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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hitrock
Da ist es endlich, das erste Solo-Album von Smoke-Blow-Sänger Jack Letten, der hier die Rolle des Erik Cohen erstmals auf voller Albumlänge einnimmt und – soviel bereits vorab – damit vollends überzeugen kann.

Dass die Marschroute eine andere ist als bei Smoke Blow, das haben die bereits vorab veröffentlichten Nummern...
Vor 6 Monaten von Dennis Stanik veröffentlicht

versus
2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja...die Vorab EP verhieß Großes, das Album hält das Versprechen nur bedingt...
Ok, ich gebe es zu. Ich habe mich verleiten lassen! In einem Review zum aktuellen BROILERS Output "Noir" hat ein, ansonsten sehr vertrauenswürdiger, Reviewer geschrieben:

"Der von mir imaginär verliehene Preis für das beste deutschsprachige Rockalbum (ich vermeide dabei den furchtbaren Begriff "Deutschrock") des ersten Quartals 2014 geht...
Vor 6 Monaten von Flami Merkzettel veröffentlicht


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hitrock, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (Audio CD)
Da ist es endlich, das erste Solo-Album von Smoke-Blow-Sänger Jack Letten, der hier die Rolle des Erik Cohen erstmals auf voller Albumlänge einnimmt und – soviel bereits vorab – damit vollends überzeugen kann.

Dass die Marschroute eine andere ist als bei Smoke Blow, das haben die bereits vorab veröffentlichten Nummern verdeutlicht, und so eröffnet der „Kosmonaut“ den Reigen bunter Hits, der von Cohen selbst gern als „Hitrock“ bezeichnet wird. Der Song kommt gut als Opener und überzeugt durch einen Refrain, der – passend zum Thema – nicht von dieser Welt ist. Es folgt mit „Chrom“ eine Nummer, die bereits gut ein Jahr nach ihrer Veröffentlichung ein Klassiker ist. DIE Hymne zum Autofahren. Treibender Sound, gute Texte, unaufgeregtes Gesamtbild.

Auch der „Kapitän“ wurde bereits vorab als Single ausgekoppelt, der Song besticht ebenfalls durch einen absoluten Sahne-Refrain. Diese Nummer beschert mir immer wieder eine Gänsehaut. Großartig. „Treue Herzen“ hingegen macht mit seinem „Moin Moin – und Ahoi“-Refrain einfach nur gute Laune und lädt zum Fingerschnipsen ein. Leider fällt „In Bewegung“ danach dann ein wenig ab, die Nummer zündet nicht wie der Rest des Albums.

Doch dieser kleine Makel wird umgehend mit „Stadt“ behoben, eine Nummer, die ich zu meinen Highlights zähle – und das will bei dieser Platte, die wahrlich nicht arm an Höhepunkten ist, etwas bedeuten. Energisch und powervoll, toller Song. Der „Dirigent“ ist der epischste Song der Platte, der Text und die Stimme gehen unter die Haut, wenn man sich drauf einlässt. Trotz allem wirkt das alles nie aufgesetzt oder peinlich.

„Omega Mann“ zieht das Tempo wieder an und gefällt durch und durch, ehe „Segeln“ wieder in ruhigere Gefilde lenkt. Eine komplett andere Facette dann in „Licht“, hier werden Einflüsse der Marke Danzig und Sisters Of Mercy verarbeitet und in einen lupenreinen Hit umgewandelt. Das Instrumental „Kreuz“ hätte einen guten Schlusspunkt abgegeben, kommt es doch sehr relaxt und locker-flockig daher. Doch diese Ehre wird „Wölfe“ zuteil, zugegebenermaßen auch eine gute Wahl. Hier geht es wieder etwas härter zur Sache, die Gitarren riffen fett nach vorne – und wieder einmal gefallen mir Text und Refrain ganz hervorragend.

