht gelungen und glaubwürdig. Sie ist eindeutig die Sympathieträgerin der Handlung.
Als Gegenpart spielt Ulrich Noethen den Redakteur Volker fast eine Spur zu verständnisvoll und gutgläubig.
Max Hegeweid als Sohn Felix ist mir bisher noch nicht aufgefallen, obgleich er schon in diversen Produktionen zu sehen war und auch bereits einen Preis als bester Nachwuchsschauspieler eingeheimst hat. Das er ausgerechnet „krank“ sein muss, hätte nicht sein müssen.
Vladimir Burlakov als Verehrer von Sascha ist tatsächlich russisch-stämmig und mir in „Ausgerechnet Sibirien“ schon sehr positiv ins Auge gestochen.

Regie führte Bettina Blümner ("Prinzessinnenbad").

Extras: nur Trailer/Vorschauen

Fazit: Nachvollziehbarer Handlungsverlauf, gute schauspielerische Leistungen, zum Teil etwas konstruiert wirkend, versöhnliches Ende.... 4 Sterne von mir.
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am 10. Juli 2014
Dieser Film ist anders als die gewöhnlichen Amifilme. Anspruchsvoll auf eine andere Weise. Näher an einer Realität die ins wahre Leben passt.
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am 14. April 2014
Ich habe den Film im Kino gesehen und deshalb kommt von mir vor ab schon mal eine kleine Rezension.Der Film ist sehr gut.Menschen mit einer ähnlichen Geschichte werden sich sicher an vielen Stellen wiederfinden.Andere wird der Film sicherrlich sehr betroffen machen.In jedem Fall lohnt sich Scherbenpark für die eigene DVD Sammlung.Ich empfehle das Buch dazu.
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