Es hat sich absolut bezahlt gemacht, dass Cohen so lange an den Songs geschraubt hat, denn so hat er sie stetig verbessert und auf ein Niveau gehoben, welches hierzulande Seinesgleichen sucht. Als Vergleich würde ich Daniel Wirtz heranziehen, auch in Punkto Eloquenz. Gute Deutsche Texte, Songs, die schnell ins Ohr gehen und dort auch bleiben, sowie absolute Könner an den Instrumenten, die sehr songdienlich agieren und ein solides Rock-Fundament für die Songs bilden. Auch die Ausflüge in Wave-Gefilde sind absolut gelungen und wirken nicht deplaziert, sondern fügen sich hervorragend in das Gesamtkunstwerk ein.

Bleibt zu hoffen, dass der gute Mann die Aufmerksamkeit erhält, die er verdient!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jack Letten kann's auch solo, 28. Januar 2014
Von 
Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (Audio CD)
Durch Zufall habe ich letztes Jahr herausgefunden, dass Jack Letten (bekannt als Sänger von Smoke Blow) neuerdings unter einem anderen Pseudonym, nämlich Erik Cohen, Musik macht. Die Vorab-EP wusste mir zu gefallen, und ich war sehr erfreut, als endlich das Album erhältlich war. Und dieses enttäuscht kein bisschen. Musikalisch bewegen sich Erik und seine Mitmusiker irgendwo zwischen Hard Rock, Punk und Alternative, die tiefe Stimme verleiht der Sache sogar einen leichten Gothic-Touch. Hin und wieder erinnert die Musik an The Cult und The 69 Eyes. Die Texte sind durchweg in deutscher Sprache gehalten, was für mich eine heikle Sache sein kann, da ich englische Texte bevorzuge. Aber hier ist alles im grünen Bereich, auch wenn wir es hier nicht ausschließlich mit lyrischen Meisterleistungen zu tun haben. "Kosmonaut", "Stadt" und "Licht" (übrigens das vielleicht beste Lied des Albums) aber beispielsweise haben sehr schöne Texte, und auch manch anderer Song weiß durch "norddeutsche Melancholie" (wie etwa "Dirigent") zu gefallen. Die Musik ist nicht gerade komplex, und das eine oder andere Riff wiederholt sich in abgeänderter Form, doch das macht gar nix. Die Lieder gehen wunderbar ins Ohr, und einen Ausfall sucht man vergebens. "Nostalgie für die Zukunft" (cooler Titel übrigens) ist für mich ein echtes Highlight des noch jungen Jahres.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderner Klassiker, 1. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (Audio CD)
Chrom hatte ich schon vor einiger Zeit gehört und mich nach Kapitän und Dirigent immer mehr aus's Album gefreut. Das es derart rund und gut ist hätte ich nicht erwartet. Meistens wird ein Album nach 2,3 richtig starken Songs aufgefüllt. Aber je häufiger ich das Album höre, desto geschlossener wird es. Wo heutzutage viele Alben zu lang sind, ist dieses so zusammengestellt, dass man nach dem Instrumental Kreuz und dem letzten Song, dem Oberknaller Wölfe, direkt wieder von vorne anfangen will. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Musikalisch ist das Album sehr facetten- und abwechslungsreich - immer im großen Bereich traditioneller US und UK Rock. Mal mehr, mal weniger klassisch, mal mehr mal weniger heavy, immer geradeaus und mit einer Eingängigkeit das ich wirklich verwundert bin, wie locker, leicht und lässig Rock mit deutschen Texten sein kann. Denn das ist für mich das absolut Besondere, textlich gibt es nicht eine Peinlichkeit, nichts abgedroschenes und genug um sich von mehr als einer Seite den Texten zu nähern. Mir fällt kein vergleichbares Album ein (Tipps immer gerne her damit). Nach, nicht übertriebenen, 30 Durchläufen ist für mich klar, dass dieses Album ein moderner Klassiker werden kann. Man weiss nie, wie ein Album nach 1,2 Jahren wirkt, aber das Potenzial ist absolut da. Danke Erik!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Doch eigentlich such' ich nur Dich !!!, 15. Februar 2014
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (Audio CD)
Deutschsprachige Rockmusik polarisiert derzeit an allen Ecken und Enden. Und dies mit reichlich Tam-Tam! Während sich der Großteil aller treuen Fans wochenlang über Sinn bzw. Unsinn der bevorstehenden BÖHSE ONKELZ-Live-Reunion die Köpfe heiß redet, ein Heer von Moralaposteln den umstrittenen FREIWILD offen den Krieg erklärt und die BROILERS als allergrößte Punk/Pop-Hoffnung die Charts von hinten aufrollt...sooo leise und unspektakulär mausert sich das kleine aber feine "Nostalgie für die Zukünft" heuer zum Geheimfavoriten der deutschen Rock-Lyrik. Hinter dem Pseudonym ERIK COHEN verbirgt sich kein Unbekannter - jedoch gibt sich der langjährige Frontmann der Kieler Punk/Schweinerocker SMOKE BLOW (Jack Letten!) auf seinem ersten Solo-Album so emotional wie nie zuvor. Anstatt das Publikum im schweißnassen Club beim Massenpogo zu dirigieren, überzeugt ERIK COHEN auf diesem 12-Tracker vor allem mit einem: Unglaublichem Tiefgang! Wenn viele Künstler großspurig behaupten, dass Musik und Texte immer als Einheit (!) gesehen/gehört werden müssen, dann gilt dies insbesondere für dieses Album. Natürlich kann man den Pathos von Nummern wie "Wölfe" , "Kosmonaut" , "Treue Herzen" oder "In Bewegung" kritisieren, hier und da peinlich berührt sein...man kann aber auch einfach nur zuhören. Denn wenn der Hörer in die Tiefe geht, dann wird von mal zu mal - mit jedem Hördurchlauf! - deutlicher verstehen, wie viel Ehrlichkeit in den Zeilen schlummert.
"Ein Teil von mir will hier bleiben, ein Teil von mir möchte fliehen" singt ERIK COHEN in einer Strophe der großartigen Übernummer "Kapitän", und sagt dabei eigentlich alles über die innerliche Zerrissenheit und Selbstzweifel eines Mannes, im eigenen Kampf mit sich selbst und dem Sinn des Lebens. "Nostalgie für die Zukunft" ist purer Seelenstriptease eines Mid-Vierzigers...in Gedanken verloren, mit Sehnsüchten und Visionen, die auf eine goldene Zukunft hoffen lassen - beinahe schon ein klassisches Singer/Songwriter-Album! Immer wieder fühlt man sich an die musikalische Kehrtwende des SOCIAL DISTORTION-Urgesteins Mike Ness erinnert, der auf dem letzten Output "Hard times and nursery rhymes" vorwiegend seine emotionale Seite nach Außen kehrte...gleichzeitig huschen einem die herrlich abstrakten lyrischen Ergüsse des Berliner Stadtaffen (sic!) PETER FOX durch den Sinn - ein deutscher Musiker, den man selbst als eingefleischter Rock/Metal-Fan irgendwie gut finden kann. Harsche Abgehnummern wie "Omega Mann" und "Chrom" hätten hingegen wohl auch auf jeder WEISSGLUT-Scheibe ("Etwas kommt in deine Welt" , "Zeichen") stehen können.
Als waschechter Schleswig-Holsteiner verwendet ERIK COHEN in seinen Songs mit großer Vorliebe norddeutsche Waterkant-Metaphern (z.B. See, Wellen, Hafen, Meer, usw.) und zeigt dabei auf eigenste Weise die Verbundenheit zu einer Region, die ihn als Mensch geprägt hat. Dabei ist es unnötig zu erwähnen, dass man tolle Nummern wie "Licht" , "Dirigent" , das bereits erwähnte "Kapitän" oder "Segeln" (großartig!) natürlich auch allen Deutschrock-Fans in Freiburg, München und Nürnberg gefallen dürften. Selbst wenn dort die nordische Grußformel "Moin Moin!" nie richtig verstanden bzw. stets falsch übersetzt werden wird.
Fazit: Man merkt sofort wie viel warme Energie und Herzblut der SMOKE BLOW-Fronter in sein Solo-Debüt gesteckt hat. Ein authentisches Album zum Nachdenken, dem aber auch immer wieder ein positives Augenzwinkern anzuhören ist. Einen echten Seemann kann schließlich nichts erschüttern. Sehr zu empfehlen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolute Frische in Rock, 29. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (Audio CD)
Ich bin durch Zufall über Erik Cohen gestolpert, als ich kürzlich in den Abendstunden den Titel "Dirigent" im Radio gehört habe. Glücklicher Weise wurde das Lied abmoderiert, sodass ich mir den Namen des Künstlers merken konnte. Neugierig recherchierte ich im Netz und stieß auf eine ganze Auswahl weiterer Lieder, zu denen es Videos zu sehen gab. Zugegebener Maßen war ich zunächst leicht irritiert, als ich den Titel "Chrom" klickte, da dieser oberflächlich betrachtet in seiner leicht prolligen (aber hymnischen) Art nicht so recht zum eher poetischen "Dirigent" passen wollte. Glücklicher Weise habe ich mir den Song mehrmals angehört, auch weil ich den dazugehörigen Clip so ungewöhnlich fand. Er wurde nicht nur immer besser, sondern auch smarter, wortwitziger. Ein echter Hit. Dazu dann der ins Dunkel getauchte "Kapitän", der sich in etwa anfühlte, wie eine Kurzgeschichte aus Bukowskis "Stories vom verschütteten Leben" und ebenfalls mit einigen Widerhaken versehen ins Ohr schlich. Diese drei Titel und ein Blick auf die Albumtrackliste genügten mir, um "Nostalgie Für Die Zukunft" vorzubestellen. Ich muss dazu sagen, dass deutschsprachige Rockmusik und ich sind eigentlich keine großen Freunde sind. Aber der unkomplizierten Griffigkeit der ersten Lieder Erik Cohens konnte ich mich nicht entziehen. Dazu verfügten sie immer über dieses würzige Mindestmaß an Tiefgang und lyrischer Spannung, den ich persönlich brauche, um nicht das Gefühl zu haben, es wohlmöglich mit einem eher kurzfristigen Vergnügen zu tun zu haben. Die ganze Platte hat meine Erwartungen keineswegs enttäuscht, sondern eher übertroffen. Denn die enthaltene Bandbreite zeitloser Rockmusik ist für ein einziges Album wirklich ungewöhnlich und dennoch klingt die Platte wie aus einem Guss. Natürlich habe ich meine persönlichen Favoriten wie "Dirigent", "Chrom" oder das herrlich groovende "Wölfe", aber insgesamt fällt kaum ein Song wirklich ab, ich habe bislang noch kein einziges Mal die Skip-Taste gedrückt und die Platte seit vergangenem Freitag bereits über 10 mal in unterschiedlichsten Situationen gehört. "Stadt", "Treue Herzen", "Kosmonaut"... Die persönliche Hit-Liste ist fast so lang wie die Platte. Das muss jemand erstmal schaffen. Mir fällt kaum eine Rock-Platte ein (also auch international), die mich aus dem Stand in den letzten Jahren so unterhalten und überzeugt hat. Ich hoffe, "Nostalgie Für Die Zukunft" folgen noch viele weitere Alben von Erik Cohen! Er hat Aufmerksamkeit definitiv verdient.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Debüt!, 16. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (Audio CD)
Über das Lied "Treue Herzen" aufmerksam geworden, habe ich mir kürzlich die dazugehörige Platte gekauft. Ich hatte es Samstags im Autoradio gehört. Es ging sofort ins Ohr, hob sich aber über eine sehr eigenen Klang gut vom Einerlei ab, irgendwie bekam ich das Gefühl, es mit einer Art Kabaret-Rock-Variante von Soft Cells "Tainted Love" in Deutsch zu tun zu haben.

Allerdings bestellte ich entgegen sonstiger Gewohnheit die Musik nicht hier, denn der von amazon aufgerufene Preis ist seltsamer Weise - und nicht nur bei dieser aktuellen CD - nicht allzu konkurrenzfähig, was mich etwas verwunderte, denn das war vor einiger Zeit noch anders. Aber zurück zum Thema. Auch wenn die anderen Lieder noch wesentlich hardrockiger sind als das erwähnte Stück, geht nahezu alles sehr schnell ins Ohr und bleibt hängen.

Eine Nummer wie "Kapitän" zum Beispiel ist von beeindruckender Tiefe, die düster-melancholische Grundstimmung dieses Songs zieht sich durch die ganze Platte. Allerdings wird man aber eigentlich immer auch von einem Funken Selbstironie, einem sympathischen Augenzwinkern begleitet. Das hat zur Folge, dass immer auch Lichter am Ende der Lieder-Tunnel aufflackern und man positiv mit- anstatt irgendwie runtergezogen wird. Textlich bieten sich zudem immer gleich mehrere Ansätze, sich auf Erik Cohen einzulassen. Es ist nicht sonderlich kompliziert, ihm zu folgen, aber seine Geschichten sind angenehm offen und unterschiedlich interpretierbar, was ich allgemein gut finde.

Das Album scheint mir grundsätzlich so etwas wie eine Konzeptplatte zu sein und gleicht einer längeren, scheinbar tragisch endenden Reise durch Raum und Zeit, die mit einem tief schürfenden Instrumental ("Kreuz") im Schwarz der Tiefsee endet und sich wie ein guter Plattenabschluss anfühlt. Allerdings ist der allerletzte Song, "Wölfe" dann wieder ein richtiger Pusher, der eine erwachsene Aufbruchstimmung verbreitet und einfach nur Lust auf mehr macht. Wie ein halber Becher Kaffee am frühen Morgen, man skippt sich nochmal zurück durch die Lieder und gießt ordentlich nach. Ich hoffe, Erik Cohen bei Gelegenheit einmal live sehen zu können, um mir das volle Bild zu machen. Das Album zumindest ist für mich ein absoluter Tipp für alle, die auf handgemachte Rockmusik mit einem eingängigen, aber nie glattgebügelten Kern stehen. Wenn der Mann auf der Bühne auch so gut ist wie auf Platte, dann kann das sicher was werden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erste große Überraschung des Jahres, 7. Februar 2014
Von 
Parsec - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (MP3-Download)
Ich muss gestehen: mir waren Jack Letten und Smoke Blow nur eher flüchtig bekannt... ein paar Songs kannte und mochte man eben, aber ich kann beileibe nicht behaupten, ERIK COHEN irgendwie auf dem Zettel gehabt zu haben, bis mich die zahlreichen positiven Reviews hier und in der Fachpresse dann doch neugierig machten.

... und siehe da: NOSTALGIE FÜR DIE ZUKUNFT dürfte auch für mich die erste große musikalische Überraschung des neuen Jahres sein!

Das Album hat einerseits schlichtweg starke Songs, die zeitlos gut rocken, gradlinig und dennoch clever komponiert sind - und andererseits eine sehr individuelle, sehr authentische Aura.

Musikalisch ist NOSTALGIE FÜR DIE ZUKUNFT Rock - und das mit einer Menge 80er-Jahre-Gothic-Rock Einflüsse, welcher natürlich seinerzeit die Betonung eindeutig auf ROCK hatte und mit der heute unter dem Schlagwort "Gothic" firmierenden Musik meistens nur sehr wenig gemein hat.
Die Stimmung, der Gesang und die Melodien von The Sisters Of Mercy, frühen The Cult, Type O Negative, vielleicht sogar Paradise Lost oder härteren The Mission findet sich hier beispielsweise wieder, gepaart natürlich gleichzeitig mit dem Vibe von Udo Lindenberg oder meinetwegen sogar Achim Reichel, Joachim Witt und den Soloausflügen von Bela B.

Wer jetzt denkt, dass diese Mischung entweder absolut nicht aufgehen kann oder aber hochnot peinlich klingen muss sollte sich NOSTALGIE FÜR DIE ZUKUNFT anhören... das Album wirkt sehr homogen und authentisch, und einfach sehr echt, daher ohne Trendanbiederung und aus dem Bauch heraus geschrieben.

Vom Opener "Kosmonaut" (grandioser Song!) über den Kracher "Chrom" bis hin zu "Licht", "Stadt" oder "Wölfe", die Lieder rocken amtlich los und zünden sofort, die deutschen Texte sind persönlich und oftmals augenzwinkernd ohne dabei peinlich zu sein, und der Gesang ist ebenfalls gelungen.

Nehmen wir an, in einer kieler Bar hätten sich zu sehr vorgerückter Stunde Ian Astbury, Andrew Eldritch, Udo Lindenberg, Achim Reichel, Roky Erickson und Joachim Witt mal an einen Tisch gesetzt und gemeinsam ein deutschsprachiges Album geschrieben.... es hätte vermutlich gar nicht mal großartig anders als NOSTALGIE FÜR DIE ZUKUNFT geklungen. Fans der genannten Musiker und, vor allem, Fans der Stimmung ihrer Songs sollten sich NOSTALGIE FÜR DIE ZUKUNFT unbedingt mal zu Gemüte führen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen All Ihr Nachtschwärmer & Cruiser: PFLICHT!!!, 27. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (Audio CD)
Der Peter Fox des Cruise-Rock'n Roll....

Es war irgendwann Mitte letzen Jahres, da hatte ich zum ersten mal auf meinem Standard-Rocksender "Rockantenne" aus Bayern das Lied "Chrom" von Jack Letten alias Erik Cohen gehört.
Ohne jetzt Schleichwerbung zu machen, aber der Sender war wirklich schon so manches mal für mich eine wahre Quelle der Inspiration, nicht so wie die immer gleich dudelnde anderen Radio-Stations.
Naja...also ich bin so am Arbeiten, da läuft dieses Chrome-Ding und es war noch nicht zu Ende gespielt, da hatte ich den Namen Erik Cohen und den Titel schon vom Receiver Display abgelesen und auf einen Notizzettel gekritzelt. Direkt ins Herz, meinen Nerv voll getroffen. Kurz darauf war die sogenannte Kapitain EP dank amazon und für "zweiMarkfuffuzich" auf meinem Lappi.
Mannomann...es war ja so geil... meine Jugend war auf einmal wieder da- auf'm Schirm ...glasklar.. Der Sound?
Nun irgendwas zwischen Sisters of Mercy, Cult oder Danzig..aber mit urgeilen, deutschen Texten..fast wie sowas wie Hardcore-NDW! Man meint..man hat das alles schomma gehört..aber eben viel zu lang eben nicht mehr. Direkt singt & schwingt man mit...und stellt sich im Kopfkino was vor. Und dann wird nach ersten Videos gegoogelt...und was soll ich sagen...da kommen verstärkt Muscle-Carss und bei Nacht sonnenbrillentragende Männer drin vor... für mich persönlich also echt das Vollpaket. Naja es gibt auch Schwächen...dem geübten Hörer fällts auf...da ist nicht jeder Refrain rund, da liegt der Backround-Chor auch mal ein wenig neben dem Ton...aber Hey: Wat solls?? Es kann nur besser werden..und bis dahin, ist das hier echt ein verdammt cooles Projekt.
Mein Vorredner hat schon diverse Anspieltipps genannt, Ich persönlich würde mir noch etwas mehr Tiefe in den Lyrics wünschen...Chrome ist da sehr coo und Referenz, bzgl. des Kosmonautes finde ich das Gegenstück von Udo Lindenberg echt viel besser..da tiefsinniger..unter anderem ;-) . Kapitän ist dagegen wieder sehr geil...und so geht lyrisch weiter...also da ist noch Potential für Feinschliff.
ABER: Das Gesamtpaket stimmt, war so die letzen 20 Jahre noch nicht da...und MUSS!!! weitergeführt werden. Also..mich habt Ihr als Fan gewonnen..also bitte kommt auch ins Saarland nach Saarbrücken, ich habe zwar keinen Mustang-kann aber sicherlich einen auftreiben, oder es muss eben die Harley tun... Let's Rock!!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschung schlechthin, 5. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (MP3-Download)
Ich hab vor ein paar Wochen bei den kostenlosen MP3's von Amazon den Song Chrom con Erik Cohen gefunden, der lag dann ein paar Tage in meinem Cloud Player bis ich ihn mal gehört habe und dann kams, dieses unglaubliche positive Gefühl von Musik die Launen heben kann, nachdem ich das einenT ag rauf und runter gehört habe bin ich über YouTube auf den Dirigenten und Kapitän gekommen und musste dann einfach das Album kaufen - und siehe da: noch mehr geile Songs. Einfach die Überraschung des Jahres für mich.

To make a long story short: Wahnsinns Album, für jeden was dabei. Absolute Kaufempfehlung.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rockhits, 2. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (Audio CD)
Im November 2012 stieß ich bei Youtube auf der Suche nach neuen Videos von der letzten Smoke Blow-Tour auf Chrom. Unwissend um wen es sich da handelt zog ich mir es von da an jeden Tag rein,es kursierte damals noch das Gerücht es handelt sich um irgend einen bekannten Rapper. Aber das war viel zu gut und viel zu professionell als daß es so ein Hip-Hop-Bruder der eigentlich nix mit Rock am Hut hat es hätte sein können. Als Wochen später die Katze aus dem Sack gelassen wurde wer da hintersteckt fiel ich erstmal aus allen Wolken und war im nächsten Moment dann doch nicht sonderlich überrascht. Ich stand halt irgendwie auf der Leitung,und im Nachhinein hätte ich als langjähriger Smoke Blow-Fan die Stimme sofort erkennen müssen,aber das war dann wohl doch auch zu abwegig.
Seitdem fiebere ich mich von Video zu Video,von Dreiklangsdimensionen über Kapitän bis hin zu Dirigent diesem Album entgegen.,Die Erwartungen wurden groß und die Wartezeit lang,so lang dass Chrom mittlerweile zu einem alten Hut vor sich hinstaubte und der Glauben an die restlichen Songs auch so langsam vor sich hinschwand.
Nun ist es endlich da,und die Wartezeit hat sich gelohnt!
Beim Opener Kosmonaut werden gleich 2 Erinnerungen wach die gar nicht so zueinanderpassen und es gerade deshalb so geil machen,nämlich The Mission und Peter Schilling. In Bewegung ist ein Ohrwurm der irgendwie dazu animiert mit Udo Lindenberg-Nöhlstimme mitzusingen,das Instrumental Kreuz erinnert am Schluss gar an Uli Roth und an die Scorpions zu Fly to the Rainbow-Zeiten,und der wahre Smoke Blow-Fan erkennt natürlich sofort den Rhythmus-Gitarrensound am Ende von Wölfe. Textlich handelt es sich beinahe um ein Konzept-Album,wie eine Reise die In den Tiefen des Alls beginnt,anschließend durch schöne und weniger schöne Städte führt,und am Schluß tragisch im Meer endet. Einzige Kritikpunkte sind nur daß man ohne das Textbooklet teilweise aufgeschmissen ist,und daß man die 4 Akkorde vom ersten Song noch in den Refrains von einigen anderen Songs wiederfindet. Sowas hat schon so manchem guten Album den Todesstoß verpasst,aber in diesem Fall wurde es durch unterschwellige Leadgitarren-und Keyboard-Melodien geschickt kaschiert und so die Eigenständigkeit jedes Songs bewahrt. Und das soll die gefühlte Höchstnote nicht schmälern,ähnlich wie die Temperaturen der letzten Woche nicht den Frühlings-Eindruck dieses Winters schmälern sollen :-)
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